Sette L. ALead-Ausgave. Erstes Blatt.
'Menschheit schuldig, jetzt mit äUßerstemErnst und Festigkeit den Stmwpunkt einzunehmen, den ich einqenEmen habe, und zwar im Vertrauen darauf, daß ich Ihr« Billigung Mid Ihren Beistand finden wende. Alle emstdenksnden itiww müssen sich in der Hoffnung vereinigen, daß die deutsche Regierung, die in andern Fällen als Verfechter alles :desisn dagesumden hat, für das wir jetzt im Interesse der .MenschLichckeit eintreien, die Berechtigung unserer Forderungen ianerkennen möge und ihnen indem Geiste begegnen Itvird,in dem sie gestellt worden find.
\ Schärfe Kritiken an Wilsons Haltung.
Nr. Amsterdam, 26. April. (Eig. Dvcchtdericht. Zens. Bln.) ..Die »Mvrmng Post" erfährt irnter dem 20. April aus iWashington: Enthusiasmus über einen Krieg mit Deutsch- iLvnd gibt es iru ganzen Lande nirht, weder in der Presse noch riifi der Öffentlichkeit. Wilson wird von der deutschen Press« -Ainer-ikas Kitter und scharf angegriffen. „St. Lonis-Ameriea" -sogt, Amerika werde durch einen Krieg eine englische Kolonie -werden und seine Unabhängigkeit verlieren. Roosev rlt greift Wilson wegen seiner bisherigen Haltung ion, die veranlaßt habe- daß Amerika in Deutschland nicht -ernst genomimen würde. Bryan ist bemüht, das Äußerste zu verhüten. Pan den Mitgliedern des Kongresses greifen ikisher besonders die folgenden drei Wilson offen an: Der Führer der Republikaner im Repräsentantenhaus Manu, .der sagt, Wilson wolle das Land in einen Krieg treiben, um /seiner eigenen politischen Zwecke -willen und weil er die Deutlichen haßt; Senator S m i t h aus Michigan, ein Republikaner, sber Wilson Mangel an Voraussicht und Torheit vorwirft, und ^Senator V a r d e m a n aus Mississippi, Demokrat, der Wilson , un-neutral nennt, weil er England bevorzugt. Ähnliches lassen jfich andere englische Blätter melden. Lllle enthalten sich jeg- stirher redaktionellen Besprechung ihrer -Berichte.
Die Meinung der Berliner Presse.
Berlin, 25. April. (Zens. Bln.) Zur amerikanischen Aus- - einandersetzung schreibt Theodor Wolfs im „Berliner Tageblatt": Der Präsident der Vereinigten Staat-en verlangt _ei ne Aufgabe der gegenwärtigen Methoden, falls die diplomatischen Beziehungen bestehen ble-ibsn sollen. Durch -bce Form, die er seinen Anllaaen gibt, hat er die ruhige Schlichtung nicht leichter gemacht. Es hat keinen Zweck, einem scha-rs-en Wort ähnlich scharfe Worte qegenüh-rzustellen. Es gehört zur ..Kriegskunst, daß man sich nicht durch hitzigen Eifer auf ein -falsches Derrain treiben läßt.
Der „Berliner Lokal-Anzeiger" sagt unter der Überschrift „Die Kunst des Möglichen", sie werde die Grundlage aller ^Entschließungen bleiben. Die amerikanische Note stelle -die deutsche Regierung dar eine der schwerwiegendsten Entscheidungen während des .Krieges. Unsere Regierung werde sie «lediglich vom Standpunkt der Nützlichkeit uiü Klugheit fällen. Die' Beurteilung des Gesamtbildes vom Kriege müßte auch -ii, der Zukunft entscheidend für Entschlüsse von so weittragen, /der Bedeutung fein, wie die jetzt in Frage stehenden. In dem gewaltigem Ringen, in dem wir seit 20 Monaten ständen, -hätten wir einen achtbaren Vorsprung vor unseren -Gegnern errungen, trotz ihrer Übermacht; er müsse uns er» ! holten bleiben. In kühler Abwägung aller Wirkungen, die der Eintritt Amerikas in den Krieg aus seiten unserer Gegner haben würde, würden wir antworten, wie es unseren Inter- essen am besten entspreche.
Die „Vossische Zeitung" meint- Die Vorftage ist, ob bei Amerika überhaupt noch der. gute Wille zu einer Verstäm- digung mit Deutschland vorhanden, oder oib inan im Weißen -Hause «ttschlosfen ist. es unter allen Umständen zum Bruche zu treiben. Nach dem Wortlaut der Note ist man in Washington bereit, Verständigungs-Vorschläge von seiten DeMchlands enigegcnzunehmen. Dieselbe Auffassung sprichst wenigstens aus einem Teil der amerikanischen Zeitungen. Die Entscheidung selbst bängt von der Erwägung so za-hlrcicher Momente ab. daß vorerst noch viel«. Beratungen, sicherlich auch r>eue Konferenzen im Großen Hauptmiariier werden statt- finden müssen, bis man zu einem Ergebnis gela-ngen wird. Die Beratungen im Schoß« -der Regierung gehen im Bewußt- sein der schweren Verantwortung vor sich, aber ohne Sorge sftir den Ausgang des Krieges-
Oie Lage im westen.
Ein Fliegerangriff auf Belfort.
Sr. Karlsruhe, 25. Avrdl. (Eist. Drahtlbericht. Jen/s. Bln.) Die „Baffer Nachrichten" melden: BcLforter Zer- jtmtgen berichten, baß -deutsche Flieger in ber Nacht z-nim ff'/. April Beffort bombardierten. E3 wunden sieben /große Bomben, darunter eine Brandbombe, cibgelvorfen. Drei Personen wundem getötet, sieben verwundet. Der BachschcDen soll nur geving sein.
-Die Komödie der Russenlandung in Marseille , Berlin, 25. April. (Zens. Bln.) Aus angeblich stnrter Quelle meiden verschiedene Blätter, daß es sich
Unterhaltungsteil.
Kefrdrnr-Theatrr.
Samstag, den 22. April: „Armut". Ein Trauerspiel jüt 5 Akten von Anton W i l d g a n s.
[ Nach langer Zeit wieder einmal ein starkes künstlerisches ! Erlebnis!
> Anton Wildgans' Trauerspiel ist ein ganz einfacher, ganz alltäglicher Vorwurf. Er behandelt die verschämte Armut, die aus jedem Winkel der Wohnung des kleinen Postbeamten grinst, die die Frau verbittert und vor der Zeit altern läßt, jedes gute und weiche Gefühl in ihr erstickt, aus dem begabten Sohn einen ftühreifen Neurastheniker macht, jbie Tochter beinah der Sünde in die Arme treibt und den /Vater vorzeitig auf das Sterbelager wirft. Wirklich ein Vor- «wurf, wie er sich täglich hundertmal und mehr wiederholt, «aber ein Vorwurf, den ein Dichter durch seine Worte ver- - klärte, ihn hinaushob über jede Plattheit, ihn erhaben und sgroß werden ließ durch die tiefe Poesie, die wundervollen, an '„Faust" erinnernden Verse, die seinen Gestalten ganz plötzlich -und doch wieder nicht aufdringlich, wie von selbst, über die j Lippen strömen. Wer die Dichtung vorher gelesen hat, wird '-am Samstag noch einen besonderen Genuß gehabt haben.
Die Hauptrolle, die des krankhaft-klugen Gottftied, eine ; Figur, die an den Oswald in Ibsens „Gespenster" erinnert, j spielte Herr Hollmann. Eigentlich spielte er sie nicht, er verlebte sie und ließ sie die anderen miterleben. Der Künst- \lu hatte sich die Rolle ganz zu eigen gemacht, er spielte mü
Miesbadener Tagblatt.
bet den in Marseille cm.jükoim>meniön Russen uiM höchstens 2000 Mann haniffe. Sie -seien üihn-e Waffen ongekoimmen. -Frankreich verfuge Über hinreichende AuZvüstu-n-gsgÄgenftände.
Ein französischer General gefallen.
Sr. Genf, 25. Aprff. (Gig. Dmhtbericht. Zens. Bln.) Ein Lyoner Blatt meldet, bah der fvamz-Wchc General A r r i v a r t auf -dem Schlachtftde gefallen ist.
Schwere Strafen für Drückeberger in Frankreich.
W. T.-B. Paris, 26, April. (Nichtamtlich. Drwhtbericht.) Das Kriegsgericht Hot heute fein Urteil in dem Prozeß gefällt, in dem mehrere Militärärzte fawie Zivilpersonen verwickelt firi® unter der Beschuldigung, Soldaten vom Mlitärdtenst befreit zu hoben. Das Gericht verurteilte den Haupta-nze- klogteu Dr. Lombard zu 10 Jahren Zwongsarbett und 4000 Fornkeu Geldstrafe, Dr. Läbords zu 5 Jahren Gefängnis und Dr. Karfunkel zu 5 Jahrep Gefängnis sowie 4000 Franken Geldstrafe- Vierzig weitere Angeklagte, in der Mehrzahl Soldaten, die betrügerischerweife vom Mblitärdienst befreit worden waren, sind zu Strafen von g Monaten bis zu 3 Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen von 500 bis 10 000 Franken verurteilt worden. Mer Angeklagte wurden freigesprochen. __
Der Krieg gegen England.
Ein deutsches Flugzeug über Dover.
W. T.-ß. London, 25. April. (Nichtamtlich.) Das KriegSamt gibt bekannt: Heute morgen 11 Uhr 45 Minuten erj'chrcn ern feindliches Flugzeug über Dover und kreiste in einer Höhe von 6 0 ü 0 Fuß über der Stadt. Die Abwehrgeschütze crvffnctcn das Feuer und verjagten das Flugzeug, das k c i n e B o m b e n abwarf.
Ein englischer Dampfer verloren.
W.T.-B. London, 25. April. (Nichtamtlich. Draht- k-ericht.) Lloyds meldet: Der Dampfer „Parisiana" ist gesunken. (In Lloyds Ztegister ist nur ein Dampfer „Parifian" mit 5385 Bruttoregtstertonnen verzeichnet.)
Zur englischen Wehrfrage.
Der Vergleich innerhalb des Kabinetts.
Sr. Christiani«, 25. April. (Ng. Drahtbericht. Zeus. Bln.) Der Vergleich, auf den sich die englischen Negierungsmitgli-eder in der Wehrfrage -vereinigt heben, gstht idatst-n, idaß 5000 neue Rekruten -inri ersten Monat und sonach bis Ende dieses Jahres pro Woche 15 000 eingestellt werden sollen. Sollte sich diese Zahl ni-cht freiwillig melden, dann ist das Kabinett nrit der Einführung der allgaineinen Dienstpflicht für Unverihei- vatete einversümden.
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Depeschenwechsel zwischen dem König von England und Zar Nikolaus.
W. T.-R. London, 25. April. ('Nichtamtlich. Drccht- bericht. Reuter) König Georg und der Zar -haben Telegramme gewechselt. Der König telegruphierte: Ostern 1916. Heute, da unsere bci-den Nationen durch ein glückliches Zusammentreffen Ostern feiern und wir -des St. Georgs-Dages gedenken, kann ich mich nicht enlibalten, Eurer Majestät Glückwünsche zu senden mab neuerlich das Vertrauen in den Sieg unserer verbündeten Armeen auszudrücken. -Ich verfolge die kllrzlichen siegreichen Taten Ihrer tapferen Armee mit Vergnügen.
Der Zar antwortete: Wärmsten Dank für dieOster- grüße und -die g-irten Wünsche. Ich teile vollkommen Ihr Vertrauen in den endgültigen Sieg unserer -ver- einigten Anstrongungen.
Die Ereignisse auf dem valkan.
' Der Vierverband lenkt ein!
Die serbische Truppentransport . Frage einer serbischgriechischen Regelung überlassen.
Berlin, 25. April. (Zens. Bln.) Aus griechischen Regierungskreisen will die „Voss. Ztg." erfahren haben, daß der Bierveriband angesichts -der entschlossenen Haltung der gr i e ch i s ch e n Regierung beschloß, die Angeleaercheit des Transportes der Serben nach Saloniki über die griechisäzen Bahnen zum Gagmstand freundschaftlicher Besprechungen ausschließlich zwischen -der serbischen und der griechschen Regierung zu -m-achen.
ven Nerven, mit einem gan.z feinen, sicheren Empfinden für den besonderen Stil, den diese schwierige Rolle verlangt. Wie echt waren alle die Stimmungen dieses jäh wechselnden eigenwilligen, unausgeglichenen Charakters! Bald weich, dann wieder sich dieser Regung schämend, zynisch und brutal, voller Härte für die Mutter, voller Liebe für den Vater, von einer rührenden Liebe zu diesem, die sich auch im stummen Shiel beredt äußerte. Um nur ein paar Augenblicke herauszugreifen: Der erschütternde verzweifelte Aufschrei, als- Gottfried begreift, daß der Vater nicht mehr zu retten ist, die zarte Sorge um den alten Mann, als er bei ihm wacht und ihn sorglich in warme Decken hüllt, die innig gesprochenen Verse, die, durch das schöne Organ auf das beste unterstützt, wie Gesang anmuteten, der wilde Schmerz, der sich nur ibr stummen Spiel äußerte, als er vor des Vaters Leiche in die Knie sinkt, später die Bitte an die Mutter, ihn zu lieben, in Worten, die sich nur mühsam-widerwillig, schüchtern und schamvoll aus seinem Inneren losrangen. Dies, wie gesagt, nur wenige Augenblicke aus dem meisterhaften Spiel Werner Hollmanns. Der Künstler erinnerte vielfach an Alexander Moissi, ohne diesen jedoch nachzuahmen, ohne seine starke Eigenart dabei zu verlieren. Es war eine überragende Leistung.
Den entkräfteten, sterbenden Vater gab Herr F l i e f e r mit bestem Gelingen. Er stattete die Rolle mit liebevoller Kleinmalerei aus und nahm der Todesszene alles Grausige durch eine sehr wohltuende Einfachheit. Ganz prächtig spielte Herr Nesselträger den Fremden. Auch für sein Organ paßten die schönen Verse, die er voll künstlerischen Verständnisses sprach. Er gab den Fremden, der niemand anders ist als der Tod, sehr geschmackvoll, geisterte nicht auf der Bühne
Dienstag, 26. April 1dl«. Er. Ivd.
Die griechufche Regierung sei irrt Rahmen des Mög, lickien bereit, -den Serben Erleichteru-ngen ju verschaffen, bestehe aber auf Ausschluß der Buhiwerbinduu-gen als Trausportmittel.
Scharfe Kontrolle des rumänischen Übersee. Handels durch England.
Sr- Rotterdam, 25. Avril. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Das engftische Blcckadenrinisterium -hat erklärt, baß alle Waren, bie nach Runränien bestwnmt sind, einer scharfen Kontrolle nnterworfen werben. Man will verhindern, daß bie Mrtteimächte jetzt notwendige Art-rkel über Rumänien erhalten. Alle übevseeischen Transporte na-ch Rumämein erfahren daburch Wochen- lange Derzögecungen.
Rumänisch-bulgarische Wirtschafts- Verhandlungen.
Ein Streit unter den Nuffopdilen in Bukarest.
»r. W-ien, 26. Apvi-l. (Gig. Doahtbenichlt. Zenls. Bln.) Wie der „-Wiienier Allg. Ztg." -aus B u k a r e )t gcLmahvet w-md, schweben zwffchan drr rumLnffchxn unld -hulyarischen Regierung zurzeit Berhanidilung-ein, da-mi-t die wt-vtschastlichen Be- ziehatngsn zwischen den beiden Staaten ebenso geregelt werden tni-e zwischen Deutschland und Rumänien. Der rumü- -nifche Gef-arrdte R a d e w weckt seit eintyen Tagen wieder in Sofia und kehrte gestern uach Bukarest mit neuen In. ftruktt-onen zurück. — Aus Bukarest wird weiter gemeldet, daß der rusiophÄe „Adverul ' mit -dem dortigen russischen Gesandten im einen S-trett geraten sei. Der russische Gesandte beschloß -des-halkb, ein neues rusienfreundkiches Blatt zu gründen urild wandte sich diieserhakb am -den serbischen Gesandteir. Es emwies fkfj jedoch -als unmöglich, eine derartige Redaktto-n zusammenzustell>sn. — Die internation-ale TekognapheTrageutur -drahtet aus Bukarest, daß das rumänische Bestreben, in Deutschland Arzneimittel «inzukaufen, vollem Erfolg hatte. Es sind bereits 20 Wagen mit Arzneimiitteln über Dvodeal in Rumänien eiugetrofsen.
Der Krteg der Torkel.
Der amtliche türkische Bericht.
ZV. 1.-8. Konstnntinopel, 25. April. (Nichtanrdlich. Drahtbericht.) DaS Hauptquartier meldet- An der I r a k f r s n t konnten wir den in der Schlacht am 22. April geschlagenen Feind infolge Steigend des Tigris an gewissen Stellen nicht verfolgen. Gestern bombardierte ber Feind bei F e l a h i e wirkungslos unsere Stellungen. Einige von unseren Mannschaften griffen unter dem Befehl eines Offiziers mit Haud- g>analen ausgerüstete feindliche Soldaten an, die sich einem Teil unserer Stellungen bei Bietissa auf dem rechten Ufer nähern konnten, töteten sie und erbeuteten 15 Kisten mit) Granaten. Bei Kut-rl-Amara flüchtete ein Teil der Bevölkerung schwimmend zu uns. — An der Kaukasusfront und an den anderen Fronten keine wichtigen Kampfhandlungen.
Das Schicksal der Engländer
in Kut - el - Amara. i
Amsterdam, 24. April. Über -das Schicksal ber in Kiüt-el-Uumra LMgesckffossenen Division des Gsnevcffs Tvirmshend sind in den letzten -beiden Tagen in London sckffmnme Gerüchte im Umlauf. Gestützt wird diaser Pess-inÜÄMus durch die Weigerung des U-nterstacrts- sekretärs Tennant, auf eine dringliche Fnvge Dcvlziels im Unterhaus nach Towns-hends Lage Antwort zu erteilen. Auch die Berichte -des Kriegsberichterisiatters Landler aus Falah-ie lauten lehr trübe.
Englische Berichte ans Mesopotamien.
W. T.-B. London, 25. Aprils. (Nichtamtlich. Dvahtbericht.) Aus Mes-opoienioien wind amtlich gemeldet: Die Beschießung von Sann-aiyat dauerte den ganzen 23. April. — Aus Ägypten wind anttlich über das Gefecht im Bezirk von K-ati-a vom 23. Ap-ril gemeldet: Die Luftaufklärung ergab eine feindliche TwuppenansamnÄung van etwa 200 bis 500 Mann in -der Dueidar benachbarten Wüste. Eine Abteilung von 500 Mann machte einen heftigen Angriff aus | unseren Pocken in Dueid-rr und wunde nach Eintreffen unserer s Verstärkungen zurückgesckjlagen. Er ließ 30 Gefangene in j unserer Hand und verlor, so weit bekannt, 40 Tote. Der \ Rückzug des Feindes wurde durch eine Mieilung au-stral-ifcher ^ Truppen, die mit NugZ-eugen zrffam-menwirkten, beunruhigt. Der Feind hatte viele Tode durch das Feuer unserer Truppen und durch Bomben der Maschin-engew-sbre der Flugzeuge. DaS Dorf Katia w-uüde Pzn -einer klein>en Truppe Ueomanry besetzt und gleichzeitig durch eine feindliche Streitmacht von 3000 Mann mit drei FeDgeschützcn angegriffen. Nach einem heftigen Kampfe zogen wir uns aus dem Dorfe zurück.
herum, rollte keine Augen und sprach nicht hohl und uuheim- J sich, sondern schlicht und warm, mit einem Unterton von t menschlichem Wohlwollen. Frau H a u s a spielte die tapfere ; Tochter, die in kindlicher Liebe, um dem Vater Erleichterung ] zu verschaffen, sich fast verkauft, mit sehr viel Innigkeit, be- ] sonders reich an guten Augenblicken in den ersten Akten. Im | ganzen aber eine nicht ganz ausgeglichene Leistung, die vor- j nehmlich zuletzt noch der Verttefung harrt. Frau Lüder--. F r e i w a l d gab die verbittert herbe Mutter in all den Augen- J blicken überzeugend, die eben nur Bitterkeit und keine | Wärme verlangen. Sobald es an ein inneres Erleben ging, sobald sie weichere Töne anschlagen mußte, versagte Frau | Lüder-Freiwald. Immerhin war es eine achtbare Leistung. 1 In kleineren Rollen wären noch die Herren S ch e n ck und l Hager zu nennen. Herr Bugge dürste nicht so stark über- J treiben und müßte versuchen, einen Menschen -aus dem Han- ; delsjuden Nuchem Goldsohn zu machen und keine Karikatur. ?
Die Regie ließ manches zu wünschen übrig. Besonders störten die zu eleganten Möbel in dem dürftigen Haushalt, ) wo doch eigentlich nur der Sekretär das Prunkstück bilden ) soll. Aber schließlich sind das nur Kleinigkeiten gegenüber - dem tiefen Eindruck, den das Trauerspiel hinterließ. Eii^ Teil des Publikums stand allerdings dem Stück verständnislos gegenüber, hustete und räusperte rücksichtslos, der größte Teil jedoch war stark ergriffen. Wie e? sich bei solchem Weihespiel gehört, klang der Beifall nur gehalten und gedämpft, stellenweise unterblreb er ganz.
Dr. Rauch gebührt besonderer Dank, daß er alle -e- schästlicheu Interessen beiseite ließ und der Kunst eia OpstS^j
