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Verlag Langgaffe 21

OchaNer-Hale »riftnri von « lldi morgens dis 7 Uhr abend».

wöchentlich

k»,».,re«« ftir de,»« Äu«g-de»: 7b Wg monalNch. M. 2 85 dtecleljädrli-d °ur» den «erlag kanggaste di. ohne «riugerlodn « ZL» olerteliadrlio durch alle deuiichen Poft-nftalten. »urichlietzlich «eükllgeld «e»»»e.«efte0uu,en nehmen außerdem en,gegen, m «die»d-d-n die K-eiastelle Bi», morcknna i». ,«WI« die «udgabeklellen ,n allen reilen der Slad,: in Biebrich die dornaen «u». gadeiirllen und IN den benachbaeien Landonen und im Rhein,-u die betreffenden r-gb>°rl. Irager.

12 Ausgaben.

Fernruf:

Tagblaii-Han»" «r. «850-»,. Son S Uhr morgen« bi» « llhr abend», ruffei

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Ber!inerSchriftleitungdesW.es»adenerT°gdl°ttsiBerlm»'..P-tÄdawerStr.12lL. Feraspr.: Amt Lüyow 6202 a. 6203.

Montag, 17. 5ipril» morgens.

§onder-klusgabe.

ISIS.

heftige Kämpfe bei vsuauinont-vaiir.

Schwere französische Verluste; 3Ü0 unver­wundete Gefangene. Sprengung einer englischen Stellung bei Vermelles. Leb­hafte Tätigkeit der Artillerie am Kanal von La Bassee.

Der Tagesbericht vom 16. Kpril.

w - T.-B. Großes Hauptquartier, 16. April. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Beiderseits des Kanals von La Baisse steigerte iiiii die Tätigkeit der Artillerie im Zusammenhang mit lebhaften Minenkämpfen. In der Gegend von Ver- mellcs wurde die englische Stellung in etwa 60 Meter Ausdehnung durch unsere Sprengung ver­schüttet.

östlich der Maas entwickelten sich abends hef­tige Kämpfe an der Front vorwärts der Feste Douaumont bis zur Schlucht von Vaux. Der Feind, der hier anschließend an sein starkes Vorbe- reitungSfenrr mrt erheblichen Kräften zum Angriff schritt, wurde unter schwererGinbußean seiner Gefechtskraft abgewiesen. Etwa 200 nnver- ivundetk Gefangene fielen in unsere Hand.

Lftlicher und Balkankriegsschauplatz.

Es hat sich nichts von besonderer Bedeutung er- eignet. Oberste Heeresleitung.

Lebhaftere GefechfttA'okeft auf ber Hochfläche von Doberbo.

Bei Selz kleinere Kämpfe,

österreichisch-ungarischer Tagesbericht

W. T-R. Wien, 16. April, (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 16. April, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz.

Außer den alltäglichen Gcschützkämpfen keine be­sonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

An der küstenländischcn Front fanden im allgemeinen nur mäßige Geschützkämpfc statt. Im Ab­schnitt der Hochfläche von Dobcrdo war die Gcfechts- taiigkeit etwas lebhafter. Östlich von Selz sind w>-.- «r k l e i n c r e Kämpfe im Gange.

. Im Plöckenabschnitt nahm unsere Artillerie die feindlichen Stellungen unter kräftiges Feuer.

An der Tiroler Front beschoß der Feind einzelne Evme in den Dolomiten und unsere Werke auf den Hochflächen von La Frau« und Bilgereuth.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert ruhig.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Hofer. Feldmarschalleutnaut.

Oie Lage im westen.

Ein schweizerisches Urteil.

Bern, 16. April. Der militärische Mitarbeiter des »Bund" kommt bei Würdigung der Operationen im Raum Verdun auf die Frage der Reserven zu sprechen. Er

B »m ba & e * ben Deutschen in keinem Fall an Reserven

°Vle, und erwidert demTempS", der kürzlich versicherte, Nankreich habe noch heute starke verfügbare Reserven: Man «nn heute noch nicht sagen, in welchem Umfang die Schlacht «n Verdun Entwicklung und Ausgang de? Kriegs bestimmen SR(m me& nocE ' rt)en '8 er ' wie die Operation als solche k"°et. kann aber ermessen, datz sie in einem von den Alliierten nvorhergesehenen Zeitpunkt und mrt einer von ihnen nie rmuteten Kraft geführt worden ist und dadurch bestimmend P*«*. Daß die französische Heeresleitung gezwungen wurde, ^« verfügbaren Reserven in den bedrohten Raum zu werfen, P* °us dem Gang der Operationen hervor. Von Souchez F® «rras, aus dem Raum südlich der Somme und dem be- tpiw? ten SJa0er t>on aus dem Lager von ChalonS und

ku«l> von Belfort und Toul her wurden Truppen im Raum s"2 .n rbun angesammelt. Sogar aus der wichtigen Aus­stellung von Nancy ist eine Division abgerufen worden, G als Unterstützung einzugreifen, so datz es nicht mehr »uch war. von der Linie Nanch-Toul aus rechts der Maas ^winrrend vorzustohen. Dadurch werden wir auf die Er- . »ung zurückgeführt, datz die französische Ausfall- £»S Verdun-Toul durch die deutsche Offensive in LT? Defensiv st ellung umgebogen worden ist. Das ist fee, Bedeutung für den Fall einer englisch-französischen ^»raloffensive. wenn es den Franzosen nicht gelingt, die «n Raum Verdun wtederherzustellen oder relativ sicher­

zustellen, denn man darf nicht vergeffen, datz eine Offensive zwischen Metz und Straßburg einmal im französischen Feld­zugsplan figuriert hat, und datz ein Generalbefehl JoffreS eine Neuaufnahme der Angriffsbewegung gegen den Rhein in Aussicht stellte. Die Frage, ob auch diese Pläne zunichte geworden sind, oder ob sie doch noch Gestalt gewinnen, wird vielleicht bei Berdun beantwortet.

Der Kampf um Berdu«.

W. T.-B. Bern, 16. April. (Nichtamtlich.) Der Pariser Berichterstatter deSSecolo" meldet seinem Blatt zur Lage vor Verdun u. a., mark müsse sagen, datz die Kämpfe, die man ungenau mitSchlacht vor Verdun" bezeichne, in Wirk­lichkeit nichts anderes seien als eine Reihe von den Deutschen erzwungener, voneinander getrennter Schlachten, die lediglich bezwecken, dem Feind jede Möglichkeit zur Initiative zu nehmen, eine Taktik, welche die Deutschen an allen anderen Punkten der europäischen Front im großen befolgen. So müßten tatsäch­lich die letzten Ereiguiffe um Verdun betrachtet werden. Die von den Deutschen zwischen Avocourt und CmniereS gegen­wärtig eingesetzten Truppen seien zahlreicher als vor zwei Mormten zwischen Brabant und OrneS. Nach einer Reihe mehr oder weniger heftiger Anstrengungen wiederholten die Deutschen nunmehr den Versuch, sie müffen jedoch, um Ver­dun zu erreichen, große Anstrengungen vollbringen. Aber selbst der Fall, daß die Franzosen weichen müßten, würde keine verzweifelten Folgen nach sich ziehen, da die Franzosen nach dem Rückzug auf die zweiten Linien den Deutschen furchtbaren Widerstand entgegensetzen könnten. Man brauche also keine Besorgnis zu hegen.

.Dienicht endenwollende Verdunschlacht".

Jt Französische Betrachtungen.

Br- Rosendaal, 16. April. (Gig. Drabkberichi. Aens. Mn.) In den heute crnqetroffenen nordfrwnzösischen Zeitungen ist eine Reihe Betrachtungen über den Dertcruf dernicht enden- wollen'den Verdun Macht" enthalten. Wie es gewöhnlich in dieser Presse der Fall ist, wird gegen England ein sehr ärgerlicher Ton angeschlagen, denn man schenkt den Auslassungen Joffres, Frankreich wünsche «ine englisch« Gegenoffensive vorläufig nicht, keinen Glauben. Auf dies« Erklärungen antpielend, schreibt der Militärkritiker des Journal du Havve": Wenn die englische Armee bis auf wei­teres keinen Gegenstoß ausfiibren soll, laut KriegSraiNb«- beichlutz, so ist damit noch nicht gesagt, Frankreich bedürfe in seinem schlweren Ringen um die Straße Verdun-Pari? der britischen Unterstützung nickt. Da? beweist die Ablösung unserer vom Souchez-Geftor entfernten Truppen durch eng­lische Regimenter. ES wäre ratsam, die? auch cm anderen Punkten anguwend»n. Das R-eiervematerial brauchen wir für untere große Offensive, die naturgemäß van der französischen Armee stärkere Einbußen verlangen wird als von der englischen.

Das Phrasenaewäsch must aufhören.

Ein französischer Rotschrei,

Br, Gens, 18, April, lEia. Drrhtberickt. Z-ns. Bln.) Dar Phrasengewäscb der >,egenseikigrn Bewunderung zwischen England und Frankreich muß a u s hi r c n . so schreibt Clemeuceau in seinemDonine enckminö". Ich bin erstaunt, daß dar Londoner Kabinett die Wehrvflichtfrage absichtlich verzögert und nicht einsehen will, daß die Verzögerung van einem Monat die Niederlage besieg'ln könnte. Be, ailem bleibt ASgnith rubtg und speist uns mit Marten ab. Nein, io aebt ei nicht mehr weiter. Jetzt gilt er, safart bandeln, oamit die Reserven in dem richtigen Zeitpunkte auf den, Schlachtfeld emtrefsen. Die Frage an Eng- l a n d kantet- Seid ih: entschlossen, gleich n»r alle; ans eine Karre zu setzen? Dann aber schnell. Heute nocb, sonst kann es zu spät sem. Bernst sofort Lord Turzon, den nnztgen Engländer, welcher die englische Tatkraft verkörpert, an Me Spitze und betäubt da? Volk nicht löng:r turch Pbrascn, Eure Tätigkeit «rinnet in Kinofilms, welche rur eine scheinbare Aktion statt Wirklichkeiten zeigt. Wir brauchen Soldaten sür den Endsieg, England muß sie geben.

Der Kumpf der Franzosen gegen die eigenen Landsleute.

W. T.-B. Berlin, 16, April. (Nichtamtlich.) Im Monat März hoben unser« Gegner im Westen durch Artilleriefeuer und Fliegerbomben unter den friedlichen Sa.idcSeinwohneln folgende D e r l u st e verursacht- Tot 11 Männer, 17 Frauen und 18 Kinder, zusammen 44 Personen; verwundet 38 Männer, 54 Frauen nnd 38 Kinder, zusammen 120 Perloi-en, im ganien 184 Personen. Von den Verwundeten sind nachtriglich ihren Verletzungen erlegen 4 Männcr, 1 Frau und 1 Kind Die Äesanitzabl der seit Seprein- ber 1915 festgestellten Opfer der feindlichen Beschießung unter den Bewohnern des eigenen oder verdunaoten Landes erhöht sich damit auf 1207 Personen.

Oer Krieg gegen England.

Neue Opfer unserer U-Loote.

Ein dänischer Dreimastschoner versenkt.

W. T.-B. Amniden, 15. Epril. (Nichtamtlich.) Von einem (hiesigen Dampftrawlcr wurden nachmittags sieben Schiffbrüchige, die ganze Besatzung des dänischen DreimastschonersProevcu" gelandet. Der Schoner, der mit einer Satzladung von Ubes nach Gothenburg unterwegs war, wurde« Mittwoch früh sieben Uhr 22 Mellen pou dem Smus-Ärol-Leuchtschiff von eincm

deutschen U-Boot mll Brandbomben zum Sinken ge- bracht. Der Besatzung wurde zehn Minuten Zell ge­geben, um das Schiff zu verlassen.

Ein dänischer Schoner und eine schwedische Bark von deutschen Torpedobooten aufge­bracht.

W. T.-B. Kopenhagen, 16. April. (Nichtamtlich.) Aus Halmstad wird derNationaltidende" gemeldet, datz der däni­sche SchonerElisabeth" und die schwedische Bark A l m a", beide mit Grubenholz nach England bestimmt, von deutschen Torpedobooten aufgebracht wurden. Der Dampfer Ellen Jensen" in Aarhus mußte derNationaltidende" zu­folge aufliegen, weil er von England auf die Schwarze Liste gesetzt wurde und keine Kohlen mehr bekommen konnte. Er wurde jetzt für 1 Million Kronen der Hafengesellschast Roedby (Laaland) verkauft.

Rr. Kopenhagen, 16. April. (Erg. Drrchtibericht. Zens. Bln.) Ein deutsches Unterseeboot hat im Kattegat Hen Dampfer ..K a s a n" der vereinigten Tvimpffchrff- tahrtsiggsellschaftzen Kopsitzhagen au-fgevrächt uad ihn veranlaßt, statt nach Liverpool wach Swän-smünde zu steuern.

Das Wrack derElzina Helena"?

W- T.-B. Maaslouis, 15. April. (Nichtamtlich.) Der SchleppdampferBlankenburg" brachte ein Wrack in den Waterweg, das er mll dem Kiel nach obei^ treibend gefunden hatte. Man glaubt, daß es das Wrack derElzina Helena" ist. die am 3. April torpediert wurde.

Fünf italienische Schiffe überfällig.

Rr. Basel, 16. April. (Eig. Drvlhtbericht. Z«nls. Bln.) Wie dirBaseler Nachr." melden, wird den Genuesischen Blättern von den Schiffahrtsgesellschaften mitgeteilt, daß außer den als verlenkt gemeldeten Dampfern in den italienischen Häfen 7 und aus de« gleichen Häfen 5 Schiffe überfällig seien; einige bereits 1-l Tage.

Der Kampf um die allaemeine Dienstpflicht in England.

W- T.-B. Rotterdam, 15. April. (Nichtnim blich.) Der Rottevdoimische Courant" meldet au? London: Der

parl»menbavilsche Mi barbeiter derTlmeS" nieLbet, daß der Bericht der KahfnettMmrmisslian kurz und dünHig »var.^ Nach Untersuchung der Zahlen gelcmatzen vier Minister zu dem Schluss«, datz kem Grund bestehe, die Dienstpflicht au>f alle Männer militärischen Alters auNzudshwein. Sie aelanaten aber zu der Aussicht, daß die geaenwärtigen Rgkrutierungskommissionen den Be­dürfnissen der Nation nicht entsprechen, und daß ge­wisse Reformen nötig sind, um tür eine aus­reichende Vermehrung der Mannschaften zu sorgen. In dem gesstrigen Kabinetts rate war die Debatte leibhaft und man war durchaus nicht einer Meinung. Zum Schluß ergab sich, daß das Kabinett nicht beab­sichtigte. den Bericht in seiner gegenwärtigen Form cm- zunehmen. Die Kommffsiion lvurde beauftragt, eine nähere Untersuchung anznstellen. Heute wird sich das Kabinett neuerdings versammeln. Der parlamen­tarische Mitarbeiter 'derDaily News" schreibt: Obwohl gestern kein Beschluß gegen die allgemeine Dienstpflicht gefaßt 'norden ist, itcht es jetzt außer Zweifel, daß eine starke Mehrheit im Kabinett dagegen isst.

Englische Besorgnisse wegen der Schiffs- Verluste.

IV. T.-B. London, 16. April. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Der Flottenberrckterstatter derMorning Post" bezeichnet die Zerstörung der Handelsschiffe als die ernsteste Seite des Kriegs, was England selbst betreffe. Die Lage könne ernst werden, wenn die Tckiffsderluste in demselben Matze fort­gingen. Der Berichterstatter bemerkt, datz der Bau neuer Handelsschiffe seit Beginn der Krieg» fast ganz aufgehört habe, eS wird sehr schwer sein, die nötigen Arbeiter zu bekommen, aber e» sei unnmgänglich notwendig, neue Schiffe zu bauen. Der Flottenberichterstatter der Times" beschäftigt sich ebenfalls mit der Frage de? Schiffs­raums. Der Bau neuer Schiffe fei die einzige wirkliche Abhilfe gegen die Verluste des Unterfeeboots­kriegs. Mindestens eine Million Bruttotonnen fei nötig, um die Verluste an Schiffsraum zu decken. Ende März befanden sich 424 Handelsschiffe mit einer Gesamtwnnage von 1,4 Millionen Tonnen im Bau. Aber der Bau gehe langsam vonstatten. Die Regierung Hobe ihre Hilfe zur Beschleuni­gung des Baus eines Drittels dieser Schiffe zugesagt, aber das reiche keineswegs aus.

Die Werbungen in Kanad«».

IV. T.-B. Ottawa, 16. April. (Nichtamtlich.) Der Pre- - miernrinister Sir Rodert Borden antwortete einer Depu­tation aus fast allen Bezirken des Landes, die die Einführung irgend einer Form von Dienstpflicht verlangten, es feien b e » reits über 300000 Mann angeworben worden und es kämen 1000 neue Rekruten täglich hinzu. Die Regte,