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Verlag Langgaffe 21

ka»Ner---ll- (eignet von 8 Uhr morgen« bi« 7 Uhr nben»».

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9«6efleCen und in den benachbarte,, Landorten und im »Hein,an die betreffenden

12 Ausgaben.

Fernruf:

„T«,»l«tt.H»ni" Nr. L8LO-SZ. von 8 Uhr morgen» bi» 8 Uhr nbenb«, anher Sonntog».

»»»rigen-Arei» Mr dir Zeile: 1b Wg. für örtliche »n,ei»en im^NrbeilOmorlf und ^kleiner Nnoeiger^ j? „ *,*■ , t !L l ’* s ®ü etmkichenö^t Soxaurchhrun«, iawie für alle äd^gen ArrNchen

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Sonntag. Y. 6pril 1916.

weitere österreichisch-ungarische Erfolge bei Doberdo und an der Tiroier 5ront.

Beschießung italienischer Bahnhöfe durch Flugzeuge.

Hsterreichrsch-ungarischer Tagesbericht,

W T,B. Wien, 8. April. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 8. April, mittags:

Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Nichts von besonderer Bedeutung.

Italienischer Kriegsschauplatz.

-> Hochfläche von Doberdo wurde der

^crnd heute nacht aus einige» vorgeschobenen Sappen ^ C r l t i c ^ clI ‘ südlich des Mrzli Vrh nahmen .puppen eine italienische Stellung und brachten dabei 43 Gefangene und 1 Maschinengewehr ein. An der D r r o I c r Front unterhielt die italienische Artillerie in mehreren Abschnitten, insbesondere aber gegen un- scre Stellungen westlich von Riva lebhaftes Feuer. Gmc ferndlrche Abteilung, die sich in einer unserer Sap- prn am Sndhange des Rvchetta festgesetzt hatte, wurde durch Gegenangriff daraus Vertrieben. Die stahl der bei der Säuberung des Rauchkoiels eingebrach- te» Gefangenen erhöht sich auf 3 Offiziere, 158'Manu. Alle anderen dort kämpfenden Italiener fielen im Handgemenge.

Gesten, beim Morgengraue« griffeu Geschwader von Laiü». und Seeflugzeuge, die Bahnhöfe von

wnV V* n £ ®®‘* r 8»o di Nogar, mit deulltch erkennbarem Erfolge an. Von den kühnen

Flieger», die „ch zum Bombenabwurf fief herunter- liehen, sind drei mcht zurückgekehrt.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Hofer, rzeldmarschalleutnant.

Oer Krieg gegen England.

Aufruf der 18- und 1g-sährigen.

m , W - T -I®- £ * nbe "' 8 ‘ ^Pril. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) ^^r meldet: Dre 1 8 - und 1 9 j ä h r i g e n sind zum Mili­tärdienst aufgerufen worden.

Zwei englische Schiffe durch Minen zerstört.

trr T ± 2 “ niDn ' 8 - (Nichtamtlich. Drahtbericht.)

Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Braunton" (4575 Tonnen) und das Segelschiff „Chlhde" (204 Tonnen, sind °urch Mtnen zerfrort worden. Die Besatzung wurde ge- rettet. . Der britische Dampfer „Chantala Cantara" (2602 Tonnen) rst versenkt worden.

Auf der Flucht vor deutschen U-Booten.

• J" B ' 'l^Erstille, 8 April. (Nichtamtlich. Drahtbe- richt.) Agence Havas meldet: Der D«mpfer „Colbert" wurde von einem Unterseeboot aus Geschützen beschossen. Der Dampfer entkam dank seiner Schnelligkeit und benachrich- trgte durch Funkspruch in der Nähe befindliche Schiffe T der Anwesenheit der Unterseeboote. Der Dampfer „Felix Tausche, der gerade auf das Unterseeboot zu- htelt konnte noch den Kurs ändern. Er ist in Marseille ein­getroffen. '

Die Hnvnrie des H-L«»d»fche« Dampfers „Rhndhk".

^ ? London, 8. April. (Nichtamtlich. Dvahtbericht.) LlohÄs ^tätigt, daß der holländische Dampfer „Rhndhk" -ms der Hohe der Scrlly-Jnseln beschädigt worden ist.

Keine Ausführung englischer Rohkohle mehr.

- * r ‘ jf***' 8 - "lprrl. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) 7?r H--ndelsk.mm-r in N e w c a st e l ist von der Kohlen- -xpeditlonsbehorde mrtgeteilt worden, daß nach Ablauf der

Frankreich abgeschlossenen

«ertrage Rohkohle nicht mehr ausgeführt werden soll.

Die Vernichtung neutraler Schiffe.

Gemeinsames Borgehen der Neutralen geplant.

Br. Christiania, 8. April. '(Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.)

W'e die norwegische Handels- und Seefahrtszeitung schreibt, 4-wen sich die neutralen Schiffahrt treibenden Nationen Untereinander über die Versenkungen in der letzten ^ett auf dem laufenden gehalten. Sie haben sich gegenseitig uver dre von ihnen von Fall zu Fall unternommenen «chritte v e r st a n d i g t. Es 'sind weiter einleitende Schritte wr ein gemeinsames Auftreten der Neutralen ge- an worden. Das Blatt hat Grund zu der Annahme, daß der Vorschlag des holländischen Blattes „Rienwes van den Dag"

°uf Einsetzung einer gemeinsamen Untersuchungs- °mMission von norwegischer amtlicher Seite Zusttm- wung erhalt. Wir haben keine Möglichkeit, so schreibt das daß die betreffende kriegführende Macht sich vor der

Morgen- Ausgabe.

Enffcheidung eines solchen Richterkollegiums beugen wird, ---och sei es sicher, daß eine Entscheidung dieses Kollegiums bedeutend höheres Gewicht haben würde als die llntersuchungskommission der E i n z e l st a a t e n, die jeder für sich seit langem hat.

Neue Steuern und nächste Kriegsanleihe.

, . w - T.-B. London, 8. April. (Nichtamtlich.) Der „Daily Telegraph schreibt zu den neuen Steuern und dem neuen SinatshaushaLt? Der Schatzkanzler könne nicht er- »«uten, daß er unter diesem Umständen Geld für Schatz- scherne und Kriegsanleihen finde. Biele FillvanzcrntorUälen der Ctth würden glauben, daß bei dieser hohen Einkmnmen- sieuer die nächste Kriegsanleihe nur dann ein großer Erfolg werden kann, wenn sie von der EinkomTnensteuer beffeit wird. 77 Dre „Morniny Post" schreibt, daß der Schatzkanzler in diesem Jahre, wenn der Krieg fortdauert, außer den Steuern noch 1400 Mllionen Pfund ansbringen muffe, und es sei zu befürchten, daß bei der Höhe der Eiukmmuensteuer der Wert urid die Marktgängigkeit erstklaffiger Wertpapiere nicht auf­recht erhalten werden könnte.

Schwierigkeiten mit »er neuen englischen Streichholzsteuer.

W- T.-B. London, 8. April. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Reuter »nS8>et: Es haben sich Schavierigkei'ten wegen der neuen Streichholzsteuer ergeben, welche die Fabrikanten für un­durchführbar erklären. Es wurde beschlossen, alle Verkäufe und Lieferungen zu suspendieren. Die Fabrikanten haben seit dem 4. April nichts verkauift.

Reue Streiks im englischen Zimmermann- un» Tifchlergewerbe.

W. T.-B. Rotterdam, 7. April. (Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotier». Courant" meldet: In Redford streiken die Zimmerleute und Tischler, weil die Arbeitgeber die geforderten Lohnzulagen »bgelehnt haben.

F. Rotterdam, 7. April. (Zens. Bln. Bon unserem Son- derberichterstatter.) Gestern fand ein Meeting der Schiffs­bauarbeiter statt, die 1b Prozent Lohnerhöhung verlangen. Nach „Daily Mail" fielen scharfe Worte gegen die Regierung. Die Zahl der Unzufriedenen beträgt 420 000.

Keine Suspendierung »er «ehälter für englische Purlnmentsmrtglie»er.

W. T.-B. Rotterdam, 8. April. (Nichtamtlich.) Das Unterhaus lehnte den Antrag des Unioniften Bombury, daß die Gehälter der Pavlamentsmitgliisder suspendiert weiden sollen mit 27 gegen 32 Stimmen ab.

Nr. 169.

kämpfen hat. Rußland will ein Eingreifen der amerikanischen Hilfskomitees nicht zulassen, da dies der polnischen Frage in Westeuropa und in Amerika eine größere Bedeutung und einen internationalen Charakter verleihen würde. Auch wird von dieser Seile mitgeteilt, daß England be­reit wäre, die Blockade Polens aufzuheben, wenn nicht der heimliche Widerstand Rußlands derartige Bestrebungen un­möglich machen würde. Der amerikanische Senator H i k ch p ck aus Nebraska hat die Absicht, im Senat den An­trag zu stellen, die Regierung der Vereinigten Staaten möge zwischen England und Deutschland in der Frage der Rettungsaktion in Polen vermitteln und eine Ver­ständigung anbahnen auf Grundlage des von Asquith aner­kannten Grundsatzes des Schadensersatzes für Reguisitionen, was in der Praxis hauptsächlich auf Rußland Anwendung finden dürste. Es wird in Amerika darauf hingewiesen, es handele sich hauptsächlich um die Verteidigung der Frauen und Kinder vor den sogenannten „militärischen Notwendig­keiten" und der Verwunderung Ausdruck gegeben, daß der Schutz der Nichtkombattanteu bloß auf der See und nicht auch zu Lande Geltung haben solle.

Die Ausweisung der deutschen Kolonisten.

Schließung lutherischer Schulen in Wolhynien.

Nr. Wien, 8. April. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die „Wiener Allg. Ztg." meldet, daß 30 000 aus Wolhynien aus­gewiesene deutsche Kolonisten jetzt in der Richtung nach Orenburg und dem Ural unterwegs sind. Nach der „Nowoje Wremja" sind bisher 280 lutherische Schulen in Wolhynien geschlossen worden. .

Der Standpunkt »es Zaren.

». st. Berlin, 8. April. (Eig. Dvahtbericht. Zens. Bln.) Unter den Glückwünschen, welche die .Lkawoje Wremja", das Lwgcrn, das bei der Hetze je*en Deutschland un» gegen die ruffischen „Fremdvölker" v«n jeher an der Spitze mewschiert, zu ihrem 40jährchen Jubliäum erhalten hat, nimmt ein eiyen- bändiges Schreiben des Z a<re n den ersten Platz ein. Ans Bevcmlaffung des Präsidenten des Msinffterrates hat Nibo- laus II. nämlich der treuen Zeitung seine Hochsch ätznng für die kraftvolle Arbeit im Dienste der vuffischon Nationalrtäts- ideen ausgedrückt, zugleich in der Hoffnung, daß die Zeitung auch küu.stighin mit demselben Erfolg für die heÄitzen Ideale des r-uffffchon Reiches fechten werde. Dieses Telegramm kennzeichnet, scheint uns, zur Genüge den Standpunkt des Zaren in der Frage der sogenannten FremdbMer. Und nichts wäre verkehrter, als zu glauben, daß der Zar in diesen Dingen keine persönliche Meinung habe.

Oie Lage im westen.

Französische Fesseln für »ie Handels- schissahrt.

W. T.-B. Bern, 8. April. (Nichtamtlich.) Eine Maßregel, die einer förmlichen Requisstion der Haudelsflotte gleich­kommt, ergriff dem „Temps" zufylge der Marineminister, in­dem er ^bestimmt«, daß grundsätzlich jedes französische Schiff zu jeder -Fahrt einer ausdrücklichen Ermächtigung be­dürfe, die von den Behörden nur dann erteilt würbe, wenn die Fahrt der Berprobiantierung des Landes -diene.

Ein flämisches Programm.

F. Rotterd-m, 8. April. (Zens. Bln. Bon unserem Son­derberichterstatter.) In der hier erscheinenden Zeitschrist „Flämische Gedanken" wird heute idas flämische Pro­gramm publiziert, deffen Hauptpunkte lauten: Keine Aus­beutung durch irgend eine Großmacht, keine Außenpolitik im Sinne der Entente, strikte Neutralität, Unabhängigkest der flämischen Staatssprache und neutral« Handelspolitik.

Oer ttrieg gegen Nutzland.

Fleisch und Mehl werden auch in Rußland knapper.

Br. Stockholm, 8. April. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Nachdem der Oberst der russischen Kriegssanitäts- d e h ö r d e bereits am 25. Februar angeordnct hatte, in sämt­lichen Lazaretten des LandheereS und der Marine des Roten Kreuzes von Vereinen und Privathilse für Verwundete und Kranke am Mittwoch und Freitag jeder Woche Fleisch­speisen abzuschaffen, wurde soeben weiter angeordnet, diese Maßregel auch bei sämtlichen aktiven Truppen an der Front anzuwenden. Das ist ein vielversprechender Be­ginn der Ära des neuen Kriegsministers Schuwajew. In den Wolgagouvernements Nischninowgorod, Samara und Sarakow, dieser echtesten Weizenkammern Rußlands, ist letz­ten Mittwoch die Normierung des Weizenmehlverkaufs einge- sührt worden. Jeder Einwohner hat Anspruch auf 30 Pfund monatlich gegen Vorzeigung seines Paffes, auf dem jedesmal ein entsprechender Vermerk gemacht wird.

Die amerikanische Hllfsaktion in Polen.

Schwierigkeiten von seiten Rußlands.

W. T.-B. Haag, 8. April. (Nichtamtlich.) Von beffeuu- deter Seite wird uns aus New Uork mitgeterlt, daß die in Polen geplante amerikanische Hilfsaktion zur Milderung des Elends mit den größten Schwierigkeiten nicht so sehr von Englands, wie von Rußlands Seite aus zu

Oie Ereignisse auf dem Balkan.

Prinz Mirko von Montenegro in Wien.

W. T.-B. Bien, 8. April. (Nichtamtlich.) Prinz Mirko von Montenegro ist in Wien angekommerx, um ein Eiana» i toriuni auszufuchen.

Der neuerliche Schritt »es Bierverpandcs »ei Skuludis.

W- T.-B. Paris, 8. April. (NichtamMch.) über den Zweck des Schrittes der Entente bei Skuludis will der Athener Vertreter des „Temps" aus ermächtigter Quelle wiffen, daß er laufende Geschäfte betreffe, besonders Verhandlungen über die Herausgabe der jüngst von den Alliierten auf griechischen Schiffen beMagnahmten Posffäcke und daran cnffchsteßend eine endgültige Regelung in Sachen der Postbeförderung, die die Interesse» der Alliierten mit >denen der griechischen Ver­waltung ausglaichen soll.

Abgabe rumänischen Getreides auch an die Türkei und Bulgarien.

Br. Lugano, 8. April. (Eig. Drwhtbevicht. Zeus. Bln.) Dem „Corriere della Sera" wird aus Bukarest gedrahtet: Dort befindet sich fest einigen Tagen eine türkische Kom- uiission behufs Übernahme von 20 000 Waggons rumäni­schen Getreides. Auch Bulggxien wird rumäuffcheu Weizen erhalten. Zwischen der rumänischen Regierung und der rumänischen Nationalbank wird wegen einer neuen An­leihe von 100 Millionen Lei unterhandelt.

Der ttrieg gegen Italien.

Noch zwei weitere Minister amtsmüde.

W. T.-B. Bern, 8. April. (Nichtamtlich.) „Humanste" schreibt zum Rücktritt Zupellis, daß ihm wahrscheinlich poch der des Finanzministers und der des Unterrichts- Ministers folgen werde.

Der italienische Admiral Bettolo gestorben.

Br. Genf, 8. April. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Der Admiral und ehemaltzre italienische Marineminister Giovanni Bettolo ist im Alter von 70 Jahren g e st o r b e n. Bettolo, der als einer der verdientesten und sachkundigsten Fachmänner der italienischen Marine galt, schied im Jahre 1911 aus dem aktiven Dienst aus. Er war es auch, der im Frühjahr des letzten Jahres bei dem Angriff der vereinigten französischen und englischen Flotten auf die Dvrdanellen mit einem Gutachten über die Möglichkeit der Foroierung der Enge in der „Tribuna" großes Auffehen erregte. Bettolo er.