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Verlag Langgasse 21

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12 Ausgaben.

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Rkkiamen. Wanze, halbe, drittel und oiertel Seite», dnrchlausenb. nach besonderer Berechnung. — Bei wiedcrdolter Ausnahme unoerLndetter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen ent>orechen»er Nachlaß.

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Montag. 5. April, morgens. Sonder-Kusgabe.

Erfolgreiche Vorstöße bei Verdun.

1000 Meter Front nordöstlich Haueourt ge­nommen. — Feindliche Verteidigung^- und Flankierungs-Anlagen westlich Vaux ge- ,ommen. 11 Offiziere. 720 Mann unver­wundete Gefangene, 5 Maschinengewehre er- heutet. — Sehr lebhafte Fliegertätigkeit. — Wieder mehrere feindliche Flugzeuge vernichtet.

Der Tagesbericht vom 2. Kpril.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 2. April. (Amtlich).

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei F a y (südlich der Somme) kam ein nach kurzer Nrtill erievorberritung angesctzter feindlicher Angriff in unserem Feuer nicht zur Entwicklung.

Dnrch die Beschießung von B e t h e n i v i 11 e (östlich van Reims) verursachten die Franzosen unter ihren Landsleuten erbeblicke Verluste; 3 Frauen und l Kind w'"-den getötet, 5 Männer, 4 Frauen und 1 Kind sind schwer verletzt.

Im Anschluß an die am 30. März genommenen Stellungen wurden die französischen Gräben nordöstlich von H a u c o u r t in einer Ausdehnung von 1000 Meter vom Feind gesäubert.

Alls dem östlichen Maasnser haben sich unser« Truppen am 31. März nach sorgfältiger Vorbe­reitung in den Besitz der feindlichen Verteidigungs­lind Flankiernngsanlagen nordwestlich und westlich der Dorfes Vaux gesetzt. Nachdem in diesem Abschnitt da- französische Feuer heute gegen Morgen zu großer Hcstig- kert gesteigert war, erfolgte der erwartete Gegen­angriff. Er brach in unserem Maschinen­gewehr- und dem Sperrfeuer unserer Artillerie völlig zusammen. Abgesehen von sehr schweren blutigen Verlusten hat der Gegner bei unserem Angriff 5” 1 *}:■ “V unverwundeten Gefangenen

1 PP'&'V 720 Mann in deutscher Hand lassen müffen und 5 Maschrneugewehre verloren.

Die beiderseits sehr lebhafte Flieger- tat, gke,t hat zu zahlreichen, für uns glücklichen Luftgefechten geführt. Außer jenseits unserer Front heruntergeholtn, feindlichen Flugzeugen wurde bei Hvllebrke, nordwestlich von Werwicg, ein englischer Doppeldecker abgeschosirn. dessen Insassen gefangen ge­nommen sind. Oberleutnant Berthold hat hierbei das vierte gegneris.hr Flugzeug außer Gefecht gesetzt. Außerdem wurde dnrch einen Volltreffer unserer Ab­wehrgeschütze südwestlich von Lens ein feindliches Flug­zeug brennend zum Absturz gebracht.

Der mit Truppen stark belegte Ort Domblesen- A r g o n n e (westlich von Verdun) und der Flugplatz Fontaine (östlich vou Betfort) wurden ausgiebig mit Bombe« belegt.

Östlicher Kriegsschauplatz.

Dir Lage ist sin allgemeinen unverändert.

An der Front östlich von Baranowiczi war die Gefechtstätigkeit reger als bisher.

Balkan-Kriegsschauplatz«

Seine Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Oberste Heeresleitung.

Ein erneuter erfolgreicher Luftschiff­angriff auf die enaiische ©ftfüfte innerhalb zweimal 24 Stunden.

Wieder gute Ergebnisse deutlich beobachtet.

W.T.-B. Berlin, 2. April. (Amtlich.) In der Nacht vom 1. zum 2. April fand ein erneuter Marine-Luftschrfsangriff auf die englische Ostküste statt. Die Hochöfen, großen Eisenwerke und in- dustrielleu Anlagen am südlicheu Ufer des T e ß- slusieS sowie die Hafeuanlagen bei M i d d l e s- borough und Suuderland wurde« 1)4 Stunden laug mit Spreng, und Brandbomben belegt. Scharfe Erplosioue«, Einstürze und Brände ließen die gute Wirkung des Angriffs deutlich erkenne». Trotz lebhafter Beschießung find weder Berlnste noch Be­schädigungen eingetrete«.

Der Chef des Admrralstabs der Marin«.

Kfterreichisch-ungarifcher Tagesbericht

W. T.-B. Wien, 2. April. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 2. April, mittags:

Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Heute früh warfen semdlichc Flieger Bomben auf Adelsberg ab. Zwei Mäuner wurde» getötet, mehrere verwundet.

Der Stellvertreter des Chefs des Gcueralstabs: v. H ö f e r, Feldmarschalleutuant.

Holland in der Urisir.

Fortsetzung der Militärischen Maßnahmen.

Eine beruhigende Erklärung des englischen Gesandten.

— Ausfälle gegen England. — Der Vergleich mit Griechenland.

Br. Haag, l. April. (Eig. Drahtbericht. Zens. Mn.) Die heutigen Mittagblättcr bringen keine Nachrichten über die Lage. Nach einer Amsterdamer Depesche hat sich das „Handclsblaad" telegraphisch an den engli­schen Gesandten im Haag um eine Äußerung zu der Lage gewandt und folgende Antwort erhalten: „Es ist nur nicht bekannt, daß irgend ein auf der Pariser Tagung gefaßter Beschluß, noch irgend­eine sonstige Ursache den zwischen meiner Regierung und der niederländischen Regierung bestehenden guten Beziehungen schaden könnte." Auch diese Äußerung sollte offenbar beruhigend wirken. Daß sie unter den obwaltenden Umständen nur problematischen Wert hat, liegt auf der Hand.

Während die eigentliche Ursache durch die amtlichen Stellen noch immer geheim gehalten wird, nehmen die militärischen Maßnahmen ihren Fortgang. Ans Garnison- und Artilleriedepots sind große Mengen Feld- und schwere Artillerie fortgcführt worden. Diese Transporte wurden auch noch am heuti­gen Vormittag fortgesetzt. Starke Artillerie wurde an der ho I l ä n d i s ch e n K ü st e u l i n i e ausgestellt. Dort ist man jetzt auch mit umfassenden Übun­gen und dem Van von Unterständen beschäftigt. Die Flußmündungen werden von Holland i- schen Kriegsschiffen bewacht. Der Schiffs­verkehr im Kana! hat in den letzten Tagen durch die Engländer keine neue Unterbrechung erfahren. Der Kapitän des heute in Vmuideu eingelaufenen Dampfers ,-Gelria" berichtet, unangefochten die Reise zurückgelegt zu haben. Unterwegs habe man auffallend viele Mine n walirgenommcn. In Holland ist inzwischen eine Abschwächung der allgemeinen Geschäftstätigkeit festzustellen. Man hört außerordentlich hef­tige Ausfälle gegen England. In dieser Hinsicht ist seit dem Untergang der „Tubantia" und „Palembang" ein v 0 l l st ä n d i g e r Umschwung eiu- getreten. Im übrigen ist die Stlmmuug gedrückt. Man hört vielfach Vergleiche zwischen Holland und Griechenland.

Eine sehr scharfe Blockade Hollands zu erwarten?

Informationsbesuch der fremden Gesandten.

W. T.-B. Rotterdam, 2. Slpri-l. (Nichtamtlich.) Der „MaaÄwide" Mt es nicht für ausgeschlossen, daß die nieder­ländische Regierung durch die Beschlüsse derPariserKon- ferenz in eine schwierige Lage kommen könnte. In diplo­matischen Kreisen hörte das Blatt gestern die Ansicht äußern, daß für die Zukunft eine sehr scharfe Blockade der Niederlande möglich sei.

Wie dasselbe Blatt erfährt, haben gestern die Gesandten aller im Haag vertretenen Mächte Besuche im Ministerium des Äußern aibgestattet, am Informationen einzuholen. ES wurde ihnen allgemein die Versicherung gegeben, daß die getroffenen Maßregeln gegen keine kriegführende Macht ge­richtet seien.

Hollands Vorsichtsmaßregeln gegen die Entente.

Holländische abschwächende Erklärungen.

W. T.-B. Amsterdam, 2. April. (Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterd. Courant" stellt in einem Bulletin über die Lage fest, daß die vorgestern gemeldeten Maßregeln keine Beziehung zu irgend einem diplomatischen Schritt oder einer diplomatischen Forderung und ebensowenig zur Pariser Konferenz haben; sie seien lediglich Vor» sichtsmaßregeln, wie sie ähnlich getroffen worden seien, als der Kampf in der Nähe der holländischen Grenze im Gang gewesen sei. Das Blatt stellt ferner fest, daß das vorgestrige erste Communique des Korrespondenzbureaus kein Regierungscommunique gewesen und nicht auf aus­drücklichen Wunsch der Regierung veröffentlicht worden sei.

1916 .

Die Lage sei in der letzten Zeit mehrmals so gewesen wie jetzt,, ohne daß Holland deswegen in einen Krieg gezogen worden wäre.

Eine weitere holländisch-offiziöse Erklärung

W. T.-B. Haag, 2. April. (Nichtamtlich.) Anläßlich der verschiedenen umlaufenden Gerüchte hat sich das Korrespon» denzbureau an die maßgebenden Stellen um Aufklärungen gewandt. Es wurde ihm mit aller Bestimmtheit mitgeteilt, daß die Aufhebung des militärischen Urlaubs nicht mit irgend einer zwischen den Niederlanden und einer der kriegführen­den Parteien bestehenden diplomatischen Verwicklung zusam- menhänge.

Immer noch strengstes Stillschweigen über den wahren Grund.

Eintritt einer gewissen Beruhigung.

Nr. Amsterdam, 1. April. (Eig. Drahtbericht. Jens. Mn.) Über die Gründe der gestern verfügten Maßnahmen der holländischen Regierung, eine Beratung eines außerordent­lichen Minifterrates, Aussetzung aller Uvlaubsbvwilligungen, wird noch immer strengstes Stillschweigen bewahrt. Am späten Abend trat -ein» gewisse Beruhigung ein; man hatte erfahren, daß von einer außerordentlichen Kaminer­sitzung abgesehen war und der Ministerrat keine safort vollstreckbare S-ensationSbesch-lüsse gefaßt hatte. Heute morgen wurde schließlich, die balbamtliche Erklärung bekannt, daß die Maßnahmen der Negierung nicht durch eine Verschlechterung der Beziehungen zu einer der kriegführenden Mächte ver­anlaßt sei.

Der Wunsch nach Lüftung des Schleiers.

Br. Berlin, 2. April. (Erg. Drahtbettcht. Zens. Bln.) Die Spannung in Holland scheint sich bereits zu lösen. Die zuletzt ein- octrosfcnen Meldungen lauten weit beruhigender. So meldet die „B. Z." aus Amsterdam vom 2. April: Ebenso plötzlich, wie am Freitagmittag die Unruhe und Spannung auf Stadt und Land sich legte, so schreibt „Niende van den Dag", ebenso schnell ist sie auch wieder gewichen. Später wird sich Herausstellen, daß beidemale stark übertrreden wurde. Daß keine unmittel­bare Krisi? erwartet wird, kann aus zuverlässigern Berichten, die hierüber vorliegen, gefolgert werden. Das Blatt rügt die unklare Berichterstattung des halbamtlichen Pressebureaus im Haag und fähtt fott: Irgendwo liegt etwas Geheimnisvolles. Dies aber ist nach unserer Überzeugung im Westen des Landes zu suchen. Auch nicht dort, was gewöhnlich westlicher Kriegsschauplatz genannt wird, und wo sich die Zustände nicht nennenswert verändert haben. Nachdem das Blatt sodann noch nach verschiedenen Richtungen serne Fühler ausgestteckt hat, meint es schließlich, daß die Unruhe wahr­scheinlich mit einer neuen Offensive zusammenhängt, der so­undsovielten, die seit einem Jahre angekündigt wurde. Das „Handelstkao.d" stagt, ob es wirklich eine Notwendigkeit ist, daß die Regier ung die Gründe zu dem ungewöhnlichen Schritt, zu dem sie sich veranlaßt sah, so geheim hält. Das Blatt wünscht, daß, wenn irgend möglich, der Schleier gelüstet wird.

Die Börsenpanik.

Br. Haag, 2. April. (Cig. Drahtbericht. Zeus. Bln.) Der Einfluß der Gerüchte über yervorrrgende internattonale Schwierig­keiten Hollands, di: durch halbossiztelle Mitteilungen nicht zur Befriedigung oes Publikums widerlegt wurden, machte sich wieder auf der Amsterdamer Börse bemerkbar. Schifsahrtsanteile verloren wieder 10 bis 15 Pro;, und schlosicu auf niedrigste Notierung. Auch Rubber - Gesellschaft verloren im allgemeinen viele Prozent. Tabaksotten ebenfalls. Die holländischen Staats­anleihen waren gedrückt. Die niederländischen Banken kündigen an, daß sie während der nächsten Woche keine belgischen Werte oder Anweisungen in Zahlung nehmen werden, was nicht nur ui belgischen, sondern auch in holländischen Kreisen Unruhe veran­laßt Bei allen Großbanken Hollands drängten sich heute die Kunden, um ihre Guthaben in Silber ausbezahlt zu bekommen, obwohl die Zeitungen und die Negierung alles Mögliche tun, um der Unruhe zu begegnen.

Eine deutsch-offiziöse Erklärung.

w. T.-B. Sollt, 1. April. (Nichtamtlich.) Der Ber- liner Korrespondent der ,/Kolnffchen Zeitung" schreibt: Die bekannten Vorgänge und Gerüchte der letzten Zeit halben sich, wie die heute aus Holland eingetroffenen Meldungen beweisen, bei der holländischen Regierung zu einer Auffassung verdichtet, die sie zur Ergreifung gewisser militärischer Maßnahmen verawlatzte. Man hat in Deutischsiland die beste -Meinung von der Klarheit und Umsicht, mit der die holländische Regierung jeder möglichen neuen Entwicklung gegenüber im Sinne ihrer Neutralitätsinteressen handeln wird. Die Bezishnngen zwischen Deutschland und Holland sind, wi° erst di« jüngsten Verhandlungen in der „Ludantia"-Aegelegen- heit gezeiigt haben, in den Stürmen des Weltkrieges un­verändert loyal und freundschaftlich gMieben. Darum herrscht in Deutschland auch das f e st e Vertrauen, die holländische Regierung, von der öffentlichen Mei­nung des Landes untersrüht, werde mit aller Tat­kraft und Zuverlässigkeit, wie bisher, auch weiterhin die Neutralität Hollands aufrecht zu erhalten wissen.

Entschiedene Anfragen an die Regiernng zum „Tubantia"°Fall.

W. T.-B. Amsterdam, 2. April. (Nichtamtlich.) Wie di« Blätter erfahren, wurden durch den Abgeordneten der Zweiten Kammer Nierstresz der Regierung vor einigen Tagen folgende Fragen vorgelegt: 1. Ist die Regierung bereit, sich bei den ausländischen Regierungen Gewißheit gu der-