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Montag» 27. März 1916.
Kbend-Ausgabe.
Nr. 146. . 64. Jahrgang.
Der Krieg gegen England.
Der englische Zliegerangriff auf die nordfriesische Küste.
Ein Seegefecht.
Ein deutsches Hochseetorpedoboot vermißt.
W.T.-B. Berlin, 27. Vtärz. (Amtlich.), Am
25. März, morgens, haben englische Srrstrcitkräfte einen Fliegerangriff aus den nördlichen Teil der nordfriesischen Küste heran getragen. Der Fliegerangriff mißlang völlig, wie der Heeresbericht vom 26. März berits gemeldet hat. Zwei auf Vorposten befindliche armierte Fischdampfer sind den englischen Schissen zum Opfer gefallen. Unsere Marineflugzeuge griffen die englischen Seestrcitkräfte an und erzielten eine Anzahl Treffer. Ein Torpedoboot- zerstörer wurde schwer beschädigt. Von unseren sofort ausgesandten Seestrcitkräften stießen nur einzelne Torpedoboote in der Nacht vom 25. zum
26. März aus den abzichenden Feilst». * Eins dieser Torpedoboote ist bisher nicht zurückgekchrt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Ein weiteres Seegefecht bei Fanö.
Auch ein Zeppelin beteiligt.
W. T.-B. Kopenhagen, 27. März. (Nichtamtliche) „23 er* lingske Tipeicke" berichtet auS E g 8 b j e r g über ein Seegefecht zwischen etwa 20 englischen Kriegsschiffen, darunter 5 größere Kreuzer und 15 Tarpedvjäger, mit deutschen Fischdampfern, die anscheinend im Fahrwasser südlich Fanö fischten. Dir Fischdampfer zagen sich, nachdem, wie man zu beobachten meinte, zwei von ihnen i n Brand geschossen waren, zurück. Einige deutsche Kriegsschiffe und ein Zeppelin kamen zu Hilfe. Es entswad eine gewaltige Kanonade, die 10 bis 15 Minuten dauerte. Die Begebenheiten spielten sich soweit vam Lande ab, daß es selbst mit den besten Ferngläsern un- möglich war, dir Einzelheiten zu verfolgen. Die Luft verdickte sich. *
Weitere Dampfer versenkt.
W. T.-B. London, 27. März. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Llotzds meldet aus Dover: Der englische
Dampfer „Saint Cccilia" ist versenkt worden. Tie Besatzung wurde gerettet.
Zur Versenkung der „Sussex".
W. T.-B, London, 27. März. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Reuter meldete Drei von den verwundeten Passagieren des Dampfers ..Sussex" sind im Hoipital von Dover gestorben. Zwölf andere Paffagiere mucken schwer verletzt.
IV. T.-B. Paris. 27. März. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Hamas meldet: Die erste Liste »er nach Bvnlogne zurückge- brachben Passagiere der „Suffer" enthält 174 Namen, davon 81 Franzosen, 44 Engländer, 53 Italiener, 24 Belgier. 2 Russen, 6 Spanier, 13 Amerikaner und 1 Chälewer.
Das Erstaunen in London!
Genf, 27. März. (Zerns. Mn.) „Cocriere deüa Sera" meldet: Die Torpedierung des Dampfers „Sussex" bei Folke- ston« rief in London allergrößtes Aufsehen hervor. Massen von Menschen strömten nach dem Bictoria-Bahrchof, uw Mitteilungen der zahlreichen Fechvgäste Zu evlcmyen. In London war man einfach sprachlos vor Erftaunew daß ein deutsches Unterseeboot in den fd-rnal zwischen Folkestone und D i e p p e eindvingen konnte. War doch jeder EnMnder überzeugt gewesen, daß der Kanal an seinen beiden Enden durch Ketten gegen Unterseeboote gesichert wäre. Vierzehn Monate lang war es möglich gewesen, sich gegen das Eindringen deutscher Unterseeboote in den Kanal zu schützen. Zwar war m den letzten Monaten der Schlsstchrtsdienst über den Kanal mehrmals eingestellt worden, weil sich deutsche Unterseeboote dort Herumtrieben; der Dienst wurde jedoch itmnei wieder cmsigrnommen. Um zu Waffen, was inzwischen aus deni Eindringling gew-ockvn ist, müßte die englische Admiralität ihre Geheimnisse enthüllen. In London schreibt man daö Gesche hn is einer nn-glüekichen Verkettung vom Umständen zu, erwartet jedoch, daß sich diese Fälle nicht wiederholen werden. Die Bevölkerung von Dover und Folkestone b-is Beachtz Head hrrrte auf den Ällchpen und am Küsten- stromd die ganze Nacht hindurch aus; die Küstemwachen alar m ie rte n alle erreichbaren Dampfer, damit sie der „Suffer" Hilfe brtnpm sollten.
Die Schilderung eines Passagiers.
W. T.-B. Paris, 27. RArz. (Nichtamtlich. Agence Havas.) An Beck de« wrped'erten Pvssayterdampfers „Sussex" befanden sich SA) Rersaode und 1200 Depelchernbeutel. Der Reisende Thagnaux, Inspektor der Orlecms-Eisenhcrhn, teilte de« ^kemp»" Ster die Katastrophe folgendes mit: Wir sichren von Foliestone bei schönem und klarem Wetter ab. Degen 3 Uhr nachmittags wurden wir durch eine heftige Ex p losio n erschüttert. Ich hatte die Empfindung, daß ich ge- towcht würbe. Die durch die Explosion empovgewirbelte W,flach»»le hüllte «ich bei ihrem Niaderfallen auf das Schiff ei«. Ich bchaod mich unter Trümmern aller Art. Einige Satte glanbten, daß das Schiff auf eine Mine geraten sei. Wer die über die Gchvtzwände gebeugten Rsiseriden und die «ataosen sahen und mOtotai « ton einem Lcwpcko her.
Vovgevufene Wasserhose. Ws ich am Deck stürzte, hatten sich alle Reifenden der Rettungsgürtel bemächtigt. Auf Befehl -des Kapitäns wucken die Rettungsboote herahgetaffen. Die beiden ersten zu Waffer gelaffenen Boote kenterten. Schlecht und recht gelang es, so ziemlich alle Leute einzu- booten und einige Reifende, vor allem Frauen, wieder auf- zufischen. Die Boote lavierten rund um das Wrack, das nicht unterging- Nach zwei Stunden schwamm der „Sussex" immer noch. Die Schotten hatten gut funktioniert. Der Kapitän ließ alle an Bock zurüKommen, die bei der Bergung des Gepäcks und der Werrsachen behilflich sein konnten. Die Funkenapparate waren zerbrochen. Durch einen Mücksfall war es möglich, Boulagne zu -benachrichtigen, awoohl die Antennen zu klein waren, um den Ort anzug-cken, an dem wir uns befanden. Um 11 Uhr abends, nachdem wir uns acht Stunden auf Wasser befunden hatten, traf das Bonlogner Schiff „Marie Therese" ein. Es nahm fast alle Reifenden auf. Die übrigen Personen wucken später an Bock eines englischen Schiffes ausgenommen. Ein drittes Schiff nahm die „Sussex" ins Schlepptau, um sie nach B-onlogne zu bringen. Bemerkenswert ist, daß die Kessel der „Sussex" nach der Kata- straphe nicht aufhörten zu arbeiten und das elektrische Licht lieferten, das -dazu beitrug, die auf Hflfe wartenden Reifenden zu beruhigen.
Regierung wick am Freitag ein Memorandum veröffentlichen, worin sie ihren Standpunkt bezüglich des Auftretens von Unterseebooten und -der damit in Verbindung stehercken Fragen des Seerechtes auSeinandersetzen wick.
Ein holländisches Rettungsboot in der Nordsee stationiert.
W.T.-B. Haag, 27. März. (Nichtamtlich. Dr-ccht- boricht.) Das Ma-rinsöLpartemerrt teilt mit: Der
Dampfer ,Ll t l a s", -der von der Regierung als R e t- t u n g s s ch i f f in der Nordsee aus-gerüstet worden ist. ist heute früh cnus-gefahren. Das Schiff ist mit drahtloser Lslegr-aphie und allen norwendigen Behelfen für Hilfsleistung an Schiffen in Seenot und SchfifOruch . ausgerüstet worden. Es führt außer der niederläitdischen Flagge alsKennzeichen seiner besonderenBestimimung «ine orange Flagge mit einem grünen Kreitz im Dor- topp, lrälhrend beiden Seltenwänden in weißen Lettern die Aufschrift „Rettungsschiff Atlas" angckvacht ist. Die Anfschrift wird nachts belelichtet. Das Schiff wird sich m der Nähe des Nordhinder Lerrtfchiffes a-nf- halten. An Bord hefindet sich ein Seeoffizier, der mit i der Leitung des Rettungsbootes betraut ist.
25 Amerikaner an Bord.
■W.T.-B. London, 27. März. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) „Reuter" meldet: Es wird bestätigt, daß sich 25 Amerikaner an Bord der „Sussex" befanden, von denen noch 8 vermißt werden.
5V Menschen umgekommen.
Br. Rotterdam, 27. März. (Eig. Dvahtbericht. Zeus. Bin.) Aus Paris wick amtlich gemeldet, an Bock der „Sussex" seien etwa 60 Menschen getötet.
Der neue Qberkommandrerende der snd» englischen Verteidigung.
Rotterdam, 27. Mürz. (Jens. Mn.) Englischen Blätker- meldungen zufolge wurde der englische Generalmajor Heath- C « l ü w e l l als Nachfolger des Generalmajors B l e w i t t zum -Befehlshalber der Verteidigunystruppen der englischen Südküste ernaaMt. Er ist 53 Jahre alt, machte die Feldzüge in. Ägypten, im Sudan und in Midafrika mit und ttxn: bisher mit der Berteidiguirg der schottischen Küste beauftragt.
Eine parlamentarische Untersuchung.
Nr. Genf, 27. März. (Eig. Drahtbericht. Jens. Mn.) Pamfer Radikale streben ein« sofortige parlamentarische Untersuchung des „Sussex"-Falles an, der die gesamte Be- vöKerung mit Besorgnis darüber erfüllt, ob nicht nach der mehi'monatigen Ruhe im Ärmelkanal eine Erschlaffung der Wachsamkeit eing-etreton sei. Briond bietet alles aus, damit die ernste Ang-elegen-hsit vorläufig nur in der Kommission erörtert wick.
Deutsche Unterseeboote an der Küste von Wales.
Br. Kopenhagen, 27. März. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) Laut Bericht norwegischer Blätter benachrichtigte der Kapitän des norwegischen Schiffes „C h a c m a" ferne Reederei, daß er mit 4 Mann in Milford in Wales an Land gesetzt worden sei. Das Schiff wäre von einem deutschen Il-Boot angehalten und der Kapitän mit 4 Mann der Besatzung an Bord des O-Boots gebracht worden. Infolge Nebels wurde das Schiff abgetrieben. An Bord befinden sich noch der Steuermann und 4 Mann. — Milford liegt in der walisischen Südwestecke am Eingang zu Milfordhaven.
v
Amerika und der U-Bootkrieg.
Eine neue Denkschrift bevorstehend.
Über Amerikas Stellungnahme zunr Unterseebootkrieg wick in verschi-ckenen Blättern berichtet: Die amerikanische
Der Uriegrrat de; Vieroerbands.
Beginn der Pariser Verhandlungen.
Am häutigen Montag beginnt rn Paris unter -dom Vorsitz B r i a n b s die neue .Konferenz bes Vi-erv-er- banides. Sie sind wieder alle da, Asquith und Grey cms London, Salandra und Sonnino aus Rom, Pafchitfch aus dem nicht, mehr vorhandenen Sevb-ien und die belgischen Minister Broqeville und Baron Betzens aus Le Havre. Als Zweck unb Ziel der Verhandlungen wird angegeben: Zusammenarbeit aller Hilfskräfte der Alliierten mit Ausnahme der wirts-chastlichen, die der Ilprillonferenz vorbch-alten bleiben soll. Das ist reichlich nnklar und beweist nur, daß der besondere Zweck des Kriegsrats verschwiegen werden soll. Dieser aber oestcht darin, daß E n g- land den papicrnen Reif, den es um seine Trabanten geschlungen hat, wieder um fed-en Preis verstärken mutz, da er sonst u-ühestbar zu verreißen droht. Frankreich ist in diesem Augercklick durch den deutschen Sturm auf Verdun auf das heftigste erschüttert. Die Lage ähnelt der der ersten Kriegs w-o ch e n, als die deutschen Heere durch Belgien und Novdfrankreich nahezu bis vor die Tore von Paris stürmten und in Paris bereits ernstlich der Gedanke erwogen wurde, so schnell wie möglich Frieden zu schließen. Da griffen die britischen Machthaber fMeunig ein, nötigten die verbündete Republik zur Unterzeichnmig des Londs-ner Stzp-,
