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12 Ausgaben.
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Anietnen-Prris ffir die Zeile: 16 Pig. für örlliche Anzeigen im „arte,t»mortt- tmtynma *n„<wr* in einheitlicher ©aSfornt; Ä> Pig. in daoon abweichender SatzauSfiibrnng, lowie iür »Le übrigen örtlichen Anzeigen: Sit Pig. iür alle auswärtigen Anzeigen: l Ml. iur ör liche Reklamen: 8 Ml. iür anewürrige Rrllamen. Ganze, halbe, drittel und viertel Seiten, dnrchlanienb. nach besonderer Berechnung — «ei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwi cheneänmen entsprechender Rachiah.
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Wiiioo» d" «eroen-Aa«, bi, » lldr nnch-nitt,z. Berliner Sistriftlertnug des WiesbadrnrrTagblartS: Berlin n.» Patsdamer Str.12l L. Frrnspr.: Amt Lützow 6202 u. 6203. ^nzen und Plätzen wird keine «ewähr ubernommeg
Montag» 13. März» morgens.
§onder-5iusgabs.
1915.
Die bisherige Kriegsbeute im Westen seit 21. zebruar.
26 67S ««verwundete Gefangene,
18S Geschütze und £32 Maschinengewehre.
Der Tagesbericht vom 12. März.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 12. März. (Amtlich)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nordöstlich von R e » v i l l c sprengten wir mit Erfolg und besetzten die Trichter.
In der Gegend westlich der Maas mühte sich der Feind unter starken Verlusten in gänzlich ergebnislosen Angriffen gegen unsere neuen Stellungen ab. Aus den Höhen östlich des Flnffes und in der Waevre-Ebrne blieb die Gefechtstatigkeit ans mehr oder minder heftige Artilleriekämpfe beschränkt.
Die in dev Berichten von, 28. Februar und 4. März angegebene Zahl an Gefangenen und Beute für die Zeit seit Beginn der Ereignis?.' im MaaSaebiet hat sich mittlerweile erhöht auf 430 Offiziere. 26 240 Mann an «nverwundeten Gefangenen, lstff Geschütze, darunter 41 schwere, 232 Maschinengewehre.
Bei O b e r s e p t gelang es den Franzosen trotz wiederholten Angriffen auch gestern nicht, in ihren früheren Stellungen wieder Fuß zu soffen. Sie wurden blutig abqewicscn.
Lstlicher und Balkankriegsschauplatz.
' Keine weseutlichcu Ereignisse.
Oberste Heeresleitung.
Erhöhte italienische Artillerietatigkeit an der ganzen Front.
Österreichisch-ungarischer Tagesbericht
W.T.-B. Wie«, 12. Mär,. (NichtamÄiel'.) Amtlich verlautet vom 12. März, mittags:
Russischer «nd südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts vo» Bedeutung.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Gesteru vormittag begann die feindliche Artillerie die Stellungen des Törzer Brückenkopfes, den Süd- teil der S t a d t G ö r , und die Hochfläche von D o- beri> o lebhaft zu beschießen. Dieses Feuer hielt nachts über an. Auch an der Kärntner Front entwickelte die italienische Artillerie erhöhte Tätigkeit, insbesondere gegen den L a a z e n b o d e n <nordöstlich von Paulao). Rh Jnfanterirkämpsen kam cs nirgends.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Hösrr, Feldmarlchalleutnaut.
Oie Lage im westen.
Der Kampf um Verdun.
Um,eb«n, und Festungswerke bereits schlimm mitgenommen.
Br. Haag, 12. März. ((Stg. Drahtbericht. Jens. ©In.) »Daih Expreß" meldet aus Paris: Man hatte geglaubt, dah die Gefechte am Donnerstag den Höhepunkt der Schlacht bei Verdun bedeuten, aber die Kämpfe am Freitag waren von einer Heftigkeit, die bisher kaum, wenigstens nur in kurzen Augenblicken während deS Ringens bei Verdun erreicht wurde. Der E t a h l r e g e n der deutschen Geschosse auf die Angriffspunkte nahm manchmal orkanartigen Charakter an. Die Umgebung der Stadt ist sozusagen völlig abrasiert. Die kleinen Dörfer sin» zerschossen, verkohlte Trümmerhaufen, ein- »eine Häuser «,e vom Erdboden verschwunden. Bäume geknickt und gespalten, der Erdboden aufgewühlt und mit Stahl- geschossen gespickt. Die F e st u n g h«,t in der letzten Zeit gleichfoll» mehr und mehr gelitten. Feuer der deutschen Geschütze scheint hierbei hauptsächlich auf die FestungS- tore gerichtet worden zu sein, wo manche Treffer große Blöcke »er FestvngSmauer durchschlagen haben. Die große Frage, »b bei der Verteidigung der gesamten Stellungen von «erdun noch immer nur die örtlichen, wenn auch recht bedeu- Unden Streitkräfte, verwendet werden, liegt weiterhin im Dunkeln. Wie man meint, ist der n e u e B e f e h l S h a b e r der französischen Armee bei Verdun gleichfalls der Auffassung JoffreS, daß die Hauptreserven so lange wie möglich geschont werden and in den Kampf nicht eingreifen sollen. Immerhin darf man vermuten, daß die Franzosen zur Wiedereroberung deS nach dem amtlichen französischen Bericht dom Freitagabend schon wieder verlorengegangenen Raben- waldeS und zu Gegenangriffen an anderen Stellen nicht zum Einsatz so großer Truppenmassen übergegangen wären, wenn nicht die Leitung der Armee von Verdun hinter sich den nötigen Rückhalt gewußt hätte, zumal ohnehin die Lage an ein- Bdaui Stellen, wenn auch nicht beunruhigend, doch ernst ge
nannt werden müsse. Jedenfalls steht fest, daß u. a. eine vor kurzem in England angekommene australische Brigade mit schweren Geschützen die französischen Truppen bei Verdun unterstützt. Die Haltung de§ Gegners bei den Angriffen auf die französischen Stellungen ist hervorragend. Trotz des rasendsten Feuers aus den französischen Schützengräben und des heftigsten GeschoßbagelS aus schweren Geschützen kommt es hin und wieder zu Nahkämpfen.
Der oberste Landesverteidignngsrat der Republik zusammengetreten.
Br. Genf, iS. März. (Eig. Drahtbericht. Zen-s. Bin.) Nach Lhonsr Blättern trat gestern in Paris der oberste Rat der nationalen Verteidigung unter dem Borsitz des Präsitwn-ten Poinrare zusammen. Diese in allen Fratzen der nwtioruÄen Verteidigung höchste Behörde besteht regelmäßig aus dem Ministerpräsidenten als Vorsitzendem, den Mtinistern des Auswärtigen, des Innern, der Finanzen, des Krieges, der Marine und der Kolonien als Beisitzern. In besonderen Fallen kann auch der Präsident der Republik den obersten Verteidigungsrat sofort zussmmeuberufen und selbst den Vorsitz übernehmen. Daß di« außerordentliche Einberufung des Lanld-sverteidigungsr^rtes mit der militärischen Lage, den angeblichen Rücktrittsadsichten de? KriegS- ministers Gallirn.i und den Angriffen ElemenoecruS, des Vor- sivenden der Hiereskammässirm des Senats, zuiammenhängt, liegt aus der Hand.
Der Kriegsrat der Verbündeten in Paris.
IV. T.-B. Paris, 12. März. (Nichtamtlich. Agence Havas.) Der Kriegsrat der Alliierten ist am heutigen Sonntag im Hauptguarster unter dem Vorsitz Joifres zusamerie,.- aelreten. Großbritannien wird vertreten fern durch Douglas Haitz, Italien durch Eteneral Porr,', Rußland durch General Schilinsky, Belgien durch seinen GenerÄstabschef und Serbien durch den Obersten Paichitsch.
Kundgebung der französisch-belgischen Verbrüderung.
IV. T.-B, Paris, 12. März. (Nichtamtlich.) SamStagnach- n -ittag send in der Sorbonne in Anweieaheil des Präst- t'enden Poinrare eine von der französisch-belgischen Alliince vmanstaltete Kundgebung statt, beider Kammierpräsident Desämael den Vorsitz führte. An seiner Seite befanden sich Betzens. Vanderveld« und Cartcm de Wiart scwie Louis Barihon, Steeg, Painleve und Dak'mier. Es wurden zahlreiche Reden aehntten, u. a. von DeSchanet, der Belgien mit beredten Worten seinen Gruß entbot, und von Darthou, Steeg. Bestens und Bandervelde.
Deutsche Flieger über Reims.
Erneute artilleristische Beschießung.
Br. Genf, 12. Mürz. (Tig. Dmihböericht. Jens. Mn.) Der „Matin" berichtet ans Reim S, daß die Stadt seit einigen Tagen von deutschen Flugzeugen überflogen wird, die Bomben abwersen, wodurch S a ch- schadcn angerichtet wurde. Die Tätigkeit der deutschen Flieger wird durch deutsche Artillerie unterstützt, die vorgestern wieder etwa 10 großkalibrige Gcschoffe auf Reims schleuderte.
Wertvolle Ladung.
Br. Genf, 12. März. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) An Bord des aus New-Orleans gekommenen, vor der Einfahrt in seinen Heimathafen Le Havre gesunkenen Dampfers „2 u i f t a n e" befanden sich angeblich Güter im Wert von mehr als 2 Millionen Franken.
Oer Krieg gegen Portugal.
Die Erklärung des Ministers des Äußern.
Portugal handelte auf Verlangen Englands.
W. T.-B. Lissabon, 12. März. (Nichtamtlich.) In der Sitzung des Kongresses, welcher der Präsident der Republik und die Diplomalen der Alliierten beiwohnten, erklärte der Minister des Äußern, daß die Nutzbarmachung der deutschen Schiffe den Bedürfnissen des Landes und den Interessen Englands entspreche, wel- ches sie auf Grund des Bündnisses verlangt habe. Die Antwort der Regierung auf die deutsche Beschmerdenote habe auf dem Recht Portugals zur Nutzbarmachung der Schiffe für die Bedürfnisse des Landes bestanden. Der Minister ver- laS die neueste deutsche Note und fügte hinzu, daß sie nicht weiter erwogen wurde wegen der ungewöhnlichen AuS- drucksweise. Der Ministerpräsident sagte, daS Ministerium biete dem Staatsoberhaupt den Rücktritt an, um die Bildung eines alle Parteien vertretenden Ministeriums zu ermöglichen. Er schloß mit dem Antrag, der ausführendcn Gewalt Vollmachten für die durch den Krieg gebotenen Maßregeln zu erteilen. Der Antrag wurde e i n st i m m i g angenommen. Alle Parteiführer boten der Regierung ihre Unterstützung an. G a m a ch o sagte, als er von dem Satz der deutschen Note sprach, daß Portugal Englands Vasall sei, Deutschland hätte Portugal selbst als den Sklaven seiner Verpflichtungen bezeichnen können. Der Kongreß stiinmte einem nationalen Ministerium zu, und schließUch forderte der Präsident
des Kongresses die Anwesenden auf, die diplomatischen Vertreter der Alliierten und die Helden von Verdun zu begrüßen, worauf sich die Versammlung erhob und Beifall spendete.
Rücktritt des gesamten portugiesische« Kabinetts.
Alle Reservistenjahrgänge einbernfrn.
Br. Christiania, 12. März. (Eig. Drahtbericht. Zens. Mn.) AuS Lissabon wird unter dem 16. d. M. gemeldet: Di«
portugiesische Negierung hat heute demissia- n i e r t. Alle. Reservisten sämtlicher Jahrgänge wurden e iahe r u f e n. Das Parlament tritt heute zu einer autzer- vrdentlichen Tagung zusammen.
Internierung der Deutschen in Portugiesisch» Ostafrika.
W. T.-B. Beira (Portugiesisch-Ostafrika), 12. März. (Nichtamtlich. Reuter.) Alle Deutschen sind interniert worden. Die deutschen Schiffe und Schleppbaatr Warden beschlagnahmt.
Italien bangt nur vor spanische« Expan stonsgel ü sten.
Portugal der Beschützer Gibraltars.
Br. Lugano, 12. März. (Eig. Drabtbericht. Zens. Bin.) Zuz Kriegserklärung an Po-uigal bemerk! der „Eorriere della Sera", daß sie in Rom keinen Eindruck g.»macht bade. Der Bruch zwischen Deutschland und Portugal habe in Wirklichkeit seit der Beslblazp nabme der dmtschen Handelsdampser besianden. Weit inehr beuw ruhigen die Meldungen über den Madrider Ministcrrat, da i» Spmiien eine politische Richtung vorhanden sei, die dir A n. gliederung Portugals anstrebe. Ein Bertteter des „Giornakl d'Jtalia" hatte eine Unterredung, in welcher in Abrede gestellt wurde, daß zwischen Deutschland und Portugal jeweils ein B e r < trag zur Abtretung eines Teiles der portugiefischen Kolonien beschlossen worden sei. Portugal habe für England stet« treu, Freundschaft bewahrt und werde ihm nun <8 i b r a l t a, schützen helfen. Auch den Franzosen habe Portugal durch Aejernaß von Geschützen rmd Geschossen Dienste geleistet.
Oev Krieg gegen England
Die amerikanischen Schußschilder.
Beschäftigungslose Individuen zu Fahrten auf englisch« Munittonsschiffen angeworben.
Br. Rotterdam, 12. März. (Eig. Drabtbericht. Zens, Mn. Die englische Negierung hat, nach Berichten hier einge» troffener amerikanischer Zeitungen, beschäftigungslose Individuen, dir amerikanische Staatsbürger sind, zur regelmäßigen Fahrt auf den zwischen New Kork und der englischen Küste verkehrenden Pafla- gierdampfern angrworben. Die Amerikaner, die einen ver- hältniSmößig hohen Lohn »nd freie Beköstigung erhalten, sollen als neutrale Schutzschilder gegen dir deutschen Unterseeboote dienen. Der „German Herold" in Milwaukee ist in der Lage, aus Grund einer Meldung deS „Hudson Distrikt Bttornev" einen typischen Fall dieser Art mitzuteilen. Ein in Hobokener Hafenkreisen unter dem Name» John the Bum bekanntes Individuum ist darnach von der englischen Regierung dazu engagiert worden, regelmäßige Fahrten auf den zwisckien New Aork und England verkehrenden Munitionsschiffen mitzumachen, um im Fall einer Torpedierung als neutraler StaatSangehSriger anf englischen Dampfern zu fungieren.
Wie die englischen Schiffe den deutsche« Unterseebooten zu entgehen hoffen.
W. T.-B. Berlin, 12. Düärz. (Nichtniiltlich) Wie vn einem! aus Zürich stammenden Briefe berichtet wird, lassen dar« einzelne englische Schiffahrtsgesellschaften ösfeiMch Plakate or*> bringen, auf denen eine große amerikanische Flagge dawgestellt ist, die in großen Buchstaoen «nlündigen, daß die Schiffe der Geselbschrrft unter neutraler amewlkamischec Flagge fahren.
Auf eine Mine gelaufen.
W. T.-B. Amsterdam, 12., März. (Nichtamtlich.) Der Denups« au? Harwich. der morgen? 2 Uhr mit der englischen Post bättr an- konnnen sollen, ist nicht cingetroffen. — Hiesigen Blättern wird aus dem Haag gemeldet, dort liege die Nachricht vor. dah sich der Harwichdampfec „E o l ch e st e r" 3 Meilen v»n Kentish ftrtad an der Thcmsemündnng in sinkendem Zustande befindet. Ein«, späteren Meldung zufolge ist die „Colchester" wohlbehalten in Nieuwe Watcrweg eingelanfen. — Eine andere Nachricht besagt, daß nach einem Bericht des Dampfers „Westeidijk" der Dampfer „Z a a n - dijk" der Holland-Amerika-Linie bei Kentisb Knock auf ein« Min« gelaufen sei. Er treibt dort mit Wasser im EchifsSraum hermn. (Wahrscheinlich ist damit der M Harwich ausgebliebene Dampfe, gemeint.)
Englands Besorgnisse über die deutschen Drohungen.
IV. T.-B. London, 12. März. (Nichtamtlich.) Der Flotten- korrespondent der „Times" schreibt anläßlich des Untergangs mehrerer britischer uno neutraler Schisse in der Nordsee infolge von Minenexplosionen, daß es den Anschein hebe, als ob dt« neuen deutschen Drohungen darauf hinauslausen sollen, dah durch Schifsr, wie die „Möve", und durch neue große Uuterseeboste Mine» gelegt werden.
