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Montag, 13, März 1916.

5lbend-Kusgabe.

Nr. 122. . 64. Jahrgang.

Erkrankung de; Staatssekretärs v. Tirpitz.

W. T.-B. Berlin, 13. März. (Nichtamtlich. Drcrhtber.) Wie wir hören, ist der Staatssekretär des Reichsmarine­amts, Großadmiral von Tirpitz, seit einigen Tagen erkrankt. Die Geschäfte werden von dem d i en st­ak t e st e n Offizier geführt.

Lebhafteste Artillerietätigkelt im westen.

wieder 3 französische Flieger vernichtet. Der Tagesbericht vom 13. März.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 13. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei günstigen Bcobachtungsverhältnisscn war die Tätig­keit der beiderseitigen Artilleriecn auf einem großen Teile der Front sehr lebhaft und hiett sich beiderseits der Maas und bis zur M o s e l hin auf großer Heftigkeit.

Außer Patroulllengefechten an der Somme und dem Scheitern eines kleinen französischen Angriffs im Priester- walde sind keine Ereignisse zu berichten.

Neben ausgiebiger Aufklärungstätigkcit griffen unsere Flieger feindliche Bahn an lagen und Unter­kunftsorte, besonders an der Eisenbahn Clermont- B e r d u n, erfolgreich an. Es wurden drei feindliche Flug­zeuge vernichtet, zwei in der Champagne und eines im Maas- gedirt.

Östlicher und Balkankriegsschauplatz.

Die Lage ist im Allgemeinen unverändert.

Oberste Heeresleitung.

Oie Lage im Westen.

Das Ringen um Verdun.

Berlin, 13. März. (Zeus. Mn.) In derTagt. Rundschau" heißt es: Das gewaltige Ringen um Verdun schreitet lang­sam, aber mit starkem Erfolg für unsere Waffen verwart s. Wir gewinnen Raum, und wenn wir auch die durch einen Nachtangriff gewon nene Panzer fesch: Paux vorerst nicht zu halten vermochten, so rücken wir unserem Endziel dank der Tapferkeit unserer Truppen und öet klaren ener­gischen Kampfleituna doch mit Sicherheit näher

Die Beschießung von St. Die.

Ln. Genf, 13. Mürz. (Erg. DmHtöc richt. Zens. Bin.) TerLyoner Nouvellrste" erfährt, daß St. Dis seit dem 26. Februar durch deut'che Artillerie beschossen wird. 256 Geschosse sielen in die Stadt; eine Anzahl Personen wurde verwundet, 5 erlagen ihren Verletzungen. Mehrere Gebäude wurden niedergelegt. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Infolge der Beschießung verließ ein Teil der Bevölkerung die Stadt.

Wechselnde Führerschaft im französischen Heere.

Christiaina, 13. Mac;. (Zeus. Bin.) Aus Paris wird ge­meldet: Non den elf Mitgliedern des bei Kriegsausbruch ge­bildeten obersten Kriegsrates haben nur noch fünf Generale ihre Stellung tune. Rur ein einziges Korps hat heute noch denselben Ehef ivie bei Kricgsbeginn.

Bulgariens Bewunderung für die deutsche Tätigkeit.

W. T.-B. Sofia, 12. März. (Nichtamtlich.) In gespauu- tejter Erwartung verfolgt die Öffentlichkeit die Ereignisse an der W e st f r o n t. Selbst das Interesse für die Bulgarien gewiß näher liegenden Angelegenheiten tritt dahinter zurück. Mit verhaltenem Atem werden die Heeresberichte durchflogen, die über das Auf- und Abwogen des Riefenkampfes berichten. Unverhohlene Bewunderung fpndtt aus den Äußerun­gen der Presse über die Großzügigkeit der Anlage und die Genauigkeit, mit der jede Einzelheit durchaacht ijt, kurz über die Genialität der Führung, nicht minder über den Hel­denmut der Soldaten, der sich mit vollendeter Kunst be­festigten und die von den Kerntruppen des französischen Heeres verteidigten Stellungen in unwiderstehlichem Sturme nahmen. Befriedigt stellt man fest, daß sich auch in Frank­reich allmählich die Augen zu öffnen beginnen.

Oer Urieg gegen Portugal.

Die portugiesische Ministerkrisis.

Rotterdam, 13. März. (Jens. Bür.) DerTemps" meldet aus Lissabon: Der Dickter Guerra Jungueiro und Augusto Jose da Cunha lehnten den Vorsitz im nationalen Ministerium ab.

Ein portugiesischer Botschafter über das

Verhältnis zur Donaumonarchie und Deutschland.

Budapest, 13. März. -"Jens. Bln.) Der portugiesische Ge- schäststräger in Wen sagte dem Wiener Mitarbeiter des J&jT; Politische, religiöse und dynastische Verwandtschaft

knüpfen Portugal an Österreich-Ungarn. Der Thronfolger Erzherzog Karl Franz Joseph ist mütterlicherseits portugie­sischer Abstammung. Man kann das (wütige österveichisch- ungavifch-portugiesischc Verhältnis wicht zu dem deutsch- italieaischen in Vergleich bringen. Es ist sicher, daß die portugiesische Regierung auch in Zukunft keine österreichisch­ungarischen Schiffe beschlagnahmen wird. Ich habe keinerlei Nachrichten hierüber aus Portugal erhallen, aber ich vertraue darauf, daß alles beim alten bleibt. Wie der Berichterstatter desEst" in -di plcmati scheu Kreisen erfahren hat, haben Ein­geweihte den Ausbruch des deutsch-portugiesischen Krieges nach Beginn der deutsch-englischen Feindseligkeiten für unausweichbac gehalten. Die portugiesische Regierung hätte schon früher einem Truck nackgegcben, aber im Volke zeigte sich eine starke Stimmung gegen den Krieg. Zu An­fang des Jahres 1916 waren die Gegensätze zwischen der Regierungspolitik und der Stimmung des Volkes so groß, daß revolutionär« Straßenunruhen an der Tages­ordnung waren. Am 13. Januar steckten sogar di« Liffabonec Bürger und Arbeiter das Zentrckl-MilttärauSrüstuugslager in Brand. Di« portugiesische Regierung wäre ein (ach hin- weggefsgt worden, wenn sie an Deutfchla-ud den Krieg erklärt hätte. Deshalb mußte Portugal auf Enalrnos Befehl Deutschlands Kriegserklärung heraus fordern. In einge- weihten Kreisen erklärt man. daß Portugal keine Truppen an die europäische Front senden und auch sonst nicht tätig am Kriege teilnehmen, sondern sich lediglich auf der Vertei­digung halten wird.

Die bulgarische Vresse über Portugal.

W. T.-B. Sofia, 13. Mürz. (Nichtamtlich. Dom Vertreter von W. T.-B.) Di« Vermehrung der Iaht der Gegner durch die Kriegserklärung an Portugal wird in Bulgarien gleichmütig ausgenommen. Allgemein herrscht die Auf­fassung, daß Deutschland die Wergriffe und Herausfor­derungen nicht karger habe dulden können.Echo de Bulgärie" Mvrerbl' Um gerecht zu sein, müssen wir feststellen, daß Por­tugal, das ^dank der Gnade Englands dahrnlebt, ein Werkzeug der englischen Politik ist. Wenn Portugal sich zum Runge einer englischen Kolonie erniedrigt, so muß es die Folgen dieses Niederganges tragen. Die militärische Bedeu­tung der '.reuen Lage wird von dem Matt gleich Null einge- schatzt, weil die Mitwirkung kleiner Staaten nur dann von Bedeutung sei, wenn sie zur rechten Zeit und am rechten Ort geschehe, was hier nicht der Fall sei.

Die Internierung der Deutschen in Portngiesisch-Ostnfriko.

W. T.- B. Beirr (Portugiesisch - Ostafrrkas, 13. März. (Nichtamtlich. Drahtbcrrchr.) Die internierten Deutschen sind auf den requirierten Schiffen und Schleppdampfern uutergebracht worden.

Oer Nnlerseebootskrieg.

Die Besprechungen Mit dem Reichskanzler.

ll. Berlin, 13. März. (Eig. Drahtosricht. Zens. Bln.) Tie morgen stattfindende Be'prechung 'des Rcichskanz- lers mit den Parteiführern des Reichstags wird sich in elfter Linie -mit einer Frage zu beschäftigen haben, die gegenwärtig in politischen Kreisen mit etwas m-ehr Leidenschaft besprochen wird, lls im Interesse des Burg­friedens und in noch höhereni Interesse wünschenswert erscheint. Die Unterredung mit dam Kanzler soll Vor­beugen, daß diese Frage in zu rauher Form vor das Plenum des Reichstags gebracht wird, wie es in der Absicht nicht nur von Widersachern aus der Rechten liegen soll. In denDeutschen Stimmen" erklärt -der Abgeordnete B a s s e r m a n n mit aller Deutlichkeit, daß der Reichstag zur Frage des ll-Bootskriegesdie richtigen Tone der Energie" finden werde. Er erklärt schonungslose Anwendung aller unZ zur Verfügung stehenden Mittel". Der alte Gegensatz, der schon vor Monaten viel Lärm verursachte, tritt wieder mit Schärfe zutage. Man aewirml sogar den Eindruck, daß dies- mal leider ein öffentlicher varlamentarischer Austrag nur schwer zu vermeiden sein dürfte, zumal die jetzt so rührigen Abgeordneten sich am gewichtige Faktoren zu stützen behaupten. Es wird offen gesagt, daß auch der Bun-desratsausschuß sür auswärtige Angelegenheiten in der gleichen Frage des Untecse-rüootskrieges Aufklärung zu erlangen wünscht. Wir wissen aus guter Quelle, daß zwischen dem Kanzler und dem Leiter des Reichsmarine- anits keine Meinungsverschiedenheit darüber bestand, daß die Denkschrift über den Seekrieg ihre Gültigkeit behalten soll. Daß auch der Seekrieg gegen England mit aller Energie geführt werden wird, braucht auch nicht in Zweifel gezogen zu werden. Ob mit Rücksicht auf eine weitere Beruhigung in den Ver­einigten Staaten Geduld geübt und kein vermittelnder Schritt unversucht gelassen werden muß, mag indessen, wie leicht erklärlich, wieder diplomatische und soldatische Gefühle in ernstlichen Konflikt gebracht haben. Da auf beiden -Seiten des Reichstages der gleiche heiße Wunsch, dein Vaterlande aufs beste zu dienen, besteht, hoffen wir, daß wenigstens, dort der Ausgleich ohne harte Rei­bungen, über die sich nur das feindliche Ausland freuen könnte, zustande kommt und daß man sich im Reichstag

bald wieder den großen wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen zuwenden wird, die fürs erste zurückgeschoben scheinen und doch das Hauptinteresse im Parlament ver­dienen.

Zusammentritt des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten.

Nr. Berlin, 13. März (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Unter der ÜberschriftLos vom Schweigen" schreibt Georg Bernhrrd in herVoss. Zig.": Ms Auftakt zu den Verhand­lungen de- Reichstags wird am Mittwoch der Bundes­ratsausschuß für auswärtige Angelegen­heiten zusammentreten. Dieser Ausschuß unterscheidet sich von den anderen, durch die Berfassuugsurkunde eingesetzten Ausschüsse des Bundes rat; dadurch, daß Preußen in ihm nicht vertreten ist. Die Erklärung dafür sinder sich von selbst in feiner Aufgabe. Er soll der Information der Bundes­regierungen über den Gang der auswärtigen Angelegenheiten dienen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit geben, sich über Dinge der auswärtigen Politik zu äußern. Der Ausschuß ' bat bis vor kurzem nur sehr selten und in ganz langen Zwischenräumen getagt. Der Krieg erst hat wieder an dreses von der Verfassung vorgesehene Kontrollrecht erinnert. Der Zusammentritt des Ausschusses für auswärtige Ange­legenheiten ist immerhin ein Zeichen dafür, daß die l-etreffe-r- ten Staaten den Wunsch haben, eine gememsame Aussprache mit dem Kanzler herbeizuführen, und cs ist m dieser Hin­sicht nicht uninteressant, daß diesmal ein bekannter Parla­mentarier (Bassermann. Schrift!.), der irenerdnigs von dem Reichskanzler manchmal als persönlicher Kurier -benutzt wird und sich deshalb «inredet, ein Diplomat zu sein, fernen Ein­fluß in Süddeutschland geltend gemacht hat, mn eine Be­rufung des Ausschusses diesmal zu verhindern. Wenn es zutveffen sollte, was er vorgab, daß er zu diesem Versuch beauftragt wäre, so würde man daraus ja wohl den Schluß ziehen können, daß die Berufung des Ausschusses dies­mal dem Bundespräfidium nicht sonderlich angenehm war. Das wäre sehr bedauerlich, denn durch eine offene Aus­sprache sowohl vor dem Bundesratsausschuh als auch vor den Parteisiihrein des Reichs t.rgs hatte der Kanzler endlich einmal Gelegenheit, die Richtigkeit von Mancherlei Ge­rüchten aufzuhelleu, die in den letzten Tagen die öffentliche Meinung stark beunruhigt und die sich so weit zugespitzt haben, daß man bereits auf bestimmte Persönlichkeiten verwies, die es angeblich nicht länger ertragen willen, in ihrem ffiär- kungskreise dauernd beengt zu werden. Diejenige!:, die etwas wissen, dürfen es nicht öffentlich sagen, und die Folge davon 'st eine unerfreuliche dumpfe Atmosvhäre, die auf der öffent­lichen Meinung lastet. D'e Parteiführer des Reichstags und die Mitglieder des Ausschusses für auswärtige Sbngelegen- beiten sällien dem Reichskanzler Vorsteven, wohin notwen­digerweise die bisher von ihm befolgte Taktik führen muß. Das Ergebnis des bisherigen Verfahrens ist nämlich nicht etwa eine Erstarkung des Vertrauens zum Kanzler, sondern das Gegenteil. Das rätselhEte Schweigen muß gebrochen werden. Das deutiche Volt sieht mit Bewunderung, welch hohes Maß von Klugheit und Energie militärisch unsere Heeresleitung erfolgreich zum kühnen Stoße vereint. Es will nunmehr von seinem Kanzler die Gewißheit hören, daß seine politischen Ziele mit derselben Klarheit ersonnen und mit der gleichen Energie verfolgt werden, ohne andere Rück­sicht als die auf den Erfolg und Sieg. .

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Lansing und die Besehe zur deutschen Denkschrift.

IV. T.-B. New Aork, 13. März. (Nichtamtlich.) Wsie Asso­ciated Preß aus Washington meldet, erklärte Lansing, er habe die Belege zur deutschen Denkschrift gelesen. Er sei aber derzeit nicht gewillt, seine Ansichten darüber auszu- sprechen. Im Staatsdepartement, sagt die Meldung weiter, fei erklärt worden, daß die Faksimiles der Instruktionen der britischen Admiralität wahrscheinlich England zur Gegen- äußerung vorgelegt werden würden, bevor eine iv-eitere Aktion durch die Bereinigten Staaten untern-oiWnen werden

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Ein englischer Hilfskreuzer an der Ostküste Englands auf eine Mine gelaufen.

W. T.-B. London, 13. März. (Nichtamtlich. Draht-, bericht.) Die Admiralität gibt bekannt: Der Hilfs­kreuzerFauvette" ist an der Ostküste auf eine Mine gelaufen. 2 Offiziere und 12 Mann sind um ge­lt o m m e n.

W. T.-B. Berlin, 13. März. (Nichtamtlich. Draht- bericht.) Der auf eine Mine gelaufene englische Hilfs- kreuzcrFauvette" war ein Schiff von 2644 Tonnen.

Der Untergang der norwegischen Bark Sirius".

Lansing fordert dir eidlichen Aussagen der Amerikaner.

W. T.-B. Washington, 13. März. ^Nichtamtlich. Draht­bericht.) Reuter meldet: Staatssekretär Lausing hcü den amerikanifcheu Konsul in Havre telegraphisch augvime^eu, eidliche Aussagen von überlebeuden Amerikaueru zu ver- schasfeu,' um zweifellos festzustelleu, ob die norwegische Bork Sirius", die am ö. März uu-tergegcmge» ist, durch xiuen Torpedo versenkt oder auf eine Mine gelarffeu tg<