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Verlag Sanggaffe 21

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wöchentlich

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morckrwg is, >wmt oir nuogaoenellen tn ollen Ieilen bei Stabil in Btebrid): die"dortigen gobestellen mid in den benachbaiien Landorien und im Rdeingin die deireffendcn TagbIon - Träger.

12 Ausgaben.

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M'ttag? kür Ei, Mora'-n-Ausa' h? 1 *m,r^nachmittag Berliner Schriftleitung des Wiesbadener TagblattS: Berlin^., Potsdamer Str. 121 L. Fernspr.: AmtLützow 6*202 «.6203. Tagn/und Watzen wird^Än? Äwädr*'?v.w m

Montag» 6. März» morgens.

Sonder-Ausgabe.

19l6.

3m Westen lebhaftes feindliches Art llmeseuer,

besonders bei Douaumont.

Ein russischer Angriff bei Zlluxt abgeschlagen.

Der Tagesbericht vom 3. Marz.

w - T.-B. Großes Hauptquartier, 5. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Gegen Abend setzte lebhaftes feindliches Feuer auf verschiedenen Stellen der Front rin; zwischen Maas und Mosel war die französische Artillerie dauernd sehr tätig und beschoß zeitweise die Gegend von Douaumont mit besonderer Heftigkeit. Jnfantcriekämpfe faudcn nicht statt.

Um unnötige Verluste zu vermeiden, räumten wir gestern einen bei der Försterei Thiavillc (nordöst- lich von Badouviller) den Franzosen am 28. Februar entrissenen Graben vor umfassendem dagegen eingesetz- ten feindlichen Masienfener.

östlicher Kriegsschauplatz.

In der Gegend von Jllupt konnte rin von den Russen im Anschluß an Sprengungen beabsichtigter An. griff in unserem Feuer nicht zur Durchführung kommen.

Vorstöße feindlicher Erkundungsabtcilungcn auch an anderen Stellen wurden abgewieien.

Bal kanlriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

Österreichisch-ungarischer Tagesbericht

T.-B. Wien, 5. März. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 5. März, mittags:

Die Lage ist überall unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des GenrralstabS: v. Höser, Frldmarichallentnant.

5. Al. 5.Mve" in der Heimat anyeiangt.

Eine mehrmonatige erfolgreiche Kreuzfahrt.

15 Dampfer aufgebracht, 200 Gefangene. 1 Million Gold.

W. T.-B. Berlin, 5. März. (Amtlich.) S. M. S.M ö v e", Kommandant Korvettenkapitän Burggraf und Graf zu Dohna-Schlodien, ist gestern nach mehrmonatiger er­folgreicher Kren,fahrt mit 4 englischen Offizieren, 20 eng­lischen Seefoldaten und Matrosen, 166 Köpfen feindlicher Dampfcrbesatzungen darunter 103 Inder. als Gefangene sowie einer Million Mark an vloldbarrcn in feinen Heimischen Hafen eingelaufen. DaS Schiff hat folgende feindliche Dampfer aufgebracht und zum größten Teil versenkt, zum kleineren als Prisen nach neuttalen Häfen gesandt:

Eorbridge"

3687 Bruttoregistcrtonnen. englisch.

Author"

340«

Trader"

3600

n

Ariadne"

3500

n

m

Dromonbv"

3627

ff u

Farring ford"

3146

f n

Clan Mactaoish"

6816

u

ff $9

Appam"

7781

Wrstburn"

3300

w

ff »

Hvrace"

3338

ff n

Flamenco"

4620

H

ff tt

Edinburgh"

1473

(Segelschiff)

Saxon Priner"

3171

ff ft

Maroni"

3100

französisch^

Luxemburg"

4322

» belgisch.

S. M. S.Möve

" bat

ferner an

mehreren Stellen der

feindlichen Küste Minen gelegt, denen u. a. das englische! SchlachtschiffEdward VH." zum Opfer gefallen ist.

Der Cbef deS AdmirnlstabeS drS Marine.

Die militärische Laufbahn des Seehelden.

Br * Berlin, 6. März. (Gig. Tvahtbericht. Zeus. Bin.) Der heldenhafte, mit so gLänzendem Erfolg zur uckk ehrende Kommandant. der KorvettenkZpwtän Nikolaus Burggraf und Gmf zu Dohna. Schl odien, steht heute im 37. Levens- jcchr. Seine mttttävische Lairfbahn begann er aus Schulschiffen. Als Fähnrich auf dem Schubschiff .Charlotte" fand er Ge­legenheit, an der kurzen und blutigen Aktion teilzun-ehmen, die im Konflikt zwi schc n D e u t schla nd und Haiti ttn Dezember 1307 unternommen wurde. Im Herbst 1001 übernahm Graf Dohna ein zweijähriges .Kommando auf dem KanonenbootTiger", das zu dem ostrsiatischen Geschwader gehörte. Spater wurde er in der Hennat verwendet, bis er tm Jahre 1900 das Konmrando des Flutzkanonenboores »Lfingtau" erhielt, das vor Kauton stationiert wa r. Bor Be»

ginn deS Krieges Wcw Graf Dohna Navigationsoffizier aus dem großen KriogSschff ..Posen". Das ist also die normale Laufbahn eines Seeoffiziers, und in der Tat hatte Gras Dohna bis zum Kvitige so wenig Gelegenheit, seine glänzenden Eigenschaften $u zeigen, so daß er bis dahin noch keine OvdensauSzeichuung hatte. Obwol l er selbst ein stiller, ver- schlossewer und beschsidener Man» ist, wird er sich jetzt der Dankbarkeit des Vaterlandes nicht entziehen können. Er wird sie m>tt Stolz und Genugtuung annehmeu, denn sein Name ist in die 'deutsche Geschichte für immer srn- gsschriieben.

Die Berliner Blätter widmen dem Seehekden begeisterte Artikel. Sein Name ist in aller Munde. Cr wird hier die Möve des Tages" genannt.

österreichische Bewunderung der Helden­taten.

W. T.-B. Wien, 5. März. (Nichtamtlich.) Die Blätter zollen den glänzenden Seemanns taten oerMöve" lÄbhafle Bewunderung und betonen, was dieMöve" an Kühnheit, Energie uwd Schlauheit inmitten von tausend Ge­fahren geleistet habe, übertreffe die menschliche BoritelluingS- kraft. Österreich-Ungarn nehme freudigen Anteil an dem großen Erfol-g der deutschen Warme.

vie Lage im westen.

Poincares verfehlter Besuch bei Verdun.

Die deutsche Beharrlichkeit auf dem eroberten Boden

kr. Berlin, 5. März. lEig. Drcchtibericht. Jens. Mn.) DerB Z." wird aus dem Große» Hauptanarticr ge­meldet: In der Hauptsache scheint es, daß die Gegen­wart des Präsidenten Poincar«^ an der Front die An­feuerung zu svldatischen Höchstleistungen bezwecken sollte. So fällt mit seinem Besuch eine gesteigerte Ar­tillerietätigkeit bei Douaumont wie in der Woevre zeitlich zusammen, und so ergibt sich auch der A n st u r m, den gestern Douaumont und seine Flanken auszuhalten batten. Es mußte zunächst die Artillerie das Dorf und die von ihm ausreichenden Stellungen mit anhaltendem und heftig anschwellendem Feuer belegen und einen Angriff vorbereitcn, der die deutsche Linie ö st I i ch des F o rt s wieder außerhalb des Dorfes schi-ben sollte. Die feindliche In­fanterie setzte tapfer ein und es gelang ihr, an einigen Stellen den Gegner im Nahkampf zu sehen, aber der mit fanatischem Willen erstrebte Erfolg blieb aus. Der Gegner wurde mit einer Wucht zurückgeworfen, die ihm die Zurücknahme seiner sämtlichen An- grisfskräfte nicht mehr gestattete. Groß ist die Zahl der Gefallenen und Verwundeten und die G e- fange »nah me von l_0()0 U »verwundeten läßt erkennen, mit welcher Zähigkeit, Kraft und Ent- schlossenbeit der deutsche Soldat auf dem eroberten Boden beharrt.

Der schnelle Stimmnnqsrnnschwung der Pariser Presse.

Br-. Genf, 6. März. (Eig. Drahtbcricht. Zens. Bln.) Der Optimismus der Pariser Presse ist völlig geschwunden. In den radikalen Blättern kommt Niedergeschlagen­heit zum Ausdruck.Le Rappel".Radikal" undL'Oeuvre" schreiben fast einsttmmig, die Offensive bei Verdun war in den ersten Tagen beklemmend, trotz der Bemühungen Briands, der mit Worten versucht. daS Volk zu beruhigen. Jetzt be­ginnt ein zweiter Akt, der sich besonders durch Raum­gewinnung um die Panzerfeste Douain auszeichnet. Die Lage ist ernst. Daher war für Frankreich die Einigkett aller Parteien niemals nötiger als augenblicklich. Die französt. scheu Verwundeten aus den Kämpfen vor Verdun werden zum größten Test nach der Bretagne weitergebracht, um die südfranzösischen Bahnlinien für den Transport für Reserve und Munition nach dem Kampfgebiet frei zu hal­ten. Auf den französischen Eisenbahnen herrscht f i e b e r. hafte Tätigkeit. Tag und Nacht gehen unzählige Züge. Wie französische Blätter berichten, haben an einem Tage der letzten Woche allein 12 500 Waggon die Strecke Dijon-St. Menehould passiert.

Die Stimmung in den französische« Regierungskreisen.

. Br. Genf, 5. .März. (Gig. Drach töricht. Zens. Bln.) Die m i n i st e r i e l ll e n Pariser (Äußerungen sind auf folgenden Grundton gestimmt: Für die opfer­reiche Verteidigung des Do ries Douaumont verdient unsere Armee allgvmeine Bewunderung Nunmehr, d-i die F a h n e d e r Ehre gerettet ist, treten wiader rein taktische Rücksichten in den Vordergrund. Die Gegenwehr nördlich Verdim, wie an anderen, zur .Fcntvat.stellu.nq führenden Wegen wird mit unge­beugter Kraft fortgesetzt. Noch 12 Stunden nach der Einnaynie -des Dorstes Douarvmont durch die Deutschen, dauerten, nach einer Pariser Meldung, 'die verzweifelten Versuche der Franzosen fort, einen der benachbarten Hügelhange ?it behaupten. Die deutscher­es bisher außer Krunpf gelassene Radoute birgt eine ivanzösische Abteilung.

Eine englische Betrachtung der Kämpfe bei Verdun.

Die deutschen und französischen Verluste.

Br. Rotterdam, 5. März. (Erg. Twahtbericht. Zens. Bln.) DieDimes" mDet aus Paris: Heute, wo das Chaos der Tage des ersten Angriffs vorbei' ist, kann man sagen, daß, obgleich die Gegner große Vor­bereitungen zum Siege trafen und beiderseits gewal­tige Geschoßmengen verteuert wurden, dos Gemetzel doch nicht io groß wie in der Schlacht cm der User war. Der Gegner schwärmte in den Kämpfen nicht wie früher ldas Gelände aus, die Angriffe wunden mit großer schneid durchgeführt, aber sie waren irnimer von weiser Vorsicht beherrscht und dem Roium noch genau beschränkt. Sie erfolgten auch nicht in jenen endlosen und gewaltigen Fluten von Mann­schaften, welche den Geaner durch bloßes Zerdimcken bezwingen wollten. Deshalb sind die Verluste der Deutschen weit geringer gewesen, als in den früheren großen Schlachten an der französischen Front. Die Verluste der Franzoün werden vorläuffg noch nicht bekannt werden, derTi7nes"-Korvespond'ent schätzt sie aber aus rund 30000 Mann.

Explosion eines französischen Munitions­magazins.

Bisher 45 Tote, 25V Verwendete.

W. T.-B. Paris, 5. März. (Nichtamtlich. Meldung des Reuters schen Bureau) In der Double-Couronne-Pulver» fabrik in Laceurneure ereignete sich eine heftige Explostmt. Biele Personen wurden verletzt.

W. T.-B. Paris. 5. März. (Nichtamtlich, über Genf.) Die Pulverexploswn m Double-Couronne hat »i-e l e Opfer gefordert. Bis 2 Uhr nachmittags waren 4 5 Tote und 250 Verletzt« fest- gestellt. Ein vorbeifahrender Strazcnbahn wagen wurde durch die gewaltige Explosion u m g e w o r f e n , von seinen 38 In­sassen sind viele verletzt. Umhergeschleudette Mauerstücke richteten an den Häusern der Umgegend großen Schaden an. Die Fenster, scheiben gingen in Trümmer. Ein ungeheurer Trichter im Erd­boden bezeichnet die Stelle, wo die Explosion stattfand. Uder die Ur­sache des Unglücks ist Sicherer bisher nicht zu erniitteln gewesen.

Nach einer späteren Meldung ist Double-Couronne ein Fort, das als Munitionsmagazin benutzt wird.

Immer noch die belgischen Behauptungen von deutschen Greueltaten.

Br. Wien, 5. März. (Eig. Drabtbertcht. Zens. Bln.) In einige» Tagen wird ein neues belgisches Groubuch erscheinen, das hauptsächlich von den belgischen Bischöfen gesammelte Zeugenaus­sagen über angebliche deutsche Greueltaten enthalten soll.

Eine neue Verleumdungsnachricht des Telegraaf".

DaS holländische Hetzblatt sucht wieder einmal im trüben zu fischen.

W. T.-B. Brüssel, ö. März. (Nichtamtlich.)Menws van den Dag" entnimmt demTelegraaf" die Nachricht, in der Ortschaft A s s e n e d e an der belgisch-holländischen Grenze seien blutige Streitigkeiten zwischen den vlämischen Bewohnern und deutschen Soldaten vorgekommen, bei denen es Tote und Verletzte gegeben habe. Der Bürger- Meister von Assenede hat dagegen amtlich erklärt, daß an diesen Erzählungen kein wahres Wort ist. Er bezeugt vielmehr ausdrücklich, daß jederzeit ein gutes Einver- nehmen zwischen den deutschen Soldaten und den Bürgern geherrscht habe.

Oie Ereignisse auf dem Valkan.

Bulgarische Zurückweisung feindlicher Sensationsmeldungen.

IV. T.-B. Sofia, 5. März. Die Bulgarische Telegraphen­agentur ist erinächtigt, alle Nachnchten über angebliche Epi­demien, die unter den serbischen Gefangenen in Bul­garien wüten sollen, in aller Form zu dementieren, ebenso die Mel. düngen der französischen Prefle über eine angebliche Er­regung unter der bulgarischen Bevölkerung, die aus Sorge vor einem russischen Einfall die Abdankung des Königs Ferdi. «and zugunsten des Kronprinzen Boris fordere, und denen znfolg, die bulgarische Negierung nur durch eine Schreckensherrschaft dies, Erregung Niederhalten könne. Tatsächlich gibt er in Bulgarien weder Epidemien, noch Erregung und Schreckensherrschaft, von denen die Feinde Bulgariens phantasieren.

Der Nrieg gegen Italien.

Kern Vertrauensvotum in der italienischen Kammer.

W. T.-B. Bern, 5. März. (Nichtamtlich.) Die von an- derer Seite verbreitete Meldung aus Rom, nach der im An­schluß an die Ablehnung der Interpellation Turati, berrefftl Besprechung der auswärtigen Politik, die Kammer dem Ministerpräsidenten Salandra ein Vertrauensvotum mit 208 gegen 40 Sttmmen erteilt habe, ist falsch. TurattS' Antrag wurde abgelehnt, ohne daß er mit einer Vertrauens» frage verquickt oder eine solche gestellt worden wäre.