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Mttiroach, I. März ISIS.

Kbend »ausgabe.

Nr. 102. . 64. Jahrgang.

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troi io m lOeoijeiMiig.

Der Krieg.

Erfolgreiche Beschießung eines feindlichen Trnnsportzuges.

Mißlungene französische Täuschungs- Versuche.

Der Tagesbericht vom 1. Marz.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 1. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Artillcrietätigleit war auch gestern an sielen Teilen der ftrotti sehr rege, besonders auf feindlicher Seite. An mehreren Stellen verfolgt- der Gegner damit freilich nur T ö u f chu n gS v e x f u che. Dagegen schien er im Ysergebiet, in der Champagne sowie zwischen Maas und Mosel bestrebt zn sein, uns ernstlich zu schädigen. Er erreichte daS Ziel nicht.

Im L u f t l a m p f wurde ein englischer Doppeldecker bei Manin bezwungen; die Insassen sind gefangen. Zwei fran­zösische Doppeldecker holten die Abwehrgeschütze herunter, den einen bei Vezalouin, nordwestlich von Soiflons, Insassen gefangen, den andern südwestlich von SoissonS, Insassen wahr­scheinlich tot. Ein von Leutnant d. R, Kühl geführtes Flugzeug. Beobachter Leutnant d. N. Haber, brachte einen militärischen Transportzug auf der Strecke Besan^on- Jussey durch Bombenabwurf zum Halten und bekämpfte die auSgestiegenen Transportmannschaften erfolgreich mit seinem Wasckmtengewehr.

Östlicher und Balkankriegsschauplatz.

Nichts von besonderer Bedeutung,

Oberste Heeresleitung.

Hfterreichisch-rmgavrscher Tagesberichts

W.T.-B. Wien, 1. März. (Nichtamtlicher Drahtber.) Amtlich verlautet vom 1. März:

Die Lage ist überall unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des GencralstabS: v. Hofer, Feldmarschallentuaut.

Drei sranzistsche Hilfskreuzer versenkt!

Torpedierung eines englischen Bewachungs- danrpfers in der Themsemündung.

W. T.-B. Berlin, 1. März. (Anrtlich. Drahtbericht.) Von unseren H°B»otcn wurden zwei französische Hilfskreuzer mit je vier Geschützen vor Le Havre und ein bewaffneter englischer Bc- w a ch u n g s d a m p f c r in der T h c m s c m ü n d u n g versenkt.

Im Mittelmeer wurde laut amtlicher Meldung ans P«i§ der französische HilfskreuzerLa Pro- vence", der mit einem Truppentransport von 1800 Mann nach Saloniki unterwegs war, versenkt; nur 698 Mann sollen gerettet sein.

Das am 8. Februar an der syrischen Küste ver­senkte französische Kriogsschifs war, wie die Meldung des zurückgckohrten V-Bootes ergibt, nicht das Linien­schiffSuffrcn", sondern der PanzerkreuzerAdmiral C Harnes".

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

* ^ *

Die Versenkung der drei französischen HiffskrerHer, von denen einer ausgesprochen Lern Truppen­transport diente, scheint den Auftakt des ver­schärften Unterseebootskrieges zu bedeu­te», dessen Beginn von der Regierung Österreich-Un­garns ffir den gestrrgen 39. Fevrrmr angefagt war, und der wohl auch von deutscher Seite, obgleich) in der Denkschrift ein Termin nicht ausdrücklich festgolegt wurde, mit diesem Tage eingesetzt haben dürfte. Daß d«bei gleich d r e i Hilfskreuzer auf den Boden des Ms«»es Mwndt wurden, sdeWeck den Evfvlg noch mehr. B«so«denk achtenswert aber erscheint es, «daß zwei die­ser 'Schiffe auf der Höhe von Le Havre torpediert wer­den konnte^, wo h«elts zur sMenZÄt im vovlgenJahre so evKWW und franMißhe Schiff unzoren

IWMvMoNSten,'Lpser ficl. Jetzt ist dieser Umstand

i'm so höher zu bewerten, als wir wissen, .wie die Eng­länder schon seit mehr als sechs Monaten die bRu-er- stätigen Eingänge zum englischen Kanal mit Stahl- netzen versperrt haben. Trotz dieser Hindernisse ist es den deuffchrn Unterseebooten also dennoch gelungen, rn die zwischen Frankreich und der südenglischen Küste sich streckende Wasserstraße einzudringen und ihre Opfer fill) zu erküren. Trotz aller englischen Auslugpoften Pt ferner ein Unterseeboot zum Arreitcn Mvile «genau nach Monatsfrist bis zur Themsemündung vorgegongen und hat dort gerade einen mit der Bewachung der Muß- mündung. betrautes Dampfer zur Strecke gebracht. In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar hatte, wie erinnerlich fein dürfte, ein deutsches Unterseeboot eben­falls einen englischen armierten Bewachuugsdampfer, sowie drei englische und einen belgischen, «Bcwachungs- zwecken dienenden Fischdampfer versenkt. Ein weiterer Zusatz bestätigt die Vermutung, «die wir bereits seiner­zeit aussprachen, daß es sich bei dem am 8. Februar an der kileinasiatifchcn Küste versenkten französischen Kriegs­schiff um einen Irrtum des llnterseebootskominaNdan- ten hmrdelt. Nicht das schon zweimal, vorher büschädigte Linienschiff ,)Suf«fren" wurde torpediert, sondern der 'von der französischen Marineleitung gemeldete, 4800 Tonnen große PanzerkreuzerAdmiral Charner". aus dam Jahre 1893 stam,tuend und mit zwei 19.4-, sechs 34,0-, vier 6,5- und vier 4,7-Zentimeter-Geschützen .armiert. Dessenungeachtet haben wir allen Anlaß un- irre Befriedigung, namentlich in Hinsiclst auf die neuesten Taten unserer Unterseeboote, «auszUsprechen. In denselben Tagen, da wir in energischster -Weife Frankreich zu Lande angreifen, fügen wir auch seiner Flotte mehrfache, schmerzlich? Verluste zu! . . .

Zeichnet die vierte Kriegsanleihe!

Das deutsche Heer und das deutsche Volk haben eine Zeit gewaltiger Leistungen hinter sich. Die Waffen auS Stahl und die silbernen Kugeln haben das Ihre getan, dem Wahn der Feinde, daß Deutsch­land vernichtet werden könne, ein Ende zu be­reite». Auch der englische Aushuugerungsplan ist ge­scheitert. Iw zwanzigsten Krie«smonat sehen die Gegner ihre Wunsche in nebelhafte Ferne entrückt. Ihre letzte Hoffnung ist noch die Z e i t; sie glauben, daß die deutschen Finanzen nicht so lange standhalten wer­den wie die Vermögen Englands, Frankreichs und Rußlands. Das Ergebnis der vierten deutschen Kriegs­anleihe muß und wird ihnen die richtige Antwort geben.

Jede der drei ersten Kriegsanleihen war ein Triumph des Deutschen Reiches, eine schwere Ent­täuschung der Feinde. Jetzt gilt cs aufs neue, gegen die Lüge von der Erschöpfung und 5triegsmüdigkeit Deutschlands mit wirksamer Waffe anzngchcn. So wie der Krieger im Felde sein Leben an die Verteidigung des Vaterlandes setzt, so muß der Bürger zu Hause sein Erspartes dem Reich darbringcn, um die Fortsetzung des Krieges bis zum siegreichen Ende zu ermöglichen. Die vierte deut­sche Kriegsanleihe, die laut Bekanntmachung des Rcichs- bank-Dircktoriums soeben zur Zeichnung aufgelegt wird, muß

der große deutsche Frühjahrssieg

auf dem finanziellen Schlachtfeldc

werden. Bleibe keiner zurück! Auch der kleinste Betrag ist nützlich! Das Geld ist «nbe- dingt sicher und hochverzinslich angelegt.

Oie La-e im Westen.

Die Einnahme des Forts Douaumont.

Br. Haag, 1. Mörz. 7Eig. Drahtbericht. Zeris. Bln.) Daß die bisherigen französischen Meldungen, die den Anschein erwecken sollten, daß das Fort Douaumont veraltet sei und die Franzosen erneut in den Besitz der Panzerfeite

'gelangt seien, ünrichtig sind, geht aus einer Pariser Meldung des«Daily Chromcle" hervor, in der es heißt: Im Fort Douauwout hcit sich die Lage, seitdem es die Deut­schen besetzt halten, nicht geändert. Das Fort selbst ist durch die gewaltige Beschießung aus 42- und 60,5- Zenttmvter-M-ösern, denen es sechs Stunden lang ausge- setzt war, vollständig unbrauchbar geworden. Selbst als die größten Panzevkuppeln einstürzten, das elektrische Licht verlöschte, leistete die «Besatzung noch lange Widerstand. Erft nachdem sie dem Feind große Verluste zugefügt hatte und die Anzahl der ncch brauchbaren Geschütze zu gering ^wor­den war, um eine «Verteidigung fortzusetzen, wurde das Fort, Idas als Verteidigungspunkt gar keinen Wert mehr besaß, (von der Wesatzuntz geräumt.

Die neue Seite der Geschichte.

Eine zehnfache Schlacht bei Sedan. 1

Br. Berlin, 1. Marz. (Eig. Drahtbericht. Zenf«. Bln.) AuS dem Feuerkreife von Verdun berichtet ein Mitarbeiter desB. SC.", unter dem 27. Februar, cm welchem Tage er sich in Ormmont Ferme bei Hrrumo-nt befand: Es «ist eine neue Seite dar Geschichte hiev vormeiwen Nutzen aufgeschlagen: eli-ue zehnrache Vergrößerung des

Bildes lder Schlacht um Sedan. Nur ein Teil der Kämpfe um Berstum ist hier zu sehen, und doch ist auch dieser schon r t ü s «e n h a f >t an Ansdchmmg; Haute ist es tiefkotig hier überall; der Schnee hält nicht. Wir hoffe« auf trockene Tage. Ich spreche mit Truppen, die c-m 23. Februar die stark atusgebcrwte, weithm beherstschendr Höhe 344 erstürmt haben. Ms unf«re brave Artillerie die Höh- völlig Niederhalten konnte, gingM die Leuite los, in die buchfLMich starrenden Htndemrisse hinein. In diesenr AugEick kam furchtbares« Feuer aus 'den weit entfiernt flankiereniden Batterwen und letzte eilt Schachbrettmuster krepierender Granaten in daS Vocgelänlds. durch das unsere Braven dann mit imbelschreib- licher Todesverachtung dnrchstürmten, bis fie endlich droben tvaren. Das Wlerschlwerste kam .aber erst. Die Fnomzosew belegten die wlichtitze Höhe, deren Besitz auch über den des Landes beiiderseits entschied, derart mit kouzsirtmschem Feuer, daß die Unfevon Frei Tage lang wie auf einer Insel al>gc- schnttten aus harren« mußten. Von einem Hercmbrrutzen dar Feldküchen war natürlich keine Rede. Slber trotzdem schlugen diese Helden noch heftige Sturmangriffe ab und hielten auS, bis der ganze Streifen fest in unserem Besitze wai<

Alle Waggons für nrilitärisihe Zwecke ^ benötigt.

W. T.-B. Paris, 29. Febr. (Nichtamtlich. Drahtbericht.s Echo de Paris" enthält folgende Mitteiliuna: Infolge von militärischen Notwendigkeiten und wegen Unter- lwechumg der Schiffahrt westden für gewisse Zeit Waggons nur für sehr beschränkte Zeit lim BMhälmis zw den Beldüff- Nlffcn des Handels zur VerfLgang gestellt werden können Das Publikum «wird verstehen, daß die Interessen der LandeS- verdeiditzung den S»nderinter«essen Vorgehen rmd mit patrig» tischer Encksaaurbg neue Qpftr bringen!.

Briauv h«1t die 8«ge für gut.

Der begonnene französische Gegenstosi.

W. T.-B. Paris, 1. März. (Nichtonttlich.)Fitzaro'' schreibt: Miriilsterpräsidcnt Briand vrffchien Mmrtegabend in den WaiHeltzängem der Kamnrer uM erklärte, die L«ge sei gut. Die Truppen seien von Eifer bef-eelü ^Starke Reserven seien bereit, den stärksten Stoß auszuhalten.

Die ZeÄungen geben übereinstiimmend an, der franzö­sische Gegenstoß halte alni 28. Februar begonnen und werde mit vollen: Erfolge durchtzeführt. Die Deutschen hätterr keimen schll brriit mehr Böden gewomrem^

Ter fchon einsetzende Druck auch vsrn Osten-

Sr. Berlin, . 1. März. (Eig. Dwhttzericht. Zenf. Bin.) Karl Rssner, tev Ver-ickterffaiter «desL.-A. , schreivt aus dom Großen Hariptquartrer vorn 29. Fe, bruar: Die gesäurte Linie ist in den letzten Tagen nvchir und mehr in den Bereich «der u r s p r ü n g li ch aus deiin Norden vorbrechenden Schlacht mitoingetreten, so daß schon jetzt der Druck auch von N o r d o st e n und Osten zu werterem Terrain gewinn führte. Die AuAgiangslinie unserer Stellunq liegt nun auch hier bis südlich Marcheville hinter unseren v«rdrmgen- den Truppen. Wir haben den Radius des östlich der .Vi«aas liegenden Halbkreises um die Festung auch hier verkürzt. Disses Dcvdrmgen hat uns rnzwffchen auch zu Herren des cmsqvsobnten, etwa 1 Kilometer fud- sich von Etain liegenden Bois d'.Hennemont remacht, in dem: uns u. a. «ccks dchsirders wertv«o«c Beute mehrere Gesch'.«tze schwersten Katibers in die Hände fielen. Auch über d»s Bois iMsmwmont «hinaus Mwm wir uns rn b r eff-tzer Lmie lnchrfach-an tten