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Montag, 28. Februar, morgens.
Sonder -5lu§gabe.
1916.
Bis jetzt , 5000 unverwundete Gefangene an der Maas!
Champ-Neuville. die Cote de Talou und die Befe^igungb.i von Hardaumoni flenrnnmen. Rüstiges Fortfehreit n unseres Angriffs in der Woev^e-Cbene. Vergebliche Wieder- erobcrui <rversuche gegenüber Douaumont
Oer Tagesbericht vom 27. Februar.
W T B. (8 r o R e 6 Hauptquartier, 27 ftebi (Amtlich.)
Westkicher Kriegsschauplatz.
An verschiedenen Stellen der Front spielten sich I r d h a f t r r k Artillerie, und M i n e n k ä m p f e ab Südöstlich von Hpern wurde ein e n n 1 1 i rf) c r Angriff abqeschIaften.
Aus den Höben recht» der Maas versuchten die Franzosen in s ü n s m a l wiederholten Anftrifsen mit frisch beranaetülirten Truppen ^ie P a n z c r s e st e Douaumon! zurückznerobern. Sie wurden b l u t i n ab gewiesen Westlich der Feste nahmen unsere Truppen nunmehr C h a m p - R e u v > l I e, dir <^o t r d e Talou und kämpften sich bis nahe an den Südrand des Waldck- nordöstlich von B r a s vor. Östlich der Feste erstürmten e die a u S ft r d e b n t e n Besestigungs a n > a ft e n von H a r d a u m -> n t. In der W v e v r e (5 b e n c schreitet die deutsche Front kampsend nefteu den Fast der CvteS Lnrraineo r ü st i ft vor. Soweit Meldungen vvrliraen. betrögt >e Zahl der unser w u a d e t e n Gefangenen setzt st l 5 st 0 0.
In kl > ander n wiederholten unsere Flugzeug arsch loader ihre Annrisie v"s feindliche Trnn p e n l a ft e r Fn Metz wurden durch Bombennn ' feindlicher FIie«er 8 flivilverlonen und 7 doten verletzt oder qetötet. rinifte Hänier wurd> beschädigt. Fm L » f t f n m o ! und durch unsere Ah wrhrfteschütze wurde je ein c anzösikches F I u a zeug im Bereiche der Festung a b g e i ch n l k e »: die Insassen, darunter 2 Hauutlente, sind g e i a n g e n ge nommen
Östlicher und Balkankriegsfctzauplatz.
Keine Ereignisse von brsor r Bedeutung.
!Ü ste Heeresleitung.
Die hauvtsta^t Awoni^ns von unseren Bundesgenossen besetzt.
WT-ß Wien. 27. Febr. sAmtlich.) Heute morgen hoben unsere Truppen iurayo genommen.
Keine freiwillige Räumung Durazzo; durch die Italiener.
Gr^ ,;e itolienifche Verluste an der Hochfläche von Dobcrdo. Eroberung Durazzos.
Hsterreichisch-u. cher Tagesbericht.
IV D B. Wien, 27. Füll.. (Nichtamtlich.) Amtlich
verlautet vom 27. Februar, mittags:
Russischer Kriegsschauplatz.
Keiue bcsondrrrn Ereignisie.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Borgrstern kam es an der kü st e n l ä nd isch en Front, van lrbhnstem Artillrriefeuer abgesehen, an wehrrren Stellen auch zu l, e s t i g e n k inen In- santeriekämpsen. Dar Tagesanbruch machten bteUungen von der Besatzung drS Görzer Brücken. kvpfS einen Ausfall bei Povma, überraschten dev schlafenden Feind, schütteten rrnen Graben zu mit brachten 46 Gefangene zurück. Am Rande der
Hochfläche von Doberdo ging nach starker Artillerie- lorbrreitiing feindliche Jufanterle gegen unsere Stell lim oen beiderseits des M o n t e San Michele und östlich Äzzo vor. Die Italiener wurde» unter ft roste» blntiftkn Verlusten abgewirsen und liefen überdies 1 2 7 Gerangene, darunter B Ofkiz > c r e, in unseren Händen. !)er gkstristt Tug verlies rnnrgcr. ?arvis erhielt wieder einige Granaten.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Heute morgen haben unsere !rappen Durazzo in 'besitz genommen. Schon gestern vormittaj, war eine unserer Kolonnen <m Feuer der italienischen -chisssgcschuve über du nördliche Landenge vorgedrungen. Sie gelanflte t a g s ü b c r bis Vorto, sechs Kilometer nördlich Durazzo Die über sie südlichen l? n g r n eiitiaiidtcu Truppe« wurden anfangs durch dir seindliäje LchisiSartilleric in ihrer Vorrückung gehindert, jedoch gelang es zahl reichen Abteilungen, b a ü r n d, schwimmend und aus Flöhen bis abends die Brücke östlich von Durazzo zu gewinnen und die dortigen italienischen Nachhuten zu w r r s e n Br, Morgengrauen ist eines unserer Bataillone in die brennende Stadt cm-
gedrungen.
Der Stellvertreter des ChetS de4 Generalstabs v. Höier. Feldmarichallentnant.
Das Eingeständnis des natürlich „planmäßigen" Rückzugs durch die italienische Telegraphenagentur.
W.T.-B. Bern, 26. Fwr. (Nichtamtlich.) Die , Agentur Stefani" verbreitet eine Mitteilung über die Beendigung der Zurückziehung der s e r b i s ch e n, montenegrinischen und albanischen Truppen und sagt tunter: Ta mit der Abreise der albanischen Regierung von Durazzo die Räumungsarbeitcn beendigt waren, trat die dorthin gesandte Brigade gcmäst dem vereinbarten Plan den Rückzug an. Die Einschiffung ging unter dem Schutze der itglienischen Schisse glatt von statten. ____________
Jur Erstürmung von Douaumont.
Sr. Berlin, 27. ^fyc. (Tilg. Dvcch-tdericht. Zeus. Bln.)
Der Berichterstatter deS „L.-A", RoSner, meldet aus dem Großen Hauptquartier vom 28. Febr.: Wieder hat eine neu aufspringende Well- drS AngriffLkamvfes, den wir feit dem 21. 8' "’t. in drm Gelände nördlich von Berdnn führen, eine oanze Reihe feindlicher Stellungen in r eeitem Zuge überflutet und in unseren Besitz ge- bracht. Brandenburger habe« tu prachtvolle« Sturme
tic ch dem Süden vorqestoßen und daS Fort Dostabt»
m ' -! deutsche Hand gebracht. Dieser glänzenden Waffe«» ta ,i»;»rer Sturmtruppen war die nicht minder rühmens» w.cn Arbeit unserer Artillerie vorairSgegangen. Die Panzerfeste Douaumont lag schon seit Donnerstag in Trümmern. Bier Schüsse unserer schweren Geschütze waren auf sie abgrfeucrt worden. Ein jeder dieser Schütze war als ein Einschlag in das Fernziel gegangen. Erploiione« im Innern der stolzen Pkeilerwehr waren den Eins chlägeu gefolgt, und was alle Befestigungskunst Frankreichs in zeh» Fricdensjahren und tV-, Fahren dieses Krieges mit allen Mitteln der Festungskünst ausgeführ« hatte, lag oon de« deutschen Tatkraft und Zähigkeit dahingestreckt. Nun ist das Fort in unserer Hand sowie die östlich in der gleichem Höbe hinziehenden Plätze T i e p p e und Fromezetz. Die Tiefe unseres Borstotzes in das während dieses ganze« Srellungstrieges von unseren Gegnern gehaltene Gebiet der Maas und nördlich von Berdun hat damit aus unserer ursprünglichen Stellung zwischen Consenvoies und Azanne« geniesten in den bisherigen fünf Tagen des Kampfes rund acht Kilometer erreicht. Aber auch weiter noch nach Süden und S ü d o st e n machen sich die Folgen diese« .Raumgewinnes ,u unseren Gunsten bemerkbar. Der Wider, stand unserer vlegner in deu- von ihnen gehaltenen Teilen der Wuevroebene zerbrach und unsere nachftürmenden Truppen konnten bis Mnrch^ville festen Fuß fasten. Ich habe in diesen Tagen Männer gesehen, deren Augen leuchtend waren, so wie unserer aller Augen in den Augusttagen 1914 geleuchtet haben. Die Flamme, die damals in iedew Deutschen rannte, glühte in dem Herzen jedes einzelnen MauneS, dem es vergönn» ist, in diesen „ach vorn drängenden Kämpfe« sich selbst für unsere Zukunft einzuseöen.
«Z Kilometer Tiefe des bisherigen VorstosteS.
Er. Berlin. 27 Fedr (©iß. DmchtlbeLicht Zeus- Bln.) Der Beilchteistatter der »Botz Ztig.", Dr. M!ax OStwn, nteföet ooni dem westlichen Kriegsschauplatz: Der Forkgcm-g der
Kämpfe öftliist der Maas, im Vm-gelände »<m Vestdum. haben den deniltscheu Vorstoß abermals um ein beträcht» lickes Stück vorwärts gebrncktz Gestern mittag stcmd ich bei fsuernldeu Batterien, die aus eine Höhe ,'üldivestlich von Louvemonit särossen, uw sie stivrinreis zu mnchen. Bereits niachinitttags ivarem di« StellnnMN <ruf dies,er Höhe sowie der Hang vou deu Dvilvvsn genommen. Es folgte die Erobreaiiny des Ortes Smrtwnranit und der befestligten Höh« Mich davon, bis zu dem nesten Stützpunkt B, z o n v a u x. Am Abend war dte großawtiM Wasstaitcrt brandenburgisscher Trupp«« istre ©rsturmi.ng de? F-mts Donniuwonit. Die steil «rf» steigenlde. fast 400 Meter messend« Höhe, die di«se« Preiler der grosteu Front von Verdun träft», beherrrscht in u«i°!em Umkoeüz -das Gelättde Sie hat schon in den Kämpfen des Krieges ton 1870 eine Rolle gespielt. Ihr Besitz war darum von besonderer Bedeutung, weil sie umfer« neugewonnenen Positionen weiter nördlich überrMe und tn Feirtdeslia>rd beldroht hätte, ©in Stützpunkt erster Klasse ist nun in unseren Besitz gelariftt. Der gesiamto Rcrumifticsvinn beträgt von Vill« Devanit, Chaulmont-Douau- mon» gemessen vsichlich acht Kilometer Tiefe. Di- französische Presie beginn» bereits, öhvem alten BeschSnigumpS. gewohnheiten folgend, den Wert der grotzen Festung Verdun herabznmi ndern cldsr gartz in Fange gu stellen.
Die Bedentirng Doustumonts.
Die ungeheuren Schwierigkeiten der Angriff» Vorbereitungen.
Die Gefangenen über die migehcitre Wirkung unserer schweren Artillerie.
VT. T.-B. Bqrlin, 27. Feste. (NichtcrmMch) Der Kriegs» beriäterstatter des Lserl. TM." meldet aus dem Großen Hauptquartier unter dem 26. Februar: Gestern nachnrittag habeu bror.denburgische Truppen das stärkste, ganz mrdern« Fort Douaumont der großen Lagerfestung Verdun erstürmt. Ebenso wie d»e s ro n zö s i sch e n Mikitä rsch rift» steiler Verdun als ihre st est an gelegt e und un<in« nehmbar ste Festuing bezeichnet haben, wird man wahr, scheinlich dieser Tag« lesen können, daß Veckdun veraltet und von geringer Wedeutumg ist. Das Werk Douaumont wurde als st 8 r kst e'r Tüll der Festung selbst bervertet. Da« Fort brSdet durch sein« Lag« tatsächlich den Eckpfeiler der ganzen Nvrdfrvnt und ist vom Miittelpunkt der Stadt Verdun gerade eine deutsche Meile entfernt, ©r stcht aus dem höchsten PunLt eines nordöstlich streichenden fljPfo iffije, der sich dort st« i: jast 200 Küeter über sei«« Ua-
