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----- ~ Jahrgang.

Montag, 28. Zrbruar 1916.

weitere Fortschritte an der Maar.

Ein erfolgreicher deutscher Angriff in der Champagne.

26 Offiziere. 1669 Franzosen in der Champagne gefangen.

Vergebliche Angriffe auf unsere Douaumont- und Hardaumont-Stellungen.

Die Maashalbinsel von ChamP-Neuvrlle gesäubert. Weiteres Vordingen auch m der Woevre-Ebene.

Der Tagesbericht vom 28. Zebruar.

W.T.-B. Grosses Hauptquartier, 28. Febr. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Artillcriekämpfe erreichten vielfach grosse Heftigkeit. An der Front nördlich von Arras herrschte fortgesetzt lebhafte M in c n tätigkeit; wir zerstörten durch Sprengung etwa 40 Meter der feind­lichen Stellung. .

In der Champagne schritten nach wirksamer Feuervorbercrtung.unsere Truppen zum An- nriff beiderseits der Straße Somme-Py° S o u a i n. Sic eroberte« das Gehöft A n v a r i n und beiderseits davon die französische Stellung in einer Ausdehnung von über 1600 Metern und machten 26 Offiziere, 1009 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 9 Maschinengewehre und einen Mmenwerfer.

Im Gebiet von Verdun erschöpften sich wiederum r"u e herangesührte feindliche Masten in vergeb­lichen Angriffs versuchen gegen unsere Stellungen in und bei der Feste Douaumont sowie auf dem Hardaumont. Unsererseits wurde die Maashalbiusel von Ch a mp -Neuv ill e vom Feinde gesäubert. Wir schoben unsere Linie in Rich- tung auf Vacherauville und Bras weiter vor. In der W o e v r c wurde der Fuß der Cote de Lorraine von Osten her an mehreren Stellen erreicht. Östlicher und Balkankriegsschauplatz. Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

mant seit mehr als anderthalb Jahnentäglich vor f^ haben, von seinen charakteristischen Umrissen Mch^ S EEN. Schon am 23. Febr. hatten unsW Truppen das sogenannte Auge der Festung erstürmt, vie ubeMgeme Höhe 344, von der aus man nach der rm trez &*$&£**? Höhen der Eöte elingeschnittenen DiaaStale sehr gedeckt lieg den Stadt Ansicht hat. (Zeus. Bln.)

W. Sch euer mann, Kriegsberichterstatter.

Der ernste Eindruck in Paris.

Basel, 28. Febr. (Jens. Mn.) Ans Paris wird dem ..Corriere della Sera" gemeldet, der allgemeineEindruck^der Vsvdunkäm'pse sei sehr ernst. Dre fvomzösstchsn Bllttt r beklagtem 6ch über ungenügende ^ nsor Nationen, deren Einsilbigkeit verschiedenartig ausgelegt werden koun^ Man zerbreche sick vergebens den Kops, ob d:e Deich chen otz ans Verdun himz>el,en oder gar aus Paris, wm dort dm Frieden zu diktieren, oder aus die Zerstörung der ganzen französischen Armee. Der Fall Verduns Ware seden- falls von großer moralischer Wirkung, wuÄ>e ckber so sucht man sich schließlich zu beruhigen — kei-ne Enitscheidung

LriNlgen.

Oie Lage im Westen.

Die Erstürmung des „Lowtschen" von Verdun.

(Telegramm unseres Kriegsberichterstatter?.)

Großes Haupt,uartier, 26. Febr. Unser Vorgehen an der Maas kennzeichnst sich durch die Tatsache, daß an drei uuf- eittanderfoligenden Tagen drei der wie natürliche «verr- riegel in etwa südwestlicher Richtung gegeii das östliche Mnasufer vorstoßenden Ausläufer der Cöte van uns gkatt ge­nommen wurden. Schon der 2t., der Tag des Angriffsbe­ginnes, brachte uns in den Besitz des Haumont-Waioes, dar fast ohne Verluste gencmrmen wurde, obivohl er zwei un» geheuer ausgebildete Stellungen enthielt. 2km 22. wurde der noch in den Händen des Feinds befindliche Südausgang des Dorfes Haumont vm, den Franzosen gesäubert, die so^nannt« namenlose Schlucht und der EaUres-Wald erobert. Der ^3., der uns in den Besitz 'der Linie Brabant-Sam o gn e iu x Beamte, führte zuw Erobvnrng ber Hö^>e 344, yodfyl c*ct stairis.en je in einem Kriege beLwnten Stellungen. Die^ hier am Nachmittag einschetzten chouzässschen Getzermn«rrffe okeben erfolglos. Rrchdem am falgenden Tage die Cotelette». Mühle und Louvemont genommen i^erden waren, er­füllte sah über Erwarten stl.nell das Schicksal des Douau- mont, des gewaltig überwageriden, von modernsten Tastionen starrenden Forts, das schon gestern abend im unseren Händen mm:. Dumpfer, erdbeben-artiger Geschütz­donner während der ganzen heutigen Nacht zeigte an, daß sthnisre deutsche Artillerie ihr Machtwort spricht.

Die gestern rm Sturme genommene Bergfeste des Douuu- mont ist unseren .Kriegern schon im August 1014 beim Vounarsch zu Gesicht gekommen. Sie galt als die gegen Norden gereckte gepanzerte Faust Verduns und überragte aus einem fast 400 höhen, nach Osten sehr steil abfallenden Berge qelez^n, die Woevre-Ebene, in deren langmonatigem StelkingSkampfe der „Lowtschen" von Verdun mit seinen schweren, weittragenden Geschützen oft seine gewichtige Stimme hat ertönen lassen. Nun ist der aus mehr als einem Dutzend modern st er Stahlbast io nen^ bestehende Trutzgürtcl des beherrschenden Gipfels nach verhältmiismätzig kurzer Besitzretzmig von 'den kühnen Brandenburgern erstürmt worden» -und eMchgeitig haben die Truppen, die den Douall-

Die fieberhafte Spannung der Pariser.

Frankreichs Militärkritiker in Verlegenheit gebracht.

Br. Genf, 28. Febr. (Erg. Droh tbwicht. Jens. W-rch Die militärischen Ereignisse waren das A>cnra aü« aestern nachmittag stattpesundenen Unterradungen m den Pariser politischen,Kreisen. snl Senat nnd Kammer fanden sich Deputierte zusammen, um ihre Eindrücke auszutanschen. Drc wrderiprechendsten Ge- rächte Maren im Umlauf, die Stmimung war fioberbaft. Die MrÄich mit einer Mission m dem Gebiet von Ver­dun beauftragten Abigeordneten wurden b®« jb«n .stollegen mit Fragen bestürmt, ^.m Palais Bourbon diänats man sich um Vrrand imd Gollretu, um Näheres über den Verlaus der Schlacht zu erfahren. Etwas später trat der Heeresausschutz zusam.men, wo den Ausschutzniitgliedern präzisere Auskurftte.über di, letzten Operationen gegeben wurden. Zaihlverche, dem Ausschuß nicht angehörige Deputierte warteten mrt Spannung den Ausgang der -Litzimg ab. lveuerai Gallieni bestätigte im allgemeinen den Eindruck, Daß

die Lage nicht beunruhigend, aber ernst sei.

Br. Gens, 28. Febr. l.Eig., Drahtbenicht. Zeus. Mn.) der Stunde, da du: Wlüvdraunig der K<rmp>fe rm Nvr- den Verduns von dm Pariser Militarkritckern ge- schrieben wurde, hielten diese noch an der Überzeugung fest, daß es Generäl Humbert gelingen werde, das zwt- scheniSoimognieux uNidBsmmiont, deuiHauptterldes gesam- t^nSchlachtgÄtetes, gelegene 344 Meter hohePlateau zu behaupten/ Mehrfach wurde hierbei daraus hinge- Wielen, daß die Verteidigung dich es Plateauo durch Winks,anreS Eingreften des Forts Douaumont ab- solut gesichert sti. Nack dieser Feitstellung der Pawser Fachpresse wird es für sie schwer halten, den inzwischen | cingetretenen Fall des Forts Dormuimont als lokale^

I Mißgeschick hinzustellen.

Wie Frankreich über Verdun getröstet wird.

Br. Genf, 28. Febr. Zvnf. Bln.) General Berchaut hält im „Petit Jounmal" eine längere Fortdawer der Scklacht für Mw«rmöild.M) und begründet dies mÄ den von beiidcu Gegnern getroffenen umfassenden Vorbereitungen. Seine Ausführumgen schließen mit den Worten: Die Festung Verdun besitzt als solidestes und widerstandsfa'higstes Boll­werk d-c Tapferkeit der französischen SoÄatcn. — General Verrwux versucht die Leser des „Oeuvre" damit zu beruhigen, daß er ausführr, zwilchen den von 'den Deuffchen angegriffenen Linken nnd der F e st ui n g Verdun lagen noch 15 Kilmneter Gelände, die von den Franzosen während der 18 Kriegsnionate unaufhörlich befestigt worden seien. Ter Militärkritiker des „Radical". OLersileulnant Prrs, hofft, daß die stanzösische Heeresleituna von den Absichten der Deutschen rechtzeitig Kenntnis und Zeit gefunden hatten, Rsserven bereitznstellon, um der schwierigen Lage die Stirn bieten zw können.

band geben Verdun leichten Herzens aus ^

Verlust der Festung werde den Kckeg

Fachblattac sagen, dies s» wohl m strabes^er Rayumg ZA, aber man müsse mit der

rechnen, die um so kräftiger fein Este, tuetld^ Kweg nver mützig lange 'dauere und das fronzdiffche Volk zud«n acht an Niederlagen gewöhnt so:.

Die Franzosen leugnen weiter.

Was „Reuter" aus Paris meldet.

B F . Rotterdam. 28. » Wteift M

mitt ) Reute''" melbet aus Paris: Das franÄjßjt sche Hauptquartier bestreitet ^ P«» Eroberung des Forts Douaumont btxä)

Truwen. Das Fort habe übrigens auch. nicht dre W i ch t ig k e i t, bie das deutsche §Eptgvortrer ihm z - Itelc fa ««tot!Iter K"-z^p »r iJlaiiert wo-d-n. io daß ft* *ott ke i n Z E

keine Infanterie befand. Weiter bestreitet bas Haupt cSarfe die Angabe, daß die TmüschmlOMOGe- fange ne gemacht haben; die wEche Zahl sei nur habb so groß. In der Woevre-Ebene fet bie 3«* rücknchme der französischen Truppen o h erfolgt. Nördlich Verduns verstärkten dre Franschen heute imcht ifotttpci^rcvtib iSteuuugeu.

Der amtliche französische Bericht.

W.T.-B. Paris, 28. Führ. (Nichtamtlich.) 11 Uhr a^wS: Im Ävtois Minenkampf. Wir kammorn in die Luft fliegen, dre eine wFichder Swatze Lille nnd d»e zwöste östlich von Neuwlle-Sü Boost einaw

vom Feiulde besetzten Laufgraben. In der T ha m Pag ne wichen wir einen Gegenangriff auf d«: von Es a- obevten VorspvulM südlich von Sie. Mane^-Pv voll'^w ^ Die Gefamtzcchl der von uns m diewn KälrMen gEchwn Gefangenen b-lünft sich auf 340,

und 36 UnteroffiM« beftüden. 3 ettton:n£fen« auf d-« deukschen Werke nördlich von Ville-twr-Tourbe und in der

Gegend des Mont Tätu. . ^

In der Gegend nördlich von Verdun datnert d«Z Vom- bardement ohne Unterbrechung östlich und westlich «r Maas an. Auf die Angriffe de? Feindes antworkewn nüsere Truppen mit kräftig ausgeführten G egen an griff en mff die verschiedenen angegriffenen Pwntte unser er Fmmw Alle neuen Versuch: der Deutschen ln der Gegend von Champ- Neuville-Poivre, wo wir uns fest eingerichtet haben, wurden abgewiesen. Gm erbitterter Kampf ward um ^rs Fori Douaumont, das ein vorgeschoben« des B- fest^wmgswwkes des Platzes Verdun stt. gefüh rt D -e b ^we morgen vom Feimde nach mehreren ft«Mchen An­stürmen, die ihn sehr höhe Verluste kosteten, genommeme Stellung wurde von neuem von unseren Druppen, die durch keine Angöiffsvwsuche »um AMÜ^Ächen g^ht ww- dm: konnten, erreicht und Übaqchr-Ae«. Nord«, von St Mthi el beschoß unsere ArttlleE ^dre setEuhe» Schuppen und Depots bei AiynenckleS. Die De:chchen sch>tstm mehrere grvßkakilwige Granaten m den Rrchbu-naen von Lunev-ille und Ranzig. Heute schoß m der G^d von Verdun der Wsutant Navarre von etira FluWeug mit einem Sitzplatz aus mit MascymenMvehrfeuer Kver dsuffche Flugzeuge üb, wodurch sich die W te Piloten ob geschossenen Flugzeuge auf ffi«f liehen Flugapparate fieüen in _ unsere L«!w r tuder . Zwe:

Flieger wurden getötet, die °

fangenen gemacht. Am Buchen Tage warf ei^ unstnm: aus neun K a m p f f l u g z e u g e n Mammen^K^ . ^ schwader 104 Bomben auf den Dahnhrf von Metz°S«blon. Ein anderes Geschwader bombardreuie dre reindsichen Betriebe von Champlay. nordwestlich von Pant-L-Mousson.

Eine Schlacht ohne Beispiel in dev Kriegs­geschichte.

Berlin, 28. Febr. (Zent. Bln.) Der Kriegsberichterstatter der „Bost. Ztg.", Ällax Osborn, schreibt zu dem Ringen um die alte Kampf- u nd B lu tstr a ß e der Maas: Anderthalb Jahre lagen die Heere der beiden Völker, die hier schon vor tausend Jahren um den ersten Platz im neuen Europa gangen, sich zu beiden Seiten des Flusses gegenüber. Der Stillstand von zwei Wintern und einem Sommer ist gebrochen. Es ist eine Schlackst, deren Form o h n e B o r- gang und Beispiel in der Kriegsgeschichte fft. Daß die Unseren unter beispiellosen Sckrtvierigkäiten in funs Tagen chven Vorstoß in ansehnlicher Breite _um acht Kilo­meter vorwärts 'tragen komtten, ist die erstaunlichste und dcnkivüMgsle Waffentat, deren eine Armee sich rühmeri darf.

Frankreich banqt bereits vor der moralischen ^ Wirkung.

Br. Genf, 28. Febr. (Erg. DrahDericht. ,Z-ns. Bln.) „Guerre Mostdrale" schreibt: Manche Stimmen im Viewer-

Tie Unzufriedenheit mit der sranzö,rschen Berichterstattung.

Br Genf, 28. Febr. (Eig. Dnahtbepickst. Jens. Mn.) Oberst Raus sei fordert im „Petit Pardsien ge- nauere Tagesberichte. Das P^krm, ^ bas mit größerer Besorgnis die Tage des gÄvalttzgcn Rm- c-ens^ersckae, sei nicht nrchr be.fr«dlpt durch die labom- ichen Auskünfte der. Heeresleitung,^ die allen mög­lich e u P o m u t u tt <j e n Platz lasse. Man müsse em- aestehen, daß die Rü ckwärtsb ew egung ber sran- zöstschen Truppen Mischen der ersten Bimter^ung unld der zuletzt gezogenen mehrere KilEeter ^ lang ist. Falls das Rückzugsmanover durch .uMtarrsche Nücksichten bedingt sei, sei es v'°n Interest-, den Gr und mitzuteilen. Geschah aber die unter feindlichem Druck, so besitze das Mut genug, dies ohne Erschrecken zu erftchren. Man dürfe sich keine Illusionen machen, di« Schlacht werde schwer und lang sein.

Die englische Presse sicht bereits den Fall der Festung - voraus.

Br Rotterdam, 26. Febr. (Eig. DrMbericht- Jens- Mn) Die Meldungen der cnMchen Presse von der Westfront sind durchweg vefsimrsti sch f»r die Frau - zasen. Die „Times" schreibt, ganz F«oMsrch erwarte mit äußerster Spannung den AnSgMg