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Verlag Laugsaffe 21

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Wittes«: lür die Morgen-Ausg. bis S Ubr n<nsmmag.. _

iirt dieAuinahme eon Anzeigen an vorqeichriebenen iagen und Plätzen wird keine Gewahr übernommen.

Nr. 95. . 64. Jahrgang.

Der Krieg.

Die Hafenanlagen von Durazzo unter Gefchützfeuer.

Österreichisch-ungarischer Tagesbericht.

W.r.-L. Wie», 25. Fsbr. (Nichtamtlich. Draht- bencht.) Amtlich verlautet vom 25. Februar, mittags.

Russischer Kriegsschauplatz.

Stellenweise Geschützkämpfe.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unsere Truppen in Albanien haben gestern die tags° euvor östlich und südöstlich von Durazzo ge>chlageuen Italiener in scharfer Verfolgung auf dre Land­zunge westlich der Durs-Teiclfc zurückgetrreben. Die Hafcnanlagcn von Turazzo liegen im Feuer unserer Geschütze. Die E i n s ch if f u n g von Mannschaften und Kricgsgerät wird erfolgreich gestört. .Das _ Auftreten einiger italienischer Kriegsschiffe bleibt ohne Einfluß auf den Gang der Ereignisse. W>r nahmen in diesen Kämpfen bisher 11 italienische Offt- ziere und über 700 Mann gefangen und erbeuteten 5 Geschütze und 1 Maschinengewehr.

Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs: v. Höser, Feldmarschallcutnaut.

Vor öer Verschärfung des Anterseebootskrieges.

O Berlin, 24. Februar.

Die österreichisch-ungarische Regierung hat den 29. Februar als den Tag bezeichnet, von den: an die ver­schärfte Unlerseeboots-kriegfithrung in Kraft treten toll. Österreich-Ungarn hält in dieser-Frage auf dersel­ben Linie mit uns. Deutscherseits „ist keine 8# bestiimrmmg mitgeteilt worden, wir können also mcht wissen, ob die neue Form der Behandlung feindlicher Handelsschiffe ebenfalls mit dem nächsten Monat ent­setzen toll. Dagegen ist die Nachricht für unzutreffend erklärt worden, wonach die Wiederaufnahnre des Unter- seedootskrieges bis zuni April verschoben fein 'oll. Anscheinend beruhte diese falsche Angabe auf einer Be­mühung des Washingtoner Staatsdepartements, solche Fristverlängerung in den Verhandlungen mit dem Grafen Bcrnstvrff durchzufetzen. Haben wir also die Sicherheit, daß der gegenwärtige Schwebezustand nicht noch fünf Wochen tortdauem soll, so haben wir andererseits nicht die Gewißheit, daß er scholl in weni­gen Tagen zu Ende gehen wird. Inzwischen lehrt uns jode neue Kundgebung aus Washington, mag sie amtlichen oder halbamtlichen Ursprungs sein, daß Ame­rika alles daransetzt, uns hinzu halten. Dies ge­schieht mit einem Untertone von zunehmender Un sreundlichkeit und mit nirgends verhüllter Partei «üfirae für unsere Feinde. Aber da diese Hat tung im Einklänge mit dem bisherigen Ver­fahren des Washingtoner Staatsdepartements steht, so brauchen wir weder erstaunt noch übermäßig entrüstet zu^sein, und wir können unsere Nervenkraft für Auf­gaben Vorbehalten, die uns naher angehen als die Frage nach dem schreienden Widerspruch zwischen a in e- r i k a n i s ch e n M e n s ch I i ch k e i t s p h r a s c n und amerikanischem Handeln. Wie man dre Lage auch betrachtet, immer wird sie sich dahin zuspitzen, ab wir es darauf ankonunen lassen sollen, uns in den Ber­einigten Staaten einen neuen offenen Feind zu schaffen aber zur Vermeidung dieser Möglichkeit Z u g e- ftändnrsse zu machen, deren Vorteil ausschließ­lich den Engländern zugute käme. Diese Kern­frage ift heute dieselbe wie im Mai 1916, wo der ,.Lm'itania"-Fall den ersten schärferen Zusammenstoß zwischen uns und den Vereinigten Staaten brachte; sie bat im Laufe _ der Verhandlungen gelegentlich die Formen gewechselt, aber inhaltlich blieb sie und bleibt sie unverändert. Wir bekennen uns zu der Auffassung, daß es für die englische Politik hochwillkommen wäre, wenn der heutige Zustand beliebig lange fort­dauerte, daß es der englischen Negierung also nicht daran gelegen sein kann, Amerika in den Ring der uns feindlichen Mächte einzubeziehen. Kein Einwand kann den Tatbestand entkräften, daß ein „neutral" bleibendes Amerika durch seine Kriegslieferun- gen und dadurch, daß cs uns in der bisherigen Weise an der vollen Entfaltung nn-serer Seeftreit- kräfic zu hindern veriucht, dem Diervetbande mehr nützt, als wenn es uns den K r i c g erklärte. Welche Folgerungen daraus für die unsererseits zu fassenden Entschlüsse zu ziehen sind, das inuß felbstverftändlich unseren verantwortlichen Männern überlassen bleiben, ^pch MLsn wir. daß die nötrgen Folgerungen im

entscheidenden Augenblick werden gezogen werden, aber es ist andererseits zu verstehen, wenn die enfftwerlen vorhandene Nichtkenntnis der voraussichtlich schon ge­troffenen Cmtscheidung auf einen Teil der öffentlichen Meinung wirkt. Unabhängig von dem, was unsere Politik und die Leitung unserer Streitkräste zu Wasser und zu Lande Linnen kurzem ausfü'hren werden, also durchaus nicht mit der Absicht einer Einwirkung^ dw uns im Unterschiede von manchen Drängern und Trei­bern überflüssig dünkt, möchten wir jedoch sagen,. daß uns die Möglichkeit einer £eilnaf)me der Vereinigten Staaten am Weltkriege nicht gerade wahrscheinlich vor­kommt. Wir haben schon einmal „darauf hingÄmesen, daß die englisch-amerikanische Annäherung ihren letzten Grund in der Besorgnis der beiden Reiche vor japani­schen Übergriffen hat; wir haben darauf aufmerksam gemacht, daß sich zwischen Japan und Rußland Fäden anzufpinnen beginnen, die für die Bestrebungen so.M»hi Großbritanniens wie der Union an „den chinesischen Küsten ein gefährliches Netz werden könnten; wir be­obachten zugleich die Spuren eines Tt in s chw n n g s in der j a p a n i s ch e n Politik, der ivofern w i r nur wollten, ein wesentlich besseres Verhältnis zwischen uns und dem Lande der ausgehenden Sonne herbeizuführen vermöchte. Es ist nicht gilt vorstellbar, daß Herr Wilson, falls er feindliche Absichten gegen uns hat, unbesorgt an, die Wahrscheinlichkeit eines stärkeren japanischen Drängens denken könnte, das in dem Augenblick beginnen würde, wo die Union die Hände nicht mehr frei, hätte. , Wollten sich die Vereinigten Staaten gleichwohl in ein Abenteuer stürzen, so könnten wir sie ja nicht 'daran verhindern, aber wir meinen, daß wir die Folgen . um so k a I t» blütiger betrachten könnten, je weiter verzweigt die über den ganzen Erdball sich erstreckenden Beziehun­gen der Staaten in. Glimpf und Schimpf sind und iioch werden können. Feinde von gestern wenden vielleicht niorgen zwar iricht Freunde 'ein, aber gemeinsame Ziele auf parallele Wegen anstreben können. Dies im einzelnen auszusühren, müssen wir uns für den Augen­blick ^versagen, indessen möchten wir grundsätzlich be­tonen, daß neben dein Angedenteten noch vieles andere für die Vermutung spricht Amerika wolle'uns nur bluffen. Zujammenfassend sei nur noch dies gesagt: Wer das Für und Wider der von unseren leibenden Per­sonen zu treffenden Entscheidung erwägt, der verdient noch lange nicht den Vorwurf 'der Zaghaftigkeit, denn auch er ist gewiß f ü r die schärfste und r ü ckf i ch t s- loseste Ausnützung unserer Kriegsmöglichkeiten, ober er erwartet, daß die Frage nach dem Umfang der einzusetzenden Kräfte und riach ihrer zerschmetternden Wirksamkeit von den Fachmännern, die über die Kriegsnnittel verfügen, und lischt von leichtbeherzten Treibern beantwortet werde, die gar nicht in der Loge sind, sich die erforderliche Sachkenntnis zu verschaffen. Auch wir fordern die äußerste Kraftanspan­nung ohne Rücksicht auf daS amerikanische Drein reden, jedoch darf der Regierung nichts von ihrer Verantwortung genommen werden, die, wie wir früher einmals sagten und jetzt wiederholen, wohl eine schwere Last, jedock) auch eine große Ehre ist.

sofern Iber Anschaffungspreis für den einzelnen G-g^stlmd oder für mchoere gleichartige oder Zusammenhängende Gegen­stände 1M0 M. und darüber beträgt.

8 7. Die besondere »gab,/ witzd nur eühoben, wenn der nach d i ef e m G e s e tz festgOellte Vermögenszrlwaehs den

Betrag von 3 000 M. übersteigt.

tz 8. Vermögen, die den Gesamtwert von 6060 M. nicht übersteigen, unterliegen der besonderen Abgabe nicht.

Beträgt das Vermögen am Ende des Veranlagungszeu- ranms nicht mehr als 9000 M., so unterli^t der nach §7 abgabepflichtige BermögcmsznwachS nur 'motan. der blon­deren Abgabe, als durch ihn ein Dermcgensbetrag von 6000

Mark überschritten wird. .. , ... .. „ onnnn '

8 9. Die besondere Abgabe betragt: für die ersten 20 OM Mark des VevmögemszuwachseS 5 v. H-, für die nächstenan- aeiangenen oder vollen 30 MO M. 6 v. H., für dre nächsten angefangenen oder vollen 50 060 M 8 v. H-- für dre rurchsteir angefangcnen rder vollen IM MO M- 10 v. H., prr dre näch­sten angefangenen oder vollen 300000 M. W V^H„ ^e nächsten angefangenen oder vollen 500 000 M. 20 v. H., für

die weiteren Beträge 25 v. H. ^ . . e ..

8 10. Lat der Steuerpflichtige ein nach den §§11 bis 1J berechnetes Mchreinkommen gehabt, so wird von dem Ver­mögenszuwachs in Höhe dieses MehreinLommens da- N°e-- facke der im 8 9 bestiimnten Sätze echobcn. Unterliegt frer- irach der Vermögenszuwachs Mvm Teil dem einfachen, zum Teil dem zweifach'en Abgabensatz, so stnd dre doppelte Satze von den höheren Staifselboträgen zu berechrden. , ,

8 14 Als Jahreseinkommen vor dem Krieg wird ein Betrag vor? 10 OM >M. angenommen, wenn das vevanwrche steuerpflichtige Einkommreii niedriger war

8 15 Ms Kriegseinkommen gilt das Gesamt­ei nk o nr m e n, mit dem der Steuerpflichtige nach der letzten Frieden sveranlaguug (8 13) bei drei Msammenhangerchen Jahresveranlagungen zur Landesmnrommewsteuer veranlagt wovden ist öder veranlagt wird.

8 17. Bon dem nach § IS sich ergebenden GesamteinLom- men'ist auf Antrag a b z u s e tz e n das Einkommen, das nach­weislich als Mehreinnahme aus Geschäftsanteilen erner in­ländischen Gesellschaft mit beschränkter Hastnng herrührt. Die Absetzung ist a n S g e s ch l o f f e n, wenn bei Beginn des VeranlagungszeitraumS das Stammkapital der Ge)ellfchcht 1 Million Mark und darüber betragen hat, und wenn mehr als sechs Gesellschafter während des Veranlagnngszeitraums

vorhanden sind. , .. r ™

8 20. Die Pflicht zur Entrichtung der nach diasoln Ge­setz geschuDcten Slibgvbe entfällt nicht dadurch, daß ein Steuerpflichtiger vor dem 1. Januar 1917 seinen inlanÄi)chen Wohnsitz oder Aufenthalt omfgibt. (Forts, fotgt.)

Die Uriegrvermögenrzuwachrfteller.

Steuerpflicht der Einzelpersonen.

Die „Nordd. Allg. Ztg." veröftentlicht den Entwurf eines „kriegsgewinnst-energefetzes, dessen wesentliche Bestimmungen für Einzelpersonen wie folgt lauten:

8 1. Die in § 11 des Besitzistcuergefetzes vom 3. Juli 1913 bgzeichneten Personen haben von dour in der Zeit vom 1. Januar 1914 bis gnm 31. Dezemiber 1916 entstandenen Vermögenszuwachs zugunsten des Reichs eine be­sondere Abgabe (K ri egsvermögenszuwachssteuer) zu entrichten.

8 4. Dem nach den Vorschriften des BesitzfteuergefetzeS für den 31. Dezember 1916 festgestelltoii Vermögen sind hin- zuzurech)nen die B e t r ä g e, um die der Steuerpflichtige durch Schenkung oder sonstige Vermögensübergabe im Veranlagungszeitraum sein Vermögen vermindert hat. Von lder Hinzurechnung ausgenommen sind fortlaufende Zuwendungen zürn Zweck' des standesgemätzon Unterhalts oder der Ausbildung des Bedachten. Pensionen und ähnliche Zuwendungen, die ohne rechtliche Verpflichtung früheren An­gestellten und Bediensteten gewährt werde::, übliche Gelsgen- heitsyeschenke, Zuwendungen zu kirchlichen, mildtätigen cder geu'einnützigen Zwecken und, sofern nicht die Absicht der Ab­gabeersparung anzunehmen ist, Zuwendungen: im Wert von nicht mehr als 10M M.

8 5. Dem nach den Vorschriften des Besitzsteucrgcsetzc ' für den 31. Dezember 1916 frstgeftcllten Vermögen sind ferner hinzuzu rechnen Derrnögensbeträge, die im Veran ljagungSzeitraurn in «msländifchen Grundstücken und Unter nchmungem angelegt worden sind, sowie Beträge, die im Wer anilagui^szeitraum zum Erlrerib von Gegenständen aus edlem Metall, von Edelsteinen oder Perlen sowie von Kunst-, Schmuck- und Luxnsgegenftänden aufgewendot worden sind.

Der Ktkg gegen England.

Eine SeeschlnÄii' ?

Der Kanonendonner an der Küste Jütlniüis hörbar.

»r. Kopenhagen, 25. Feür. (Eig. Drahtbericht. Zeus. An.) An der Nordspitze Jütlands wqr während des ganzen heutigen Vormittags eine heftige Kanonade aus der Richtung deS R a t t e g a t hörbar. Der Kanonendonner war zeitweilig so heftig, daß die Fensterscheiben und Lampen klirrten. In nordöstlicher Richtung wurden dicke Rauchsaulen bemerkt, die, wie man annimmt, von Kriitzegsschiffen herrührtr». (Anmerkung unserer Berliner Abteilung. An hiesiger zuständiger Stelle liegt bis zur Stunde keinerlei Nachricht von irgeüd welcher Kampfhanidlung vor. Es durfte sich wieder um eines jener Gerüchte handeln, hie etwas vor­schnell verbreitet werden, und die darauf beruhen, daß rrgend- wo eine Mine zur Explosion gebracht wurde, was nicht ohwe Kimllcn abzugeheu Pflegt.)

Das Drängen nach UngültigkeiLserkLärnnz der Londoner Konterbande-Erklärung.

Lord Lorebnrne für Beendigung des Kriegs:

W T.-B. London, 22. Febr. (Nichtamtlich. Drahtbericht. Verspätet eingetrosffn.) In der Debatte :tber den Antrag von Lord Sydenham im Oberhaus sagte Lord Beres- ford- Wenn Enaland bei Kriegsbegtnn eine eff«ktiv-e Blockade errichtet und alle für Deutschland bestimmten Güter als Konterbande eMärt hätte, wüüde der Krieg nach seiner bestimmten Überzeugung jetzt vorbei fein. Er wünsche, daß die Londoner Erklärung offiziell für ungül­tig erklärt werde und alle für Deutschland bestimmten Güter für absolute Konterbande^ erklärt würden. Ferner, baß alle feindlichen Güter auf neutralen Schfffen be- schlagnahmt mtd die Pariser Erklärung aufge­hoben würde. Diese sei bereits durch königliche Verordnung von: März außer Kraft gesetzt worden. Lord Beresford schloß: Der Krieg wird von einem Ktabanett von 22 Dilettanten geführt, nicht wir führen den Krieg, son­dern der Krieg führt uns. Die Kriegsführung hat sich noch seit BiDung der Koalition verschlechtert, denn Krieg wird nicht durch Kompromisse gewonneru Nachdem Lans- dciwne gesprochen hatte, sagte Lovd Loreburne: Kein

Minister habe die Überzeugung ausgesprochen oder könne dies tun, daß wir den Krieg drrrch den Druck uuserer Flotte zu Ende bringen könnten. Es sei eine sehr ernste ‘ Sache, Erwartungen zu erwecken, daß durch tdev WLinge-