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_„_-._>«•>•«* Berliner Schriftleitung desWiesbadenerTagtlatts: Berlin s., Potsdamer St r.1--1w. j 1P
atinagl: für die Morgen«Ausg bis 3 Udr nacvmirtzags -^
Äu^eiyen'Annadme: Für dteAbenv-AuSg
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Zreitag. 25 . $cbtuor 1916
Kbend-Kusgabe.
Nr. 94 . » 64 . Jahrgang.
Bisher über 10000 Gefangene
25. Februar.
Herrliche Siegeskunde!
Weitere Sortschrille östlich der Maas. Die Orte bezw. Höfe Champ Neuvitte» Cvtc- lettes. Marmont» Beaumont. Chambrcs und Ornes und sämtliche Sellungen bis an den Louvenont gestürmt.
Außerdem schwere und blutige Verluste der Franzosen.
'über 7Nvv neue Gefangener
W. T.-B. Großes Hauptquartier,
..Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem ö st l i ch c n M a a s u f e r wurden auch gestern sie schon berichteten Erfolge nach verschiedenen Richtungen ausgcwcrtet. Tie befestigten Dörfer und Hofe C h a m V Neuville an der Maas, CotelrttcS, Marmont, Beaumont, Chambre und Ornes wurden genommen, außerdem sämtliche feindliche Stellungen bis an den Louvenont-Rückcn gestürmt.
Wieder waren die blutigen Verluste des FeindeS außerordentlich schwer, die unseren blieben erträglich. Die Zahl der Gefangenen ist nunmehr um mehr als 7000 auf ü b e r 10 000 gestiegen, lieber die Beute an Material lassen sich noch keine Angaben machen.
Östlicher und Balkankricgsschauplatz.
Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Oberste HeereÄritung.
Zur Lage im Westen.
(Bon unflerCT Berliner Wisilmiig.)
X. Berlin, 25. Febr. (Gig. Drähtbericht. Zenf. Mn.)
Die glänzenden Wafscntaten unserer Truppen an der Westfront sind bisher noch nicht in den Einzelheiten bekannt ge. worden, auch nicht die Bedeutung der erreichten Ziele in tak- »sicher und strategischer Hinsicht. Wir werden spater noch ausreichend Gelegenheit haben, auf die Leistungen der letzten Tage zurückzukommen. Unsere Bevölkerung darf aber mit freudigem Stolz den bevorstehenden Meldungen entgegensetzen. Sie hat schon begriffen, warum sich unsere Heeresleitung zunächst solche Zurückhaltung auferlegt. Untere Feinde schweigen ebenfalls über die tatsächlichen Ergebnisse der schweren Kämpfe, trotz des g r o ß e n W o r t r e i ch t u m s ihrer Heeresberichte, aber sie schweigen aus a n d c r c n Gründen wie wir. Ein offenes G e st ä n d n i s dessen, was sic verloren haben, würde in Frankreich allgemeine Niedergeschlagenheit auslösen. Wir aber dürfen unsere Ergebnisse nur deshalb mit Zurückhaltung aufzählen, weil wir natürlich dem Feind keine Aufklärung über die von uns etwa verfolgten Ziele geben wollen. Und nach einer solchen Aufklärung sucht er offenbar in allem, was wir jetzt über die verschiedenen Kampfhandlungen schreiben können. Die fieberhafte Ungewißheit, die in Frankreich herrscht, läßt sich aus allen Besprechungen der Pariser Militärkritiker erkennen. Jeder rät nach einem andern Brennpunkt, den wir bei der Offensive im Auge haben sollen. Tie Feinde müssen weiter raten, bis sie an den von uns geführten Schlägen verspüren, wer von ihnen recht hatte. Wir selbst haben kein Interesse daran, ihnen Aufklärung zu geben.
Fortdauer der Schlacht bei Verdun.
Allerlei französische Vermutungen.
Sr. Christiania, 25. Febr. (Erg. Drahtbericht. Jens. Bln.) Unter dem 24. Februar wird aus Paris gemeldet: Di Schlacht bet Verdun dauert an und wird sich vermutlich noch Wer die nächsten Tage ersticken, bis eine Entscheidung erziel: ist. Die „Libevte' schoeiM, der deutsche K r o n p r i n z habe an der Spitze des Angriffs gestanden, der wahrscheinlich vom Kars er und vom Grasen Haeselcr persönlich geleitet wurde. Andere Zeitungen sagen, die Schlacht bedeute das Ende des Schützengrab enkampfes, den Beginn eines Krieges mit großen Operationen. Die Deutschen hätten zu dem Angriff mit ungeheurer Schnelligkeit Truppen Massen zusammengezagen. Das habe dir Franzosen ge zwungem, gleichfalls in größerer Hast Armeen zusammen Neichen, um dem Angriff zu widerstehen. Man müsse dar aus vorbereitet sein, daß bis Schlot sich mich auf anders Lsste der Front auSdeheie.
Zum deutschen Erfolg an der Maas.
Berlin, 25. Febr. (Zeris. Mn.) Zu unserem Erfolge an der Maas äußert Max OSborn in der ..Bog. ^tg. : Bereits für sich allein genommen, stärker aber noch rm Q"° 'ammenhairg mit drin früheren und gleichzeitigen Erfolgen cm anderen Frontabschnitten, gibt dieser Vorstoß aus die feindliche Linie in solcher Ausdehnung und Nachhaltigleit einen großartigen Beweis für die unverminderte = kraft unserer Truppen, aus die der Franzoie launig geatzt war. Die Wett wird erkennen', was es mit der Erichop- suno der deutschen Heere in Wahrheit auf sich hat, von der die Presse der Entente faselt, um sich selbst Mut zu machen.
Karl RoSner berichtet zwn Raumgewinn am ersten Tag im „2.41": Der G-esarrit-RaumgeWimi, den die letzte große Herbstosferisive den Franzosen in der Champagne ein- brachte, rnatz nur etwa zehn Quadratkilometer Mehr auS, als das setzt von unseren feDgraurn Heiden an,
22. Februar erstürmte Stück französischer Erde. ßtrt **'•’**• wird dann noch hcrvorgeboben, daß der Gewinn die st a r t st en Feldstellungen betrifft, die KricySerfahrungen und Überfluß an Material in l^jähviger Arbeit zu Saum vcr-
Bcmerkenswerte Äußerungen französischer Militärkritiker.
»r. Genf, 25. Febr. (Etg. Drahrbericht. Zeus. Mn.) Die freimütigste unter den der Lage von Berdun gewid:n-e.en fachkmtischen Pariser Pvcssestimmen ist die des Obcrstlewt- nams Rousiet im „Petit Parisiem". Rons,et gibt dem Wunstlie Ausdruck, daß man der Bevölkerung die^ Haust,jache nicht verschweigen möge und sagt, daß cs sich um eone umfangreiche bedeutende Schlacht hand.e. -rre von den Deutschen bisher erzielten Erfolgs dursten nicht 'n Erstaunen setzen. Die erste Verteidigungslinie könne onuem Angreifer, der seine Offensive durch mächtiges Artillerlescuer vorbereite, nie «dcrstchcn. Einige leichte Schapen dürfen keinen Aickatz zur Beunruhigung geben. — OberstleutnWit PriS fragt im „Rodical", ob die hinierenranderkiegende!» französischen Schützengräben stark genug seien, um einem zweiten deutschen Ansturm stand zu halten, da die erste feindliche Woge die vorderste Linie der Verteidigung überschwemmt habe. Er fordert schleuriigste Herstellung wei-terer Felde festigmigen
Englische Besorgnisse.
Br. Rotterdam, 25. Mbr. (Erg. Drahtbericht. Jerrf. Vrn.) Der dsuTcke Erfolg bei Verdun srzerpte in England t>iSpe n Eindruck. Selbstverständlich wird dies nlicht rcgelvecht zugegeben; man betont vielmehr, was man uicht befürcht.. Aber eben dadurch wird es klar, welche große Bedeutung inan der neuen deutschen Offensiv- betmißt. So ,agt beispielSweiist die „Times", es fei umwcchrfchoinlich, daß^ die Deutschen von der gegenlvärtigen Front aus Verdun eroocrn werden. Man könnte meinen, die Deutschen hätten wohl einen erheblichen Vorteil errungen, aber dieser sei schließlich doch nur lokaler- Natur. Diese Annahme wird aber durch Die französische Mitteilung von gestern abend nicht bestätigt. Man besorgt vielmehr, daß die Tatsache eines deutschen Vorstoßes auf dem rechten Maasufer nicht ohrre Rückivirlung auf die Front des linken Maasnfers bleiben werde, da diese nunmehr gewisserniohen von d:r Ostserte zu umgehen sei.
Eine italienische Stimme.
Br. Lugano, 26. Febr. (Gig. Drahtbericht. Zens. Mn.) Der Turiner Berichterstatter des „Corricre della Sera" schreibt zur Offensive nördlich von Verdun: Niemand ist imstande, sagen zu können, ob wir uns am Vorabend einer großen deutschen Offensive befinden, zu der die Deutschen sich gezwungen sehen, nachdem sie alle ihre Pläne im Orient gescheitert (?) sehen. Man müßte genau die tatsächliche Lage im Innern Deuffchlands (?) keimen, um die Tragweite der gegenwärtigen feindlichen Tätigkeit beurteilen zu können. Wir sind der Ansicht, daß eS sich um den politischen Zweck, die Massen in DeuffchlaNd angesichts der bevorstehenden Anleihe zu galvanisieren, handelt, aber andererseits hegt n i e in and die Illusion, daß die Lage in Deutschland bereits verzweifelt sei. Eigentümlicherweise haben sic ganz im Gegensatz zu den Bermutungen der Militärkritiker im Norden von Verdun ihre Truppen zum Angriff vorgeschickt. Ihr dortiges Vorgehen deutet aus eine längere sorgsame Vorbereitung hin. Die allgemeine Aufmerksamkeit
ist auf die Vorgänge bei Verdun gerichtet; aber auch von anderen Teilen'der Front wird eine größere Tätigkeit der Deutschen gemeldet, und auch an der Front der Engländer macht man sich auf nahe b e v o r st e h e n d e große Ereignisse gefaßt.
Wie die Italiener unsere Generalstabsberichte fälschen.
Lugano, 25. Febr. (Zens. Mn.) Die Agsnzia Stefam fälscht den deutschen Generalstabsbeuicht über bie ttawpiS vor Verdun in unerhörter Wei.se. Der ganze Satz >^er oen Einbruch in die franzomchen Stellungen rn 10 Kilometer 1 Breite und 3 Kilometer Tiefe, die blütigen Verluste der tfiüBU
-ofen imb 3000 Gerangene ist " nf °
perbrritet die Agentur eine Pacffor Meldung über die aw gebliche Rückeroberung der Stellungen.
Die Kämpfe bei Verdun in neutralem Urteil.
Zürich 25 Febr. (Serif. Bln.) In einer BestwechMg des d^uffch'n Vorstoßes bei Verdun wiederholt St ege mann kn 22" sÄrie bereits früher geäußerte Auffassung m.t der er di- denffche Initiative in: Westen gekennzeichnet qat. Die Planmäßigkeit des einheitlich geregÄten deuchche" Vorgehens, das abschniittswÄst zu ansehnlichen Erfolgen fuhrt, fft das charakteristische Merkmal der Lage ,m Wffwn. Besprechung gipfolt in folgendem Urteil. »Cs üt klar, vast io starke urid über fo weit verdeilte Raume einheitlich angeo.„.- nüde Vorstöße der Deutscheu die N e r v o ; i t a t : 6 c j iS teidiqerS auf der ganzen Front stcisgern muffen und cs für ihn schrviinig mache.», zur Gegenoffensive uberzugehen
recht bedeutsamen Erfolg errungen, der miJJ» dem letzten größeren, wo eine Unternchmung aus dwrtsther Initiative entsprang, dem von SoissonS entspricht, ivenn er nicft noch darüber hin nusgeht."
Kieberhastcs Hasten und Treiben hinter der französischen Front.
R-tt-rd-m, 25. Febr. (Zens. Mn.) Alle ^übrr d,c deutsche Offensive von der frnnzosischen «-ront e»n- laufenden Meldungen sind spärlich, lassen jedoch die ^ u - nehmende Bedeutung der sich uber^^'ne «roste «ront erstreckenden Kämpfe erkennen. „Exchange meldet dazu m,s Paris' Ei» charakteristisches Merkmal der jetzigen deutschen Off'i'.sive ist die ausgedehnte Aktion großer Mengen schwere r « r t i l l e r i e. Die Beschiestung der fr°»zost- «» 01 , Stellungen hat eine autzcrordentliche ^vucht angenommen. Sonst wären die seit 18 Monaten ausgcbauten Stellungen nicht s- schnell zu nehmen gewesen. Die schweren Geschütze der Festung Verdun haben sich an dem Kampfe oe- wie °mh die schwere Artillerie der Franzvien das deutsche Feuer mit qrösttmöglichstcr Heftigkeit bcantwortrt bat Hinter der französischen Freut herrscht f r eb er hafte Tat qk- t Waffen- und Artilleriedepvts v°» anderen ««^mitten der Front sind in aller Eile mit langen Gcschutz- -ügcn nach den bedrohten Stellungen geworfen worden. Man sieht lang? Reihen von 15- und
üb-rraMUnd gekommen zu sein. Jedenfalls h-t mm.
L srnnrösischer und englischer Deite an eure eigene ? f !,.* «Mte «Ä Noch in seiner letzten Ausgabe hat der Pariser ^TempS" unter der Überschrift „Die Stunde der Offeustve^ha't noch nicht geschlagen" einen Artike des eng-
Reaierungborgans „Wcstminster Gazette wreder- lischcn Keg,°iung-orgo ^ ^ ^orte höre man
gegenwärtig über dir Notwendigkeit einer kräftigen Offensive Anse« Offensive wird zweifellos eines Tages erfolge» Aber die "ehren des letzten Jahres ließen uns die Bedingungen er- kennen die für dcn Erfolg einer derartigen Dverat-on notwendig' sind, und derartige Bedingungen lasten st» mch«: improvisieren. Geduld und ernste Vorbereitung bleiben somit weiterhin unsere Parole.
Die deutschen ^lugzeuggeschwader ,m Westen.
Das Zeppelinfieber in Paris. ^ . ,
Br. Stockholm, 25. Febr. (Gig. Drnhtbsmchit. Z-rif. Mn.)
Von be'n mit dsr' Lnftfchrffahrt vertrauten Pariser Kreise« wird das von den deutschen Luftzeugen am letzten Montag ausgeführte Unternehmen viel besprochen. Man be- spmck?d°st die französischen Flieger znm erstenmcck mit l»ut- ich- r Flugzeuggeschwridern z n s a m m e n g e st oft c n seien. MS jetzt hätten die deutschen Flieger nur einzeln gdamtt Dg? Zeppelinfieber in Paris nimmt, wie „Stockholm» -r,d- ningen" meldet, weiter zu. Tie Puffer und sich 'w-Karen darüber, daß die großen Luft kämpfe um Paris nun begannen haben und verfolgen die Vorgänge mit wv„ vmtem Interesse. Ptan ist davon überzeugt, daß die Part,er Luftverteidigung den Erwartungen vollkommen eu - sprechen werde .und daß die Demtschen bei ihren fvuchAwen Angriffen aus Paris wieder Zeppeline verlieren iüetfcen. ^er Artillerist, der den Zeppolm herabschoß, erhielt den vom Matin" ausgesetzten Preis von 10 000 Franken. Ein junaer Fliogerleuinanl Leffevs. der Sohn des Erbauers des SneSkanals. soll 2500 Frankem vom „Matin erhalten habe.., weil er einen Zeppelin bei der Verfolgung beschossen hatte.
Oer Nrieg der Türkei.
Der amtliche türkische Bericht.
Erfolglese Schiffsangriffe auf die Dardanellen.
IV. T.-B- Konstantinopel» 25. Febr. _ (Nichtamtlich. Draht- ffcricht.) Da? Hauptquartier teilt mit: Am 23. Februar
' schleuderten an dcu DardancLen cm feindltchLp
