Verlag Laaggaffe 21
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„Tagblatt-HauS" Nr. 66KH-SS.
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Montag. 21. Sebruor. morgens. §0Nder-KU§aabe. 1916.
Eine weitere englische Stellung am yserkanal gestürmt.
Ein Nachtgefecht südlich Hebuterne. — Bei Peronne ein englischer Doppeldecker mit Maschinengewehren abgcschossen« — Logischin und Tarnopol mit Bomben belegt.
Der Tagesbericht vom 20. Februar.
w : T ' B ‘ Trotzes Hauptquartier, 20. Febr. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Am Dserkanal nördlich von Apern wurde die englische Stellung in etwa 350 Meter Frontbrerte g e stürmt. Alle Versuche des Feindes, in nächtlichen Handgranatenangriffen seine Gräben zurückzugewinnen, scheiterten. 30 Gefangene blieben in unserer Hand.
Südlich von Loos entspannen sich lebhafte Kämpfe; der Feind drang bis au den Rand eines unserer Sprengtrichter vor.
Südlich von H e b u t e r u e (nördlich von Albert) nahmen wir bei einem erfolgreichen kleinen Nacht gefecht einige Engländer gefangen.
Auf der übrigen Front keine besonderen Ereignisse.
Im Luftkampfe bei Peronne wurde ein mit zwei Maschinengewehren ausgerüsteter englische'' Doppeldecker abgeschoffen; die Insassen sind tot. — Unsere Flieger belegten zahlreiche Orte hinter der feurdilchen Nordfront sowie L u n c v i l l e mit Bomben.
Östlicher Kriegsschauplatz.
°>> der Beresina (östlich von Wischnew) brach rin russischer Angriff in unserem Feuer zwischen den beiderseitigen Linien zusammen.
L o g i s ch i n und die Bahnanlagen von Tarnopol wurden von den deutschen Fliegern angegriffen.
Bal kankriegsschauplatz.
Nichts Neues.
_ Ober ste Heeresleitung.
Eine italienische Vorstellung in Albanien besetzt.
Erfolge albanischer Truppen. — 200 Gendarmen Essad-Paschas gefangen. — Carriola unter schwerem italienischem Geschützfeuer.
Gfterreichisch-ungarischer Tagesbericht
W T.-B. Wien, 20. F«br. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 20. Februar, mittags:
Russischer Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplatz.
In Iudikarien steht unser Werk Carriola che, Largaro) unter schwerem Mörserfeuer. — An der ^sonzosront dauern die Geschützkämpfr fort.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Bei Bazar Sjak wurde eine italienische Vorstellung genommen. Weiter südlich haben sich unsere Truppen nahe an die feindlichen Linien südöstlich von Durazzo herangcschvben. — An unserer Seite kämpfende Albaneseugruppcu haben Berat, L l u , n a und P e k i n j besetzt. In diesen Orten wur- oru über 200 Gendarmen Essad-Paschas gefangen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
vie Ereignisse aus dem Valkan.
Die Italiener in Albanien sehen sich vor.
® r- Vasel. 20. Febr. (Eig. Draihtbe richte Zens. Bln.) D« dem Ministerium Sku-ludiS nahestehende „Neon Afty" ibcihauptet. «die ^tollerer Hütten Vorbereitungen ge- ^ ^ Notfall von Valono über Santi Quaranta
mach Grieckisch.HpjruS zu flüchten. Dort befindet sich unmer noch ein französisches Mvrine-Detachement.
Die Gewaltherrschaft der Alliierten.
Eine weitere gricchisckn Insel besetzt.
W-T.-B. 2lil)fn, 20. Febr. (Nichtamtlich.) Reuter meldet amtlich: Erne Abteilung der Alliierten
hat die kleine Insel Othonoi bei Korfu besetzt.
Die Konsuln des Bierbundes auf Chios verhaftet.
W. T.-B. Athen, 20. Febr. (Nichtamtlich.) Meldung der Neuterschen Bureau?, Die Alliierten derhasleten die feindlichen
ftontulo auf bet Insel EhtoS.
§
Erst jetzt die Landung aus Korfu zugegeben.
Br ‘ Zürich, 20. Febr. (Gig. Drahtbericht. Jens. Mn.) Die italienische Zensur hat erst jetzt die Nachricht von der Landung auf Korfu fteigegsben. ?lus einer Mitteilung des „Meffaggero" geht hervor, daß stärkere Truppenmassen den kleinen Kontingenten Gendarmerie folgen -werden. Das Blatt spricht seine Genugtuung darüber aus, daß Italien sich endlich auf einen neuen Weg begeben wivd.
Griechenlands große Erregung.
Br. Lugano, 20 Febr. (Eig. Drahibericht. Jens. Dln.) Der Zwischenfaill in der griechischen Kammer, in der, wie berichtet, der Deputierte von Korfu in schärfster Form gegen die Landung italienischer Ka^abinieri protestierte, und Skulud-iS sich nicht minder deutlich ausfprach, hat, nwck, dem Berichterstatter deS „Corriepe dell-a Sera" g ratze Erregung in Athen hervorgerufen. Sogar venizelisti- fch e Blätter fordern, daß Frankreich und Rußland im Italien einen Druck außüben, damit dieses die Truppen von Korfu zurückziehe. Alle Athener Tvgesblätter sprechen sich gegen di« Landung der italienischen Truppen aps. Der italienische Gesandte habe sich zu Skulndis begeben, um dfesen zu fragen, ob cs wahr sei, was aus dem stenographischen Bericht hervor- gelse, daß die Regierung die llnveoschömtheitrm des Deputierten von Korfu mit keinem Wort getadelt habe, und als SkuludiS hierauf die Richtigkeit des stenographischen Berichts bestätigte, habe der Gesandte erklärt, daß er seiner Regierung darüber berichten werde.
Die Insel Kreta als feindlicher Marinestützpunkt«
Br. Konstantinopel, 20. Febr. (Eig. Dvahtiberiicht. Zeus. Mn.) Aus A t h -en wird gemeldet, daß die Vierverbandsvertreter gemeinscbaftlich dem griechischen Ministerpräsident angezeigt haben, daß die Insel Kreta als neuer Marinestützpunkt für die eisglisch-ftanzösffchen Streitkräfte benutzt werden soll. Es sollen Truppen in drei Häfen gelandet werden. Skuludis erhob dagegen energischen Widerspruch. Gleichzeitig sollen zum drittenmal DiervevbandStruppen auf Pbaleron gelandet, jedoch gleich wieder zurückgezogen worden sein.
Griechenland zieht Guthaben aus England zurück.
Br. Athen, 20. Febr. (Eig. Drcchtbsricht. Zens. Bln.) Die griechische Regierung hat von ihrem Guthaben bei den englischen Banken die Summe von 300 Millionen Mark nach Banken in Amerika überführen lasten.
Die kritische Lage in Griechenland.
Die Umtriebe der Benizelisten.
Br. Sofia, 20. Febr. (Eig. Drcchtbericht. Zenf. Mn.) Die „Kumpvna" veröffentlicht in einem Brief aus Athen folgende?: Die innere Lage Griechen'IwndS wird von Augenblick zu Augenblick kritischer. Benizelos. deffen antidynastische Agitation seit Februar v. I. sich schüchtern hervorwagte, hat sich nunmehr offen gegen den Dhron und gegen den Geneoalstabsckef, den er als Werkzeug der deutschfreundlichen Neigungen der Krone bezeichnte, er- vlärt. Durch seine Pnblikotionsoryane und durch Flugblätter bereitet der kretische Aufwiegler den Boden für einen inneren Aufstand gegen König Konstantin und seine Regierung vor. Am meisten ermutigt und unterstützt ihn die U n - terstützung der Ententegesandten, vornehmlich des engliscken Gesandten, welcher täglich mit DenizeloS Beratungen abhölt, um einen Plan zu ersinnen, tder die Sicherheit der Aufftandsbewegung verbürgt.
Hilfe für die serbische Bevölkerung.
Bukarest, 20. Febr. (Zanf. Bln.) Nach einer Meldung der „Epoea" bildeten sich in den Vereinligteu Staaten Aus- schüffe Mer Versorgung der verarmten Bevölkerung Serbiens mit Lebensmitteln, Die Ausschüsse forderten die Bevölkerung sämtlicher Zenträlstaaten zu Spenden auf. — Die rumänische Regierung stellte für diesen Zweck 100 W-wMmö Mehl zur Verfügung. __
Der Krieg gegen England.
Englands Geldschwierigkeiten.
Verkauf englischer Bonds in Amerika.
W. T.-B. New Dork, 20. Febr. (Nichtamtlich.) Exchange Deljegvamm Company meldet: I. P. M o r g a n teilt mit, daß das cnglischeSchatzamt dem amerikanischen Stahltrust 4 560 000 Pfund Sterling von seinen ersten Sprogenttgen Bands verkauft hat.
Die neue englische Milliardenvorlage.
Für 916 mehr als 34 Milliarden Mark.
IV. T.-B. London, 20. Febr. (Nichtamtlich.) „Daily Telegraph" zufolge fordert die neue Kreditvorlage, wie erwartet, 8400 Millionen-Mark an, wodurch der Gesamtbetrag der Kreditvorlagen für das Finanzjahr auf 34 400 Millionen Mark steigen wird. Ms Ende März werden 2400 Millionen Mark nötig sein, 6006 Millionen Mark bis Ende
Mai. Die angenommenen Kredite seit Koiegsbeginn werden dann insgesamt 40 640 Millionen Mark -betragen.
England unvorbereitet in den Krieg gegangen.
IV. T.-B. London, 20. Febr. (Nichtamtlich.) Znm Schluß der Unterhaussitzung am 17. Februar bestritt Ellis Griffith, daß die Erörterung dem Zweck diene, eine Panik hervorzurufen. Er kritisierte die häufigen Ände- r u n g e n der Politik der Regierung, die keine Verbesterungen waren Ba l f o u r sagte, es sei -bekannt, daß England uiwor- bereitet in den Krieg gegangen sei. Die Regierung habe nicht versäumt, das Kriegsmaterial zu bestellen, aber sie habe nichts erhalten. Evlfour erwähnte, daß auch die Kriegsflotte nicht alle Geschütze habe, die sie brauche. Henny D a l z i e i fragte, wann die Regierung Geschütze bestellt habe. Dies sei nicht 18, nicht 12, nicht 6 Monate her. Vor 6 Monaten waren viele Werkstätten des Landes nur halb beschäftigt. Sie hätten gern Aufträge für Flugzeuge angenommen. Es sei unrecht, dem Parlament zu sagen, daß man Maschinen und Flieger nicht bekommen könnte. Das wahre Geheimnis sei die völlige Nachlässigkeit der Regierung. Man könne nichts tun, als Geduld empfehlen.
Ein amerikanischer Protest in England.
Die beschlagnahmten amerikanischen Effekten.
W. T.-B. Washington, 20. Febr. (Nichtamtlich. Reuter.) Hier verlautet, daß die Alliierten amerikanische Wertpapiere im Betrage von mehreren Millionen Dollar, die von Auffter-dcun nach New Nock geschickt wooden waren, beschlagnahmt haben. Man glaubt, daß zahlreiche Präzedenzfälle an gef ich rl werden können, die dieses Vorgehen rechtfertigen, falls die Vereinigten Staaten dagegen Einspruch erheben sollten.
Br. Amsterdam, 20. Felw. (Eig. Drahchericht. Zeus. Bln.) Aus New Nork wird gemeldet: Nach der „Astociated Preß" protestierte Amerika gegen die -Beschlagnahme amerikanlscher und anderer Effekten durch England bei der englischen Regierung. Es handelt sich um solche Effekten, die Deutschland über die neutralen Staaten in Amerika auf den Markt bringen vill.
Das Treiben der englischen Werber in den Vereinigten Staaten.
Mgsten englischen Kriegsmaterials auf einem Pastagier- dampfcr.
Br. Rotterdam, 20. Fabr. (Eig. Draihtbericht. Zens. Bin.) Das Treiben der englischen Werber in den Vereinigten Staaten hat bereits einen derartigen Umfang angenvnümen. daß sich die Bundes- beHörden genötigt sahen, öffentlich auf ihre Tätigkeit hinzuweisen. Das Skaatsdepartement in Washington hat eine Warnung vor -dem Major Greeshields erlassen, der junge Leute unter Angabot des Offiziers- Patentes zum Eintritt in die kanadische Expeditions- armee zu veranlassen sucht.
Eine der größten Sendungen von Kriegsmaterial, die bisher aus dem New Iorkcr Hafen abgegangen sind, befand sich nach einer Meldung des „New Nork Commcrcial" auf dem White Star - Dampfer »A d r i a t i o", der Mitte Januar von New Nork nach Liverpool abging, und trotz der Ladung 255 Passagiere an Bord hatte. Die Ladung bestand aus 18 000 Tonnen.
Luftkriegsorgen im Oberhause.
W. T.-B. London, 20. Febr. (Nichtamtlich. Docchibevrcht.) Sitzung dss Lb-rbaufeS vom 17. Fobr.: Lmtd Oranmore erörderte d-ie Zeppelingefahr und fragte We Rechewuny, welche Maßregeln sie plane, die künftig -eine größere Sicherheit gegen diöie Angriffe geben würden und ob die Regierung den Bau einer Lnftschäffflotte bsabsicht-tge oder andere bessere Mittel ftir dte Vertaidigumg hctbe. Der Redner erklärte es für wünichenswertt, daß sin Minister für Luft, fobvwesen ernannt werde. — Lord Peel ftagte, ob tafe Regierung sicher sei, daß sie den besten Flug zeugtyp be- sitze, um gegen die deutschen F o k k e r m af chi n e n auf. zukonrmen. Er, der Redner, habe erfahren, daß der Bcm von Fllu-cHeugen in Farnborongh nicht in den Händen von Männern liege, die eine praktische Kenntnis für die Bedürf- mste der Armee besitzen würden. Ate an der Fwnit befindlichen Flugzsnge feien nicht die für Manöver noch einen Angriff gseigneisien. K i t ch e n e r erwiderte, eine öffentliche Erört-erung dieser Dinge könne dem Fctinde Informationen und Beiftanld geben. - Bei dem Ban von Fbugzeiugen werden alle praktischen Erfahrungen ze> Rate gezogen wnd alle kucx T ypen werden im Felde auSprobiert.
Eine englische Bischosskonserenz gegen Ber- geltungsmahnahmen znm letzten Zeppellip- angriff.
Br. Rotterdam, 20. Febr. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Auf Antrag des Erzbischofs von Canterbury nahm die Beö- sammlung von Bischöfm der englischen Kirche eine Entschließung an, in welcher sie sich gegen Repressalien anläßlich des Zeppelinangrisfes ausspricht. In jener Entschließung erklärt äif
