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Anzelaen Annabme: Für die' M'ttag* Wt die Morgen. Au*q
12 Ausgaben.
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„Tagblatt-HauS" Nr. 66LO-K3.
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Montag» 14. Zebruar» morgens.
Sonder-Kusgabe.
1916.
Englische Drohungen.
Erfolgreiche Angriffe in Flandern und in der Champagne.
Bier französische Offiziere und 202 Mann sowie 40 Engländer gefangen. — Die Ge- samtbeute von Vimy: 082 Gefangene.
35 Maschinengewehre. 2 Minenwerfer und anderes Gerät. — Zwischen Maas und Mosel erfolgreiche Sprengungen. — In Lothringen und in den Vogesen lebhafte Artillerie- käinpfe. Hier 30 französische Jäger gefangen.
Der Tagesbericht vom 13. Februar.
W. T.-B. Gr » hes Haupt guartler, 13. 5«bt. Wmtlilh.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
I« Flandrrv drangen nach lebhaften Artillerie, kämpfen Patrouillen und stärkere Erkundungsabteilun- gen in dir feindlichen Stellungen ein. Sie nahmen einige wirkungsvolle Sprengungen vor und machten südöstlich von Boesiughe über 40 Engländer zu Ge fangeuen.
rlische Artillerie beschoß gestern und vorgestern dir ^.adt Lille mit guten, sachlichem Ergebnis; Per- lüfte oder militärischer Schaden wurde uns dadurch nicht verursacht.
Aus unserer Front zwischen dem Kanal von La Basste und Arras sowff -ch südlich der S-"ime litt die Ge- fechtstätfgkr't u. iem unsichtigen Letter. In den Kämpfen in der v t ftib nordwestlich »nd westlich von Vimv sind bis zum 9. Februar im ganzen 682 Mann gefangen genommen worden, die Gesamtbeutc beträgt 35 Maschinengewehre, 2 Mincnwerser und anderes Gerät.
Unsere Artillerie nahm die feindlichen Stellungen zwischen Oise und Reims unter kräftiges Feuer; Patrouillen stellten gute Wirkungen io den Gräben dis Gegners fest.
In der Champagne stürmten wir südlich von Ste. Marie-ä Pv die französischen Stellungen in einer Ausdehnung von etwa 700 Meter und nahmen 4 Ossi- ziere und 202 Mann gefangen. Nordwestlich von Massiges scheiterten zwei heftige feindliche Annrisfe. An dem von den Franzosen voraestern brsrbtt» Teile unseres Grabens östlich von Mnison de Champagne dauern Handgranatenkämpse ohne Unterbrechung fort.
Zwischen Maas und Mosel zerstörten wir durch fünf große Svrengunge" die vnrd -t feindlichen Gräben Völlig in je 30 bis 40 Meter _ ite.
Lebhafte Artilleriekämvse in Lothringen und in den Bogesen. Südlich von Lnsic löstlich von St. Di^s drang eine deutsche Abteilung in einen vorgeschobenen Teil der französischen Stellung ein und nahm über 30 Jäger gefangen.
Unsere Flngzeuggeschwader belegten die feindlichen Etappen und Bahnanlagen. von La Panne und Poperinghe auSaiebig mit Bomben. Ein Angriff der feindlichen Flieger ans Ghistellcs (südlich von Ostendes hat keinen Schaden angerichtet.
Östlicher Kriegsschauplatz.
Die Lage ist im allgemeinen unverändert.
Östlich von Baranowitschi wurden zwei von den Rosien noch aus dem westlichen Schara-User gehaltene Vorwerke erstürmt.
Bal kankriegsschauplatz.
Nicht Neves.
Oberste Heeresleitung.
Ein nächtlicher italienischer Angriff abge- wiefen. — Stellenweise lebhafte feindliche Artillerietätigkeit.
Österreichisch-ungarischer Tagesbericht.
W. T.-B. Men, 13. Fsbr. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 13. Februar, mittags:
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Besonderes vorgefallen.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Ein nächtlicher ltalira,scher Angriff aus die von uns genommene Stellung im Rombvn-Gebiet wurde abge- wiesen. Stellenweise fand lebhaftere seiodliche Ar. tillerietätigkeit statt. Auch Görz erhielt wie fast alltäglich einige Granate».
Der Stellvertreter de« Chefs de« Grneralstab»: v. Höfer, Feld marsch» Heu tuant.
Ereignisse zur 5ee.
Erfolgreiche Unternehmungen zweier Seeflugzcuggeschwader.
Am 12. dieses Monats, nachmittags, hat ein See- flugzruggeschwader in Ravenna zwei Bahnhossmagazine zerstört, Bahnhofsgebäude, Schwefel- und Zuckerfabrik schwer beschädigt und einige Brände erzeugt. Die Flugzeuge wurden von einer Abwehrbatteric im Hasen Cor- sini hcftia brschosien. E!» zweites Geschwader erzielte in den Pumpwerken von Codigorv und Cavancllo mit schweren Bomben mehrere Volltreffer. Alle Flugzeuge sind unversehrt zurückgekchrt.
Flottrnkommando.
Die deutsche Denkschrift.
Die Kundgebung des vreusiischen Abgeordnetenhauses.
Eil» halbamtlich« Ablehnung.
IV T.-B. Berlin, 13 Febr «Nichtamtlich Drahtbcricht.f Die „Nordd Allg Zig." fdjreibt zu dem beule Derbiferttlirfjten Beschluß der Staotsbausbaltskvmmission des Hauses der Abgeordneten Uder die Berhandlungcu mit Amerika und die Führung des Krieges zur See haben wir folgendes zu bemerken: Etz ist erklärlich, daß die
Kommission da« Bedürfnis empiindet. in so ernster Zeii die alle Deutschen bewegende Frage de« Kriege» und der auswärtigen Politik in ihrem Schoße vertraulich zu erörtern. Die gegen den ausdrücklichen Einspruch des Vertreters der königlichen Staats- regierung beschlagene Perössentlickimig indessen wird und muß den Eindruck erwecken, als wolle die Kommission eine Einwirkung aus die Frage der auswärtigen Politik »nd die Anwendung bestimmter Kriegsmittel ausüben Diese Verössentlichimg zwing! uns sestzu- stellen Die Leitung'der auswärtigen Politik und der Kriegsführung ist ausschließlich verfassungsmäßiges Reckt des deutschen Kaisers. Während die Oberste Heeresleitung parlamentarischen Einflülseu überhaupt nicht unterliegen kann, gehört die parlamentarische Be- Handlung auswärtiger Fragen vor dos Forum des Reichstages Der Reichskanzler, der beute früh aus dem Großen Hauptquartier znrückgekebr» ist. wird, wie wir hören, in seiner Antwort an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses diesen Standpunkt zur Geltung bringen
Berliner Pressestimmen.
Br Berlin. 13 Febr «Eig. Drabtbericht. Zens Bin.) Die gesamte Morgenpresse bespricht aussührlsch die in der ..Nordd Allg. sitg" ossiüös mrückgewiesene Einmischung des Hnusbaltsausschusses des preußischen Landtages in die Reichsangesegenbeiten. Die links- stehenden Zeitungen erblicken in der nachträglichen Aufforderung zur Berftärkung des ff-Boolkrieges eine versteckte Taktik gegen den Reichskanzler Die „Morgenpost" spricht von einer „Dreiklassenfront" und einem Mißtrauensvotum gegen die Reichsleitung „Das „B T." lieht in dem Vorgehen eine Verletzung der Reichsverfasiung. eine ungeheure Einmischung in di- Reckte des Kaisers, der Reichsregierung und des Reichstages Die „Boss Ztg " meint, es sei die Antwort des Herrn v Heidebrand aus die Wahlrefarmversprechung Die „Deutsche Tageszeitung" billigt den Landtngsbeichluß und behauptet, der jetzige Reichskanzler letze sich mit Bismarck in Gegensatz, dgr dem orenßi. schen Landtag gern eine Stimme in solchen Fragen gestattet habe
Die S llungnnhme der Vereinigten Stnaten gegen die bewaffneten Handelsschiffe.
IV T.-B Bari», 13 Febr sNicbtnmtlich.« Das „Jaurna!" erfährt cmS Wn5hin:qtcm i Da eän drittes bswaffnetes i t a f t e- nischss ÖrmN.*fSi'duff in New Dark ÄrrglSlaufen ist, hat sich das Staatsdevartenient vovanlast! gesehen, die Bernigunaeu über die Berechtninong von .Hande'ssschiffirln zur Mitführnnq von Geschützen abzuiändevn Das besage, dah die arwerrkanische Remerning een italienischen Dampfern „Amerika" wrid ..Berowa" die Abfahrt nicht vor der Ausschiffung ihrer Geschütze gestatten werlde
Eine dänifrtze Stimme.
Sr. Kovenhagen, >2. Febr. sNichtamtlich. Drabtbericht.) „Politrken" ichrei>bt- Die Albstcht der deutschen Denk, s d< r i f t über die Verschorfung des 0-Dootkriegs scheint zu. nächst zu se-n, gröhere Klarheit über daS Rovgehen zur See zv schaffen und einen Unterschied zwischen bewaffneten und uirbenaffneten .Ha:rdelsichiffen zu machen. Hierbei kennen Zweifel, ob ein Handelsschiff bewaffnet ist oder roicht, verbangnisvolle Verleben herbeifiibven. Aber unter allen Umständen mug man gewiß sein, daß der ll-Boottrieg nunmebr deutscherseits mit verdoppelter Kraft wieder ausgenommen werden wird. Die deutsche Regierung würde nicht eine derartige Erklärung veröffentlichen, die in so bestimmten Ausdrücken gehalten ist, wenn nicht die deutschen Maiineliebörden alles oereit hätten, um der Erklärung Nachdruck zu geben.
Die englischen Reeder wollen alle Handelsschiffe bewaffnen.
Br. Haag, 13. Febr. (Eig. Drschtbsricht. Zenj. Mn.) Jnfolgi der deutschen Ankündigung zur Verstärkung der Behandlung der bewaffneten englischen Handelsschiffe wird in der nächsten Wvche in Liverpool eine Konferenz der englischen Reedereien und Schiff- fahrtsinteresienten stattfindcn, in der über die beschlossen wird, ob die Regierung aufzusordcrn sei, 6 schütze zur Verfügung zu stellen, um sämtliche britische» Hand el« s ch isfe bewasfve« »u
W. T.-B. London, 13. Felbr. (Nichtamtlich.) Die.Tä-mes" schreibt in einem Lostartikel: DautschlariQ wirtd fortfahvmtz der nicht unaufmerffamen Welt zu zeigen, was für mne Fr«» hest der Meere sie genießen würide, wenn Deutschland die llbermacht zur See hätte. Wir werden sortscchren. von unlseren gesetzstchiw Rechten Gebrauch zu machen und di« anerkannten Grundsätze des Völkerrechts und der Menschlichkeit in llbereinstimmiung mit den neuen Verhälinisien auszuüben. Das taten unsere Väter in allen großen Seekriege» nnä Amerika im Bürgerkriege.
»
Die „Lusitania"-Frage.
Befriedigende Nachrichten aus Washington.
New Mork, 13 Febr. Nach einer Meldung der ^lffootatrb Preß" aus Wushingion erklärte ein hoher Regierungsbeamter, daß d>e Beilegung des .Lusitianio">sStrertf«rll« innkrlwlb der allernächsten Tage zu erwarten sei. Di« ®er» einigten Staaten hätten ihre Forderungen nicht verschärft, aber auch nicht adgeickwächt. Man könne daraus leine eigenen Schlüsse ziolien. Was die Basis des llbersinkommen« onbetreffe, so decke sich der von Deuffchland oorgeschlaqeir« Worilau! anscheinend mit der Haltung der Veretnigte» Staaten. Der Beainte fügte hinzu, der Vorschlag gewähr« nn wesentlichen BeifcilSdigung und Genugtuung. — Die „Evening Post" meldet aus Washington, das Kaibinett habe beschlossen, im Jntsreffe der SwatSklughoit den letzten deutschen Bors cks lag zur Beilegung deS ^Lusiiarvia"^tr«!d- faÜS anzunebmen, wenn er auch vom rochtlichsn Gtanld» Punkt viel zu wünschen übrig lasse. Die amerikamische Regierung habe in Erwägung gezogen, daß dre Berliner Regierung mitten im Krieg nicht weiter gehen konnte, und daß die Bedingungen der Beilegung, wie sie in dem deutschen Vorschlag enthalten seien, unter den gegenwärtigem Verhältnissen das höchst Erreichbare darstellien. In amtlichen amerikanischen Krel'en sei die Ansicht verbreitet, daß tue Verantwortung für die zukünftigen Beziehungen der beiden LS«» der bei Deutschland und den Handlungen der deutschen Hn« terieebootskommand inten liege. Wilson lei eiffig darauf bv» dacht, daß kein Schritt der Vereinigten Staaten weder auf dlplomatischem noch auf anderem Geb,et so beschaffen s«. daß er als Angriff gedsuret werden könnte.
Der Krieg gegen England.
Ein deutsch-englisclies Seeflefecsit in den Bermuda-Gewässern?
IV. T.-B. Pari», 13. Febr. «Nichtamtlich.) Der „STCotitf melldet an? New ?)ork. daß in dem Gewäfferm Bermudas er» Seegefeckilt zwischen dem engliisclien Panzerkrsuzer „D r a r 8" und einem deirtschcn Kffegsfdstff stattgefundem habe. Ober den AuSgamg des Kamples und die Art ded deutschem Schiffe» sei nichts bekannt.
Ein ftebässiqer englischer Hetzversnch.
W T.-B. Berlin, 12. Febr. «Nichtamtlich. DrahtberichhH Die „Nordd Allg. Itg." lchreibt unter der stberschiift: Ein ge» bäsfßrer englischer Hetzversuch. Ein Teil der englischen Presse behauptet nach alter Gewohnheit und ohne irgend welch« Beweise. bei dem Brand des kanadischen Parlamentsgebäudes in Ottawa dsuffche Brandsttft>rng, obwohl man in Kanad.i selbst eine zufällige Entstebiimgs 11 rsache des Pnandes ffir wahrscheinlich hält. Tie gehässigen Versuch« englischer Blätter, ein derartig sinnloses und Verabscheuung», wüvdiges Verbrechen, wie es die Zerstörung des kaoabitchea Parlamentsgebäudes väre, mit angeblich deutschen llmtr'edea in Verbindung zu bringen, erfolgt zu dem durchsichtigen Zweck, gegen Deirtschland zu hetzen.
Ein abfälliges englisches Uvleil über den Kapitän des,»King Stephan".
W. T.-B London. IS. Febr. «Nicht-nntlich.- Die Wochenfchrkfl „New Siatesman" schreibt, es bestehe kerne Ursache, den Kapttö» des Fisckdampsers „King Stephan" zu loben, wie es viele Lerrt^ darunter der Bückof von London, getan hätten. Die Haltung deS Kapitäns müsse vorsichtig gewesen sein, sie verrate aber stcherlich nicht den Mut und die Tatkraft, derentwegen die britische» Seeleute in ihrem eigenen Lande berühmt seien. Die Schwierigkeiten, 22 deutsche Schisibrüchige nach England zu bringen, seien gewiß nichl unüberwindlich gewesen. „New Statesman" will den Kapitän zwar nicht direkt verurteilen, aber man könne ihn doch unmöglich bewundern, weil er Schiffbrüchige ertrinken ließ und wegfuhr.
Englische Klagen über die amerikanische Note.
W. T.-B. London, 13. Febr. (Nichtmnilich.) Der Marin««« miiaübeiter der „Times" schr-si-bt: Die amerikanische Regierung hat durch ihre Note vom 28. Farmar den Deutschen eine aiusgezeichn«te Gelegenheit und einen guten Borwanid für ein« neue Kriegserklävumg am die englische Hawdslsflotte gegebe». Der Berichterstatter klagt darüber, daß Amerika nicht den englischen Standpunkt vertritt, und sagt, wenn die Neu trat«« einschließlich der Vereinigten Staaten die deutsche Auffassung anerkennen, würde bewaffneten Handelsschiffen die Benutzung neutraler Häfen verwahrt und dem Handel der AllAecten mit
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