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®etl«g SaKgaaffe 21 tttrtfhsmiftfh 12 ^USCJClbCtl. „r-gblatt^»,s" Nr.s«so-»3.
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„T-gblatt-HanS" Nr. 6660 -63.
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Donnerstag, 10. Februar 1916.
Kbend-klusgabe.
Nr. 68. . 64° Jahrgang.
Der Urieg.
Ein weiterer Gewinn unserer Truppen nordwestlich Bruch.
Abweisung schwacher russischer Angriffe.
Der Tagesbericht vom 10. Februar.
W. T.-B. Großes Hauptqarticr, 10. Februar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nordwestlich von V i m y entrissen unsere Truppen den Franzosen ein größeres Grabenstück und gewannen in der Gegend von Neuville einen der früher verlorenen Trichter zurück. 52 Gefangene und 2 Maschinengewehre fielen dabei in unsere Hand. Südlich der Somme wurden mehrfache französische Teilangriffe abgeschlagen. Hart nördlich von Becquincourt gelang es dem Fc:nd, in einem Teil nuferes vordersten Grabens Fuß zu fassen.
Auf der Combreshöhe quetschten wir durch Sprengung einen feindlichen M i n c n st o l l e n ab. Französische Sprengungen nordöstlich von Calle (in den Vogesen), blieben erfolglos.
östlicher Kriegsschauplatz.
Bei der Heeresgruppe des Generals v. Linsingen und bei der Armee des Generals Grafen v. Bothmer wurden Angriffe schwacher feindlicher Abteilungen durch österreichisch-ungarische Truppen vereitelt.
* Balkankriegsschauplatz.
Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.
Oie Ereignisse auf dem Balkan. Der Vormarsch gegen Durazzo. Tirana bereits von den Bulgaren besetzt.
W. T.-B. Bern, 10. Febr. (Nichtamtlich.) Wie der «Corriere della Sera" aus Paris meldet, sollen die Bulgaren auf dem Wege nach Durazzo bereits Tirana besetzt haben.
Br. Wien, 10. Febr. (Ei-g. Drahtbericht. Zens., Bin.) Das Kricgspressequarticr berichtet: Die österreichisch-
ungarische Offensive in Albanien hat nach Überwindung des schwierigen, fast wegelosen Gcbirgslandes nunmehr das breite Küstcntal des unteren Jfmiflusfes erreicht und hält zur Stunde 22 Kilometer nordöstlich Durazzo. Im Abschnitt T i r a u a - D u r a z z o ist jetzt der Hauptwiderstand der Italiener, der Serben und der Albanesen Essad-Vaschas zu erwarten. Parallel zum Jsmifluss zieht sich auf dessen Südufer der Bergzug des Mali Kucot hin, dessen Wcstspitze das Kap Rodoli weit ins Adria-Meer vorspringt und dadurch den Drin- Gols von der Bucht von Durazzo trennt. Diesen Bergrücken haben die Gegner besetzt, um so einen letzten Versuch zu machen, Durazzo zu occkcn.
Havas über den Vormarsch in Albanien.
Die Bulgaren im Anmarsch auf Elbassan?
Bern, 10 Fahr. Wie die Havas agcnt-ur aus Athen meldet, soll sich die Vorhut der Österreicher Durazzo nähern, während die Bulgaren aus Elbassan vorrücken.
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An der griechifch-ferbifchen Grenze.
Die Unsicherheit über kommende Operationen.
Paris, 10. Febr. (Jens. Mn.) Die chlgence Havas" rneldet: Während die deutschfreundliche Presse einen Ein
fall in Griechisch-Mazedonien als unmittelbar bevorstehend betrachtet, verlautet aus anderer Quelle, der deutsche General st ab verzichte aus einen Angriff auf Saloniki und lasse auf den anderen Fronten Schützengräben ausheben. Die Bulgaren würden die Gräben der Österreicher besetzen, die bis auf drei Divisionen an eine andere Front abzeschoben würden. Es wird ferner versichert, daß die griechische Regierung eine Interpellation über die auswärtige Politik nicht erlauben werde.
Essad-Pascha stellt seine Beute sicher.
Athen, 10. Febr. (Jens. Mn.) Die griechische Zeitung „Kairi" berichtet unterm 22. Januar: Wie wir eigenen verbürgten Nachrichten entnehmen, sandte Essad-Pascha aus Furcht vor dom Nahen der Deutschen und Bulgaren außer ferner Gattin auch 20 Millionen Franken in Gold nach Italien. Dieses Kapital hat Essad sich auf unredliche Weise erspart, indem er nur die Hälfte der von Frankreich für den Lebensunterhalt seiner Mannschaften gesandten Sumnren zu diesem Zweck verwandte. Nunmehr hat dieser „Hold", dessen Befürchtungen alle italienischen Beruhigungs- Versuche nicht zu bannen vermögen, sich für den Fall der gebotenen Flucht mst einem Flugzeug versehen, das Italien ihm zur Verfügung stellte.
Die Gewaltherrschaft des Vicrverbands in Saloniki.
Br. Wien, 10. Febr. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Dln.) Nach einer Meldung der „Neuen Fr. Pr." erfährt „Rjetsch" aus angeblich autorativer Quelle, daß der Bi er verband beschlossen habe, nach seinem Gutdünken über die Verwendung des hellenischen Gebiets zu verfügen und die griechische Regierung darnach nur von den vollzogenen Tatsachen zu verständigen. Man begründet diesen Beschluß mit dem geheimen Widerstand, den Griechenland der Tätigkeit des Vierverbands entgegensetzt, und Verhandlungen mit ihm unmöglich machen.
Drahthindernisse versverren die Enge von Korfu.
Nr. Athen, 10. Febr. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Mn.) Die Zeitung „Athinia" meldet: Die Franzosen, welcsic am Küstenland austreten, versperren durch Drahtgeflecht die Enge von Korfu. Das eine Drahtgeflecht, das nördliche, dehnt sich vom Endpunkt Sideri, der Insel Luthrotes, bis zur gegenüberliegenden epirotischen Küste aus. Das andere Drahtgeflecht erstreckt sich von Levkymma bis Liurtos im Epirus. Wenn ein Schiff die Enge durchfahren will, werden die Draht- geslechte teilweise entfernt und der Dampfer passiert unter französischer Führung. Die Durchfahrt ist nur bei Tag gestattet. Aut der Insel Vido, wo Franzosen untevgebracht sind, postierten die Franzosen schwere Geschütze. In der neuen Festung wurde eine komplette französische Batterie aufgestellt.
Zur Haltung Rumäniens.
Br. Genf, 10. Febr. Mg. Trahtbericht. Zens. Bln.) „Petit Parisien" meldet: Dir rumänischen Blätter sehen die Lage als e r n st an. Ein rumänisches Blatt schreibt, daß dir Zukunft Rumäniens in diesen Tagen entschieden werde. Dagegen meldet die „Wiener Allg. Ztg." aus Sofia: Die auswärtige Politik der rumänischen Regierung bildet den Gogenstanid wiederholte-r Ministerberatungen. Bratianu besprach sich mit dom rumänischen Generalstabsches. Auf Grund eines eingehenden Berichts desselben beschloß der Ministervat, auch weiterhin st r e n g st e Neutralität einzuhalten.
Oer Nrieq yeaen England.
wiedsr deutsche Fluazeuye an der Rüste von Rent.
W. T.-B. London, 10. FÄr. (Nichtamtlich. Drccht- bericht.) Das Kriegsamt teilt mit: Um 3,20 Uhr nachmittags näherten sich zwei deutsche Sceflugzeuge der Küste von Kcnt. Wenige Minuten später fielen drei Bomben in die Felder in der Nähe von R a m s g a t e und vier Bomben in die Nähe der Schule von Broad- stairs; drei von den letzteren explodierten. Verluste an Mcnschcncbcn sind nicht zu beklagen. Auch soll kein Schaden verursacht worden sein, ausser Fensterscheiben. „Zwei Frauen und ein Kind" verletzt.
W. T.-B. London, 10. Febr. (Nichtamtlich. Draht- bericht.) Nach einer amtlichen Meldung wurden bei dem gestern aus die Küste unternommenen Luftangriff zwei Frauen und ein Kind verletzt. Eine Auzabl Marineflugzeuge stieg zum Angriff gegen die feindlichen Flieger auf, die sich sogleich zurückzogen. Von einem Luft- kampf wird nichts gemeldet.
Zwei weitere englische Schisse beim letzten Zeppelinangriss vernichtet.
Köln, 10. Ftbr. (Zens. Mn.) Die „&8Iu. Ztg." meldet: Außer dem englischen kleinen Kreuzer „Caroline" (dessen
Verlust bekanntlich von den Engländern, was nichts beweist, bestritten wird. Schriftl.) sind bei dem letzten Luftangriff die beiden Zerstörer „Eden" und „Nith" auf dem Hmnber gesunken.
Die beiden englischen Torpodobootszerstörer „Eben" und „Nith" gehören derselben Klasse an, von denen 34 in den Jahren 1903 bis 1905 erbaut worden find. Diese Klasse hat eine Wasserverdrängung von 550 bis 600 Tonnen, eine Schnelligkeit von 24 bis 25 Seemeilen, ein- Bewaffnung von vier Schnelladekanonen uni» zwei Torpedorohren. Die Besatzung beträgt etwa 70 Mann.
Unsere Unterseeboote an der Arbeit.
Von einem Unterseeboot beschossen.
W.T.-B. Rotterdam, 10. Febr. (Nichtamtlich.) Der „Rotteödamsche Egurant" meldet: Die „City of Marse i l l e", ein Schiff der Liverpooler Hall-Linie von^ 8250 Tonnen- die im Merffey angekommen ist ,berichtet, daß sie ans der Ausreise nach Indien durch ein Unterseeboot beschossen wurde. 12 PtoMile wu^rden abgefensrt, die alle zu kurz (veg'refflt waren. Die 175 Passagiere, «darunter 35 Frauen und Kinder, waren während der Beschießung unter Deck.
Die Angelegenheit des deutschen Militärattaches v. Papen.
Ein Wort englischer Selbstkritik.
W. T.-B. London, 10. Febr. (Nichtamtlich.) Die Regie- rpng hat Papiere veröffentlicht, welche dein deutschen Militärattache v. Papen und dem amerikaimschen Journ«- lichen Archtbald in England abgenommen wurden. Die „Morning Post" sagt 'darüber in einem Leitartikel: Sollen wir Papm tadekn? Wavuim sollten wir das tum? Er war in der Sache seines Vaterlandes flrupellos. Unsere Politiker, die so gewissenhaft sind, wenn es sich um den Feind handelt, ü'&crtccff£ri ctn ©etnciiipciitcrt in t»ct üvfi’Ctcn ^»oliiii.
Wenn unsere Regierung ihre Listerr auf die Besiegung des Feindes verwenden wollte und ihre Rechtlichkeit auf die vmrere Politik, so lrürde England viel glücklicher und der Krieg seinem Ende viel näher sein. Diese unschuldigen Leute, die da glauben, daß der Krieg mtt Glacehandschuhen ge- fiihrt wird, sollten sich aus der KorrespondeiH v. Papeirs eines Besseren bekehren lassen. Die D-sutschen evinnern uns an das alte Sprichwort, das unsere Politiker nur auf den Partei- stveit anwenden, -daß rrämlich im Kriege mnd ln der Liebe alles erlaubt ist.
Englands und Frankreichs Ohnmacht gegen die deutschen Luftangriffe.
Rotterdam. 10. F'.br. (Zms. Bln.) Noch immer ist man in Frankreich und England zecaoszn ratlos über sie Ohnmacht der Derteid'aungsmittel z:g«über den Anunfsru der deutschen Luftschiffe. In Frankreich Hai der französische.Unter- ttaotssekretör für das äuftschifkrhrtswrsrn feinen Posten nicdergelcgt. Dieses Ressort soll jetzt mtt der Eriiennmiz Regniers dem bisherigen Direktor an ver pyrotechnischen Mtlitärzeniralfchule, uu- nitt'Ibir dem Krieg-minister nnieritctlt werden. Im Unterhaus in London haben verschiedene Mttgltcder beschlossen, eine lebhafte Propaganda ins Leben zu rufen, um die Regierung zu einer kräs- tigen Vrrgcltung der deutschen Luftannckfe anzusporncn. Sowohl ins Marinemintsterinm wie auch das striegZministermm^ mußten alle Masnahmer tresten, um einmal das Berteidigung-sqstem au) Ne vollkommenste Höhe ,n bringen und zugleich alles für eine gros;- xügige Offensive gegen Deutschland vorzubereeten. DaS beste sei, tas ganze Lustschiffwescn cmem einzigen vcrmitwortlachen Minister Ar nntnstrklen Der Londoner Wrafschaitsrot hat der Regierung »r-re Vorlage etnge-etcht, in der die Regierung für den durch die Zeppeline verursachten Schaben verantwortlich gemacht wird. Der Schadenersap niüste aus Gütern genommen werten die der Fein 2 in England beütze. Der »wischen den: Kabinett und Northcliss-. geschlossene Fried: scheint nicht von langer Dauer zu sein, denn die „Daily Mail" wirst in einem kurzen, aber kefttgen Artik»! der Regierung sehe erbot vor, daß das oishcrige Verteidigungssch^<n gegen Zrppelmaugnffe vnlistäntzrg versagt habe. Auch sei es verkehrt, Frcnch die .ber'te Lertu.rg über diese Verteidigung au'zubürbcn, er habe genug zu tragen. Mau möge eine» tüchtigen Fachmann ausschlie'zlich mit oieser Ausgabe betrauen. Der „Standard" weiß aus anprbslch sehr zuverlässiger r-nd wohlr-i terribteter Quelle mitzutcile», daß oie Regierung »ich: daran denke, eia: Vergelwngsosfensioe zu ergreifen, wohl aber se: sie geneigt, einen sogenannten L u s t s ch i s f a h r, s m r n i st e r zu ernennen. ,
Der Bergarbcitervcrband gegen die Dienstpflicht.
W. T.-B. London, 10. Febr- (Nichtanrtlich.) Dar Berg- arbeiterverbcmb, der seinerzeit an der Abstimmiu-ng der Konferenz der Arbeiterpartei über die Dienstpflicht nicht teit- ncchm, hat nunmehr in eirmr in Lancaster abgehältenen Versammlung einen Antrag angenommen, in dem er sich gegen die Dienstpflicht ausgesprochen hat.
Das „meerbeherrschende" England.
Deutsche Hilfskreuzer im Atlantischen und Stillen Ozean?
IV. T.-B. Paris, 10. Febr. (Nichtamtlich.) Der „TernpS" meldet ans Rio de Janeiro: Twtz der Überwachung durch englische .KoeugLr ist eS deutschen Schiffen gelungen, die süd- amerikanischen Häfen zu verlassen. Sie durchstreifen unter amerikanische z Flagge den Atlantischen mkd den Stillen Ozean,
