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T-tt- S.

Abend-AnsgaSe. Erstes Matt.

Weskmderrer T«rgb!ai1.

Dienstag, 8. Februar ISIS.

Nr. «4.

ern«n französischen Vorposten kn Süden von Doiran stattgsfunden.

Gin Gefecht zwischen Griechen und > Albanesen.

. Dr. Genf, 8. Febr. ^ (Sig. Drahübericht. Zsns. Bin.) Eine Baude albanischer Komitatschis ver­suchte, einer Athener Meldung des „Lyoner Progrtzs" Wfvlge, die griechische Grenze im Gebiet von Kvrrtza (in Griechenland dicht an der albanischen Grenze) zu überschreiten, stieß aber auf eine Abteilung griechischer Soldaten. Es kam zu einem Gefecht, wo­bei ein Albanese getötet, mehrere verletzt wurden.

Ein Gefecht bei Durazzo?

, W. T.-B. Paris, 8. Febr. (Nichtamtlich.) „Petit Parisien" meldet aus Korfu, die Serben hätten bei Durazzo ein Ge­fecht mit den Österreichern gehabt, die z u r ü ck ge­schlagen worden seien.

Znr Verteidigung von Valona entschlossen.

»*. Konstantmopel, 8 Febr. (Eiq. Drahtbericht. Zeus. Wn.) Die türkische Zeitung „Turqne Sedasft" meldet: Die Italiener haben alle Truppen au-s ganz Manien inValona zuffamm-engezogen.

Der Depeschenwechsel zwischen dem bulga­rischen Zaren und dem König von Sachsen.

W T.-B. Dresden. 7. Fest:. fNickwmt'i»Anläßlich der durch den König setzt erfolgten B'rl.nh'ing des Militär.Ii.-Heinrich?- Orden? an König Ferdinand von Bulaarirn bat zwischen beiden Majestäten folgende: Telegrammwechstl stattgcsnndcn:

„König non Srcklen, Darfcha».

S oN a, Palais, 4. F:br. 14lll. Soeben emvfing ich Deinen anher ordentlichen Gesandten, den lieben alten Freund meines Hanfes Grafen v. Rer, in feierlicher Audienz. der mir Dein Hand­schreiben lrwie die Insignien des Ritterkreuzes und des Großkreuzez Deines Militär-Si.-Heinrich-OrdenS überreichte Als Herzog zu Sachsen bin ich ties ergriffen, di- Inno,men dieses höchsten mrii. täuschen Ordens Dein-s löniqlichen Hanke? in öeliyen. Als -berster Kriegsherr der bulgarischen Deöunackt erfüllt es mich mit Seal,, die seit affte, schwer zu erlang -nde Ansz-ichnung für das Verdienst im Krie,« von meinem lö-nglichen V-tter von Sachten erhalten zu haben. Ich bNte D'ch daher, für vi-'se mich und mein- Armee aus« höchste ersten ende außergewöhnliche Ehrung meinen wärmsten Dank entgegrnzunehmGroßes leisteten unser: in treuer

Bassenbrüderschaft eng vrrbünvtten Truppen in den ge­meinsam m schweren Kämpf >n. herrliche Siege wurden crrungen. Möge dieser gemeinsame Wille zu dem endgültigen Siege, von dem jetzt unsere Völker durchdrungen sind, für immer als bauerndes Erbteil in jedem einzelnen zurückdieibrn, da- mst nach erkämpfter glücklicher Fr!edensz-ft die Nationen in edlem Wettbewerb den Werken der Kultur und Freiheit sowie der friedlichen Entwickelung dienen können. In dieser Beziehung teile ich vollkommen Deine Ansicht über di: zukünftigen engen wirtschaftlichen Beziehungen unserer beiden Länder und erhoffe davon eine große m e r k i n I i! e Zukunft. Bis dahi» aber möge der Allmächtige unsere tavlrrcn Kämpfer weiter mit sieg, reichen Erfolgen segnen. Ferdinand."

Seine Majestät dem Körrg von Bnigarien, Sofia.

Bielen herzlichen Dank für Dein freundliches Telegramm. E» ist «st eint besondere Freude, Dir in Anerkenn»«, der hervorragen- den Leistungen Deiner Armee meinen Mliitär-St.-Hnnrichs-Orden Verleihen ju können. Das ist um so mehr der Fall, als wir ja n a h e Verwandte smd. G o t t h e l f e u n s ,s c i t c r.

Friedrich August."

Mn rnssischer Dampfer im Schwarzen Meer versenkt.

Bukarest, 8. Febr. (Zens. Mn.) Wie das Blatt „Minerva" meldet, erzählte ein Leser des Blattes, daß er auf dem russischen Dampfer „Teosiporti", der die griechische -Flagge führte, eine Reife von Odessa nach Reni machte. Un­weit Snltwas sei der Dampfer von einem Unterseeboot versenkt worden. Ein Teil der Besatzung, 16 Personen, sei gerettet worden.

Die Unterseeboote im Mittelmeer aufs neue rege.

Ein französischer Hilfskreuzer und drei englische Torpedo­boote versenkt?

Br. Sofia. 8. Febr. (Eig. Drahtbericht. Jans. Mn.) Das Blatt „Kambana" erfährt durch Fnnkspruch, das, Unter­seeboote im Mittelmeer intensiv tätig sind. In den letzten zwei Tagen sollen ein armierter französischer Hilfskreuzer und drei englische Torpedoboote versenkt worden sein. Von anderer Seite liegt bisher keine Bestätigung dieser Meldung vor.

Der Nrieg der Türkei.

Der rrmtliche türkische Bericht.

W. T.-B. Konstantinoprl, 8. gefrr. (Nichtamtlich.) Amt­licher Bericht: Keine wichttgcn Veränderungen auf den ver­schiedenen Kriegsschauplätzen.

Oer Nrieg gegen Rußland.

Die Lage in Rußland.

Stürmer gegen einen Separatfrieden. — Eine Annähe­rung der Regierung an die Duma? — Hohe Auszeichnung für Goremykin.

# Stockholm, 8. Febr. (Eig. Dmihtbericht. Zens. Bln. Telegramm unseres Sonderberichterstatters.) Die „Nolooje SBremia" -bringt eine Unterredung mit dem russischen Ministerpräsident Stürmer. Er sprach sich schr energisch dafür aus, daß der Krieg bis pti siegreichen Ende geführt werden müsse und daß alle Separatfriüdens-Angcib-ote, auch die verlockendsten, zuvückzuirveisen seien. Rußlands finanzielle Stel­lung fei stark wagen seiner unerschöpflichen Reichtümer. Die nationalen Ausgaben seien nur durchgu- fühven durch gemeinsame Anstrengungen des ganzen Volkes. Stürmer halt die Zusammenarbeit mit der Duma für die Regierung nicht für unmöglich. Hoffent­lich falle das gegenseitige Mißtrauen fort. Jeder müsse -heute seine Pflichten, nicht seine Rechte bedenken. Be­züglich der Duimasessio-n muffe die Budgetdchandlung kn Mittelpunkt stchen. Die „Börsenzeitung" glaubt, baß die Dumaberufung m allernächster Zeit er­folgen und die Session keinesfalls kurz sein werde. Stürmer beabsichtige eine Annüheming ber Regierung an die Duma. „Rfetsch" dagegen ist pessimistisch. Kein neuer Kurs sei anzunchmen. Alles bleibe beim alten. Stürmer übernähme seinen Posten wie ein altes Ebbe. Natürlich werde er große Versprechungen machen, wie die neuen Minister gawähnlich. Die „Börsenzeitung" teilt mit, daß G o r e m y k i n mit dam Titel eines Grasen sowie Wirklichen Geheimen Rats erster Klasse, welcher dem militärischen Rang eines General- ieldmarschalls entspricht, ausgezeichnet worden sei und dadurch gleichzeitig das Prädikat ,Kanzler erhalte. Dieser Titel ist in der ganzen russischen Geschichte erst zweimal verliehen worden.

Vie bevorstehende Umbildung des russischen Kabinetts.

Die „Nowoje Wremra" über Stimmungen gegen England.

Stratzentumulte in Kronstadt.

(Telegramm unseres Sonderberichterstatters Sorge.)

Br. Stockholm, 8. Fsbr. (Erg. Dnabtbericht. Zeus. Mn.) In Petersburg verlauttt, daß eine weitgehende Um­bildung s«s Kabinetts bcvorsteht. Der angekündigte Rücktritt des ReichSkontrolleurs soll bereits erfolgt fern. Im ersten Ministerrat kritisierte Stürmer scharf die Geschäftsführung des F i n a n z m i n i st e r i u m 8 und des Ministeriums des Äußern. Er nannte die russische Diplo­matie unfähig und forderte die Einsetzung einer Kom-

Darmffädter Thegterbrief.

Das Hoftbeater, bekannt für gute Fbsenaufführungen, brochte :m Januar einen Menring in der Reihenfolge- „Nora", „Volksfeind", „Stützen der Gesellschaft" und .„Hodda Gabler". Wir halten es für zweckmäßiger, die Stücke nach ihrer Entstehung folgen zu lasten. Wenn auch von Stück zu Stück nicht ein strenger, ursächlicher Zusammenhang besteht, so ist di« innere Verwandtschaft doch meistens erkennbar und sin Fcrtkchrttt, eine Erweiterung, auch eine Verneinung früher ausgeführter Ideen und Probleme nachzuweisen, so daß die Reihe: „Stützen der Gesellschaft", „Nora", „Volks- feind". Hedda Gabler" eine höhere Einheit gebildet hätte. Zum bester«, Abschluß d-eser Einheit wären allerdings Mischen „Nora and „Volksfeind" die „Gespenster" einzuschieben ge­wesen. denn «n „Volksfeind" hat Ibsen bekanntlich eine satiri- sche Antwort auf die leidenschaftliche Ablehnung der „Ge­spenster" durch PuhlMim und Presse gegeben. Ohne neue Offenbarungen analytischer Ausdeutung der vier Werke zu geben, standen die einzelnen Abende mehr oder weniger im Zeichen einer stetig auf achtbarer Höhe sich halteren Schau­spielkunst Bemerkenswert an Einzelleistungen waren die „Nora" nnd „Thea Elvstedt" von Frau Meißner. Sie besitzt «ne eigene Not« für derartige Gestalten, das spielerisch Lieb- kche, das Schüibterne weiß sie so überzeugend zu bringen, wie das Mütterliche, die Innigkeit des Gefühls: man kann bei ihr das Theater wobt vergesien. Dem „Dr. Rank" und dem Schiffsbaume,ster „Anne" gab Herr Westermonn einen per- sönlichen, vollen Lebeusgehalt. Sehr eindrucksvoll war der „Eylert Lövborg" des Herrn Ehrle, der zwar ganz anders er- fchren als Men vorschreibt, aber bald die Szene beherrschte.

In der freien literarischen Bereinigung trug Professor Dr. Emil Milan Gedichte von Boß, Hebbel, Rsickert mid Claudius vor In unserer erregten Zeit das Publikum für die harmlos«,, lelsen Gedichte der Genannten zu erwärmen, schien wenig aussichtsreich, ist aber vollkommen gelungen.

MAan »eckte mit seiner starken Kunst die schlafenden Schönheit«, der kleinen Sachen und brachte es in wenigen Minuten zuwege, die Seelen'der Zuhörer einzufangen und aus die von :hm vermittelten Stimmungen einzustell«,. Er uribettet rern künstlerischunter streike: Vermeidung von Augenblick «orrkun«en ist sein Ziel, da« Wesen jeden Ge- Acht» g* treffe», mr« » ster» rechte erreicht. Sr verjchnrbht

all di« Hilfsmittel vieler Herren vom Bortragstisch, die aus dem Podium am liebsten eine kleine Bühne machen möchten, und mit Monokel, Veränderung der Frisur, Mimik usw., stil­los in das Reich des Schauspielers übergreifen. Milan setzt sich nicht m Szene und kennt keine Mittelchen, um sich inter­essant zu machen; er ist eine in sich selbst ruhende, künst­lerische Persönlichkeit voll Kraft und Eindringlichkeit, die so­fort für sich entnimmt. Am meisten Eindruck machten Hebbels ..Baumzucht" rurd „der gute, alte Onkel" von Rückert. — Aus einer Welt des Friedens trat man auf die Straße, wo uns die Ausrufer des ersten Mor-genblrtts mit den neuesten Kriegs- Nachrichten schnell wieder in den Bereich der Wirklichkeit löschten. Es fröstelte.

Am bicsrgen Hortheater wirkt eine junge talentvolle Wiesbadenerin, Fräulein Nanni Malinowsky. Sie fällt durch einen sehr ansprechenden, dunkel gefärbten Sopran, anmutiger Spiel und ausgleicheiide Bühnenerscheinung auf. Zu kleine­ren Partien in „Tiefland" (Pepa), „Fledermaus" (Fda) und „Bummelstudenten" (Agnes) wird sich als nächste Rolle die anspruchsvollere Arsena im „Zigeunerbaron" gesellen. a.

Nus Kunst und Leben.

* Max Halbe am Vorlesctisch. Die „Literarische Gesell­schaft" sorgt Fn d-.esrm Winter für ein abwechslungsreiches Prograuun, sorgt dafür, daß gute Namen, ganz bekannte Schriftsteller hier lesen, und sieht ihre Bemühungen durch e,nen stets vollen Saal gekrönt. Gestern aoeud war wieder der „Rote Saal" des Kuchauses stark besetzt, galt es doch, Max H a l b -, den Verfasser von „Jugend" und „Strom", von Angesicht zu Angesicht kennen zu lernen. Die beiden hiesigen Theater hatten des Dichters 50. Geburtstag gebührend ge­feiert, der Tioden iva: also gut vorbereitet, das Jntereffc ge­weckt. Leider gehört nun aber Max Halbe zu den Dichtern, die klüger täten, ihre Werke von anderen. Berufenen, vorlesen zu lassen. Seine lyrischen Gedichte, die er in der ersten Hälfte des Abends vortrug, begrub er unter rollenden Rs. und sonstt- gen merkwürdigen Nebenlauten. So viel sich erkennen läßt, liegt Max Halbes Stärke überhaupt nicht in der Lyrik' „Jugendklang" und „Mittagsblume" schienen von- der Auslese das Wertvollste zu sein. Bester noch war der Prolog zu fernem neuesten txtterlänbrschen Drama „Fr«heit!" — Die Mette un» längere Hälfte des Abends war der Novelle .Der Rin« de»

misswn für S a n i e r u n g der Staatssinanzen, zu deren Bm> sitzenden er C h w o st o w vorschlug. Der Gegensatz zwi­schen Ehwostow und Stürmer wird viel erörtert. Di« Nach­richt von einem bevorstehenden Rücktritt Ehwostow», dessen Nachfolger angeblich der Direktor des Prcffobnroans G u r l a n d sein soll, ist sicher verfrüht.

In Dumakreisen herrscht völlige Ungewißheit über die Bedeutung des MinistevwechselS. Die äußerst« Rechte ist mit demselben zufrieden. Die übrigen Partei«! verhalten sich sehr skeptisch. Den Versprechungen, die Stürmer in einem Interview machte, wird kein Glauben beigemeffeu, weil er als Dwergher Gouverneur zu den schärfsten Reaktionären gehörte und als solcher zahlreich« Semstwomitglieder nach Sibirien vestbannte.

„.Nawoje Wrenija" bringt einen LeitartÄel über Friedensgerüchte. Sie nennt die russische Stimmung gegen England dauernd aufgebracht. Als England sich aus Gallipoli festsetzte, sagte alles, sie werden dart bleiben und uns dauernd die Meerengen verschließen. Später ist in Rußland die Redensart aufgekammen: D i e Engländerkämpfenbiszumletztenrussische« Soldaten. Die Abkühlung wird ständig ge­steigert. Jetzt geht ein neues Gerede um. das allMmet» geglaubt wird. Die Engländer planen darnach Verrat, sie schlagen Deutschland einen Separatfrieden vor.

In Kronstadt kim es zu großen Straßen­tumulten. Betrunkene Matrosen wurden von der Pokrzei abgeführt, die Menge suchte sie aber zu befreien und ver­prügelte die Schutzleute. Es mutzte Militär herbeigerufen werden, das die Menge fem hielt. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen und die Veichafteten dem Feldgericht übergeben.

Der neue russische Reichskontro?le«r.

W. T.-B. Petersburg, 8. Febr. (Nichtamtlich. Draht- bericht.) Das Reichscatsmirglied P o k r o w s k y lst an Stelle des aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreienen Reichskoa» ttolleurs Charitonom zum Raichskontvolleur ernannt worden.

Einberufung der Duma auf den 9. Februar.

W. T.-B. Prtrrsburg, 8. Febr. (Richtamtkich. D«std- bericht.) Die Petersburger TelegvaphenagenLrr Weidet: Durch kaisevlichen Erlaß werden die Duma und der R e i ch s r a t für den 9./L2. Februar eirckerufon.

Die Getreide- und MehlversorK««S PslenS.

Ein« Widerlegung englischer Sonvürf«.

Berlin 8. Febr. (Zens. Bln) Lle „Nordd. Allg. Ztg." schreibt rnr Lebens ni ittelfrage in Poftn u. a: Der englische

Blinistrrpräsident Hot den a m e r s k a :l l s ch e n Polen gegenüber die Genehmigung der Einfuhr amerikanischer Lebensmittel nach Polen obgelehnt mit der Begründung, daß. wenn 2 e n»s ch l a n d und L' st e r r c i ch - U n g a r » aufbörtcii, Nahrungsmittel aus Pole« lür die moenen Zwecke zu exportieren, alle Hunqersgefahren beseitigt leien Die zuerst genannte Austastung, daß tas Land, wenn os auf sich selbst angewiesen ist, ausreichend Lebensmittel habe, ist tatsäch­lich nicht zutreffend. J„ deni Kampfgeviet ist die Ernte, so weit überhaupt ein Acker bestellt war, großien teils ver­nichtet In dem Rückzugsqrbiel haben die Russen durch ihre Rrandkemmantrs svstematisch fast alle Getreidesteppen and großen Ziffer in Brand gesteckt und dadurch erne Notlage geschaffen. Die besiehenden Schwierigkeiten stnd also ausschließlich der russi­schen Armee zu verdanken, während die deutsche Verwaltung tat, was sie konnte und noch alles tut, uni der Bevölkerung über btt säiwere Zeit hinwegzuhelfen. Die geichlldetten Tatsachen lühren bald da,n daß die Bevölkerung der Großstädte, wenn ‘M Wi Mt «uchü» Ernte versorgt werden soll, nur sehr geringe Wcblraieo er­halten kann. Diese der.-.-gen bisher täglich U3 Gramm Getreidt- mcbl und 85 Grrnim Kartoffelmehl und sind nunmehr nnt Wirkung vom 15 Fibiuar, nm mtt Sicherheit dis zur nächsten Ernte auszu- reichen ouf 315 Gramm Getreidemehl und !tö Gramm Kattoffrk- nicdl, also '50 Gramm Brotmehl täglich, herabgcleyt worden. ES kann jede,zeit der erkuaolicke Beweis erbracht werben, daß nicht mehr Getreide in den deutschen Grenzmuhlen einqelübrt wurde, als in F nm ur Mehl wied-r nach Polen zurückgetubct wurde. 8-ft dem Leptemler, dem Beginn der neuen Ecnlc, wurden aus Bolen ausge» sührt rund 02 < 00 Tonmn Roggen, Bduzcn und Gerste. Nach Belm

Lebens" gewidmet, die gewiß vielen bekannt ist, gehört ft« doch zu einer bei Ullstein erschienenen Navellensammlung deS Dichters mrd ist gleichzeitig der Titel des BucheS. Das Lesen der Novelle dauerte eine ganze Stunde. DaS ist eine lange Zeit, neun auch der Stoff zart und feingespounen ist, der Vor­lesende stellt damit ziemlich große Anforderungen an die Aus­dauer seiner Zuhörer. Der Dichter wuode zum Schluß aber doch durch starken Beifall ausgezeichnet. Er hat durch seine Stücke dem Publikum so manchen angenehmen Abend beschert, daß sie ihm wo«!;! Dankbarkeit schulden. B. v. N.

Kleine Chronik.

Theater und Literatur. Das Hofcheater zu Dessau erwarb im Manuflript ein reues dreiattigeS Yerslustfpäel „Junker Krafft" von Max Pa u lick und tzEs Lorenz, dem Miwerfaster von „Unter der blühenden Lände" nnd .W» die Schwalben nisten', zur Urauftührung.

Auf der Wiener Volksbühne wird, wie die „Voff. Ztg." erfährt, die deutsche Ubauftührung des französischen Schau­spiels „Die Wölf t“ von Romain Rolland vorbereitet.

Ein gesellschasttiches Ereignis war die gestrige Ersiauf. führung des türkischen Schauspiels „Macbouleh" von Maria b. Hobe, der Gattin des Generalleutnant» tz. Hobe. Pascha, im Zirkus Schumann m B e r l i n. Die Kronprin­zessin, viele Fürstlichkeiten, der türkische und andere Dotschaf. ter, Generaloberst v. Kluck nsw-, waren zu der für die Zirkus- atmcsphäre zu feinen orientalischen Tugend- wnd Sultans- komödie erschienen, die von Friedomann-Frederich mit großem Reinhardtschen Luxus inszenrert wurde und dem Roten Halb- mond Ernnahme verschaffen soll.

Berichtigung. Durch ein Versehen unseres Frank- surter Berichterstatters ist in dein Bericht aus den ,.Frank- surr ter Theatern" in .der gestrigen Abendnmnmer der Name des jungen Wieners, des Verfassers des zarten Stückes „Sttlle Stunde", unem-ähnt geblieben. Es handelt sich daber um den jungen, noch unbekannten Dichter Georg Terramar^

Bildende Kunst und Musik. Profeffor Julius Klengel, der bekannte Leipziger Eellwirtuose, hat vom Gouverne­ment Lille eine Einladung erhalten, in der Zeit vom 16. bis 23. Februar m einer Anzahl Mm Konzerten an der Westfront nvit^uwirken. und wird der Aufforderung Folge leisten.

Der italienische Komponist Enräc« Bossi wunde zu» Direktor des Kouservatorrums .San« Locrl»" » 31«« ge, wählt.