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„„ „„ „T-g»l«t.H«s". ioödhctltud) r A^öi? 12 HUSQClüCTl. „T-gbl-tt-H-llL" Nr.6«50-SZ.
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Dienstag,' 25, Januar 1916.
Morgen - Ausgabe.
Nr. 39. ♦ 64. Jahrgang.
Sfutari besetzt!
eiterer Vormarsch in Albanien.
Der Rückzug der Serben von Sfutari.
Auch NiKsic» vanilowgraü und podgoritza in Montenegro besetzt. §orts<hreitends EntWasfnuna. — freundlicher Empfang der Lieger durch Sie Bevölkerung.
der öfterreichfch-ungarische Tagesbericht
W.T.-B. Wien, 24. Jan. (Nichtamtlich.) Amtlich »crlantet vom 24. Januar, mittags:
Russischer Rriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Italienischer Rriegsschauplatz.
Annäherungsversuche deS Feindes im Abschnitt von
® t r “ “ u und ein neuerlicher Angriff einer italienischen Abteilung am Rombon-Hang wurden abae- wresen.
Südöstlicher Rriegsschauplatz.
Gestern abend haben wir Stutari besetzt. Einige -ausend Serben, die die Besatzung des Platzes gebildet hatten, zogen sich, ohne es auf einen Kamps an- kommen zu lassen, gegen Süden zurück. Überdies sind uusere. Truppen im Laufe des gestrigen Tages in Rlksik, Danilow grad und Podgoritza cin- gcrnckt.
Die Entwaffnung des Landes vollzog sich biS zur Stunde o h n e R e i b u n g c n. An einzelnen Punkten haben die montenegrinischen Abteilungen das Erscheinen unserer Streitkräftc erst gar nicht ab gewartet, sondern die Waffen schon vorher niedcr- qelegt, um heimkehren zu könne». Andererseits zog der weitaus größte Teil der Entwaffnetcu die Kriegsgefangenschaft der ihnen s r c i g e st cl lt c n Heimkehr vor. Die Bevölkerung empfing unsere Truppen überall f r e u n d l i ch, nicht feiten mit Feie r- - M b?^e n. Ausschreitungen, wie sie beispielsweise ur Podgoritza vorgekommcn waren, hörten ans, sobald drc erste vsterrelchisch-ungarischc Abteilung erschien.
Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs: v. Höfer, Feldmarschallcutnant.
Die Gester reicher auf dem Marsche nach DurazZo, die Vulgaren' nach Valona.
Berat genommen.
W. T.-B. Saloniki, 24. Jan. (Nichtamtlich. Draht- bericht.) Meldung der „Agcnce Havas": Die österreichisch-ungarischen und bulgarischen Truppen nahmen Berat. Die Bulgaren marschieren auf B a I o » a, die Österreicher auf Durazzo, wo Essad-Pascha Truppen zusammenzicht.
von der flucht des Rönlgs Nillita.
LebenSmittel- und Waffcnmangcl in Montenegro.
w - T -~ B - Rom, 24. Jan. (Nichtamtlich.) „Tribun«" zu« folge mangelt es Montenegro an Lebensmitteln und Waffen. Der König verließ die Soldaten mit größtem Kummer und entschloß sich zur Abreise erst, als seine Söhn- uNd die Minister ihn lebhaft ermahnten, über das ALr.iatvch- Meer zu fahren. Die Reise von Stutari nach San Gtora:inL di Medna legte der König unter großen M ü h s e l i g k c i t e zurück, teils zu Pferde, teils aus kleinen unbeguemcn Wagen, teils zu Fuß. Bei der Überfahrt von San G-iovcmni nach Brindisi aus einem kleinen ' italienischen Fahrzeug fehlten nicht feindliche Nachstellungen.
vre Sicherstellung" der Herrscher von Serbien und Montenegro außer Landes
Die Erkenntnis deS schweren Verlustes in Italien.
W. T.-B. Bern, 24. Jan. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) gur Durchfahrt des Königs Nikita! durch Rom schreibt die „J»sa Naziouole": Mit der Flucht der beiden Könige von Serbien und Montenegro sowie mit der Tatsache, daß alle Regierungsbchördcn sich in den Schutz der Entente gestellt haben, ist dve Sicherheit gegeben, daß von dieser Seite künftig keine unabhängige, der Sache des Verbands schädliche Handlung, vor allem keine unvorhergesehenen und unvorher- sehbaren Losungen, wie die Waffcnstrccknng von Montenegro, unternommen wird. Trotzdem muß nach wie vor zugegeben werden, das das montenegrinische Abenteuer für Italien mit einem schweren Verlust aüschließt.
Die serbische Regierung in Rorfu.
Täglich Ausschiffung weiterer serbischer Hceresreste.
W. T.-B. London, 24. Jan. (Nichtamtlich. Draht- bevicht.) „Reuter" meldet: „Daily Chronicle" meldet
aus Korfu: Der serbischen Regierung ist das Archilleion zu entlegen, weshalb sie sich in Korfu niederlätzt. Das Archilleion wird von KönigPeter oder Kronprinzen Alexander bewohnt. Täglich weiÄen zahlreiche Serben ausgeschifft. In der sanitätsstation wurden Tausende durch eine französische medizinische Mission untersucht. Die Flüchtlinge leiden meist an Erschöp- fung. Zwanzig starben in dem Kcankenhause infolge der Entbehrungen. Tie Franzosen versorgen die serbischen Soldaten mit neuen A u s r Ü st u n g s g e g e n- st ö n d e n, sobald sie sich von den Strapazen erholt haben.
Keine Einwendungen der griechischen Regierung?
W. T.-B. Athen, 24. Jan. (Nichtamtlich. Reuter.) Es wird berichtet, daß die griechische RegiLrung nichts gegen die -Niederlassung der serbischen Regierung in Korfu cinzuweichen hat uird auch bereit ist, die Sorge für die im mazedonischen Feldzug gemachten Kri^sgefangenen zu übernehmen. Sie verweist aber darauf, daß bereits zahlreiche serbische Flüchtlinge sich:m Lande befinden.
mangels ein Bäckerstreik aus-gebrochen ist, bezahlten die Soldaten bereits am 22. Januar 1 Kilogramm Brot mit drei Drachmen.
Der frühere rumänische Ministerpräsident <Tarp in Wien.
W. T.-B. Wien, 21. Jan. (Nichtamtlich. Drcchtbericht.l Der ehemalige rumänische Ministerpräsident Carp ist hier eingetroffen.
Die Verschärfung des Handelskrieges.
Englands neue Blockadepläue erfordern unsere schärfste Aufmerksamkeit. Sie gehören zur Gesaimtheit der Mittel, durch die wir nicht nur jetzt ausgehungert, sondern dauernd lahmgelegt wenden sollen. Die Engländer verdienen nicht den Vorwurf leisetreterischer Geheimhaltung, sondern sie sagen ganz offen, was sie mit uns Vorhaben. Der Hcmdels- minister Runciman war nicht der erste, der uns wirtschaftspolitische Vernichtung androhte, oberer sagte es zuerst mit der erquickenden OffenherAgkeit vre Räubern und Mördern wohl ansteht. Nachdem er einmal sein und überhaupt das britische Herz erleichtert -hat, finden sich Nachtreter, worunter Lord Rosebery
Oie . Einkreisung ffonfenegros- (Mt/fmassUch: Fronf/inie am /K ßjzemberfö/Sj
«ngMchsr Zrachtdampfer nahe Saionilli
von einem deutschen U-Boot torpediert.
>v. T-B. Saloniki, 24. Jan. (Nichtamtlich. Agence Havas.) Ein deutsches Nntcrsecboot torpedierte gestern vormittag einen englischen Frachtdampfcr, welcher darauf strandete. Die Besatzung ist gerettet.
W. T.-B. Mailand, 24. Jan. (Nichtamtlich.) Zur Torpodierung eines englischen Transpirtschisses durch ein deutschev Unterseeboot bei Saloniki erfährt der „Corriere della Sera" folgende Einzelheiten: Die Torpedierung des Transportschiffes, das von England kam, erfolgte gestern früh außerhalb des Hafens von Saloniki. Das Schiff Hatte 100 Soldaten und 150 Mann Besatzung an Bord, sowie 200 Maulesel und Munition. M e n- schenverluste sind keine zu beklagen. Man sucht einen Teil der Munition, sowie das ischi-ff zu bergen.
Brotteuerung in Saloniki.
IV. T.-B. Paris, 24. Jon. (Nichtamtlich.) „Petit Parijien" meldet aus Saloniki vom 23. J«nu«r: Da infolge D(ehl-
als Muster naiver Brutalität erstrahlt. Deutschland, so verkündete dieser chrenwerte Herr, wird nach dem Kriege zwischen der undurchdringlichen Ddauer von Briten und Franzosen im Westen und dem unabsehbaren Strome von Russen im Osten zermalmt werden, der Handel mit den Mittelmachten werde bis zur Unbedeutendheit eingeschränkt lverden. Solche Wsichten sind natürlich nichts, solange sie nicht durch- geführt werden, aber der Wille zu ihrerDurchsührung ist im Jnselreiche jedenfalls lebendig. Nur aus diesem Vernichtungswillen läßt sich das beschämende Urteil des -höchsten englischen Gerichts-Hofes in der bekanntenProzeß- sachc einer Londoner Gesellschaft erklären, die gegen eine deutsche Gesellschaft auf Aufhebung eines Liefe- rungsvertragcs klagte und die damit Lurchdrang, weil der Gerichtshof fand, daß andernfalls „die Wirkungen des Krieges auf die kommerzielle Blüte des feindlichen Landes abgeschwächt würden, deren Zerstörung das Zjtzl unseres Landes lvährevd des Krieges ist". ' %
