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vienslag, 18. Januar 1916.
Kbend-Ausgabe.
Nr. 28. . 64. Jahrgang.
Der ttrieg.
Gesteigerte ZeuertStigKeit im Westen. Drei feindliche Flugzeuge erlegt.
OerTagesbericht vom 18. Januar.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 18. Jan. (Amtlieh.) westlicher Kriegsschauplatz.
Allgemein war die F e u e r t ä t i g k e i t an der Front bei meist klarem Wetter gesteigert. Lens wurde wiederum lebhaft beschaffen.
Zwei englische Flugzeuge unterlagen bei Passchen- daele und Dadizeele (Flandern) im Lustkampf. Bon den vier Insassen sind drei tot. Ein französisches Flugzeug wurde bei Medcvich (Moyenvic) von einem unserer Flieger abgeschossen. Führer und Beobachter sind gefangen genommen.
Gestlicher Hr eussckauplatz.
Bei Duenhof (südöstlich von Riga) und südlich von W i d s y gelang es den Russen unter dem Schutze der Dunkelheit und des Schncesturms, vorgeschobene kleine deutsche Postierungen zu überfallen und zu zerstreuen.
SalKanKriegsjryauplay.
Nichts Neues. Oberste Heeresleitung.
Die waffenstreckung Montenegros.
Einzelheiten über die Verhandlungen mit Montenegro.
Br. 38 i e n, 18. Jan. (Eig. Drahtber. Jens. Bin.) Die „Neue Freie Presse" berichtet authentisch über die Verhandlungen mit Montenegro: Am 13. Januar, am orthodoxen Neujahrstag, erschienen bei unserem Vorposten 2-montenegrinische M i n r st e r und ein A r t r l l e r i e m a j o r. Sie sprachen den Wunsch aus, in KapitutatlonSvcrhandlungcn cinzutrcten. Dieser Wunsch wurde an eine zuständige Stelle weiter- gegeben. Es erfolgte der sofortige Bescheid, die erste Voraussetzung für eine Einleitung und Weitcrfnhrung der Verhandlungen sei die bedingungslose Waffen st re ckung der Armee. Tie beiden montenegrinischen Minister blieben in Cettinje, der weitere Verkehr mit ihnen erfolgte durch Mittelspersonen. Die Montenegriner werden alle modernen Feuerwaffen im Sinne der europäischen Hcerestechnik ab- zugeben haben. Dazu gehören auch jene Waffen und Erbstücke, drc jeder männliche Montenegriner trägt, sowie Handschartrophäen. Die wehrhaften Montenegriner werden in größeren Gruppen, kompagnie-, b a t a i l l o n s - und regimcntsweise zusammen- trcten und die Waffen buch stüblich n i e d c rle g e n. Die Kontrolle für die Waffenniedcrlcgung wird darin bestehen, daß unsere Truppen eine strategische Wald st reif» ng vornehmen, daß also ganz Monte- negro als ein großerWald aufgefaßt und nach seiner ganzen Breite abgegangcn wird, damit sich nicht irgendwie Banden finden, und den Guerillakrieg auf eigene F a u st fvrtsetzen. Sodann loird die männliche waffenfähige Bevölkerung interniert, darunter wahrscheinlrch auch die im greisen Alter stehende. Montenegrinische Frauen haben sowohl als Kombattanten, wie im ganzen Etappendienst am Krieg tcilge- nommcn. Allerdings stellte König Nikita schon seit längerer Zeit die Auszahlung der Löhne ein, worauf viele Krauen in die Heimat zurückkehrten, wohin ihnen auf zeitweisen Urlaub die Familienväter folgten, um den Unterhalt ihrer Familien wenigstens für einige Zeit sicherzustellen. Die Frauen werden ausnahmslos in einzelnen Ortschaften belassen und nicht interniert. Zur bedingungslosen Waffenstreckung gehört auch die Übergabe sämtlicher Städte und O r t- schäften und die Überantwortung aller Verkehrsmittel, namentlich der Eisenbahn. Durch diese Mast, nahmen werden alle unsere Truppen in Montenegro frei. Zur F e st h a l k u n g der von uns besetzten montenegrinischen Gebiete erscheint nur die Sicherung der Küsten notwendig.
Oie „wiener 5lllg. 3ty." zur Waffenstreckung Montenegros.
Br. Wien, 18. Jan. (Eig. Drahtber. Zenf. Mn.) Die dem Auswärtigen Amt nahestehende „Wiener Allg. Ztg." schreibt zur Kapitulation Montenegros: König
Nikita hat immer als kluger Rechner gegolten. Wenn er sich genötigt sah, vor Österreich-Ungarn die Waffen zu strecken, so ist das ein Beweis stafür, daß er nicht mehr daran zweifelt, auf welcher Seite der Erfolg des Weltkrieges sein wird. Die Kapitulation Monte- negros ist ein f u r ch tb ar er S ch la g für Ruß- land, dessen Zar einst in einem Trinkspruch den Beherrscher der Schwarzen Berge als seinen einzigen Freund pries, und für Italien, stas in Montenegro einen wichtigen vorgeschobenen Posten gegen Österreich- Ungarn erblickte. Viktor Emanuel war aber nicht imstande, König Nikita zu Hilfe zu kommen.
Oer Eindruck in Wien.
W. T.-B. Wien, 17. Jan. (Nichtamtlich.) Die Abend- blätter veröffentlichen die Nachricht von der Kapitulation Montenegros vorerst ohne Kommentare. Nur die „Neue Freit Presse" bemerlt: Die Waffenstreckung der montenegrinischen Streitkräfte ist eine der schlimmsten Niederlagen der Entente, ein Schlag gegen ihr politisches und militärisches Ansehen, wie Graf Ti^a mit Recht sagte, ein Erfolg unserer Armee in der Front und unserer Ausdauer rm Hinterland.
W. T.-B. Wien. 18. Jan. (Nichtamtlich.) Die „Z e i t" schreibt: Die Kapitulation Montenegros hat über eine beträchtliche militärische Bedeutung hinaus einen außerordentlich moralischen Wert. Sie zeigt, daß der politische und militärische Kredit der Entente in den Augen König Nikitas nunmehr ernstlich erschüttert wurde. — Die „Wiener Allgemeine Zeitung" sagt: Aus der Kapitulation
kann man schlichen, daß der König nicht mehr zweifelt, aus welcher Seite dar Erfolg im Weltkriege sein wird. Das Blatt hebt hervor, daß außer der 'tapferen österreichisch-ungarischen Armee auch die bewundernswerte österreichisch-ungarische Flotte großen Arrteil an dem Triumph Österreich-Ungarns hat. D« gewaltige Überlegenheit der italienischen, französischen und englischen Seestreitkräste war nicht einmal imstande, die Aktionslust unserer Marine zu hemmen. Es zeigte sich jetzt, daß die Adria unser Meer ist.
Oie Freude in Budapest.
IV. T.-B. Budapest. 18. Jan. (Nickstamtlich.) Anläßlich der Kapitulation Montenegros ist die Stadt beflaggt. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Paul Beöthy, richtete an den Armeeoberkommandanten Erzherzog Friedrich ein Delegvamin, in dem er die Waffenstreckung Montenegros als die erste Frrrcht des titanenhaften Ringens des unter so viel Fährlrchkesten durchgekärrrpsten, im Wesen bereits entslbiedenen Weltkrieges bezeichnet und dem stolzen Gefühl der Mitglieder des ungarischen Abgeordnete-n- hauses darüber Ausdruck gibt, daß die göttliche Vorsehung zur Erzwingung dieser Wendung vau großer Tragweite die Armee der Monarchie auseriehen habe. — An den Kommandanten der 3, Armee, General v. K o e v e ß, richtete Präsident Beöthv ebenfalls ein Degrüßungstelegramni, in dem er sagt, daß aus dieser Wafientat Ruhmesglanz aus die stets sieggewohnte Arme? Seiner Majestät erstrahlt und besonders auf jene Truppen, deren Ringen als unmittelbare Folge die Waffenstreckung der Montenegriner zur Folge hatte.
Die Urteile ungarischer Politiker.
Dir vorherige Zustimmung Italiens.
IV. T.-B. Budapest, 17. Jan. (Nichtamtlich.) „Az Est" teilt die Ansichten verschiedener politischer Persönlichkeiten über das Friedensgesuch Montenegros mit. Graf Khuen Heoervary sagte, dies sei das erste konkrete Zeichen des endgültigen Siegs des Bierbundes. Er ist der Ansicht, daß Montenegro diesen Schritt ohne Zustimmung Rußlands unternonimen hat. Hingegen sei es wahrscheinlich, daß Montenegro im vorherigen Einvernehmen mit Italien gehandelt habe. Derselben Ansicht ist auch Graf Andrassh. Er fügt hinzu: Wohl ist Montenegro unser schwächster Feind, allein König Nikita ist ein sehr wo h (orientierter Politiker. Wenn er den Kampf aufgab, wird dieser Entschluß auch diejenigen unserer Feinde nachdenklich machen, die heute noch großen Optimismus zur Schau tragen. Der ehemalige Unterrichtsminister und gewesene Präsident des Abgeordnetenhauses Berzeviczy sagte: Die Bedeutung des Friedensgesuchs liegt darin, daß Italien aller Wahrscheinlichkeit nach notgedrungen seine Zustimmung dazu gegeben hat.
Berlin im Flaagensckbmuck.
Berlin, 18. Jan. Aus Anlaß der Waffenstreckung Montenegros wird die Reichshauptstadt heute Fluggenschmuck an- legen.
Deutsche preffestimmen.
Berlin, 18. Jan. Im Einklang mit der Wirkung der Verlesung der Meldung des Wölfischen Telegraphen-BuceauS über das Jnaus- sichtstehen des ersten Sonderfriedens im Reichstag und im Landtag begrüßen die Morgrnblättrr Montenegros Anerbieten zur bedingungslosen Unterwersung.
Der „Berliner Lokal-Anzeiqcr" sagt: Der erste Stein aus dem gewaltigen Gebäude des Viervcrhandes ist herausgebrochen, der erste Seporolfrieden zwar noch nicht geschlossen, aber durch die bedingungslose Kapitulation des montenegrinischen Heeres so gut wie sicher gestellt. König Nikita, der nach den Mel- dunoen der Ententeblätter eben noch versichert haben soll, daß er und sein Volk ten Kamps bis zum Äußersten sortsctzcn würden, er hat die Hand zum Frieden geboten, noch ehe da; verhängnisvolle „zu spät!" ihm als einzige Antwort in die Ohren gellen konnte, und Kaiser Franz Joseph is! großmütig genug, seinen auf momenegrmischcm Boden stehenden Trupven Halt zu gebieten, bevor sic ihre Arbeit im Königreich der Schwarzen Berge bis zum letzten Schritt getan haben. Wenn schon „der einzige Freund des Zaren" die Flinte ins Korn wirft und sich bedingungslos den Mittelmächten unterwirft, wie muß es da nicht um die Sache bei den Bundesgenossen bestellt sein, die entschlossen sind, sich eine ganze Welt zu unterwerfen und nun nach dem Verlust von Belgien, Russisch-Polen, Kurland und Serbien den König von Montenegro ins feindliche Lager übergehen sehen. Mit Spannung darf man naturgemäß Italiens weitere Stellung- nähme abwarten, denn es ist selbstverständlich, daß Montenegro der erbetene Friede nur erteilt wird unrer völliger Wahrung der militärischen und politischen Jntecessen in der Adria, um derentwillen Österreich-Ungarn diesen Feldzug geführt hat. Das Band zwischen Italien und Montenegro ist bereits zerrissen und die Herren Salandra und Sonumo köniren nun mit Gabriele
d'Annuncio prüfen, wie sie in Zukunft ohne und gegen Montenegro am Ostufer der Adria, in Albanien'und tu seinem Hinterland zu- recht kommen wollen.
Das „Berliner Tageblatt" sagt: Die Tragwe, te der Kapr- tulation geht weit über de» Rahmen eines unmittelbaren militärischen Zusammenhanges hinaus, denn ite beleuchtet für alle Wett sichtbar die allgemeine kriegsvolitische Situation. Das ist eine Tatsache, die zu allen Völkern der Erde spricht, daß der 75jährige wohlerfahrene Balkansürst sein Schicksal und das zukünftige seines Landes lieber in die Hände der Feinde legt, als es dem ungeheuren Mächteverband weiter anzuvertrauen, dem er bisher auf Tod und Leben verbunden war. Nicht allein, daß seine großen, im Munde des Volkes bisher über alles gewaltigen Verbündeten, ihm ja nicht geholfen, ihn zur Unterwerfung ge« '' trieben haben, sondern die Überzeugung, daß sie ihm a u ch in Zukunft nicht wieder werden helfen können, hat König Nikita wohl überlegt. Einer der Alliierten hat die Tatsache anerkannt, daß die Mittelmächte die Stärkeren lind und daß ihnen die Kraft tnne- wohnt, den Ring zu sprengen und niedeczuwersen, der sie erdrücken und erdrosseln will. Die e r it e Bresche ist gelegt. Wir können, so schwere Kämpfe uns noch drvorstehen, ohne Überhebung und Ungeduld in ruhiger Zuversicht des weiteren harren.
Die „Vossischc Zeitung" schreibt: Mag auch Montenegro nicht über viel Truppen mehr verfügt haben, so ist doch dieses erzwungene Ausscheiden aus deni Kampf ein Vorgang von niederdrückender moralischer Wucht für den Vierverband und für solche Nationen, die sich bisher den Luxus gestatteten, mit ihm zu liebäugeln. Im Parademarsch können die Österreicher in Skutari einrücken. Die Macht Österreich-Ungarns an der Ostküste der Adria erstreckt sich nunmehr bis mindestens D u r a z z o. Das hat vlst seinem Krieg der Vierverband getan.
Die „Deutsche Tageszeitung" sagt: Man wird in den nächsten Tagen wohl noch manche interessante und schöne Äußerung aus den Ländern unserer Gegner erfahren. In hoher freudiger Anerkennung begrüßen wir unsere österreichisch - ungarischen Bundesgenossen zu diesem großen militärischen wie politischen Erfolg, insbesondere auch den ^Generalstavschef Freiherrn Conrad v. Höhen- d o r f f, der es in musterhafter Weise nerhanden hat, den Schlag mit vernichtender Wucht zu führen, nachdem er ihn geräuschlos und ohne von dem Gegner bemerkt zu werden, vorbereitet hatte.
W. T.-B. Köln, 17. Jan. (Nichtamtlich.» Zur Unterwerfung Montenegros schreibt die „Kölnische Zeitung" uMer der Überschrift „Der erste Bekehrte" u. a.: König Nikita hat wieder die Entschlossenheit gezeigt, die er oft bewiesen hat. Er sah, daß er ein schlechtes Geschäft gemacht hatte, also gab er nach. Montenegro ist nicht dem Pakt von London beigetreten, dessen Unterzeichner sich verpflichteten, nur gemeinsam Frieden zu schließen. Es darf jetzt ftci sagen, ich will nicht mehr, den» ich kann nicht mehr. Einer unserer Feinde ist bekehrt worden dncch Dia Wucht der Waffen. Wir harren der Zeit, da sie alle bekehrt sein werden.
Die „Kölnische Bclkszeitung" schreibt it. a.: Die Fricdensbitt» Montenegros ist der erste sichtbare Euderfolg des Krieges. Man darf ihn nicht überschätzen, weil er der erste derartige Erfolg ist, man braucht ihn aber auch nicht zu unterschätzen, weil er an sich militärisch und der räumlichen Ausoehauug nach genommen verhältnismäßig klezn ist. An einem Punkte ist jetzt Ruhe und Frieden und an einem Punkte wird jetzt ein Desinitivum gcschassen werden, an dem die Entente mit aller Entrüstung, welche sie ausbieten wild, nichts ändern kann. Unsere österreichisch-ungarischen Waffenbrüder darf man zu diesem Erfolg von ganzem Herzen beglückwünschen. Er zeigt, wie glänzend ihre Waffentat, die Erstürmung des L v w t s ch e u , war und wie mächtig ihr Eindruck auf die Eutcntegemütcr und naturgemäß auf Monte- nearo wirkte. — Weiter sagt das Blatt. Alle Stürme an der bcssarabischen Front, welche seit Nensahr mcht auss'tzen, haben nichts genutzt. Zuerst Serbien und jetzt Montenegro gefallen — damit ist das Prestige Rußlands auf deni Balkan tödlich getroffen. Und das ist gut so. Denn Rußland suchte ans dem Balkan nur seine eigenen Interessen. Alle kleinen balkanischen Freunde waren nur angeworbcu, um ihn!, dem großen Rußland, auch noch Konstantin nopel zu verschaffen.
vre erste Neutermelduug.
Die unbedingte Waffenstreckung wird noch verheimlicht.
IV. T.-B. Amsterdam, 18. Jan. (Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau verbreite' in London folgende Meldung aus Athen: Wie verlautet, hat Montenegro mit Österreich- Ungarn einen Waffenstillstand geschlossen.
8 Italienische klusflüchte zum Kbfal! Montenegros.
D. Berlin, 18. Jan. (Eig. Drcchtberlcht. Zerrs. Bln.) In welcher Richtung die B e s ch ö n i g u n g s v e r s n ch e der Entente über den Abfall Montenegros gehen werden, kann man ans einer Mitteilung der „Tribnna" vom 13. Janrkrr entnehmen. An diesem Tage war zweifellos dem in Rom , erngetroffenen König und dem Ministerium der Entschluß König Nikitas bekannt. Trotzdem wuvde das offiziöse Blatt mit der Veröffentlichung der folgenden Enthüllung betraut: Wir können bestimmt versichern, daß Deutschland durch Vermittlung des Fürsten B ü l o w in Luzern Montenegro einen Separatfrieden Vorschlägen ließ, um die Neuorganisation des serbischen Heeres auf montenegrinischem Baden zu verhindern. Diese Vorschläge wurden zurückgewiesen, worauf die militärische Aktion begann, die zur Besetzung des L o w t s ch e n führte.
Natürlich ist, wie wir zu erklären ermächtigt sind, kein wahres Wort daran, daß Fürst Bülow auch nur den kleinsten Schritt unternahm. Aber in Rom sucht man rechtzeitig auf das Kommende vorzubereitcn. Morgen wird man vielleicht, obgleich eS sich um den königlichen Schwiegervater handelt, in noch nachdrücklicherer Weise angeblicher Berliner und Wiener Verführung und Nikita gemachten Versprechungen den Verrat Montenegros znschreiben. Denn es muß. v er sch l ei er i werden, daß die Eroberung des Lowtschen und Beranes doch von einen: gehörigen österreichisch-ungarischen Machtübcrfluß zeugt, und daß der Vicr- verband, insbesondere Italic n, zur Rettung des kleinen Staates nichts tun konnten. Das Adriatische Meer, ein österreichisches Meer, das heißt ein deutsches, so schreibt „Polyüe"-Reinach im „Figaro" unter dem 14. Januar, wäre Mord gewesen für Italiens Größe. Das Kabinett Salandra
