! Seite g, _Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.
!<srch g«f-angen zu geben. Anfangs war Liefe
l.MrKsruirgstäügkeit" auf «die primitivsten Hilfsmittel beschräickt. Man warf an Steine befestigte Ein- 'loÄnngsTettel hinüber, hielt an Stangen Plakate hoch oder legte in hohle Däunie, bis zu denen nachts unsere Worpsften kamen, verführerische Schriftstücke.
! Heute hat sich Liese Tätigkeit zu einer großen Origanisation entwickelt, bestrnrmt, nicht nur in Iden Reihen unserer Truppen, sondern auch in der GrenOsvöLkerung und bis an -den Rhein Mißstimmung !rrttd Entmutigung hervorUirufen. Franzosen und EnglänlSer haben einen regelmäßigen „LuftLienft" «inGerichtet. Bei jedem günstigen Wind kommen rote, blaue, grüne KrnLerballons cmgeflo-gen, die zu Hunderten in deutscher Sprache gedruckte u-nd nicht immer ganz ungeschickte Lügenberichte bringen; Lroße Pcrpierballons, bis zu drei Meter Durchmesser, mit heißer Lust gefüllt, müssen Broschüren >„zur AWMrung" ans weitere Entfernung tragen — sie gingen bei Ahrweiler, Trier, Bacharach, Bebra usw. nisder; Flugzeuge schließlich streuen massenweise ihre Prosa über deutsches Land. Was enthält nun die imestbetene Post und welchen Schaden könnte sie an- richten?
l DaS „Repertoire" ist nicht sehr reichhaltig. Es gibt da zuerst den „Offenen Brief eines deutschen Kriegsgefangenen an seine Kameraden", sein gedruckt auf einem schwarz-weiß-rot umränderten Boden. In diesem Machwerk, mit dem besonders unsere fünfte Armee bedacht wurde, schildert man die Wonnen der französischen Kefangenenürger (!). Wir sahen so ein geplatztes, armseliges Gummiballön- chen, 'das am Faden diesen Brief trug, ein vergebliches Gift, das unsere Soldaten verächtlich beiseite Wersen. Geriebener ist schon die in Form einer Feldzeitung für deutsche Truppen gedruckte „Feldpost", mit großem Reichsadler an der Spitze, ebenfalls schwarz-weiß-rot umrändert und gut, in fehlerlosem Deutsch gedruckt. -Dieses Erzeugnis, das es schon zu einer dritten Num- imer gebracht hat, wünscht vor allem Angst unter den jLandstürmern zu erzeugen, daß die Teuerung und der Lebensmittelmangel ihren Familien daheim schwere 'Leiden verursachen. Zuerst merken die Loser nicht, woher das Blatt stammt; denn beim Lesen wird mn ierft allmählich gewahr, daß der schlimmste „Feind im iÖnnetn" Deutschlands so viel Übles nicht wünschen 'könnte.
Die in Frankreich hausende Redaktion der „Feldpost" lieft schr aufmerksam die Organe der sozialdemokratischen Minderheit und druckt auch nranche Stellen !auö -den Neichstagsrsden ab. So beschäftigt sich die -Nr. 1 ausführlich mit dem Görlitzer Parteiblatt und dem Görlitzer Zensor, die der Abgeordnete Fischer zitiert hatte. Wenn aber die „Feldpost" anmerkt: „So : wringen die 'deutschen Behörden mit der Wahrheit um. Presseartikel werden nicht nur verboten oder unterdrückt, 'sondern geradezu verfälscht — das deutsche Volk wird wohl lange die alte Polizeiwillkür ertragen (müssen . . dann merkt der Soldat, woher 'der Wind pfeift. Zumal erst bei der Schilderung unseres Win- terfeldzugs in Rußland, der ein Meisterstück an Übertreibung und EnisteDuM ist.
Plumper gefaßt ist eine Entstehungsgeschichte des Weltkriegs. Auch eins kleine Ausgabe des bekannten „J'accuse", mit fchwarz-weiß-rotem Einband und Eisernem Kreuz (!) geschmückt wird verbreitet. Dann wiedecholt man die französischen Heeresberichte vom 25. bis 18. September, als habe der große Durchbruchsversuch Jofsres gestern stattgefunden! Die Engländer verfügen anscheinend nicht über sprachkundige Wetterl^S, Weills usw. Hier die getreue Wiedergabe eines ihres Flugblätter:
Ein Offern zu der fleißig Deutscher Soldaten srom da? Officier Comniandeering der Englische Soldaten vor sie.
„Ich weiß sie find Soldaten das sind sehr fleißig. Wir kannen
Wresjmdrmev TsMM.
mutig scldaten schr leiden aber sie müssen jetzt wissen das der feig ist unsere.
„Eie sind sehr mutig mein kameraden aber warum wollen sie krieg machten wenn sie kann der Frieden haben.
,Mttc aufpaffen. Sechs uhr (abend) 6 th Dezember 1915 zu Sechr nhr (morgen) 7 tb Dezember 1915. Jeden Deutscher Soldat (order soldaten) das kommen zu unsere zitte über das rechts order links, das Boutillerie Weg, wo das f!nß geht wollen haben en recht gut Englische Gruße.
„Sic wollen nach England iahrn und haben da viel zu essen. Wenn das krieg ist fertig, sie kannen nach Deutschland zurick fahrn ganz fric, order zu einen anderen Lande ob sie wollen. Wenn sie in Englartd sind wir wollen jaden solda 125 marks geben. Ein Englische fclbnt, er kann et waß Deutsch sprechen, will on das Boutillerie Weg watton.
„Ich guarantecr sie alle das ich haben hier geschrieben. Zu leben ist aut — Danken sie ob ihr Hause — Machten sie kein mehr krieg, aber kommen und leben sie wohl. Das zeit ich blos srom Montag sechs uhr (abend) 6 th Dezember 1915 zu Deainstag sechs uhr (morgen) 7 th Dezember 1915.
„Durch diese Zeit mein osficiers und soldaten will kein krieg on das Boutillerie Weg machten. Sie nruffen on das zitte der Weg lauscn und es muß ganz dunkel sein.
„Sie kannen sus mir rechnen Kommen sie, jetzt ist der zeit."
Selbst die Russen wollten von ihren glorreichen Vevbürrdeten lernen und haben deutsch gedruckte Papiere in unsere Gräben geworfen; darin >geben sie eine .wahre" Schilderung der Kriegslage: sie beh-aulp- ten, ganz Galizien und die Bukowina wären noch in russischen Händen!
Welches Gelächter solche Elaborate bei unseren -Soldaten Hervorrufen, kann man sich denken. Besonders am „Boutillerie-Weg" werden die deutschen Gewehre zur Antwort etwas lustiger geknallt haben.
Wir aber, die in der ruhigen Sicherheit unserer Städte und Dörfer zurückblieben, sollen aus dem Mißbrauch, den die Franzosen mit einigen deutschen Zeitungsstimmen treiben, die Lehre ziehen, daß wir nützlich handeln, wenn wir in unseren Briefen nach der Front stets heitere Laune bekunden und die kleinen Leiden und Entbehrungen, die uns der Krieg auferlegt — verschwindend klein im Vergleich mit denen, die unsere Kämpfer willig erdulden — verschweigen müssen. Die Ausklärungsarbeit, mit der die deutsche Heeresleitung auf die traurigen Lügen der „Feldpost" Usw. antwortet, stützt sich auf die wahre Darstellung der uns glückerlicherweise so günstigen Kriegslage. So können sich die Franzosen nur darüber beklagen, daß deutsche Kinderballons den lückenlosen Wortlaut der deutschen Kanzler rede an ihrer Front bekanntwerden ließen. . . .
Der Krieg gegen England.
Unsere Il-Voote an der Krbeit.
W. T.-B. London, 3. Jan. (Nichtamtlich. Drahtöericht.) Neutcr meldet: Der britische Dampfer „Glengyle" ist versenkt worden; ungefähr 100 Personen wurden gerettet.
Der japanische Dampfer „Kenkokumaru <3217 Brottorcglstertonnen), im Jahre 1014 gebaut, ist versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet.
Verschlechterung der innerpolttischen englischen Lage.
W. T.-B. London, 3. Jan. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Wie Reuter meldet, hat sich die politische Lage infolge der Dienstpskichtvorlage verschlechtert. Erstens demifsto- nierte Simon, ferner berichtet eine Nachrichtenagentur, daß die Dienstpflicht auch auf Irland ausgedehnt werden soll, was wahrscheinlich zu Schwierigkeiten mit den Nationalisten führen werde, und schließlich würden die Arbeiter befürchten, daß die Dienstpflicht für immer gelte. Das sei aber bereits wiederholt in Abrede gestellt worden, und man erwartet nunmehr, daß McKenna und Runciman im Kabinett verbleiben würden.
Ein englisches ausländisches Handelsdepartement.
Sr. Amsterdam, 3. Jan. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Bln) Reuter meldet: Das englische Auswärtige Amt hat ein neues Departement, das den Namen Departement für ausländischen Handel trägt, ins Leben gerufen Es wird die Durch
Dirnstag, 4. Januar ISIS. 99k 9*
fühvumg deS neuen Gesetzes bewachen, wodurch die Reytr. rung -ermächtigt wird, den Handel britischer Privatperson« und Fiüm-M mit feindLchen Personen oder Firmen in new- tval-en Ländern z-u verbtetem.
Die Einbcrrffnng der Derbtp-Rerrotrn.
W. T.-B. London, 3. Jan. (MchtcmMch. Dvcchtberichr.) „SumÄay Mutes" berichtet, daß am 1. Februar vier weitere Gruppen DerSyuekvutein eirbMufen werden sollen. Sie bestehen cass Männern von 23 bis 27 Jahren.
Nrlegsunlustlge Irländer.
Ein blutiger Zusammenstoß am Auswandererhrsen.
Br. Rotterdam, 3. Jan. (Eig. Drahtbericht. Jens. Mn.) 400 im militärdiewstpslichtigen Alter stehende Irländer, die ans dem Dampfer „Baltic" nach den Vereinigten Staaten auszuwandern beabsichtigten, um sich dem Dienst im englischen Heer zu entziehen, wurden bei der Wfaiwt deS Dampfers in Liverpool von der englischen Militärbehörde gewaltsam an der Abreise gehindert. Wie amerikanische Blätter auf Grund von Mitteilungen der Paff«giere des in New Dork eingetroffenen Dampfers berichten, km» es hierbei zu blutigen Z u s a m m e n stöß en. Da die Auswanderer heftigen Widerstand leisteten, mußten zahlreiche Truppen aufgeboten werden, bis es gelang, die Iren zu überlMtigen und sic an ihrem Vorhaben zu hindern.
Die Lage im westen«
Ein einheitliches Kommando der franzöfisch- englischen Luftoffenfive.
W. T.-B. Paris, 3. Jan. (Nichtamtlich. Dr-ccht- lbericht.) Der „Petit Parifien" erfährt von zuständiger Stelle, daß man sich zurzeit bemühe, ein einheitliches Komnmnd-o in der Luftösfewsive herbeiz-uführen, iw« sie von Sachverständigen -des KriegsluftscchNvesens gefordert wird. Der englische Sachverständige Desbleds kam in besonderer Sendung in Paris an, um den französischen Bchövd-en einige seiner Gesichtspunkte über das Zusaimmeriwicken der Engländer und Franzosen in der Luft a-useinanderzus-tzen. Er meine, daß nach 18 Kriegsmonaten genug Anhattspunkte vorhanden seien, um einen Plan Mr die Lustos-senstve auf ebenso zuverlässigen Unterlagen auszubauen wie Kr die Land- und Seeoperatronen.
Frankreichs Unzufriedenheit mit Italien.
Br. Genf,. 3. Jan. (Eig. Drahtberncht. Zens. Wn.) „L'-Oeuvre", das einen Zensurbefehl erhielt, die Erörterung der Frage Syriens hinauszuschieLen, gehorchte nicht, denn das ewige Hinausschieben früherer Lebensfragen, wir der Balkan, Bulgarien und Serbien, schufen die jetzige verzweifelte Lage in Saloniki. Die Presse, so sagt das Blatt weiter, müsse die Regierung zwingen, das Protektorat Syriens zu erläutern, weil davon die Mithilfe für Ägypten ab- hänge. Frankreich dürfe kein nutzloses Opfer bringen. Die radikale Presse berichtet, daß England in Rom dringliche Bestellungen mache, damit Italien einige Armeekorps in Libyen lande, damit Ägypten im Westen entlastet würde. Rom hätte sich bisher ablehnend verhalten. Der „Temps" sagt, die bisherige Offensive cm der I s o n z o f r o n t sei nur ein Duft» stoß, der Durchbruch sei unmöglich. Italien müsse seine Front anderswohin verlegen.
Der Krieg gegen Italien.
Nur als „Sieger"!
Br. Lugano, 3. Jan. (Eig. Drahtbericht. Zens. Mn.) Eine Abordnung der Kamm« und des Senats überbrachte dem König eine Neujahrsadresse, in welcher der fortwährende Opfermut der Nation -und des Heeres gefeiert wird, die für Italien -und die Zivilisation gegen barbarische Hinterlist nach neuen, noch größeren Schlachten d-ürft-sn. Der König sagte zu der Abordnung mit ruhiger Bestimmtheit: „Ich werde nur als Sieger nach dem Quirinal zurückkehren." (Man wird Viktor Emanuel an dieses Wort erinnen -dürfen, wenn die Zeit -dazu gekommen ist.)
Kriegsfahrten unter dem Halbmond.
in.
Wir waren an einem Punkt angelangt, wo es hieß, das Boot zu verlassen. Sofort melden sich mehrere türkische Be- gleitsoldaten mit Pferden für uns und Wägen -für das Gepäck.
Schon der Ritt durch den wundervollen Herbstmorgen bedeutete «inen großartigen Genuß. Die flinken, kleinen ana- tolischen Hengste griffen munter aus, mit erstaunlicher .Sicherheit jeden Fehltritt vermeidend. Was überhaupt an -Wegen vorhanden, war neu geschaffen. Große Arbeitskolonnen waren mit dem Straßenbau beschäftigt, und lebhaft .mußte ich an unsere braven heimischen Schipperbataillone 'denken! Wie in Polen und Rußland, so ist auch hier auf .Gallipoli in dieser Beziehung geradezu Ungeheures geleistet ^worden. Die Halbinsel macht einen sehr bergigen Eindruck, iund an sehr vielen Stellen wird, wenn auch nicht durch die Höhenzohlen, so doch durch die sehr schroffen und scharfen Foruurtiouen, die felsigen Täler und die meist fehlende Bewachsung der Charakter des Hochgebirges hervorgerufen. Der Boden ist sehr hatt und felsig, in den Tälern viel -Geröll. Man kann sich also leicht vorstellen, wie ungünstig schon au und für sich dieses bergige und unübersichtliche Gelände für schnell erforderlichen Nachschub und für Verbindungen war. Und dazu kam bei Beginn der Operationen noch der Mangel an jeglichen Wegen! Mit eiserner Energie Und rastloser Arbeit hat da Exzellenz Liman aus dem Chaos, dem Nichts ein Wegenetz geschaffen, das geradezu bewundernswert genannt zu werden verdient. Große, selbst mit dem Kraftwagen zu befahrende Straßen führen jetzt über die ganze Halbinsel, und eine Unzahl von kleineren Verbindungswegen ist geschaffen 'worden, die diesen Hauptstraßen wieder zustreben. War dieser Wegebau in rein taktischer Beziehung eine Notwendigkeit, so hat er ferner aber es ermöglicht, den geordneten Nachschub an Verpflegung und Munition sowie den Abtransport der -Verwundeten zu gewährleisten. Unendliche Mengen von Fahrzeugen und Tragetieren aller Art, Kamele, Maultiere, Esel und anatolische Pferde beleben diese Straßen, und dazwischen hindurch windet sich der Kraftwagen des unermüd- li Stunde unt«Degs
führers. Allenthalben sorgen Brunnen kür das erforderliche Wasser. Zwar scherzhaft, doch voll ernster Wahrhert hat ein Besucher der Gallipo-li-Front einmal Exzellenz Liman gegenüber den Ausspruch getan, daß er in Zukunft neben den vielen Ehrungen, Titeln und Anerkennungen, die ihm für die ruhmvolle Verteidigung Gallipolis bisher zuteil geworden seien, ernen weiteren zwar bescheideneren, doch wohlverdienten Titel mit größter Berechtigung führen dürfe: den eine? MütessarifS, eines Landrats von Gallipoli. Ohne Zweifel wird dir Halbinsel mit Hilfe der neuentstandenen Wegeverhältnisse sich schnell wieder von den Heimsuchungen des Kriegs erholen können.
Nach längerem Ritt hielten wir nun unseren Einzug in das Hauptquartier. Der Armeeführer Exzellenz Liman von Sanders-Pascha war wie gewöhnlich unterwegs an der Front, und so empfing uns denn in seiner Vertretung zunäcksst der Kommandant des Hauptquartiers, der allzeit unermüdliche, umsichtige und liebenswürdige Oberst v- Fr.; nachdem wir uns in dem einfachen, aber durchaus zweckdienlichen Zelt, welches das Stabskasino -darstellte, etwas gestärkt, wurden uns unsere Zeltplätze angewiesen. Mein Zelt befand sich in dem Teil des Lagers, in dem die Zelte des türkischen General- stabZ lagen; gute Kameradschaft wurde gehalten, und manchen liebenswürdigen Dienst, manche interessante Aufklärung habe ich von den vielbeschäftigten Herren erhalten. Der Fliegerbomben und etwaiger Beschießung wegen hatte man neben jeden: Zelt eine Art unterirdische Höhle angelegt, in die man im Fall der Not schnell hineinschlüpsen konnte. Die wenigen Male, wo wir dies denn auch der Flieger wegen für ratsam erachtet batten, fühlten wir uns so sicher darin wie in AbrahamS Schoß. Schließlich braucht man ja nicht gleich zu befürchten, daß ein 38er ausgerechnet oben auf den Unterschlupf fallen würde! Inzwischen war Exzellenz Liman zurückgekommen und konnte ich mich bei ihm melden. Wie schon manchesmal in meinem Leben, so hatte ich auch jetzt wieder das Glück, persönlich einem Mann gegenüberzustehen. dessen Taten und Erfolge der Weltgeschichte für immer angehören werden, der in diesem blutigen Weltenringen an polrtisch und strategisch zweifellos ganz besonders bedeutungsvoller Stelle wie ein „rocher de bronze" sich mit seiner Armee „stabiliert" hat, und dessen ganzes Wesen von seinem eisernen Entschluß zeugt: „J’y suis, j’y reste!" Diese feste, absolute Überzeugung
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Entschlusses teilt sich von ihm aus in höchstem Grade jedem mit, der mit ihm in Berührung kommt. Seine Generale, Offiziere und Soldaten sind davon bis zum letzten Mann durchdrungen, und nie habe ich so lebhaft das Empfinden von der ungeheuren Wichtigkeit des persäukichen Einflusses des Führers aus die Truppe gehabt wie hier. Und dies« Einfluß des Führers hat bei seinen Truppen ein Gefühl des absoluten Vertrauens ans ihn sowie auf den Erfolg der guten Sach« auSgelöst. Marschall Limmr ist nicht nu-r der Kopf, der Gefft, der alles überlegt und sorgfältig ausgedacht hat, nicht nur der Organisator, der das AuSgedachte in die Wirklichkeit übertrug, er ist auch, was viel mehr ist als alles andere, der Wille und der Geist, der alles mit dem Wesen sein« Pe-rsönkrchkeft durchdringt. Das ist der Eindruck, den ich in den kurzen Wochen seines Derweilens an der Gallipoli-Front unverwischbar empffng! Die mir von Sr. Exzellenz bei meiner Meldung in liebenswürdiger Weise und in weitestem Maße für die ganze Front gewährte Bewegungsfreiheit und Unterstützung, von der ich natürlich auch den weitgehendsten Gr- brauch gemacht Hecke, und zwar mit und, ohne Begleitung, hat mich durchaus in die Lage verseht, einen ziemlich genauen Einblick in die meisten Verhältnisse auf Gallipoli zu erhalten. Hierbei durfte ich vor allen Dingen feststellen, baß die Armee ihres Führers wert war. Berde bilden hier tatsächlich ein „Ganzes", das nicht getrennt werden kann. Und dreses „Ganzen" Leistungen möchte ich den Kameraden der deutschen Armee, möchte uh allen Deutschen daheim im Vaterland etwas näher bringen und versuchen, etwas dazu beizntra-gen. daß in der Heimat gebi'chrend anerkannt und bewertet werde, wav der türkische Soldat hier unten täglich geleistet hat und noch leistet. Wenn auch unter dem Oberkommando des deutschen Reitergeue-ra-ls und seiner verhältnismäßig geringen Anzahl deutscher Offiziere stehend, so ist es doch reinstes türkisches Blut und beste türkische Volkskraft, die hi« unten auf der Wacht an den Dardanellen für das eigene Vaterland und seine Existenz in wertestem Maße zum Qpftr gebracht wird. Und indem dies geschieht, fkeßt das türkische Blut auch für di« deutsch-österreichischen Kampfgenossen rm Westen und Osten — wie diese wiederum ihrerseits, wie für ihr Vat«land, so auch gleichzeitig für die Zukunft und das Bestehen des Osmani- schen Reichs kämpfen und bluten. Wahrlich «ine seltene und überaus schöne Übereinstimmung der idealen Endziele und des gemernjam«!, cmsgeKoungenen Rwgenk!
