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Verlag Langgaffe 21

,,T»»diari-H«ks".

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BrtnoS-Prew für bk»e ««Sznvk»: 7» Pfg monatlich. M. 2 - vierteljährlich durch den B-rlag Lanaaaiis 21, dIuk 9>mt*ptel)n M 3.— BiettetiäteUÄ durch alle deutichxn Postanstaltkn. auSichNevlich - v ■■ ^ez»«0-BesteI«»iieu nehmen «uvevvem entgegen: in Wiesbaden die Lweiaftrlle B>S- me die Au««>bes!ellen in allen Teilen der «ladt; in Biebrich i die dortigen Aus- il den benarboarren Landorren und im Rhemgau die betreffenden Tagblan-Trage:.

marckrsng IS. iowre gabeffellen und in

12 Ausgaben.

Fernruf:

..Tagblatt »Haus" Nr. 6550*53.

Bon S Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer So-nta-S.

Dienstag,

Dezember 1915.

Wnteiae«t.®rei8 für die Seile: 15 P!a iür örtliche Anzeigen im ..Arbeiismarlt" und..Meiner

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., Potsdamer Str. 121 K. Frrnspr.iAmtLützsw 62 02 » 6203. Tagen und «Iä»en »,rd feine «ew^uvennmmen^

Nr. 604 . ♦ 63 . Iahrgang.

Lebhaftere Tätigkeit aus der ganzen Westfront.

Ein fravssösischer Vorstotz am yirzstein. — ve- »cktegung des Bahnhofs Soiffons.

Der Tagesbericht vom 28. Dezember.

W. T.-B. Großes Hauptquartier. 28. Dezember. (Amtlich.)

Westlicher UrietzSschauplatz.

Durch das Feuer eines kcrndlichen Monitors wurden in Westende-Bad 3 Einwohner, darunter 2 Frauen, getötet.

Auf der Westfront entwickelten sich zeitweise lebhafte Artillerie-, Handgranaten- und M i n e n k ä in Pf c.

Am Hirz st ein erfolgte heute früh ein französischer Vorstost. Nähere Meldungen liegen noch nicht vor.

Reger Zugverkehr aus dem Bahnhof S o i s f o u S wird von unserer Artillerie beschossen. Die Franzosen haben seit kurzem das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs liegende Hospital anscheinend zum Schutz des Bahnhofs mit Noten - Kreuz - Flaggen versehen. Zufalls- t r e f f e r auf das Hospital siild bei der N ä h e desselben zum Bahnhof nicht ausgeschloffen.

Geftlicher rkrregssckauplatz.

An der Beresina sowie nordwestlich von Czarto- r y s k und B e r e ft i a n h wurden russische E r k u n du » g s - abteilungen zurückgcwiesen.

Balkankriegsschauplatz.

Die Lage ist nnvernndert.

Oberste Heeresleitung.

Die Ereignisse auf dem Balkan.

Keierliche Eröffnung des bulgarischen Parlaments.

WT-B Sofia, 28. Dez. (Nichtamtlich. Bulgarische Telsgraphen-Agentur.) In besonders feierlicher Weise ist aestern die S o b r a n j e vom K ö n i g eröff-et wurden, Me Prinzen Boris und Kyrill ivohntcn der Fewr bm. Ein überaus zahlreiches Publikum ffillre die Galerien und Gauge. Die vom König verlesene Thronrede wiir-e mit lai.gan- haltendem Beifall aufgenommen.

Die Thronrede des Königs von Bulgarien

Br. Sofia. 28. Dez. (Erg. Drahtbericht. Jens. Bin.) Die Sobrauje wurde gestern vormittag in dem überfüllten Saal von dem König feierlich eröffnet. Punkt shU Uljr betrat Ministerpräsident Nadoslawowan der Spitze des Mrmste- riums den Saal, mit Hochrufen und Händeklatschen empfan- aen. Wenig später folgte König Ferdinand m Be­gleitung der Prinzen Boris und Cyrill, des Hofmarschalls und des Kriegsministers, umbranst von dem Beifall der Anwesen­den. Radoslawow überreichte ihm den Text der Thron­rede. die mit langanhaltendem Beifall ausgenommen wurde. Ter König gedachte in der Rede der vergeblichen Bemühungen seiner Regierung das von Serbien den Bulgaren listig ent­rissene Gebiet zurückzuerholten. Weiter rühmte die Thron­rede die glänzenden Taten der b u l g a r i s ch e n A r m c e. die im Verein mit den tapferen Verbündeten den Feind in weni­ger als zwei Monaten aus jenen Gebieten verjagt habe, ov wohl Engländer und Franzosen sich dazu hergabeu, den serbischen Usurpatoren die Hand zu bieten. Das von den Türken abgetretene Gebiet bezeichnet- der König als siche­res Pfand einer dauernden Freundschaft mit dem benachbaOen Volk. Heute wird nunmehr die Arbeit des Par­laments beginnen. Radoslawow wird die Sitzung mit einem ausführlichen Bericht über die auswärtige Lage eröffnen. Eine neue §orberuug bes vierverbanbes "an Griechenland?

Stockholm, 28. Dez. (Jetts. Mn.) Der Athener Karre- spottdcnt des Petersburger Blattes „Rußkii Wiedonwsti meldet seinem Blatt eine Untorredmeg mit dem russisch en Gesandten in Athen. Demidow. Dws.er orÄarte. daßdie diplomatischen Verhandlungen m Athen über die W«'« licke La«e noch nicht abges chlos s en seien und daß die Entente "sich genötigt gesehen hätte, neue Forderungen der griechischen Regierung zu untevbrertem. Der HnupLe- itmtdteil dieser Forderungen sei die Einbeziehung von Epirus in die Kriegszone. Die Entercke beansprucht neuer* dirvas also nickst nur Gvdechisch-Mazödonien, sondern auch Epirus Äs Kriegsgebiet. Wie sich die griechische Regierung zu dieser neuen Forderung stellm wird ist zuverlassrg n^) nickt bekannt. Allem Anschein nach beabsichtigt die Entente, eine ^bindung Salonikis mit Valona durch Griechenland herzustellen.

Eine freundliche Erklärung der griechischen Negierung in Sofia?

Bv Sofia. 28. Dez. (Erg. Drahtbericht. Jens. Mn.) Dem ' bu l «arische n Regferungsorgan „Narodm Zr " " zufolge teilte der griechische Gesandte in Sofia im Namen der griechischen Regierung mit, Griechenland erhebe keine Einwendungen mehr dagegen, dasi bulgarische Truppen auf griechisches Gebiet vor dringen, wenn dies un Lntcresse eines Zusammenwrr

KbenL-Kusgabe^

kcns mit den Verbündeten unumgänglich notwendig sei. Ministerpräsident Radoslawow nahm diese Mitteilung mit Anerkennung zur Kenntnis und betonte wiederholt, das Erscheinen bulgarischer gruppen , ftui griechischem Gebiete widerstrebe keineswegs den griechi­schen Interessen, sondern diene nur den Verteldr- q u n g s z w c ek e u des Landes. (Eine Bestätigung dieser durch „A Villag" übermittelten Meldung lag bis­her hier nicht vor.)

Ein neuer energischer Protest Griechenlands gegen die Befestigung Salonikis?

Br. London, 28. Dez. (Eig. Drahtbericht Zenst Bin. T.-U.) „Daily News" nielden aus G e ns: Nach römischen Molidungen dürfte in dieser Woche abermals ein letzter, sehr energischer Protest Griechenlands gegen die von den Truppen der Entente vorgenomme- nen Befestigungsarbeiten bei Saloniki erfolgen. Grie­chenland werde die Enteiite auf alle Folgen der Be­festigung Salonikis und des hierdurch verursachten Schadens sowie betreffs der HmüberZrchung neuer Streitkrüffe aus griechisches Gebiet nechdrucklichst auf- merksam machen und nanrentlich von der Entente Garantien dafür verlangen, daß der gesamte. /durch Verschulden der Entente in Griechenland angerichtete Schaden seitens Englands und Frankreichs vergütet wird. .... . .

Griechenland verbietet dis Lebensmrttelzufuhr nach Saloniki?

Bi-. Genf, 28. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Wn.) Laut Meldung des Athener Spezialberrchterstatters des „Petit Journal" untersagte die griechische Regierung die Zufuhr von Lebensmitteln nach Saloniki. Die französische Presse erklärt, das Verbot sei eine be- daueruswerte Maßnahme, welche die Zivilbevölkerung und die Soldaten belästige und beweise, dap die Unan­nehmlichkeiten, denen die Verbündete» andauernd von der griechischen Verwaltung ausgesetzt seren, noch nicht beendet sind.

Der Belagerungszustand über ganz ' Griechenland?

Bo. Wien, 28. Dcz. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Wie dein „Morgen" aus Athen berichtet wird, soll der neuen Kammer vorgeschlagen werden, ui, eine Verhängung des Belagerungszustandc.s uber- ganz Griechenland einzuwillrgen. um ans diese Weise der Hetze der Oppositionspresse em Ende zu be­reiten.

Zur Zurückziehung der griechischen Truppen aus Saloniki.

Br. Budapest, 28. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) „A Villag" läßt sich aus Athen drahten: Nach Meldungen aus Saloniki rief es in den Kreisen der dortigen englisch-französischen Heeresleitung ungeheure Erregung hervor, ldaß die griechische Regierung ver­fügt'hat, daß die griechischen Truppen aus Scho niki abziehen. Der französische Gesandte erschien bei dem Ministerpräsidenten Skuludis und teilte chm mit. daß diese Verfügung den Anschein eines Überein­kommens mit den Mittelmächten habe.

Die militärische Zeitschrift „La Defense" erfährt^ zu dem Protest der Entente in Athen weiter: Der französische Gesandte sprach bei dem Ministerpräsidenten Skuludis v« und bezeichnete die Räumung als eine unfreundliche Hand- xu.ua. da die Z e n t r a l m ä ch t« dadurch freie Hand echielten. Die Entente wäre in dichem Falle g^wungen, auch gegen Griechenland vcwzugchen. Ministerpräsident Skuludis nahm diesen französischen Protest entgsgen.^ „La Defense meint, es sei kaum anzunehmen., tmfe 'bßr Minifterrat die er lassone Verfügung rückgängig machen werde.

Eine Entscheidungsschlacht auf den kjöhen von Saloniki?

Br Budapest, 28. Dez. (Eig. Drahtbericht.,, Zens. Bln) ’ „Az Est" meldet aus Saloniki: Aus zuständiger Quelle wird behauptet, daß die T r u p p e n d e sVicr- verbandes die deutsch-österreichischen Heere am Kilkisch-Bcrg zu einer Entscheidungs­schlacht fordern werden. An der grlcchisch-mazedom schen Grenze herrscht zurzeit Ruhe. st>n Saloniki ist die Rot unter der Bevölkerung groß. Einzelne serbis che Truppenaütcilungcn wurden englischen und französischen Regimentern zugcteilt. Die Untertanen der Mittelmächte und Bulgariens werden als S v r >o n c betrachtet und verfolgt. Bisher stnd etwa »30 000 Mann englische und französische Truppen tn Saloniki eingctroffcn.

„Havas" über Castclnaus Balkanreisc.

Br. Haag, 28. Dez. (Eig. Drahtberlcht. Zeus., Wn.) Havas" meldet aus Paris: General Eastelnau ist aus seiner Jnspütivnsreise mit zahlreicksen französischen und englischen Heerführern zusammengekommen, bie rhm gegenüber ihrer zuversichtlichen Stimmung Aufdruck gaben. Eastelnau reiste bann nach Athen, wo er von

König Konstantin in Audienz empfangen wurde. Später

hatte er Unterredungen nnt griechischen Generalstaov- offizieren. ^ _

Eine albanische Huldi,ungsadresse an Nadoslawow.

Masseneintritt von Mazedoniern ins bulgarische Heer.

Sofia. 28. Dez. (Jens. Bln.) Die hiesige albanvsch« Kolonie richtete ein HuDiMngsteilegrmmn an den Ministerpräsidenten Radoslawow. in welchem ste ihn äls dest Wegebahner eines selbständigen AlbanrenS feierte. — Mchvere tausend Mazedonier, die fta(« m £>,e serbische Armee eingereiht waren und dann in Gefangen-> schaft gerieten, kämpfen jetzt gemeinschaftlich Seite an Seite: mit den Bulgaren. In den lchten Tagen haben sich nichr weniger als 6000 Mazedonier zum Eintritt gemeldet.

Die telegraphische Verbindung zwischen Griechenland und Mitteleuropa.

w. T.-B. Wien, 28. Dez. (Nichtamtlich.) Me Süd­slawische Korrespondenz meldet aus Athen: Die tÄegraph,sche Beckittdung mit ZentvcÄenropa, die einige Tage gestört war. funktioniert wieder.

Truppentransportdampfer Ser Entente vor Katoala.

Wien, 28. Dez. (Z-sts. Bln.) Aus Achen wird gemeldet Vor Kawalla liegen zahlreiche TrcmSportdampfer der EntentS ntit Truppen und KriegsmaterstÄ.

Eine Unterredung mit dem König von Serbien?

Nr. Christiania, 26. Dez. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) König Peter von Serbien, der unter dem Namen eines reis Toptani in Italien weilt, äußerte sich einem Bericht­erstatter des „Journal" gegenüber folgendermaßen: ^>ch fnyrv nicht länger den Oberbefehl, sondern der Kronprinz. ^>ch nehme nicht mehr an der R e g i e r u n g teil. Ich, b,n min Soldat und habe als solcher zu gehorchen. Auf die Frage, welche persönlichen Pläne er für die Zukunft habe, antwortete der König: Am liebsten möchte ich nach «alomtt reisen, um mich mit dem Kriegsminister Oberst ^Bojoivitsth zu vereinigen. Wenn der Plan irgendwie ausführbar ist, werde ich mir die Reise ernstlich überlegen. Vor allem mutz ich dafür leben, meinem Volke zu helfen und den «reg uns den Triumph unserer gerechten Sache zu erringen.

Serbische Flüchtlinge in Marseille.

Am Fveitagabend ist (wie beneits angeckündtgt) in SBatf fcille der erste Tvupp serbischer Flüchtlinge ange-^ kommen Es waren 176 Männer und Frauen, daruntep mehrere höhere Offiziere und Beamte. Die Fnau des Generäls Popöwitsch. die ebenfalls unter dei» Finchtnngeg war. iQrWärtc dem Vertreter des „Petit Parisien", daß sich m Säloniki noch etwa 1200 serbische Flüchtlinge befindwi, w« von dem nussischen Roten Kreuz gepflegt werden.

*

Schebekows Mission in Rumänien.

Sr. Budapest. 28. Dez. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) Der „Pestcr Lloyd" erfährt aus Bukarest über die Audienz SchebekowS bei der Königinmutter von Rumänien, daß. wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, Schebekow mit dem bisherigen Verlauf seiner Mission unzufrieden sei. ..A Villag" zufolge soll Schebekow zwei Anträge an König Ferdinand von der russischen Regierung gemacht habei'. Nach dem ersten soll Rumänien essen auf die Seite des ■oiemr- bands treten und den Mittelmächten den Krieg erklären; m Hciem Fall würde Rußland ein Heer von einer halben Million Mann zur Verfügung stellen und Rumänien würde auch mit einer großangelegten Kriegsoperation einen Teil der bulgarischen Kräfte binden. Andererseits wurde die französische und englische Heeresleitung auch eine neue Offensive gegen Bulgarien emleiten Nach dem zweiten Angebot, das sich auf den Fall bezieht, daß sny Rumä­nien nicht offen dem Vierverband anschlietzt. (ollte Runiamen einwilligen, daß ein russisches Heer durch d'e rumant» sche Dobrudscha gegen Bulgarien gehe. Rußlarw wurde für den Ersatz der hieraus entstandenen Schaden auikommen. Rußland würde sich ferner noch verpflichten, w e n n der Vier­verband siegreich bleiben sollte, bei den Friedensverhandlun­gen für die rumänischen Ansprüche einzutrcten, sofern sie sich duf eindliches (!) Gebiet (olfo nicht auf da? eoenfo be- gehrenswert erscheinende Bessarabien. Die Schriftl.) be- Ziehen. Außerdem Hai Schebekow noch den Auftrag m.tbekom- men, sich zu unterrichten, welchen Standpunkt Rumänien cinnehmen würde, wenn Rußland ohne Erlaubnis eine» Durchzug durch rumänisches Gebiet versuchen sollte. Vernünftige. Äußerungen eines Liberalen in der rumänischen Kammer.

XV. T.-B. Bukarest. 28. Dez. (Nichürmtlich.) In dm Kummer der Abgeordneten führte bei der ALre^>eLatte der liberale Redner Dan ferner cm's: Der 3L>rDÄ)ner ist dm Meinung, daß die Schlacht an der Marne pur Rumänien d« Gelegenheit zum Eingreifen war. An urB für stch war dr, Schlacht an der Marne nichts anderes a.S die ^lüfhaltung der deutschen Offensive in Frankreich, keineswegs ,a^r o.g Ntclderwcrfung Deutschlands, das erst spater seine mächtig, Offensive gegen die Nuss e n entfaltete. S,e daß man dieselbe Tatsache unter verschiedenen Gesicktsf vunkten attseben kann. Eine andere Illusion war der Emif tritt Italiens. Sie glaubten, daß die Jtailrener ubep