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Nr. 600. Freitag, a4. Dezember 1915.

Serbischer Besuch in Rom.

W. T.-B. Rom, 24. Dez. (Nichtamtlich. Draht­bericht.) Am Donnerstagmorgen kam in Rom Prinz Karageorgiewitsch. der Vetter des Königs von Serbien, mit seiner Gemahlin an. Sein Adjutant Geovgow-itsch erklärte demGrornaile d'Jtalia", daß König Peter sich mit dem Kronprinzen und Ministern in Skutari befinde. Prinz Georg hat sich nach England begeben, Prinz Paul nach Prapolino in Toscana.

Oie Lage im Westen.

Biviani über die Fortsetzung des Krieges.

Rotterdam, 24. Dez. (Zens. Bln.) Aus Paris melden die Blätter folgende Äußerungen, die Biviani in einer öffentlichen Rede getan haben soll: Wie lange wir auch unser Bemühen fortsetzen müssen, wie groß auch die noch zu brin­genden Opfer sein mögen, dieser Krieg wäre schnöde und doppelt fluchwürdig, toenn er mit einem bedenklichen Frieden endigen sollte, der uns eurer abermaligen Drohung von deutscher Seite aussetzcn würde. Wir werden mit unseren unüberwindlichen Verbündeten den Krieg bis zum Schluß fortsetzen. (Selbstverständlich mutz der Krieg bis zum Schluß fortgesetzt werden, denn wenn der Krieg beendet ist, dann ist eben Schluß. Ob damit auch ein Sieg für die Franzosen verbunden sein muß, hat Herr Biviani allerdings nicht zu behaupten versucht. Wahrscheinlich sieht auch er be­reits das unausbleibliche Ergebnis voraus. Die Schrift!.)

Oer Krieg gegen Rußland.

Bevorstehende Veränderungen im russischen Hommando.

Br. Budapest, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) WieA Villag" aus Bukarest meldet, stehen im russischen Kommando große Veränderun­gen bevor. Auch der^Zar will das Oberkommando nieberlegen, an seiner Stelle soll eine noch ungenannte Persönlichkeit treten.

Russische Befestigungen an der rumänischen Grenze.

Br. Bukarest, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Aus Tultscha wird gemeldet, daß die russi­sche Grenze gegen Rumänien sehr b e f e st i g t wird, besonders die Häfen. Aus dem Donauhafen K i l i a liefern gestern mehrere russische Transportschiffe aus, die von Kriegsschiffen begleitet wurden. Aus S u l i n a wind gemeldet, daß die Leuchttürme seit Dienstag nicht tmgezündet und auch alle sonstigen Signalisierungen eingestellt wurden.

Liebesgabenzüge für die Kriegsgefangenen in Rußland.

W. T.-B. Berlin, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Die Ver­sorgung unserer Kriegsgefangenen in Sibirien, die von den deutschen Vereinen vom Roten Kreuz in Gemeinschaft mit den Organisationen derHilfe für krtegsgefangene Deutsche", insbesondere deren Ausschüßen in Hamburg und Frankfurt a. M-, gegenwärtig im großen Maßstab durchgeführt wird, nimmt einen erfreulichen Fortgang. Drei ganze Züge mit Liebesgaben (warmes Unterzeug und Ge­brauchsgegenstände, Uniformen, Decken und Stiefel) sind in Westsibirien, im wesentlichen nach Anordnungen der die russi­schen Lager bereisenden deutschen Schwestern vom Roten Kreuz von Irkutsk, Omsk, Tobolsk und Tjumen ausgehend verteilt worden. Ein vierter Zug hat am 9. Dezember Perm auf dem Wege nach Transbaikalien passiert. Ein fünfter Zug ist am 7. Dezember von Petersburg abgegangen und ein weiterer Zug wurde am 11. Dezember im finnischen Hafen Mäntyluoto beladen. Es darf also angenommen werden, daß die große Mehrzahl der Kriegsgefangenen bis zu Weihnachten in den Besitz der Liebesgaben aus der Heimat gelangen wird. Für die in Rußland zurückgehaltene deutsche Zivilbevölkerung sorgen neben den Reichsbehörden ebenfalls die vorerwähnten Wohlfahrtsvereinigungen; auch derVerein für das Deutsch­tum im Ausland" hat vor kurzem dem Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz für diesen Zweck 20 900 Mark überwiesen.

Ansprachen zusammengekommen, alle der Ausdruck einer eige­nen Individualität und doch ganz einig in dem großen Gefühl der religiösen Sammlung und Erbauung, einig in dem Ernst und der Tiefe, mit denen die großen seelischen Probleme un­serer Zeit erfaßt wurden, einig vor allem im Geist eines heili­gen Gottesfriedens, der alle Unterschiede kirchlicher Parteien verschwinden ließ. So bedeuten diese Kundgebungen zugleich eine schöne Hoffnung für die Zukunft des religiösen Lebens in unserer Gemeinde.

kleine Chronik.

Theater und Literatur. Der König von Württemberg hat demStaatsanzeiger" zufolge dem Dr. Phil. Ernst I ä ck h, Dozent beim orientalischen Seminar der Universi­tät Berlin und der dortigen Handelshochschule, den Titel eines Professors verliehen.

Bildende Kunst und Musik. Zum Direktor des Münche­ner Nationalmuseums ist der Konservator Dr. Halm er­nannt worden.

Die Herzogin Charlotte von Sachsen-Meiningen hat dem Klaviervirtuosen Joseph P e m b a u r, Professor an, Köntgl. Konservatorium der Musik zu Leipzig, das Verdienst­kreuz fiir Kunst und Wisienschaft verliehen.

Wiffenschaft und Technik. Der bekannte Jenenser Philo­soph Geheimrat E u ck e n wurde anläßlich seines 70. Geburts­tags zum Ehrenbürger von Jena ernannt.

Unsere literarische Sonntags-Beilage

Auterhakteude Mütter"

enthält in dpr morgen erscheinenden Nr. 26 folgende Arbeiten:

Weihnachten 1915. Gedicht von Marie Sauer. Dirk Nockens Wechnachtsgeschenk. Von Anna G a d e. Der kleine Ehestister. Bon M. Walther. Heilige Nacht. Von

LVotavevcka.

__Wiesbadener TagdlakL»

Plünderung galizischer Danken durch die Russen.

Wien, 24. Dez. (Zens. Bln.) Aus einer Eingabe an d-as Ministeriums des Äußern geht hervor, daß die Russen in Galizien auch Institute mit slawischer Ten­denz nicht schonten. In der Filiale der Prager Kredit­bank in B r o d y, -der voll der flüchtenden Bevölkerung Millionenwerte andertraut worden waren, wurden auf Befehl des russischen Etappenkommandanten, Fürsten Czersiasski, alle Bestände beschlagnahmt. Mohr als zwei­hundert Stahlbehälter wurden gewaltsam geöffnet und ihres Inhalts beraubt. Das geraubte Gut wurde an­geblich nach Rußland gebracht.

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Oie Heulerlügen zur zweiten Hnconcmote.

Eine deutsch-offiziöse Feststellung.

Vf. T.-B.. Köln, 24. Dez. (Nichtamtlich.) DieKöln. Zig." meldet aus Berliu: Die sachliche und ruhige DaÄeguug der österueichisch-uirgarischLn^ierung in Sacheil desAncona"-Falles hat durchaus nicht die Regierung in Washington veranlaßt, den Ton ihrer Erwiderung so zu wählen, «daß, lote sich das Reuters che Bureau in einer Meldung vom 19. Dez. ausgedrückt hat, Lstörreich-Uirgarn sich prompt entscheiden müßte, ob die Beziehungen abgebrochen werden wollen oder nicht. Im Gegenteil, die zweite Note der Bereinigten Staaten an Österreich-Ungarn ist so gehalten, daß sie jedenfalls einer frrumdschaftlichen Erörterung der Ange­legenheit die Tür offen läßt. Sie ist entgegen­kommend gehalten uud man wird sich daraufhin werter ruhig und fachlich über die Tatsacheusrage und die Rechtsfrage besprechen können. Aus der Art, wie Reuter von vornherein auch diese Angelegenheit behandelt hat, können die Leser in Deutschland, Österreich-Ungarn, Amerika wie auch in den neu­tralen Ländern wieder einmal sehen, wie notwendig das tj e f ste Mißtrauen gegen alle Reuter-Meldungen ist. Es ist das unveränder liche Bestreben der Hinter­männer des Iteuterschen Bureaus, durch geschickte Fassung der Meldungen die Beziehungen zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn einerseits und den Vereinigten Staaten andererseits zu vergiften und die öffentliche Meinung auszupeitschem damit eine scharf Stimmung zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn und den Bereinigten Staaten entsteht, um so den für englische Zlvecke höchst will­kommenen Bruch herbe izu führen. Da ein solcher Bruch weder von Deutschland und Österreich-Ungarn noch auch von den Vereinigten Staaten gewünscht wird, sondern die wich­tigster Interessen beider Teile eine freundschaftliche Erledigung etwaiger Meinungsverschiedenheiten und Aufrechterhaltung der guten Beziehungen wünschenswert er­scheinen lassen, ist es nötig, daß die öffentliche Meinung hüben und drüben die verhetzende und vergiftende Tätig­keit des Reuterschen Bureaus richtig einschätzt.

Gesterreichische Nachrufe für Genera! v. Lmmich.

W. T.-B. Wien, 24. Dez. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Die Matter widmen General Emm ich warme Nachrufe, tu welchen sie seine hervorragende militärische Tätigkeit und die Erfolfie im Weltkriege würdigen. Sie betonen, daß auch Emmich, der sich trotz seiner Krankheit nicht schonen wollte, einen Heldentod gestorben ist. Der tiefen Trauer des deutschen Heeres um den plichlich verschiedenen hervorragen­den General schließe sich auch die österreichisch-ungarische Wehrmacht an, die seine glänzenden Leistungen auf dem westgäligischen Boden in dankbarer Erinnerung habe.

Die österreichische und die deutsche Sozialdemokratie.

Br. Wien, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) In einer Bersaminlnug des deutschen sozialistischen Klubs in Wien berichtete Dr. Adler, daß die deutschen Sozialdemo­kraten Österreichs in Ermangelung einer eigenen Tribüne durch Scheidemann im deutschen Reichstag ihren Friedenswillen zum Ausdruck bringen ließen. Nach einer Wechselrede wurde der Antrag angenommen, der deut­schen Sozialdemokratie zu danken, daß fte den Friedens­willen des österreichischen Proletariats auf der Tribüne de« deutschen Reichstags ausdrückte.

vas deutsch-österreichisch-ungarische WirlschastsbLndnis.

Vf. T.-B. Wien, 24. Dez. (Nichtamtlich.) In der Sitzung des Ausschusses der Agrarischen Zentralstelle wurde die wirtschaftliche Annäherung Österreich-Un- garns an Deutschland eingehend besprochen. Es kam allgemein der Wunsch zum Ausdruck, daß eine Annäherung im Interesse der gesamten Volkswirtschaft anzustreben sei, und daß die eingeleiteten Verhandlungen mit den ungarischen Agrariern und dem Bund der Landwirte zu beschleunigen seren.

Oie Neutralen.

Ford bereits europamüde?

Br. Christiania, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.)Aftenposten" bekräftigt das sensationelle Ge­rücht, daß Ford gestern nachmittag statt nach Stockholm nach Bergen gefahren ist. um von dort, wie man anninunt, mit dem um Mitternacht nach Amerika ab- g eh endenBergenssjord" abzureisen.

Die Heimreise des deutschen Militärattaches.

Rotterdam, 24. Dez. (Zens. Bln.) Hauptmmin von Papen, der sich am 21. Dez. auf dem holländischen Dampfer Noaridam" einschiffte, erklärte, wie Reuter meldet, er reise ohne Bitterkeit ab, im Vertrauen, daß die Zeit Licht bringen werde.

Das Weihnachtsgeschenk der Deutschen von Indianapolis.

Br. Berlin, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Schon mehrfach haben die Deutsche» von Indianapolis während des Kriegs der alten Heimat in werktätiger Liebe gedacht und reiche Geldspenden über den Ozean geschickt. Auch zum Weihnachtsfest wollten sie nicht fehlen. Das B. T." erhält folgendes Privat-Radtotelegramm: Via

Tucketon-Eilvese. Indianapolis, 23. Dezember. Die Gesell­schaft von 1914 beschloß, an das deutsche Rote Kreuz sofort die Summe von 3 0000 M. als Weihnachtsgeschenk der Deutsch- Amerikaner von Indianapolis für die deutschen Kriegswaisen Lu senden.

Mbend-Aus gabe. Erstes Blatt. _ Seit« r ,

Aufhebung des norwegischen ButteraussuhrverbsteL

W. T.-B. Chriftilmia, 24. Dez. (Nichtamtliche Draht- bericht.) Der Staatsrat beschloß in seiner heutigen Sitzung das ain 10. Oktober erlassene Butter-AuErHr- vekbot aufzuhoben.

Holländische Kriegskredite.

W. T.-B. Haag, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Die Zweit« Kammer hat außer dein ordentlichen Kriegskrcdit 50 MÄüv- nen Gulden für 1916 angenommen.

Das Ergebnis der luxemburgischen Hammer« wählen.

Vf. T.-B. Luxemburg, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Da8 Er­gebnis der gestrigen Kammerwahlen stellt sich wie folgt: Rechtspartei 25 Sitze, die Partei gewinnt sieben und verliert 2 <Ntze; Blockparteien (Liberale, Sozialisten und Unab­hängige) 27 Sitze, was einen Verlust von 7 Sitzen und einen Gewinn von 2 Sitzen bedeutet. Die Mehrheit der Block­parteien ist von 12 auf 2 Stimmen gesunken.

Mandatsverlustc der liberal-sozialistischen Linksparteien.

Br. Luxemburg, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die Kammerwahlen führten insofern eine Schlappe dar bisher in der Mehrheit befindlichen liberal-soziallistischen Linksparteien herbei, als diese 7 S i tz c verloren und 2 gewannen. Die Mehrheit der Linken beträgt noch 7 Stinmien. Beweggründe internationaler Natur haben keine nennens­werte Rolle bei den Wahlen gespielt, dagegen haben die Wahlen bewiesen, daß zwischen den ^tdustrie- und LandLcmtonen eine große Scheidewand besteht. Die Landkantone, denen die Höchstpreis Politik der neuen Regierung besser gefällt, stimmen für die kleri­kalen Regierungskandidaten. Als besonders bemer­kenswert ist hervorzuheben, daß keine Stich­wahlen stattfinden. Der frühere klerikale Abgeord­nete Reuter, der sich mißliebig gemacht hatte, wurde nicht mehr gewählt, während der frühere preußische Rittmeister und Gutsbesitzer de Villers wiedergewählt wurde.

Dis Weihnachtsfeiern im Felde.

Eine bemerkenswerte Predigt an das Feldeiseubahnprrsonal.

Berlin, 24. Dez. (Zens. Bln.) Über die Vorbereitun­gen von Weihnachtsfeiern auf den verschiedenen Kriegsschau­plätzen liegen bereits zahlreiche Berichte in den Blättern vor. Aus dem Großem Hauptquartier teilen die Kriegsbericht­erstatter als besonders würdig die eindringliche Ansprache t«s F e l d o b e r p f a r r e r s des Westens bei einer Feier mit, die von der BahnhofskommaNdentur dem Feldeislenb'ihn- perlsrmal bereitet wurde. Der Prediger sagte etwa: Das Fest fällt mitten heinein in den furchtbarsten aller Kriege, weim die Welt den Frieden nicht will, dann wollen wir ihn hakten. Wir unter uns aus Nord und Süd, wie bei unseren Lieben daheim. Wir sind ja von Natur Männer des Friedens. Unsere Eisenbahnschienen sind die Bänder, die Völker und Stämme verbinden. Aber wie man aus Sensenstahl Schwerter und aus Pflugscharen Spieße hämmern kann, so hat diese .Zeit aus uüfeven Eisenbahnen, eine Einrichtmtg des Frie­dens, ein furchtbares Instrument d-e s Krieges gemacht und wir sind stolz darauf, daß wir mit ihm hakten arbeiten und durch dieses Instrument unser Volk in Waffen haben zum Siege führen können. Wo eine Lücke war, fiihrtvni wir die Streiter in die Bresche, wo Not war, führten wir die Hilfe herbei. Und doch liegt ums >die Arbeit des Friedens rm Blut. Wir vermitteln die Grüße zwischen der Heimat und» dem FelAheere. Unser Stahlroß zieht die Weihnachtskarren: von den Unseren her zu unseren Kriegern. Und wie groß wird erst unsere Freude sein, wenn wir den letztem großeni Friedensdienst dem Heer erweisen und unsere sieg­reichen Truppen in die Heimat - zurückbefövdern können, und dann, wenn die letzte krvmzgeschmückte Lokomotive herern- rasselt in die hohen Hallen eines deutschen Bahnhofes. Dann hat der Eisenbahner sein Werk getan; dann ist Friede «Wf Erden.

Eine erfreuliche weihnachlsbotschaft.

Die Stillegung der Munitionsfabriken während der Feiertage möglich!

Vf. T.-B. Berlin, 24. Dez. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Eine erfreuliche Weihnachtsüborväschung' wurde den im den Staatswerkstätten mit der Herstellin-ng von Waffen und Geschützen und Munition beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen zuteil, die zugleich die bisher erzieltem Leistun­gen auf diesem Gebiete erkennen läßt. Während nämlich im vorigen Jahve an den Wethmachts- rmd Rerrjahrsfesttayen in diesen Werkstätten zur Deckung des überaus großem Heeresbedarfs gearbeitet werden mußte, sst, wie wir hören, es der Heeresverwaltung in diesem Jahre möglich gewesen, die Staatswerkstätten während der Feiertage still zu legem und die Arbeit ruhen zu lassen.

Auszeichnungen der deutschen Feldpost durch den König von Bayern.

W. T.-B. Berlin, 23. Dez. (Nichtamtlich.) Der König von Bayern hat in Anerkennung der Entwicke­lung der deutschen Feldpost dem Staatssekretär des Reichspostamtes Dr. K r a e t k e das Großkreuz des Königlich bayerischen Militärverdienstordens mit Schwertern am Bande für Kriegsverdienst, dem Direk­tor im Reichspostamt K o b e l t die zweite Klasse mit Stern und Schwertern, dem Präsidenten der deutschen Post- und Telegraphenvevwclltung in Belgien, Ron ge, und dem Geheimen Oberpostrat und Vortragenden Rot im Rejchspostamt Jacobs die zweite Klaffe mit Schwertern, sowie dem Oberpostinspektor im Reichs­postamt, Weid m a n n, die vierte Klasse mit Schwer­tern desselben Ordens am Bande für Kriegsverdienst verliehen.

Deutsches Reich.

* Hof- und Personal-Nachrichten. Bsschof K o r u m von Trier

beging am Donnerstag die Feier seines 50jährigen Priestrr- jubiläums.

* Weihnachten am Kaiserhofe. Die WechnachtStamreu

für den Kafferhof sind diesmal wieder aus dem Wildpark ge­schlagen worden. Es ist eine stattliche Anzahl von Tannen verschiedenster Größe ausyöwählt worden, um aus den Gaden- tffchen des Kaiserhauses zu prangen. Die Weihrtachtsbe- scheuung, die diesmal auf tat allereugsten FamW«cktaS bei