Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Sagblatt.

* ® <rf *ÜäS82$ < 21 IDödhcntltot) 12 Ausgaben. ».«wm*

s«-n-r.r°ll- g-°Kn.'.' «?? » L5m°rg.n, b» 7 Uhr -b-nd.. Lv0«renr»«r ^ * ®»n 8 Bit motatn* bi» 8 U4r «SenM. ailStt 6*nntogl.

Vezngs-Preis für beide Ausgaben: 70 Mg monaUüb, «Dl. 2. viertel,»hrlich durch den Verlag Langgalie 21, odne Bringerlehn. M. 3 vierteljährlich durch alle deutlchen Postanitalten, aurschltrWch Bestellgeld Bezugs-Bestellungen nehmen außerdem entgegen^ in SieSbaden die Zweigstelle BiS- marckrmg 19, sowie die Ausgabestellen in allen Teilen der Stadt; in Biebrich: die dortigen Aus­gabestellen und in den benachbarte» Landorten und im Rheingau die betresjenden Tagblatt-Träger.

Tagblatt-Haus" Nr. 6850-«.

Bon 8 llhr morgen» bis 8 llhr abends außer Sdnntag».

Reklamen. Ganze, halbe, drittel und menei ÄCiren."biircöraiifenD :f nad) bcfanberer

p>i wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen enüprechenver Nachlaß.

^ .. ' Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeichriebenen

Berliner Schriftleitnug des WiesbadeuerTagblatts: Berlin»'., Potsdamer S tr.121L. Fernspr.: Amt Lntzow 6202». 6203. Tagen und B,ätzen wird kein, «-wahr nb-rn-nnnen.

Nr. 600. 63. Jahrgang.

$r eitag, 24. Dezember 1915.

Kbend-Kusgabe.

Der Krieg.

Die Ereignisse auf dem Balkan.

Ein fünfstündiger griechischer Ministerrat.

Keine Veränderung des Kabinetts infolge der Wahlen!

W. T.-B. Bern. 24. Dez. (Nichtamtlich.) Der Scmder- derichterstatter desCorriere della Sera" drahtet aus Athen: Fn einem vorgestern nachmittag abge'haltenen beinahe füns- kündigen Ministerrat wunden die durch die W a h l en tteutzckschafftne Lage des Ministeriums und die Ereignisse in Mazedonien besprochen. Wegen der starken Mehrheit, die Gunaris erhalten hat, erschien eine Neubildung des Kabinetts natürlich. Inaris selbst aber erkennt an, daß dies für den Augenblick nicht angebracht ist. $et König, der vorgestern Gunaris empfing, stimmte mit diesem darin über­ein, daß keine Änderung im gegenwärtigen Kabinett ein- treten darf. Man glaubt, daß der Ministerrat dahingehende Beschlüsse gefaßt hat. Hinsichtlich der äußeren Politik wür. den unter Berücksichtigung der bis jetzt eingegaibgenen Nach­richten bezüglich der Absichten der Zentr-tlmächte, die Alliierten auf griechisches Gebiet zu verfolgen, verschiedene Möglichkeiten geprüft. Ein Beschluß ist noch nicht gefaßt Worden.

Bittere Magen Skuludis über den vierverband.

W- T.-B. London, 23. Dcz. (Nichtamtlich.) Der Korrespondent desDaily Chronicle", Domokoe, hatte eine Unterredung mit dem griechischen Ministerpräsidenten Skuludis, der sich in besonders bitteren Wort en über die Alliierten beklagte. Wenn Griechenland jetzt nicht an der Seite der Entente kämpfe, sei das die Schuld der Staatsmänner und Diplomaten des Bierver­bandes. Man habe von Griechenland Opfer verlangt, anstatt ihm eine Belohnung zu versprechen. Der Vierverband habe wollen, datz Griechenland ihm an den Dardanellen helfe, habe dem Lande aber ausdrücklich bedeutet, daß es nach Konstantinopel nicht werde mit- gehen dürfen. Griechenland sagte Skuludis schuldet der fran­zösischen und englischen Kultur viel mehr als der deutschen. Es hal ber Entente ehrlich Helsen wollen, aber seine Hilfe wurde ab gelehnt. Es warnte, als die Dardanellenexe. dition beginnen sollte, vor den Schwierigkeiten, wenn nach den Plänen der Entente vorgegangen würde. In der letzte» Zeit fuhr der Ministerpräsident fort sind wir behandelt worden wie ein unterworfenes Volk. Die griechische Regie­rung ist bis zur äußer st en Grenze der Freundschaft, die noch mit Neutralität vereinbar war, gegangen, und trotzdem ist dieser Tage einer der Enrentegesandten zu mir gekouimcn und hat mir in unverschämten Worten erklärt, daß die Regierung die Ver­sprechungen, welche unser König gab, gebrochen habe. Das ist un­wahr. Ich faßte seine Worte als Beleidigung auf, sagte ihm das und warf ihm den schriftlichen Protest vor die Füße. Meine Entrüstung ging so weit, datz ich mich amtlich mit Grey und Briand in Verbindung setzte und ihnen ganz offen in un. diplomatischen Worten meine Meinung über den Protest sagte. Jetzt stehen wir einer noch schrecklicheren Frage gegenüber. Wie sollen wir verhindern, daß unser Land mit Blut überslrömt wird? Eine Partei der Kriegsührenden ist schon da, die aridere wird dazu kommen.

Die Deutschen und Österreicher können jede« Tag einrücken. Streng genommen, haben sie das volle Recht, das zu tu», da den Alliierten der Zugang zum Land« gestattet worden ist. Die Mittelmächte können ihre Vsrbündeten, die Bulgaren, mitbringen.

Was können wir dagegen tun, wie den Eirrfall des Feindes auf- halten? Ich sehe cs kommen, daß Griechenland durch den wilden mitleidslosen Krieg v e r w ü st e t wird, nur w e i l d i e Alliierten grobe diplomatische und militärische Fehler begangen haben. Skuludis sprach sodann die Hosf- nung aus, daß Griechenland ein Einfall der Bulgaren erspart bleiben möge. DerDaily Chronicle" benierkt zu dem Interview, daß es nicht angche, alle Schuld an Griechenlands Haltung den Diplomaten der Alliierten in die Schuhe zu schieben. Die plötzliche Wendung in der griechischen Politik hätte es den Alliierten geradezu unmöglich gemacht, mit Griechenland zu verhandeln.

Die Wahlen in Griechenland ein großer Erfolg der Regierung.

Falsche Behauptungen der Veuizelospresse.

W. T.-B. Athen, 23. Dez. (Nichtamtlich.) Die An­hänger von Venizelos untz die Freunde der Entente machen die größte Anstrengung, um das Ergebnis der Wahlen oder richtiger die Nichtbeteiligung an den Wachten als für Venizelos befriedigend auszulegen, um die Auffassung an den Wahlen zu verwirren. Der Vertreter desWolff-Bureaus" ist, in der Lage, offiziell festzustellen, daß das Gegenteil der Fall ist. Die Wahlen waren ein großer Erfolg für die Regierung und beweisen, datz die,Partei Benizelos', wenn sie sich an den Wahlen beteiligt hätte, stark in der Minderheit geblieben wäre.

Griechenland und die Frage des Einmarsches der Zentralmächte.

W. T.-B. Athen, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Die Zeitungen versichern, daß die Rogieruxg das Eindringen der Gegner der Alliierten tu das griechische Gebiet nur dulde, wenn vorher die Erklärung abgegeben werde, wonach daraus keine Gefahr für die Neutralität und Unverletzlichkeit Griechenlands sich ergibt. Die Lage an der Front ist richig.

Kus dem jüngsten gemeinsamen Rriegsrat der verbündeten.

Die gefaßten Beschlüsse.

Br. Amsterdam, 24. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Bln.) Obwohl über die jüngsten Beratungen des gemeinsamen Pariser Kriegsrats das größte Stillschweigen beobach­tet wird, erfährt man durch parlamentarische Indiskretionen, daß der Kriegsrat im allgemeinen die folgenden Ent­schlüsse gefaßt haben dürfte: 1. Die Ententetruppen in

Saloniki sind auf 5 0 0 0 0 0 M a n n zu bringe», wie dies General Sarrail» der dortige Oberbefehlshaber, und auch der Generalissimus Jofsre gefordert haben. 2. Gallipoli soll allmählich geräumt werden; es befinden sich noch ettoa 100 000 Mann dort. 3. Eine L a n d u n g der Verbündeten inKlern- a s i t n. 4. An der Westfront soll bis zum Frühjahr die strikteste Defensive beobachtet werden. 5. I t a l i e » ver­pflichtet sich, 50 000 Mann zur Verteidigung Ägyptens zur Verfügung zu stellen.

Ein montenegrinischer Kriegsbericht.

W. T.B. Eettinje, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Der Feind hat die ganze Sandschakfront befestigt und die gesamte Bevölkerung samt dem Vieh vom rechten Taraufer entfernt. Wir schlugen sin der Umgegend von Ber an e An­griffe des Feindes zurück; wir fügten dem Feind schwere Verluste bei und machten einige Gefangene.

Die vernünftige Haltung der bulgarischen Sozialisten.

W. T.-B. Sofia, 23. Dez. (Nichtamtlich.)Utro" schließt die Veröffentlichungen über das Ergebnis der Umfrage über die Haltung her Parteien in der So- branje mit her Mitteilung, Ser Erklärungen von Ver­tretern der beiden sozialistischen Richtungen. Beide stimmten darin überein, daß während des Krieges der Streit der Parteien ruhen müsse. Die Sobranje werbe hie Vorlagen, hie sich auf hen Krieg beziehen, an- nchmen. Alle Anstrengungen müßten jetzt auf das einzige Ziel gerichtet werden, das Erworbene zu sichern und den Krieg bald .zu beenden. Einer, her befragten Sozialisten bemerkte noch:Wenn zu diesem Zwecke die militärischen Operationen eine Ausdehnung er­fahren müßten, wird hoffentlich niemand wider- spreche n."

Die Rdretzdebatte im rumänischen Senat.

w. T.-B. Bukarest, 23. Dez. (Nichtamtlich.) Der Senat setzte die Adreßdebatte fort. Senator Z o n o p o l (Anhänger Take Jones- kns) ist oer Meinung, daß Rumänien nur eine Politik verfolgen kann, die ans die Einigung aller Rumänen abzielt. Die für Bessarabien arbeitende Strömung konnne nicht aus der öffent­lichen Meinung, sondern sei fremden Geldern zu verdanken. (Zwischcnrus des Senators Jsworanu: Schlecht genug, daß wir uns um Bessarabien nicht gekümmert haben!) Als der letzte Redner, Senator P alten e anu, das Wort ergreift, ruft Toma Jonescu- Ich möchte wissen, welchen Preis der Redner für den Wechsel seiner politischen Gesinnung erhallen bat? Es entsteht ein großer Tumult, in dessen Verlauf Senator Paltencanu Toma Jonescu einen Unverschämten nennt und ihn daran erinnert, daß Gregor Eotacuzene ,m Senat ihn beschuldigte, daß er sich sür ärzt­liche Hilfe bezahlen ließ, die er verpflichtet war, umsonst zu leisten. (Beifall.) Senator Paltencanu fragt weiter, ob sein Bruder ihn beauftragt habe, eine solche Unverschämtheit hier fallen zu lassen. Toma Jonescu verläßt darauf mit seinem Bruder Take Jonescu, der während des Zwischenfalls gleichfalls anwesend war, seinen Sitz. Paltencanu erklärt, daß er fii: die Adrcsie stimmen werde. Die An- Hänger der nationalen Aktion müßten wissen, daß nur eine einzige Aktion möglich sei und sollten die ösfrntlrche Meinung hieraus vor- bereiten. Warum sollen wir gerade imincr nur nach Westen oder Norden marschieren können, wo es doch viel leichter ist, Bessarabien zu erhalten? Man möge die Lage logisch beurteilen und den Umständen Rechnung tragen. Der Augenblick sür Rumänien sei nicht verloren und die Negierung werde sprechen, wenn er gclommcn >cm werde.

vie rumänischen Getreidelieferungen.

Der Vertrag mit den Zcntralmächtcn unterzeiHnct.

Nach nahezu zweimonatigen Verhandlungen wegen Regelung des Getreideverkehrs mit Deutschland und Österreich-Ungarn wurde am 23. Dezember neuen Stils der L e r t r a g zwischen der zuständigen rumäni­schen Amisstelle, der Zentralverkaufskommissiou in Bukarest und den deutschen, österreichischen und ungarischen Getreide- zentralen unterzeichnet. Durch den Vertrag wird die Ausfuhr der vor längerer Zeit gekauften und zum größten Teil gezahlten Waren geregelt, ferner der Eisenbahn- undSchiffstranSport gesichert und schließlich der An­kauf von 500000 Tonnen neuer Ware vorgesehen. Mit einigen, durch die augenblicklichen Verhältnisse veranlaß- ten Einschränkungen hat die rumänische Regierung die Ver­pflichtung übernommen, den freien Abtransport sowie den ungehntderten Eisenbahn- und Donauberkehr für die alte und die neu gekaufte Ware zu gewährleisten. Von den neugekauften 500 000 Tonnen entfallen 40 v. H. auf Weizen und Roggen, 15 v. H. auf Gerste, 20 v. H. auf Mais, 10 v. H. auf Hafer und 15 v. H. auf Bohnen und Erbsen. Die Preise sind niedriger als die von der rumänischen Zentralverkanss- kommisfion festgesetzten Mindestpreise. Die Zahlung des Kaufgeldes erfolgt erst nach Überschreiten der Grenze oder bei Verlassen der rumänischen Donauhäfen. Die 500 000 Tonnen neugekaufter Ware sollen zum Teil auf der Donau,

zum Teil auf der Bahir bis Ende April 1016 abbefördert wer­den. Hierdurch wird für Rumänien die Aussicht auf die Aus­fuhr eines ansehnlichen Teils seines auf 5 Millionen Tonnen geschätzten Es.etr eid eüb er sch u s s es eröffnet. ^Gleich­zeitig rst mit der rumänischen Nationalbank ein Abkom- men über die mit dem Getreidegeschäft verknüpften Valuta­transaktionen zustande gekommen. Um den Donauweg leistungsfähiger zu machen, wird unterhalb des Eisernen Tores ein U m l a d e d i e n st mit einer Anzahl von Elevatoren, eingerichtet. Da auch aus bulgarischen Donauhäfen bedeutende Mengen von Getreide und sonstigen Waren zur Abladung gelangen und die Ausdehnung auch dieses Verkehrs zu gewärtigen ist, haben sich derartige Vorkehrungen als un­bedingt notwendig erwiesen.

Ein russisches Spionagenetz in Rumänien.

Sofia, 24. Dez. (Zens. Bln.) Das in Jassy erschei- nende konservative BlattJasul" veröffentlicht ein Akten- stück, aus dem hervorgeht, daß Rußland in Rumänien ein ausgedehntes Spionagenetz unterhält. Dasselbe Blatt veröffentlicht im Anschluß daran auch eine Dienst­anweisung für die russischen Spionageagenten, in der es u. a. heißt: Haben Sie besonderes Augenmerk auf die rumä­nischen Truppenverschicbungen und holen Sie Informationen ein über den Effektivbestand der einzelnen Armeekorps, be­sonders derjenigen, die bestimmt sind, uns gegenüoerzutreten. Um Informationen zu erlangen, befreunden Sie sich nutz militärischen Kreisen, hauptsächlich mit Intendanturbeamten. Das Blatt fordert die Regierung auf, gegen die Agenten ener- gisch vorzugehen.

Nutzland beabsichtigt in Zukunst die Haupt- rolle zu spielen?

Bukarest, 24. Dez. (Zens. Bln.) Ein Dierverbandsd'.plomat erklärte einem Redakteur desAdverul : Wir wissen wohl, daß man seitens der W i t t e l m äch t e annimmt, daß wir die Balkanaktion aufgeben werden. Dies ist aber ein Irrtum. Der Vierverband kann den Balkan nicht verlassen, ^zn dreier Beziehung herrscht ztvischen den Verbündeten volles Einver­nehmen. Die Ententemächte stehen vor einem neuen Un- ternehrnen auf dem Balkan, in dem Rußland dre Hauptrolle spielen wird. Bulgarien muß bestraft werden. Neue Truppen werden einstweilen in Valona konzentriert werden. Valona wird die Operationsbasis bilden. Die dies­bezüglichen Verhandlungen mit I t a l i e n stehen günstig^ ?zuv uns steht fest, daß der Vierverband auf dem Balkan den S r eg davontragen wird.

Der ttrieg der Türkei.

Der amtliche türkische Bericht. Rrtilleriekämpfe bei §edd-ül-Vahr. Weitere Reute von Rri-Burun.

IV. T.-B. Konstantinvpel, 24. Dcz. (Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Iraksrout ist die Lago unverändert. An der K au k asu ssr o n t versuchten im Abschnitt von Milo ruffische Abteilungeu an uns heranzu­kommen; ihre Vorhut wurde nach zweistündigem Kampfe ver­jagt. An anderen Teilen der Front dauern die Parrouillen- kämpfe an. An der Dardanellenfront versuchten fünf Torpedoboote und ein Kreuzer des Feindet» sich Saros zu nähern, mußten aber, nachdem eines unserer Geschoffe den Kreuzer traf, sich wieder cnfferncn. Bei S cdd- ül-Bahr richtete der Feind am 22. Dcz. ein anhaltendes Artillcriefeucr gegen unseren rechten Flügel. Nnsere Artillerie zerstörte mehrere Schützengräben und Bombenlager des Feindes und brachte durch drei Treffer eine feindliche Haubitzenbattcric zum Schweigen. Unter der noch nicht auf­gezählten Beute von Ari-Burun wurden noch mehrere Minenwcrfer. Pontons und Decanvillewagen gefunden. Ein feindliches Flugzeug, das am 22. Dcz. Birseba überflog, wurde von uns heruntergeschsssen. Einer der Insassen wurde ge­fangen, der andere ist tot.

Zum türkischen Sieg auf Gallipoli.

Hervorragende Mitwirkung österreichisch-ungarischer 30,5-Zentimeter-Mörser.

Br. Graz, 23. Dez. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Der militärische Mitarbeiter derGrazer Tagespost" schreibt: Dev Sieg der Türken bei Anaforta und Ari-Burun hat eine neue Basis sür den Feldzug eröffnet. Bei den hesiigen Kämpfen haben die österreichisch-ungarischen 30,5-Z eiltimeter-Mörser wieder sehr Großes geleistet. Sie haben die starken Befestigungen des Feindes in Trüm­mer gelegt. Der moralische militärische Effekt dieser Skoda­geschütze war so gewaltig, daß der Feind den Rückzug antrat, bevor die türkischen Sturmkolonncn zum Bajonettangriff ge- langten.

Man erwägt auch die Zurückziehung der Truppen von Sedd-ül-Bahr.

Br. Konstantinopel, 23. Dez. (Eig. Drahtbcricht. Zens. Bln.) Da die Preisgabe der englischen Stellungen bei A n a i o r t a und A r i - B u r u n auf Gallipoli der Ansicht entspringt, daß der Marsch nach Konstantinopel unmöglich, unter diesen Umständen aber die F o r t s e tz u n g des Kampfes bei Sedd-ül-Bahr zwecklos ist, halten hiesige Milltarkreise es sür wahrscheinlich, daß die Engländer auch ihre Stellung un