Einzelbild herunterladen
 

(gettc 4 . Mend -AnOgrbs. Grste?

Dis Kraktisn zum Disziplinbruch.

Berlin. 22. Dez. (Jens. Bln.) Die sozialcmokrat.jche VcaRion trat sofort nach der gestrigen Vollsitzung des Reichs­tags zusammen, um Stellung zu der nunmehr vollzogenen T«ktsache des Difgiplinbruches zu nehmen. Die Anssprache endete, wie derVorwärts" mitteilt, mit der Aruiahrne sor­gender Erklärung mit 63 gegen 15 Stimmen:Dw tf raf - l0U erirfidt in der Sonderaktimi einen Disziplmbruch borcmer- lichster Art Die Sonderaktion zerstört die Einheit der par­lamentarischen Aktionen in der schwierizsten ponti,chen ^age und ist darum aus das schärfste zu verurteilen. Die Fraltwp lehnt die Verantwortung für jede Sonderaklwn «ni für alle sich daraus ergebenden politischen Wirkungen ao.

Kus den Urteilen des Presse.

Berlin. 22. Dez. (Zens. Mn.) An dem Gewicht des gestrigen R-ichStagSbeschkuises. durch den der vierte Zehn- »Rilliarden-Krädit glatt bewilligt wurde, kann der Wi!«r- spriuch eines Bruchteiles der Sozialdemokraten nach der 'übereinstimmenden Ansicht der Normenblätter nichts anv^rn.

Di-Germania" sagt, daß die widettsprecheichen Herren schon den fricheren Bewilligungen f r e m d g-genuberswarden, lveirn sie es auch damals vorzogen, das nicht öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Das deutsche Volk werde dies um )o weniger tragisch nehmen, als es immer gewußt habe, daß es solche Käuze unter uns gebe. __

DieFreisinnige Zeitung" schreibt: Für das Deutsqe Reich und ebenso für unsere Feinde ist das BädeutunE'oollste die einmütige Annahme der neuen Zehn-Millianden-Vor-age

S n ein- Minderheit, die schon im Reichstag verhallnis- ig klein ist. deren Anhänger gber im L a n d e c r st r e cy t nicht in Betracht kommen gegenüber dem crnmutigen Willen des ganzen deutschen Volkes mit Enihchlutz der Sozialdemokratie.

In derDeutschen Tageszeitung" wird den sozialdemo- kratnchen Kreditverweigercrn ins Gesicht gesagt: Es bedarf keines Beweises, daß die 20 Dissidenten, welche die deutsche Gegenwart Preisgeben. ittdem sie durch ihre ablehnense Haltung dem Reiche die Mittel zur weiteren Kriegprhrung nicht b-wittstlt-n, nicht etwa dem Elend des Krieges dcwurch ein Ende machen, sondern im Gegenteil erst Deugchand in ein endloses, nie wieder gut zu machendes Elerck, hme,n- stürzen würden. Di- deutschen Arbeiter, die doch dre Mage der sozialdemokratischen Wähler stellen, wissen, daß ein Hauptgrund und ein Hauptziel des Angriffs Fegen _eusich- l-nd die Vernichtung des deutschen Welthan­dels und der deutschen Industrie ist. daß ccho der Krieg sich so direkt gegen ihre Erwerbsgrundlage, gegen ihre Lebens- möglicbkeit in Deutschland richtet. Den deutichen VollsM- nassen gegenüber ist das Verhalten der kleinen Mirwritat trotz seiner praktischen Bedeutungslosigkeit unent>chuldvar.

Kus Dem lHauLhKttsarrssS'Utz des Neichstags

Billigeres Porto für Soldatenpakete.

\y t.-B. Berlin, 22. Dez. (Nichtamtlich.) Der Haupt- «üsschutz des Reichstags beriet einen Zentrumsantrag, ob nidlt die Postbesörderungsgebühren für Soldateiipaketc in Operations- und Etappengebiet bis 500 Gramm herab-

Los Vertrauen zu den regierenden Kreisen zu Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde -

täretat in Beratung genommen. druckte der

Referent Reichsrat v. H a a g der A r w e c Worte der Anerkennung aus. ^;M Namen derA Militärverwaltung dankte Reichsrat ^reval vo Speidel an Stelle des erkrankten KrEgsmmchtms. Er drückte die Überzeugung und Las Geftihl der B friedignng darüber aus. daß die braven Truppen^ alle a'r sie aestellten Aufgaben und ryre Pflichtm hervor ragender Weise erfüllt haben und werter ersullen wer- L Redner dankte weiter dem Zu^menaf«^^ Militärverwaltung und des ganzen Lwlkes ^ d nillen Seldentrrme der Frauen rn Stadt und Pano. Volk und Heer suhlten rn sich die Kragt brs 2 " einem zum dauernden Wohl gereichenden gnetven zu kamp-fen. Darauas wurde der Militäretat genehmigt 'lird das dazu gehör ige Militärgesetz emstiimnig angenommen.

Deutsches Neich-

dem Operations- und Etappengeb... ... - -

gesetzt oder die Gewichtsgrenze erhöht werden kann. a.er 'Staatssekretär des Reichspostamtes bezeichnete den Antrag als undurchführbar. Der Antrag wurde i-doch von denr Arm­schutz angenommen.

Kus dem bayerischen Reichsrat. Erledigung der Etats des Königlichen HofeS und des Andern. Genehmigung dcS Mllrtaretats.

-sV N.-B. München. 21. Dez. (Mchdamtlrch. Draht- bericht.) In der Kammer der Reichsräte wurde heute der Etat des Königlichen Hauses und des Äußern er- ledigt. Im Verlaufe der Beratung erinnerte der Re­ferent Reichsrat Graf v. Greilsheim an die große Begeisterung des deutschen Volkes tm August vorigen Jahres, als der Ruf des Kaisers und des Königs er- ging. Heute sichen die mit beispielslosem Oplermmc sich auszeichnenden Truppen unter dem Oberbefehl des Kaisers gemeinsam init Len österreichisch-ungarnchen Truppen als undurchdringliche Mauer m Ost und West gtetaet zsLte dann anerkennende Worte der Tätigkeit der deutschen Landwirtschaft und Technik, die sich den an sie herangetretcnen neuen Aufgaben gewachsen ge- zmat haben. 'Der Redner sprach die Hoffnung aus, daß die" im Krieg geniachtcn Erfohriingen dazu beitragen, die Hingabe an das Vaterland dauernd zu stärken, die sozialen G e g e nsätzezu mildern und

* Hof, un- Personal-Nachrichten. Wie der ,,3Uid)g4lnäci«t * bat der 8 aiier dem Unterstaatsselretar in der Reichs-

kS°i. W a h'n schasse.' den Charakter als Wirkl. Geh. Rat M't

beim bevorstehenden Weihnacht-, und Neujahrsfeste von den ihr etwa zugedachten Beglückwünschungen sreundlrchst abzusehen, da beide FAt° ^ K°mglichW Famwe der Heit entsvrechend m der Sülle begangen weroen lorren.

Der vortr<ämde Nal im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirkt Geh ^iberbaurat Dr.-Jnq. S Y m p h e r , ist zum Oberbau- Erektor und Minis« diesem Ministerium ernannt

worden. Er erhält di- Leitung der W-sierbauabteMng.

Der Reichstagsabgeordnete v. Halcm, Landrat des «reges Schwetz, den er auch im Reichstag vertritt, wurde als Hrlssarbetter

in das Reichskanzleramt berufen. . .._... ,

* Der Versicherungswert der Hauser BcrlmS etwa funz- unddreiviertel Milliarden. Der Feuerkassenbeitrag an d:e Feuersozietät für daS Geschäftsjahr 1. Oktober 1014 bis 10W wurde durch den Magistrat auf 6.2 Ps. (1013 bis 1014 vch Pf.) für je 100 M. der Versicherungssumme festgesetzt. Dl- Ver­sicherungssumme sämtlicher Grundstücke im Wetchbrld Bcr- lins belief sich am 30. September 1915 aus 5746 Ditllwnen Mark; eingerechnet sind die im Eigentum dm Stadtgemernde Berlin stehenden Grundstücke, die mit 257,3 Millionen Mark

versichert sind. _. ^

" Ein Erholungsheim für Unteroffizlerr. Die Zahl der unseren Kriegern gewidmeten Erholungsstätten ist rn ^erlrn um eine neue vermehrt worden. In der Vellevuestratze wurde das Abendheim eröffnet, das den aus dem Feld kommen­den deutschen und österreichisch-ungarischen Untcrofsizrmen m billiges Geld Speisen und Getränke, Geselligkeit unh An-

0^*^Einc Liebesgabe der Landrsversicherungsanstalt Berlin für die Garde. LautB. T.' hat die Landesversichcrungs- anstalt Berlin dem steMcrtretenden kommandierenden Gene­ral des Gardekorps 50 000 M. für Wcihnachtsliebesgaben sur

die Garde zur Verfügung gestellt. ^ =

* Deutsche Kriegsausstellungen zugunsten des Roten Kreuzes. W T-B. Berlin, 21. Dez. (Amtlich.) Wie aus Wrenmitge- teilt wird, soll demnächst in Berlin und anderen Stadtm rerche- er- bcutetes Kriegsmaterial aller Art °U'n",ch anSoestellt werden. Die Vorbereitung und Ausführung dies« Ausstellungen, die der Bevölkerung Waffen, Kriegsmaterial, Art, Wirkung uftv. vor Augen führen, erfolgt durch das ZeMralkomitee des deutschen Bnems von- Roten Kreuz. Der Reingewinn der Ausstellungen smdet für die B e r w u n d e t e n p s I c g e Verwendung.

* Der französische Unterricht in den Reichslande». DerStrah- burger Post" zufolge strich der elsaß-lothringrsche Oberschulrat m,t Beginn des Winterhalbjahres die ftauzösische Sprache vom Stunden- plan in zahlreichen Orten, da die Kmdrr zur Halste, teil- weise sogar zu zwei Dritteln, Deutsch reden.

Mrttw sch, W. Dezember 1«18. _ srtt» 596.

gaschäst zu erleichtern, sind die Freimarken nur in di« obere rechte Ecke der Aufschrift zu kleben, nicht, wie e, öfters geschieht, in die linke untere Ecke oder nr d,e Witte oder auf die Rückseite. Die kleinen BnefumMage m Größe der Visitenkarten sollten in der Neujahrszeit gar nicht verwendet werden. Denn diese kleinen Brief, endungw erschweren ganz besonders den Betrieb bei der Aufgabepost- anstalt, unterwegs rn den Bahnposten und bei den ^estell- pcstanstalten. Auch wenn man seinen Neuzahrswunich aus Visitenkarte übermitteln will, so verwende man emen ordent­lichen Briefumschlag. Werden diese billigen Wunsche der Pos- von den Absendern erfüllt, so wird sich der Neusahrsbriestiew kehr glatt aowickeln und ein jeder seine Postsachen^ cechtzewig erhalten. Ferner ist dringend erwünscht, daß die Firmen ihre Masiendrucksachen nicht am Silvestertag (31. Dezember), son­dern einige Tage vor- oder nachher einliefern. Um dem über­mäßigen Andrang an den Schwlterstellen zu begegnen, emp­fiehlt es sich, die Postwertzeichen für die NeuiahrSbrief- sendungen schon einige Tage vor Neujahr zu kaufen.^ Am 30. und 31. Dezember werden Postwertzeichen an sam-Irchen offengehaltenen Schaltern der hiesigen Postämter (auch an der Paketannahme- und an den Ausgabestellen) verkauft.

Bus Stö&t und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Nsujahrsbriefverkehr.

In der Aufschrift der Postsendungen niässen Empfänger und Bestimmungsort deutlich und so bestimmt bezeich­net sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Auf Sendungen nach größeren Orten sind auch die Straße und die Hausnummer sowie Gebäudeteile (Vorderhaus, Hinter­haus) und Stockwerk, bei Sendungen nach Berlin außer­dem der Postvezirk und die Nummer der Bestellpostanstalt, i B. C. 2, 8. 14, NW. 40, anzugeben. Um das Stempel-

Aus Lunst und Leben.

= Königliche Schauspiele. In der OperT r o u b a d o u r" gastierte Fräulein Cornelius alsAzucena : sie wußte sich auch mit dieser Partie so gut abzufindcn, als es ihre mehr aufs Ltzrisch-Liebenswürdige gerichtete Begabung nur irgend gestattet. Im Grunde ist ihr weicher, sympathischer Mezzo­sopran zur Durchführung so strenger dramatrscher Charaktere wenig geeignet, und ihrerAzucena" fehlte daher der schärfere U«u% die Bestimmtheit der Zeichnung, die Energie der Farbe. Dar auch im Ausdruck die leidenschaftliche Natur der wilden Zigeunerin nicht übel erfaßt, so gewann alles Be- fweben doch keine überzeugende Wahrheit, da das Organ den dunklen dramatischen Timbre vermissen ließ, die kernhas-c Tongebuitg, «rast und Volumen in der tieferen Lage, wo der Gesang leicht in bloßen Sprechton umschlug. ^Auch äußerlich widersprach die feingegliederte Gestalt der «ängeriu, diese jugendlich schlanken Arme (die hier besser verhüllt geblieben wären), die hübschen, freundlichen Züge dem Bild einer alten Zixeunermutter: trotz Schminke und wirrem Grauhaar hatte man in dieser Azucena eher eine jüngere Schwester oder ein kleines Verhältnis ManricoS vermutet. Darstellerisch war manches recht klug und temperamentvoll herausgearbeitct. Und da Fräulein Cornelius musikalisch nichts eigentlich ver­erb, sie schreit nicht, sie tremoliert nicht, hat keinege­sanglichen Unarten" und bleibt in der Textsprache nicht ganz unverständlich, so mögen diese negativen Vorzüge immer­hin Anlaß geben, die talentvolle Sängerin im Sluge zu be­halten: für zweite Partien (z. B. dieFar:me" im

Oberon" und dergleichen) dürfte sie. eine schätzenswerte Kraft bedeuten. Noch ein anderes kleinere-- Talentchcn lernten wir gestern in Fräulein D ö p n e r kennen, welche als »Ines" so vorsichtig und diskret spielte und sang, wie man cs

von einerVertrauten" nur verlangen kann. DenManrico" gab Herr Favre: es ist die Partie, mit der er sich seiner­zeit hier so günstig einführte. Er überraschte auch gestern. Durch die glänzende Höhe seines helltönenden Tenors, durch die Sangesfreudigteit und Verve des Vorttags. was alles für solche italienischen Opernpartien von besonderem Wert ist. Er und Herr G e i s s e - W i n k e l, der alsGras Luna" wieder so recht aus dein Vollen schöpfte, durfte tm Verein mit Frau Friedfeldt (Leenore") und der gasticreirben Fräulein Cornelius den lebhaften Beifall des zumeist seid- grau abgetönten Publikums entgegennehmen. 0. v.

Meine Chronik.

Theater und Literatur. In B r a u n s ch w e i g ist Ml- heim R a a b e s Witwe. Hedwig Raabe. geborene Franz, ,m 79. Lebensjahre gestorben.

Bildende Kunst und Musik. Eugen d'A I b c r t 8 neueste OpernschöpfungD i e t o t e n A u g e n". nach einer Bühnen- dichtung von Hanns Heinz Ewers, gelangt an der Dresdener Hofoper voraussichtlich A-tsang Februar 1916 zur Uraufführung.

Wijscnschast und Technik. An der Universität Tübin­gen befinden sich im laufenden Winterhalbjahr 399 Studie­rende. darunter 56 Frauen. 1687 Studierende sind, wre das 58. T." berichtet, als Kriegsteilnehmer eingeschrieben.

Ernst Haeckel hat unter dem Titel:Ewigkeit,

JLeltkriegsgedankcn über Leben und Tod, Religion und Ent­wicklungslehre", eine neue Schrift im Druck erscheinen laßen, deren Rcinerttag für die Unterstützung der Hinterbliebenen der deutschen Krieger bestimmt ist,welche ihr Leben und rhr Familienglück der Rettung des Vaterlands und der Erhaltung des Völkerrechts geopstrt haben",

Zur glatten Abwicklung des wichtigen Nachrichtenverkehrs nach dem Feld während der Neujahrszeit ist es unbedingt er­forderlich, daß der Austausch von Neujahrsgtuck- wünschcn zwischen Heimat und Heer mit der Feldpost unterbleibt. Das Publikum wird daher dringend gebeterr, zum bevorstehenden Jahreswechsel von der ^erje«- dung solcher Glückwünsche an Angehörige, gute «reunde und Bekannte im Feld Abstand zu nehmen.

Der vuttermangel und das Land.

Der Buttermangel, der sich in den großen Städten fühl- bar macht, trifft auch den Nichtlandwirt auf dem Lande. Auch er kann für Geld und gute Worte kerne Butter bekommen. Und doch könnte die allgemeine Butter­not in etwas beschränkt werden, wenn die Landwirte selbst sich etwas im Buttergenutz einschränken und vor allem keine Butter aufspeichern wollten. Es fällt vielen Landwirten gar nicht ein, in ihren Familien auch etwas weniger Butter zu verbrauchen, sie wird noch ebenso dick aufgestrichen wie sonst, und auch zu Weihnachtsgebäck ist die Butter durchaus nrcht gespart worden. Und nach wie vor wird in zahlreichen Dörfern trotz aller Verbote Sonntag für Sonntag Kuchen gebacken, und nicht zu knapp! Auch hierbei wrrd vielfach Butter verwendet. Dann wird auch von manchem Landwrrt die Butter, die er nicht verbraucht, eingekocht. ^Er sagt sich:

Ich bekomme für das Pfund 1,60 M. und muh für ein Pfurrd Schweineschmalz 2,20 M. und für 1 Liter Rüböl 3,50 M. zah- len. Da belialte ich lieber die Butter zurück und verbrauche sie im eigenen Haushalt. Rechnerisch ist daS ganz richtig ge­dacht, ob auch im Sinne des Durchhaltens? Gewiß ist es, daß der Landwirt von mancher Maßregel, die er nicht verstehen kann, nicht erbaut ist, z. B. von der, daß er für sein gutes Korn 11,50 M. erhalten hat und nun für 1 Zentner Roggen- schrot 16,50 M. zahlen soll, aber trotzdem soll er sich auch zum Wohl der Wgemeinheit Beschränkung auflegen. W.

Branntwein, und Spirituosenvrrkaufsverbot. In weiten Kreisen des Publikums scheint cs immer noch nicht bekannt zu sein, daß der Kl ein verkauf von Spirttuosen (Mengen unter 18 Liter) durch Verfügung der Regierung einer Beschränkung unterworfen worden ist. Dieser Klein­verkauf ist verboten von Samstagnachmittag 3 Uhr bis Mon­tagvormittag 10 Uhr sowie an denjenigen Werktagen, welche e:nem Feiertag vorausgehen, ebenfalls von nachmittag? 3 Uhr ab. Spiritncsencinkäufe für Weihnachten müssen also auf alle Fälle vor Freitagnachmittag 3 Uhr bewerkstelligt werden. Einkäufe von Silvefterpunsch usw. müssen ebenfalls vor Freitag, den 31. Dezember, 3 Uhr, erledigt werden.

Unzuverlässige Personen können bekanntlich gemäß einer BnndesratSverordnung vom 23. September vom Han­del ferngehalten werden. Bm: dieser im Interesse der Vor- braucher getroffenen Schutzmaßregel wird erfreulicherweise ziemlich oft Gebrauch geinacht. DerRcichsanzeiger" enthüll seit einiger Zeit fast in jeder Nummer einige Bekannt- machungen, in denen zur Kenntnis gebracht wird, daß diesem oder jenem der Fortbetrieb seines Gewerbes wegen Unzuvcr- lässigkeit im Handelsbetrieb untersagt worden ist. Schweine- metzger, Häute- und Fellhändler, Petroleumhändler, Molkerei- Pächter, kurz, alle möglichen Gewerbetreibenden und Händler, sind bis jetzt von der scharfen, aber gerechten Bundesratsver- ordnung betroffen worden. Das deutsche Volk erwarte: anch fernerhin scharfes und rücksichtsloses Vorgehen gegen jebe Art von Kriegswucher.

Kleiuverkausspreise, die nach der heutigen Marktlage: un Sinne von Ziffer 3 der Verordnung h c5 stellvertretenden General- Ammandos 18. Armeekorps vom 20. Jnti 1915 für mittlere bis gute More als angemessen selten. Mir Misibeet-, ^reibhaus- un Svalierware sind die Preise nicht maßgebend. Speisekartosstlii dar Pstmd 4 Ps., Weißkraut 6 bis 8 Ps.. Wirsing 9 bis 12 Ps., R,ckraM 12 bis 14 Pf., Rosenkohl 35 bis 40 Pf., Wmterkohl (Waukrmit) 12 bi; 15 Ps., Kohlrabi (oberirdische) das Stück 5 bis 8 Pf., E^koht- raben (Steckrüben) das Pfund 5 bis 8 Ps., Spme!: bis 2o

oette Rüben 10 bis 12 Ps., Karotten 15 bis 18 Ps., rote Rüben 1 K«T »f weiße Rüben 4 bis 10 Pf.. Schwarzwurzeln 35 bis

0 we'tz- JtuDen * o -> P^Esk°r°lsa!->t 10 bis 15 Pf..

Keldsaiakdas Pfund 40 Rs 45 Pf. Zwiebeln 15 bis 25 Pf Blumen- Ndas S?ück 50 bis 80 Pf.. Eßäpsel. belfere Sorte 25 M mittlere fsxllw«» 19 Ns Qo&äbfel 10 Pf., Eßbirnen, bessere Sorte 25 Pf.,

mittlere ^Smte 12 Ps Kochbirnen 10 Ps.. Wainüsse 80 bis 70 Ps..

Kastanlen 35 Ps. Br'üsiettr Trauben 180 Ps.. H->rdk-se das Stuck 8 bis 10 Ps.__

Letzte vrahtberichte.

Der türkische Sieg.

Br. Berlin, 22. Dez. (Eig. Dral,Gericht. Zens. Bln.) DieVoss. 3ta." meldet aus Konsinntmopel über die Kämpfe der letzten -i-age auf Gallrpok. Der Erfolg der türkischen Truppen ver ^ n ° ^

AriBurun ist ein vollkommener und zweftelkos auch > cndasiltiaer. Es ist genau so gekommen, wie wir vor- ausgesehen hatten. Von dem Augenblick an. wo niu unbeschränkte M u n i ti ons m en g en und neue Geschütze zur Verfügung standen, konnte sich der Feind bei Anasorta und Ari Burun nicht langm halten und mußte den Rückzug antreten Gr in unserem Feuer furchtbare Htunden Zugebracht mch musi lehr schwere Verluue erlttten haben. Be» Llarom Wetter wäre nicht ein Mann entkommen, ^edew