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Wiesba-em TagliM.

” rvöcbentlich _ 12 Ausgaben. «.-LSÄTVlL'L

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Kbend.Kusgabe. «*• «96..«. m**»»

Mittwoch. 22. Dezember 1913

durch zwei Kompagnien verteidigte Borpostenstellusg leüchj angehalten. - An der Dardanellrnfront ist dn Zählung des bei Ari-Burun und Anaforta vom FeinLezuru» gelassenen Kriegsmaterials und "»n MilitarLnsrnswngSe gegenständen aller Art noch nicht abgeschlossen. Unter i»er be» Ari-Burun gemachten Beute befinden sich S« er schwer, Geschütze und ein S ch n e,d e r - F c ld g es ch ü tz,

Mengen von Munition, namentlich Gewehr- und Maschrnem gewehrmunition, eine grosse Zahl Maultier- sowie M-m.tums. wagen, Zelte voll Lebensmittel, Telephon- und Pronreo material. Die feindlichen Schiffe beschossen **?

zum Abend mit Heftigkeit ihre verschiedenen Herste ll ung «^ um die von ihnen prrisgrgebene Beute »u ihnen aber nicht gelang. Bei Scdd-ul-Bahr und dem linken Flügel nichts von Bedeutung. Das femdkch. Zentrum unternimmt hin und wieder Angriffe, ine ,edesmai zurückgefchlagcn werden. ^ x

Zurücklassung der «ranken und Verwundeten beim Nückzna der Engländer!

Berlin, 22. Dez. (Jens. Bln.) über den «bzug der Engländer wird dem „B. L.-A." aus Konftant.n-P^ berichtet.

Die Engländer muhten ihre Kranken ond Berwun« deten sowie zahlreiches Kriegsmaterial r « r i»«l a s s e n. da ihr Rückzug, obgleich er angeblich planmatzi« «ar, Hals über Kopf vor sich ging.

ver engUsch-französischeRückzug auf Gallipoli Betrachtungen eines holländischen BlatteS.

Rotterdam, 22. Dez. (Zens. Bln.) Wie aus englischenBlä^n ersichtlich ist. prüfte Jofsre. als er den Ob-ttefehl übmu^. den Vorschlag des britischen Kommandeurs auf Gallipo!-. tigert Stellungen als zwecklos auszurwben. Unauffällig^ die i r a n z ö fischen Streitkrafte wahrend der letzten Woche bis auf einen geringen Rest minderwertiger Kolonialtruppm MMck. während Kitchener durch die im britischen Parlament gemachte aaM> licke Zusage genötigt war, dem britischen Prestige weitere Opferm bringen und trotz überaus schwerer Beruhe und furchtbar behrungen, die er im Dezember namentlich den s^tischm tntb Hindu-Detachcments auserlegte, den Rückzugsbefehl von Woche z«

^Die"h°W,Mch"'Presse weist einstimmig auf iüe große Bed en , tung des Rückzuges hin. So sagt u. a. der „Haager Nreuwe Conrmit in einer längeren Besprechung: „Wes. was das D°rd-ne!lenaben. teuer bis jetzt zutage gefördert hat, 'st.^atz kilometcr am Südpunkt durch das Bierverbandsheer besetzt ge- halten werden und es fragt sich, wie l a n g e dies noch dawern kaim.

All das hat, wie im britischen Parlament imtgeteitt wurde, b-s ju Beginn des Oktober bereits nahezu 100 00 0{"“iuf 1185 Offiziere und 96 897 Mann allein an Toten geloster, eine Zahl, die seither natürlich lange die Hunderttausend uber- schritten hat. Denkt man noch m, die verwundete«. tRelanaenen. die verlorenen Schlachtschiffe, Kreuzer, Torpedo- und Unterseeboote, denkt man vor allem an en Berlust °n Ansehen für die Nation, die sich m M* Abenteuer stürzte, vor allem beim Islam, dann kmm mansich dw Genugtuung vorstellen, die die Türken und ihre Ber bun deten über das jetzige Erliegen haben müssen. D« Balkan.

fdrien ruerit gut zu machen, was aus Gallipoli ver­loren wurde. Seitdem ist dort der Erfolg der ^verbandstruppm in einen Mißerfolg verwandelt worden, und inzwischm n hielten die Türken di- Verfügung über Kriegsmaterial und Anführer, die sic in den Stand setzten, die Gelegenheit, die sich ihnen letzt bietet, auszunützen.

vas Ende des VardaneSenunternehmens in Sicht.

Unter dieser Überschrift >uirft /der Kapitän S- S. mD.

L Persius im ..B. T." einen Rückblick auf die Onümcklnnz des Unternehmens und sagt: Nachdem der W e y ^vrm Dsltsch- land nach Konstantiuopel freigemacht war, unterlag kneifet dab das Vertriebenwerden der EnNculd« ^Gallipoli nahe bevorstand. Tie Ossechwe hat .wm e«. gesetzt und cs ist vorauszuschen, daß, wie sie e^rfert^ etn- aevcbt hat auch erfolgreich endigen wird. — -an der „Boss. Ztg." zieht Rudolf Rotheit eine Dardanellmbttans schreibt dann: ?ln den Felsenwanden der Dardanellen nicht« Alpen wie in den Sümpfen von Flandern, rirankreich, Pobm und Serbien wird sich schließlich der Trotz brechen, den das Eingeständnis der Niederlage vorlaus^noch verhindert. Inzwischen haben wir den freundlichen daß wir uns „zu Tode siegen mögen und datz der Biewer band bis an sein Lebensende nicht aufhort, sich an ferne« eigenen „erfolgreichen Rückzügen zu erfreuen.

Englische Beurteilung der verfehlten Spekulation. ^ ^ W. T.-B. London, 22. Dez. (Nichtamtlich. Draht.erschüft „Daily' Mail" sagt in einem Leitartikel: D« Ruckzug tor britischen Truppen von der Suvlai-Bai darf als Zeichen dofwu gelten, dah die Regierung endlich den ungeheuren Fehlere kannt hat, den sie mit dieser Expedition machte. Das M bezeichnet die Rede Lloyd Georges als d-e schärfste An klage, die bisher gegim die Negierung erhoben worden s«.. — Die „Morr.ing Post" sagt in einem Le-.tartike-. ^ie Pre^- gab- der Dardanellenfront wirst die ernste -frage über den Ursvruna dieser Expedition auf. Die Nation wünscht zu wissen, to> dieselben Methoden, nach denen diese unternommen worden sind, noch wirksam sind. . m: .

fioRnungcn auf um fo y fträfttgcren lvrdc * ^ " stand am Eingang der Meerenge.

w T.-B. Amsterdam, 22. Dez. (Nichtanülich.) Eutz hiesiges Blatt meldet aus L o ri b o: r:

Truppen von zwei Punkten auf Galltpolr dem nn-W-r

General d. 2ns. v. Emmich t.

L. Hannover, 22. Dez. (Eig. Meldung. Jens. Bln.) Ter Sieger von Lüttich, General der Infanterie v. Emmich, ist »eute morgen in seinem hiesigen Heim, in dem er sert einigen Sochen zur Erholung weilte, sanft entschlafen. Dem Kaiser wurde sofort von dem Tode deS verdienten Generals

Mitteilung gemacht.

*

Als bei Kriegsausbruch Anfang AugM v. I- j»e; beut» fdren Truppen über die belgische Grenze gchMu, m J

sich infolge des ihnen enigegentretenden glichen W der-

wiHes Ä freie Bahn durch ims Lattd schaffen. Ws erste Festung stand ihnen Lüttich entgegen, aber der H«rfuhrer dieser Truppen, General der Infanterie v. Emmich, vor her kommandierender General des 10. Armeekorps a Hannover, nahm die Festung mit ihren Vorwerken tote ts Zn rrftpn ^Inftoirm am 7. August. So wurve er oer Träaer der ersten großen Sieges- und Ruhmestat der deutschen Truppen; *em Name wurde von Land zu -and ge- prieN and unzählig waren die Ehrentoweise, toe chni-von feiten des deutschen Volkes zuteil wurden. Auch nn Osten wurde sein Name wieder in diesem Jahre genannt. Der Sieger von Lüttich war nach dem Osten gegangen, um dor S u fein, und abermals ward ihm Dank und Lob ent- gegengebracht. Nun trifft uns mitten m dichem großen Völkerringen die unerwartete Kunde vom Hmscherden d -I verdienstvollen und fähigen Feldherrn. Trauernd steht d i deutsche Volk an der Bcchre eines Mannes, dessen Name aui hnmtx mit der Geschichte dieser großen Zeit^verknüpft se,n wird. Wie der Soldat auf dem SchlachtfeD, starb auch er eines Helden Tod, denn es unterliegt wohl keinem Zweifel, ^ di? Straoazen und Mühseligkeiten eines-la^e wayren- den Krieges auch an der Gesundheit dieses bkiahrigen mcht spurlos vorübergogangen sind, ja, wohl das Ende hertoigefuhA halben. ^

Albert Theodor Otto v. Emmich ist am 4. August >848 in Minden geboren, mithin jetzt 67 Jcchre alt. 1866 trat als Fahneniunker beim Jnfanterie-Regmnent Nr. 55 >n Mistel ein, wurde dort 1868 Leutnant und nahm ms Bataillonsadjutant am Fel^ng gegen Frankreich teck, wobei er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erwarto den folgenden Fahren war er Regimentsadsutant, nachdem er 187o zum Oberleutrmnt aufgerückt war. 1879 kam er in das Infanterie- Regiment Nr. 69 in Trier, m dem er 1880 zum Hauptmann und Kompagnwchef auftückte, 1881^ wurde M m glem,er Stellung in das 131. Jnfanterre-Regiment in Metz utd 1888 in das Füsilier-Regiment Nr. 86 in Flensburg verfetzt, wo er bald darauf Major wurde. Im folgenden Jahr erhmter ein Bataillon im Infanterie-Regiment Nr. 116 m Gießen und am 17. Februar 1894 wurde er Kommandeur des Jager- bataillons Nr. 11 in Marburg. Das Jahr 1897 brachte iym die Ernennung zum Kommandeur des Jnsanterie-Regnneiits ^ II^^Konstonz. das er bis 1901 befchlig^e, und am 18'Mai 1901 erhielt er unter Beförderung zum Generalmasor das Kommando über die 31. Jnsanterie-Brigade in Tr-en da» er vier Jahre innehatte. Im Februar 1905 wurde er Gene­ralleutnant und im April 1905 übernahm er das Kommando d^ 10 Division in Posen. Am 29. Mai ^909 erfolgte seine Ernennung zum kommandierenden General des 10. Arm«, ko^s Hannover). Am 27. Januar 1912 wurde chm der erbliche Adel verliehen.__

Das Ende der vardanelenabemeuerr.

Noch vor wenigen Mona t e n hatte der Prcchtt bans Churchill verkünöet, daß die Englanlwr bei ihrer Dardanellenaktton „nut, wcnige SK tlen hnr einem glänzenden Siege standen. Ader diese Siegesgewistheit hiell nicht lange an, und urpwtz. lich begann Churchill umzuschlvenken, versuche die Mi- antwottuna von sich abzulenken, versicherte, daß Kitchener ihm zu wenig Truppen zur Verfügung stellte, mid daß nicht er (Churchill), sondern der franzo i- sche Marinominister Augagneur den Plan de.- An oriffs ans die Dardnellen ausgearbettet habe. Aber das stolze Albion wollte sich.trotz der mAnenden und ^ warnenden Stimmen, di? besonders im Oberhauseer tönten, nicht an den Gedanken gewöhnen, ^daß es einen -feldzuq verloren habe. „Wir können uns sticht znrückziehen, und kein Mensch in verantwortlicher Stellung träumt von einem Rnckzug , so schrieb noch vor wenigen Wochen die Fuhrerin im Korps der englischen Hetzpresse, die „Times .

°tzetzt ist der Traum zur Wahrheit geworden, zur blutigen Wahrheit. Die brittsche Regierung gibt amt- lich bekannt, „daß sämtliche Truppen von.der Supla- bat und der Anzaczone Kanonen und Vorräte mrt E r folg nach einem anderen Kriegsschauplatz gebracht wurden " In dieser amtlichen illachricht, ibte man dem englischen Volke zu -bieten wagt, sind .zwei kleine, aber nicht unwichtige 'Fortlassungen festzustellen. Es muß nicht heißen, daß sämtliche Truppen usw. nach einem anderen Kriegsschaichlatz gebracht wurden, sondern iamtlicbe überlebenden. Und Wetter ist ver- schschegvn worden, daß der Evfolg. von dem rn der.Mel-

düng gesprochen ist,

^^T«r^ Versuch, den D a r d a n e l l e n - B a n k e r o t t als eine Liquidation hmzustellen, wird durch die gleichzeitig eingegangenen ^Meldungen aus dem turn- scheu Hauptguartier gründlich zunichte genracht. ~ nach sind die Engländer bei An a f ort a und - Burun vollständig geschlagen, ins Meer gÄvor- fen worden. Die Anaforta-Stellung entspricht derienr gen, welche die Engländer als die an der suvlabai zeichnen.

Da die Engländer zugleich von der zweiten Lan­dungsstelle Art Burun zurückgeworsen wurden, ist also nur noch die Südspitze von (ssallipoli. Se^0° -

Bahr, in ihrem Besitz. Ter dorttge -britische^Borstotz, der von den Türken zuruckgeschlagen wurde, stellt natürlich nur ein Ablenkungsmanöver dar. An dieser Stelle soll offenbar der englische Ruckzug. gedeckt wei­den, aber es liegt in der Natur der Sache, m der Natur des Terrains, daß die britischen Truppenes sind allerdings überwiegend nur noch f a r b r g. e Eng­länder dort — bei dieser Ruckzugsdeckung den sckswierig- sten Stand, die schwersten Verluste zu gewärtigen.haben, denn den Letzten beißen nach dem bekannten Sprichwort die Hunde. . .

Die schwere Schlappe, die völlige Nieder-

läge der Engländer auf Gallipoli ist, wenn die eng­lischen Zeitungen nach den untm wiedergegobcnen Prehstimmen auch noch vom ri e st h ölten de- Dardanellen- Eingangs (also Sedd-uh Bahr) und von „um so kräftigerem Angriff, an dieser „anderen" Stelle reden, .durch kein^erlei Auslegungs- und Vertufchungsversuche zu veroergen. Sie kommt nicht unerwartet, kam vielleicht auch den Engländern nicht ganz überraschend, aber es gebrach ihnen an denr politischen Mut das Unternehmen bei­ze i t c n abzubauen. Länger als z e h n Monate haben die Engländer, unterstützt von dem dmnmm franzost- schen „August", bei dem „Run" auf die Dardaiiellen ungeheure Opfer an Soldaten und Schiffen ge­bracht. Am 19., 20. und 25. Februar erfolgten die ersten Angriffe auf die DarüanellemBefestrgungcn durch die englische und französische ^flotte, die ebenso wie die folgenden am 2., 18. und 19. Marz. erfolglo- waren und den Verbündeten schwere S ch l f f s v e r- I u st e einbrachten. Am 25. April begannen dann unter dem Schutz der Schiffskanonen die Landungsversuche, bei denen trotz blutiger Opfer nur ganz geringes, stra- iegisch bedeutungsloses Terrain gewonnen wurde An­fang August kam noch em Nachschub von.. 100000 Mann aber die weiteren, wiederholt angekundigten Verstärkungen hielt man wohlweislich zuruck. Enver- Pascha hat es in der türkischen Kammer, offenherzig ange,deutet, weshalb die Engländer sich so lange, auf Gallipoli halten konnten, nämlich wett es den Türken an schwerem Geschütz und an Munition ffir ihre Artillerie gebrach. Diesem Plangel ist jetzt, nach dem erfolgreichen D u r ch b r u ch d u r ch S e r- bien, abgeholfen worden, und damit war die Niederlage' der Engländer unvermeidlich, wurde, bas Sckeitern des Dardonellen-Abenteuers zur Tatsache, nachdem der Versuch, durch den Vorstoß von Salo- niki ans die Verbindung zwischen den Mittelmächten und der Türkei zu verhindern, ebenso gescheitert war wie der Versuch der Ententemächte, dura) die Darda­nellen nach Konstantinopel zu gelangen, den Mittet- nrächten zuvorzukommen. ......

Noch bedeutsamer als der jetzt erzielte militari- sche Erfolg unseres tapferen türkischen Bundesgenosien ist der politische. Wenn Union Jack und Tricolore jetzt vor dem weißen Halbmond auf rotem Feld das Feld, das auch ein sehr rotes, ein blutiges w-w, rairmen müssen, so bedeutet das — darauf weilen auch neutrale Blätter hin — einen ungeheuren Verlust an V r e st i a e ffir das Bntcnreich, so mutz das auf die gesamte mohammedanische Welt einen tiefenEindruck macken, wird das. un Pharaonenlande. in Persien, in Indien, m Afghanutan, kurz überall, wo der Filam gegen England mobil gemacht hat, die stark- sten für das Jnselreich verderblichen Wirkungen aus- lösen Der Versuch, auf dom W c g e ü b e r d r e D a r-

dan'ellen den Sueskanal zu schützen, ist ge­scheitert, der gleiche, von Saloniki aus unter- nommene Versuch ist zum. Scheitern verurteilt, der Stoß in Englands Herz ist nicht mehr ab zu- wenden.

ver amtliche türkische Bericht.

Der qrotze Beule von Kri Burun uni» Knaforta.

W T -B Konstantinopel, 22. Dez. (Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront bei Kut-el- Amara dauern die örtlichen Kämpfe m:t Unterbrechungen fort — An der K a u k a f u s f r » n t wurde r« unserem Zentrum, im Abschnitt von Id. ein von ungefähr einem Regiment rmternommener feindlicher Angriff gegen unsere