Wses-eM-sw-gabe. Erstes Blatt.
Mrr die umfassrnde Arbeit, welche die Lau- ^Enhe^fil d««fer Kriegszvit geleistet hebe nach der Richtung 4>er C otfT gB. der Ausrichtung der rnn gefallene Angehörige •Skanetafaen ichw. ufi». Dir Kürchenkollekten haben engeben für Ostprelchen 13 264 Vk., für den Msatz 6830 M., für dir Kriegsinvaliden 8688 M. Die Zeichnungen der Kitzcheiwrgane für die dritte Kriegsanleihe stehen «och nicht tzoWändig fest. Insgesamt haben Zeichnungen in Höhe voa 2*4 Rillione» Marl ermittelt werden Linnen. Das KSwigl. K mifistor inm hat gleich zu Anfang des Kriegs die f(utge in «r w Ü Wtu g g«Mgea, ob Geistliche der Landes- Mrche z«» Di errst m i ttber Waffe beurlau btt werden -Wmüte«. Brzstgkch der Auslegung der einschlägigen gesetzlichen Bchtmamrngen bestünden starke Zweifel. Endgültige Beschlüsse feie» noch nicht gefaßt, immerhin habe man keinen Aüstand genommen, wo einschlägige Anträge Vorlagen, ihnen zunächst M e nH p r ech e n. Ob die Tätigkeit in der Front zurzeit eine wichtigere sei als die Tätigkeit in der Kirche, das sei eine Arage, die nicht unter allen Umständen im Sinne der erst««» Alternative beantwortet zu werden brauche. Bon de» Kirchenarganen ufw. feien 3 Kircherworsteher. 10 Studenten der Theologie und 3 Küster gefallen, man werde ihnen ein ehrendes Angedenken bswahren.
Gs wurde sodann zu den Vorstandswahlen geschritten. Einstimmig oder mit allen gegen eine Stimme wurden dabei gewählt: zum Shnodalpräfes Herr Pfarrer - Sch mitt
(Höchst), zu Betfitzern die Herren Professor Dr. Knodt, LemdgerichtspräsÄent de Niem, Dekan Schmidtborn (Weisel) und Ghmnasialdirektor Professor H affn e r (Höchst). — Die nächste Sitzung findet heute vormittag 10 Uhr statt.
tz««ptversammlung der SeseNschaft für Verbreitung von Volksbildung.
Die „Gesellschaft für Verbreitung von VoWbilduug", der auch der hiesige „Volksbikdungsverein" angeschlofsen ist, hielt am SomntcW unter dem Vorsitz des Prinzen Heinrich zu Schoenaich - C aro lath ihre 4 4. Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende erstattete den Bericht über die Wirksamkeit der Gesellschaft während der Kriegszeit. Die Gesellschaft hat ihre Einrichtungen und Mittel in größtem Umfang für die geistige Versorgung der Truppen im Feld und in den Lazaretten zur Verfügung gestellt. Sie versorgte etwa 2000 Truppenteile und Lazarette mit Lesestoff und gab für diesen Zweck 228 000 Bücher und 70000 Bäickw und Hefte von Zeiffchristen ab. Die eigenen Mittel der Gesellschaft reichten für diese Leistungen nicht aus. Ihre Aufrufe zur Unterstützung der geistigen Kriegsfürsorge fanden aber in den weitesten Kreisen Gehör, uud es wurden ihr 48 000 M. und etwa 100 000 neue und gebrauchte Bücher zur Verfügung gestellt. Lehr- und Übungsbücher, bisher 2800, wurden fiir die Kurse für Kriegsbeschädigte angekaust und unentgeltlich abgegeben. An der Sammlung für diesen Zweck (3200 M.) beteiligten sich besonders die Genossenschaften. Für die von der Gesellschaft angeregte und vom Generalgouvernement in Belgien eingerichtete Bildungszentrale in Brüssel übernahm die Gesellschaft anfänglich die persönlichen Unkosten und stellte Lichtbilder, Bildwerfer, Kinoapparate, Filme usw. für über 10000 M. zur Verfügung. Für die Veranstaltung von vaterländischen Vortragsabenden wurden Vortragende gewonnen und hinausgesandt, Lichtbilder hergestellt und nebst den Bildwerfern an Lazarette und für Vorträge vor Verwundeten unentgeltlich verlichen. Aus den Zählungen, die die Gesellschaft veranstaltete, ergab sich, daß etwa zwei Drittel der Vereine, die für die Fortbildung ihrer Mftglieder tätig sind, ihre Arbeiten fortgesetzt und die Kriegswohlfahrtspfiege mrterstützt haben. In etwa 600 Bildungsvereincn wurden z. B. 656 000 M. gesammelt oder aus Vereinsmitteln beigesteuert, so daß die Gesamtaufwendung der der Gesellschaft an- geschlofsenen Vereine auf über 6 Millionen Mark geschätzt werden kann.
Die Friedensarbeit der Gesellschaft wnrde zum Teil gehemmt. Für die Unterstützung der Volksbüchereien waren anstatt durchschnittlich 2004)00 Bände in den Vorjahren nur 100 000 Bände erforderlich. Die Schulze-Delitzsch-Stiftung konnte keine Kurse für ältere Kleingewerbetreibende unterstützen, weil keine Nachfrage war. Die Zahl der öffentlichen Vorträge allgemeinen Inhalts ging zurück. Das „Jahrbuch für das deutsche Bor- tragsrvefen" konnte nicht erscheinen. Das Wanderkino und das Wandertheater wurden mit Beginn des Kriegs eingezogen. Dagegen wurden Lichtbilder, insbesondere über die Kriegsereigniffe, und Filme viel verlangt und ausgeliehen. Die Ausgaben der Gesellschaft verminderten sich stark (1913 : 588 000 M., 1914 : 483 000 M.), stiegen im Laufe des Jahres 1915 aber wieder erheblich. Der Abgang an Mitgliedern war nicht bedeutend. Es ist kennzeichnend für den Geist unserer Zeit, daß der Gesellschaft seit Kriegsbeginn 469 unterstützende Mitglieder neu beitraten. Der Bericht hob am Schluß hervor, daß mit dem Ende des Kriegs an di« Gesellschaft große Anforderungen gestellt werden dürften, denen sie aber mit einem Barvermögen von rund 1 100 000 M., wovon 180000 M. m Kriegsanleihe angelegt sind, gewachsen sein werde.
MrsdadeANk Tagblstt,
Mittwoch, 8. Dezember 1915,
Nr» &71.
der Architekt Waller Segerbarthold und der
Krastwagenfnhrer Wendeltn Stegmüller, sämtlich in Wiesbaden.
Stabt als Fkeischermeister. Hauptsächlich durch die Erklärung der Metzgerinnung, sie könne voranssichtlich in nächster Zeit die Fleischversorgung der Bevölkerung nicht mehr in vollem Umfang durchführen, wurde in Zwei- b r ü ck « n die Errichtung einer städtischen Fleischerei veran- ^laßt. Die Stadtverwaltung kauft auf dem Lande unmittelbar die Tiere ein und verkauft in ihren drei in verschiedenen Teilen der Stadt gelegenen Läden das Fleisch fortan zu folgenden Preisen: Ochsen- und Rindfleisch 1,05 M. das Pfund. Schweinefleisch 1,63 M., sehnenfreies Ochsen- und Rindfleisch ohne Knochen und Zuwage 1,20 M., Schweinesleisch desgleichen 1,90 M., Ochsen- und Rindslenden das Pfund zu 1,80 M. Leber- und Mutwurst ist fiir 1 M.. Fleffchwurst für 1,20 M. das Pfund zu haben.
— Die Preußische Verlustliste Nr. 397 liegt mit der Liste' ^r. 2 der aus Rußland zurückgekehrten preußischen Austausch- gefangenen, der Bayerischen Verlustliste Nr. 239 und der Sächsischen Verlustliste Nr. 233 in der Tagülatffchalterhalle (AuskunftSschalter links) sowie in der Zweigstelle Bismarck- rrng 19 zur Einsichtnahme auf. Sie enthält u. a. Verluste des Füsilier-Regiments Nr. 80, der Infanterie-Regimenter Nr. 88 und 118, der Reserve-Jnfanterie-Regim enter Nr. 80, 88, 223, 224, 253 und 264, des Landtoehr-Jnfanterie-Regiments Nr.118 und des Pionier-Regiments Nr. 25.
Feldpostpäckchen. Es wird erneut darauf hingewiefen, daß Fekdpostpäckchen nur bis zum Gewicht von 550 Gramm (einfchl. des Mehrgewichts von 50 Gramm) zugelassen sind. Über 550 Gramm schwere Päckchen müssen von der Beförderung durch die Feldpost ausgeschlossen und an die Absender zurückgeyeben werden. Schwerere Sendungen, und zwar Pakete bis zum Gewicht von (0 Kilogramm, die an alle Truppenteile zulässig sind, müssen durch Vermittlung der zuständigen Militär-Paietdepots versandt werden.
— Bitte, mehr Rücksicht! Im Zenttmn der Stadt hat, so wird uns von geschätzter Seite geschrieben, ein Frauchen einen WÜd- und Geflügelladen und schlägt sich mit ihren drei kleinen Kindern redlich durch. Der Mann steht schon seit einem Fahr im Feld. Die Frau macht das Wild und Geflügel verkaufsgerecht, das älteste Mädchen von 14 Fahren HAst dabei, ist recht dienstbereit und trägt auch die bestellte Ware der Kundschaft zu. Ms es tum dieser Tage wieder in eine I ett ^? <3t e eine Bestellung besorgen wollte, wurde es
— offenbar kam die Sendung etwas verspätet - mit der Bemerkung abgewiesen: „Zu spät, brauchen nichts mehr, haben schon wo anders bestellt". Dazu verlieh noch das übliche Tür. z uschlagen dem rauhen Ton Nachdruck. Daß es der Geschäftsfrau bei der Abwesenheit ihres Mannes überaus schwer wird, die ungewohnte Arbeit zu leisten, und daß infolgedessen nicht mtt der gewohnten Pünktlichkeit bedient werden kann, das hat in dem vorliegeirden Fall den Besteller sicherlich wenig geniert. Es würde ihm gärig gewiß nichts ausgemacht haben, dem Kind trotz der „Verspätung" die Sendung abznnehmen und den Hahn zu einer anderen Mahlzeit auf den Speisezettel zu sehen. Auf diese Weise wäre der ohnehin schon genügsam bedrängten Geschäftsfrau — ihrem Kind nicht minder — eine bittere Erfahrung erspart geblieben. Wir führen den Fall hier an, weil ähnliche Fälle keine Seltenheit sind. So sollte man doch nicht mit Geschäftsleuten verfahren, die ihre Angehörigen im Feld haben und sich nur mit großer Mühe über Wasser zu hatten vermögen. Bei dem jetzigen Mangel a», Arbettskräften sollte es jedermann eine patriotische Pflicht sein, den Geschäftsleuten die schwere Lage erleichtern zu helfen und nicht bei jeder Kleinigkett die Zusendung verlangen. Die Geschäftswelt würde dies gerade jetzt um die Weihnachtszeit, wo sich die Aufträge und Bestellungen häufen, dankbar anerkennen. Also, bitte, mehr Rücksicht!
— Klrinperkauftpreise, die nach der heutigen Marktlage im Sinne van Ziffer 3 der Verordnung des stellvertretenden Generalkommandos 18. Armeekorps vom 20. Juli 1915 ftir mittlere bis gute Ware als angemeflen gellen. Für Mistbeet-, Treibhaus- un» Splckierware sind die Preise nicht maßgebend. Speisekartoffeln da« Pfund 4 Pf., WeitzkraM 7 bis 8 Pf., Ättsmg 9 bis 12 Ps., Rotkraut 12 bis 14 Pf.. Römischkohl 12 bis 15 Pf., Rosenkohl 40 bis 45 Pf., Winterkohl (Blankrarrt) 15 bis 18 Pf, Lohtrabi (oberirdische) das Stück 5 bis 8 Pf., Erdkvhlraben (Steckrübe») dos Pfund 8 bis 10 Pf., Spinat 18 bis 25 Pf., gelbe Rüben 10 bis 12 Pf., Karotten 15 Pf., rote Rüben 9 bis 15 Pf., weiße Rüben 4 bis 12 Pf., Schwarz» wurzeln 30 bis 35 Pf., Kopfialat das Stück 5 bis 10 Pf., Eskarolsalat 8 bis 15 Pf., Feldsalat 40 bis 50 Pf.. Zwiebeln 20 bis 25 Pf., Blumenkohl das Stück 25 bis 70 Pf., Eßäpfel, bessere Sorte 25 Pf., will!«« Sorte 12 Pf., Kochäpfel 10 Ps., Eßbirnen, bessere Sorte 25 Pf., mittlere Sorte 12 Pf., Kochbirnen 10 Pf., Walnüsse 60 bis 70 Pf., Kastanien 35 Pf., Brüsseler Trauben 160 Pf., Handkäsc das Stück 8 bis 10 Pf.
Vorberichte über Kimft, vsrtrLg« uni» verwandtes.
leZkcn-Duo. Das Programm ist recht geschmackvoll gestellt.
* Monopol-Lichtspiele, Wilhelmstraße. Tilka Durienx, di« he- rrchmte Tragödin des Königl. Schauspielhauses tu Berk», ist Trägerin der Hauptrolle in Harms Heinz Ewers' phantastisch«, Drama: Faunen einer Weltdame", welcher Film in Erstauffübrmm rm September d. I. (nicht Januar) in den Monopol-Ssihrspickm mit größerem Erfolg gezeigt wurde. Die Direktion wird daher auf vrelfachen Wunsch diesen Film mit dem erngeflochtenen Salome-Du» der »Villa Turieux ab heute bis Freitag nochmals vorführen, zu- summen mit einem guten lustigen Programm und wundervollen Aufnahmen von den Hochalmen und Schliersee. "*
Äus dem Vereinskebrn.
vorbertchte, Vereinsversainnllunsen.
«wt f, Cr "Wiesbadener Beamtenverein" hält morgen abend 8/ x Uhr in der „Wattburg" eine Ha uptversammlung ah.
Gerichtssaal. '
^ Betrügerische Heeresliefrrante».
' 7 Berlin, 6. Dez. (Nichtamtlich.) In dem drei
Wochen wahrenden Betrugsprozeß gegen Artur I a c o b y tmb
®enoffer> wegen Armeeliefer^gsbetrug vor ^
4. ©trafl a iiiiner des Landgerichts Berlin 1 erkannte das Ge- richt in spater Nachmittagsstunde auf folgende Urteile- 1- gegen Kaufmann Artur Jacobh, Inhaber dm SchuÄwmen^ firma Emil ^awby, 5 Jahre2 Monate Gefängnis- Jahre Ehrverlust, 4 Monate werden auf die erllttene Un' ^chu-A«hast,m«er-chnet: 2. gegen Kaufmann Karl Ko A, Jrchaber der Firma Julms Mandelbaum u. Co., Münc^m, 4 Jahre 6 Monate Gefängnis 5 Fabm-
reck^et^ ^den auf die erlittene Untersuchungshaft arrge^ rechnet, 3. gegen den Kaufmann Ernst Schmidt 1 ‘BtrrriT? d°rf) 1 Jahr 6 Monate <3 e f ä n« n2 ben ans die erlittene Untersuchungshaft ang^r^h^
Urban^7LZ^)^
/TO®i^ a . n8n,S ' 5 ’ Kegen den Lageristen Fan« Eppke (München) ans 3 Monat« Gesäng^
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6« den Reisenden Joseph Kohn (München)'«ft Frei sprechung. In der Urteilsbeqründnnach^v tL fcmbet§ folgendes hervoryichoben: Die Vermittlung «vSchen dem österreichischen K r i e g s m i n i st er^u bf§ Westens hatten der Hof- und « a&DoIfft Dr. Mandl tn Wien, der Direktor Georg W °E K°nzern Friedüinder-Fuld und des Jngeni^rrs m<mwt tt SSten n6errttmrmeit. Da die Lieferung einen Wert hm» etoo 8 330 000 M. darsteltte, würden die V e r m i t t l e r eine
»m und Gerichts» Meyer Klauber
fl 1 ? f* bm Emk-nff des ShuhwerkS zu schaffen. D«s^b wurde die Kvmmerz- und Diskontobank in
zur Finanzierung herangezogen. Sie sollte vom 5Usi - »Lr.: schen St ßZnrm cm m ^. E wterrÄchl-
£ Kriegsministerium 600 000 M. Vorschuß erhatten^ Die
Ä7wL zu mach^Dik^-LaK
W<we wurde in einem von der Baick gemieteten nnrimlT reichen Lokal in den ™ ^ 101 .umfang-
ni-hen Lokal in der Wallstraße 76/79 gel-s-rt D-tt kun- gierte der Angeklagte Kaufmann Ernst Schmidt als Sluffidtffc perfon. Die Abnahme der Stiefel sollt^wre den .WnrthT fen auf deren Bitten zugestanden wurde, nicht tn Wien fern. bern -nBerltn stattfinden. Die österreichisch"Kommis» dann hier in drei AbriahMeterminen 27 729 Paar aüae^^ men und das 1k. Kriegsministerium zalKe f“b$7££ nommenen Stiefel und Schnürschuhe 775 000 M. erfte unb zweite Abnahmefendung waren versandfertia aem^t
Aus den Beschlüssen der Versammlung ist eiue Vereinbarung, die das Zusammenarbeiten der Hauptsbelle mit den Verbänden erleichtern soll, getroffen woeden. Antzerdem wurde eine Durchsicht der Satzung, in der ave enLbätzrvchen Fremdwörter und veraltete Fassungen b eseit igt wurden, einstimmig genehmigt. Auch der etwas schwerfällige Name der Gesellschaft wurde in „Gesellschaft für Volksbildung" geändert, rmd der Zentral- «»Sschnß, jetzt „Hauptausschuß", einstimmig wiederyewcihlt >»d durch einige Neuwahlen ergänzt. Zum ersten Vorsitzenden wurde wieder Prinz Heinrich zu Schvenaich-Carolath ans Amtitz, zu dessen Stellvertreter Dr. Hermann Pachnicke M. SS. u. a v «f5 RechtÄbeirat Jnsttzrat Dr. Max Lewing m S ch - tz me flt « : Komnrerzienrat Stücke! wob als Geschäfts-
s. m «mm. w
— Krie^mrSzeichnmrg». Mtt dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe wurden Hmrptmarm Hippe und Haupttnann Ka-kckk-e, ÜeSe früher im Piorrier-Regrnieitt 25, ausgezeichnet. — Das Eiserne Kreuz 2. Kaffe erhielten der Turnwart des Tarnvervms Breidhardt Gefreiter Pe tr i aus Breidhardt und der Leutnant im Stab des Fvhartilleree-Erjatzbataillons 2Z Herman» MLNer, Sohn des Lehrers Müller in Freirn- biez. — Die Sdck e-A v e^m edaille 3. «lafse erhiette»: der Buch- MM Sdw w'-H .lvrchchk der Druck« Dgtz-
* Köuisliche Schauspiele. Als erster Tag im Rinz-Zhklus geht heut« „Die Walküre" mit Fräulein Engletth in der Titelrolle im Abonnement D in Szene. Anfang Uhr. Die Besetzung ist die bekannte bis aus den „Siegmund", welchen diesmal Herr Kammersänger Alois Pennarini, der auch hier bekannte Wagnersänger und jetzige Direktor des Nürnberger Stadttheaters, fingt. Am Freitag gelangt der 3. Tag: „Siegfried" nnt Herrn Kammersänger Pennarini in der Titelpartie im Abonnement C zur Aufführung. Anfang 6%, Uhr.
* Konzert. Für das heutige Mttwochs - Orgelkonzert in der Marktkirche, welches wie stets um 6 Uhr beginnt, haben Else Lauter, Konzertsängerin aus München (Sopran), sowie Elisabeth Lampe (Violine) von hier ihre Mitwirkung in freundlichster Weise zuge. sagt. Fräulein Lauter wird Lieder von Roofe, Albert Becker und Mendelssohn singen. Fräulein Lampe, die hier bestens bekanute Violinistin, wird Kompositionen von Händel und Gluck spielen. Auf der Orgel wird Friedrich Peteffrn die schöne Passacaglia in B-Dur von Frescobaldi und erstmalig „Andacht in der Sixtinischen Kapelle" (eine Phantasie über das miserere und das ave verum von Mozart) von Liszt vorttagen. Jeder Besucher ist zur Entnahme eines Programms zu 10 Pf. verpflichtet. Der Reinertrag ist für das Rote Kreuz bestimmt.
Wiesbadener vergnüsungs-SN,nen und Lichtspiele.
* Di« kmematographische Borführmrg uüt Borttag für Schüler, SchAerimreu uud deren Begleitung, die heute nachmittag 2Y>i und 4% Uhr im großen Saale des Bergnügungspalastes in der Dotzheimer Straße durch die wisseuschastliche Schul- und Lehrfilm. Gesellschaft stattfindet, hat die Genehmigung der Schulbehörde gestruden.
* ReichshaSeu-Theater. Im Reichshällen-Theater gastiert vom 1 . bis 31. Dezember das bellebte Marcos^öurlesken-Ensemble, das allabendlich stürmischen Beifall erntet. Hervorgehoben zu werden verdient an erster Stelle Prof. Don Marco, der „17 9"-Boote aus Glas ans fieicr Bühne herstellt, neben anderem verblüffendem
t auber-Expettmenten. Julius Hoffinann ist ein vornehmer
mnottst, der mit seinem modernen Kriegzprogramm viel Beifall findet. Klaire Bartellp ist eine Borttagskünstlerin, die mit modernen der Zeit entsprechenden Vorträgen aufwattet. Ferner verdienen »ben zu werden der Komiker Heinrich Möller und Hoff- «M^eueS Gesa»-s-Duetl, jopnr Möller-Mekinj, ein Bnr-
h aud) bTe brftte Sendtlny war versarürfertig, lErte «rber -wch ln der Wallstraße. Da fand sich
«myestellten Kräften doch ein ehrlicher Hand, werksruerster in der Person des Zeuqen Feltr
sekbständiy war, dann als Hausdiener rn der Wallsttaße tätig war und sah, daß dort betrügeriK,« Handlungen vorgenommen wurden. Er ging in der SWitimX paufe zur österreichischen Botschaft u/lÜt bon firnen Wahrnehmungen. Man glaubte ihm arffängkich kaum. Die Kommission wurde von Wien hierhergehott, da wurde dann festgestellt, daß i» den von 9«--it k »rn bexekb- neicn Kisten erheblich minderwertige War« mi't untergeschoben war. Darauf wurde unter ^uziechuna don Offtzieren, Werkmeistern und Sachverständigen aus der Branche ausführlich alles durchsucht, uud es stellte sich ber- aus daß 9400 Pa a r Stiefel v°llkom tnen krieA.
tocren - Darauf wurde sofort gegen di« Angerlagten vorgegangen. Der Gerichtshof erachtet das Bor- liegen des Landesverrats nach § 89 des Strafgesetzbuchs nicht gegeben, auch nicht die Verletzung des § 329 des Sttafaefetz- buchs wegen Nichterfüllung behördlicher-Aufträge für Armee» lieftrungen, da sich das Gesetz nur auf deutsche Behörden be. zreht. Dagegen machten sich die Angeklagten des Betrugs gegen den österreichisch-ungarischen Staat im Sinne des 8 263 des Sttafgesetzbuchs schuldig. Bei der Sttafzumessuno wird erwogen, daß sich Deutschland mit seinem Bundesgenossen Österreich-Ungarn in hartem Ringen um Selbständigkeit und Freiheit befinde, auf der anderen Sette aber mutzte das Mkd, das die Hauptverhandlung aufgerollt hat, mit Bitter, kert und Zorn erfüllen, wenn man sieht, daß neben der ungeheuren OpferwilligLeit in allen Ständen des Volkes sich doch auch so viel Gewissenlosigkeit und Gewinn- sucht breit machen kann. Von jedem Staatsbürger wird selbstverständlich dolle Pflichterfiillung und Einsatz von Gut und Blut für das Vaterland verlangt, wenn also Leute aus reiner Angst, daß ihnen von einem unverhältnismäßig hohen Gewinn etwas verloren gehen könnte, zu Mitteln des Be. trugs greifen, so ist das ehrlos und muß strengstens be» straft werden.
re. Leipzig, 6. Dez. Wegen Si ttli ch kei tS ver. brechens in zwei Fällen ist vom Landgericht Wiesbaden am 3. September der Weichensteller Johann Kuhmichel m Oberlahnftein zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt worden Er hatte sich in beiden Fällen in schamloser Weise an je einem Mädchen unter 14 Jahren vergangen. Die Revision des Angeklagten wurde vom Reichsgericht als unbegründet v«r, worsen.
Neues aus allee Welt.
In einem Mihlengetriebe in Stücke zerrissen. Frank.
fnrt a. O., 6. Dez. In Beaulieu, Regierungsbezirk Franffurt (Oder), geriet der Mühlenbesitzer Schade beim Oien in das Getriebe der Mühle. Er wurde in kleine Stücks zerrissen.
Brand einer schwedischen Gnmmifatzrir. Kopenhagen 6. Dez. Die große Gnmrmsabrik in Viskasoß in Südschwedeu, die größte Skandinaviens, wurde gesterrr mit sämtlichen Lagervorräten durch eine Feuersbrunst vernichtet. D« Schaden beträgt allein an Rohvorrätrn mehrere 100 000 Kronen. Der Verlust ist tn» fe schwerer, als Schweden geoenwärtig durch die enakiiche Blockade iast völlig tu» der GmWiMchr -chgMmtten st -
