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wöchentlich 12 Ausgaben. ^

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motdrn.8 19. midie die AnSaabeftellen in allen Teilen der Städte in Biebrich: die darkigen Aus. ReNameri. Ganze, halbe. . uud »lerlci seiten^ burchlanse^i^nach: beionderer Benchnung

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„Tigtlatt-HanS" Nr 6SSVS3.

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Nr. 340. * 63. Jahrgang.

Freitag, 19. November 1915.

Bbettö» Busgabe.

5000 neue serbische Gefangene!

Die weitere erfolgreiche Verfolgung in Serbien.

Oer Tagesbericht vom 19. November.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 19. lldov. (Amtlich.)

westlicher ltriegsichauplatz.

Artillerie- und Mincnkämpfe in und bei den A r g v n n c n sowie in den Vogesen.

Ein deutsches Flugzeuggeschwader griff englische Truppcnlagrr westlich von Poperinghe an.

Gestlicher ririegssrvauplatz.

Nichts Neues.

valkanstriegrschauplatz.

Bei den gestrigen erfolgreichen Bcrfolgungskämpfen wurden rund 5000 Serben gefangen genommen.

Oberste Heeresleitung.

*

Die Heldentaten eines deutschen U-Lootes im Mittelmser.

Ein englischer Hilfskreuzer versenkt, 2 englisch- ägyptische Kanonen boote oernlchtet.vieUanone

eines anderen englischen Schiffes als Sieges­trophäe.

W. T.-B. Berlin, 19. Nov. (Amtlich.) Eines unscrcl Unterseeboote hat am 5. November an der nord- afrikanischen Küste den englischen Hilfskreuzer „Para" (6322 Tonnen) durch Torpedoschuß versenkt und am 6. November im Hafen von Sollum die beiden mit je zwei Geschützen bewaffneten englisch-ägyptischen Kanonenboote „Prince Abbas" (300 Tonnen) und „Abdul Menem" (450 Tonnen) überraschend angegrif­fen und durch Geschützfcuer vernichtet. Dasselbe Unter­seeboot hat das Feuer eines bewaffneten englischen Handcisdampfers znm Schweigen gebracht und dessen Kanone als Beute heimgebracht.

Der Chef des Admiralstabs.

Oie Fortschritte in Serbien.

Die Ver,olgung der Serben durch die Truppen der Zentralmächte und Bulgariens hat in den letzten Tagen weitere bedeutende Fortschritte gemacht. Dazu gehört, patz die wichtig? Top likast ratze, die die einzige wirklich brauchbare große Rückzugs- straße für das serbische Heer nach dem Westen darstellte, in schein O st r e i 1 e von den Truppen der Zentral- mächle und Bulgariens bereits in Besitz genommen ist. Prokuvlje wurde erobert und auch Kursumlija ist bereits südwärts durchschritten. Die westliche Fortsetzung der Straße, tue unmittelbar ans Novibazar führt, ist in der Mitte in der Gegend von Babika durch die Besetzung des Ortes und des daneben liegenden Lucak- berges überschritten. Damit sind alle östlich dieses Punktes befindlichen serbischen Truppen gezwungen, für die Fortführung chres Rückzuges die Straße zu v e r l a s s e n und sich in s ü d l i ch e r Richtung auf schlechten Sumpfpsaden und Karrcnwegen durchzu- schlagen. Sie müssen die Richtung auf Novibazar selbst au f g e b e n und ihren weiteren Rückzug gegen die Linie Mitrowitza - Pristina nehmen. Der äußere westliche Heeresflügel der Heeresgruppe Macken­sen hat mit der Eroberung der Höhe von Javor und der Überschreitung dieser Gegend in südlicher Richtung sich dem serbischen befestigten Stützpunkt Sienica bereits aus 18 Kilometer genähert. Dadurch wird der Rückzug der sevbis<b?n Truppen, die sich noch westlich Babika befinden, auf Sienica unmöglich gemacht. Sie können höchstens versuchen. Novibazar zu erreichen. Beide Ereignisse zusammen, die Überschreitung der Toplikastratze bei Babika und der siegreiche Vormarsch aus Sienica, drängen die Serben immer mehr nach Süden zurück. Der Schwerpunkt des serbischen Rückmarsches wird immer mehr geaen die Linie Novi- bazar-Prisiina verlegt. Richtet sich also jetzt schon gegen den südlichen Teil von Montenegro. Der Rückzug nach Nord- und M i t t e l Monte­negro ist für den größten Teil des serbischen Heeres unmöglich geworden. Damit verschlechtern sich aber die Wegeverbindungen und die Mög- . lichkeit den zurückgeh? uden Truppen in genügender Menae Verpflegung und Munition zirzrrsühren.

Auf dem südlichen Heeresflügel, in per Nähe der griechischen Grenze hat sich die Lage sür die, Serben ebenfalls immer ungünstiger gestaltet. Der hart­näckige Wiberstand, den sie bisher rmBabuna- gebirge nördlich und nordöstlich von Prilep geleistet haben, scheint am Ende seiner Kraft angelangt gu fein. Durch das erfolgreiche Vorgehen einer bulgarischen Kolonne von Tetove über Gostivar in südlicher Richtung ist die serbische Stellung in der Flanke gänz­

lich bedroht, so daß die Serben, um nicht ahgckfchmtten zu werden, sie bald gänzlich räumen und ausgeben müssen. Damit ist aber auch der Ort Prilep (nach anderen unbestätigten, aber sogar aus feindlichen Qual­len stammenden Meldungen sind die Bulgaren bereits in Prilep) selbst nicht mehr zu .halten. Östlich davon haben die Franzosen verschiedene Niederlagen erlitten. Nicht nur wurden ihre Versuche, gegen die Stellungen der Bulgaren bei Kriwolak und im Wardartal offensiv vorzugehen, abgeschlagen, sondern sie haben auch Teile ihrer eigenen Stellungen an die nachher zum Gegenangriff vorgehenden Bulgaren verloren. Auf ein Eingreifen des Salonikicr Expeditionskorps zur Rettung des serbischen Heeres ist unter diesen Umstän­den überhaupt nickst zu rechnen. Wie schwierig die Westmächte ihre Lage üherhanpt ausfassen, geht auch daraus hervor, daß sie jetzt von Griechenland bestimmte Versprechungen und Zusicherungen verlangen sür den Fall, daß serbische und französisch-englische Truppen von den siegreichen Bulgaren über die griechische Grenze zurückgeworfen würden. Das Saloniki-Unter­nehmen ist also nicht nur zu spät gekommen, um das serbische Heer zu retten, sondern hat auch die Herstel­lung des direkten Transportweges nach Konstantinopel nicht zu verhindern vermocht. An den Dardanellen werden die Engländer und Franzosen die Folgen dieser neuen Verbindung sehr bald zu suhlen bekommen.

Je mehr das serbische Heer geschlagen und zu- sammcngedrängt wird, je mchr Gefangene gemacht und Geschütze erbeutet werden, je kürzer die Fronten der Zentralmächte und Bulgariens werden, desto mchr Truppen werden auch in Nordsee bien frei und für andere Zwecke verfügbar. Schon jetzt berichten die englisch-französischen Blätter fortgesetzt von neuen Verstärkungen, die die Bulgaren aus rhrem Südflügel erhalten und wodurch sich die Lage für die Westmächte bei Saloniki immer mchr verschlim­mert. So ergibt sich — das wird Kitchener in diesen Tagen in Saloniki feststellen können — für England die Unmöglichkeit, Konstantinopel zu erobern, Serbien zu retten und den direkten Transportwegs nach Konstantinopel zu verhindern. Das Schicksal nimmt weiter seinen Lauf.

prilep in bulgarischer k^anv? vie Bulgaren 2 Stunden vor Monastir:

Was Reuter meldet!

W.T.-B. Athen, 18. Nov. (Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Bureaus.) Offizielle Nachrichten von der Front fehlen noch, aber in Zeitungstelegrammen wird die Lage der Serben f e h r ernst geschildert. Prilep soll von den Bulgaren besetzt worden sein, die zwei Stunden von M o n a st i r stehen und eine umzingelte Bewegung »ns-

führen. Die Lage von Monastir ist kritisch. Die Konsul«, außer dem französischen, sind nach Saloniki gegangen; dorthin sind auch die Archive verbracht worden.

Br. Rotterdam, 19. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zeus. Mm) „Times" und Reuter melden: Nach Athener Blättermelduu» gen haben die Bulgaren Prilep besetzt. Ihre umzingelnde Bewegung brachte sie bis auf 11 Kilometer Entfernung von Monastir. Die „Times" meldet ferner aus Modena: Der Gouverneur von Monastir rief gestern eine Versammlung der Vertreter der serbischen, bulgarischen und türkischen Ein» wohner des Städtchens zusammen und erteilte ihnen de» Rat, falls die bulgarischen Truppen den Widerstand der Serben brechen und sich Monastir nähern sollten, sie demj bulgarischen Befehlshaber entgegenziehe» und ihre Unter, w e r f u n g anbicten sollen, um die Bürgerschaft vor iifrfet! Behandlung zu schützen.

Monastir im Zeichen der panlst.

Br. Lugano, 19. Nov. (Eig. Dvahtbericht. Zens. Bln.) „Corriere d°lla Sera" erfährt vom 17. aus Achen: Monastir befindet sich im Zeichen der Panik. Die ganze Bevölkerung strebt nach Saloniki, wo sie Zuflmbt zu finden hofft. Monastir wird von drei Seiten bedroht, von Babuna, wo die Serben zurückgedrängt wurden, von B r o t, wo Kavallerie und zwei bulgarische Jnfanterieregimenter hervorbrachen, und von Krnschevo, wo die Bulgaren im Begriffe sind, den serbischen Rückzug gegen R esene und Albanien absuschneiden.

Das Schicksal Serbiens.

Br. Kopenhagen, 19. Nov. (Eig. DmhcheritW. Zens. Mn.) Die italienische Presse hält Serbiens Schicksal für hoffnungslos. Nach „Times" und „Daily Telegraph" ist nicht nur die letzte Verteidigungs- slellung der Serben in den Babunabergen verloren, auch das f c'a n z ö s i s ch e Hilssheer sei in größter Gefahr, abgeschnitten und umzingelt zu werden. Stach Pariser Nachrichten ist die bulgarische Armee jetzt cmf 500 000 Mann gebracht worden. Die Garnisonen rm Innern des Landes und die Waffenplatze sind mit Re­kruten überfüllt. Das „Echo de Paris" erfährt aus Saloniki: Die Ententekousuln aus Monasftr, sind

gestern in überfülltem Flüchtlingszuge in Saloniki ein* geftwffen. Nach Dronasür gehen unaufhörlich DerMp,