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Verlag Langgaffe 21

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6*«ltfT-fcanf »tOftnrt oon 8 lldr morjni« bi» 7 Udr abend».

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12 Ausgaben.

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„Tagdltttl.HauS ' Nr 6650 53.

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B.iia 8 r Hi. di. M°r,.».«»„ bi. 3 Uhr uachmitta,, Berliner Schriftleitung desWiesbadenerTagblatts: Berlin W„ PotsdamerStr. 12, K. Feruspr.: AmtLüyow 6202a.6203. iSU“S“Ä» Z*

Donnerstag» 18. November 1915.

ktbend-klusgabe.

Nr. 538» . 63. Jahrgang.

Die weitere Verfolgung in Serbien.

Die Linie Iavor, nördlich Raska-ttursumlija- Raüan-Grugliea erreicht.

Der Tagesbericht vom 18. November.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 18. Nov. (Amtlich.)

westlicher ttriegsichauplatz.

Engländer versuchten gestern früh einen Handstreich gegen unsere Stellung an der Straße Messines- vrmentieres. Sie wurden abgewiesen.

In den Argonnen wurde die Absicht einer französi- schen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben rechtzeitig geräumt.

Gestlicher ttriegssckiaiiplatz.

Die Lage ist im allgemeinen unverändert.

valkankriegchchauplatz.

Die verbündeten Armeen haben in der Verfolgung die allgemeine Linie I a v o r, nördlich R a 8 k a-K u r s u m l i j a- Radan - Oruglica erreicht. Unsere Truppen fanden Kursumlija von den Serben verlassen nnd ausge­plündert vor. Es wurden mehrere hundert Ge­fangene und einige Geschütze eingebracht.

Oberste Heeresleitung.

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Die schwierige aber erfolgreiche Verfolgung der Serben.

Berlin, 18. Nov. Die Verfolgung der Serben schreitet, wie dem ,.Berl. Tugebl." meldet wird, unter heftigsten Kämpfen fort. Jeder Raumgewinn von Kilometern mutz mit dem Bajonett erkämpft werden. Während die Flügel­armeen im L i n g e b i e t, westlich von LeScovar. Fort­schritte machen, österreichisch-ungarische Truppen südlich des Lin verfolgen, und die Bulgaren in die Linie Brestovac- L e b a n e eingerückt sind, setzt das auS den Armeen Gallwitz- Koeveh bestehende Zentrum der Verbündeten seinen Vormarsch fort und entceitzt dem Feind eine Höhe nach der anderen.

' Österreichisch-ungarische Truppen stehen bereits nördlich von I a v o r ; im Jbartal sind deutsche Kräfte bis U s ch i tz e vor­gedrungen und bei B a b i c a ist die Stratze Kursumlija- Roska von österreichisch-ungarischen Truppen bereits über­schritten. Östlich davon steigt die Armee Gallwitz die Höben bei B o r l o t o v a c, nördlich Kursumlija, hinan. Von allen Seiten ähern sich die Verbündeten dem Raum Novi- b a z a r.

Oie Wiederherstellung der Eisenbahnen in Serbien.

Berlin. 18. Not,. Die unter Leitung von deutschen Ingenieuren 'n Angriff genommenen Arbeiten zur Her- stellung der Bahnlinie zwischen Nisch-Pirot sollen, wie der „Vosi. Ztg." aus Budapest gemeldet wird, so gefördert werden, dah die Linie schon vor Ende dieser Woche er­öffnet werden kann.

Dreizehn frühere serbische Minister gefangen.

Berlin, 18. Nov. Die Bulgaren sollen in V r a n s k a B a n j a 13 ehemalige serbische Minister gefangen genom­men haben, die sich dorthin geflüchtet hatten.

Sin bulgarischer Erfolg yeren die ^rc-n-oken.

Br. Sofia, 18. Nov. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) kftlich oon Lescovac haben die Bulgaren die ihnen vom überzähligen Feinde entrissenen Stellungen wicdererobert. Die Franzosen sind westlich des Wardar abermals blutig zurückgeschlagen worden.

ktvjchlutz eines bulgarisch-griechischen Bündnis Vertrages ?

Br. Genf, 18. Nov. (Eig. Drohtbericht. Zenf. Mn.) Französische Blätter veröffentlichen sine aus an­geblich sicherer Quelle stammende Athener Meldung, wonach man in dortigen maßgebenden Kreisen utit dem Abschluß eines bulgarisch-griechischen Bünd­nisvertrages rechnet.

Englrsche Transportschiffe für Saloniki vernichtet?

Berlin, 17. Nov. (Zensi Mn.) In Saloniki soll verschiedenen Morgcnblättern zufolge im englischen Marinestabe große A u s r e g » n g infolge Ausbleibens einiger englischer Transportschiffe herrschen.

Die französischen Drohungen gegen Griechenland.

W. T--B. Paris, 17. Nov. (Nichtamtlich.) Tie franzö- lische Presie vertritt Griechenland gegenüber noch immer den­selben Standpunkt. Griechenland muffe sich entscheiden und die Entwaffnung der etwa auf griechischen Boden über- trrtendeu Truppen der Serben und der Alliierten dürfe vom Vierverband nicht geduldet werde». Die Berhandlungeu

des Bierverbandes mit Griechenland batten schon zu lange gedauert. Das Geschwader, das in Malta versammelt sei, solle nach Griechenland geleitet werden und mit der Be­schießung beginnen, falls Griechenland sich nicht in aller­kürzester Frist entscheide. Es werde von Tag zu Tag klarer, daß die wohlwollende Neutralität, die Athen dem Bicrverband versprochen habe, nicht mit den Jnrereffen der Alliierten und nicht mit den Jntereffen Griechenlands vereinbar sei.

Kleinafien.

Wir zeigen heute unteren Lesern Kleinasien, die große westasiatifche Halbinsel, zwischen dem 36. und 42. Grad nördlicher Breite und zwischen dem 26. und 42. Grad östlicher Länge ge- bögen, die sich vom Eu­phrat zwischen dem Schwarzen und Mittel­ländischen Meer bis an das Agäische und Mar- mara-Meer ausdohnt und den K e r n des t ü r k i- schen Reiches bildet.

In Kleinasien wisder- holt sich die Badengestolt des großen asiatischen Kontinents in großen Zügen: ein Tafelland in der Mitte, Rnnid- und Terrassengeländer an den Seiten. Vom arme­nischen Hochland ziehen die Ketten noch Westen, die das Tafelland ein­schließen. Den N o r d- rand bildet eine durch die Pontuszuflüsse durch­brochene Kette, die nach Westen hin bis zium Jda und zum Kap Baba zieht und in Lapistan mit 3700 Meter Höhe gipfelt. Den S ü d r a n d bilden die Faltenzüge des Taurus. Vom arme­nischen Berglande zieht ein mächtiger Zug, vom Euvhrat durchbrochen, nach Südwesten und trägt im Novden der Bucht von Alexandrette Gipfel von über 3000 Meter Höhe; er begleitet im Westen die Küste des Rdittelländischen Meeres und läuft schließlich in lan­gen Schmalen Halbinseln ins Ägäische Meer aus.

Im Gegensatz zur Nord- und Südseite, die fast schroff abfallen, senkt sich das Bevgland im Westen in Terrassen zum Meer ab. Von den zahlreichen Flüssen ist der Kisil Jrmak, dem Schwarzen Meer zugohend, der größte und bedeutendste.

Allgemein betrachtet, befindet sich das Land auch heute noch in traurigem Zustande. Der Eisenbahn- ba u wuvde zuerst nach dem KrinÄriege durch englisches Kapital m größerem Maßstabe begonnen. Die älteste Linie lst dre 521 Kilometer lange Aldinbahn. Er- wahnenswert ist ferner die Smyrno-Kassabalbcchn mit 266 Kilometer, mit ihren Zweigbahnen Smyrna- Burnab-ad und Manissa-Somo; eine dritte Linie ver­läuft von Mersina am Golf von Jskandnirn nach Adaua. ■üin deutschen Händen befinden sich die ungleich wichtigeren Anatolischen Bahnen, .deren erste Strecke von Haidar-Pascha am Bosporus erbaut wuvde, an die sich bei Jsmid die Bahn über Eskischehr bis Angora (485 Kilometer) anschließt, die von der deut­schen Gesellschaft für den Bau kleinasiatsscher Bahnen zu Frankfurt a. M. 1889 begonnen und am 31. Dezem­ber 1892 eröffnet wurde. 1893 besann dann die Fort- letzung der Anatolifchen Bahn oon Angora nach Kaisarie (425 Kilometer) und der Bau einer Zweigstrecke von Eskischehr nach König (444 Kilometer), die im Juni 1896 dem Betrieb übergeben wenden konnten. Am be­deutungsvollsten ist nw'W die Bagbadbohn geworben, eme Fortsetzung der Anatolischerr Bahn von Kaisarie über L-ivas, Charput, Diarbekr, Movdin und Mofsul, Konia, Adaua und Aleppo. Kürzlichen Nachrichen zu- jolge sind nun auch noch weitere Bahnkanten beschlossen worden.

Der Krieg gegen England.

Im englischen Unterhaus spricht man vom Frieden und seinen Bedingungen.

Eine Wehrpflichtdebatte.

W. T.-B. London, 18. Nov. (Nichtamtlich.) In dev Unterhaussitzung vom 15. Nov. antwortete Premierminister Asquith zunächst auf eine Anfrage, der Kriegssekretär sei selbstverständlich Mitglied des Kricysrates nnd wohne ihm stets bei, wenn es erforderlich sei. ASquith lehnte es ab, den indischen Sekretär in den Kriegsrat zu berufen, .um di« KörpersclMft nicht zu vergrößern. Auf eine andere Anfrage antwortete er, es könne keinerlei Einführung des Dienst. Zwanges ohne Zufttmmung des Parlaments geschehen.

Auf eine Anfrage von Aldens (lib.) erklärte Asquich sich in der Wehrpflichtfrage bereit, eine Abordnung der Abgeord­neten zu empfangen.

Sir Edward C a r s o n polemisierte gegen die neulich von Greh abgegebene Erklärung über die Politik gegenüber Ser­bien und sagte: „GreyS Erklärung war ungenau und irr«, führend.

Die Regierung hatte tatsächlich beschloffen, Serbien keine Hilfe zn senden;

deshalb verließ ich das Kabinett. Erst drei Wochen später besckffotz die Regierung, Hilfe zu senden, nachdem sie durch die Besuche Jofsves und Millerands umgestimmt worden war."

Trevelhan sagte: Es wird jetzt bestätigt, daß dev Krieg ein Erschöpfungskrieg sein wird. Wer einen solchen Krieg unter sechsjähriger Dauer scl/ätzte, wäre sehr sanguinisch. Wie wird es eine solche Zeit hindirrch uns und der übrigen Welt gehen? Ein Erschöpsungskrieg bedeutet für uns ebenso wie für Deutschland den völligen, unwiederbringlichen Ruin. Ich bin scharf getadelt worden, weil ich das Wort Frieden aus- sprach, aber ich sprach nie von einem Frieden um jeden Preis. Ich sagte, wir haben gewiß Forderungen, ohne die der Krieg nicht enden kann, aber es ist nichts Entehrendes und De­mütigendes, die gewünschten Ziele durch Unterhandlungen zu erreichen. Wenn die Deutschen ohne Kampf aus Belgien herausgebracht werden könnten, sollte es auf diese Weise geschehen. Ich hoffe, dah die Regierung bereit ist, täl