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Sette 4. Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt.

Die Neutralen.

Zur Noten Kreuz-Tagung in Stockholm.

Berlin, 15. Nov. (Zeus. Bln.) DasB. T." berichtet tat® Stockholm: Auf der am 19. Nov. in Stockholm zu- fammentretenden Konferenz zwischen dem österreichisch- nngarifchen und russischen Roten Kreuz wird nicht nur über die Organisation des Liebesgabendienstes aus den Län­dern der Zentralmächte nach Rußland, Sibirien und umge­kehrt, sondern auch über die Einrichtung der Aufrechterhal­tung der Verbindung und Besuchen in den Kriegsgefangenen­lagern verhandelt werden.

Rücktritt des portugiesischen Innenministers.

IV. T.-B. Paris, 14. Nov. (Nichtamtlich.) DerTemps" meldet aus Lissabon: Der Minister des Innern ist zu­rück g e t r e t e n. Der Justizminister ist mit der interimi­stischen Leitung des Ministeriums des Innern beauftragt worden. Man erwartet eine vollständige Demokratisie­rung des Kabinetts.

Ein Eisknbahnerausstand in Südspanien.

W. T.-B. Almena, 15. Nov. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) Havas meldet: Die Mechaniker und Heizer der Eisenbahn- gesellschaft von Südspanien sind in den Ausstand getreten. Der Zugverkehr wird von Ingenieuren aufrecht erhalten. Es herrscht Ruhe.

Ein amerikanischer Überseetrust.

W. T.-B. London, 15. Nov. (Nichtamtlich.) Der hiesige Vertreter desManchester Guardian" erfährt, daß ein ame­rikanischer ü b e r s e e t r u st in der Bildung begriffen sei, um die amerikanische Ausfuhr nach den neutralen Ländern zu erleichtern. Es soll nach dem Vorbild des holländischen Über­feetrusts eingerichtet werden. Die amerikanische Regierung hat die Kontrolle übernommen. Die Neutralität der amerikanischen Ausfuhr wird so garantiert, daß die Schisse keiner Beschlagnahme durch die Alliierten ausgesetzt sind.

Noch einmal der pretzerlatz des Ministers des Innern.

Eine weitere abschwächende Erklärung.

W. T.-B. Berlin, 15. Nov. (Nichtamtlich.) Einer Ver­öffentlichung desZeitungsverlags" folgend, beschäftigt sich die Presse mit dem Erlaß des preußischen Ministers des Innern Pom 7. August 1914, der die Versorgung der kleinen Presse mit Artikeln und Nachrichten vorsah, die dem Ernst der Stunde Rechnung tragen sollten. Wir sind deshalb zu folgender Er­klärung ermächtigt: Es braucht kaum betont zu werden, daß der Erlaß eine reine Kriegsmaßnahme war, getroffen unmittelbar nach Ausbruch der Feindseligkeiten, als !sich noch nicht übersehen ließ, in welcher Weise die amtliche Berichterstattung über die Kriegsereignisse und die dem Kriegsverlauf folgende Entwicklung der auswärtigen Politik geregelt werden würden. Die Nachrichten- und Artikelversor­gung, die der Kriegserlaß vorsah, bezog sich denn auch allein auf militärische und auswärtige politi­sche Angelegenheiten. Sie betraf lediglich diese allgemeinen nationalen Angelegenheiten, verfolgte Ziele der inneren Politik jedoch in keiner Weise. Der Erlaß wollte eine Garantie schaffen für die Z u v e r l ä s s i g k e i t der Nachrich­ten. Er wollte die einmütige Haltung der Nation auch be­hördlicherseits stützen und bezog sich deshalb auf die ge­tarnte kleine Presse ohne Unterschied der Parteilich- ltung, ohne Rücksicht auf die sonstige Stellung der einzelnen iOrgane zur Regierung. Daß in der Durchführung des Er- ilasses in einigen Fällen, besonders in der anfänglich irrtüm- pichen Auslegung des Rechts des Belagerungszustands seitens her Nachgeordneten Behörden zu weit gegangen ist, soll nicht bestritten werden. Der Minister des Innern er­kannte das in einer weiteren Anweisung vom 6. Oktober 1914 ausdrücklich an und schuf sowohl in den ihm zur Kenntnis ge­brachten einzelnen Fällen unberechtigten Eingriffs in die Pressefreiheit wie auch allgemein Abhilfe. Späterhin er­wies sich der Kriegserlaß vom 7. August 1914 angesichts der Patriotischen Haltung auch der gesamten kleinen Presse und der anderweitig sichergestellten Verbreitung zutreffender Nachrichten als gegenstandslos. Deshalb wurde der Er­laß vom 7. August 1914 ersetzt durch den Erlaß vom 19. April 1915, der sich darauf beschränkte, für die künftige Friedens­zeit eine publizistische Vertretung der Absichten jund Ansichten der Regierung in den dem Einfluß der Regie­rung zugänglichen Kreisorganen stcherzustellen. Zu die­sem Zweck stellte der Minister des Innern einen den Bedürf­nissen der kleinen Presse im weiteren Maße und durch ^modernere zeitungstechnische Mittel entgegenkommenden Korrespondenz - Apparat an Stelle der neuen Korrespondenz bereit. Die Art und die Wirkung der auf die­sen Zweck beschränkten und sich bezogenen Erlasse wurden kürz, lich klargelegt.

Oer Uaiser zur neuen Uruppstiftung.

W. T.-B. Essen, 14. Nov. (Nichtamtlich.) Herr Krupp von Bohlen und Halbach erhielt ein Telegramm Seiner Maje- stät des Kaisers und Königs, in welchem es heißt: Minister v. Loebell meldete mir den Beschluß der Firma Friedrich Krupp, zugunsten kinderreicher Familien gefallener oder schwerbeschädigter Krieger eine Kruppstiftung von 20 Millio­nen Mark im Anschluß an die für Hinterbliebene bestehende Nationalstiftung zu errichten. Ich danke Ihnen und den irrigen auf das wärmste für dieses erneute Zeugnis hochher­ziger vaterländischer Gesinnung, würdig des großen 'Namens Krupp, dessen Ruhm als erster Waffen­schmied Deutschlands durch das glänzende Vorbild auf den Bahnen sozialer Fürsorge und Opferwilligkeit verherrlicht wird, (gez.) Wilhelm. I. R.

Zur Ernennung des Münchner Nuntius zum Nardinal.

Ein Beweis der fortdauernde« Neutralität der Kurie.

W- T.-B. München, 13. Nov. (Nichtamtlich.) Zur Ernennung des Münchener NimtiuZ Monsignore Tr. A. Früh wir th zum Kardinal erfährt derBayerische Kurier", daß der heilige Stuhl dem König von Bayern bei dieser Gelegenheit das Privileg erteilt ihat, dem Kardinal das Barett aufznsetzen. Dieses Privileg har inach dem Blatte bisher nur der österreichische Kaiser und Per König von Spanien, früher die Könige von Frankreich unv l Portugal genossen. Angesichts der Treibereien, die den Krieg gegen die Z e n i r a l m ä ch r e als einen Kampf zur Verteidigung der katholischen Kirche hinstellen wollen, sei es bezeichnend, da» der Papst bei der Ernennung des Nuntius von München und Wien zu Kardinalen die Monarchen beider Sta>rten mit seiner Der-

_Wiesbadener Tagblalt»

trrNmg beauftrag: habe. Auch sei dieser Borgang ein Beweis der fortdauernden Neutralität des heiligen Stuhles.

Bevorstehende Beratungen der sozialdemokratische« Reichstagsfraktion.

Br. Berlin, 14. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Dle sozialdemokratische Fraktion des Reichstags wird am 24. November zu einer auf mehrere Tage berechneten Sitzung zusammentreten, um die Fragen, die in der B u d z e t k o ni m i s s i o n und im Plenum des Reichstags zur Verhandlung kommen, gründlich vorzubereiten.

Die ersten Kähne mit Balkungetreide auf der Elbe eingetriffen!

Br. Dresden, 15. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Auf der Elbe sind die ersten Kähne mit Balkangetreide für Deutschland eingefahren. Täglich kommen jetzt in Lauben-Tetschen Eisenbahnzüge vom Balkan mit Getreide an, das sofort in Kähne umgeladen wird. Auch ganze Zug- ladunyen mit gedörrten Pflaumen sind bereits um- geladen und nach Deutschland weiterbefördert worden.

' Ein Streik der Fleischer von Posen!

Br. Posen, 14. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die Stadt Posen blieb gestern ohne Schweinefleisch. Weil der Magistrat die Höchstpreise herabsetzte, streikten die Fleischer. Der Magistrat ist mit wirksamen Gegen maßregeln be- schästigt.

Ku§ Btaöt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Eiserner Siegfried. Der Reinertrag des am 8. Novem­ber von den Mitgliedern des Königl. Theaters veran­stalteten Konzerts beträgt 2103,62 M. Diese Summe soll durch Nagelung des Eisernen Siegfried der Kriegswitwen- und Waisenfürsorge zugeführt werden. Die Kriegswitwen- und -Waisenfürsorge des Roten Kreuzes schreibt uns: In dem Artikel Eiserner Siegfried in der Sonntagsausgabe Ihres Blattes ist unsererseits ein Irrtum vorgekommen. Es muß heißen: die Firma Schneider schlug einen goldenen Stif­tungsnagel und die Angestellten der Firma einen silber­nen Stiftungsnagel.

Elternabend. Bei befriedigendem Besuch ging vor­gestern nachmittag in der Aula der Gewerbeschule der erste der von dem Arbeitsamt veranstalteten Elternabende vor sich, deren Zweck die Berufsberatung ist. Herr Stadtrat Meier begrüßte die Anwesenden und gab zugleich die nötigen Erläuterungen über den Zweck der Abende, worauf dann zunächst Fräulein Meta Gadesmann aus Frankfurt über die kaufmännischen Berufe sprach. Sie warnte dabei ausdrücklich davor, mit übertriebenen Hoffnungen zur­zeit an diesen Beruf heranzutreten, weil die derzeitigen gün­stigen Aussichten zum Unterkommen nach dem Krieg wieder schwinden würden, da es doch Ehrenpflicht jeder einzelnen sei, ihre sonst von einem Mann besetzte Stelle nach dessen Rück­kunft aus dem Feld wieder zu räumen. Fräulein Wally B r a n d a u, von Beruf Gewerbeschullehrerin, erging sich als zweite Rednerin eingehend über die Anstellungsverhältnisse in den gew erb li che nBerufen. Es müsse besonders Wert auf die Neigungen des Mädchens und auf die Aussichten, die sich für die Zukunft bieten, gelegt werden. Der nächste Eltern­abend für Knaben ist für den 28. November in Aussicht ge­nommen.

Überfluß an weiblichen kaufmännischen Hilfskräften.

Während es zurzeit bei gewerblichen Berufen vielfach recht schwer wird, die erforderlichen Hilfskräfte zu finden, ist, wo kaufmännische weibliche Hilfskräfte verlangt werden, der An­drang von Bewerbern ein außerordentlich starker. So meldeten sich dieser Tage bei einem Kaufmann, welcher eine Kraft für leichte kaufmännische Arbeiten suchte, nicht weniger als 70 junge Mädchen. Es herrscht bezüglich der weiblichen kaufmännischen Hilfskräfte eine ganz erheb­liche Üb e r p r o d u k t i o n, die sich nach dem Krieg, wenn die früheren Inhaber der betreffenden Stellen wieder eintre- ten können, noch unangenehmer geltend machen wird als heute.

Kartoffelpreise. Seither waren die Meinungen über die Kartoffelpreise, die der Landwirt bei einem direkten Ver­kauf an die Verbraucher fordern darf, Verschißen, und es wurde mit Recht getadelt, wenn in solchen Fällen Klein­handelspreise verlangt wurden, denn der Landwirt betreibt doch kein Handelsgeschäft und bezahlt keine Gewerbesteuer. Für den Landkreis Wiesbaden ist diese Angelegen­heit nun geregelt. Namens des Vorstandes des Kommunal­verbands für den Landkreis macht der Landrat als Vorsitzen­der bekannt, daß der Kleinhandelshöchstpreis für Kartoffeln für den Bezirk des Landkreises Wiesbaden für den Verkauf durch Zwischenhändler auf 4 M. und für den un­mittelbaren Verkauf vom Erzeuger an den Verbraucher auf 3,50 M. für den Zentner festgesetzt wird. Die Festsetzung tritt sofort in Kraft. Wer also jetzt aus dem Landkreis Wiesbaden Kartoffeln in Mengen von weniger als 10 Zentner bezieht, darf für den Zentner nicht mehr als 3,50 M. bezahlen, wozu dann natürlich die Kosten des Transports kommen.

Preisändernngen in den Bahnhofswirffchaften. Zum Preisverzeichnis der Bahnhofswirtschaften ist ein neues Berichtigungsblatt erschienen, durch das die bisherigen Verkaufspreise mit sofortiger Gültigkeit, wie folgt g e ä n - dert werden: es kostet hinfort in den Wartesälen aller Klassen ein Glas Lagerbier 20 Pf., ein gekochtes Ei 25 Pf., eine Tasse Fleischbrühe aus frischem Fleisch mit Ei 50 Pf., eine Tasse Fleischbrühe aus Präparaten mit Ei 35 Pf., ein Rührei aus 3 Eiern 1 M., ein Rührei aus 3 Eiern mit Bei­lage in den Wartesälen 1. und 2. Masse 1,40 M., 3. und 4. Klasse 1,25 M.

Kriegsbeihilfen für Lehrer. Der preußische Kultus­minister hat im Einverständnis mit dem Finanzminister ange­ordnet, daß auch den gering besoldeten endgültig und einst­weilig angestellten Lehrern, wie auch den gegen eine feste monatliche Entschädigung austragsweise beschäftigten Schul­amtsbewerbern rückwirkend vom 1. Oktober d. I. an lau­fende Kriegsbeihilfen nach den von dem Finanz, minister und dem Minister des Innern für die unmittelbaren Staatsbeamten festgesetzten Grundsätzen gewährt werden. Zur Zahlung dieser Kriegsbeihilfen seien eigentlich die Schulver­bände verpflichtet. Mit Rücksicht aber darauf, daß in erste: Linie nur kleinere Gemeinden in Frage kämen, daß die Ge­meinden infolge des Kriegs finanziell stark angespannt seien, sowie daß die ganze Maßnahme nur eure vorübergehende Be-

Diesstag, 16. November ISIS. Nr. SSS.

deutung habe, sollen die Beihilfen aus der Staatskasse gezahlt werden. Für die Gewährung dieser Kriegsbeihilfen kommen die Lehrer, die gegenwärtig militärische Verwendung finden, nicht in Frage. Die König!. Regierung läßt gegen- wärtig alle die Lehrer feststellen, deren Gehalt jährlich 2100 Mark (mit Ausschluß der Mietsentschädigung) nicht überschrei­tet; diesen sollen demnach Kriegsbeihilfen bewilligt werden.

Kollegiale Kriegshilfe der deutschen Lehrer. Der Deutsche Lehrerverein" und derKatholische Lehrerverband für das Deuffche Reich" haben gemeinsam eine Sammlung von Beiträgen ihrer Vereinsmitglieder für eine kollegiale Kriegshilfe veranstaltet, die jetzt abgeschlossen ist. Das Gesamtergebnis beträgt 216 806,84 M.

Teuerungszulagen für Beamte. Die Lichtenberger Stadtverordneten-Versommlung beschloß, die den Arbeitern und Angestellten der Stadt gewährte Kriegsteuerungszulage zu erhöhen. Künftig erhalten ledige und verheiratete Per­sonen ohne Kinder monatlich 10 M., Familien mit 1 und

2 Kindern 15 M., mit 3 und 4 Kindern 20 M. und mit 5 und mehr Kindern 25 M. Die Teuerungszulage wird an ledige Personen mit einem Einkommen bis zu 2000 M. und an Ver- heiratete mit einem Gehalt bis zu 3000 M. gezahlt.

Die Freigabe des Privatpaket- und Frachfftückgutver- kehrs zu den Truppen in Serbien ist in absehbarer Zeit in beschränktem Maße zu erwarten. Schon jetzt sind, wie amt­lich mitgeteilt wird, für einzelne Verbände günstige Beför­derungsmöglichkeiten vorhanden oder in Aussicht. Damit diese Gelegenheiten gegebenenfalls ausgenutzt werden, empfiehlt es sich, besonders dringende Sendungen für Angehörige der Truppen im Südosten unverzüglich den zuständigen Militär- paketdepots zuzusenden. Bei Zweifeln über die Zuständigkeit des letzteren wird eine Anfrage beim nächsten Militärpaket­depot mittels der bei allen Postanstalten erhältlichen grünen Doppelkarten empfohlen.

Eine verwerfliche Kinoreklame. Aus unserem Leser­kreis wurde uns in den letzten Tagen mit bitteren Bemer­kungen ein Reklamezettel eines hiesigen KinoS zugeschickt, der wirklich durch seine Ausmachung sowohl wie durch die Art seiner Verbreitung die schärfste Kritik herausfordert. Der Zettel, der, wie Telegramme zusammengefaltet, im Hausbrief­kasten gefunden wurde, trägt einen telegrammähnlichen Auf­druck und ist sehr wohl geeignet, bei flüchtiger Betrachtung mit einer telegraphischen Mitteilung verwechselt zu werden. Heute, wo zahlreiche Familien teure Angehörige im Feld stehen haben und bereits Herzklopfen bekommen, wenn sich ein Telegraphenbote ihrem Haus nähert, ist eine Reklame, wie diese, durchaus ungehörig und verwerflich. Sie ist geeignet, auch Leute, die nicht gerade besonders empfindlich sind, in Schrecken und Aufregung zu versetzen.

Preußisch-Süddeutsche Klaffenlotterie. In der gestri­gen Vormittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie fielen 2 00000 M. auf die Nr. 167 874; 30000 M. auf die Nrn. 102 795, 123 523; 15000 M. auf die Nrn. 130 067, 193 565; 5000 M. auf die Nr. 39 586;

3 00 6 M. auf die Nrn. 1406, 5365, 5654, 26 107, 26 269, 26 118,

31 490, 34 647, 41 793, 56 392, 61 581. 94 476, 101 543, 104 128, 112 869, 118 831, 130 311, 132 230, 37 428, 141 Ml, 145 791,

172 787, 186 824, 192 602, 197 618, 203 067, 217 713, 218 267,

218 757, 225 317, 230 303. In der gestrigen Nach,

mittagsziehung fielen 10 00 0 M. auf die Nrn. 127 066, 190 090; 5 00 0 M. auf die Nrn. 38 771, 93 222, 145 242 ; 3 00 0 M. auf die Nrn. 7072, 7390, 21 739. 27 097, 30 635, 32 624, 40 549, 43 443, 46 396, 50 242, 57 576, 57 598, 60 081, 64 320, 76 391, 90 494, 91 514, 96 666, 100 110, 101 593, 103 104, 120 497, 143 836, 154 095, 154 645, 168 941, 159 966,

172 790, 176 470, 190 475, 197 976, 214 161, 229 343. (Ohne

Gewähr.)

Warnung an die denffchen Kartenverlage und Buch­handlungen. Wie bekannt geworden ist, leiden die in Salo­niki gelandeten Streitkräfte unter Mangel an guten Karten des Kriegsschauplatzes. Diesem Mangel wird durch Bestellungen bei deutschen und österreichisch­ungarischen Kartengesellschaften abzuhelfen gesucht und deren Karten bevorzugt. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, wird uns von amtlicher Stelle geschrieben, um den deuffchen Buch­handel zu äußerster Vorsicht beim Vertrieb von Karten des Kriegsgebiets zu bestimmen. Bei den Einkäufen wird natur­gemäß die Vermittlung dritter in Anspruch genommen. Dar­nach ist die größte Zurückhaltung, selbst Einzelbestellungen gegenüber, am Platze.

Vorgerichte über Kunft. Vorträge und verwandtes.

* Kurhaus. Einen stets hier sreudrg begrüßten Gast brmgt das 5 Knrhans-Zvklns-Konzert am Freitag dieser Woche in dem Bassisten der Münchener Hofoper, Paul Bender. Der Kartenver­kauf an tu Tageskasse utt Kurhause hat bereits begonnen.

* Konzert. Dal nächste Orgelkonzert in der Marktkirchc findet nicht am Bußtag statt, wndern am brrausfulgenden Mittwoch, den 24. November, 6 Uhr, unter gütiger Mitwirkung der Hofopern­sängerin Frau Adele Krämer.

* Konzert. Der bekannte Violinvirtuose Du« v Kerekjarto, der sich hier der allgemeinen Beliebtheit erfreut, veranstaltet am kommen­den Samstag, abends 8 Uhr, ein Konzert im Zwilkastno. Der junge Künstler ipielt; kürstich in Ungern vor Mackensen, der ihn durch starken Verfall ruszeichnete, ferner nnt sensationellem Erfolg in Bonn, dann im Bachverein-Konzert in Heidelberg unter Kaprll- meister Wolfram und im zweiten Sinsonie-Konzert in Mainz unter Kapellmeister Gorter.

* Mainzer Stadttheater. Samstag, den 29. November:Emilia Galrtti" (stattDer Äimsmana von Venedig").

Nus dem Landkreis Wiesbaden

Dotzheim, 14. Nov. Gestorben ist der Kciegsvctcran von 1870/71, Echremermeister Philipp Rossel hier. Bei dem Stürme, der am Samstagmorgen wütete, wurde durch einen heftigen Windstoß im GasthauseZur Stadt Biebrich" eine große Erkcrs.heibe eingedrückt und zertrümmert. Das Eiserne Kreuz erbielten von hier der Unlsrosfister und Fahnenträger Rossel im 3. Bataillon des Regiments Nr. 118, der Reservist Wilhelm Fischer vom Res>:rve-Jnfanter:t.R«giment Nr, 80 unv der Muskstier Wilhelm Schumann vom Reserve-Infanterie- Regiment Nr. 87, die beiden letzten in Gegenwart des Kaisers und des Kronprinzen. Dein Erstgenannten ist außerdem schon die hessische Topferkeitsmedaille verliehen worden.

rl. Hochheim. 14. Nov. Die Wahlen zur Ergänzung der Stattverordneten-Versammlung finoen am 26. und 27. November statt. Die dritte Klasse wählt zwei Stadtver­ordnete für die ansscheidcnden Wemhändler I. B. Siegfried und Kommissionär Georg Schäfer, die »weit: Klasse auch zwei Vertreter für tie ausscheidend m Gch. San.-Rat Dr. Santlas und Hotelbesitzer Vatth. Koch, die erste Klasse ebenfalls zwei Stadtverordnete svr die ousaeschiedenen Maizsabrikant Heim, Schwanitz und Weinhändler W, Fritz. Im hiesigenStadtäuzciger' werden Klagen geführt über große Schäden, die durch die Uberhandnahmc der wilden Kaninchen hervorq-rufen werden und besonders in den Jung- fcldern der Weinberge zu beobachten sind. Ein Abschießeu der Kaninchen wird für sehr angebracht gehalten.