Verlag Langgasse 21
«eignet Ma 8 tU* metgeo* W* 7 ffl* tMti
WSchentlich
Betzeff-eld. - »«,»«».Brftellnaae» nehmen -mnerdem en,gegen: in BiettaCea Me LweigsteSe «i». mardnna IS. tarne Sie »ntanheKelen in allen Teilen der Stadt; in Biebrich: die doäiaen An», gabeüellen Mid in den benachbanen Landorten und im «beingan die betreffenden Zeiget.
12 Kusgaben.
Fernruf:
e.«u m. w ®r. fiRSO-S:;.
Sra 8 IHt mre* a*bS 8 Uhr abendr. anher Sonntag».
Kr die
r K«g.Kr Pfg. in davon
im „arbeittamrtr* und Meiner Anzeiger' iomie fiir alle übrigen örtlichen iinen; 2 Mt. für auswirtige ' ' «betet Berechnnng. — entihrechender Nachlaß.
Berliner Schriftleitmtß des Wiesixtd euer Tag blnttö: verldtlV., Potsdamer Str. 121 L> Feraspr.: AmtLLtzow 6202 a.6203. w?r^^»ewsb?^be?n?:na^
Sonntag, 14. November 1918.
Morgen. Kusgabe.
Nr. 533. - 63. Jahrgang.
Die Smrcak- u. ttosutica-höhe zwischen 3bar- und Moraicva-Cal erstürmt.
Angriff auf Angriff an der Görzischen Front von den österreichisch-ungarischen Truppen abgeschlagen. — weitere serbische Höhen genommen. — ver bulgarische Uebergang über die Morawa wird fortgesetzt.
Orr österreichisch-ungarische Tagesbericht- W.T.-B. Wien, 13. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich tlerläntet vom 13. November, mittags:
Russischer Rriegsschauplatz.
Nordwestlich von Czartorysk wurde wieder ein feindlicher Angriff abgewiesen. Sonst haben nur Ar- tilleriekämpse stattgefunden.
Italienischer ttriegsschauplatzß
Die großen Kämpfe im Görzischen, die neuerdings den Charakter einer Schlacht annahmen, dauerten auch gestern fort. Wieder folgte an der großen bisherigen Kampffront Angriff a u f A » g r l s f, di- verzwcifelten Anstrengungen des Feindes t e n jedoch an dem zähen Widerstand unserer ^rup-en. Auch der T o l m e i n e r Brückenkopf stand tag»- über unter starkem Artillrriefeuer. Ein Angriff aus unsere Stellung am Brsie wurde abgeschlagen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Bisegrader Gruppe hat die Vorstellungen des Gegners im unteren Lim- Gebiet genommen.
Die über Jvanijica vorgehenden °sterreichlfch- nngarischen Truppen haben dre Hohen Vt Livad» und C r v e ne a G o r a erkämpft. Eine andere Gruppe hat »ach Überwindung aller durch Schneefall, Kalte und hohes Gebirge gegebenen Schwierigkeiten rm Raume -wischen dem J bar- und M orav lca-Tale d»e wichtigen Höhen Smrcak, Trigonometcr1649 und Kosutica, Trrgonometer 1512, erstürmt und einige Gegenangriffe abgewiesen. ...
Armee des Generals v. Gallwih erkämpfte die Paßhöhen in, I a st r o b a c - Gebirge und macyte 110» Gefangene.
Die bulgarische Armee hat den Morawa- übergang fortgesetzt.
Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs: v. Höf er, Feldmarscholleutnant.
Die Ereignisse auf dem Valkan.
Die Demoralisierung des serbischen Heeres Kritische Lage der serbischen Heeresgruppe von Risch.
Le. Wien, 13. Nov. (Erg. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die „Neue Fr. Presse" berichtet: Die großen Beuten der letzten Tage beweisen, daß nun bereits Stockungen ciagetreten sind, die immer ärger werden. Ganz besonders kritisch ist die Lage der serbischen Heeresgruppe von Risch. In der ganzen serbischen Armee herrscht der größte Schnhmangel. Die Leute stehen hilflos ohne Fußbekleidung da. Ganz besonders fallt auf, daß Leute, die aus dru schon besetzten Gegenden stammen, haufenweise die Waffen strecken. Sie finde» ein Weiterkämpfeu zwecklos, da ihre Scholle schon verloren ging.
Reiche Dokumentenbeute in Risch.
Br. Berlin, 13. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Dln.) Das „B. T." meldet ans Sofia: In Risch erbeuteten die Bulgaren einen großen Teil der Archive des serbischen Auswärtigen Amtes. Auch die Archive des Kriegsministeriums, der Universität und der Bibliothek des Königs und einen Teil seiner Korrespondenz wurden entdeckt. Vieles davon war vergraben. Aber die Rischer Einwohner selbst führten auf die richtige Spur.
Lin Stimmungsbild aus Saloniki.
Die Truvpenlanvunge« gehen feit 1. November wieder flott vorwärts.
Br. Berlin, 13. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Der Sonderberichterstatter der „Bost. Ztg." meldet aus Lugano vom 13. Nov. nach italienischen Blättern: Die Stadt wimmelt voll Uniformen aller Farben und Art. In der Nacht gibt cs dreierlei Patrouillen, griechische, französische und englische. Das ist aber auch die einzige Gemeinschaft der fremden Truppen mit den Einheimischen. Zwar haben die griechischen Truppen den Befehl, fremde Offiziere zu grüßen, aber die griechischen Offiziere und die englisch-französischen Offiziere grüßen einander nicht oder doch nur sehr selten. Die Ausschiffung, die, wie man weiß, am 5. Oktober begann, ging durch acht Tage hindurch rasch vor sich. Die Landungen wurden dann stark unterbrochen, dann aber wieder ausgenommen»
aber nicht wieder in der gleichen Schnelligkeit, Ordnung und Regelmäßigkeit. Erst seit dem 1. Nov. gehen die Truppenlandungen wieder fwtt vorwärts. Aber Saloniki ist auch voll von griechischen Truppen und Offizieren. Ganze Armeekorps stehen in der Stadt. In Mazedonien sollen an 200 000 Mann stehen und man fragt sich, was sie in bestimmten Fällen tun sollen oder werden. In Saloniki erscheint ein Dutzend Zeitungen, vier griechische, vier französische, drei spanische (für die spanischen Juden) und jetzt auch eine eng-
wohliwollender Neutralität und den Erklärungen des Finanzministers D r a g u m i s besteht, der durch- blicken läßt, daß Griechenland, wenn der oben erwähnte Fall eintreten sollte, sich gezwungen sehen könnte, die Truppen zu entwaffnen und zu internieren. Das „Journal des T6bats" erklärte, die Verbündeten iaürden eine Internierung als einen feindlichen Akt betrachten, aus dem Griechenland alle Konsequenzen zu zichen habe. In gleichem Sinne
5dlf£rr?k
Yürilo
Vr&njna
Anfivari
lische. Ihre Gesinnungen sind geteilt, aber die der Stadt ziemlich ungeteilt auf der Seite der Z e n t r a l m ä ch t e. Von den 200 008 Einwohnern sind die 70 000 Juden schon aus Haß gegen Rußland deutschfreundlich, die Mohammedaner sind für die Türsei und die Griechen sind teils schwankend, größtenteils aber gegen den Bierverband und für Deutschland und Österreich. Das merkwürdigste aber ist, daß hier, und nur hier, Einwohner feindlicher Länder friedlich zwischen den mobilisierten Heeren umhergehen. Als die ersten Landungen stattfanden, hatten die Konsuln zwar de» anwesenden Deutschen und Österreichern zur schleunigen Abreise geraten, aber da die gelandeten Truppen sich vor feindseligen Handlungen hüten und hüten mutzten, blieben alle ruhig, und jetzt gehen deutsche, österreichische und bulgarische Bürger ruhig zwischen englischen und französischen Patrouillen spazieren, was nirgends sonst in der Welt der Fall sein dürfte. Aber nicht nur Bürger, auch Offiziere, deutsche und österreichische aus Athen, von den griechischen Kameraden besonders liebenswürdig empfangen, und bulgarische Offiziere kommen aus ihrer Heimat nach dem neutralen Saloniki und sehen zu, „mit welcher Langsamkeit die Äalkanexpedition vom Vierverband organisiert und durchgeführt wird".
Frankreichs Sorge um Griechenlands Haltung im Falle eines Rückzugs aus Serbien.
Br. Genf, 13. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zenf. Bin.) Die französische Presse befaßt sich mit der Möglichkeit, daß serbische und englisch-französische Truppen auf griechisches Gebiet zurückgedrängt weiden können und weist auf den Widerspruch hin, Der zwischen der van Skuludis abgegebenen Versicherung
sprechen sich auch andere Blätter aus. Man schlägt die Absendung einer Note an Griechenland vor, in der von Griechenland eine genaue Erklärung gefordert wird, wie es in dem erwähnten Falle zu handeln gedenkt.
Paris als Zufluchtsort für venizelos?
Br. Wien, 13. Nov. (Eig. Drohtbericht. Zeus. Bln.) Athener Meldungen, die über Bukarest hierher gelängt sind, besagen, daß Venizelos sich anschickt, Griechinland zu verlassen und nach Paris überzusiedeln.
Oer Nrieg gegen Italien.
Der neue italienische vorstotz an der Isonzofront
Br. Berlin, 13. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Leonhard Adelt telegraphiert dem „B. T." aus dem K. und K. Kriegspressequartier unter dem 12. Novam-, der: Die neuen Angriffe der zweiten und dritten italienischen Armee gegen die österreichisch-ungarische Isonzofront unterscheiden sich insofern von den früheren, als der Gegner sich diesmal nicht mehr so schr aus die länger anhaltende Wirkung seiner artilleristischen Vorbereitung verläßt, sondern durch größere Zahl gestaffelter Sturmkolonnen durchzudringen sucht. Ferner beschränkt er sich diesmal nicht aus die beiden Vorflügel des Görzer Brückenkopfes Monte San Michele und Podgcra, sondern er sucht >das nördliche Flügsltor seinerseits aus dein Raume von Plava zu überflügeln. Bei Plava bemühen sich dis
