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Montag. 8. Nov mber morgens. - 6U§Z(t!)^.
130 Geschützt n ttraljewo ero^ ct!
Neue russische Miherfolge vor vünadurg, am vroenlen-See und bei Ezatorysk. — weiteres Suruckdrängen der Serben im Morawatale. - veiderseits von ttraljewo der Zlutzübergang erzwungen.— vie Deutschen dicht vor Nruseoac. wieder über 3400 Serben gefangen.
Der Tagesbericht vom 7. November.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 7. Nov. sArirtüch.)
westlicher Uriegsschauptatz.
Nichts Neues.
Gestlicher Urkegsfcho tz. Heeresgruppe des Lene alf*.»..»arsckall» von kfinSenvurg.
Südwestlich uns üblich von Riga Warden mehrfach russische Tcilangrifsc abgeschlagen. Vor Dünaburg scheiterten feindliche Angriffe bei Jlluxt und zwischen S w c n t e n- und 11 srn - See.
In der Nacht vom 5. zum 6. November waren die Russe» nordwestlich des Swcntcn-Secs durch nächtlichen Überfall in unsere Stellungen eing -rungen; sic sind gestern wieder hinausgcwnrsen.
Heeresgruppe des Gene-alfeldmarsüfaüs Prinz Leopold oou Bayern
Die Lage ist unverändert.
Heeresgruppe des Generals von Llnslngen»
schütze cingebracht. Tie südöstlich der Groza-Mündung kämpfenden k. und k. Truppen haben gestern 500 Serben gefangen genommen. Die Armer des Generals v. Gollwitz erreicht unter Kämpfen nördlich von Kruse- vac das Tal der westlichen Morawa. ,.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs, v. H ö f e r, Feldmarsckiallevtnant
vie Ereignisse auf dem Balkan.
Lin kaiserlicher Dank für die Truppen in Serbien.
Br Kragujevac, 7. Nov. iE lg Dmbtbericht. Zens B!n.) Der BerichUrstotter der „Deutsche,, LageS»c.tung" meidet keinem Blatt: Nach der Einnahme des serbischest Haupiknmpfplotzes ,1 aus dem Hauptquartier an den Kommandeur der Armee der im Kampfe stehend 5 p en e j n Telegramm folgenden Inhalts gelangt.
ü nähme von Kragusevac durch brandenbur- gische. h>. s s i s ch e und Württemberg :!chc Truppen ist ein schöner Lohn der vortrefslicheu Leistungen der unter Ihrer bewahrtet: Führnnp stehenden Verwände. Ich spreche Ihnen hierzu meine rolle Anerkennung ans. Wilhelm, I. R.*
Kommandeur, an de» das Kaksertelegramm gerichtet war, setzte bei der Bekanntgabe hinzu „Ich spreche den Herren Divisionskommandeuren und den Ossizieren des GencralstabeS unv sämtlichen fechtenden Truppen sowie den Kolonnen und TrainS des Armeekorps meine Diückwn ische zu der allerhöchsten Anerkennung aus. Cie soll uns allen ein neuer Ansporn sein, unter Anspannung aller Kraft« irisch vorwärts zu gehen, bis der Gegner gänzlich nicdergerungen ist."
150000 englische und französische Truppen auf dem Balkan.
Weitere Berstärkungcn nötig.
W. T.-B. Kopenhagen, 7. Nov. (Nichtamtlich. Drahtbe- cicht.) „National Tidevde" meldet aus Petersburg:
Nordwestlich vo» Czartorysk wurden bei einem abgeschlagknen fi dUchen Angriff 80 Gefangene ge- macht und ein Maschinengewehr erbeutet.
valka:, »iegsschauplatz.
Nach hier eingetroffenen Berichten erreichten die englisch-französischen Truppen aus dem Balkan nunmehr die Stärke von 150 000 ÜPkmn. Da diese Zahl zur Einleitung einer kräf- t'gen Offensive nicht genüge, muffen weitere Verstärkungen aus Frankreich, England und Rußland abgewartet
Osterreichlsch-uiigarische Truppen haben den Feind vou der C r a c i n a - Hohe <12 Kilometer nordwestlich von Jwanjeca) zurückgedrängt und sind im Tale der westlichen Mvrawa über Slatina hinaus vorge- dru »gen.
Beiderseits von Kraljewo ist der Flnstübergang erzwungen. In Kraljewo, das nach heftigen Straßenkämpfen von brandenburgischcn Truppe» genommen wurde, sind 130 Geschütze er- brutet. ,
Lstlicki davon gingen österreichisch- ungarische Truppen vor und machten 421 Gefangene.
Unsere Truppen stehen dicht vor Krnfevac. Die Armee des Generals v. Gallwitz nahm gestern über 3000 Serbe» gefangen, erbeutete ein neues englisches ? I d ge s ch ü tz, viele beladene M n n i- tionswagen, zwei Verpfleg nngszüge und zahlreiches Kriegsmaterial.
Oberste Heeresleitung.
*
Starke russische Kna-iffe an der Strypa und nordwestlich von Oubno abgeschlagen. — Alle italienischen vurchbruchsversuche wieder gescheitert — Vie Montenegriner zurüchgeschlagen. — Südöstlich der Gruzamündung 500 Serben gefangen.
ver österreichisch-ungarische Tagesbericht.
W. T.-B. Wien, 7. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich Verlautet vom 7. November, mittags:
Russischer Kriegsschauplatz.
Südöstlich vo« W l s n i o w c z v k an der Strtzpa und nordwestlich von D u ü n o s..llngen unsere Truppen starke rusiische Angriffe ab. Bei Wisniowczyk war cs der siebente Angrisssvcrsuch, den bte Russen in den lebten 4 Tagen gegen dieses Frontstück gerichtet habe». Sonst im Norden nichts Neuer.
Italienischer Rrieasschanplatz:
Die Lage ist unverändert Alle Versuche des Feindes» unsere Stellungen im Abschnitt von San Martina zu durchbreche», sind gescheitert.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Dir Montenegriner versuchten, die ihnen in den letzten Tagen entrissenen Stellungen zurückzugewinnen. Ihre Angriffe scheiterten. Die im Morawa-Tn'" vor- i,ringende östrrrcichlsch-ungarischc Kolonne be^ et sich im Angriff gegen dir Höhen nördlich von I w u - c o. Südöstlich von Cacac warfen wir de« Feind ... den Glogovacki Brh zurück. Bei der Einnahme von druckt dir Deutschen wurde» 130 serbische Ge-
werden.
Porto-Lagos wieder beschoffen.
Br. Lugano, 7. Nov. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) Der „Giornate de Popolo" telegraphiert ihr Vertreter ans Athen unter dem 2. Nov., die Enegländer hätten in den letzten zwei Tagen wieder starke Truppenteile in Saloniki gelandet, die mit den bereits früher G-elanideten bereits Saloniki ver- laffen haben, um sich in Theuran mit den französischen Truppen zu vereinigen, wo bereits wütende Kämpfe mit den Bulgaren stattfiudcn. Die Flotte hat die Beschießung von 'Porto-Lago? wieder ausgenommen. Der Berichterstatter meldet noch, daß König K o n st a n t i n am Dienstag, den 2. November, die Truppenschau der 2. athenischen Division ab- n<chm, wobei ihm die Truppen begeistert zujubelten.
Moncrstir von den Bulgaren bedroht.
Tie versagte Hilfe Sarrails.
W. T.-B. Mailand, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Der Sondevberichteistaiter des „Seoolo", Magrini, drahtet seinem Blatte aus Saloniki, daß eine Division bul- Mrischer Truppen Rüonastir üeldräuge. Die serbischen Verteidigu.ugstruppen seien nur zwei, allerdings ausgezeichnete Regimenter stark. Die Sevbeu hätten sich schon mit vier Batterien aus die sehr starke Stellung am Babuna-Beoge, 40 Kilometer nördlich von Monastir, zurückgezogen, wo bereits auch englische Kavallerie ausgestellt sei. — In einem anderen Berich! meldet Magrini von der Sonder Mission des serbischen Obersten L e s ch i a n i n an den Generalissimus Sarrail in Saloniki. Leschianin habe diesam die dringende Notlage Serbiens auseinandergesetzt', Sarrail habe erwidert, er könne im Augenblick nichts unternähmen, da er vorher die Zusammenziohung seiner Truppen vollenden wolle. Auf wiederholte dringende Bitten Leschianins habe Sarrail schließlich wörtlich ge- anwvortet: „Ich muß nach meinen Weisungen handeln."
- Unter den zahlreichen serbischen F l ü ch t l i n- g en in Saloniki sei das Gefühl der Bitterkeit -egen die Entente im Wachsen, bulgarische Zurückweisung der Vierverbands- lüg-n.
Die Mißerfolge der Franzosen und Engländer in Mazedonien.
W. T.-B. Sofia, 7. Nov. (Nichtamtlich.) Meldung der bulgarischen Telegraphen-Ägentur: Die Presse
des Vier Verbandes fährt fort, ihren Lesern die phantastischen Nachrichten über die Lage in Bulgarien und über die Unternehmungen in Mazedonien aufzii- tischen, wobei sie Revolutionen und Meutereien unter den Truppen erfindet oder die Wiedereinnahme von Bei es und Uesküb durch Serben, Engländer und Franzosen verkündet, die sogar die Verbindungen auf der Linie nach Saloniki wiederhergestellt haben sollten. Alle diese Meldungen entbehren jeder GrundlLge. Die Lage in Bulgarieu weist Lei«
1915.
Veränderung auf, abgiffehen etwa von der Mwefen- heit der einberufenen Reservisten. Was Mazedonien anbelangt, so erleiden die Engländer und Franzosen dort einen Mißerfolg nach dem anderen. Uesküb und Veles sind fest in unserer Hand.
Serbische Vorkehrungen gegen eine Erhebung der klibanier.
W. T.-B. Lyon, 7. Nov (Nichtamtlich.) „Propres" meldet aus Saloniki: Man meldet, daß 20 000 Serben >n Albanien stehen, um gegebenenfalls jede feindselige Bewegung der Albanesen zu unterdrücken.
Eine itallenische Expedition nach Albanien?
Paris, 6. Nov. (Jens. Fckfl.) Wae dem „Petit Journal" rus Rom berichtet wird, ist eine italienische Expedition nach Albanien gesichert. Sie wird nach der Einnahme von Görz (I) ausgeführt werden. (Dann hat's ja noch gute Weile. Schrifll.)
Die Berproviantierung des serbischen HccreS.
W. T.-B. Paris, 7. Nov. (Nichtamtlich.) „Figaro" meldet aus Rom: Man setzt die Straße» von Santi Quaranta nach Monastir und von Antivari nach Reka und Mitrowitza wieder instand, um das serbische Heer durch Albanien und Montenegro verproviantieren zu können.
Zur Eroberung von Nisck.
Die Siegesfreude in Sofia.
W. T.-B. Sofia, 7. Nov. (Nichtamtlich. Bulgarische Telegraphen-Agentur.) Aus Anlaß der Einnahme von Risch ist die ganze Stadt festlich deflaggt. Die Schuljugend veranstaltete in den Straßen eine Freudenkundgebung durch Ab- singung patriotischer Lieder. In der Kathedrale fand ei» feierlicher Dankgottesdienst statt.
Ansprachen des Königs und des Ministerpräsidenten. i
W. T.-B. Sofia, 7. Nov. (Nichtamtlich. Bulg. Telegr.»Ag4 Im Verlauf der aus Anlaß der Eroberung von N'sch veran- siasteten öffentlichen Kundgebungen bereitete die Menge dem König und dem Ministerpräsidenten Huldigungen. Der König dankte für die Kundgebung und sagte, die Huldigungen, die ihm bereitet würden, gelten sicherlich den unun- teibrochenen Erfolgen des tapferen bulgarischen Heeres. Radoslawow hielt an die vor dem Ministerratspalast versammelte Volksmenge eine Ansprache, in der er erklärte, die lnlgacische Nation habe endlich ihre geschichtlichen Wünsche verwirklicht und jene Städte in ihren Schoß zu» cückkehren lassen, die ihr vor 40 Jahren entriffen wurden. Me Staatsmänner würden das, was das Heer mit seinem Blut eiobert habe, zu wahren wiffen.
Lsterrelchische Gcnugtunnq über dir Einnahme von Nisch.
W. T.-B. Wien, 6. Nov. (Nichtamtlich.) Die Besetzung von Nisch. welche in den ersten Vormittagsstunden durch Extraausgaben bekannt wurde, rief in der ganzen Monarchie die größte Genugtuung und außerordentliche Bewunderung für diese glänzende bulgarische Waffentat hervor Die Abendblätter würdigen sowohl die militärische ul? auch die politische Bedeutung der Einnahme der zweiten serbischen Hauptstadt. Die verblüffend rasche Eroberung von Nisch gereichte der ersten bulgarischen Armee und ihrem Feld- Herrn B o j a b j e f f zur größten Ehre. Nachdem die Donauverbindung wiederhergestellt wurde, sei nunmehr auch die Wegfreiheit von der Nordsee bis nach Konstantinopel durch die Landverbindung sichergestellt. Der Fall von Nisch werde nicht nur in Serbien, sondern auch i» den feindlichen und neutralen Staaten tiefen Eindruck machen. In London, Paris, PeterS- ltrrg und Rom dürfte diese Meldung dazu beitragen, gegenüber den schönen Reden die Wirklichkeit erkennen zu lasten.
Der frei« vonauweg.
Die Bergfahrt der Getreideschiffe hat bereits begonnen.
Br. Budapest, 7, Nov. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) Heute morgen erfolgte die Abfahrt des Dampfers „Budapest" der Donauschiffahrtsgesellschaft von Budapest nach dem bulgarischen Hasen Widin. Dies ist der erste ungarische Pev> soneudampfer, der dort eintrifft, und zwar mit Zivilreisendmitz die die Aufgabe haben, in dem verbündeten Staate Lebensmittel für Budapest einzukaufen. Die Fahrt vonl dort nach Widin ist auf zwei Tage berechnet. Dazu erfährt die „Deutsche Tagesztg." auS Budapest: „Margar OrSzag" meldet aus Bukarest: Die Blätter bestätigen, daß auf de« Donau die Bergfahrt der mit Getreide beladenen Schlepp«! bereits begonnen hat.
Abreise des russischen Gesandten in Sofia.
W. T.-B. Sofia, 6. Nov. (Nichtamtlich. Bulgarische Dek» graphen-Agentur.) Der gewesene russische Gesandte Sawinsky, der bekanntlich nach der Abreise der anderen Vertreter der Entente infolge einer schweren Blinddärmen t z ü n d n n g in Sofia Zurückbleiben mutzte, ist nunmehr vollständig wiederhergestellt. Sawinsky wird Sofia morgen früh verlaffen. Der König hat einen Salonwagen zur Verfügung des Gesandten gestellt.
Keine rusiische Landung in Warna.
Pktersburg. 6. Nov. Der G-neralstab der Marine teilt mit, laß die in der Preffe crschien-nen Artikel über du AnSichtffung vo, Truppen in Warn^ die am S. November stattgefunden Hab« soll, «k reiner Trftndnng beruhen.
