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ScrmsLag, 6 . November 797 Z.

Morgen - Kusgabe.

Nr. 579 . - 63 . Jahrgang.

wettere große Fortschritte gegen die Morawa-Sabelung.

Kraljewo erreicht, Luprija und paraein genommen.

Mutig aSgewiefener Gegenangriff bei Massiges. ver Lügner french. fortgesetzte vergeb­liche russische Angriffe bei Dünaburg. fort­schreitender Angriff bei EzarLorqsK. 2000 Ge­fangene bei der Armee Graf Sothmer. Die weiteren grotzen Fortschritte in Serbien. Heute allein 2700 Gefangene.

ver Tagesbericht vom 5. November.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 5. Nov. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

Der von den Franzosen noch besetzte kleine Graben nordöstlich von Le M c s n i l (vergleiche Tagesbericht vom 26. Oktober) wurde heute nacht gesäubert. Ein Gegenangriff gegen den von unseren Truppen gestürm­ten Graben nördlich von Massiges wurde blutig »bgewiesen; am Ostende des Grabens wird noch mit Handgranaten gekämpft. Die Zahl der Ge- f a n g e n e n ist auf 3 Offiziere, 90 Mann gestiegen; 8 Maschinengewehre, 12 kleine Minenwerfer wurden erbeutet.

-»

Der englische Oberbefehlshaber Feldmarschall »rench hat in einem amtlichen Telegramm behauptet: Aus den Berlustlistcn von 7 deutschen Bataillonen, die n den Kämpfen bei Loos teilgenommcn haben, geht bervor, daß ihre Verluste ungefähr 80 Prozent ihrer stärke betragen." Die Angabe ist glatt erfunden.

Gestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe des Generalfeldmarstsiavs von Krudenburg.

Ohne Rücksicht aus ihre ganz außergewöhnlich hohen Verluste haben dir Rüsten ihre vergeb­lichen Angriffe zwischen S w e n t e n- und Ilsen- See feto« bei (Martern fortgesetzt. Bei Garteni brachen wiederum vier starke Angriffe vor unserer Stellung zusammen.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls

Prinz Leopold von Bayern,

ES hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Heeresgruppe des Generals von Linsingen»

Nordwestlich von C z a r t o r y s k wurden die Russen nach einem kurzen Vorstoß über Kosziuchuowka aus Wolczcck wieder in ihre Stellung z u r ü ck ge­worfen. Östlich von Bndka machte unser Angriff Fortschritte. Mehrfache russische Gegenstöße nördlich von Komarow wurden abgeschlagen.

Bei den Truppen des Generals Grafen v. Both- m c r führte unser Angriff gegen die noch einen Teil von Siemikowcc haltenden Russen zum Erfolg. Abermals fielen über 2000 Gefangene in nu- sere Hnmd.

Balkanbrlegsfchauplatz.

Im Moravica-^Tal wurde die Hohe bei Ariljc in Besitz genommen. Südlich von C a c a c ist der Kamm der Jelica-Placina überschritten. Beider­seits des K o t l e n i k - Berglandes haben unsere Trup­pen den Feind geworfen und in der Verfolgung das Rordufer der westlichen (Golijska-) Morawa beiderseits von K r a j e w o erreicht. Sie nahmen 120 0 Serben gefangen.

Östlich der Gruza hat die Armee des Generals v. Gollwitz den Feind über die Linie Gobacica- Santarovac zurückgeworsen, hat die Linie südlich des L u g o m i r gestürmt und im Morawa-Tale die Orte Cuprija, Tresnjevica und Paraein genommen. 1500 Gefangene wurden eingcbracht.

Oberste Heeresleitung.

*

Oie griechische Kabinettskrise.

Das geringe Übergewicht der venizelosischen Mehrheit.

(Von unserer Berliner Abteilung.)

L. Berlin, 5. Nov. (Eigene Meldung. Zens. Bin.) Die Krise in Athen begegnet hier ruhiger Auffassung. Der Augenblick ist vorbei, wo der Ententemann Veni- gelos uns schrecken konnte. Wäre es ihm früher ge­

lungen, dem griechischen Generalstab seinen Willen aus- zuzwingen, so hätte die Stärkung Serbiens eine be­trächtliche Verlängerung unserer Kriegsoperationen aus dem Balkan zur Folge haben müssen. Jetzt ist die Entscheidung in Serbien bereits gefallen und nichts vermag mehr den Untergang des serbischen Heeres auMhalten. Obendrein hat Denizelos nicht mchr die große Mehrheit der griechischen Wählerschaft hinter sich. Seit den Wahlen wußte man, daß im Parlament etwa 30 Stimmen mchr für den Kreter als für Gunaris vorhanden waren. Mer 60 von den 90 Stimmen waren zweifelhast und diese haben sich jetzt gegen die Jnterventionspolitik und für die von Zaimis vertretene Neutralität ausgesprochen. Das geringe Übergewicht, dem Denizelos seinen wahrschein­lich letzten Triumph verdankt, ermöglicht es dem König zweifellos, bei seinen klugen, allein den Interessen Griechenlands förderlichen Interessen zu verharren. Daß Denizelos ungeduldig in der Kammer, in der auch finanzpolitische Fragen mitsprachen, die Krise herauf- veschwor, erklärt sich daraus, daß ihm seine Auftrag­geber in London und Paris deutlich machten, sie würden nicht länger warten und alle Angebote, die bisher zur Belohnung Griechenlands aufgezählt wur­den, zurückziechen. Diese Angebote umfaßten zuletzt ganz Rumelien und Thrazien, im Osten Kavalla bis zur Linie; Enos-Mydia, ja darüber hinaus bis zruu Schwarzen Meer, den Hafen von B u r g a s einbegriffen, dazu Zypern und die vorherrschend von Griechen bewohnten Gebiete Klein­asiens. Die Tatsache, daß Denizelos kurz vor der Kammersitzung erklärt haben soll, er werde, falls er wieder zur Regierung komme, sofort Bulgarien den Krieg erklären, läßt seine Wiederkehr zur Macht als ausgeschlossen erscheinen. Sein Versuch, sich dem König, der an Griechenlands Fahne den Sieg heftete, offen gegenüber zu stellen, wird kläglich scheitern müssen.

*

2000 neue Gefangene in den Strypakämpfen. Ein ruhigerer Tag an der italienischen front. weiterer Fortschritt an der monte­negrinischen Grenze. Das Vordringen südlich Eacac aus Kraljewo und nach paraein. Auch bei der bulgarischen ersten Armee weitere Fortschritte.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

W. T.-B. Wien, 5. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 5. November, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz.

Die Kämpfe um Si e m i k o w c e dauerte« auch gestern den ganze» Tag über fort. Sic endeten mit der völligen Vertreibung der Russen aus dem Ort und von dem westlichen Strypaufer. Der Feiud ließ neuerdings 2000 Gefangene in unserer Hand. Die Siebenbür gische Honveddivi- s i o u, die durch 4 Tage und 4 Nächte ununter­brochen im Kampfe stand, hat an der Wiedergewin­nung aller unserer Stellungen hervorragenden Anteil Nördlich von Komarow am unteren Styr wurden einige russische Gräben genommen. West­lich von R a f a l o w k a brach der Feind in unsere Stel­lungen ein. Ein Gegenangriff warf ihn zurück. Die Kämpfe si»d noch nicht abgeschlossen. Sonst im N o rd- o steu an zahlreichen Teilen der Front erhöhte russische Artillerietätigkeit.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Der gestrige Tag verlief auch im Görzischen ruhi­ger. Nachmittags standen einzelne Abschnitte des Brückenkopfes von G ö r z und der Nordteil der Hoch­fläche von D o b e r d o unter heftigem Geschützfcuer. Vereinzelte Vorstöße der Jtalieuer brachen in un­serem Feuer zusammen. Nachts wurden sechs feindliche Angriffe aus Z a g o r a ab g e s ch l a g c n. Ein italienisches Lcnkluftschiff warf wieder über M i r a m a r Bomben ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unsere im O r j e n - Gebiet kämpfenden Truppen erstürmten gestern im umfasienden Angriff den westlich pon Grah od a ausrageuden Berg Mici Motika,

zersprengten die montenegrinische Besatzung und mach­ten einen großen Teil derselben zu Gefangenen. Auch östlich T r e b i n j c wurden mehrere Grenzhöhen genommen. Südlich von O v t o v a c räumten vorge­schobene Abteilungen vor überlegenem Gegner einige auf feindlichem Boden befindliche Stellungen.

Die Armee des Generals v. Koeveß drängt die Ser­ben bei Arilje und südlich von Eacac ms Gebirge zurück. Die deutschen Truppen dieser Armee nähern sich Kraljewo. Die über die Höhen östlich des Grnea-Tales vorgehenden österreichisch-ungarischen Kräfte warfen feindliche Nachhuten.

Die Armee des Generals v. Gallwitz ist in Para- ciu eingerückt. Auch das Vordringen der bulgari­schen ersten Armee macht Fortschritte.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höf er, Feldmarschalleutnaut.

Das erste englische Kontingent in Gewgali:

XV. T.-B. Saloniki, B. Nov. (Nichtamtlich. Drahtlerübt.) Agence Hcwas meldet: Die Franzosen haben sich auf den Höhen der bergigen Front Rabrowo - Gradok - De- mirkagu stark eingerichtet, von der aus sie die Bulgaren im Schach halten. Die Verbindung der Franzosen in Kri- wolak mrd in Veles (?) mit den Serben ist noch keine vollzogene Tatsache. Das erste englische Kontingent traf gestern in Gewgeli ein. Die Engländer werden unab­hängig von den Franzosen, aber im taktischen Zusanunen- hang mit ihnen Vorgehen.

3ur Getreideausfuhr aus Rumänien.

Br. Budapest, 5. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Der österreichisch-ungarische Gesandte in Bukarest, Cz e r n i n, hatte eine längere Unterredung mit Bratianm. In poli­tischen Kreisen wird behauptet, zwischen den Mittelmächten und der rumänischen Regierung seien Verhandlungen im Zuge, um die bischerigen Meinungsverfchiedenhoiten zu be­seitigen und die Frage des Handelsverkehrs zwischen den beiden Ländern zu lösen. Die Verhandlungen seien im besten Gange.

Take Ioneseu erkrankt?

Br. Wien, B. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Die BukaresterDreptatea" berichtet, daß Take Ioneseu an Paralyse erkrankt sei. Bestätigung bleibt aktzuwarten.

Die deutschfeindliche Rolle des rumänischen finanzministers.

Br. Budapest, 6. Nov. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Az Est" 'bringt einen interessanten Bericht aus Bukarest über den rumänischen Finanzminister. Seit Ausbruch des Welt­krieges ist im Mittelpunkt der rumänischen russophrlen Fraktion der ausgesprochene Feind der Zenitral- mächte, besonders der Deutschen, immer Emil Costinescu gowesen. Sein ständiger Ausspruch war, es mußten die in Ungarn lebenden, aller Rechte beraubten Rumänen befreit werden. Der rumänische Finanzministcr ist nun seit dem 20. August sonderbarerweise plötzlich erkrankt und seit dieser ZeÄ beteiligt er sich persönlich an gar keinen Regie- rnngsgeschäften. Costinescu konnte seit dieser Zeit fein Zimmer nicht verlassen. Die wichtigen Ministers« ratungen mutzten an seinem Krankenbette abgehalten werden. An seiner Stelle besorgt fein Sohn, der Rechtsanwalt De. IM Costinescu, die Arbeiten des Präsidenten der Fraktion. Die Führer der gemäßigten Parteien erscheinen täglich beim König, um über das fernere Verhalten der Regierung zu berateu.

«

3um Tode des Botschafters v. Wangenheim:

Der Dank für die Teilnahme dcS Sultans.

Br. Konstantinopel, B. Nov. (Eig. Drcchtbericht. Zens. Mn.) Der deutsche Geschäftsträger Baron Neurath stattete gestern dem Sultan den Dank für die Ehrung ab, die er dem verstorbenen deutschen Botschafter v. Wangenheim durch die Entsendung seines Sohnes zur Trauerfeier er­wiesen hat. Der Sultan, der seit seiner Operation frischer als seit Jahren ist, hob in seiner Antwort hervor, welches Unglück für Deutschland und die Türkei das Hin scheiden des Frhrn. v. Wangenheim in diesem Augenblick bedeutet. Der Sultan gab im Laufe der Unterhaltung auch seiner hohen Befriedigung über die Öffnung des Weges Berlin- Kon st antinopel Ausdruck. Vom Palais begab sich Baron Neurath zum Großwesir, um ihm die VerlcDwk des Schwarzen Wkcrordens mitzuteilen.