T-Vr 4. Abeud-A-ss-Le. Erstes Matt.
Wiesdadener Tagbtatt. Mittwoch, 3. November 1913. Nr. 314.
Deutsches Reich.
* Bor der Eröffnung des sächsischen Landtags. Die feierliche Eröffnung des sächsischen Landtags wird am 11. November, mittags 12 Uhr, im Thronsaal des Körrigsschlosses stattsind en.
Heer r»n-
Admiral Felix v. Bendemann ist in seiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf, 67 Jahre alt, g e st o r b e n. v. Bendemann, der 1907 in den Ruhestand getreten ist, war 1900 bis 1902 Chef des Kreuzergeschwaders in Ostasien und zeichnete sich als solcher im Chinafeldzug aus. 1903 wurde er Admiral und Chef der Marinestation der Nordsee. Der erbliche Adel wurde ihm 1905 verliehen.
Personal-Berändrrunzen. B ö n i n g , Oberleut, der Res. des Inf-Regts. Nr. 115 .Wiesbaden), jetzt im Landw.-Jnf.-Regt. Nr. 116, zmn Hauptin. befördert. * Scherr (Mainz), Schmort (Wiesbaden), Kaufmann (1 Frankfurt „i. M.), Vizcwachtm. im Fcldart -Regt. Nr. 21, zu Leuts, der Res. befördert. * Wen- driner, Leut, der Res. des Feldart.-Regts. Nr. 27 (6 Berlin), jetzt im Fe!dart.-Regt. Nr. 92, zum Overleut, befördert. * Schal- fcha v. Ehrenfeld, Gen.-Leut., Kombi, von Breslau, letzt Kom. der 14. Landw.-Div., ein Patent feines Dienstgrades verliehen. * v. Kurnatowskt, Oberst z. D., zuletzt Kom. des Jnf.-Regts. Nr. 148. jetzt Kom. des Jnf.-NegtS. Nr. 389, den Charakter als Gen.-Maj. verlieben. * Sievert, Oberst und Chef der Zentralstelle für Kriegsbeute in, Kr.-Min., im Frieden Kom. der Lber- fenerwrrkerkchule, der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Uasiorm des Feldart -Regts. Nr. 8 bewilligt. * Frhr. Henn v. Hcnneverg, Odcrjtleut. vcn der Arinee. vorher Kom. des Hns.-Regls. Nr. 1, in Gcnehmigung seines Abschiedsgesuches mit d?l gesetzlicher Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des genannten Regts. zur Disv. gestellt * Sieger (Karl), Leut, der Res. des Drag.-Regts. Rr. 6 (Perlc- brrg), jetzt bei der Res.-San.-Komtz. 17, um Oberleut, befördert. * Mecke, Oberst non der Armee, im Frieden Kom. des Jnf.-Regts. Nr. 18, der Abschied mit der gesetzliche!, Pension und der Erlaubnis um Tragen der Uniform des genannten Regts. bewilligt.
Ku§ §tadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
— Berufsberatung und Berufsvermittlung für Kriegsbeschädigte. Die Berufsberatungs- und Vermittlungsstelle für Kriegsbeschädigte im Arbeitsamt (Dohheimer Straße 1) sendet uns einen Bericht über ihre Tätigkeit, dem wir folgendes entnehmen: Im Lauf des Monats Oktober d. I. wurden vierzehn Stellen neu gemeldet; von diesen befanden sich drei auswärts. Diesen offenen Stellen standen achtzehn neugemeldete Bewerber gegenüber, von denen fünf auswärts ihren Wohnsitz haben. Neun der Bewerber erhielten Stellung, und zwar: ein Bureauarbeiter, mnf ungelernte Arbeiter, ein gelernter Arbeiter, ein Nachtwächter und ein Gerichtsdiener. Kaufmännische Bewerber fehlten gänzlich. Lediglich als Beratungsund Korrekturstelle wurde die Abteilung im Oktober zwölfmal in Anspruch genommene Ferner wurden vier Leuten nach Prüfung und Feststellung der Bedürftigkeit Anweisungen für den kostenlosen Bezug von Bekleidungs- und Wäschestücken aus- . gefertigt.
— Kriegsfreiwillige werden zu jeder Zeit beim Ersatzbataillon Futzartillerie-Negiment Nr. 20 angenommen.
— Kriegerheimstätten. Auf Veranlassung des Hauptaus- schuffes für Kriegerheimstätten in Berlin wurde nun auch in Frankfurt a. M. der Rhein-Mainische Ausschuß für Kriegerheim stätten (Adresse: Theaterplatz 14) begründet, welcher von dem gleichen Bestreben ausgeht, den heimkehrenden Kriegern als Dank des Vaterlandes die Möglichkeit der . Errichtung einer Heimstätte auf deutschem Boden darzubieten. Während aber der Hauptausschuß in Berlin seine Tätigkeit darauf beschränkt, ein dahinzielendes Reichsgesetz zu unterstützen, und die öffentliche Meinung für das von ihm aufgestellte, seinen Grundsätzen entsprechende Programm zu gewinnen, will man sich in Frankfurt a. M. nicht auf die agita- ' torische Tätigkeit beschränken, sondern die Aufgabe auch praktisch ihrer Lösung nähcrbringen.
— Eine vegetarische Kriegskostausstellung ist auf Veran- laffung des „Vereins für volksverständliche Gesundheits- pflege" in dem vegetarischen Kurrestaurant in der Herrnmühlgaffe veranstaltet worden. Die Ausstellung, die eine
reichhaltige Auswahl fleisch- und fettloser Speisen in appetitlicher Ausinachung vorführt, ist sehr interessant und kann heute von 3 bis 9 Uhr und morgen von 11 bis 8 Uhr besichtigt werden. Die Veranstalterin, Frau Marie Priester aus Frankfurt a. M., eine im Ausstellungswesey sehr bewanderte Dame, wird in einem morgen abend in der Aula des Lyzeums statt- sindenden Vortrag die ausgestellten Speisen besprechen und ihre Zubereitungsweise bekanntgeben.
— Wackere Kinder. Kinder aus der W e i l st r a ß e haben bei unserem Verlag 36 M. abgeliefert, die für die Sammlung für die Hinterbliebenen von Kriegsteilneh- m e r n bestimmt sind. Die Kleinen, die schon einmal einen Betrag für das Rote Kreuz abgeliefert haben, brachten, wie damals so auch jetzt, das Geld durch eine Theatervorstellung zusammen, die im „Evangelischen Gemeindehaus" in der Steingasse stattfand, dessen Saal ihnen unentgeltlich für den guten Zweck überlassen worden war. Die Vorstellung gelang, wie man uns mitteilt, recht gut und fand vielen Beifall.
— Verhaftet wurde in Köln der Fuhrknecht K. Sch. aus Wiesbaden, der dieser Tage seinem Brotherrn mit 131 M. durchgegangen ist.
— Die Preußische Verlustliste Rr. 369 liegt mit der Sächsischen Verlustliste Nr. 217 und der Marine-Verlust- l i fte Nr. 5 5 in der Tagblattschalterhalle (Auskunftsschalter links) sowie in der Zweigstelle Bismarckring 19 zur Einsichtnahme auf. Sie enthält u. a. Verluste des Füsilier-Regiments Nr. 80, der Infanterie-Regimenter Nr. 87 und 88, der Nieserve-Jnfanterie-Regimenter Nr. 80, 87 und 88, des Fuß- artillerie-Regiments Nr. 3 und der 2. Landwehr-Pionierkom- pagnie des 18. Armeekorps.
— Kleine Notizen. Em neuer Lehrplan nach dem System Strlze-Schrev beginnt am 9. November, abends 8 Uhr, in der Stenogrophieschule (Gewerdeschulgeväuoe). Für schulpflichtige Kinder, deren Pater im Felde stehen, und Verwundete ist der Kursus aus Antrag kostenlos.
vorbemaite Nb er Kunft, Vorträge un* verwandtes.
* Residenz-Theater. Aus vielfachen Wunsch wird die Wohltätig. keits-Aussührnng de: Ipicsschen Schule zum Besten der Kreppe und erblindeter Krieger im Residenz-Theater wiederholt, und zwar am Mittwoch, nachmittags S'.j Uhr.
* Kurhaus. Morgen Donnerstag, abends 8 Uhr, findet wieder rin Orgelkonzert im Abonnement statt. Den Orgelpart hat Friedrich Pererscu übcrnonimen, welcher Festhymnus oon Karl Ritter und Pbantaste in F-Mvll für Orgel von Mozart zum Vortrage brrngen Wad. Zur gesanglichen Mitwirkung ist Hugo Bollmer (Bah) gewonnen. Der Künstler wird „Grenzen der Menschheit" von Fr. Schubert, Arie ans „Samson" von G. F. Händel und „Gebet vor der Schlacht" von Waldemar Wendland singen. — Als Solist für das dritte Zyklus - Koitzeri am Freitag dieser Woche, abends 7(4 Uhr, im großen Saale ist bekanntlich der bcrübmte Bassist der B-rliner Hosoper, Paul Knüpfer, gewonnen. Ter Künstler wird „Abdul Hassan" (Der Barbier von Bagdad) von Peter Cornelius, sowie Lieder mit Klavierbegleitung von Richard Strauß „Im Svaiboot", „Winierweihe" und „In gvldener Fülle" singen. Durch das verstärkte städtische Kurorchester gelangt die L uvertüre zu „Der Barbier von Bagdad" von Peter Cornelius und sic Sinfonia domesticr von Richard Strauß zur Aufführung. Das Konzert steht unter Leitung des städtischen Musikdirektors Karl Cchuricht.
Neues aus aller Welt.
Ein Hundertjähriger. Lau genberg, 3. Nov. Seinen 100. Gcbnrt-tag feierte der frühere Papisrmacher Heiitrick Lenz. Eine Vertretung der Stadtv wordneten übcrbrachte ihm die Glückwünsche der Stadt und ein Ehrengeschenk. Die Landesvcrsicherungsanstal: der Rheinprovinz verdoppelte die Rente des Geburtstagskindes.
Weitere Berhastnnq-m im Schöneberger Mehlschwindelprozetz. Berlin, 3. Nov. Bei dem Berlin Schöneberger Mehlschwinde! sind auch zwei Mozistcatsbcamte beteiligt. Der stellvertretende Geschäftsinhaber soll die Leute bestochen haben.
5lus unserem Leserkreise.
(tlicht verwendete Einsendmiecn können weder zurücknrsandt, noch ausbewalirt werde».)
* Täglich vom Bahnhof kommend, fällt mir beim Borübergehen am neuen städtischen M u s c u m störend aus, daß die beiden Leben «bäume, die rechts und links vom Eingang gesetzt sind, tickst in den betreffenden Fensterachftn des Zwischenbanes, sondern viel zu nahe an das Porialgwäude herangisetzt worden sind. Es lcdars viellcickit nur dieses Hinweises, damit der störende Fehler wieder gut gemacht wird, insbesondere, da die jetzt herrschende AKttc- rnng das Versetzen der fraglichen Bäume noch znlößt.
Schierstem, 25. Okt, Maximilian Arnold, Stadtbaurat a. D.
* In der Press? werden täglich Spalten der Teuerung von Lelcnsmitteln gewidmet, toährend man die hiesigen hohen Kr bien preise bisher einer Kritik noch nicht unterzogen hat. In Magdeburg zahlt man stir Briketts aus Himstedt, die also ebenfalls per Bahn verladen werdrn, 1,10 M. per Zentner siei Keller, teährend hier 1.40 M. dafür verlangt werden. Der Preisunterschied ist so groß, daß der eventuelle Frachtunterschied eine Erklärung dafür kaum zu bieten vermag. Es könnte nichts schaden, wenn man auch hier einmal nach deni Rechten sehen würbe, denn dle Unkosten, welche man hier durch die hohen Kohlen- und Gaipreise Hai, bilden einen Geaenstand lebhafter Klage aller, welch-: oon außerhalb nach hier verzogen und an solche Preis; nickt gewöhnt sind. C. D.
Briefkasten.
(Die EckrtstleiNmn der Wirsd«»rnrr Tagdiüttt veintwortet mir (SEstche Anfragen im Brieflasle«. und zwar ohne Reenrverbindlichtcst Beipr-chungei, können nicht gewährt werde-.)
E. K. Das Eiserne Krcuz, das i»n Kriege von 1870/71 erworben wurde, schloß eine Ehrenzulage von 3 M. für alle Grade vom Feldwebel abwärts in sich, wenn das Kreuz 1. Klasse verliehen wurde, in der 2 Klaffe nur dann, wenn der Inhaber zugleich das preußische Militär-Ehrenzeichen 2. Klasse oder eine diesem gleich zu achtend« militärische Dienstauszeichnnng befaß. Die Inhaber des Eiserne» Kreuzes 1. und 2. Klasse, die zugleich das preußische Militär-Ebrett- zeichen 2 Klaffe oder eine dieiem gleich zu achtende militärische Dicnstauszeichnnng (das bayerische Militär-Verdienstkreuz oder di« bayerische goldene oder alberne Militärvrrdicnsrmedaille) belaßen, erhielten eine Ehrenzulage von 3 M. monatlich. Neuere Bestimmungen dierübc: liegen nicht vor.
C. R. K.-V. broeutet kriegsverwendungsfähig und A 25 Herabsetzung der Sehschärfe. Die Felddienstfähigkeit wird dadurch nicht
Wetterberichte.
Beobachtungen in Wiesbaden
▼On der Wette*stakt »oi» ue» vereint» fttr 5>»trcrka»4c
2 November
Barometer auf 0° and Keramisch w«re Barometer auf dem Meeresspiegel . •
Thermometer (Celsius).
Duo8tspaanuBg (mm) . . .
Relative Feuchtigkeit (%) . *•••••« Wmd-Riehtuag und -Starke ••••*• Kiederschlagshhhe (mm) ...» Höchste Temperatur (Öolsius) 9.2.
TK"
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2,6
05
—
Kiedrisste Temperatur 7JS,
Wettervoraussage für Donnerstag, 4. November 1015
von der Meteorologischen Abteilung des ö hysikai. Vereins za Fr*akfu*ta. il.
Nachlassen der Niederschläge, meist trüb, kälter.
Wasserstand des Rheins
am 3. November.
Biebrich- Poßel: 0.73 IN gegen 0 "0 m am gestrigen Vormittag.
Canb. » 1 15 » * 1.18 » > > »
Mainz. » 0,02 > » 0,05 > » » »
= Reklamen, s
Fügen Sie Ihren Sendungen ins Feld 1 Schachtel Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen bei. Sie erweisen damit unseren tapferen Kriegern einen
doppelten Dienst.
Erstens sind „Fays ächte" ein vorzügliches Mittel gegen alle Erkältungen u. zweitens wirken dieselben durststillend. Verlangen Sie aber ausdrücklich „Fays ächte", weil min- derwertige Nachahmungen bestehen.
Gedenkt der Kriegerwifwen und *Walfea! | Dankt den gefallenen Beiden!
Betätigt Buren Opferfinn am „Eflernen Siegfried" (!
*m«.mi.... ........................ .....-.--tflllj
Handelsteil.
Zur Kündigung des Stahlwerksverbandes.
w Essen a. d. Ruhr, 3. Nov. Die Thyssengruppe läßt der Presse zu der von ihr ausgesprochenen Kündigung nach, siebende Mitteilungen zugehen: „Der am 1. Mai 1912 Unterzeichnete neue Vertrag des Stahlwerksverbandes enthält ein Zusatzabkommen wegen des Absatzes breilflan- schiger Träger. Darin ist vereinbart, daß die Deutsch-I-uxemburgische Bergwerks- un«l Hütten-A.-G. von dem gesamten Absatz bis zu 125 >»60 Tonnen 90 Proz. und die übrigen, an diesem Absatz beteiligten Werke 10 Proz. erhalten. Bei einem Absatz von mehr als 125 000 Tonnen für das Jahr erhält die Deutsch-Luxemburgische Gesellschaft von der Mehrmenge 25 Proz. und die übrigen Werke 75 Proz. Das Feiner Walzwerk, welches im Begriffe stand, eine besondere Walzenstraße für breitflanschlge Träger zu errichten, hat sich nun mit dem vorerwähnten Anteil am Absatz nicht einverstanden erklärt, vielmehr siel 1 Vorbehalten, nach der Inbetriebnahme jener Straße eine höhere Beteiligung zu verlangen, um für das Walzwerk ausreichende Beschäftigung zu erhalten. Deshalb ist weiterhin vereinbar > worden, daß jedes Werk, welches am Absatz von breitflauschigen Trägern beteiligt ist, das Recht hat, den Verbandsvertrag mit sechsmonatiger Frist zu kündigen, wenn nach der Aufnahme der Herstellung von breit- flanschigen 'Iriigern durch das Feiner Walzwerk Einigung unter den beteiligten Werken über den Absatz nicht erzielt werden kann. Da es nun nicht möglich war, zu einer Verständigung zu kommen, hat sich die Thyssen-Gruppe Im Hinblick auf die große Bedeutung der breitflanschigen Träger gezwungen gesjhen, von ihrem Kündigungsrecht Gebt auch zu machen, sich aber angesichts des Krieges gleichzeitig bereit erklärt, durch eine Vereinbarung die sechsmonatige Kündigungsfrist bis auf bestimmte Zeit nach dem Friedens Schluß auszudehnen. Die Deutsch- Luxemburgische Bergwerks- und Hütten- A.-G. hat sich dieser Kündigung angeschlossen.“
w. Düsseldorf, 3. Nov. Wie in der Zeitschrift „Stahl und Eisen“ mitgnteiit wird, hat der Stahl werksverband die vor der Firma Thyssen u. Co. eingereichte Kündigung des Stahlwerksveroandes als unzulässig nach dem Vecbandsvertrage erklärt und daher nicht angenommen.
Banken und Geldmarkt.
W. T.-B. Die neue innere Anleihe in Rußland. Kopenhagen, 2. Nov. „P-erliagske Tidende“ meldet aus Petersburg: Die Vertreter der Großbanken .haben eine Besprechung über die neue innere Anleihe im Betrage von 1 Milliarde Rubel abgehalten, die mit 5 % Pro*, verzinst werden soll. Die Banken haben im ganzen 600 Millionen Rubel der Anleihe übernommen. Die Anleihe wird am 1 5. Novemoer ausgegeben. Die erste Einzahlung hat im November, die übrigen haben von Januar bis März zu erfolgen. Der Ausgabekurs wird wahrscheinlich auf 9 5 Proz. festgesetzt.
$ Streichung der Canada-Aktien an der Berliner Börse. Berlin, 3. Nov. In Börsenkreisen trägt man sich mit dem Gedanken der Streichung der Canada - Aktien aus der Reihe der hier gehandelten und notierten Papiere. Es wird darauf verwiesen, daß in England deutsch gestempelte Stücke nicht genommen werden, so daß sie im neutralen Auslande, z. B. in Holland, auch nicht anzudringen sind. Anderseits seien in Berlin alle Stücke lieferbar. Mit einer Streichung der Aktien in Berlin, die zudem jetzt kaum möglich ist, dürfte freilich zugunsten der deutschen Aktienbesitzer wenig erreicht werden.
w. Vom Devisenmarkt. Amsterdam, 3. Nov. Scheck auf London 11.05% bis 11.15% fl. (zuletzt 11.105 bis tl.205 II), Scheck auf Berlin 48.30 bis 48.80 fl (48.45 bis 48.05 fl), Scheck auf Paris 40.10 bis 40.60 fl (40.125 bis 40.625 fl).
Industrie und Handel.
* August Wegelin, A.-G. für Rußfabrikation und Chemische Industrie. Köln, 2. Nov. Der Aufsichtsrat beschloß, den verfügbaren Gewinn vorzutragen, so daß eine Dividende nicht zur Verteilung kommt (I. V. 4 Proz.)
* Die Oncnrdia, Chemische Fabrik auf Aktien in Leopoldshall, schlägt eine Dividende von 6 Proz. (wie i. V.) vor.
* Die Vereinigten Thüringer Metallwarenfabriken, A.-G. in Mehlis, schlägt wieder 10 Proz. Dividende vor.
w. Zur Verlängerung des Westdeutschen Eisenhändler- verbardes. Düsseldorf,- 3. Nov. Die wegen Verlängerung des Westdeutschen Eisenhändlerverbandes in der letzten Zeit geführten Verhandlungen haben das Ergebnis gebracht, daß sich fast alle Orts- und Bezirksgruppen mir einer Verlängerung des Kartelle für einen Zeitraum, welcher € Monate über den Friedensschluß hinaus läuft, ein
verstanden erklärt haben. Wenn noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, sind sie ganz geringfügiger Art.
$ Preiserhöhung fttr Glaswaren. Berlin, 3. Not. Dl® deutschen Glashütten haben für Tafelglas einen Aufschlag von 15 Proz. vorgenommen Die Hütten können übrigen» neue Aufträge nur zögernd hereinnehmen, infolge Arbeiter- mrrgeis und vorliegender starker Aufträge, namentlich au» Ostpreußen und den besetzten russischen Gebieten, wie aus Lodz und Warschau.
* Von der geplanten Stabeisenkonrention. Dem Veiv nehmen nach besteht wenig Aussicht, daß die am 2. Oktober in Düsseldorf beschlossene Gründung der Stabeisenkonvention mit festen Beteiligungsziffern zustande kommt. Dia für den 5. d. M. festgesetzte Versammlung soll unter diesen Umständen nicht stattfinden.
* Von der Diahtkonvention 1915. Am 8. November findet in Köln eine Generalversammlung dieser Vereinigung statt, in welcher u. a. über die Geschäftslage, über die Freigabe des Verkaufs für das erste Vierteljahr 19le und über die festzusetzenden Preise für diesen Zeitabschnitt gesprochen werden soll.
Handelsregister Wiesbaden.
In das Handelsregister B. Nr. 279 wurde bei der Firma „D. Frenz, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Zweigniederlassung in Wiesbaden, folgendes eingetragen: Die
Zweigniederlassung in Wiesbaden ist aufgehoben.
In das Handelsregister Abteilung A. Nr. 1276 wurde bei der Firma: „Klingsohr u. Alof“ mit dem Sitio zu Wiesbaden folgendes eingetragen: Dor Witwe des Kaufm ann,
Johann Adolf, Elisabeth, geh. Klingsohr, zu Wiesbaden, ist Prokura erteilt. Der bisherige Gesellschafter Witwe Adolf Klingsohr ist alleiniger Inhaber der Firma. Die Gesellschaft ist aufgelöst.
Die rrvenö-rrusgave umfaßt 6 Seiten
„Brteft»ft»n"i E. r««»!tcr: fin den Hnnlvsi— ' " ~ -
„SrieflaftMt - - t-j —« ——...... —... *r uv
K D-rnnnf Hand* in tttrtOa!»«. Druck m» Seitas 6« s. Schtlirnberglch^» H»tz8«tzdenck-«i
ilwßtiil fär bte X-itjai
noch in Wiesbaden.
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8»ratzö»>-de der Lchristtr«mup 13 bi» 1 Uhr.
