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»eftrafunf exf 0 lfiei°Ä. a " ÄCi9C Brinfl *' m 'gerichtliche 3 " diesem 'sei-oo? °in "Bürgervercin" »gründet worden.
da« für hinSlumZSi "Ed das Stationsgebäude zu Nied, wob- er, °* t «Nied zählt letzt etwa 6000 Ein-
werden ait3e n < ® t nicf > r ausreichend war, vergrößert
väckttts »!?* fn T „ im ^uli d. I. in die Wohnung des Jagdstände ^ ^ cmgcbrochen und verschiedene Kegen-
Linn vonVenb!.rg ° etfjöfiet ’ if * ier Zd,teinn ÄarI “m 6. September d. I. j» Mengerskirchen ab- mit der ^en^atn° Viehmarkt ist wegen Zusammcnfallens "imbu^ Weilburg und einem Viehmarkt in
Limburg auf den 13. September verlegt worden.
land?'L "Siü 1 August aus dem Bodensee bei Konstanz ge- andeten Leichen von zwer unbekannten Personen anö Frank- ' t <.* «\ nHtxöcit <jI§ öüA in ^)Lr ^3d>n)örAburoftröftp ftO roo5neni e ®ef t ®roiftcrpaar Kaufmann Konstantin Batt?27 Jahre alt, und Telephoniitrn Adele Batt, 25 Jahre alt, erkannt entern £ptcl ,n Konstanz wohnten sie unter dem Namen Herr und ^°u.^s“us Frankfurt a. M Was die beiden in den Tod ge gelebt!' ^ ' ‘ unt ' etannt '' « te haben in geregelten Berhältnissen
> r nach Kiedrich am Sonntag war sehr stark
aus Mainz' lstelt ^ 6ie predigt, welche ein Kapuzinerpater
,,, w e i ter flTj a9etl s öer Mainzer Landstraße zu Frank
ls 1 * “■ M- rn der Nahe des Exerzierplatzes ein mit drei Per- Automobil des Herrn Brüning von den Höchster ll?w n ^ r£c i n ’S 1 * ctnct r n Lastwagen zusammen. Die drei Jn- “^EN wurden heransgeschleuöert, wobei der Monteur Memmtnger °«ne schwere Gehirnerschütterung erlitt. Die beiden anderen Insassen kamen mit unbedeutenden Per-
enbau^ Schwerverletzte kam ins städtische Kran-
kenhaus. Das Automobil wurde von einem Diener gefahren. Der Unfall wird auf Unvorsichtigkeit zurückgeführt.
Der Landwirt Wilhelm Geibel in Nieder-Ram stabt "Ee abends um 10 Uhr noch Heu vom Heuboden holen, stürzte dabcl ab und brach das Genick. Er war sofort tot. fl,*? Nö de l heim wurden am Freitagabend aus einem Hofe heraus 2 Schüsse abgegeben. Die Kugeln drangen dem 2jährigen Kllide des Arbeiters Peter Hornung, das von seiner Mutter auf M„Arme vvrübergetragen wurde, in den Hinterkops. Wer die «chuffe abgegeben hat, konnte bisher nicht ermittelt werden.
• Auf der Chaussee zwischen Kelsterbach und Raunheim stürzte am Sonntag ein Radfahrer aus Rüsselsheim von seinen. Rade und blieb tot auf dem Platze.
Hofpächtcr Fendt überfuhr mit ihrem Automobil in Wallerstadten zwei Kinder. Beide sind schwer verlest und wird an ihrem Aufkommen gezweifelt. Frau Fendt hat das Fahrzeug erst kürzlich erhalten und war des Lcnkens fast noch gänzlich unerfahren. ^
. . Die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft will durch Einspruch beim Ministerium der Stadt Mainz unmöglich machen die frühere Pferdebahnstrecke, fetzt elektrisch umgebaute Strecke Fisch. tor-Karmeliterstraße zu befahren. Wohl habe sie der Stabt die Strecke verkauft zum Befahren mit Pferde», nicht aber mit Kraftwagen,
T>as SÄIichkettsverbrechen, über dessen Einzelheiten wir nm., dem .Mainzer Tagbl." gestern berichtet haben, ist, wie das genannte latt mitteilt, durch ein Versehen nach Mombach verlegt worden. Der ,n allen seinen Einzelheiten richtig wieder- gegebene V orfall spielt« sich jedoch in Martenborn ad.
Die neue Lahnbrücke zu S t a f f e l ist soweit fertig und soll lach Abnahme der zuständigen Behörde nächste Woche dem Verkehr übergeben werben.
lass
den
Im
Gerichtssaa!.
* Ber in, 31. August. Dem „Vorwärts" wirb aus Erfurt berichtet: lledakteur Nennig von der „Erfurter Tribüne" wurde vor. LaiUgericht wegen Majestätsbeleiüigung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt.
* Ein besremdendes Erkenntnis. Das Kölner Schöffen- g'- icht fand „Ungebühr vor Gericht" darin, daß ein Taglöhner in seiner^ Arbeitskleidung kam und nach Kalk und Arbeit aus- seheude Hände hatte. Er gab an, von der Arbeit zu kommen i'rd keine anderen Kleider zu haben, da er lange ohne Beschäftigung -?>wesen sei. Der Kalk sei in die Hände eingebrannt und
üch trotz Wasche,; nicht entfernen. Das Gericht bestrafte > Mann wegen Ungebühr vor Gericht mit 10 M. Geldstrafe, erhielt er, weil er .im Güterschuppen in Deutz eine un^faTcY^ Ctne ® Urft verausnayrn, » Tage Gefängnis
Ein polnischer Aüclsprätendent. Ein ehrsamer Zigarren- Händler aus Mülheim a. Rh., dessen Großvater angeblich den stolzen Titel eines Fürsten von Przygodzinski führte, diesen aber au» «chmerz über das Ende Polens niederlegte, hielt es für opportun, die Adelsrechte seiner polnischen Vorfahren für sich in Anspruch zu nehmen. Allerdings sah er davon ab, sich „Fürst von Przygodzinski" zu nennen, dagegen fügte er bas Wörtchen „von seinem Familienname» bei. Die von dem Prätendenten ?“ «rt f. r , e rt if * e Heroldamt gerichtete Bitte, ihm die Führung des Adelstitels zu gestatten, wurde abschläglich beschieden. Als er nun trotz Verwarnung des Bürgermeister-Amts sich nach wie 0 "r ^„von Przygodzinski" nannte, wurde er auf Grund des d 36b Ab,. 8 ^t.-G.-B. wegen unberechtigter Führung des Adels- „"«^Ulster Anklage gestellt. Das Schöffengericht zu Mülheim am Rhein und die Strafkammer des Landgerichts zu Köln in der Berufungsinstanz gelangte» zu einer Verurteilung. Die von dem Angeklagten gegen dieses Urteil eingelegte Revision wurde von dem Strafsenat des Kölner Oberlanüesgerichts in feiner letzten Sitzung am 24. August d. I. mit folgender Be- grundung verworfen: Die von dem Landgerichte angezogene Bestlnimung des Preußischen Landrechtes in § 85 sieht Verlust des Adels infolge Nichtgebrauches erst vor, wenn eine adelige Familie in zwei Geschlechtsfolgen sich ihres Adels nicht bedieni Diese Voraussetzung liegt nicht vor, weil noch der Großvater des Angeklagten, wenn auch nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt den Adel geführt hat und deshalb nur eine Geschlechtsfolge vorhanden ist, welche sich des Adels nicht bedient hatte. Der Angeklagte glanbt sich deshalb befugt, sich „von Przygodzinski" zu nennen, weil sein Großvater dem polnischen Adel angehörte. Wenn dies auch richtig sein sollte, so hat derselbe doch kein Recht dem Namen Przygodzinski das preußische Adelsprädikat „von" bcizufügeit, denn nach seiner Darstellung hat weder sein Großvater noch sein Vater vor oder nach der preußischen Herrschaft das preußische Adelsprädikat „von" geführt. J
- Ländlich-schändlich. Die Strafkammer in Nürnberg bchfr, zwei zwölfjährige Bauernjungen abzuurteilen, die ein funffahriges Kind auf freiem Felde vergewaltigt hatten. Ein Beitrag zu der oielgeruhmtcn ländlichen Sittlichkeit! Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung wegen mangelnder Einsicht und uberwies die jugendlichen Sünder nicht einmal einer VefserungSanstalt, da die häusliche Erziehung in dieser Beziehung verläßlich sei. Bisher scheint sie doch nicht ganz einwandsfrer gewesen zu sein. — Ein Streiflicht auf die Sittlichkeit auf dem Lande macht auch eine Verhandlung, die jüngst vor der Strafkammer in Memmingen stattsand. Angeklagt war der Maurer Eggle aus Aufheim, Vater von sieben Kindern. Er soll sia, an einem 18jährigen, aber nicht mehr unbescholtenen Mädchen vergangen haben. Im Laufe der Verhandlung ivurüe festgestellt, daß viele Burschen und Familienväter mit dem Mädchen zu tun gehabt haben. „Mit Rücksicht auf solche Zustände und die nanrenr- lrch nt Südbayern wahrzunehmende immer erschrecklichere Hausung der Sittlichkeitsverbrechen" forderte der Staatsanwalt eme strenge Bestrafung des Angeklagten. Das Urteil lautete auf 1 Jahr Gefängnis und ü Jahre Ehrverlust.
m.
Vermischtes.
fnrtit auch lüeö-er zu loben noch zu tadeln. Er möchte nur. alle solche Versuche von breiteren Geisichtspunkten aus beurteilen. Er findet, daß, nachdem die Möglichkeit der , usawmenstellung einer annehmbaren Sprache seitens einer einzelnen Person dargetan ist, es der Sache selbst nur schaden kann, wenn Private damit fvrtsahren. für ihre eigene Rechnung und Gefahr solche Erzeugnisse aus den Markt zu bringen, die wie Eintagsfliegen bald wieder verschwinden und vergessen sind. Nüchtern be- rachtet, heißt es auch der Welt etwas viel zumuien, daß sie ohu Zögern nach solchen Erzeugnissen greifen soll. Denn was hierbei in Frage kommt, ist keine unwichtige Spulerei, sondern die Lösung einer der ernstesten und wlchiig'-en Fragen der Menschheit!
M. er Meinung nach sollte diese ganze Angelegen- heii ei. al auf einen mehr geschäftlichen Boden gestellt werden.
Halten wir daran fest: Die neue Sprache ist bestimmt, das Gemeingut aller Völker zu werden. Sie sollen jene eilecnen und gebrauchen^ dann haben sie aber jedenfalls auch ein Recht, an der Zusammenstellung der Sprache
mitznwirken!
Diese Betrachtung weist auf den internatio- n a i e n Wettbewerb hin. Dieser würde den Vorteil verschaffen, daß der gesamte gebildetere Teil der Welt ein regeres Interesse an dem Unternehmen nimmt und das Ergebnis mit Spannung erwarten würde. Allen uationalen Eifersüchteleien wäre dadurch zugleich der Boden entzogen.
Jenes allgemeine Interesse wiederum ist wegen der nötigen finanziellen Unterstützung erforderlich. Denn es würde zur befriedigenden Lösung der Aufgabe auch b^ld und sogar ein erkleckliches Sümmchen dessen nötig sein. Man würde diese allgemeinere Unterstützung jedoch nur dann erhalten, wenn die Bewunderer des Unter- neuurenö eine ernste geschäftsmäßige Erledigung der Sache nur sich sähen, wobei sie hoffen dürften, vor Ent- tänschufigen bewahrt zu bleiben.
Es st hier nicht der Ort, ein Programm zu ent- re st>i' wj« eine zu bildende Gesellschaft bei der -chai' i jener Sprache vorzugchen habes es sei daher hier ■ noch einiges darüber gesagt.
geize nicht hinsichtlich der zu zahlenden Prä- Ganz erstaunliche Beträge werden dafür ein- u. 1 :-. ! , >enn nur die erforderliche tatkräftige und ge- . . upvpaganda für das Borhabcn gemacht wird.
Würrschr inan eine große allgemeinere Teilnahme seitens
* Im Unterseeboot cingeschlossen auf dem Meeresgründe. Fast eine volle Stunde hat die Besatzung des Unterseebootes „Porpoise" der amerikanischen Flotte am Montag, 22. August, abends, in Todesgefahr aus dem Meeresgründe zugebracht. Der Unfall ereignet« sich aus der Höhe der Fusel Lvng Island: er sollte jedoch verheimlicht werden, und daher werden die Einzelheiten erst jetzt bekannt. Die „Pvrppise" stand unter dem Befehl des Leutnants Nelson und hatte außer ihm den Leutnant Shapley und eine Besatzung von acht Mann an Bord. Infolge eines Maschtnenfehlcrs blieb das Boot bet einer Tanchübung nicht in der gewünschten Tiefe liegen, sondern sank immer tiefer, bis es schließlich in einer Tiefe von 120 Fuß hülflos auf dem Meeresgründe ruhte. In den Maschinenraum ergoß sich jetzt Wasser und die cm Bord Befindlichen erkannten, daß ein furchtbares Schicksal ihnen drohte. Sic waren einfach im Wasser begraben, da das Boot infolge des eingedrungenen Wassers außer stände war, zur Oberfläche emporznsteigen. „Wir kamen uns vor wie Ratten in einer eisernen Falle, die man in
einen Brunnen geworfen satte, d-rwüt ü« ertränke:!" ÜL? Einer der Matrosen. „Ein tÄ7u,!gener mit dem.
den Hals konnte kein furchtbarere» ^'-esuar
Nelson tat sein Mögltchsres, um die ÄÄL ^ruhigen. . . „Nur den Kops oben be- e -i' "F tr rlwllcn versuchen, das Boot zu 4^" • ® er -^ruck des Wassers auf das gebrechliche scknell^^it"ao « die Tauchtanks nck lusi ebenso
r2 tteü , n t Wasser füllten, une die Mannschajt sie ent- 2L to# ^' um das Schiff hoch zu bringe». A.ltzeroem ^!^urrd noch rm Torpedorohr ein Leck, durch das der LL^um ubersch!-emmt wurde. Nur zwei Rettungswege waren vorhanden, entweder mußte das §°°t unt Hülfe der Pumpen gehoben werdw oder Äe oben versuchen, durch das Torpedorohr nach
»Ifa ftÄ; d!ur ein Mann war willens, einen
verweiaert^im„p"ffm^^'^'U'°"' Leu ncnt Nelson S ÄJ “ Erlaubnis. Glücklicherweise blieb die r 1 ]: Boot ziemlich gut, und so arbeiieten die Leu'e in
SB L Talkraft
Pumpen, bis Gefahr »oerstanden war: langsam
drängten sie das Wasser Zoll l'm Zoll aus dem Boor^das
u'ar es nach 11 llfr abends , an Oberfläche, nachdem es um 1 i 11 unterge.
,v ei . ffwfrp or'c rf ute s?»e» bleich und verstört und von der schweren Arbeit ermüdet aus. -Leutnant Nelson wird llck.en"»^p^ umsichtigen Verhaltens in dieser gefährd lichen Lage allgemein gelobt. Die Admiralitai saut daß
dasi"dv^ao Zufällen nützliche Lehren gezogen werden! und oaß das Manövrieren unter Wasser täglich Neues bringt
* Schlangenplage in Frankreich. Von den 8g De. partements Frankreichs sind, wie „Even. Stand." mit- teilt nur 24. gänzlich frei von Schlangen. In einigen Gegenden in die Anzahl der Giftschlangen so groß, daß große Belohnungen für deren Verrilgung ausgefrvt sind Obwohl für jede getütete Scklange nur 25 Pf. gewährt nwrden, so sind doch im Departement Doubs allein M. an Belohnungen ausgezahlt worden. In der Hautc--Sa>öne erreichte die Summe sogar 485 000 M., wahrend im Aura im gdtufe der letzten Jahre 208 060 W. «ewährt wurden. Dief^ Zahlen sind ein Beweis für di« außerordentliche Fruchthärkeil der Schlangen, von der auch ein Bericht aus einem Dorfe nahe Monlins, Departement Alliers, ein beme -kenswertcs Beispiel gibt. Tort waren einige Leute mir.dem Ausbeffern einer Fluß, schleuse beschäftigt, als üner der Arbeiter bemerk:«, wi-q eine Schlange ihren Koüf unter einem großen Stein
, . ... her.
vorsteckte. Der Mann rückt« den Stein bei Seite uni tötete 23 Schlangen, di« darunter verborgen waren. ITn z» sehen, ob noch mehr Schlangen in der Rübe sich vor fanden, trug man teilneiie den Damm a-b und erschlu, dcbei^ noch 406 dieser g jährlichen Tiere, von denen di- kleinste 9 Zoll lang war. Ebenso fammslten die Ar beiter noch 168 Schlang eneier ein.
Klemd Chronik.
Zermalmt. Aus oc - EberSmaide benachbarten Station Werbellinsee der Zweigbahn nach.I^achiiusthal geriet beim Rangiere^ der Hüljsbremser Lenmann zwischen zwei Wagenprckfer. Es wurde ihm der Brn-r- kvrb vollständig eingedrückt: er war sofort tot.
Einen ungewöhnlichen Tod erlitt ein inng.-r Mann m WormO. In öer ÄanöskerMsch'Ln Dam-Psmühle fi,'I der Betreffende beim Eitzschanfetn von Kleie in das Sil' und wurde durch die nächfallende Kleie erstickt.
Heldenmütiger Arzt. Bon einem Arzt, der sich vor den Pocken nicht fürchtete, wird aus Madrid gesckrieber 7 Während einer Pockenstzuche, di- in einer kleinen Stadt Nvrdspaniens wütete pnd unter der Bevölkerung -chrecken hervorrief, starb eine Frau an dieser schreck-
befähigter Männer an dem Wettbewerb, so muß der Lohn darnach eingerichtet werden. Zweihunderttausend Mark z. B. ist nicht zu viel für den ersten Preis. Die Aufgabe ist das wert.
Eine der wichtigsten Vorarbeiten des Unternehmens wäre wohl die, klar festzustellen, was denn eigentlich von der neuen Sprache erwartet wird. Die Wünsche der Dichter, Gelehrten und des feineren gsfcllschastlichen Lebens sind nicht einzig maßgebend: die Forderungen des Handels sind von derselben hohen Bedeutung. Er verlangt möglichste Kürze des Ausdrucks und daß die Sprache äußerst leicht zu erlernen sei. Hierbei können verschiedene Wege zum Ziele führen. Von der in diesen Vorarbeiten zu beweisenden Umsicht und Gründlichkeit wird viel von dem direkten Werte der Sprache abhüngen. Man überlasse es also nicht zu sehr den einzelnen „Sprachbaumeistern", ihre eigenen Anschauungen in der Sache zur Geltung zu bringen: sonst läuft man nebenbei noch Gefahr, daß man mit erneuerten Konkurrenzaufrufen nie zu Ende kommt.
Man darf aber nicht eher rufen, bis die neue Sprache nach jeder Richtung hi>r hieb- und stichfest ist.
Es leuchtet ein, daß die Höhe der Prämien cs Personen gestatten würde, gruppenweise gemeinschaftlich zu arbeiten, was hier nur von Nutzen sein könnte.
Bei einer solchen Art des Vorgehens würde das neue sprachliche Erzeugnis ein besonderes Ansehen, ja. gewissermaßen einen halbamtlichen Charakter erlangen, ginge eS doch von den besten Kräften, von inmitten der Völker aus und brächte deren Wünsche zum Ausdruck. Dann, nach Vollendung der Arbeit, wäre auch der richtige Zeitpunkt öc, vor die Parlamente und Regiernngen za treten, um deren Unterstützung durch Einfügung der Sprache in die Lehrpläne zu erbitten.
Vielleicht bewährt dann der Verfasser des „Esperanto" nochM-als seine Geschicklichkeit in der Herrichtung der Sprache und wird mit dem ersten Preise gekrönt, was man ihm von ganzem Herzen gönnen würde! Daher möge auch die Bereinigung dafür Sorge tragen, daß kein grober Ideenraub bei dem Wettbewerb durch Aneignung der besonderen Sprachbaumethoüen der älteren Verfasser vorkomme, falls diese in den Wettbewerb treten.
Also, ihr Herren Freimaurer, Friedensfreunde und Sozialdemokraten, die ihr allesamt für die Befreunduna der Völker einiretet, mir scheint es, als lüge hier eine Ausgabe vor, welche eurer besonderen Aufmerksamkeit würdig wäre!
Aus Sunst und Lei sn.
* Ein Bonmot von Friedrich Wilhelm IV. I, seinem trefflichen Buch über dxn Feldmarschall Moltie erzählt Professor Dretzler folgendes, voic Mottle mit Borlteoa erzählte, feingeschliffene Wortspiel des Königs Friedrich Wilhelm IV.: „In einer Pause nährend eines Mnsir» abends im Königlichen Schlosse stand der König zusammen mit Ntoltke an der zum Speisesaal führenden Tür, als eine junge strahlende -Schönheit sich näherte, die .sich'aber nicht getraute, -an dem König vorbeizugehcn. „Passez, beamV!", sagte der König mit einer galanten Hanüüe- wegnng und die Schöne iklitt errötend vorüber. Als dann aber auch eine ältere Hpfdanic die Gelegenheit benutzte, zum Büffet zu gelangcit, blinzelte der König Tioltke zu und flüsterte: „Beautd passte!"
* Verschiedene Mitteilungen. Der Kgl. Musikdirektor Herr Julius Oertlitzg verlegte seine vor etwa einem Jahre eröffnet« Hochsch-tile für Piano, Violine und Gesang nach der Dreiwe öenstraße 3, 1, nahe aer Rügkirche. — Die Hochschule bezweckt höchste künstlerische Ausbildung, und wird de: Unterricht nur persönlich von Herrn Direktor Oertlt ig erteilt.
Die Tauchnitz-zivll cktion umfaßt nunmehr 3713 Bände. Von diesen rühren 3378 von englischen Autoren hen her.
rüg die größte Höhe, in die ein l l o n gelangt war, etwa 16 000 nun diese Höhe um ein Wesent- dcn. Wie aus Zürich berichtet r schweizerischen meteorologischen s Regtstrierballonpaar bis zic Meter über dem Meeresspiegel adelloses Funktionieren der Re- gistrierunüsinstrumentej bis in die allerhöchsten Schichten ergab.
Zum 2. internationalen Kongreß für a l l g e m e i n e R e l i g i o n ,g e s ch i ch t e sind in Basel ungefähr 300 Teilnehmer eingetroffeu. In der Eoö's- nungssitzung im -Stadtkasino erklärte der Vorsitzende. Professor v. Orelli (Baicl), daß der Kongreß rein wiffen- schaftlichen Charakter wagen soll, die Propaganda und die Diskussion über Glaubenssätze aber auegejchlossen eien.
Der Unterbau des, Kampa» ite in Venedig ist, wie berichtet wird, nunmeh- so ziemlich f-.-r-igk.eäeilt, und es kann in absehbarer Zeit z,.r Erri-irnnz des Turmes selbst geschritten werden.
und 335 von amerikani!
Bis vor kurzem b unbemannter B Meter. Neuerdings if tiches überschritten w wird, drang ein von Zentralanstalt tanzier^ einer Höhe von 19 OOi empor, wobei sich ein
