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Verlag Langgaffe 21

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mlltag?^?die Morgen-Ausgdtts"s I^r michmitlag? Berliner Schristleitnng des WiesbadenerTagblattS: Berlin W,, Potsdamer Str. 121 ll. Frnlspr.: Amt Lütz»« 6202 «. 6203^agen^md^lätzenwird^neBewähr^bern»n>«»

Montag» 25. Oktober» morgens.

Sonder-Ausgabe.

1915.

Ueskueb erobert!

5rshe bu)g »risch r Siegesmeldung.

W. T.-8. Berlin, 24. Oft. (Richtauitl. D.) Die bulgarische lvesandtschaft teilt mit: Ein soebe» hier eingetroffenes, durch Funkspruch übermitteltes amtliches Telegramm auS Sofia vom 2». abends meldet: Die bulgarischen

Truppen haben Ueskueb vollständig erobert.

weiteres Scheitern öer italienischen Offensive.

Furchtbare Verluste der Italiener bei ihrer neuen erfolglosen Offensive. Fortschreitender Angriff bei Scartowryski. — Die heftigen italienischen Angriffe. — Serbische Nachhuten an der Slattna geworfen.

vie valkan-Offensive.

Vte amtlichen bulgarischen Serichte.

W. T.-B. Sofia, 23. Oft. (Nichtamtlich. Verspätet etnge* troffen.) Amtlicher Bericht von« 21. Oktober. In der Nacht vom 19. zu« 2». Oktober versuchten die Serben einen Gegen- angriff ans unsere Truppen in der Nähe von R e g «t i n, wur­den aber znrüikgeschlagen und erlitten schwere 8er- luste. Im Tim oktal erreichten unsere Trnppen die Straße Zajecar-Knjazevac und besetzten die Dörfer Selatfchka, Kralsewo-Sel», Dakkowatz und Elefchnitza. Im Tal der bulgarischen Morava südlich und nordwestlich B r a n j a warfen unsere Truppen frische mit der Eisenbahn heran- grMrte Kräfte aus den Berschanzungen und rückten weiter gegen Norden vor. In Branja wurden außer der bereit- l ekauntgegebenen Beute auch ein Militärspital, Arzneimittel und anderes Sanitätsmaterial im Werte von ungefähr 500 000 Franken, sowie 52 Waggons gefunden. Heute noch finden un­sere Soldaten in Branja in den Häusern der st eckt ser­bisch e S o l d a 1 e n. In einem Hause entdeckte man de« vrrstümmelten Leichnam eines bulgarischen Soldaten, den die Serben blendeten und dann ermordeten. Die Heeresgruppe, die den bei Stracin geschlagenen Feind ver­folgt, nahm Kumanowo; die Serben fliehen HalS über Kopf gegen UeLküb. Unsere Truppen, die Outsche Polje eroberten, drangen biS zum Barbar vor, nahmen D e l e S und verfolgten den gegen P r i l e p fliehenden Feind. In der Umgebung von BeleS zerstörten unsere Truppen die Eisen­bahn längs des Barbar. In der Gegend von Strnmitza verläuft dir Kampftötigkeit günstig für unS. Der Feind ist gegen den Barbar zurückgeworfen.

W. T.-B. Sofia, 24. Oft. (Nichtamtlich.) Amtlicher Be­richt vom 22. Oktober: Im T i m o k t a l sind unsere Trnppen zwischen Knjazevac und Znjecar auf das linke Ufer dinübergegangen. Um den Besitz der Stadt Knjazevac sinh Kämpfe im Gange. In Mazedonien haben unsere Truppen nach heftigem Kampf den größten Teil der Stadt N e s k ü b erobert. Die Kämpfe sind hier noch im Gange. A« den übrigen Fronten setzten unsere Trnppen die Offensive unverändert fort.

vie Serben haben das ganze Donauufer geräumt.

Nr. Bukarest, 24. Okt. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Nachdem die serbische Artillerie von Cekia zum Schweige« gebracht worden war, haben nunmehr die Serben das ganze Donauufer geräumt. 600 Serben flüchteten auf das rumänische Ufer beim Dorfe Gruia. Rnflische SchiffS- kanonen, die den Serben zur Verfügung gestellt worden wäre», werden demontiert. Ihre ruffische Bedienungsmannschaft beabsichtigt, von Kladowa aus auf rumänische» Boden -st! flüchten.

Der serbische Bericht.

W. T.-B. Paris, 23. Okt. (Nichtamtlich.) Der „TenrpS" bringt folgendes serbisches Kommunique aus Risch vom 1b. Oktober: Auf der Nordfront eröffnete der Feind ein hefti­ge? Feuer gegen unsere Stellungen. Unsere Truppen halten das linke KonSkaufer besetzt. Der Feind griff mit Er­bitterung südlich Grodeka an. Es gelang ihm, einen Hügel südlich von der Stadt zu besetzen. Unsere Truppen hal­ten Offetschina auf dem rechten Kolubaraufer und das linke Baljanitzaufer besetzt. Auf der Ostfront rücke« feindliche Abteilungen im T i m o k t a l gegen Gralje» w o s s e l o vor. An den anderen Teilen dieser Front keine' Veränderung. In der Umgegend von Pirol wurden alle Angriffe des Feindes abgeschlagen. In der Gegend von V l a s s i n a dauern erbitterte Kämpfe fort.

Der Adjutant des Aaren im serbischen Hauptquartier.

In spätestens 14 Tagen die Landung?

Sr. Christiania, 24. Okt. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) „Astonposten" meldet aus Paris: Der Aujutant des Zqren General Visnolicko ist im serbischen Hauptquartier angekom­men, wo er erklärte, daß spätestens in 14 Tagen russisch« Truppen versuchen werden, an der bulgarischen Küste zu landen.

Ministerpräsident Radoslawow über bi« günstige Lage unseres Vierbundes.

W. T.-B. Sofia, 22. Okt. (Nichtamtlich. Drahtbericht. Verspätet eingetroffen.) Ministerpräsident RadoSlawow hatte die Freundlichkeit, einen Sonderberichterstatter de» Wolffschen Telegraphen-BureanS zu empfangen und ihm im Laufe dcS Gespräches folgende Mitteilungen »st machen: Unsere militärischen Operationen in Serbien gehe« schnell und günstig vorwärts. Wir haben eine« großen Teil von Mazedonien besetzt. Durch dt« rasche und erfolgreiche Offensive der deutschen, österreichische ungarischen und bulgarischen Truppen n» Norde» und Ostest^

weiteres siegreiches Vordringen in Serbien.

6ei Drsova die Donau überschritten. — Der klägliche Ausgang der rufsifchenViversion gegen Kurland. — Illuxt vor Dünaburg erstürmt.— Im ganzen im lösten über 3700 Gefangene, 10 Maschinengewehre erbeutet.

Der Tagesbericht vom 24. Oktober.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 24. Oft (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

Nordöstlich von S o u ch e z wurden feindliche Bor­stöße zurückgcwiescn; in unsere Stellungen eingedrun- gene Abteilungen wurden sofort wieder hinausge- w o r f e ».

Feindliche Flieger warfen erfolglos Bomben auf Ostende und Bahnhof Nohon. Ein englischer Doppel- dccker wurde im Luftkamps westlich von St. Quentin zum Absturz gebracht; Führer und Beobachter (Offiziere) sind tvt.

Deutsche Flieger griffen mit anscheinend gutem Erfolge das englische Trnppcnlager Abbe- v i! l e an und belegten Berdnn mit Bomben; es wur­den Treffer beobachtet.

Gestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe der Generalfeldmarschall» von Hindenburg.

Die bei D o m e s > N ä ß gelandeten russischen Kräfte gingen vor dem Anmarsch deutscher Truppen wieder auf die Schiffe.

Nordwestlich von Dünaburg warfen unsere Truppen den Gegner unter großen Verlusten für ihn aus seinen Stellungen bei Schloßberg und erstürmten Illuxt. Die Rüsten ließen 18 Offiziere, 2918 Mann, 10 Maschinen­gewehre, 1 Minenwerfer in unserer Hand.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Nichts Neues.

Heeresgruppe des Generals von Linsingen.

Wiederholte Angriffe gegen unsere Kanalstel- l u n g südlich des Wygonowskoje-Sees wurden a b g e- wiesen. Im Gegenstoß wurden 2 Offiziere, über 380 Mann gefangen genommen.

Westlich von Czartorysk sind feindliche Stell««- gen bei K o m a r o w genommen, vielfache rustische Gegenangriffe wurden abgeschlagen, 3 Offiziere, 458 Manu sind in unserer Hand geblieben.

Balkankriegrschauplatz,

Bon der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls -.Mackensen warf die Armee des Generals v. Koeveß östlich der L u c a v i c a die Serben weiter in s ü d - I i ch e r Richtung zurück.

Die Armee des Generals v. Gallwitz hat bei P a I a n k a das Südufer der I a s e u i c a gewonnen, weiter östlich die Linie R a p i n a c-nördlich Petrovac- R a n o v a c gegen teilwrisen sehr hartnäckigen Widerstand der Serben erreicht. Die große Zahl der von unseren Truppen beerdigten Serben läßt auf die Schwere der Verluste des Feindes schließen.

Bei Orsova ist die Donau überschritten, die Höhe der Slava Bocija gewonnen. 3 Offiziere, 70 Mann wurden gefangen.

Die Armee des Generals Bonadjeff hat in Prahovo (an der Donau, nordöstlich von Negotin) ein russische» Munitionslager erbeutet und hat halbwegs Zaj ezar-Knj azeva c das West, ufer des Timok beseht.

Bon den übrige« bulgarischen Heeresteilen liege« keine neuen Meldungen vor.

Oberste Heeresleitung.

ver österreichisch-ungarische Tagesbericht.

W. T.-B. Wien, 24. Okt (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 2t Oktober, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz.

Bei N o w o - A l e r«»i e r gewannen wir die vorgestern geräumten Höhen östlich von LotuSzno wieder zurück. Bei ScartowrySk schreitet unser Angriff vorwärts. Ter Feind wurde bei Komrarow geworfen. Sonst Lage unverändert.

Italienischer Kriegsschauplatz^

Dir allgemeine Schlackt am Ifonzo dauert an. Gestern erstreckten sich die mit beispielloser Erbitte­rung geführten Jnfanteriekämpfe auch aus den Brückenkopf von G ö r z. Wieder brachen die Stürme des Feindes allenthalben am zähen Widerstand unse­rer Infanterie, die in der mächtigen Wirkung der Geschütze eine vorzügliche Stütze fand, unter furchtbaren Ber- lüsten zusammen.

Der italienische Hanptangriff ist von Vorstößen starker Kräfte gegen die Tiroler Front begleitet. Die Hochfläche von Bilgereuth und Lafra«n stehen unter heiligem Artilleriefeuer. Mehrere italienische Infanterie- Divisionen greifen die D o b e r d o f r o n t an. Hier wurde vorgestern nnd gestern je ein Angriff auf da» Bamberger Haus, den Col di Lama und die Stellung von Tre Sassi, zwei Borstöße gegen Rufiedo (südwestlich Schluderbach) und je vier Angriffe auf unsere Linie nördlich des Ortes Sief und dem Popenatai blutig abgeschlagen.

An der Kärntner Front fanden nur Artilleriekämpfc und Plänkeleien statt Im Flitfcher Becken und im Ken­ge b i e t unternahm der Feind gestern vormittag noch einzelne vergebliche Borstöße und Angriffsversuche. Dann flaute der Kampf ab. Gegen dir Front von Mrzli Brh mit einschl. des Tolmeiner Brückenkopfes richteten sich noch immer die verzweifelten Anstrengungen der Italiener. Ins­besondere die Höhe westlich von Santa Lucia wird unauf­hörlich angegriffen. Alpini drangen hier in ein kleines Frontst ück ein. Ein schneidiger Gegenangriff der Infanterie-Regimenter Nr. 53 und 86 warf sie b in n e n kurzem wieder hinaus.

Auch im Jfonzoabfchnitt, zwischen dem Tolmeiner und Görzer Brückenkopf» wo namentlich bei Plawa heftig gekämpft wurde, vermochte der Feind nirgends durchzndringen. Bor dem Görzer Brückenkopf waren schon gestern mehrere An- griffSverfuchc gegen den Monte Sabatino znfammen- gebrochen. Gestern gingen nach starker Artillerievorbereitung sehr bedeutende italienische Kräfte vor. Der Kauipf wogte hin und her, dauerte auch nachts fort und e«drte da­mit daß unsere Truppen alle Stellungen in festem B e - s i tz behielten. Am Rande der Hochfläche von D o b e r d o tobte die Schlacht im Abschnitt zwischen Mainizza und dem Monte Dei Sei Buffi mit unverminderter Gewalt weiter» während im südlichen Abschnitt Tag und Nacht ruhig verliefen. Die mit frischen Kräften immer wieder von neuem vorgetriebenen Angriffe des Feindes scheiterten voll­ständig. Nur vorübergehend gelang es den Italie­nern, sich in einzelnen vorderen Gräben festzusetzen. Unsere Infanterie sowie bas brave Infanterie-Regiment Nr. 39 süd­lich San Martina gewannen ihre Stellungen im Hand­gemenge immer wieder zurück.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Armee des Generals der Infanterie v. Koeveß drängte den Gegner über die Höhen nördlich von Arang- j e l o v a c zurück. Serbische Nachhuten, die sich südlich der S l a t i n a zum Kampfe stellten, wurden von unseren Bataillonen geworfen. Die beiderseits der Morawa vordringenden deutschen Strcitkräfte gewannen die Höhen südlich von Pala«ka »nd nördlich von Petrovac. Die bei Orsova übergcfetzte Krafttruppe vertrieb den Feind aus dem Berglande westlich von Kladcvo. Die Bulgaren rückten über Negotin hinaus und überschritte« mit den nördlich von Knajevac vorgrhenden Streitkräften den mittleren Timok.

Der Stellvertreter des EhefS des GeneralstabeS: v. S ö k e r. Feldmarfchallcntnant