Einzelbild herunterladen
 

©eite S. Morgcn-Ansg aL e. Erstes Blatt.

dort aufgestellten Maschinengewehren. Bei Ari Burnu brachte die kräftige Erwiderung unserer Geschütze die feind­lichen Batterien am Lande und auf der See, welche unsere Stellungen eine Zeitlang wirkungslos beschossen, zum Schweigen. Bei Sedd-ül-Bahr warf der Feind unge­fähr 1000 Granaten auf unseren linken Flügel ohne Schaden anzurichten. Sonst nichts von Bedeutung.

von den östlichen Kriegsschauplätzen.

wettere russische Verstärkungen an der vnjestrfront.

W. T.-B. Wien, 23. Oft. (Nichtamtlich. Dncht- hevicht.) DieNene Freie Presse" meldet aus Tscherno- witz: An der D »j e st r - F r o n t wurde bei den Russe» die Ankunft größerer Berstärkungen aus dem Kaukasusgebiet festgestellt. Die Russen begiuueu die Kaukasus-Frout weiter ius Hiuterlaud zu verlegen.

Not und Elend unter den russischen vertriebenen.

Stockholm, 23. Okt. (Jens. Bln.)Nowoje Wremja" bringt eine herzzerreißende Schilderung des Elends, das unter den vom Kriegsschauplatz Vertriebenen herrscht. Hiernach fehlt es an Ordnung in der Versorgung dieser Menschen mit den notwendigsten Lebensmitteln. Tausende sterben Hungers. Krankheiten breiten sich unheimlich schnell aus. Mütter, die von ihren Kindern getrennt wurden, werfen sich vor Eisenbahnzüge. Die Selbstmorde unter diesen Un­glücklichen werden immer häufiger, dabei aber wird die Registrierung der Vertriebenen nicht vergessen, alle sollen ihren Paß haben.

Oie englischen U-Ooote in der Ostsee.

Np. Rotterdam, 23. Okt. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) DerDaily Expreß" schreibt: Die russischen Häfen, die unsere Unterseeboote in der Ostsee benutzen, liegen nur etwa 700 Meilen von den westlichen deutschen Häsen. Wenn man den Aktionsradius eines modernen Unterseebootes aus 2000 Meilen annimmt, so ergibt sich daraus eine erhebliche Kraftreserve, mit der die Boote kreuzen und auf der Lauer liegen können. Es ist kein Zweifel, daß wir jetzt eine Blockade der deutschen Küste effektiv machen könnten. Wir dürfen den Erfolg unserer Unterseeboote nicht übertreiben. Der Druck auf Deutschland in der Ostsee ist erst im Be­ginnen. Wenn Deutschland versucht, seine Handelsschiffe durch Kriegsschiffe zu schützen, um so besser. Ein Kriegsschiff ist eine viel bessere Zielscheibe als ein Handelsschiff.

Der Urieg gegen England.

Ein bedauerliches versehen.

Ein schwedisches Unterseeboot von einem deutschen Vorpostcnboot beschossen.

W. T.-B. Stockholm, 23. Oft. (Nichtamtlich.) Das von dem WerkstättenfahrzcugBlenda" begleitete schwe­dische UnterseebootHvalen" wurde gestern morgen bei Kap Abbekas gleich westlich von Nstad von einem deut­schen Vorpostenboot beschossen, wobei e i n Mann schwer verwundet wurde. Der schwedische Gesandte in Berlin ist beauftragt worden, Einspruch wegen des Zwischenfalles einzureichcn. Der deutsche Ge­sandte in Stockholm hat sich unmittelbar nach dem Brkanntwerdcn der Beschießung zum Minister­präsidenten und stellvertretettden Minister des Äußern begeben, um sein persönliches Bedauern über die Beschießung und besonders über die Verwundung eines Mannes an Bord ausznsprechen.

Der Irrtum des deutschen Kommandanten.

Br. Stockholm, 23. Okt. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) Zu dem Zwischenfall in «der Ostsee wind noch ge­meldet: Als das deutsche Vorpoftenboot das schwedische Unterseeboot beschoß und ihm ber Irrtum klar gewor­den war, sprach dessen .Kommandant sein tiefes Be­dauern über das Versehen aus. Die Deutschen be­gründen den Irrtum damit, daß auf dem Unterseeboot Hvalen" ein zufällig anfgerichteter Mast sie irre­geführt habe, so .daß sie glaubten, es sei ein mas­kiertes englisches Unterseeboot. Sie sagten, daß sie selbst über den Vorfall sehr ergriffen seien und ver­sprachen, dafür zu sorgen, daß die Beschädigten vollen Ersatz und daß Schweden von Deutschland volle Genug­tuung für diese unangenehme Angelegenheit erhalten solle. Die ZeitungDagens" schreibt: Man darf nicht vergessen, daß die Engländer durch ihren Miß­brauch der Flaggen ihren Gegnern begründete Ver- anllassuing geben, die Echtheit wahrer Neutvalitäts- zeichen zu bezweifeln.

Aach der Schlacht an den Dardanellen

Leise noch die Häuser ringsum zittern.

Fernher grollt es wie aus Ungewittern,

Hallt ein Echo an der Berge Hang;

Ruhiger gleiten die empörten Wellen,

Aus den Küstenforts der Dardanellen Dringt der Türken froher Jubelsang.

Langsam taucht die Sonne in die Fluten,

Wie ein Siegsfanal in Purpurgluten Scheidend auf dem Hellespont sie gleißt;

Blütendüfte kosend niedertauen

Und auf blutgetränkten Kampfesauen

Schwebt der Hauch von Trojas Heldengeist.

Neuwied. Hans Ehrenhard.

Redlich geteilt.

Skizze von Adels Flachs.

Seit ein grausamer Ukas der russischen Regierung den Alkohol als Trost- und Freudentrank verpönt hatte, ist auch die Pforte deS Dodkatempels in der Nikolaistrahe der russi­schen Stadt G. nicht mehr offen. Stepan Mirikoff, einst Stammgast der Destille, kommt in rührender Treue täglich zu der Stätte, wo er fast alles, was er mühselig durch Betteln er­warb, zu vertrinken pflegte. Er legte sich in den Staub an der Schwelle deS min vielleicht für immer geschlossenen Paradieses, imd hängt trüben Gedanken nach über die schwere Zeit für Rußland in^aLaememen sirc ihn selbst üu besimde««, _

_Wiesbadener Tagblatt»

RmerikasUnterseeboottteferungenfürEngland

W. T.-B. Amsterdam, 23. Okt. (Nichtamtlich.) In ameri- kanffchen Blättern findet sich folgende Meldung aus Boston: Die Flottille neuer amerikanischer Untersee­boote, die der britischen Flotte von Gibraltar zugeteilt wor­den ist, hat die Reise über den Atlantischen Ozean mit eigener Kraft zurückgelegt. Die Unterseeboote wurden vom Kanonen­bootKanada" und dem HilfskreuzerCalgarian" begleitet.

Ein amerikanischer Unterseebootentdecker.

W. T.-B. Amsterdam. 23. Oft. (Nichtamtlich. Draht- bericht. Aus amerikanischen Blattern) Nach Berichten des aus Frankreich zuruckgekehrtcn Amerikaners und Erfinders William D u b i l i r r ist ein von diesem er­fundener Unterserbootentdecker an der fran­zösischen Küste erprobt worden. Die Versuche hatten gute Erfolge. Die Schrauben des Unterseebootes seien auf eine Entfernung von 50 Meilen zu hören gewesen. Unter Zuhilfenahme zweier anderer Apparate, die im Abstand von 6 bis 10 Meilen an der Küste aufgestellt waren, hätte man auch die Richtung, in der sich das Unterseeboot bewegt, finden können. Das Geräusch der Schrauben werde durch ein mikrophonartiges Instru­ment aufgefaugcn und verstärkt. Die größte Schwic- rigkeit hätte die Einmischung fremder Geräusche ver­ursacht, durch welche das Geräusch des Unterseebootes zerstört wurde. Mit dem Mechanismus, der dem bei der drahtlosen Telegraphie benutzten ähnele, sei es je­doch gelungen, die fremden Geräusche abzulcnken.

Das Unterhaus debattiert weiter über die Aeppelinangriffe.

W. T.-B. London» 23. Ott. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) In der Sitzung des Unterhauses vom 21. Oktober ftagte V r h c e, ob während des deutscher^ Luftangriffes am 13. Okt. nur drei britische Flugzeuge sich auf der Wacht befariden und ob die Behörden drei Flugzeuge als eine entsprechende Ver­teidigung gegen ebensoviele oder mehrere Luftschiffe erachten würde. Balfour erwiderte, die Verwendung der Flug­zeuge zur nächtlichen Verteidigung sei eine schwierige Frage. Die Behörden hielten überhaupt die Verteidigung durch Flug­zeuge bei Nacht siir unzureichend. Die Wetterverhaltnisse hätten verhindert, daß am 13. Okt. eine größere Zahl Flug­zeuge aufgestiegen sei. Craik fragte, ob es möglich sei, von der Front zurückgekehrte verwundete, aber dienstfähige Artillerieoffiziere bei den Abwehrgeschützen zu verwenden, oder ob die Abwehrgeschütze nur speziell Truppen anvertraut wären, von welchen viele wenig artilleristische Erfahrung be­säßen. Balfour sagte zu, die Anregung in Erwägung zu ziehen und gab Auskunft über die Arbeitszeit und die Löhnung der Kanoniere. Er sagte, die Offiziere machten einen kurzen Kursus in der Schießschule durch. Die Kanoniere würden neuerdings aus der Schießschule in Chatam ausge­bildet. Andere sollten zur Ausbildung an die Front gesandt werden. Bryce fragte, wann man imstande sei, Zeppeline anzttgreifen. Balfour antwortete unverständlich. John Simon gab eine längere Erklärung ab, daß es un­zweckmäßig sei, bei bevorstehenden Luftangriffen die Bevölke­rung zu warnen. Die deutschen Lufffchiffe, die in der Nord- see gesichtet würden, kehrten oft um, ohne England zu be­suchen. Wenn sie nach England fliegen würden, sei es unge­wiß, wohin sie sich wenden. Vorkehrungen würden sofort ge­troffen, sobald ein Angriff auf London zu erwarten sei. Der Bahnverkehr werde kontrolliert, damit die Züge den Luft­schiffen nicht als Orientievungszeichen dienen. Eine beson­dere Sicherungspolizei würde alarmiert und der ärztliche Dienst in Bereitschaft gesetzt. Die Behörden erachten es für wichtig, das Publikum zu warnen, die Theater nicht zu schließen. Vorwarnungen in einigen Städten hätten einen ganzen Alarm hervorgerufen. Das Gesamtergebnis der Vor- Warnung sei vom Gesichtspunkt der öffentlichen Sicherheit sehr zweifelhaft. _

Die Lage Im Westen.

Ioffre über das deutsche und französische Militär.

Nr. Amsterdam, 23. Okt. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bln.) In einer Aussprache mit den: Vertreter vonColliers Weekly" sagte der ftcmzösffche Generalissimus über das deutsche und ftanzösische Militär: In Deutschland wird der Soldat als Maschine betrachtet und behandelt. Er darf nicht selbst denken, darum müssen die Deutschen in geschlossenen For­mationen angreifen. Die Offiziere sind eine Art Demagogen. Der Offizier spricht nie mit dem Soldaten, sondern stets nur mit den Unteroffizieren. Bei uns in den LausgrMn und Lagern fft das ganz anders. Die Disziplin leidet da nicht, da sie nicht auf Furcht beruht. Jeden Tag werden Soldaten zu Offizieren befördert. Was auch geschehen mag. das franzö-

Unlängst kenn sein Freund und Schnapsgenofse Anton Radim zufällig vorbei.

Stepan, was treibst du da?"

Ich? Ich kratze mich, weil das Ungeziefer schrecklich cmält. Und ich bin traurig, weil die Menschen, seit dieser dumme Krieg ausoebrochen ist, so hartherzig geworden sind..., das Geschäft geht schlecht, sehr schlecht."

Radim legte sich zu ihm auf das schmutzige Lager hin.

Stepan, du klagst . . ., was soll ich erst sagen? Die Russen sind nicht mehr zu erkennen. Man kann gar nicht mehr steblen . . ., sie haben kein Geld mehr. Oder sie sind vorsich­tiger geworden, oder der Teufel weiß, was . . . Wovon soll man leben? Hast du vielleicht eine Idee?"

OB ich eine Idee habe, Anton? Tausend, aber was habe lcb davon? Ich kann keine ausführen. Das ist mein Unglück. Aber weißt du was? Wir vereinigen uns, ich gebe die Pläne, du verwirklichst sic, vom Gewinn bekommt jeder die Hälfte. Willst du?"

Natürlich will ich, Stepan. Also, laß einen von diesen tausend Einfällen hören."

Spitze deine Ohren, Anton! Ich habe darüber nachge­dacht, warum wir Przemysl wieder verloren haben . . . Weil unsere Heerführer Dummköpfe sind. Sie verstehen nicht, daß nian im Krieg List anwenden muß.

Mein Mittel ist einfach, schrecklich einfach. Man bringt, sagen wir, 20 000 Füßchen Schnaps zum Beispiel nach War­schau. In der Nacht gräbt man sie rings um die Stadt ein..., nian gräbt sie so ein, daß jeder gleich merken muß: Aha, da liegt etwas unter der Erde. Gut. Jetzt läßt man die deut­schen Soldaten ganz ruhig vorrücken. Sie werden natürlich

Sonntag, 34. Oktober 1913. _ Nr. 49?,

fische Heer wird nie zertrümmert werden. Über den Frieden sagte Joffre: Zurzeit Frieden zu schließen, wäre ein Verbrechen gegen die Nachwelt, es wäre nur ein Waffen­stillstand zur Vorbereitung einer jeden Nation auf den nächsten Krieg. Die ftanzösische Nation sei zu intelligent, um sich be­kriegen zu lassen. Wir kämpftn nicht gegen ein Volk unserer Art, sondern gegen eins, das trunken ist vor Verlangen nach imperialistischer Oberherrschaft, gegen eine Nation, die glaubt, daß auf der Welt kein Platz mehr ist für kleine Völker. Wie lange der Krieg auch dauern mag, er soll aus- gekämpft werden, bis wir das Recht erkämpft haben, unseren Kindern den Frieden als Erbteil zu hinterlassen.

Die verheerende Explosion in der Rue Eolbiac.

43 Tote und 55 Verwundete.

W. T.-B. Genf, 23. Okt. (Nichtamtlich.) Zu der Explo­sion in der Granatenfabrik in der Rue Tolbiac in Paris erfahren Lyoner Blätter, daß die Zahl der Toten 43, die der Verwundeten 65 beträgt. Die Ursache der Explosion soll sein, daß eine Kiste mit Granaten, die aus einen Wagen verladen werden sollte, den Händen des Arbeiters entglitt und zu Boden fiel. Durch den Aufschlag wurde eine Explosion ver­ursacht. Unmittelbar daraus folgten zwei andere Explo­sionen. Was nicht in die Luft Mg, wurde ein Raub der Flammen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, die nicht getütet wurden, retteten sich in brennenden Kleidern. Die meisten erlitten schwere Brandwunden. In den benachbarten Straßen siel ein Hagel von Hölzern, Glasscherben und Granatsplittern nieder. Die Stratzengänger wurden zu Boden geworfen und mußten in den Hausgängen Schutz vor den umherfliegenden Trümmern suchen. Der angerichtete Schaden ist außerordent­lich groß. Die außerordentlich hefttge Explosion erschütterte alle Häuser in einem Umkreis von 600 Meter. Die Rue Tolbiar und die Rachbarstraßen sehen aus, als feien sie be­schossen worden.

Die Neutralen.

DerDsfervatore Romano" dementiert;

W. T.-B. Rom, 23. Okt. (Nichtamtlich. Drahtbericht.) DerOsservatooe Romano" bezeichnet es als Erfindung, daß der österreichisch-ungarische Botschafter Prinz Schönburg mit dem Beistand des Königs von Spanien einen Plan für die Flucht des Papstes entworfen umd dem Papst unter, breitet habe. Ebenso dementiert das Blatt die Meldung, daß der Papst an den König der Belgier zugunsten des Frie­dens appellierte und ihn beschworen hat, eine wirksame Aktion einzuleiten, um den Kampf zu beenden.

Lebensmittel und Landwirtschaft.

Es macht sich eine steigende und wie wir von vornherein fesistellen wollen, nur zu berechtigte und auf die ganze Volksstimmung drückende Erregung in weiten Kreisen des Volkes bemerkbar, die sich angesichts der enormen Lederrsmittel- preise gegen die La n d w i r t e richtet und die gerade von denen mit Ernst und Aufmerksamkeit beachtet werden sollten, die sich ob mit Recht oder .mit Unrecht, sei jetzt nicht untersucht als die wahren Vertreter der Landwirtschaft zu bezeichnen pflegen. Die Erregung hat ihren Untergrund nicht etwa in irgend welcher Animosität gegen die Landwirtschaft überhaupt; im Gegenteil, gerade die städtische BevMerung ist jetzt tiefer denn je durchdrungen von der hohen Be­deutung der deutschen Landwirtschaft fiir unser ganzes Wirtschaftsläbrn, und sie weiß, was sie den deutschen Landwirten mit ihrer Bereitstellung von unentbehr­lichen Lebensmitteln in diesem Kriege zu danken hat. Die Mißstimmung hat ihren Grund darin, daß man an die natürliche Notwendigkeit der unge­heuren Lebensmittelteuerung nicht recht glauben will und die Begründung für bie hohen Preise, die schon der Urproduzent nimmt und fordert, -für nicht stich­haltig erachtet. Drei Momente sind es, die für die .hohen Preise beim Erzeuger ins Feld geführt werden: die hohen Arbeitslöhne, der Futtermangel, der Mangel an Arbeitskräften und an Ge- spannen. Man verkennt in der Bevölkerung diese drei Faktoren nicht, aber man vermißt jeden Beweis dafür, daß sie diese alles Matz überfchrei- tende Teuerung unweigerlich zur Folge halben müßten.

Dieser Tage ist ein auf tatsächlichen Angaben be­ruhender Artikel veröffentlicht worden, wonach m der Mark Brandenburg auf einer Reihe von namentlich ge­nannten Gütern keine Erhöhung der Löhne oder nur in geringem Umfange stattgefunden habe. Die Knapp­

gleich die Hügelchen erblicken . . . Sie werden graben, die Füßchen herausholen und austrinken. Stell' dir ihren Durst vor . . vom Marschieren! Nicht einen Tropfen werden sie zurücklassen. Sie werden sich betrinken wie die Schweine und werden nicht mehr schießen können . . . Gar nichts werden sie tun können. Ein jedes Füßchen gibt wenigstens 20 Be­trunkene, zusammen also 400 000 Mann. Dann kommen die Unsrigen aus Warschau heraus, nehmen ruhig dem vom Wodka besiegten Feinde alles weg . . ., Gewehre, Pulver, Kugeln, Uhren, Geld. Und die deutschen Soldaten werden aus Wagen verladen und nach Rußland geschleppt. Nun, wie ge­fällt dir meine Kriegslist?"

Ich muß sagen: wirklich ausgezeichnet.*

Das glaube ich, Anton. Du aber geh gleich zum Polizei­meister Jwanoff. . ., er wird dir Auskunft geben, was man machen muß, um für den Plan vom Gouverneur viel Geld berauszubekommen. Versprich Jwanoff auch einige hundert Rubel. Geh, ich warte hier auf dich."

Nach kaum einer Viertelstunde staiü» Radim vor dem Polizeimeister und trug den Schnapsplan vor

Jwanoff wurde vor Zorn bleich.

Du Diebskerl, willst dich über mich lustig machen? Da hast du das Honorar!" Radim erhielt zwei außerordentlich kräftige Ohrfeigen.Marsch, hinaus!" Diese freundliche Aufforderung unterstützte der Polizeimeister durch einen energischen Fuhstoß.

Jwanoff fuhr softrt zum Gouverneur und berichtete ihm von der Kriegslist, die er während einer schlaflosen Nacht ev> sonnen habe.