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Tagdlatt-Hand" Nr. 6SS0-S3.

Bon 8 Uhr mar,eng dir 8 Uhr abends, außer Sonntags,

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mitmgs^str^die M?rg-nMusg^bis"3Mtr^nachmittag^ Berliner Schristleitung desWiesbadenerTagblatts: Berlin^.. Potsdamer Str.121L. Fernspr.: AmtLützow 6202 U.6203. T-8-N und Plätzen wird leine »emähr ü»-rn.««en.

Sonntag» 24. Oktober 1915.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 497. - 63. Jahrgang.

Sei visegrad der Uebergang über die vrina erzwungen.

Negotin und Rogljewo besetzt.

Russische Schiffe beschietzen die kuriändische Rüste. Erfolgloser feindlicher Angriff bei Sadewo. Kbgewiesener russischer Vorstotz am Gginskikanal. »ukli am Stqr im Sturm genommen.

Der Tagesbericht vom 23. Oktober.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 23. Qkt. (Amtlich.)

westlicher Rriegsschauplatz.

Nichts Neues.

so werben diese Geschütze, anstatt daß sie in möglichstem Maße ins Gefecht eingreifeu, schnell in Sicherheit ge­bracht, um nicht in die Hand des Gegners zu gelangen, und die Infanterie blejbt gerade im kritischen Augen­blick ohne Unterstützung auf sich selbst angewresen. Hm- gegen ist die serbische Infanterie eine aus­gezeichnete Truppe, die besonders auf ihrem heimatuchen Boden ganz ausgezeichnet zu kämpfen versteht. Goneralfeldmarschall von Mackensen Domherr von Merseburg.

Br. Berlin, 23. Qkt. (Eig. Drcchibericht. Jens. Mn.) Der Kaiser hat dem Generalfeldmarschall v. M a ck e n s e n

sollten, griechischen Boden zu betörten, um die Lan­dungstruppen zu verjagen und zu vernichten, nachdem die Serben niedergeschlagen sind. Nach anderen Nachrichten soll das bulgarische Fortschreiten im Westen von Vranja und Kotschana nichts anderes bezwecken, als den Serben den Rückzug über griechischen Boden abzuschneiden.

Was geht bei Saloniki vor?

Starke griechische Eruppenkonzentrationen:

Br. Lugauo, 23. Okt. (Eig. Dvahtkericht Jens. Mn.)Popolo d'Jtalia" berichtet über die Kunzrn- tratiou starker griechischer Truppen bei Saloniki.

westlicher Rriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchall» von Hindenburg.

An der Nordküste von Kurland erschiene« russische Schiffe, beschossen Pctragge, Domes«es und Gipkcn und landeten schwache Kräfte ber Domesnes.

Wiederholte, mit starken Kräften unternommene russische Angrijfe in Gegend südlich von S ad e w e hat­ten auch gestern keinen Erfolg. Sie führten ber Duft Zn heftigen Nahkämpfen.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern Südlich des Wygonowskoje-Sees wurden in Verbindung mit der Heeresgruppe des Generös von L i n s i n g e n feindliche Angriffe gegen unsere Stellung am Oginski-Kanal abgcwiefen. ,

Westlich von Chartorysk ist unser Angriff rm weiteren Fortschreite». Kukli fft genommen, über 600 Gefangene sind cingebracht.

Balkankriegsschauplatz.

Bei Visegrad wurde der Übergang über die Drina erzwungen und der Feind von der Höhe südlich des Ortes vertrieben.

Die Armee des Generals v. K o e v e ß hat die feind­liche Stellung zwischen der Lukavica und dem Kos­ma h - B e r g gestürmt. Die Armee des Generals von Gollwitz hat den Gegner östlich Palanka über dem Jasenica und östlich der Morawa aus seiner Stellung ni Linie A l c k s a n e lro v a c - O rl j ev o geworfen. Über 600 Se.rbcn wurden gefangen genommen.

Dem Drück von beiden Seiten nachgebend, Weichen die Serben auch aus ihren Stellungen in der Linie Kosutica-Bcrg-Slatina (Höhe 281).

Die b u l g a ri s ch e n Truppen setzten sich in den Be­sitz von Negotin und Rogljewo. Sie stehen öst­lich und südöstlich von Knazevac im fortschreiten­den Angriff und wiesen östlich von Pirot serbffche Vorstöße blutig ab. ^

Oberste Heeresleitung.

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Die Ereignisse auf dem Balkan.

Das Vordringen der deutschen Südostarmee.

Der ernsthafte Widerstand der Serben.

Br. Berlin, 23. Okt.. (Eig. Drahtbevicht. Jens. Mn.) Der Berichterstatter desL.-A." meldet aus dem Kriegs- presiequartier: Ter immer erneute Versuch der Serben, sich in vorbereitete rückwärtige Stellungen zurückzu- zichen und dort Widerstand zu leisten, scheitert gänz­lich an dem unaufhaltsamen Nachdrängen unserer Trup­pen. Es muß immer von neuem betont werden, daß der gegnerische Wiserstand wirklich erhebliche und der Offensive ernstliche Hindernisse in den Weg legt, die ein langsames schrittweises Vorgehen gebietet. Doch bereits in dem bisherigen Verlauf der Dinge kann dar­über lein Zweifel herrschen, daß die gegnerischen Trup­pen der furchtbaren Wirkung unserer Artillerie mora­lisch nicht gewachsen sind und nicht in der Lage sind, uns eine annähernd gleichwertige Artillerie cnt- gegenzustellen. Dem entsprechend sind unsere Verluste, öbschvn der Gegner zäh und geschickt kämpft, verhält­nismäßig gering.

Bei der Verwendung der Artillerie haben die Serben dieselbe Taktik angewendet wie die Russen in den vergangenen Monaten, wo es in der russischen Ar­tillerie an Material stark gefehlt hat. Wie bei den Russe» werden die Geschütze ziemlich weit hinter der Infanterie in Stellung gebracht, so daß sie zwar in der Reichweite unserer schweren Artillerie sind, aber gegen unsere Batterien nichts ausrichten können. Wenn dann die eigene Infanterie ins Wanken kommt und der Unterstützung der Artillerie am mefften bedürftig ist,

die dritte D o m h c r r n st e I l e am Domstift zu Merse­burg verliehen.

vie wirklich ernste Lage des Vierverbandes.

Zwangsmittel gegen Griechenland und Rumänien werden weiter empfohlen.

W. T.-B. London, 23. Qkt. (Nichtamtlich. Draht­bericht.) Dr. Dillon telegraphierte demDaily Tele­graph" aus Rom: Weder eine volle Enthüllung unserer veröffentlichten diplomatischen Tatsachen noch eine offene Besprechung würde den alliierten Regierungen nützen, die jetzt gewissenhaft versuchen, sich aus der internationalen Patsche herauszuzichen. Die britischen Minister haben recht, wenn sie die Lage als w i r k l i ch e r n st bezeichnen. Hiesige Freunde der Entente hoffen, daß die Großmut, welche die Alliierten den Bulgaren gegenüber gezeigt haben, Griechenland gegenüber nicht wiederholt wird. Dillon fährt fort: Prrvattelegramme besagen, daß sich die griechische Regie­rung geweigert habe, russische Telegramme über Saloniki zu befördern. Griechenland und Rumä­nien werden ihre Haltung nicht ändern, svlanM Zwangsmaßregeln im Arsenal der Entente­diplomatie immer noch fehlen.

Ein Wink des bulgarischen Gesandten in Athen.

Br. Lugano, 23. Okt. (Eig. Drahtbericht. Jens. Bln.) Der bulgarische Gesandte in Athen erklärte einer hohen Persönlichkeit: Mit Leichtigkeit werden wir die Serben be­kämpfen, aber unser Sieg über sie wird uns so weit führen, unsere Operationen auf das Gebiet von Saloniki auszudehnen. Auch dürfte die Lage der Griechen schwierig werden, wenn die Österreicher und Deutschen gezwungen sein

Die Neutralitätsverletzung in Saloniki cm Verhängnis für Rumänien.

Br. Tschernowitz, 23. Okt. (Eig. Drckhbbericht. Zent- Mn.) Aus Rumänien -liegen folgende MeL-mqgen vor: Das Eingreifen der Entente auf.dem SWfcit be­einflußt den Außenhandel Rumänien sehr ftcait' namentlich die Unterbrechung SatonrEip- Risch droht Rumäniens Import aus dem Orient und seinen Außenhandel überhaupt zu untergraben. Die rumänische Karffmannschast hat bereits Schritte beim Ministerium unternommen. Sie betont, daß die Neu- tralitälsverletzung durch die Entente in Griechenland .für Rumänien verhängnisvoll sei. Das Han­delsschiffRomani a" mit für Rumänien bestimmten Waren mußte z. B. nach Schweden dirigiert wenden. Über Rußland gelangen die rumänischen .Handelsgut«: nach Rumänien. Die Bukarester Hondelsbmmrer be­reiter eine großzügige Aktion gegen diese SchMgunz vor.

Einfall albanesischer Banden in Montenegro.

W. T.-B. Lyon, 23. Okt. ' (Nichtamtlich.) WieProgres" aus C e t t i n j e meldet, haben mehrere kleine albanefische Banden die Grenze bei Ziamd überschritten. Sie irmrden von montenegrinischen Truppen angegriffen und zerstreut. Die Albanesen ließen zahlreiche Tote und Verwundete auf dem Kampffelde. Die montenegrinischen Verluste sind unbedeutend

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Der amtliche türkische Bericht.

W.T.-B. Konstantinopel, 23. Okt. (Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Davdarrrllenftont beschoß unsere Artillerie bei Anaforta eine vom Feinde am Asmakders erbaute Barvikcche und vernichtete sie nebst drei