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ss. Jahrgang.

in -wei Ausgaben. BezugS-Prei«:

Nerlaa so Psg. monatlich, durch dre 3 Mk. s» Pfg. vierteljährlich für beide

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-- « für die Abend-AuSgabe bt«

erscheinenden Ausgabe, wie für

^gg 6 . «erlagS-F-ruiprecher R«. 2 DM.

ftbcttb s Husg&öc.

Verlag: Langgasie 27.

30,000 Av-nnenlen.

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einfvaltige Petitzeilc für lokale Auzetgc» i» Pfg für auswärtige Anzelgen lsill Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden uO Pfg., für auswärts 1 Mi.

Die

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12 m tu. W.

die Auzeigen-Aufnahmr an bestimmt sorge,ch nebcne« »ageu UN ^----- -

N»«ners1as, den 21. Juli.

wierbadener Cagblatt"

«nnen täglich begonnen werden und kosten wöchentlich

inpSßS Md «mM-Mlirn 60 W.

' ^ im Ausland."

'^ns-n beliebe man genaue wohnuns-adreff- beizufügen.

Der Verlag des Wiesbadene r Tagblatts.

Ti er Kllmgsbrrger KachverratsproB.

V, .«KSÄ

°"^nMck«n Verfahrens gegeben hätte. Die Grunde pE fualilchen erfayren ^ hnheitsmätziger Nörgelei hienur lregm mcht etwa m g ^ Vorhanden-

unsererseits, sondern m g We | 5en im Laufe der

stm Mer E dinglicher erhobenen Forderung

Reform der Strafprozetzordnung und des Straf-

'^NLsw'von deii zahlreichen Mitzstä^en, ril insbesondere bei den großen so^enannien Oen- KLÄLmÄrg-getreten sind, ist die mangel.

beste Vorbereitung

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S-ÄÄi; itff M

^<u>re»i L r ;'-r . s G1 - Taratronen durchaus unzu- °-d zahlreichen Fällen hat

Äas ^andbüersobren inirbso'm rorznbereiien.

E die aus diesen Mißständen hervorgegangene Forderung nach einer Reform des Vorverfahrens hat der Geheimbunds- und Hochverratspro zetz.

der seit einigen Tagen in 5lönigfaeftefert' ebenso wirksames wie überraschendes Material gelief

WirmüsfendasharteWortaus \pttQ e n,

daß selten ein Prozeß so -mangelhat vorbereitet und auf so ^FLfeser

G r u n d e a u f g e b a u t w o r d e n t st, w .

Hochverrats- u n d Gehermbu n d s pro z e g. Hat sich doch u. a. herausgestellt, daß die wauen^ Äußerung in einer der in-krinnnierten Schi f s in dieser selbst, sondern nur m der "ULersetzung befanch ibie der russische Generalkon ul ur Königsberg, Herr t Wymo^dze, angefertigt hatte, rmd zwar ww er sE vor Gericht sich entschuldigte, rn »ernsertiger n } 3 gefertigt hatte. Unsere deutsche spräche h« wr men russischeeinseitige Flüchtigkeit" prägnante« Au.drucka Ebenso verblüffend wie Umstand, tz preußischen Zollbehörden stK behufs

djn anÄ rxMchex ZeMmtesmaxx woxd- Io * Spr in ihiefem Feld keinVertrauensmann war, und daß der Untersuchungsrichter wie die Staatsanwalt- sckaft sich mit dieser Auskunft begnügten, ist he »eitere Tatsache, daß auch dre.rufsische Botschaft m Berlin oen Strafantrag mit einseitiger Denn bei der Wiedergabe des | 260

^ %n der Verhandlung vom Dienstag hat sich nun sin

ZN

iiJ Auskunft darüber zu eriuchen, ob rn Rußland our» oder Gesetz Bestimmungen bestehen, wllcke in diestm Fall Deutschland gegenüber die Gegen-

wobl kein Zweifel darüber bestehen, daß, wenn das Vor- iLL WL« -im. Zweck Hallen soll, es Mmwn

SSS worden! In der Tat ging die Auskunft de. Z? M af'Mst^i Teutschlmid^ bezm

KL in NLt

pTir in bcnt ©itins 8 r 1

Mf fSei nach den im Prozeß gemachten Be­kundungen des Sachverständigen v. Martens besteht cm

g«wmst mithin den Anschein, als ob es üLerhwipt an einer Grundlage für das ganze Verfahren fehlt, mu

RedakUv«e.F«rnfp*ech" N». B2. j 904»

7^~ä r nm it TeltenS der preußischen Behörden und de. Gerichtes allzu eilfertig auf das Verlangen -der rn fischen Regierung eingegangen wordm ist Und da stt^M

einÄÄslmd dm Esch?n Revolutionären andereres svmvathisieren, so haben wir doch ebenso wenig Anlaß,

Kampf" gegen eine Bewegung zu unterstützen, dre ia nur Lr Ausfluß'der^verrotteten'reaktionären Zustande und ^inniiiebkm Volizeiwillkur irr Rußland ist.

der Anssliiß der verrotieieu, ^tumxxu^ U ' in der despotischen Polizeiwillkur rn Rußland ist. ^ übriaen w e auch das Prozeßverfahren ausgehen sollte doch eines fest-. Schlechter als Rußland das nÄen den Anaeschuldrqten auf der Anklagebank sitzt, in diesem

KÄMM. >w'. »xxox dl° »xMälltox tau».

falls abschneiden! ' '

Arbcitskarnrncrii.

Zu den sozialpolitischen Fragen, die in nächster Zeit öfters in den Vordergrund treten- werden, gehört auch die der Errichtung voii Arbeiterkammern. Voin Bundesr^l t ick ber ist in Aussicht gestellt worden, man werde auf denr Wege der Erweiterung der Gewerbsgerichte den w- bezüglichen Wünschen entgegenzukommen suchen. Wenn der Neichstaq wieder zusammentritt, so wird ihm viel- MrTii nirM sofort" und ohne weiteres eine entsprechende L -ä° liÄ-x °S w-rd-" aller bis dxhix die MM*

mrlieaen darüber, wie die Gesellschaft für soziale Reform

NNm frmALn ArbLrü^ D^bchchen zu gleichen Teilen aus Unternehmern und Arbeitern und baben die Aufgabe, die Regierungsorgane und vznter- essenten in Arbeitsangelegenheiten sachgemäß zu beraten besonders bei Maßregeln, die durch dre Tehordm zrr Minderung der Arbeitslosigkeit ergriffen werden. Cie habm d n höheren Arbeitsrat bei seinen Erhebimgen zu unterstützen i.nd dem Minister jährlich über dw Ans- fübrung der die Arbeit regelndeii Gesetzis Verordnungen und Erlasse sowie über deren Reformdedurftigteit einen Renickt einzureichen. Die Räte haben fortlaufende Be- üebunaen zwischen Arbeitgebern und den Arbeitnehmern au8t zu erhalten, damit Memungsverjchiedenheiten

möglichstem Entstehen beseitigt werden können, auch sollen sie als Einigungsamt in Anspruch genommen wm- den können Ihre Aufstellungen irber ortsübliche Arbeitslöhne und Arbeitszeit s°Mu beim Vergeben nswntlicker Lieferungen maßgebend sein. Wenn aum über die Wirksamkeit der französischen Arbeltsrate noch nicht abschließend geurteilt werden kann, so ist ihre Ern-

Oie Zahrt ums Glück.

Roman von Paul Oskar Höcker.

(47. Fortsetzung.)

Den einfachen Mann lockt das Versprechen. Er über- legt schon, wenn^auch mit gefurchter Stirn.was.man da vohl fordern könnte. Doch da faßt ihn syne Frau an Arm und spricht in ihrem harten Wallonisch eifrig a f

Er^ habe doch Weib u>rd Kinder stellt.sie ihm vow

En blick sieht Marion ein: es ist hier nichts zu wollen.

teS. Haftis «°« bcx Sexte xxll te»

ft SÄÄ "°«dm D-tt «-

Sie lauft xxd lauft - M *»

Strecke weit begleitet ha^n, bleiben endlich zuruck Die Chaussee kommt ihr unendlich vor- Ctrecken, v e sie vorhin mit Blitzeszefchwindigteit durchmessen har, dehnen sich nun endlos vor ihr aus. . . .< ,

Sie verliert den Atem. Dre Knree beginnen ihr zu zitte?n fflwe Saut bedeckt sich mit Schweiß, und wenn fie üÜnvf und zermürbt steherr bleibt, um zu rasten, dann

tönt ihr plötzlich das heulende Signal eines Rennwagen^

gellend ins Ohr, der, in eine Staubwolke «Füllt, ihr enr gegen kommt, an ihr voruberschreßt, batz der ^ustzug ü zurückschrecken macht, der hinter sich> em^^ weste, werte Bahn von Staub herzicht, von Staub, der sich ihr auf dre Lungen legt, rhr's unmöglich macht, zu.atmen.

Im näcksten Dorf dasselbe Schauspret.

Sie bekommt keinen Wagen: die Bauern, die Pferde besitzen, fürchten sich vor den wre wahnsinnig daher

^ksiLdMuf der Landstraße, dann faucht und schnaubt es an ihr vorüber, daß ihr jedesmal das Herz zu schlagen aussetzt.

Weinend in Schweiß gebadet, zitternd, mit schmerzen­den FMn,wn der jetzt endlich siegreich den Nebel durch- drinaenden Mittagssonne unbarmherzig verbrannt, olme

B der^Straße^liegen^die^sich^kaum JsL^aben, als

S unb bor'l folgen der fitfamen 3«^. bie mt

ir'ÄÄÄÄxlÄlip;

ffifS2fr«isrÄSu«

dtill .et i , ^ den 'nächsten

SSSRmS. Sie [W die äugen, am fte

eine? WenSmiflanf. Ein dxxller ©egemtaxb Legt

°"'L fSc h-ran-dmmt. xxteffteW fie unter dex Männern einige in langen, werten Mänteln. ES sino Automobilisten, die mit Reparaturarbeiten an ihr

Maschine beschäftigt scheinen. Orts-

Valbe Dorf umsteht die Leute, wer sri.

nendarm iucht den Auflauf immer wieder zu zerstreuen,

bex %S%* -°xx ?« SW«, lemx.

gefauit fontniex. dem die Neugierigen dann mchi rafch

sjarÄ'sfiSk* -x,!«r-i «- w

einen der Automobilisten als einen guten Freund au. derwPariser Klub erkannt; es ist Monsieur d'Hausson-

O Sie müssen mir helfen, ich beschwöre Sie Und ungeordnet, stockend und stammelnd, tragt sie ihm ihr Unglück vor.

«öchst bestürzt hat der Sportsmann sie gemustert. Er erkeimt die schöne Frau, mit der er oft genug getanzt, der er oft genug den Hof gemacht hat, zunächst^ gar nicht wieder. Als sie ihm ihren Namen nennt, sieht er sie noch

überraschter d 0 n.^m^, ^ . ft . fl schauderhaft, ganz

schauderhaft! Capitant tot? Mein Hrmmel!" Plötzlich wendet er sich an seinen Genossen, der in fieberhafter Erle, unterstützt von dem berufsmäßigen Chauffeur, soeben den muen Pneumatikreisen aufpumpt. ! »«no«b,

wie war denn das mit der Wette mit Caprtan .

Allerlei Zahlen schwirren durch dre Luft -Marion beginnt immer wieder von ihrem kranken Kind, das sie

sehcn^n^si ^ ^ urcht -selbst das schauderhafte Pech ge­habt" hätten!" nimmt der Sportsmann dann wieder auf. ^Dre Panne hier kostet uns gut unsere zwanzig Minuten, «ii sind die Zm-fil-tzte am Jt-rt gewef-n Sme gut- "eistuna was? Aber der erfte ist Fourmer doch.

^Fournrcr, so?" Sie wiederholt es, ohne zu wissen,

was sagt ^ g ^turiden 28 Minuten in Aachen einaetroffen. ^ Eben in Chateau-Lanney hörten wrr s. Und dre Capitantsche Maschine hat. also das Rennen auf. neben müssen^ Teufel, wissen Sie, gnädige rzrau, daß da??on größter Bedeutung ist? Donat oder Fournier -

" «LÄrVÄ mm

Anfall von Verzweiflung Preßt sie die Hände de» Sports-

tnatm |A helfen Sie mir doch, bester Herr d'Haussonville, ich mutz nach Chateau-Lanney! Haben Sie Erbarmen, fahren Sie mich auf Ihrem Wagen zuruck. r .

^ Zurück? Nach Chateau-Lanney?!' . Auch der bei der Arbeit beschäftigte Genosse hebt für einen Augenblick höchst bestürzt den Kopf.Nein, da- acht um kernen Preis! Wir haben dort einen Unfall gehabt - . .. Einen Unfall?"

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