er. 333.
Morgen-Ausgabe. 1 . Statt. Wiesbadener Tagblatl.
Mttt rusch. 20. Ittli 1^64
Kette 8.
Weinfirma Jakob Hllttwohl in Steeg. Vor kaum der & c°Lfi re trennten sich die Brüder und mährend der jüngere, e>nk>" alte Firma weiterführte, gründete P. eine neneFirma. Jakob. | Weingntsbesitzer mit Kellerei in Bacharach." »Peter v öcm Weingutsöcsitzcr Miesschen Konkurs in Büdcs- H. n-.» 800 000 Mark verloren herben.
6a am 10. d. M. in Idstein erfolgten Übergabe der
tcn, iwvvauf er aber nicht lange mehr lebte. Es mar ein Flamingo im karminfarbia.cn Nlterskleid. Der un Süden und Südosten Europas imd in Nordamerika hernniche Vogel wurde nur tu -wenigen Fällen tu l^entschland beobachtet. So wurde am 10. April 1728 em «tück bei Alzey geschossen und im Sommer des sehr heißen Jahrev
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_ X'ffc an Herrn Gustav Victor ist Herr Friedrich Greilttn« 1^11 ' .g' chre ganze Gesellschaft, 27 an der Zahl, au
Stadtkas!°^n/deS Stadtrechners, das er 16 Jahre lang mit der | dcnRinil-Iuerst bei Kehl, dann bei Germersheim, von
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StadtraiiStadtrechners, das er 16 Jahre lang tmt der Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue bekleidet hat, frei
Stattonsgebäube zu Eltville entspricht schon seit .«eit nicht mehr den Anforderungen des gesteigerten Ber- langer gnxgrcnd unsere Nachbarorte Niederwalluf und Schier-
^ finSnilinnSn (C>vttiat A AtlAltlllM
ätzten Jahren durch bedeutende Erweiterungsbauten ne>n m." elende Bahnhofsgebäude erhalten haben, blieb in alles beim alten. Nunmehr sind die Arbeiten znm Umbau «abnbofes Eltville zur öffentlichen, Ausschreibung gelangt, de» 1>aisatten heim verunglückte in der Nähe des Bahn- --bas Automobil eines Frankfurter Herren mit 4 Insassen, in- kofs nmomo^ Bremskette gebrochen ist. Mit sehr grober de« N! ^„keit ging es durch den Ort. wo cs an einigen Stetten widerrannte. In der Nähe des Rathauses kam das Auto- Stehen, nachdem es ei» Rad verloren und Beschädigungen davongetragen hatte. Die Reisenden kamen mit dem
^Tas"dem°Herrn Christian Bouffier zu C au b gehörende, in . ^nchstraße belegen- Wohnhaus ging durch Kauf rn öenBesttz d" Peter Back über. Der Kaufpreis betragt 14 000 M.
des Zaubach legen von jetzt ab an der Landebrücke samt- > ^Boote lausgenommen Schnellboote» der Köln-Düsseldorjer Eipffchiffahrtsgesellschaft an. Diese Neuerung bedeutet für das ^««dtcken einen bemerkenswerten Fortschritt. iW S „ Fuße der Marksburg zu Braubach gelegene ltertümliche, im Innern renovierte Martinskapelle ist letzt tag-
Der^be°rpräsident°Exzell«nz v. Windheim und Herr Landrat ^..berktadt aus Diez bereisten am Samstag am einem Dmnpf- die Lahn bis Obernhof. Möglicherweise hängt diese Reise «gt der Lahnkanalisierung zusammen.
W tin *D! e lt S t ist der Metzger Simon Stern tödlich verunglückt, «.g Pferd seines Wagens scheute, ging durch, und der Mann Erde vom Wagen geschleudert. Schwer verletzt bl,eb er liegen, ^ batte einen Schädelbruch erlitten. Man brachte den Verunglückten noch am selben nachmittag in das Bincentiuslwspital in Limburg, ivo er bereits gestorben ist. Er hinterlatzt Frau und
"Kommandanten der Freiwill. Feuerwehr zu Sei l ■ jnrfl Georg Erlcnbach, dem Schriftführer derselben N. Reifen- I Lu dem Materialverwalter Georg Hauch wurde für lang- iäbAae Verdienste uin die Freiwill. Feuerwehr das Allgemeine Kbrenzeichen verliehen. - Freiherr v. Düngern verkaufte ferne »n der Frankfurterstratze zu Weilburg gelegene Billa an Herrn Amtsrichter vr. Lohmann für den Preis von BO 000 M.
cv n Weilburg traten Obcrpräsident v. Windheim aus Sessel und Regierungspräsident Hengstenberg aus Wiesbaden e,n. Am Dienstag fand die Vorstellung der städtischen Behörden auf dem Rathause statt, dann die Besichtigung der städtischen Sehenswürdigkeiten und der Fohlenweide im Tiergarten bei Hrrsch-
^ Bei dem Nachtmanöver in dem Festüngsgclände zu Kaste! Nand" bei dem Abfeucrn von Leuchtkugeln ein Soldat vom 88. Regiment so dicht an dem Leuchtkugelapparat, daß ihm erne ab- aeschossene Leuchtkugel das eine Bein zerschmetterte.
^ In Bingen löste sich das Gesimse eines Fensters ,m dritten Stockwerk eines Warenhauses und fiel aus das vor dem Schaufenster stehende Publikum. Einer Frau wurde der Schädel zertrümmert^
Aus Kadern und Sommerfrischen.
Ems. 17. Juli. Die Saison hat sich recht günstig entwickelt, so daß wir heute eine Gesamtfrcquenz von 11081 Personen, 6258 Kurgäste und 5726 Passanten, erreicht haben. Unter ersteren befinden sich Ihre Durchlaucht die Herzogin d e l a Rochefoucauld aus Paris und Se. Eminenz der Bischof von Orleans.
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welcher, sechs Stück geschossen wurden. Am . 0 . Inni ö^s- Wfe nun „ emclclet Vltu , --- —- • - - -. ..
selben J-a-hreö sah mail eine Anzahl Dieser Vögel über Gesellschaften es s j c h tatsächlich nur um die Schäftung intime* Bamberg ziehen, vorn 14. bis 16. Füll hielten sich zwei östlicher Se^iel
bei Schierstem nächst dem Rheine auf, und einige ^.age I n—--
später zeigten sich dieselben bei Idstein. Sonst winvax tu <6 in lMähren 1895 zwei erlogt und in Ponmnern 18o.) einer lebend gefangen. Dies sind seit säst^60 Jahren cie einzigen bekannten Vorkommen des Flamingos in Deutschland.
* Ein elektrischer Sprengstoff. Nicola Tesla der Große, der sich durch seine eigene llbcrhcbung in den letzten Jahren etwas in Mißkredit gebracht halte, macht wieder einmal von sich reden. Auch diesmal ist srenich die Tragweite des Gerüchts noch nicht zu bemesten. Er soll zusammen mit Pupin in Chicago an der Herstellung eines elektrischen Sprengstoffes von nngeheurer Gewalt arbeiten, Hessen Ämvendnng der. Kriegsführung für alle Zukunft ein Ende setzen wüstde. Di« Pläne der Erfinder schließen «in Mittel in sich, durch elektrische Wellen dm Sprengstoff aus große Entfernungen zur -Exploston^zn bringen. Man wird Mefe Nachricht mit großer Vorsicht aufzunehmen haben, weil gerade nach dieser Richtung hin schon viel gefabelt worden ist.
* Die Straßenfeger des Tierreichs. In jeder rn dischen Stadt werden Krähen, Geier, Schakale und die gewöhnlich in Unzahl vorhandenen Hunde alo höchst nützlich« Tiere geschätzt, die das Amt von Stratzen- reinigern versehen. Sie fressen die Abfälle und verimn- dern infolgedessen die Menge von Stoffen, die in Fäulins übergehen und die Lust verpesten. Die Gesnndheits- bcamten sind jedoch zu der Überzeugung gekommen, daß all diese Geschöpfe in den Städten mehr Schaden als Nutzen tun, obgleich mit Ausnahme der vornehmsten Teile der größten und bestverwalteten Städte in Indien nirgends für eine ausreichcnlde Abfuhr öder gar Kanalisation gesorgt ist. Man hat nämlich eingesehen, daß die Tiere den Unrat verschleppen und dadurch oft an -stellen bringen, wo er besonderen Schäden stiften kann. In Caleutta ist jetzt sogar eine Verordnung zur Vernichtung von Kräheneiern erlassen worden, und auch in Rangun hat sich die städtische Behöstde -mit dieser Frage beschäftigt.
Sport.
wurde das Grotzkrcuz des Niederländische» Löwenordens verliehen. Vizeadmiral Fritze und die Konteradmirale Vrcusing und Schmidt erhielten den Orden von Oranlen- Oiassau. .. ,,,-----
Handelsteil.
Kowmerz- und Diskontohank und Kredit- und Sparbank
Wie nun gemeldet wird, dürfte bezüglich der Verbindung beidei Gesellschaften es sich tatsächlich nur um die Schaltung intime* geschäftlicher Beziehungen (gemeinsame Beteiligungen, gegenseitige Beauftragungen und Unterstützungen usw.), keineswegs aber um eine Interessengemeinschaft in dem Sinne handeln, wie sie bei der Dresdener Bank und dem A. Schaaffhausenschen Bankverein vorliegt. Diese sog. intimen Beziehungen bedürfen keiner Genehmigung durch die Aktionäre und ist daher die Generalversammlung auf den 22. August nur zu dem Zweck einberufen, um die Neuwahl in den Aufsichtsrat vorzunehmen.' Offen bleibt bei der Angelgenheit die eine Frage, ob, nachdem jetzt zunächst intime geschäftliche Beziehungen geschaffen worden sind, nicht iür später eine Interessengemeinschaft nach Dresden-Schaaffhausenschem Muster geplant ist, deren Be- schließung einer späteren Generalversammlung Vorbehalten bliebe.
Zur Affäre Ribbert in Berlin. Die dem Kommerzienrat Heinrich Ribbert sen. gehörige Färberei Moritz Ribbert in Hohenlimburg soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. An der Umwandlung der Firma seien deutsche und englische Banken beteiligt. Auch eine Neuordnung der Verhältnisse der Heldberg Akt.-Ges. für Bergbau ist geplant. Diese Gesellschaft ist 1902 mit einem Aktienkapital von 22 Mill. M. gegründet worden, litt aber durch mehrere Jahre an Uberspekulation. Großaktionär und Hauptgründer der Gesellschaft war der Kommerzienrat Julius Ribbert, der sich vor noch nicht langer Zeit erheblich an Wechselreitereien beteiligt haben soll.
Japanische Anleihen. Trotz der für Japan fortgesetzt günstigen Nachrichten vom Kriegsschauplatz wird ein Rückgang der 4- und öproz. japanischen Anleihen in dortigen Finanzkreisen befürchtet, da es Japan trotz hoher Intelligenz kaum gelingen wird, die durch den Krieg bereits entstandenen und noch zu erwartenden wirtschaftlichen Verluste aus eigenen Kräften wett zu machen und sich auch die Mittel zur Fortsetzung des Krieges zu verschaffen. Japan dürfte daher über kurz oder lange gezwungen sein, wieder an den Geldmarkt zu appelieren, und wenn sich die Finanzwelt noch zur Hergabe von Mitteln verstehen sollte, so würde dieses doch nur unter Einräumung bedeutender Zugeständnisse, sei es in Form eines ungewöhnlich hohen Zinsfußes, schneller Rückzahlung mit Aufgeld oder unter Verpfändung aller möglichen und noch freien Besitze resp. Einnahmen durchführbar sein. Jedenfalls wird jede neue Anleihe bei Lage der Sache auf Kosten der bereits vorhandenen entriert werden, denn die alten Anleihen
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Krähen und Milane sind in dieser Hinsicht die schnmmstc.n I zum x e il nicht mit Spezialgarantien versehen, während Vögel, aber in manchen indischen Städten benehmen sich I ^ ^ - . • ’ ” - ■ * — J —
* Mainzer Radrennen. Bei dem Radrennen auf dem Mainzer Sportplätze am Sonntag kamen mehrere Fahrer «rsolgc Reifplatzens zu Fall. Die Ergebnisse waren in den Endlaufen folgende: Die Meisterschaft von Hessen, die b,sher von Struth- Mainz verteidigt wurde, errang Hartmann-Rusiclshelm Ul 1 . 61,
2 Drescher, 8. Struth: Fremdenpreis (1000 Meter) 1. Rode-Ham-
bura 2:3, 2. Arnold-Erfurt, 3. Görtz-Weilburg: Erstiahren
(1000 Meter! 1. Wohu-Gonscnheim 1 :33, 2. Mauß-Köln und
3 Erb-Frankfurt: Wanderprcisfahren 11000 Meter) 1. Rodc-Ham bürg 1 :29 (er hat den Preis dreimal zu verteidigen), 2. Drescher.
3. Görtz: im Tandem-Hauptfahren: I.Drescher-Rodc 1:1:1»,
2. HartmanmGörtz, 3. Worms-Rörig lKöin): Ermunterungs-
sahren: 1. Arnold-Erfurt 1 :36, 2. Reimer-Ludwigshasen, 3.
Mauß-Köln: Ausscheidungsfahren: 1. Rode-Hamburg 2.47,
2. Hartmann-Rüsselsheim, 3. Görtz-Weilburg.
* Radiernsahrt des Gaues 11. Der Ganverband Frankfnrr des „Deutschen Radfahrerbundes" veranstaltete am Sonntag auf einer Strecke von 247,5 Kilometer, von Frankfurt über Gießen nach Dilleuburg. bei tropischer Hitze eiE Radfernfahrt. Die Resultate sind folgende: 1. Shaw sen.-Frankfurt 10 Std. 27 Mm., 2. W. Zeber-Preungesheim 11 Std. 8 Min., 3. H, Beck-Frankfurt 12 Std. 18 Min., 4. A. Schutz-Frankfurt 12 Std, 28 Min., 5. E. Wick-Berleburg i. Wests. 12 Std. 37 Min., 6. E. Zanders-Frankfurt 13 Std. 30 Min., 7. C. Friedrich-Frankfurt 13 Std. 50 Min., 8. H Freund-Marburg a. L. 14 Std. 38 Min., 0. H. Scholz-Frankfurt 14 Std. 38 Min., 10. A. Schärneck sen.-Preungeshcim 16 Std. 30 Min., 11. C. Wittenburg fen.-Franksurt 16 Std. 33 Min., 12. G. Rheingans fen.-Franksurt 16 Std. 56 Min., 13. K. Roden- «äuser-Frankfurt 17 Std. 5 Min.
* Dresdener Radrennen. Den großen Preis im Stunden- reuuen gewann Bruni-Paris glänzend vor Robi und Dickenr- inann. Buisson-Bordcaux ist gestürzt. Im 20-KUometer-Rennen kam Bnisson vor Bruni und Dickentmcknn an, im 50-KiIometcr- Rennen gewann Günther-Köln trotz Sturzes nach heißen Kämpfen vor Roseniöcher und Geier-Boenisch.
* Der Weste,rwald-Klnb hält seine diesjährige Generalversammlung nebst Jahresfest am 31. d. M. zu Eitors a. ö. Sieg ab. Dem Westerwald-K!ub gehören jetzt 46 Untervereine mit etwa 4506 Mitgliedern an. Einheitliche Wegemarkierung durch Aiuminiumschiidchen für 4 Hauptwandorungcn von Ost nach West, vom Rhein zur Dill und für 7 Hauptwanderungen. von Nord nach Süd, von der Sieg resp. Heller bis zur Lahn in einer Gesamtlänge von mehr als 1200 Kilometer ist in der Ausführung begriffen und wird noch in diesem Sommer zu Ende geführr. Die End- und Kreuzungspunkte dieser Hauptwanderungen erhalten große Orientierungstafein aus Aluminium. Auf diese Weise werben alle größeren Ortschaften und alle landschaftlich schönen Punkte im Westerwaldc dem großen Touristenverkehr ausgeschlossen werben. Die Zahl der Einzel-Mitglteder, namentlich auch solcher die außerhalb des Westerwaldes wohnen, ist im letzten Jahr erheblich gestiegen. Der Jahresbeitrag für Einzeimitglieder beträgt 2 1.-8 Städte sind dem Westerwa!d-Klub als korporative Mitglieder beigetreten.
Uermischles.
* Ei» Flamingo auf dem Rhein. Dom „Mannh. Gen.-Anz." wird ous Speyer berichtet: Ein seltener Fang gelang einigen hiesigen Fischern, die in der Nähe von Rheinan einen noch nie gesehenen Vogel aus hont Wasser schwämmen sahen und nach langem Jagen durch «inen Schlag Mit dem Schalthaken in ihre Gewalt brach-
auch die sonst als besonders zuverlässig betrachteten Geier höchst ungehörig. Es hat den Anschein, als -ob man in Indien einen Feldzug gegen die Krähen 'Unternehmen wolle, -weil diese Vögel sich auch durch iljrctt. Lärm und ihre D-iebereien unbel-iebt machen. Es ist in der Tat leicht oinzusehen, daß alle aasfressenden Vögel eine Ge- fnndheitsgefahr bedeuten, wenn sie etwas von ihrem Raub g. B. in ein Wasserbecken fallen lassen, -dessen Inhalt znm ösfentlichen Gebrauch bestimmt ist. Diese Straßenfeger des Tierreichs sind begreiflicherweise am zahlreichsten, -wo sie am meisten zu tun finden, und deshalb ist es immer ein schlechtes Zeichen für eine Stadt, wenn sie von großen Krähenscharen gesucht wird. Alle solche Fragen werden in Indien jetzt im Hinblick auf die schwere Pestepidemie erörtert, in deren Bekämpsung sich bisher alle -Maßregeln als machtlos erwiesen haben. ES -heißt, daß die Negierung jetzt endlich eine erschöpfend- wissenschaftliche Untersuchung über die Ursache der P:st und das Leben des Postbazill-us innerhalb -des mensch-- lichen -Körpers in die Woge leiten will. Die höchste Zeit wär e es dazu.
Gerichtssaal.
* Überschreitung des Züchtigungsrechtes. Der Lehrer Merz in Stockum wurde wegen Ilberschreitung des Züchtigungsrechtcs von der Strafkammer D ü s s e l d o r f zu 3 M. Strafe verurteilt. Merz hatte 110 Kinder zu unterrichten.
Kleine Chronik.
Einen gute« nnd gemütlichen Humor besitzt ein Bewohner von Trier, der seinen Mitbürgern folgendes bekannt gibt: ^Anläßlich meines vermeintlichen Todes sind mir ans nah und fern so viele Beweise von Liebe nnd Teilnahme zugegangcn, daß ich mich aufrichtig freue, dies erlebt zu haben." Eugen Schloß.
Ein gutes Gewissen. . . -Ein Fall, wie er wohl einzig dastehcn dürfte, ereignete sich, der Kölnischen Volksztg." zufölge, dieser Tage vor dem Schwurgericht zu Lyck (Ostpreußen). Während nämlich der Erste Staatsanwalt feine Anklagerede hielt, den Angeklagten des wissentlichen Meineides zieh und als erschwerendes Moment hervorhob, daß man einem Menschen, der wider besseres Wissen eine falsche Anzeige erstattet, sehr wohl einen Meineid, ja selbst das schw-erste Verbrechen z-u- tranen könne, war der Angeklagte aus der Anklagebank saust eingeschlafen und fiel unter mächtigem Gepolter lang auf die Erde.
In einer Zeit, da alles pumpt", dürfen natürlich auch die Kirchengemeinden nicht zurückstehen. Die Leipziger haben eine Schuldenlast von ö 536 647 M. 31 Ps. Nur eine -Gemeinde (Leitzzig-Bolkmarsdorf) ist schuldenfrei. _
dieses bei neuen Emissionen unbedingt beansprucht werden dürfte.
Argentiniens GeMbewegnng nnd die Cednlas. Es wird
darauf hingewiesen, daß die Schwankung des Papierpesos für die Bewertung der Staatspapiere schon aus dem Grund kaum mehr in Frage kommt, weil der Goldvonrat in den öffentlichen; Kassen groß ist, daß ein Steigen des Goldagios ausgeschlossen erscheint, wenn nicht ganz unvorhergesehene Ereignisse ein- treten. Übrigens entspricht das Agio schon seit 2 Jahren genau dem laut Gesetz festgesetzten Wert von 44 Gold-Cent für den/! Papierdollar. Nun beabsichtigt eine starke Partei das erwähnte Agio-Gesetz umzustoßen, weil sie die Valuta des Landes für zu niedrig bewertet hält. Es ist daher durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Regierung über kurz oder lange gezwungen? ist, das Agio für Papiergeld zu ermäßigen. Dies würde die; Verzinsung und damit auch den Kurs der Cedulas Voraussicht- ' lieh wesentlich erhöhen. Alsdann würden sich die Cedulas, die man heute kauft, mit über 7 Proz. verzinsen. -
Türkenlosei Am il. August findet eine Ziehung der Türkischen 400 Fr.-Lose statt. An größeren Treffern, die voll ausgezahlt werden, kommen zur Auslosung 1 ä 600 000 Fr.,
1 ä 60 000 Fr., 2 ä 20 000 Fr., 6 k 6000, 12 k 3000 und 28 k 1000, während die große Zahl kleinster Treffer ä 400 Fr. mit 60 Proz., also ca. 192 M. ausgezahlt wird. Ganz im Gegensatz zu fast allen in Deutschland erlaubten Prämienanleihen, bei denen die Auslosung mit dem kleinsten Gewinn dem Besitzer mehr oder minder großen Schaden bringt, übersteigt dieser kleinste Gewinn den heutigen Kaufpreis von ca. 130 M. noch um ca. 65 M.
Schlesische Kohlenmdnstrie. Da gleich wie die Elbeschifffahrt auch die Oderschiffahrt eingestellt werden mußte, sind die Oberschlesischen Kohlengruben nunmehr genötigt, ihre Kohlen auf der Bahn zu verfrachten. Die direkte Folge ist Wagenmangel im Gottesberger Bezirk und Feierschichten bei einzelnen Gruben. _
Geschäftliches.
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Letzte Nachrichten.
mit Sr. und die
wt>. Molde, 19. Juli. Die „HoHenzollcrn"
Majestät dom deutschen Kaiser an Bord Begleitschiffe sind beute vormittag um 9 Uhr nach Birgen abgeaangen. Das Wetter hat sich- gebessert.
wb. Amsterdam, 19. Juli. Zu Ehren d e r deutschen Marineoffiziere fand gestern abend aus S ch l o ß -L o o ein D i n e r statt, bei -welchem die Königin und Prinz Heinrich der Niederlande zugegen waren. -Tie Königin brachte einen Trinöspr-uch auf Kaiser Wilhelm und die deutsche Flotte aus, auf -welchen Admiral v. Köster für Die dom Geschwader bereitete gast- l-iche Aufnahme dankte und auf das Wohl der Königin -und des königlichen Hauses trank. Admiral v. Köster
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jtud und Verlag der L. Schelienbergjchcn Hoj-Buchdruckere, « Widbade»
