S-rre 4. _ KamsLag, 18 . Imti 1904. WiesbadeUer TsgbLair. AdMd-A«sgaLr.1.Klatt. _N».28y.
— Ausflug nach der Saalburg. Für Donnerstag, »en 23. Juni, ist ein Ausflug des „Wiesbadener Anthropologischen Vereins" nach der berühmten Saalburg vorgesehen. Die Abfahrt findet vormittags 8 Uhr 35 Min. vom Taunusbahnhof aus statt, die Ankunft in Homburg um 10 Uhr 12 Min. Von hier geht es sofort mit der elektrischen Bahn nach der altehrivürdigen Römerfeste. Das Kastell mit'seinen Toren und Tortürmen, seinen vorgelagerten Spitzgräben, den langgestreckten, zinnengekrönten Mauerzügen, vor allem aber das Praetorium mit der Exerzierhalle sollen eingehend besichtigt -werden. DaZ bisherige Saalburg-Museum ist zwar noch nicht von Homburg nach oben übergeführt; dafür befindet sich aber in dem einen Lüngsraum, dem ursprünglichen Zeughaufc des Praetoriums, eine recht zahlreiche Sammlung von Saalburgfunden der letzten Jahre, wie ebenso und an anderen Orten des Praetoriums in Natur oder in Abguß eine große Anzahl von Altären, Votivsteinen n. a. aus den benachbarten Kastellen. Zu der Bronzestatue des Kaisers Antonius Pius haben sich inzwischen noch die gleichen Statuen des Hadrian und Alexander Servus im Peristil gesellt — -ebenso großherzige Geschenke unseres Monarchen -wie das Ehrendenkmal für den kürzlich verstorbenen großen Römerkenner Mommsen. D-urch die Porta Praetoria geht es -hinunter bis zum nahen römischen Grenzwall. Aber auch der bürgerlichen Niederlassung um das Kastell herum, mit ihren Kellern und ihren zahlreichen Brunnen, deren Fundstücke schon jetzt weithin berühmt sind, soll die -gebührende Beachtung geschenkt werden wie schließlich den Gräbern und dem erst neuentdeckten und rekonstruierten Mibh-erastempel. Uni 2 Uhr nachmittags wird im Hotel Saalbnrg ein einfaches, aber gutes Mittagessen eingenommen, und sodann kann der spätere Nachmittag und vielleicht auch Abend noch zu einem Besuche von Homburg benutzt werden. Anmeldungen zur Teilnahmö bei Herrn Dr. Kurz, Löwcn- Apvtheke, erwünscht. Zwei Tage vor dem Ausflüge, am Dienstag, den 21. Juni, wird als übersichtliche Einleitung für die bevorstehende Exkursion Herr Sanitätsrat Dr. Florschütz eien Vortrag über die Saalburg halten. Dieser Vortrag findet im Sitzungslokale des Anthropologischen Vereins im Hotel „Grüner Wald", und zwar abends 9 Uhr, statt. Hierzu sind Mitglieder und Gäste, ebenso wie zu dem Ausfluge selbst, eingeladen.
— Ein heftiges Gewitter mit starkem Regen entlud sich verflossene Nacht kurz nach 1 Uhr über unsere Stadt. Die Elemente waren in einem förmlichen Aufruhr, es blitzte und donnerte von allen Seiten ohne Unterlaß. Schon gestern abend gegen 9 Uhr näherte sich ein Gewitter, -jedoch ein heftiger Wind, der in den Straßen oft solche Staubwolken ausjagte, daß man keine Hand vor den Augen sah, vertrieb es wieder, um dann in viel heftigerer Gestalt nach 1 Uhr zurüzukehren. Bon Blitzschlägen hörte n»an bis jetzt nichts. Der Regen hielt noch den ganzen Vormittag an.
— Von einem Automobil überfahren und dabei nicht Anerheblich verletzt wurde gestern nachmittag 3 Uhr bei Neuhof der etwa 20jährige Bildhauer Lorenz Schmitt, Herderstraße 11 Hierselbst wohnhaft. Das Automobil ging dem jungen Mann, der mit seinem Rad einem Fuhrwerk ausweichen wollte, über das Gesicht und schleifte ihn sodann eine Strecke fort. Dabei wurden ihm einige Zähne aus-gerissen und ,das Gesicht übel zugerichtet. Außerdem erlitt Schmitt einige schwere Hautabschürfungen an Arm und Bein. Nachdem sich derselbe in Neu- Hof ärztlich verbinden ließ, wurde er mit einer Droschke mich seiner Wohnung gebracht.
— Tödlicher Automobil-Unfall. Wie berichtet, hatte >am Donnerstag der Hotelbesitzer U hi I aus Berlin unweit von Homburg in Begleitung -des Herrn, M ü h l i n g, Besitzers des Berliner „Hotels de Rome", eine Fahrt in seinem Motorwagen gemacht. Das Automobil stürzte um; Herr Uhl erlitt einen Armbruch, Herr Ädühling eine
idcs Rennens erzählen. Die Schilderung der Frau, die (vor einigen Tagen sicher auf die „Teufelswagen" noch schlecht zu sprechen war, klang in die schöne Versicherung aus: „Es ist ein großes Stück Geld wert, daß ich das Heute gesehen habe". Kürzer und anerkennender als in diesen meinem Sprachgefühl etwas eigenartigen Worten Tann auch der enragierteste Auto-freund die Werbekraft ihes gestrigen Rennens nicht ausdrücken. k.
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wb\ Saalburg, 17. Juni. Nach der offiziellen Startliste war die Reihenfolge und Startzeit, wie schon gemeldet, folgende: Jenatzy 7 Uhr, Eöge 7 Uhr 7 Min., Werner
7 Uhr 14 Min., Lancia 7 Uhr 21 Min., TH6ry 7 Uhr 28 Min., Hautvast 7 Uhr 35 Min., de Caters 7 Uhr 42 Min., Girling 7 Uhr 48 Min., Braun 7 Uhr 56 Min.. Ea-gno 8 Uhr 3 Min., Salleron 8 Uhr 10 Min., Augisres
8 Uhr 17 Min., Opel 8 Uhr 24 Min., Jarott 8 Uhr 31 Min., Warden 8 Uhr 38 Min., Storero 8 Uhr 45 Min., Mougier 8 Uhr 52 Min., Crawhcz 8 Uhr 59 Min. — Im Laufe des Vormittags begab sich der Kaiser mit dem amerikanischen Botschafter auf eine von der Saalburg- strccke abwärts gelegene Tribüne und beobachtete von hier aus das Rennen. Das Publikum begrüßte den Kaiser stürmisch. Um 11% Uhr begab sich der Kaiser im Automobil nach Homburg, um im dortigen Schloß das Frühstück einzunehmen. — Die e r st e R u nde legte zurück: Jenatzy 1 Stunde 26 Min. 56 Sek., Edge 1 Stunde 31 Min. 44 Sek., Thery 1 Stunde 26 Min. 57 Sek., Werner 1 Stunde 58 Min. 41 Sek., Lancia 1 Stunde 54 Min. 53 Sek., Girling 1 Stunde 32 Min. 55 Sek., >de Caters 1 Stunde 43 Min. 15 Sek., Salleron 1 Stunde 36 Min. 53 Sek., Braun 1 Stunde 56 Min. 53 Sek., -Cagno 1 Stunde 54 Min. 57 Sek., Hautvast 2 Stunden 28 Min. 32 Sek. lhatte hinter Idstein Maschincndcfekt), Jarott 1 Stunde 35 Min. 18 Sek., Storero 1 Stunde 42 Min. 24 Sek., Augitzres 2 Stunden 23 Min. 7 SK., Warden 2 Stunden 7 Min. 14 Sek.,Rougier 2 Stunden 6 Min. 24 Sek., Crawhcz 1 Stunde 46 Min. 47 Sek. Die -zw e i t e R u n de legte zurück (einschließlich der Zeit der ersten Runde): Jenatzy 2 Stunden 55 Min. 2 Sek., Thöry 2 Sturtden 68 Min. 48 Sek. (hat vor Jenatzy 1 Min. 14 Sek. Vorsprung), Girling 3 Stunden 7 Min. 21 Sek., Lancia 3 Stunden 37 Min. 7 Sek., Werner 3 Stunden 51 Min. 29 Sek., Edge 4 Stunden 7 Min. 54 Sek., de Caters 3 Stunden 32 Min. 52 Sek., Braun 3 Stunden 88 Min. 4 Sek., Cagno 3 Stunden 38 Min. 2 Sek., Salleron 3 Stunden 4Q Min. 44 Sek., Jarott 3 Stunden
Gehirnerschütterung. Grund des Sturzes war das unvernünftig schnelle Fahren. Der Wagen wurde bei -der Talfahrt von der Saalburg an einer scharfen Kurve in den Graben geschleudert» verlor dabei ein Vorderrad und rannte trotzdem -durch die Wucht der vorherigen Schnelligkeit noch etwa 10 Meter in ein Kornfeld hinein..— Wie uns heute mitzeteilt wird, ist Herr M ü h l i n g in Homburg diese Nacht an den erlittenen Verletzungen gestorben. Herr Uhl hat bei »ein Unfall eine Tasche mit 11000 M. verloren ur.d bis jetzt nicht zurücker- erhalten. Von Wiesbaden nahm an dieser Unglücksfahrt teil Herr Otto H i I l e n g a ß, der Direktor des „Kaiserhofs", der aber ebenso wie der Chauffeur Uhls mit heiler Haut davonkam.
— frreie Schulstcllen in: 1. Ba umb a ch , Kreis Unterwester- wald, katholische Lehrerstelle an der Volksschule mit 1150 M. Grnndqehalt cinschlichlich Schulgutanschlag, 200 M. Miets- eutschädigung für verheiratete und 100 M. für unverheiratete Lehrer und 150 M. Alterszulage. Anmeldungen müssen bis zum
1. Juli 1904 erfolgt sein, Antrittstermin am 1. August 1904. —
2. W ambach, Kreis Untertaunns, evangelische Lehrerstelle mit 1050 M. Grundgehalt einschließlich Schulgutanschlag, freier Dieustwohnimg und 150 M. Alterszulage. Anmeldungen müssen bis zum 1. August 1904 erfolgt fein, Antrittstermin am 1. Oktober 1904. — 3. Braubach, Kreis St. Goarshaufen» evangelische Lehrerstelle lBefähigung zum Organistendienst erwünscht) mit 1200 M. Grundgehalt, 278 M. Mietsentschädigung für verheiratete und 180 M. für unverheiratete Lehrer und 180 M. Alterszulage. Anmeldungen müssen bis zum 15. Juli 1904 erfolgt fein, Antrittstermin am 1. September 1904. — 4. He rborn, Kreis Dill, katholische Lehrerstelle mit 1850 M. Grundgehalt, 300 M. Mietsentschädigung für verheiratete und und 200 M. für unverheiratete Lehrer, 200 M. AlterSznlage. In dem Grundgehalt ist eine Vergütung von 150 M. für kirchliche Dienste enthalten. Anmeldungen müssen bis zum 15. Juli 1904 erfolgt sein, Antrittstermin am 1. September 1904. — 5. SB e 1 1 * m ü n st e r , Kreis Lberlahn, evangelische Lehrcrstelle mit 1060 Mark Grundgehalt, freier Dienstwohnung und 160 M. Alterszulage. Anmeldungen müssen bis zum 1. Juli 1994 erfolgt sein, Antrittstremin am 1. Slugust 1904.
— Großes Pech hatte gestern nachmittag in der Mainzerstraße ein Radfahrer. Er wollte seine Kunst zeigen und fuhr -mit übergeschlagenen Armen, statt die Hände an der Lenkstange zu haben. Auf einmal blieb er in den Schienen der Elektrischen hängen und flog im Bogen von seinem Stahlrößlein zur Erde. Ein mitleidiges Dienstmädchen brachte ihm eine Bürste, um seinen übelzugerichtetcn Anzug einigermaßen an Ort und Stelle reinigen zu können. Mit zerschundenem Gesicht, zerbrochener Lenkstange -und ebensolcher Laterne trat er dann seinen Heimweg zu Fuß an.
— Ein Bienenschwarm hatte sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr an einem Baume in der Schiersteinerstraße festgesetzt. Es fand sich zwar bald eine kleine Schar von Zuschauern ein, welche alle gute Vorschläge gaben, aber keiner hatte dieCourage, die Bienen einzusan-gen. Erst spät am Abend, gegen 9 Uhr, kam ein beherzter junger Mann dazu, welcher sie mittels Leiter und -der Hülse eines Arbeiters weg-nah m.
— Ein recht gefährliches Spiel treiben gegenwärtig Jungen an dem Remisenban in der Keller- und Weil- stratze. Sie besteigen daselbst die Umfassungsmauer dieses Gebäudes und laufen die ganze Strecke im Galopp ab wie ein Zirkuspferd auf der Manege. Ein Fehltritt und sie stürzen 8 bis 10 Meter tief in die Kellerstraße. Da die waghalsigen Buben die Ermahnungen Erwachsener mit Unarten beantworten, verbietet man ihnen vielleicht von anderer Seite dieses höchst bedenkliche Vergnügen.
o. Unfall. Heute vormittag gegen 8 Uhr ist einem hiesigen Beamten auf dem Wege zum Bureau in der Dotz- heimerstratze ein eiger»rtiger Unfall zugestohcn. Beim Passieren eines gepflasterten Überganges in dem sonst noch bekiesten Bürgersteig zwischen den Grundstücken 110 >und 112 der genannten Straße versank er plötzlich mit dem rechten Bein bis an das Knie in der Erde. Den Schrecken kann man sich denken, der den Beamten befiel,
32 Min. 51 Sek., Storero 3 Sturtden 26 Min.
44 Sek., Cräwhez 3 Stunden 31 Minuten 11 Sek., Hautvast 4 Stunden 46 Min. 11 Sek., Rougier 3 Stunden 48 Min. 24 Sek., Warden 4 Stunden 4 Min.
32 Sek. — Dritte Runde: Jenatzy 4 Stunden
33 Min. 15 Sek., Th^ry 4 Sturtden 23 Min. 40 Sek. Thsry hat gegenüber Jenatzy 9 Min. 15 Sek. Vorsprung. Wagen Nr. 8 (Girling) hatte in Kirberg wegen Benzin- inan,fel 14 Min. Aufenthalt. Gegen 4 Uhr 30 Min. erschien wiederum hier die Kaiserin im offenen vierspännigen Wagen mit Spitzenreitern, der Kaiser im Automobil. Das Kaiserpaar wurde mit lauten Hochrufen begrüßt. Es begab sich in die Hofloge. Die Prinzen Heinrich und Friedrich Leopold hatten den Verlauf der Rennen ständig verfolgt. Das Interesse des Publikums nahm zu, als bei der dritten Runde Dh6ry mehr und mehr an Terrain vor Jenatzy gewann. Die Rennfahrer verfolgen trotz der großen Hitze ihre Fahrt mit unge- mindcrter Energie. — Edge 5 -Stunden 45 Min. 86 Sek., Werner 5 Stunden 45 Min. 25 Sek., Lancia 5 Stunden 25 Min. 35 Sek., Girling 5 Stunden 5 Min. 25 Sek. Th6ry (Wagen Richard Brasier) passierte um 5 Uhr 15 Min. 8 Sek. als Sieger das Ziel. Zweiter Jenatzy mit >6Stunden 1 Min. 2ISek., Baron de Eatcrs passierte das Ziel mit 6 Stunden 46 Min. 81 Sek. als Dritter. Es passierten um 7 Uhr abends in letzter Runde das Ziel Werner mit 7 Stunden 32 Min. 14 Sek., Lancia
7 Stunden 17 Min. 54 Sek., Braun 6 Stunden 59 Min.
45 Sek. Während des Rennens ist kein wesentlicher Unfall gemeldet worden. — Von den 18 Rennfahrer haben 11 die v i e r t e R u n d c vollendet. Das vorläufige Endergebnis ist: 1. TH6ry (Frankreich) 5 Stunden 50 Min. 3 Sek., 2. Jenatzy (Deutschland) 6 Stunden 1 Min. 28 Sek., 3. De Caters (Deutschland) 6 Stunden 46 Min. 31. Sek., 4. Rongier (Frankreich) 6 Stunden 48 Min. 11,5 Sek., 5. Braun (Österreich) 6 Stunden 69 Min. 49 Sek., 6. De Crawhcz (Belgien) 7 Stunden 2 Min. 36 Sek., 7. Salleron (Frankreich) 7 Stunden 15 Min.
8 Sek., 8. Lancia (Italien) 7 Stunden 17 Min. 54 Sek.,
9. Girling (England) 7 Stunden 22 Min. 64 Sek.,
10. Stcrero (Italien) 7 Stunden 23 Min. 36 Sek.,
11. Werner (Österreich) 7 Stunden 32 Min. 14 Sek. — Die beiden deutschen Mercedeswagen konnten also den zweiten und dritten Platz besetzen. — Nach dem Rennen fuhren die Wagen in Begleitung eines Unparteiischen direkt nach der Wage. Es wurde alles genau in der Weise kontrolliert wie am Donnerstag vor dem Rennen, das
als der ganz glatt daliegende Pflasterstreifen sich auftat und «ine so tiefe Öffnung entstand, als ob ult den Steinen die ganze Erde ausgehöhlt wäre. M."' licherweisc ist es bet dem Schrecken geblieben.
scheinlich hatte der starke Regen der verflossenen -den dort aufgefüllten Boden zum Einsinken gebracht^ daß die Pflasterung ganz hohl lag.
— über de» Rost des Weizens hat Professor Eriken
der Schwedischen Akademie der Wissenschaften neue Unter snchungen vorgelegt. Er kommt zurück aus seine berühmt Theorie, derzufolge die Rotpilze in einer eigentümlick»« schleimigen Form innerhalb der Blattzellen des Getw des zu überwintern vermögen. Der Gelehrte hat sammen mit vr. Tischler Blätter von allen Weizenar^' die von der Rostkrankheit befallen werden können ^ sammelt und sie sowohl im Spätherbst wie im Frühiab» untersucht. Eine eigentliche Pilzwncher-ung war in dies«, Jahreszeiten nicht festzustellen. Dagegen ließ sich i tt ' wissen Zellen eine besonders dichte Ansammlung jL Protoplasma unterscheiden, und später im Juni wickelten sich Pilzröhrcn zwischen den Zellen, di« «*. dann allmählich in eigentliche Pilzfäde-n umwandest«? Die Bildung der Pilzröhren aus der schleirriartiae--' Masse, !die Eriksson Mykoplasma genannt hat, ist nicht aufgeklärt. Falls sich der Zusammenhang beftätia/ wäre das Rätsel, das bisher über der Lebensgeschjm» der Rostpilze obgewaltct hat, endlich gelöst.
— Die Sanitütswachc wurde gestern abend kurz 7 Uhr nach der oberen Aarstraße gerufen, -woselbst ch Radfahrer gegen einen Prellstein gefahren war und besinnungslos liegen blieb. Die Sanitätswache bracht! den Beda-nernswerten, ohne daß derselbe das BewG sein erlangt hatte, nach dem städtischen Krankenhaus« -m) nahm das Rad mit aus die Feuerwache. Der nnglückte war heute vormittag noch nicht vern-ehmuliA fühtg und daher konnte noch nicht festgestellt werden, iir er eigentlich ist.
o. Die Feuerwache wurde gestern abend um 8 Uhr 26 Minuten durch den Feuermelder in der W-estendstrch alarmiert. Die Veranlassung dazu hatte ein Stcmrim brand im Hause W-estendsiraß-e 21 gegeben, den Re M dem ganzen Löschzug ausgerückte Wache alsbald gelöscht hatte.
— Handelsregister. Unter der Firma „Hotel, Pension, M und Restaurant Windsor Ludwig Bahlsen zu Wiesbaden" betreibt der Kaufmann Ludwig Bahlsen zu Wiesbaden ein Handki«, gewerbe als Einzelkaufmami. Der Ehefrau desselben, Am«, geb. Müller, zu Wiesbaden, ist Prokura erteilt.
— ^Tagblatt"-Samml«ngcn. Dem „Tagblatt"-Verlag ging« zu: Für die HülfSbedürftigcn aus Anlaß diz Brandes in der Schlachthansstraße: von Fräulein Wts Vogler 3 M., von Gästen aus dem „Kaiserbad" 5 M. — Für die GebächtniSktrche in Spcier: von Fräulein Mart! Erkel hier, Frau Geheimrat Moritz hier und Herrn H. U. i» Hofheim je 2 M., von Frau C. Mr. hier, Herrn Georg Joham Klein Ir in Igstadt und Herrn Hegemeister Knittel in GeorWi vorn je 1 M., von Herrn Christian Guckes in der „Quelle" it Breithardt und Herrn Philipp Nicolai daselbst zusammen 1 SB, von Herrn Johann Philipp Born in Wallau 5 M.
— Kleine Notizen. Die Beethoven st raße vmd<: Uhland- bis zur Sllwinenstraße und die Walramstraßi von der Wellritzstraße bis zur Sedanstraße werden zwecks Hn- stellung von Wasser- und Gasleitungen auf die Dauer der AM für den Fuhrverkchr polizeilich gesperrt. — Der „Wiesbadener Männergesang - Verein" veraichM morgen Sonntag, ben 19. Juni, nachmittags 2 Uhr 26 Mia, A- fahrt Nheinbahn, einen Familien-Ausslug nach Hattenheim, 8# hof Retz. Der Ausflug findet bei jeder Witterung statt. — De: Prokurist der Firma „G. Schüller" (stehe gestrige Notiz „Handels- regtster"> heißt Volland, nicht Holland. — Der „Christliche Arbeiter-Verein" beteiligt sich morgen am VerbandM in Sindlingen. Abfahrt 12 Uhr 67 Min. Taunusbahn
* Wiesbaden, 18. Juni. Das »Militär-Wochenblatt" inelikt: L e i p o l ü (Münster), Bizcfeldw. des 1. Nass. Jnf.-Regts Nr. 5‘- zum Leut, der Res., Kraemer, Leut, der Res. des 2. » Jnf.-Regts. Nr. 88 (Frieüberg), zum Oberleut., Schi»i«> (Oberlahnstetn), Bizewachtm. des Feld-Art.-Regts. v.
Gewicht wurde festgestellt. Rougier, der als Biertkl ar-kam, hat gegen Jenatzy, resp. gegen die Kontrolle in Königstein ein Protest eingelegt, angeblich, weil die fw trolleure den Deutschen früher starten ließen. Das nitive Resultet wird erst Sanrstagmorgen 10 Uhr in ein« Sitzung der internationalen Gordon-Ecnnett-Ävtttmipn festgestellt. — Jenatzy und Thäry wurden im Ziel n» stürmischer Begeisterung empfangen. Der Präsident ff- französischen Automobilklubs, Baron de Zuylen, und übrigen Mitglieder des Klubvorstandes wurden de« Kaiser und der Kaiserin in her Hofloge vorgestcllt. Barn« de Zuylen hielt hierbei in französischer Sprache folsend! Ansprache: Ich danke Ew. Majestät im Namen des Am«- mobilkkubs von Frankreich für den sehr wohl-wvllcMn Empfang, den wir in Deutschland gefunden haben un» für alle Maßnahmen, die in so hervorragender Weise: (F troffen worden sind, um den Triumph des AutomooE mus zu fördern, der überhaupt der Gnade Gw. Ma)^" so viel zu verdanken hat. Meine Herren vom Automom klub! Ich ersluche Sie, zum äußeren Zeichen unw Dankes mit mir ein-zustimmen in den Ruf: „Seine SW stär der deutsche Kaiser lebe hoch!" Die Hochrufe nw?: von dem Publikum auf den Tribünen mit enM Hurrarufen ausgenommen. — Um 5% Uhr verließen Majestäten unter den Klängen der Nationalhymne n Hc-chrnfen den Festplatz.
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An der Kontrollstation.
Aus Esch, woselbst bekanntlich der „Antomobilk^' sowie der „Radfahr-Verein 1884 Wiesbaden" die ^ trolle an der Neutralisations-^Station führten, Ift. uns der Ches der Kontrollstation, daß der Sieger m ' hei der letzten Runde dort nur einen Borsprung 7 % Minuten vor Jenatzy hatte. Der Führer des den französischen Wagens zeichnete sich hauptsächlich/' ;^ seine vewundevurigswerte Ruhe aus, die er s«M t > verlor, als der Fabrikant seines Rennwagens, SKtwv Brasier, ihn in Esch bei seinem vierten Halten an Kontrolle stürmisch umarmte. Mit einer eleganten £' bcugung verabschiedete sich Thäry stets von den Ko" beamten und setzte dann seinem Motor solche Krast^ daß der Wagen förmlich beim Absahren in di« ^ . sprang. — Interessant, aber auch recht anstrengend,^, -der Dienst, den die etwa 20 Mitglieder unseres ÜW", Vereins, unterstützt von einigen Herren des Bundes eins in Schierstein, hatten. Es waren bei jedem kommenden Rennwagen stets 2 Stoppuhren von der» :
