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^ 5S * Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. - Bezugs-VreiS-

Ö«»*& w Pf«- monatliL durch die Post S Mk. 5>o P g. vterteliährlich für beide Ausgaben zu,ammen.

Verlag: Langgasse 27 .

2 O-OOO Atlonnrnten.

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D-e einspaltige Petitzeile für lokale Anzeige» Io Pfg., snr auswärtige Anzeigen 25 Pfg. - Reklamen die Pctitzeile für Wiesbaden 50 Pfg für auswärts 1 Mk.

N». 190.

Nebakiions-Fernsprecher No. 52 .

1904.

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|i£ GesWsislnze in den itoilnntentcn.

ffia» toLff o-as toerben? So lautet bic bang« iyrnae, wW angesichts (der trostlosen parlamentarischen 4e- schaftsl a ge sowoh l tut Reichstage wie iin prenßischetr Land- tage gestellt wird. Die späte Einberufung insbesondere ffs Relchstags, verbunden mit d-enr endlosen Ansspinnen ^5 Etatsi-ebatten i« beiden Parlamenten, hat es zuwege gebracht, daß die parlamentarische Arbeit mehr im Rück­stand tit denn je. Sowohl der Reichstag wie der preußische Landtag Md fetzt noch mitten in der .Etatsberatung, wäl - rmd doch der Etat vor dem 1. April seine ordmingS- gemaße Erlediguiig hatte finden miisfen. Die Erledigung -de- sonstigen Arbeltsstoffes steckt in beiden Parlamenten eiwoeder rn den Ansangsstadien oder sie b-esiirdet sich noch tor diesem Stadium. Es ist daher begreiflich, daß man allgemach -an der ordnungsgemäßen Erledigung des Ar- Wtspenftlms foivohl nn Reichstage wie im Landtage zu -verzweifeln beginnt uird im Verein mit -dieser Berzwett- lun-g taucht m beiden Häusern der Plan ans, .auf dein nickst Mhr ungewöhnlichen Wege der Sesstonsvertagung den in retteir ® ett0 ' Ininmcn und nicht erledigten Arbeitsstoff zu

- Im Re i ch S t a g , ivo dieser Ausiveg ja auch m der tottgsn Legislaturperiode benutzt worden ist, denkt man tereito allen Ernstes -an eine Vertagung -bald nach Pfing- tet, da einerseits an eine Bewältigung des -Avbeitspen- ffms m absehbarer Zeit trickst z-u d-eirkeii ist, und anderer- W» h Z ön chronischer Beschlußnnfähtgkeit lei-

^.Reichstag erfahrungsgemäß im Juni das Pfingstfest fallt diesmal aus den 22. und 23. MK hoch nur mit äußerster Müheund dann noch unvollkommen" SMmmenzuh-alten ist.

Zn den Gesetzentwürfen, deren Erledigung i-m Reichs- m noch mit -aller Entschiedenheit angestrebt wird, ge­hören neben dem Servisgesetz -und dem Reblausqesetz, die Vt ohne große Schlwierigkeiteir zustande zu bringen sein ^E, zwel heiß umstrittene Vorlagen, iiämlich die über z Entschädigung unschuldig Verhafteter und i'iber die Kausmannsgerickste. ^ Was die erste Vorlage betrifft, so hat me Kvminission in der zweiten Lesung die wesentlich­st''- Erweiterung-en des Gesetzes, gegerr ivelche die Reqie- -st 1 -A prote-stlert hatte, rückgängig gemacht, so daß auch ein Kompromiß zwischen Regierung iiiid ^eichswgAmehrhelt zustande tontmicit dürfte, llnqewiß |t noch das Schicksal des Gesetzentwurfs über die Ka-tt- mannsgerichle, da di« Regierung gegen, tnshrere in der wmntt||ton vorgenonl-mene Abänderungen, so gegen die sAchung des aktiven Wahlrechts an Frauen, Einspruch "'N'-mt ^ber im Reichstag an, daß auch ' Plenum cm Kompromiß zustande kommen werde

, ..- &te e&enjall§ heiß umstrittene Fiitanzresorm be- jmsst, ,o steht es schon setzt fest, daß an eine Annahme der Regierungsvorlage nicht zu denken ist.. -Der 8 3, die Auf­rechnung der Matriktilarbeiträge gegen die llberweifun- schon setzt als gefallen gelten, während sich für me B-estlmmnng, ivottach die Überschüsse des Reichshans- Schuldentilgung bestimmt werden, eine Mchr- E .^'Ästltg finden wird. Sehr ungewiß ist auch oa- Schickfah der von der Regierung geforderten Ü-ber- na-mne der Reichsgarantie für die Bahn von Tar-es- (--alaam nach Mrogoro bis zur Höhe von 1 875 000 M.

MW ausgeschlossen wird die Erledigung der Borsenresorm und des Militärpensionsgefetzes, das dem Reichstag fg noch nicht einmal gugegangen ist, in dieser ^esston betrachtet, cs sei denn, daß man eben zu dein Mittel ÄW. Vertagung greift und -die Session auf diese Weise- bw m -das nächste Jahr hinein verlängert. Ins­besonderewerden die Novellen zum Börsengesch und zum E-renwelftArergesetz zu langwierigen und hestigeir Kämp- seii schon in der Kommission führen, so daß an eine schnelle Ertedrgimg -der Vorlage nicht zu denken ist. Da aber -außerdem noch Gesetzentwürfe über d-ie Entlastung des Reichsgerichts, und liber die Regelmiq des Totalifator- wssmiÄ an gekündigt sind, so macht sich im Reichstage eine starke Strömung zugunsten einer Vertagung im "

geltend, nm so eine leichtere Bewältigung dieses umfm'w reichen Arbeitsmaterials zu ermöglichen.

Der gleiche Plari wird auch im p r e n ß i s ch e n A v - geo rd trete nh an s c erörtert, wo die Geschäftslage Ä n s n&{ | ungünstig ist. Zn deii zahlreichen Vorlagen, welche der Landtag schon tit Angriff geiiomnien und -mehr oder weniger gefordert hat, ivie das Ausführungsgesetz zum Reichsseuchengesetz, das Wildschongesetz, das Ä,-siede- Migsge,etz, die Vorlage über die ärztlichen Ehrengerichte u. s. w., sind noch das schr umstrittene Lotterteaesetz und vor allem die noch heißer iimstrikteiieii wasserw-irtschaft- lichen Vorlagen gekommen. Da an eine Erlediguna der letzteren in dieser Session nicht zu denken wäre, ist auch im Preußischen Landtage der Plan aufgetaucht, die Session in diestm Sommer nicht zu schließen, sondern zu vertagen und die Kaiwltommissron während der Zeit Weiterarbeiten zu lassen. Obstich freilich die Mehrheit des Slb geordneten - Hauses für diesen Plan, der eine freundlichere Slimmnua geg-enuber den- ivasserwirtschaftlichen Vorlagen bedeuten würde, entscheiden wird, das bleibt abziisvarten.

einmal versucht haben, Rußland die llisterstützung seiner Panzerschlfse i-m Gelbeii Meere anzubieteii. Die edle A-b- sicht sei freilich abgewiesen worden, aber ein Hauch svm- vathischer Erinnerung bleibe. Was soll man sich dabei denken-- DasJournal de St. PÄersbourg" spielt in Rußland etwa die Rolle wie bei uns dieNorddeutsckse Allgemeine Zeitung". Das Blatt wickelt zwar seine Mick teilung.m allerlei klug gewählte llnbestimmtheiten ein, aber schließlich soll doch eben- mitgeteilt werden, daß Kaiser -Wilhelm ein Anerbieten gemacht habe, von dem ni-aii nicht iverß, wie man es sich -vorzustelleii hat. Es ist zii wünschen, daß ein Wort der Aiiftläriing von der Wil- yelinstraße aiis gesprochen werde. Wir zweifeln nichts daß die Angabe desJournal d-e St. Pstersbo-urg" zu- rnckgewiesen w-erden wird, aber das ist auch notwendig, da ^ fick um ein anerkannt offiziöses Blatt handelt, aus dem das Miuisteriüm des Auswärtigen zu sprechen pflegt.

Diäten für die Reichstagsmitglicder?

Im Reichstage verlautet gerüchtweise, daß die Ge- wah-rung von Tagegeldern -an die Reichstagsinitglieder voraussichtlich den Buudesrat beschäftigen wird Wir babeir bisher nicht ftststellen künnm, -was aii dem Gerücht ist, aber man kann die Vlöglichkeit, daß es antrifft, nicht ganz von der Hand -weiseii. Graf Büloiv persönlich ist fiir die Gewahriiiig von Diäten, iivr daß er sich bisher einem stärkeren Willen zu- fügen hatte. Vielleicht ist es ihiii in-zwischeii gelungen, diese gegensätzliche Meinung zu uberwinden Blau muß in Betracht ziehen, d- das Zentrum besonders lingehalten icker die- hartnäckige Der- sagniig von Tagegeldern ist, und wenil das steiitrum grollt, so- hat es schon halb gewonnen. bmrrum

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Rajor varfaq und fein ttreis.

Roman von Balduin Groller.

(13. Fortsetzung.)

Dann ist mir nicht bange um Sie, Herr Doktor - °wg Mau kann seinen Wieg Machen bei uns!"

.hrmiu .i"* ^ .gratuliere dir, mein lieber General ^Wchtiet Ear'say,du hast dir einen Ehrenmmm

dasselbe ist einen Fveuud von Barsay!"

GMevaldirektor liebenswürdig, gu E besorgt war, -setzte sich- Friedrich Mit Doktor M°l>yl,kurz mise-inand-er.

es dich nicht sestbinden", sagte dieser,ich kann

es nM Fst leider ! Vielleicht wäre es gut sur dich, aber Mcht- Ich kann auch nicht imnier hinter dir Her- Epen -und ans dich acht -geben."

Friedrich tat ihm dar, daß er sich uniiätige Sorge mache daß ec ihn nicht richtig beiirteile. Er sei Est^e Ausreißer, für den er ihn halte. Daß sieierVi^usgesprung-en sei. -das sei doch -nicht fein r i I ? e gewesen: das habe fetit -müssen, und wenn sie ^ ^rste Versuch, seine Existenz uniz-ugestalten,

fe lt0u Mfzubaueii, nicht -gelungen sei, so gäbe

noch keinen Anlaß zu besonde-ren Besorgnissen. T-ins b der reine Zufall gewesen, tvenu es aus den ersten tzch ^ Mgurckt wäre. Jetzt -glaube er, das Richtige für w eu Ul haben, und Stahl könne sich darauf ver- . ^o- e-r nun ehrlich anshalten iverde.

in <der Tat -das gefunden, was seinem ilcheu r W^bvach. Das Getriebe in der großen geschäst- «s tvoch^Ebnehm-uuig regte sein volles Interesse an. Und §(jL r tttie er -es sich v-orgestellt hatte. Wenn er znm L,,. 0 !® 1 , das Hans verließ, fühlte er sich frei und aller »feiae- Ö ^ Dieses G-sfichl des Ausakm-ens hatte er lich°u.? gchabt, so lange er in der Kanzlei des Advo-k-aten *< ' Die Zweifel und Bedeuten, ob er -auch alles ,

Politische Kbrrsicht.

Eine merkwürdige Mitteilung.

^ in einem für Deutschland höchst

woUwo-llendoir Artikel des offiziösen russischenJournal de ^t. Pckte-^üourg" werden in hiesigen politischen Kreisen mit Befremden gelesen. Das Blatt spricht von de-!,ritterlichen Sympathien -des feurigen deittscheii -r-aifers und fugt hinzu, man erzähle -sich, der Kaiser solle

richtig gemacht habe, folgten ilinn ans der Kanzlei auf fllLeu fouKu SSeacn -md lagen ihm s-elbsi in der Stacht wie em Mpdrnck ans der Brust. -Ans die Tauer hätte er daö gar iiicht -a-usgehalten.

Bei der Universale" atmete er auf. Er hatte pro- gvammgömaß ganz von unten angefangen -und er hatte sich -m-it den fustgftsn Praktik-anten in -die nnwichtigsteii Ar- beiten zu teilen. Nichts deutete zunächst -darauf hin, -daß er sich besoridsrer Protektioii voii o-beii zu e-rsren-en hatte Esist.Ni dem Ilmstand, daß -er immer sehr bald von einer Abteilung ui die -andere versetzt wurde, so -daß er -Gc- Sgenhert fand, alle Zweige des sehr ansgeb-reiteten Ge­schäftes kennen zn lernen, glaubte er ein höheres Walten erkennen zn dürfen. "

Er war überall auf-merksa>m und eifrig. Es hatte einen eigenen Reiz für ihn, -die Zusammenhänge kennen

^ 11110 n I s ~ er ibici,c begriff, gewwin er auch das

Selbstvertrauen, -daß er nun -aus dem richtigen Platze sei strotz ferner ganz unterge-ordneteii Stellung hatte er sich -von fetten seiner Vorgesetzten und der Kolle-g-enschast einer achtting- und rücksichtsvollen Behandlung m erfreuen ba b er Offizier gewefeii fei. er führtt Tvkto-rttte-l und War erheblich älter und i-m Auftreten und Benehmen weitaiiS männlicher und gesetzter, ol-s die die mit, chm aus einer Rangstufe standen.

ststst Geschäft einenjungen Ma,m" nennt,

war er doch irichk.

Dazu kam noch, daß ihn geilegentl-ich der Herr Generaldirektor zu sich bescheiden ließ. Ein so ganz kleiner LL-a-mle., in-it dem der Herr Generaldirektorpersönlich" .M reden hatte, das ivar doch eine ansfällige Erschei-nimg Cchwab-e hatte doch nicht vergessen, daß er an chm- auch etwas wie einen Privatsekretär engagiert hatte Er gab chm erst versuchsweise e-!ii-i>ges zu tun und- war sehr be- srwdlgt, seine Aufträge- pünktlich, nett und diskret er- Eltt W sehen. Er gewann das Gefühl, daß mau. sich

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Der russischsinpanikche Krieg.

Die vffizicüc Hiobspost.

Ä". Pttersbarg, 22 April. Ein Telegramm deS Statthalters -Alex.tzMM^n-den Kaiser -von gestern lautet: Am 11. d. lief d-ck^-g -a ir z e G e s ch w a d e r nach dem Süden ans, um Evolutiorieu auszuführen und kehrte abends m den Hafen zurück. Am 13. April lief eine Ah. teilung von acht Torpedobooten aus, um die Inseln zu besichtigen. Sie hatte Befehl, bei Begegnung mit dnn Fe,n-de chn -anzugrelfen. Während des starkm Regens nr der 9rocht trennten sich drei Torpedoboote von der Ab- von ihil-en kamen zwei mit Tagesanbruch in Port Arthur an. Dabei begegnete -eins von ihnen -vier feind, licheii Torped-o-booten. Es wich ihnen ans, in-dein es sich weiter von der Küste hielt. DaS -dritte Torpedoboot Straschny ^ begegnete, -ivie die Matrose,r anssaaen mehreren aus der Fahrt b-egriffenen japanischen Torpedo^ booten und hielt sie m der Dmitelh-eit für russische. Es gab ihnen deshalb ein Erkennungssigii-al und schloß sich ihnen -an. Bei Tagesanbruch wurde es aber vom Feinde -erkannt, ^n dem- folgendeii Nahkampf -wurden der K-a Pitaii z-iv-eiteii Ranges Jurassowski, der Midshspman

So fügte es sickf-, -daß Friedrich auch m>it der Fmu Gener-aldirektom-nMannt" wurde. Sie- hatten sich ja scho-ii v-oii früher her gebannt, da sie aber bei seiner V-or- verriet, -daß sie sich der früheren Be- emurere so w-ar damit -auch chnr die Linie -vor- gezeichnet,-auf kvvlcher er -sich -rin Verkehre mit ihr zu be- wsgeii hatte Auch die Fmu Gsneraldivekto-rin hatte miancherttl Dssorgunigeu snr -ihn, bald mehr, als der Herr G-eneraldirektor selber. Bei einem so großen Haushalt tonnte man -MM zuverlässigen V-ertrau-msmann sehr gut brauchen. Da gab cs Rechnungen zu r-SMiliere-l,., Einkäufe M besorgen, di-e ein Mann besser -besorgt als eine Frau- ^treittgt-etteii n,-it Lieferanten zu schlichten, Zeugnisse zu sckMiben, wenn m der Tiene-r-schaft sich ein Wechsel cLJ?; Recherchen zu pflegen Über Btttgefuche, deren jede Post ist genrigender Menge brack-te: Ordnung zu holte-n in den AiigeloamhAteit der verschiedenen W-ohltätt-gkeitsvereiiie! bei welchen dm Generaldlrektorin im- Vorstand wirkte oder über welche ftc gar -das Protektorat übvmommM Nst' Enil-adungeii zii verschicken oder Slbsagen zu ver- fas en en/dlich Ordnung tit das Wirtschaftsbuch zu ir" lt - ^ stj . Dw Frau Generaldirektorm könne,^ 01 " Pnvaffekretär in Atem haften

Friedrich erwies sich- als eine gang vorzügliche Kraft ober e.^ war Schwabe selber, der da- bremste' Es sei ja Nst lckou, daß seine Gattin da auch eine Hülfe habe, aber darauf fei doch zu achten, daß der neue Beamte fernem eigentlichen B-ern-f nicht -allzusehr entzogen ivrrde. Jnmner- b-in aber bl-i-eben der Berührungspunkte und -Geleam- ft 1 » Es tmf sich w-iede-rholt, -daß Fr-iedrich Zer Einf ach heit, halber ^ bc-i Geii-eraldirettors zu Tische dabe- hatten wurde, und ,yrau Käthe war nicht böse-darob. Sonst waren dm ztveif-a>m.en Mahlzeiten mit ihrem -Herrn Ge- mahl -nickst allzu untechaltend. Er war zwar giitio nr -ihr und lieb-enswurdig wie immer, und sic tat ftuo was Er konnte, nm ihn glücklich zu machen, aber so ein angenehmer dritter kam chr doch schr gelegen. Kein