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Wiesbadener Tagblalt.

N». 134. AI»e«r»-A«sgabe. 1. Blatt.

Samstag» 19. Mär? 1904. Sette ».

Hurch die Sanitätswache in das städtische Krankenhaus gebracht werden mutzte.

n. Slcsisiwechsel. Frau Karl Vnrgcfs Witwe Kat ihre Villa Schöne Aussicht 13 a an Herrn Oberst z. D. Gustav K ühts hier verkauft-

— Kleine Notizen» Wir machen darauf ausmerksam, das, nach Schluß des morgen Sonntagnachmittag im Kurhause stattfiudeii- den Sinfonie- K o n z e rt e ö der rote und weiße Saal mit Rücksicht auf die Aufbauten für das Nachts vorher stattsindende Vnhueusestsvicl nicht geöffnet werden können. — Tic Chaussee »mch Erbenheim vom Kaiser Wilhelm-Ring ab erhält die Be­zeichnung „F r ankfurte r L a u d st r a ß e". — Am Montag, fielt 21. März, feiern die Eheleute Küfer Heinrich Bender, Schulberg 11, das Fest der f i l b e r n e n H o ch z e i t.

h. Franksurt, 13. März. Der Inhaber der bekannten Zigarren-, Wein- und Teefirma Georg Krebs, türkischer General­konsul Louis Krebs» ist nach längerer Krankheit gestorben. — Die Eröffnung der A n t o m o b i l - A u s st c l l u n g in der Landwirtschaitlichen Haüe hier ist heute vornüttag 11 Uhr durch fielt Oberpräsidenten v. Windheim erfolgt. Prinz Heinrich von Preußen war nicht zugegen wegen des Trauerfalles in seiner Familie. — Eilt junger A n g e st c l l t e r einer Offenbacher Portefeuille-Fabrik, der einen Geldbetrag von mehr als kRM M. zur Post bringen sollte, hat mit der Summe das Weite gesucht,

* Mainz. 13. März. R h c i n p e g c l: 1 m 02 cm gegen im 03 cm am gestrigen Vormittag.

Kleine Chronik.

Die höchste Brücke. Es wird uns von gestern ge­schrieben: In der Auskunftei des heutigen „Tagbtatts" bezeichnen Sic die höchste eiserne Brücke mit 91,5 Meter Höhe. Die Höhe der Wupperbrücke bei Müugsten betrügt pbcr 107 Meter.

Bedeutende Unterschlagungen wurden auf dem Bahn­höfe Essen-West entdeckt. Bereits benutzte Fahrkarten wurden nochmals ausgegeben. Verschiedene Beamte sind vom Dienst suspendiert.

Im Veleidigungsprozetz wegen der Schwesternpflcgc in Hamburger Krankenhäusern zog der Staatsanwalt der Verteidigung unbekanntes Material heran, worauf ans Antrag der Verteidigung eine Vertagung aus unbe­stimmte Zeit beschlossen wurde.

Die unschuldig zum Tode verurteilte Therese Gietzingcr in Wien erhielt statt der verlangten 11200 Kronen Entschädigung vom Ministerium 4873 Kronen, außerdem 800 Kronen Jahresrcnte.

Gerichtssaal.

* Dresden. 13. März. Das Schwurgericht verurteilte den Spinnereiwttchtcr Bicnert aus Meißen zu 4 Fahren Gefängnis, veil er seine Frau und l> Kinder tödlich vergiftet hatte.

* Revision im Trebcrprozcß. Das Reichsgericht verwarf die

Revisionsgefnche der ans dem'Treberprozeß bekannten Anfsichts- räle Theodor Schnlze-Tcllwig und Arnold Sumpf «welche von dem Landgericht Kassel am 14. Februar 1002 wegen Verschleierung zu je drei Monaten Gefängnis und 5000 M. Geldstrafe verurteilt worden warcnt, und vertvarf anderseits auch den Revisionsantrag des Staatsanwalts gegen die Freisprechung der Angeklagten von der Anklage wegen Untreue. 1

* Polen, 13 März. Das hiesige Schöffengericht ver­

urteilte gestern den Redakteur Schack zn 300 M. Geldstrafe oder 80 Tagen Gefängnis wegen Beleidigung des Majors Endell. Das Gericht italnn an, daß die Haupt-Verhandlung nicht die Richtig­keit aller Behauptungen ergeben habe, welche Schack über Endell aufgestellt hatte. tB. T.) e

Schiffsunglück.

wb. London, 18. März. Die Admiralität bestätigt, daß das englische Unterseeboot „AI" gestern verloren ge­gangen sei. Das Boot ist gestern nachmittag bei dein

Leuchtschiff Nab von einem Dampfer überrannt worden. Tie ganze Besatzung, darunter ein Leutnant und ein Unterleutnant sind ums Leben gekommen. Das Boot, welches eine Wasserverdrängung von 200 Tons hatte, war ein nach der neuesten Konstruktion gebautes Unter­seeboot.

wb. Portsmouth, 19. März. Das lmtergegaiigeue 11 n t c r f c c b o o t „AI" war an den Manövern be­teiligt, die seit 11 Tagen in der Nähe der Insel Wight mit Unterseebooten und Schlachtschiffen im Gange waren. „A I" tag in 40 Fuß tiefem Wasser und wartete auf den Angriff eines Schlachtschiffes; nur der aus dem Wasser hervorragende Ausguck verriet seine Anwesenheit. Da fuhr der Dampfer „Borwick Castle" über das Unter­seeboot hinweg. An Bord des „Borwick Castle" glaubte man, daß man auf einen Torpedo gestoßell sei rmd signa­lisierte dies der Flotte. Niemand aber dachte hier an einen Unglücks fall. Erst nach, einigen Stunden war man dadurch, daß das Unterseeboot noch nicht erschienen war, beunruhigt. Man ging auf die Suche und alsbald wurde der Rumpf des Schiffes in 7 Faden Tiefe liegend ge­funden. Die Bemühungen, Überlebende vonbder Mann­schaft aufzufinden, erwiesen sich als fruchtlos? Es wird angenommen, daß das Unterseeboot durch denZusammen- stoß mit dem Dampfer das Gleichgewicht eingebüßt hat; denn es war, obgleich eines der neuesten und stärksten der englischen Unterseeboote, doch immer ein schlechter Taucher gewesen. Während der gegenwärtigen Manöver hatte es bereits zweimal in bett Hafen, zurückkehren müssen, um Schäden an den .Vorrichtungen zum Untertauchen und Hochgehen auszubessern.

Kehle Nachrichten.

Kontincntal-Tclcgraphcn-Kompagnle.

Zschopau, 13. März. Bei der heutigen R c i ch s t a g s n a clI in n Ii I im Wahlkreise Zschopan-Maricnberg erhielten nach bis­heriger Feststellung Pinkan tSvz.i 10 186, Zimmermann tRcform- parteij 5383, Schanz «konf.s 4316 Stimmen, so daß Stichwahl zwischen Pinkan und Zimniermann erforderlich ist.

Portsniouth, 18. März. Hier verlautet, ein britisches Unterseeboot mit 11 Mann sei verloren gegangen.

DepeschenbureauHcrold.

Berlin, 19. März. Aus Gibraltar wird tele­graphiert : Kaiser Wilhelm, welcher bie britische Feld- marschalls-Uniform trug, landete gestern nachmittag mit großem Stabe unter donnerndem Königssalut der Schiffs­und Strandbatterie. Der Monarch wurde vom Gouver­neur Sir George White, mit den Spitzen der Militär- imd 'Marine-Behörden empfangen. Die LancaGirr- Füsiliere bildeten die Ehrenwache des Kaisers. Der Kaiser wurde von der Menschenmenge stürmisch begrüßt. Überall bildeten Truppen Spalier. Der Monarch befand sich sichtlich bei vorzüglicher Gesundheit und Stimmung.. Das Frühstück nahm er bei dem Gouverneur ein. (L.-A.)

Danzig, 13. März. Ans der hiesigen kaiserlichen Werst wurden, der „Dänziger Zeitung" zufolge, 30 Arbeiter entlassen und weiteren 25 gekündigt. Ter Grund ist in vorübergehender Arbeitslosigkeit zu suchen.

Wien, 19. März. Wie verlautet, soll eine Z u - s a m m e u k u n f t Kaiser Franz Jose p> h s , K a i s e r W iIhe l m s u n d d es K ö n i g s von Rumänien in. Abbazia. unmittelbar davor- stehen. HMocgenPost.)

Wien, 13. März. Fürst Max Egon von Fürstenberg, der gestern nach Italien abgereist ist, um sich an Bord der „Hoben- zvllern" zu begeben, wird ans derselben das Amt eines Haus>- marschalls anSübcn.

Ldrffa, 19. März. Wegen regierungsfeindlicher Dsmonstrmionen wurden 230 Studenten der hiesigen Universität relegiert, 100 verhaftet und 70 erhielten Zimmer-Arrest bei Wasser und Brot.

Rom, 19. März. Gestern war die Kammer der Schauplatz.heftiger Tumulte. Als der Deputierte Santmi sein Bedauern über i»n Unfall des Herzogs von Aofta, denr Vetter des Königs, der ein Bein brach, ansdrückte, fielen von der Preß-Tribüne einige faule Bemerkungen. Sie gaben den Anlaß zu Lärmfzenen. Ministerpräsident Giolittl erhob sich mit demBemerken, er werde dieSitzung aufweben, wenn nicht die Presse-Tribüne geräumt ivürde. Da /sich die Journalisten weigerten, wurden sie mit Hülfe von Soldaten aus dem Hause entfernt.

Sofia, 19. März. In der Nahe von Burgas fanden zwischen der bulgarischen Grenzwache und türkischen Grenzposten, welche unausgesetzt die bulgarischen Grenz­bewohner belästigen, ziemlich heftige Kämpfe statt. Die Türken wurden zurückgeschlagen. Große Beunruhigung ruft die Ankunft mehrerer türkischer Schiffe hervor.

Tarnopol, 19. März. Im hiesigen Gefängnis brach unter den Sträflingen eine Revolte aus, die einen gefährlichen Charakter annahm, Militär mußte ein- schreiten.

Lissabon, 19. März. Als derDamPfer „König Albert" vor derSignakstattonSagre passierte, sandteKaiserWilhelm folgendes Telegramm an den König von Portugal: In­dem ich soeben Kap Vincens passiere, sende ich Euer Majestät die ehrfurchtsvollsten Grüße.

New Aork, 19. März. General Grant verweigerte auf einem Ehicagoer Bankett den Toast auf den Präsi­denten Roosevelt auszubringen, weil er den Präsidenten nicht kenne. Jeder Offizier, der Reden hält, erfährt von Washington Zurechtweisungen. Das Mißvergnügen des Militärs über Roofevelts Neutralitäts-Erlaß ist auch sonst deutlich erkennbar.

wb. Berlin, 19. März. Das „Berl. Tagebl." meldet aus B n d a p e st : In Agram fanden gestern abend

große Exzesse der Kroaten gegen die Serben statt. Die Fenster der serbischen Bank wurden zertrümmert. Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein und nahm viele Verhaftungen vor.

wb. Hanan, 13. März. Prinz Max von Psenburg. Bübingen-Wächtersbach ist gestern in Wächtersbi^ im Alter vvti 37 Jahren gestorben.

wb. Königsberg, 19. März. In einem' hiesigen Restaurant e r s ch o ß gestern der ans Kiel angekoimmene Provisor Dilla den hiesigen Schlosser Brück mit einem Revolver und daun sich selbst.

Wetterdienst

• der Landwirtschaftsschnlc zn Wcilburg.

Voraussichtliche Witterung für Sonn­tag, den 20. März 1904:

Schwachwindig, vorioiegcnd trübe, milder, später stellenweise^ Regen, besonders im nordwestlichen Gebiete.

Genaueres durch die Weilburger Wetterkarten^ welche an der Plakattasel des „Tagbtatt"-Hauses, Lange gaffe 27, täglich angeschlagen werden. _

Die Avend-Arrsgade umfaßt 18 Seite«.

Leitung: W. S ch u l t e vom Brühl.

tSrrantwortliclier Redakteur für Politik und Feuilleton! W. SSulte vom Brühl in Sonncuber-i; für den übrigen redaktionellen Teil: C. Rötherdt; für die Anzeigen und Reklamen: tz. Dornauk: beide in Wiesbaden.

Drull und Berlag der L. Sch eilen borg scheu Hos-Buchdruckerci in Wiesbaden.

Interesse wird allzu oft durch matzlose Längen wieder unterbunden.

Daß Herr v. Woikowsky als Komponist völlig im Bayrenthcr Zaubcrkreis wandelt, war bei dieser Art von Dichtung eigentlich vorauszusehen. Indessen auch muss-, kalisch beweist er, wenn auch keine hervorstechende Eigen­art, so doch eine mehr als alltägliche vornehme und sinnige Begabung. Den mit bewußter Konsequenz ausgcnomme- nen musrkdramatischen Prinzipien folgt er mit größter Treue. Und seine Musik, trotzdem sie sich in einem fast ununterbrochen aufgeregten und unruhigen Pathos be­wegt, dessen Wirkung sich auf die Dauer naturgemäß ab- stumpfen muß, — vermag in dieser Strenge ihrer Hal­tung, in diesem Verzicht auf jeden nur opernhaften Esfekl sogar zu imponieren. Dank der sicheren und oft geist­reichen Behandlung der Leitmotiv-Technik weiß sich der orchestrale Ausdruck (der nur leider die Singstimmen vielfach übertönt und in den Details noch der Abklärung bedarf), an allen Vorgängen und Gefühlen eng anzu­schmiegen, die letzteren auch zu vertiefen oder näher aus- zudcntcn. Die moderne Harmonik ist dabei verschwen­derisch ausgcnutzt. Einzelne Leitmotive zeigen Kraft und Frische. Daß sich uns die überall hervorkcimenden Wag­ner-Reminiszenzen, die ich hier nicht weiter steckbrieflich verfolgen will, nicht etwa Ton für Ton darstellcn, davor schützte der Komponist durch seinen feinen Geschmack: cs ist vielmehr die gesamte Struktur, der Pcriodenbau, die Färbung, die Stimmung, der Charakter — was allent­halben Wagner doch als Unterlage hindurchschimmcrn läßt. Das positiv melodische Element ist schwächer ver­treten,'doch fehlt cs nicht ganz an mehr sinnfälligen Ein­gebungen, und manche Partien des Werkes erheben sich zn eindrucksvoller Wirkung: so im 1. Akt die Frtthlings- chörc, der Reigen, der Zwiegesang der Liebenden; ein­zelne Teile der Helga-Szene im 2. Akt mit 6cm_ pvesi-- rwllen Kolorit der Berchta-Nacht; im 3. Akt die stim- mungsreichc Spinnstuben^Tzenc, der Treuschwur der Liebenden und Freydas Abschied vom Vater Ubbo. Ob mm das Opern-Repertoire durch „Helga" wirklich b c - reichert wird, scheint mir doch fraglich; genug, daß cs in interessanter Weise vermehrt wurde!

Tie Aufführung war sorgsam vorbereitet..Haben doch Me Proben ein volles halbes Jahr beansprucht, so daß die Tatkraft unserer Oper nach jeder anderen Richtung säst lahmgelegt war. Auf fesselnde szenische Bilder, malerische Prospekte, ans wirkungsvolle Massen-Entfal- tung und historische Lokalfarbe war ein Haupt-Akzent ge­legt: Herr Dorne maß zeigte hier seine geschickte und

kundige Regie. Die geradezu stimmenmörderische Titel­partie ward von Frau L e f f l e r - B u r ck a r d mit rück­sichtslosem Aufgebot aller ihrer reichen Mittel dnrchge- sührt. Die poetisch-gestimmte Szene am Opferstein (im 2. Akt) gab sie mit besonderer Knust und Ergriffenheit. Jreyda war Fräulein Müller: ihre Erscheinung und ihr feinfühliges dramatisches Talent kamen aufs glück­lichste dem Wilde entgegen, das wir uns von der opfer- mutigen Heldenjungfrau machen dürfen. Den Griggo wußte Herr K r a u ß mit seiner ganzen Sieg- friedskraft auszustatten, und Herr Müller zeichnete den altersmüden Ubbo mit meisterhaft charakte- ristischen Strichen. Herr Engelmann (als HardeS- vogt), ebenso, wie die Damen Schwa rtz lals höchst majestätische Muhme), Cordes und S t r o z z i (als Doda und Ebba) boten wünschenswerte Vertretung die­ser kleineren Rollen. Eine bedeutsame Ausgabe ist dem Chor gestellt, der überall musterhafte Haltung bewahrte; — und die bedeutsamste Aufgabe dem O r ch e st c r , wel­ches eine bewundernswerte Hingebung aufbot. Herr Professor Mannstacdt hatte das Werk mit uner­müdlicher Liebe und Sorgfalt cinstudiert und unter seiner Leitunff erfreute sich dasselbe einer recht schwunghaften Ausführung.

Das Prcmiercn-Pustlikum bereitete der „Helga" eine sehr entgegenkommende Aufnahme: Der Komponist durfte mit den Darstellern nach jedem Akt den Hervorrufen Folge leisten; gegen den Schluß hin (11 Uhr 20 Min.), flaute das Interesse allerdings etwas ab. Vielleicht ent­schließt sich der Autor, ans seiner Partitur „eine Stunde Musik" hcrauszustrcichcu: „Helga" würde durch solchen Verlust nm das Doppelte gewinnen. - 0.4).

Ans Kunst und Leben.

» Köniqliche Schauspiele. lSpielplau.) Sonntaq, den 20 N!öi-., Abonnement E>, 40. Vorstellung: „Die lustigen Weiber von Windsor". Frau Fluth: Fräulein Kaufmann. Anfang 7 Uhr. Montag den 21., Abonnement A, 41 Vorstellung: „Corstschc Hoch­leit" Die Dienstboten". „Stavische Brautwerbung". Ansang 7 Uhr Dienstag, den 22.: 6. und letztes Sinfonie-Konzert. «Manfred., Anfang 7 Uhr Mittwoch, den 23., Abonnement v, 41 Vorstellung, zur» ersten Male nucdcrholt: „Helga . Anfang 7 Uhr Donnerstag, den 24., Abonnement C, 41. Vorstellung: Einmaliges Gastspiel des Fräuleins Hanna Arnstaedt vom Königlichen Schauspielhaus in Berlin: „Renaissance". „Die

Hand". Anfang 7 Uhr. Freitag, den 25., Abonnement B, 41. Vor­stellung: „FigaroS Hochzeit". Anfang 7 Uhr. Samstag, den 26., Abonnement A, 42. Vorstellung, zum ersten Mtale: „Hohenlnft . Ansang 7 Uhr. Sonntag, den 27., Abonnement E>, 42. Vor­stellung: „Die Meistersinger von Nürnberg". Anfang 6°/- Uhr.

* Residenz . Theater. >S p i e l p l a n., Sonntag, den

20. Mürz, nachmittags 1 /°‘i Uhr, „Lumpacivagabnndns". Abends 7 Uhr: „Pfarrer von KirchfeldL. Montag, den 21.: „Haseinanns Töchter". Dienstag, den 22.: „Waterkant". Mittwoch, den 23.: „Lntti". Donnerstag, den 24.: „Der blinde Passagier". Freitag, üön 25.: „Der Hochtourist".

* Sinfonie-Konzert im Königlichen Theater. Zu der am

22. März im 6. Sinfonie-Konzert der Königlichen Kapelle unter Leitung des Königlichen Kapellmeisters Herrn Professor Franz M a n n st a e d t stattfindendcn Ausführung der Schumannschen Musik zu „Manfred" von Lord Byron, in welcher, wie wir bereits mittetlten, Herr Or.Ludmig W ü I I w e r aus Berlin denManfreü sprechen wird, haben nachstehende Solo-Mitglieder des König­lichen Theaters ihre Mitwirkung in zuvorkommendster Weise ,zn- gesagt: Frau Lonise Willig und Herr Walter Z v t l i n lDeklamation), Fräulein Louise Müller und Fräulein Ina S ch w a r tz, sowie die Herren Waldemar Henke, Ernst Winkel', Ludwig Engelmanu und Franz Adam <Gesang,.

* Knnstsalon Victor, Tannusstraßc 1. Kollektivausstellung der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler: Wilh.^ Bader: „Sommer", „Letzter Strahl", „Aus Zwingenbnrg". Adolf Beyer: „Sonnengold", „Lichtstudie", „Im Zwielicht", „Mohubtütcn", „Rote Anemonen", „Stillleben", „Eva", „Am Mühlgraben", „Waldwicsc", „Im Odenwald". „Mai", „Kloster Attenberg an der Lahn". Richard Hoelschcr: „Lesende Frau", „Spinnerin", „Der Bürgermeister", „Andacht", „Vorfrühlingsabend an der Schwalm", „Frühlingstag", „Sommerabend", „Leinweber", „Kücheninneres", „Inneres einer Dorfkirche". August Wondra: „Nachtstück" (Landschafts, „Winterlandschaft" lDämmerung a. >. Odenwalds, „Herbstlandschaft", „Schloß Lichtenberg", „Hcrbst- landschaft", „Landschaft a. d. Odenwald".

* Koblenzer Stadithcater. ,Spiclpla n.s Montag, den

21. März: „Narciß". «Benefiz Jos. -Cammer.) Dienstag, den 22 : .„Figaros Hochzeit". (Venesiz Listemanns. Mittwoch, den 23., zum ersten Male: „Dnnja". Oper von Iwan Knorr. Hierauf: „Der Barbier von Sevilla". «Benefiz Elli Aöorno.s Donners­tag, den 24., znm ersten Male: „Ober die Liebe die Pflicht". Frei­tag, den 25.: „Pelleas und Melisande". Samstag, den 26.:^Gast- spiel des Hcldentenors Clemens Kaufnng: „Siegsried". Sonn­tag, den 27.: Gastspiel Ernst Freiherr v.Wolzogcn: „Buntes Theater".

» Ncrschicdcnc Mitteilungen. Der Kaiser hat dem Andenken seines Vaters eine neue Ehrung zugedacht. In der Erinncrungshallc des neuen Berliner Domes, für die auch der Bismarck-Sarkophag von Professor Reinhold Begas bestimmt ist, soll der von dem Meister geschaffene jetzt im Mausoleum zu Potsdam befindliche Marmor-Sarkophag Kaiser Friedrichs ausgestellt werden. Professor Begas ist vom Kaiser be­auftragt, sein Werk zu wiederholen und in Penthelischcin Marmor auszuführen.

«Ferdinand Loewe tritt von der Leitung der Wiener G c s e l l s ch a f t s k o n z c r t e zurück. Stattz seiner soll Mahler der Posten angctragcn werden/