K-tt- S.
Mittwoch, ö. Februar 1904.
34 Million Beamte m ihrem Dienst haben. Es leuchtet ohne werteres ein. daß eine Zentralisierung hier sowohl M enter Verbilligung üer Verwaltuugskosten wie einer Vereinfachung des Verfahrens führen müßte. Ob es .möglich wäre, bei dem gesonderten Charakter des Unfall- versicherungsgesetzes auch dieses in die Verschmelzung mit MiZUDezrehen. erscheint zweifelhaft, dagegen besitzen Kranken- und Invalidenversicherung so viele Berührungs- puMte, daß hier eine Bereinigung ohne Schwierigkeit erfolgen konnte Schon heute haben die Jnvalrden-Der- flcherungsanstalten durch ihre Bekämpfung der Tub-er- L . Heilung von Krankheiten mit in chren Tätigkeitsbereich übernommen. Stellt nicht andererseits jeder von. ben Krankenkassen übernommene Heilungs Prozeß eine vovbeugende Jnvalidenpflege dar? Die Kranken, die von bat Kassen nicht geheilt werden können, fallen, naihdsm diese ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, der ^nvalidenvechchernng zur Last. Eine Vereinigung der beiden Versicherungszweige würde also ein beiden Teilen gleichmäßig zugute kommendes Handin- chandarbeiten ermöglichen. Die versprockMe organische Deform des Krankenverficherungsgesetzes würde eine will
Wiesbadener Tagblalt
Morgen-Ausgabe. 1. Klatt.
i —. ■, '^ „iry^I'-Y-S iuuuje eine willkommene Gelegenheit zur Ausfuhrunq des Vorschlages -bieten. Wie weit Gäter .hi.
j, „ .Wie weit spater auch die Unfallversicherung in E Verschmelzung mnzubeziehen wäre, würde auf Grund bei dem,ersten Schritte gewonnenen Erfahrungen zu
Zur Vorgeschichte der Revolution in Panama.
Schon längst war es. so entnehmen wir einem uns Zugehenden Bericht aus Panama, in Washington be Mo ssene Sache, daß Panama und der Kanal unter uord- ameritanische Macht kommen miisse, nur über das „äßte" und „Wann" war man sich noch nicht recht klar. Stach- Söm hie Kanalbill vonl Kongreß in Washington ge- rlchml-gt worden war. hieß es an die Arbeit gehen. Den festen Schritt in dieser Angelegenheit tat der „Eisenbahn- ~ cnL™- operierte den kolumbischen Kongreßmitgfiebern 5 M'lllioneii Dollar, sofern sie die Kanalvorlage ablchnen wurden. Als dre neue Kanalkompagnie von dieser Offerte erfuhr, bot sie 10 Millionen Dollar für die Annahme, ^-och dre smarten Aankees hatten die südn-merrkanischen >.c 08 tumbi- 68 " bei Diesem Gesckstifte nicht voll genug taxiert. Die hochlöblichen Mitglieder des kolumbischen Kongresses^wollten weder fünf noch zehn Millionen Dollar für ihre Dtuhe haben, sondern fünfzehn, und zwar ans die Weise, daß sie rm Jahre 1903 die Vorlage ablehnen und
liegt die sogenannte „Boca de Torro". woselbst die United r^ruit(^o. Bananenplairtagen besitzt. Dorthin wurden über Port Lunoii Gewehre usw. mit Hülse dieser Compagnie geschafft und ein RevolutiönchM angezettelt. So wie meie Sache im Gange war, sah sich Nordamerika nach un \ “' K ^ te Unabhängigkeit Panamas gegebenen* b?lls stiltzen wllten. Diese fanden sich mit Leichtigkeit in Nicaragua, von wo sie avi 15. Oktober 1903 nach dem Isthmus von Panama gebracht und dort in der Nähe cer gleichnamigen Stadt ailsgeschifft wurden. Als dies geschehen, wartete man nur auf den günstigen Augenblick, iim dm Unabhängigkeit zu erklären, der auch nicht lange aus '4 wartm ließ. Wie schön und glatt sich dann das neueste Geschäft Tro Sams abwickelte, ist bekannt. Me Behariptung. daß die ausländischen Elemente auf dem schmus, mit der Unabhängigkeits-Erklärung Panamas Eswnmg einverstanden seien, ist für Kenner sehr leichk erklärlich und mehr dmn glaubhaft. In erster Linie glauben diese — und Wohl nicht mit Unrecht —, daß sie imrcf} den Kanalbau gute Geschäfte machen werden zweitens aber hatten die meisten derselben bald nach Genehmigung der Kanalbill und in der Hoffnuirq auf kommerzielle Vortefle Geschäfte abgeMossen, die verhängnisvoll werden mußten, sowie die Kanalangelegen- heit nicht bald in guten Gang kam. — Eine nicht ganz angenehme rfolge hat für die Vereinigten Staaten immer- hin der Panamarummel gehabt, und zwar die. daß die Staaten Brasilien. Argentinien und Chfle sich schleunigst bewogen suhlten, eine Allianz gegen Nordamerika zu schließen, welche Tio Sam eventuell recht unbequem wer- deii konnte Bei der weiteren Entwickelung der P a nama- Assare wird es sich nun zeigen, inwieweit Nordamerika sem Prestige m Südamerika eingebüßt hat. respektive noch Wttbupen wird. Sicher ist so viel, daß die Vereinigten Staaten heute mit schr scheelen Augen dort betrachtet werdem und die schönen Phrasen über brüderliche Einig* keisi Monroe-Doktrin. werden setzt in Südamerika nur noch sehr schwer Glauben finden.
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mimsters und des Ministers des Innern, daß. w^7 ^.erwähnten ^Stückes erscheinen stA
Novellis Vorstellungen überhaupt untersagt werd^
Aus Stadt und Land.
resbadcn, 3. Februar.
Türkische Zensurstückchcn.
I. K o n st a n t i n o v e l. 80. Januar.
' ^juuuyc U'UXCl/U'CU llJbU
i-m Anfang des Wahres 1904 diese armchmen würden.
also von beiden Seiten Geld nehmen konnten. Mes schiM auch nach Wunsch ablausen zu sollen, und freudig 'Ickten öie hochlöblichen Wgeordneton die ersten fünf Mlllwnen in die Tasche, als verschiedene peinliche und -indiskrete Veröffentlichungen Nordamerika zur schnellen Handlung drängten. Mit Gewalt durfte dieses die Kanal- Zone nicht an sich reißen, denn erstens wäre ganz Südamerika dadurch kopfscheu geworden, und zweitens ivußte man m Washington, daß die europäischen Mächte nur auf dasHissen desStern- und Streisenbanners inPcmama warteten, um dann unter dem Scheine des gleichen Rechtes stch.. m Südamerika Kohlen stattonen zu schassen Diese Grunde veranlaßten daher TioSam. für die Unabhängig- kbu des Departements Panama zu sorgen, was mit Hülfe des Dollars eine Leichtigkeit war. Gebrannte Kinder aber scheuen das Feuer, und das Departement Panama hatte in dem letzten dreijährigen Bruderkriege gerade genügend gelitten, um sich nicht so mir nichts dir nichts aufs neue m em kriegerisches Abeisteuer einzulassen. Der reisende Dollar und der smarte Yankee jedoch weißten die Furcht* samen bald zu beruhigen und legten einen fein ausge* 'dachten Plan vor, der auch die größten Hasenherzen befriedigte. In großen Zügen war derselbe folgender: An der atlantischen Küste, unweit der Grenze von Costa Rica,
Halmchen und dort ein Blättchen. In den Käferlarven quillt es bereits wie «eben und gegen Ende des Monats kehrt zwitschernd der erste liebe Besuch aus dem Süden wieder in seine nordische Heimat zurück. Da wird auch uns die alte Heimat lieber und werter. Und wie Eis und Schnee draußen zerschmelzen und zergehen, so zer schmilzt und zergeht auch etwas in unserem Inneren. Der braunen Erde entströmt so ein eigener, urkräftiger Geruch, uns bas Hausgärtchen hinterm 'Stubenfenster winkt und lockt daß wir garnicht widerstehen können.
Da sind in den Mistbeeten im Gemüsegarten Sellerie, Radieschen, Kohlrabi usw. zu säen. Ist das Wetter anhaltend schön, so kann man auch schon Karotten, Spinat und Erbsen in offenes Land säen. Im Blumengarten machen die Maulwurfshügel zu schaffen. Sie sind zu entfernen und die Beete sind zur Aussaat herzurichten. Weniger empfindliche Zierbäume und Sträucher kann man getrost schon in diesem Monat verpflanzen. Als Kastensaat, inr Februar auszusäen, sind am empfehlenswertesten Primel, Aurikel, Tansendschön und Sstef- mütterchen. Fm Obstgarten sind jetzt die «Kerne zu legen und die Stachel- und Johannisbeersträucher — besonders wenn sich gegen Ende des Monats ein paar schöne Tage finden — zu beschneiden. Finden sich an den Obstbäumen Baumwunöcn, so sind sie auszuschneiden und mit Baumwachs zu verkleben.
Landwirtschaft und Viehzucht verlangen gerade in diesem Monat recht viel vom Landmann. Auf den Feldern ist namentlich bei Tauwetter gut für Wasserabfluß zu sorgen, im übrigen aber rechne man nicht allzu stark aus den Frühling.
Singt die Lerche gar zu hell,
Geht's dem Lanbmann an das Fell.
Ist Wiesenland vorhanden, wo die Gräben »»och Nicht gehoben sind, so ist es jetzt höchste Zeit. Weideplätze, Flnßufer usw. sind jetzt am besten mit Pappeln, Erlen, Weiden, Ulmen und Akazien zu bepflanzen, die «man gegen Wildfraß am besten durch Pfahlgitter oder Dornen schützt.
Im Hühnerstall hat man jetzt die Nester der Hühner Und Tauben zu reinigen oder neu anzufertigen. Die Gänse fangen jetzt an zu legen und die Hühner zu brüten Schafe, welche im Juli lammen sollen, sind am besten im Febr'iar zu paaren. In der Bienenivirtschaft beachtet «Wj, da^ woä man im Januar zu beachten hatte. Man
Wenn auch die Zeiten bei uns schr ernste sind, so ist doch noch immer Raum für den Humor, allerdnrgs den unsreiwllligeii, vorhanden. Aus allen Gebietm des sozialen Lebens, wo dasselbe mit den Bchörden in Berührung kommt, macht er sich geltend und das neueste und amüsanteste ist augenblicklich die Art und Weise, wie sich die Theaterzensur wieder einmal benirnmt. Zwei Ge- sellichaftcn befmdM sich jcht hier, die eine unter dem Impresario Schnrmann will uns mit VLaeterlincks Werken bekannt machen, die andere ist die des großen ltaliemsck>en Tragöden Novelli. Von den Dramen des velgaschen Meisters h-aben ofier nur zwei Gnade vor dem türkischen Zensor gesunden, die anderen sind indes nicht etwa verboten worden, weil ihr Inhalt ein unschicklicher ist, sondern aus verschiedenm Gründen, von denen der für „Dkonna Vanna" angegebene am ergötzlichsten er* schieint. Danach ist es nnzulässig, auf der Bühne einen k>eldherrn darzustellen, der aus Liebe zu einem Weibe seine Wasjengenossen verrät. Eine derartige Voraus* setzung, die an und für sich schon unmöglich ist, bedeutet fche Beleidigung für jede Armee; also auch für die tuvkitche! st.ovelll ist es schon etwas besser gegangen. Freilich, „Hamlet'. „Macbeth" und „König Lear" durste er nicht spielen, denn im Otto manischen Reiche gilt es als em Staatsverorechen. von vergiftete, ermordeten, ver* ruckten oder abgesetzten Herrschern auch nur zu reden, aber ivevhalb ,ollte der „Kdusmann von Venedig" nicht gegeben iverden, wie dieses trotz des Einspruches des Ober* rabbmers rm Vorjahre geschehen war? Das „Warum" war wdoch nicht zu erfahren, und die Antwort aus die Beschwerde bestand einfach in ber Erklärung des Polizei*
AnSstcllnng von Tierschutzgegcuständeir usw., Kanarb« Kauinchc», Tauben.
„Gr o ß e A u sstellung !« steht (in fußhohe« totcit Buchstaben über dem Trottoir vor dem Kaiser saal" in der Dotzheimerstraße. in welchem gestern die „Große Ausstellung von Tier- bezw. Vogelschntzaeac« standen, Sämereien, Literatur, Papageien. Erote« Kanaricn, Kaninchen, Tauben, verbunden mit Prami- iernng und Verlosung und veranstaltet vom „Ältesten Vogelschutzverein und K a n a ri e n - K lub Wiesbaden" eröffnet wurde, und zwar in Geae»- wart des Herrn Polizeipräsideuten v. Schenck, des Herrn Oberbürgermeisters I)r. v. Jbell und verschiedener angesehener Persönlichkeiten. Herr Grai A. v. B o t h m e r, der Protektor der Ausstellung, wies in seiner Eröffnungsrede auf das Verdienst hin, das sich der „Alteste Vogelschutzvercin" durch diese Veranstaltmw erworben habe; die Ausstellung sei eine hervorragend« Leistung. Die Bestrebungen des Vogelschutzvereins habe die volle Sympathie des „Tierschutzvercins" und als Vorsitzender des letzteren habe er ein Interesse daran, auf die verschiedenen Schlachtapparate und Auggeschirre besonders aufmerksam zu machen. Die kurze Ansprache schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, den Protektor aller guten Bestrebungen im Reiche, und die auf der Galerie sitzende Musikkapelle intonierte die Nationalhymne. — Im neuen, mit Girlanden und Fähnchen noch besonders geschmückten „Kaisersaal" nimmt sich die Ausstellung famos aus. Das Arrangement ist gut und übersichtlich und ohne Anstrengung läßt sich hier in kürzester Zeit eine ebenso interessante wie lehrreiche Reise durch das Gebiet des Tierschutzes, des Vogelschutzes insbesondere, der Kanarien-, Tauben- und Kaninchenzucht usw. unternehmen. Als wir gestern morgen eine Minute vor 11 Uhr die Ausstellung betraten, hatte man gerade ein belgisches Kaninchen auf einem Tisch sitzen und nahm das Matz seiner Ohren. Für die Prämiierung geschah das natürlich, denn die Ohren der Stallhasen spielen hierbei eine Hairptrolle. Das Kaninchen wurde gemessen und groß genug befunden. Nachdem wir uns an dem Verständnis ergötzt hatten, welches das sanftmütige Tier offenbar dem Matzstabe des Preisrichters entgegenbrachte, fingen mir linker Hand unfern Nund- gang an und so sei denn auch in nachfolgendem die Reihenfolge eingehalten, welche der gelbe Ausstellungskatalog vorsteht. Die Abteilungen A und B enthalten Tier- schntzgegenstände, Sämereien, Literatur, Käfige, Papageien, Exoten, Ziervögcl. Der „Leipziger Tierschutz- verein" hat eine besonders reichhaltige Kollektion Schlacht- apparatc ausgestellt: Schlagmasken, Schußbolzenapparate, Blitzbetäuber usw. und eine mit Tannenreisig gegen Wind und Wetter geschützte Futterstätte zur Fütterung der Vögel im Winter. Der „Tierschutzverein Karlsruhe" hat sich besonders auf Vvgelfutterhäuschcn verlegt, mit und ohne Rinde und ein automatisch wirkendes, dessen
Braust ein Stock, so lüftet man
lasse die Tiere in Ruhe, ihn vorsichtig.
Wenn die Tage wachsen . . . Und in keinem Monat des Jahres wachsen die Tage rascher und füllt der Goldglanz der zunehmenden Sonne Heller die Welt als im Februar. Das Auge, an die trübe Dämmerung der Wlntermonate gewöhnt, ist ordentlich ausgehungert nach Licht. Alle Farben scheinen intensiver und kräftiger zu sein als sonst im Jahre.
Cs geht ein Leuchten durch die Well,
Die ersten grünen Halme sprießen,
Der Saat harrt hungrig rings das Feld,
Am Weidenbaum die Knospe srbmellt,
Lenzschiisucht will sich rings ergießen . . .
Wird unser Frühlingsträumcn wahr?
So frügt dein Hei-z im Februar.
Winter ist noch der Anfang des zweiten Monats des Jahres — und Frühling ist sein Ende. Iknd nach diesem Frühling, der die Welt von Eis und Schnee er lösen soll, sehnt sich alles. Am meisten aber ist dem der Winter zu Leid geworden, von dem eine alte Bauernregel in ihrer humoristischen Art sagt:
Wer seinen Pelz im Leihhaus hat.
Bekommt gar leicht den Winter satt.
Aus Kunst und Lrden.
^ * Koblenzer Stadttheater. sSpielplan.) Mittwoch, den
8. Februar: „Die Fledermaus". Donnerstag, den 4 .: „Im weißen Nößl", „Als ich wiederkam". Freitag, den 8.: „Der Za;>fen- streich". Samstag, den 6.: „Der Hochtourist". Sonntag, den 7 ., nachmittags 4 Uhr: „Alt - Heidelberg": abends 7 Uhr, zum crstciip mal: „Hofsmanns Erzählungen". Montag, den 8.: „Nachtasyl".
* Verschiedene Mitteilungen. Die Münzenhandlung von Adolph Heß Nachf., Mainzer Landstraße 49, Frankfurt a.M. veröffentlicht soeben den Katalog der Meüaillen- sammlung des Herrn Eduard Mertens fen. in Hannover, enthaltend moderne Kunstmodalllen und Plaquetten, historische Medaillen, Medaillen aus Privatpersonen, diverse Münzen usw. Die öffentliche Versteigerung findet statt: Montag, den 7. März 1904, und folgende Tage im Lokale und unter Leitung des Experten Adolph Heß Nachfolger, Mainzer Landstraße 49, Frank- 1904 11 Sonntag, den 6. März
Präsident Lo übet machte dem Professor und der Frau Professor Curie einen Besuch; er wohnte
Experimenten mit Radium bei und sprach dem Ehepaar seine wärmsten Wückwnnsche zu seinen Wissenschaft lichen Erfolgen aus.
Eine K r i c g s k a r t e von D e u t s ch - S ü d w e st- afrika, Blatt Winöhoek im Matzstabe von 1 : 800 000 , iteOft llbcrsichtsblatt des gesamtes Schutzgebietes, ist st* eben im Verlage von Dietrich Reiner in Berlin erschienen. Sie ist im Auftrages des Großen Generalstabes aus Grundlage aller bisher veröffentlichten Karten und der unveröffentlichten Materialien der Kolonial- abtcitung des Auswärtigen u. a. m. in dem kartographischen Institut der Verlagsfirma hergestellt und bietet somit die neueste und vollständigste Darstellung des vo» dem Herero-Aufstande heimgesuchten Gebietes.
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wurden In dieser Not wandte sich der Künstler an Gesandten, den Marchese Malespina, der dem Grosiw->i' erklären ließ, daß er. wenn die Vorstellung nicht geftattet werden sollte, keine Beziehungen mit den bflÄ Mmister-n mehr unterhalten könne und dem Sultans Angelegenheit persönlich unterbreiten müßte Darw»n- wurde die Erlaubnis erteilt und der „KaufmaE Venedig gegeben. In Konstantinopel fand aber eme Judenverfolgung noch eine Revolution statt!
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U-m Kirchevirich.
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— Die Nr. 76 der „Mitteilungen der Mnsikalieu- handlung Breitkopf und Härtel. Leipzig" — ist erschienen. Aus dem reichen Inhalt interessiert u. a. der Hinweis auf das Erscheinen der von H. K r e t s ch m a r heraus- gegebenen Sammlung „Kleiner Handbücher der Musikgeschichte", auf die „praktische Neuausgabe der Orchester- werte Handels" durch Max Setffert usw. Unter den Verzeichnissen neuerschienencr Kompositionen fiß 11 ' rtercn auch zwei Hefte Lieder unseres einheimischen Tonkünstlers E. Uhl, auf welche an dieser Stelle schon seinerzeit hingewiesen wurde. — Im Selbstverläge Erich Wem Heuer, Wiesbaden, Gustav-Adolsstraße 6, erschienen von diesem hierorts durch einige Orchesterwertt schon bekannt gewordenen Komponisten sMitglied der Kuvkapellcj zwei Hefte mit je zwei Männerchörcn. Es sind Gedichte von Fcrd. Maurer aus dessen beliebter Liedersammlung „Hoch der Rhein", zu welchen Min- heuer passende Weisen gefunden hat. Die Cyorlieöer sind, bis auf kleine Unebciihciteu, geschickt gesetzt; streben nach möglichst charakteristischer Ausdeutung des Textes und dürften durch ihren frischen Klang in manchen Sängerkrcisen willkommene Aufnahme finden. — Be> dieser Gelegenheit habe ich noch eine schwere Unterlassungssünde gut zu machen. Die kürzlich angozeigten „Lieder" von M. B o u f f i c r sind nämlich — daö wurde vergessen, zu melden — von M. S ch u l z ° C u r t i«* gedichtet. M. Schulz-Curtius aber ist der Name einer einheimischen Dichterin. Ehre also, dem gebührt. o. D-
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