cu M.j.mrt für btc AVeno-AU-gave m i* ugi miuuup, im ^ Anrnryme «rscheinenden Ausgabe, wie für die An-eigen-Aufnahme
Redaktions-Fernsprecher No. K2.
Samstag» derr 12. Dezember.
BerlagS-Fernsprecher No. 2SS».
Deutscher Reichstag
der Konflikt Zwischen den Radikalen und der Regierung
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beigelegt, da brach auch schon die ^manzministerckrisu' aus, und wir können sicher sein, daß uns die verchrlichen Herren Serben für die nächste Wochenschau schon wieder eine neue Krisis zur Verfügung stellen werden. Smd doch die zahlreichenAlarnrgerüchte, die in ununterbrochener Reihenfolge aus diesem Balkanwinkel in die Welt dringen, ein Kennzeichen der fieberhaft erregten Stimmung in
dem Lande. .. , . —
Einen unlauteren Wettbewerb bereitet den Serben auf dem Gebiete der politischen Sensationen „fern rm Süd das schöne Spanien." Der rätselhafte Vorfall, der sich bei dem Jagdaufenthalt des jungen Königs m Casa de Campo abspielte und bei dem em Hut durch einen Waldheger aus dem Gefolge des Königs erschossen wurde, ist noch immer nicht aufgeklärt, aber die Vermutung liegt nahe, daß dieser Vorgang irgend einen politischen Hinter- arund hat. Ob es dem neuen Kabinett Maura gelingen wird, in dem durch unaufhörliche Unruhen un Ärbeiterausstände zerrütteten Lande Ordnung zu schaffen, das wird man ja wohlwollend abwarten können, aber die
Hoffnung ist schwach. Daß die Republikaner zunächst ^
Obstruktion im Parlament eingestellt haben, ist jedenfalls nur als ein sehr mäßiger Erfolg des neuen Kabinetts zu
^Ettoas besser lassen sich die Verhältnisse in Italien an wo der am Mttwoch vom Fmanzimmster der Deputiertenkammer unterbreitete S t a a t s h a ns- h a l t s e t a t alles in allem einen freundlicheren Eindruck macht, als man dies in Italien gewohnt ist. Die italienische Regierung will in diesem ^ahre von eimm neuen Staatspump absehen. Das ist immerhin schon
^Ein recht großes Programm hat Präsident R o o se v e l t bei der Eröffnung des a me r ik a n 1 1 • schen Kongresses verkündet, aber m Ainerikastind die Programme feil wie Brombeeren und auf die Aus- führiing pflegt man dort weniger Wert zu legen, immerhin konnte Roosevelt mit der erfolgreichen Panama- Kanal-Revolution paradieren, und dies sichert chm für I länaere Feit eine starke Volkstümlichkeit m Amerika. Die K^mbi° " -üst« angeblich. - mit SMmyOTatt I den verlorenen Sohn" Panama unter die elterliche I Obhut zurückzuführen, aber man glaubt nicht rechr daran, daß Kolumbien ernst machen will.
Auch die „ernsthaften Absichten" Japans, den R u s s e n ein „Bis hierher und nicht weiter, zuzurufen, sind von vornherein mit einem starken Mißtrauen aufge- nommen worden, das sich unterdes als berechtigt erwiesen hat Rußland und Japan sind allem Anschein nach im Begriff, sich über die M a n d s ch u r er - und K orea- Frage schiedlich-friedlich zu verständigen Und diese Verständigung düSe -mch oder sta^r zustmrde
Berlin, 11. Dezember.
Die Debatte über den Etat nahm heute zunächst der Sprecher der Nativnalliberalen, llr. 'S a t t l e r, auf. Man erwartet von ihm wenigstens im Reichstage kerne v ! *- —Oben
atz wieder Prinz Joachim Albrecht, und an der Minister- bank plauderte f
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er die tiefgehende Erregung.
Sensationen, und so war das Haus nicht eben voll. Oben atz wieder Prinz Joachim Albrecht, und an der Minister- bank plauderte Minister Budde mit dem Abg. v. Kröcher. — Dr Sattler bespricht die Finanzrefvrm, nachdem
welche die Erkrankung des
v—.. erwähnt und die prompten
Veröffentlichungen über das Befinden des Kaisers als dankenswert bezeichnet. Sich in den Finanz-Aufstellungen znrcchtzufinden, sei schwierig. Die Verkürzung der Wer- Weisungen sei unbedenklich und dre Verwendung zur Schuldentilgung jedenfalls richtiger als bas bisherige Verfahren. Eine energische Organisation der Reichs» Finanzvcrwaltung hielten seine Freunde notwerckig. Wenn auch die gegenwärtige Vorlage kein großes Werk sei, so bringe sie doch erhebliche Fortschritte, und es sei zu hoffen, datz in der Kommission etwas zustande komme, und datz der Schatzsekretär später Gelegenheit zu ausgiebigeren Reformen nehmen werde. Es muffe erwartet werden, datz die Budgetkommission ber der Zwchnß-An- leibc von »Ohh Millionen, durch welche der Etat ins Gleichgewicht gebracht werden solle, durch Abstriche an den Ausgaben kürzen werde. Auf die auswärtige Politik ein- »uneben unterlasse er. Wolle man die Kolonien Nicht ausgeben so müsse aus ihnen so viel wie möglich gemacht werden ' Auch seine Freunde beklagten die Mltzstande rat Heere, und wenn, wie es scheine, Überanstrengungen der Offiziere die Ursache der Mißhandlungen seren, was g - denke dann die Heeresverwaltung dagegen zu tun. Daß Offiziere, die sich etwas zuschulden kommen ließen, zur Strafe zum Train versetzt würden, sei nicht das richtige orei-sabren Auffällig sei der Mangel an Offizieren und
der Susuä im
M iCTC die Ostmarken-Zulage seren auch für das Heer notwendig und feien auch nicht mehr neu, denn sie bestünden schon lange in Elsaß-Lothringen Den groß.
entsMeden entgegengetreten werden. (Unruhe.) EM Versuch wieder ein selbständiges Königreich Hannover erlangen würde einen blutigen Kampf entfesseln. Weiter beklagt^Redner die ZerriffenhKt d°S RÄchs- lvisenbabnivetens. Er betont, er wolle nicht eine Reichs- EisenSlihn-GemeiNschaft fordern, eine solche habe aber sebr viel Gutes. Sodann fragt er den Kriegsminister, Hinausschiebung einer neuen Militärvorlage etwa erne pRnstpielle Bedeutung habe, und dann ben Marine- minUter wie es möglich wurde, datz Huffener rn Magde- ^ ra srei wozieren gehen konnte. Ein Fortschrerten auf den? Gebiete der Sozialpolitik sei notwendig ebenso die
Nachdem der Reichstag bereits rn der vorigen Woche feierlich eröffnet worden war, hat er rn dreier Le eigentliche Arbeit begonnen. Mit der ersten SfiA Etats ist zugleich dre der sogmannten N?nen Reichsfinanzreforrn verbunden worden aber über die Aussichten dieser Vorlage sicht SfötTU >n«t klare- als „ Ar,s-m,. D>° EM. ^.iduna hängt hier im wesmtlichen berm Jmtrum, das L Z alla OPPstMon, wie sie auch der Redner des Zentrums, Herr Schädler, geltmd gemacht hat, doch rm §Le nicht chgmeigt zu sein scheint, sich m irgend einer mit der Regierung zu verständigen, ffierat ba» Lwum die Verweisung der Vorlage an eine Kommission Lnttagte, so läßt das hinreichend erkennen,.datz e» S&afe Brücken zwischen sich und der Regierungsvorlage abbrechm tost. Im übngm hat dre Etatsde- Le sich auch diesmal wieder auf erner recht breiten Grundlage abgespielt, irnd die Redner der verschiedensten Parteien haben diese Gelegmheit benutzt, chrem^Herzm Äst zu machen und Mißstände auf zahlreichen Gebietm unseres öffenüichen Lebens zur Sprache zu bringen, übrigen ist aber bei dem bisherigen Zerlauf,der Etast- debatte die ersrmliche Tatsache sestzirstellen, daß die Tonart im Vergleich zu dem, was man vom altm Reichstag gewöhnt war, eine ganz , erheblich mildere geworden ist.
Mau schlägt sich, mau verträgt sich
Stückchen von
Außerdem Hab'
Band so geheimnisvoll, überbrachte,
„Dm werd' ich mir schon abhaltm. ich ja einm Talisman."
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jiKliäieS Ärmchm, „mspimnt- h>-- ^s »ch-
nachtsgeschmk von memem. galanten^ Herrn Aetttr.plber in welche Gegend hetzen wir nun die Bandes staste pe stck^d trat an eine Karte des. 5kreises, dre an der Wand , m s fnfir mit svibem Finger darüber hm. „Hin, ?bSi„ S WMdes finstem Sründm rft die b-iiihmk-
emZ Ä Ä. «m. ,»dA>-
bald Stundm weiter, erhebt der Schaastberg fern waldiges Harrpt. Hier scheint mir eine WaldMese oder w was zwischen den Waldbestand emgezeichnet zu. sera Famos' Und hier mitten darauf ein Pünktchen mst dm Bezeichnung „Vogelskau". Also die Vogelstau auf dem
Schaassberg. ^s?" frug er. Da drehte sie sich auf
dem"Absatz herum und lachte: „Du bist doch recht schwer von Begrsts D° in der Vogelskau will ich mir ra Eurer Versmnmluugsnacht mit dem Herm von Re tem-Zackerlm ein Rendezvous geben. Wenn du nicht, gleich sMe bist und mich noch weiter Mit Fragm bedraugst, dann lade ich mst auch noch dm armen, trostbedurftigm Herm von
Wstklich ging Agnes von der Pforten zwei Stunden svätm nach Mühlbach. Ein scharfer Ostwmd wehte und oft hatte ihr kleines zierliches Persönchen Mühe,, sich ° Tt ,, TOinh , 1 , füllten Wohl war sie gut nnt einem schwerm Sammetmantel versorgt und 'Musf und Kragen
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Luft machte ihre Wangen glühend, nnd. ihr Haar wirrre unter dem Pelzmützcheii flattemb um ihre ^llstafm, si kämpfte sich jedoch tapfer weiter, sagte erst m Mühlbach ^ miöfmp st outen Tag" und stellte sich dann aus dem o m sS;S Sie wünsche dm Herrn Landrat
st eLr mntlicheii'Angelegmheit zu sprechm beschted sie
den Schreiber, der allerlei Ausreden gebrmichm ivollte,
Zst sich däs, mein Herr. Aber hmt' noch werde sth meine Svoreii verdimm. — Übermorgen also hobm die Heri- schasten wieder eine politische Versammlung an der alten
Stelle." . , . ^
„Die Spitzel der Behördm werdeii nicht vermutm, datz wir "denselben Rendezvous-Platz wählen.' . .
Das ist die Frage. — Jedenfalls werde ich diejenige sein" die Euch die Polizei und Gmdarmerie. an arten anderen Ort lockt. Ich Hab' mir die. Sa^e raflich überlegt und werd' Euch dm ersten ordmtlrchm Tienst.er- weisen. Gleich nach dem Essm wandere ich nach Muhl-
H das fremde Weib das wohlversiegelte Paket mit dem rÄen.Seideuzmg und den schtva>rz.rot.goldmm Bändchen
geliefert, aus dmm ich heimlich die Schlüppcher nnt don rotm Rosettm machen soll." „
»Ja, ich Hab dir ja selber das Muster mitgevrncht.
* 8 . - "hon jeden Abend, wenn ich
bst, bei verschlossener Tur rtig gemacht und bst ganz Hätte ich mich nun mit dem ' ' .m hätte ich doch..diese
nicht fortsetzm dürfen,
»Run, und ich Hab nun sc ?tz.chemend zu Bett gegangen w®. hundert Schlüppck SttEssen auf die Arbeit.
Wrn von Klestach verlobt, dann hätte ich oocp.oi^ >L?ne, stastsgefährliche Arbeit nicht fortsetzm durfm, M wchr? Also du sichst, das demokratische Abzachen 8^uruh. verhindert, mit einem Adelstitel fernerhin durchs zu tnundern "
»Du bist und bleibst ein lristiges Äffchen, Agnes", lachte «und ssteichelte ihr die Wangen. r , .
»Na, meinettvegen", sagte sie. „Aber nun gesteh e^
