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H- Jaftrg«^«.

Orfcheim m zwei Ausgabe». - 52 «,»-?'«»: durch den. Verlag so Pfg. m-natüch. durch dar Post 8 Ml. S« Pfg. viertel,ahrlich für veror Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

19,000 Abonnenten.

A«zeige,»-Pr«i»,

Die einspaltige Petitzeile für lokale Anze,ge» 15 Psa./sür auswärtige Anzeigen 2.> Pr?s.. Reklamen die Petitzcile für Wiesbaden oO Pfg.. für auswarlS 1 Mk.

Ameigen - Annahme Ausga be, wie für die Anzcrgen-Aufnahme a n de,nmmt °°rs-m»---- —

g**” p -----—----T nn Ncdakti°nS.Fern!prccher No. 52. J

557« «erkagS-Fernfprecher N«. 2953.

Morgen-

3 ?ür öen Worrcrt Dezember:

auf das

„Wiesbadener Tagblatt

,u abonnieren, findet sich Gelegenheit

im Urrlag Langgaffe 87, bei den AusgabrftrUe». den Zweig - Expeditionen

der Nachbarorte,

und bei s ämtlichen -rutschen Reichvyostaustalten.

Zur Abrüstungsfragr.

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1730 \ m englischen Parlament hielt, zu vernehmen, .ln-

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Meine Herren! Man hat uns viel erzählt über Pari

Sonntag» den 29 . Uovvml»ev.

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^^SS^men' Unsere Nachbarn waren und sind noch iimmr in seder Beziehung geknechtet durch ba» ständig

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Offizieren befehligt sei. denen auch mir der Gedanke einer

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r klein ibre Lebensdauer ist unbestimmt und wir wissen

SfiÄ. noch im »°mmm,d> blechen.

sie können plötzlich entlassen und geeignete Machtwert

L?«nm ja die rn-n» sscken Leidenschaften, wir wissen, wie verderblich e» Nt. aZ^dem bestm Manne zu viel Macht anzuvertrauem Nilob es iemals eine bravere Armee als unter ^uliNn crösor 'und bat jemals eine ihrem Lande treuer gedient als diese? Diese Armee war meist befehligt von den Mim Bürgern Roms. Männern von großem Ansehen und Reichtum, und dennoch, auch dieses Heer knechtete fern

^T^Baterlandsliebe der Soldaten. . die Ehre und

1908«

<7>,7s» ^UnicrlanuyueDe oer 'cuumwu/ ^ j , Y . .

Mulellosiakcit der Offiziere kommen hierbei gar nicht m Bcüracht denn durch die Militärgesetze ist die Justiz so S Jie Strafen so streng, daß weder Offizier noch Soldat es wagen darf^ den Befehlen der Borgesetzteri zu widersprechen, sie dürfen keine eigene Meinung haben. KZW. Ossizier ies-hlen wird. fÄe

...° seinem Hause zu verjagen, so mutz er es INN fver unv £SB et darf nicht ungehorsam sem^denn Ltiqer §d wäre die Folge der geringsten Wider- iebuna Wenn ein Offizier in Begleitung einer Anzahl Musketiere mit anfgepflanztem Bajonett in dieses

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ruscbr-'iben. was wir zu tun und wie wir avzmlimnnn hätten s° kenne ich wohl die Pflicht dieses Hauses! es

wäre unsere Pflicht, den Offizier an einer !^rzfimn^ür oiifz.ubänaen' aber, meine zerren! ich zweifle fegr, vuv wir^eine solche Pflichttreue finden würden, weder sn dwsem. noch in einem anderen Abgeordnetenhause. da» jemal» rn

Melne^rrm?' Ich erzähle Ihnen keine Phantasie- geschichten. sondern ich erzähle Ihnen die nackte Beg en- heit, die einem englischen Abgeordnetenhaus englischen Armee widerfahren ist. iind zwar^emer -brwee. welche durch dieses Haus geschaffen und bezchlt^ourde und deren Generale von demselben Hanse ernannt woroen sind. Wir wollen uns deshalb nicht embüdern daß ^n v?m dZrlEmte geMssenes ^unterhMen^ ■ 0

jtalf ist daß sie dem Parlamente Furcht einzuflößen ver- E wird sie demselben nur so lange gehorchen, als es ' P'.P YnnZ thrm Miebtelten ©ßticroI'Ctt itiiifefctßcji

UHiZM'sLS s?mm

iaffon werden würde, statt wie dies umgekehrt zu g

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iu Ä'ÄtA ÄiS wer immer für Me VrotÄtanfische Sukzession sei. schon aus diesem> Grunde r-ie

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üasi weder die protestantische noch irgend eme an

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das Heer in leidlicher Sichordination zu erhalwm denn sämtliche Generale und Offiziere warm ihre Kreaturen allein wie geschah es un er deren Wurde nicht jeder von ihnen durch die Armee s^blt er- Wuroe maji ^ ^ ^ ober sonstiges Recht?

^edm'Schuster Gärtner oder was sonst immer für ein Mann, dein es gelang, sich im Heere emporzuarbeitm imb s»ffen fiiineigung zu gewinnen, wurde zum Kaiser ^ Welt aemucht : wiirde nicht jeder Nachfolger auf den ^b>wn SS obS in den Abgrund gestürzt je nachdem es die ” "w Wahnsinn der Soldaten beftimmte?

Es wird uns gesagt: man wünsche das stehende Heer

bloß auf ein oder auf eine bestimmte Anzahl von

fiabrm bewilligt zu sehen. Wie absurd sind doch dies Unterscheidungen! Besieht denn irg endwo in der Welt

KeniUeton.

Joseph Muffs yingster Roman.

Der Dichter ist-°n -in« Gestalt^oft wie nntom

»äSääkas

narrischen Leute haven iyic .. . axnic

aber Md hartnäckiger"und ehrgeiziger. Die vom Dichwr vorgelegten Kleider sind ihnen zu klcn | ( i in un& schicken ne unreinen gJ^SS^cijcclc sitzen.

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Epfiodenspiel"im Drama ^nügte ihm mcht.^^ Er^vllrc

Lewm/gesthühte^e^ählem staU^^immcr^ nur bai war«--

SS'siff S^iSen WMn ^n^un^als Frucht

^PitNe^Pitt?ewitt" (Berlin. Grotescher Verlag)

ÄÄSel 1 Äe Pitfiewitt hat ein Recht auf d e Hartnäckigkeit, mit der er daraus b^ and. seine Liebes- und Leidensgeschichte zu erzählen, «re ist

Eäääää E ir Ä SS" 8 ..“

Denn die "Suggestionskraft der alleinseligmachenden Kirche hat weniger Macht über ihn rmc über ,ene be^eii, denen der dumpfe Zauber so tief ,m Zlut sitzt. cZein Fühlen und Denken regt und aupert sich freier, und er

steht daher dem rein menschlichen Interesse E niiher Ist er doch in dem kleinen Calcar der einzige voLmcit ge Vertreter eines freieren Geistes und des größeren,

K ^VLLLÄL SÄ ÄÄ

Wäldchen waldfrevlerisch als Schmuck für die Ma«.. -

UtÄffA S,?S ftftJSSs

brave' Schweinestecher schon in felner ganzen Gemuts- grötze und gewinnt sofort das Herz des «e'ers Aber Nicht nur für die Schmerzen der Natur, auch für me oer

ME- ^ ISSÄÄ mN tzZ

Hi funn sicki der Schnapsteufel mit dunklen groteoken

S-t? rtof öcr d^Sc^PfündunSÄr'eiufach Da rschUnt Pitfiewitt als Retter, obwohl er zur Aus- iiisuna des Alten eine schwere Hypothek auf sein Haus am- s. Katliio verspricht sich ihm darauf nicht blitz aus Dankbarkeit. AVer wie über dieser seltsam schönen

S« Ä I«

Ä"Ä!T- ir--n 7 ei,ÄS Gewitter. Bei Kathjes Bruder, einem fener Kaplane. denen das, was sie Religion nennen, das Herz verdorrt «mnlcr äu Besuch, der zwar meist religiöse Vorwürfe behandelt, dabei aber die künstlerisch-sinnliche Sehnsucht nach der Schönheit des weiblichen Körpers nicht unterdrücken kann. Er weiß es dem Kaplan als gott- woblaesällige Tat plausibel zu machen, wenn K^ihie ihm Modell stünde für ein Marienbild. Ganz schlau weist er den blinden Kaolan auch weiszumachen, daß er da»

Modell in Nacktheit vor sich braucht, unter Marrens Trinmphgewändern die Formen künstlerisch lebend:g e scheinen zu lassen. Kathje widersteht lange. Schließlich aber willigt sie ein. Pittjewitt. durch einen Freund ge- warnt überrascht die beiden. Der Maler entflieht ihm, wird aber von dem alten Jan, der halbtrunken von einer Kirmes, auf der er ebenfalls gewarnt wurde, auf einem Bachsteg aufgeyalten, und imRingkampf tiui die beiden den DodeMurz in das gestaute Wasser. Pittjewitt überwinde den Schmerz um Kathje seinen Ruin durZ bre Hypothek Si t vrF» TirmipS HtrflttfteS ^ÄClffCn. XCttCt ÖCTl vC]UJvi

jenen Rest seines Glückes auch, als Kathje nach langen c Vrrfafn'teii heimkehrt, seine Verzeihung zu erflehen, ob» 5 fS uSm (firner ,-llsi dem emer

Mutter zu folgen und die tief Gebeugte wieder ziehen zu lassen. Aber als nach Jahren Kathie -ndgultig n d Leimat znrückkehrt, nur um zu sterben, und da» alte ftierede in der Stadt, die nichts vom wahren Zusammeii- f' t De J und ihm alle Schuld am Unglück der, Ver» lassenen beimißt, wieder Macht gewinnt da schweig er zwar noch immer edelmütig dazu, aber die acte Wunde ist ihm zu schmerzhaft ausgebrochen, al» daß er noch ein­mal zum Leben gesunden könnte. Dem Tode nah, ruf! cr seinen Freund Jupp und übergibt ihm seine Lebens- aesckiichte damit dieser sie mit dem „richtigen Dreh ver- ,...i hntm der Öffentlichkeit übergebe. Und nun sehen wir daß wir zu Anfang dem biederen, Pittfewitt Unreckü getan haben. Es ist nicht bloß ehrgeizige Hart- näckigkeit. daß er unbedingt seinen eigenen Roman haben 3 L son shm die Ehrenrettung gegenüber dem Gerede der Leute sein. Laufs hat Pittjewitts Erwartung Last er der Lebensgcschichte den „richtigen,-^veh gelen werde n cht enttäuscht! Pittjewitt. und seine Genossen soweit' sie entscheidenden Anteil haben, werden dem Leser io lebendig und vertraut, daß er dieses merkwürdig in 6 Uück und Trauer verschlungene Schicksal mit richtigem Verständnis würdigen kann und dem braven Schweine- stockicr sicher das Zeugnis Nicht vorenthalt, daß er ein aufrechter Mensch und Kämpfer durch das Leberi gegangen sei Mit Freuden würde Pittjewitt in dem Roman auch seine' aelicbte niederrhcinische Landschaft wlederfindeii. cz,er hat Laufs wieder sein Bestes gegeben, ^r.ese Farben 'und Stimmungen, deren Kraft bis zur Wirkl.chkeits- suggestion reicht, malt ihm io schnell niemand nach. In