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61. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgabe». — BezugS-Prei«: durch den Verlag 5« Pfg. monatlich, durch die Post 2 Mk. SO Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Berlag: Langgaffe 27.

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Die einspaltige Petitzei>c für l°kal- Nnze,ge.

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,.<77.nnrh Möal ckkeit Sorge getragen.

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||jj 556. BerlagS-Fernfprecher No. 2958.

Abend-Awsqabe.

Politische Wochenschau.

«irfe Erörterung über den Ausfall der , n h s »17 r II in vrentzischen Abgeordneten- a u s e die zu Beginn dieser Woche noch mit Lebhaft^ >it betrieben wurde, ist im Verlarif der Woche allmahüch liaestaut Das Ergebnis der Abgeordnetenwahlen hatte L gegenüber den Urwahlen kerne Überraschungen S.L «b-rd-m rückt der

naende Zusammentritt des Ne t cy s ia g s ^ Gegenstände in den Vordergrund des. Interesses.

kurzen Abschnitt vor Weihnachten wird der Reich- aa freilich nicht viel Leistungen aufweisen tonnen. Muster >er ersten Lesung des Etats und der Verlängerung de' iandelsprovisoriums mit England wird man von cer, vor- veihnachtlichen Tätigkeit des Reichstags nichts Sonder-

. t . o Sri t vtrm

hes erwarten dürfen.

Wer es waren noch andere Gegenstände, welche rn « Woche das Interesse der Öffentlichkeit m ganz her- >rraaender Weise in Anspruch nahmen, derselben Ossenk Mit, welche im K w i l e ck a - P r o z e ß sowohl suteni Vorsitzenden, wie seitens des Staatsanwalts eine so iarfe Kritik erfuhr. Der Kwilecka-Prozetz. welcher inqer als einen Monat die . öffentliche Meinung be- höftiqte, hat nicht nur durch dre sinfattonellen Vorgangs,

Ache ihm zugrunde lagen, das allgemeine Interesse er- >ot sondeni nicht weniger durch die manche! lei Min fnde welche er auf den, Gebiet der Rechtsprechung bloß eleat hat Für die Unhaltbarkeit -der heutigen Form der Voruntersuchung hat der Prozeß wertvolles Materich be - cbrackt das von der Kommission zur Reform der Straf

SLdmm, nicht «m acht BeMen IKtte !.u#.

Nicht geringeres Jnterchse als der larcheaechreech .>»017 kulturbtstorischer Hintergrund teils an Freytag--' ti und Haben-, teils an den JMKMf ; a6m die Verhandlungen erregt, welche sich vor wm Oldenburger Gerichtshof abgespielt haben, tit auch der Hauptteil von dem, was m den Erzählungen [,i n pr kleinen Residenz" behauptet worden war, tucht L oLworden sind auch die beiden Angeklagten Dr.

Kies und Biermann wegen verleumderischer Beleidigung in finfiPTt Gefängnisstrafen verurteilt worden, so ist doch Erb«.««iibrid acbMra, d-d M MKM

fern brüorstrheudcu Rücktritt des JusNzminlsters Ruhstrat geglaubt wurde und geglaubt wird ™ ». *

Die Gerüchte von dem angeblich bevorstehenden Rua- tritt^des österreichischen Ministerpräsidenten v. Korb er sind wieder verstummt, und es scheint, alv ob da» sch? ! Rededuell ^ zuüschcn den Ministerpräsidenten der beiden Reichshälften ohne sichtbare politische Folgen bleiben wird .

Oie Nevolutzer.

Roman von Walther Schulte vom Brühl.

(3g. Fortsetzung.)

XV.

*

Ag^es schnell, der Rummel geht los!" rief Gott ed. mit einem Opernglase an einem Fenster ^es eil m iockes stehend, seiner Kousme zu, d« s^l m eineni neben liegenden Zimmer zu tun machte. Eilig tam o ädchen herbei und stellte.sich neben ihri ans Inster n dem aus man einen weiten Blick ms Tal hinab uno

gffiTÄ«% -r ä

nsÄts des Gestrüpps da, das Ihr stolz den Eigersbusch i nennen büsibü Jetzt kommt der zweite Trieb! Paß

^ Er^reicht'e" ihr das Opernglas, und sie musterte die mge Schützenkette, die sich von der unteren Ecke der von er Pfortenschen Saatschulen über Bach und Tal hmweg

i weitem Halbkreis bis zur Hohe Gebü'ck reichte

m Flüael fast bis an das abzutreibende Gebüsch retqre

Viel versteh' ich zwar nicht von der <->ache, aber ich laube, das der Freiherr, den Schlachtenplan zu d,e em lveiten Treiben sehr geschickt entworfen hat Da^ Hasem eua wird aegcn das Tal getrieben. Eure Hecken ver veLn ibm hier den Weg. also müßte cs durch dre Wiesen «ÄVW TaFrrrmd nett Drang zu Höherem hat und mit Dockebe den Berg Ünausrennt, so werden dre da auf dem rechten

flüael ordentlich zu tun krregen. -vre da unten an itttierer Hecke und am Bachübergauge stehen, haben.s b quemer. Dort kommt wohl nicht viel durch, tmd ste können

^Und wo"haben sie den Vater hingestellt?,'

Samstag» den 28. November.

Man sollte auch meinen, bafe beide Mimster ^^enen Land« gegenüber den Parteien mitso großen Schwierrg ketten zu kämpfen haben, daß sie suglich beim

Anrempelei unterlassen konnten, über f A- .. Grusen T i s z a aehören dre Vorstoße gegm Ostervet 1 Lum Rüstzeug?Z.er Politik, mit der Chauvinisten zu besänftrgen gedenkt ^ndchen hat auch die Politik der scharfen D-nart nicht ^hindern können daß endlich der lange angetundigte Kuszu? Apponyis und stmsr Gctrsüm aus dec liberal«, Partei

""BZ-r^ÄchZi- °-s die V-rMüdiM--«

Es geh. der

Pforte wie dem kleinen Kinde, das zum erstm Male^em bittere Arznei trinken soll. Die b^den Doktoren, ß^ land und Österreich-Ungarn, setzten ihm das bittere Trank lein makedonisches Reformprogramm an den^Mund, aber 'L? Patient sträubt sich und sucht mtt dm Doktoren über eüte Verdünnung der Mediztn zu. unterhandeln Indessen es Hilst ihm nichts.. Und der Patient wtrd wohl oder tibel, oder vielmehr nicht wohl, sondern nur übel, schluckzessive das makedonische Reformprogramm zu sich

nehmm mussem g^z ^thode, nach welcher Rußland st» stTMnhirfMiret verspeist Zwar werden nochl immer von ^englischer Seite die unglaublichsten Schwindelnach- ricktm verbreitet, welche abwechselnd CH t na und aeacn Rußland rüsten lassen, aber die Russin lachen darüber, denn sie wissen, daß die mglische Presse wohl Nachrichten, aber keinen Krieg machen kann.

Fort ist fort, hin ist hin!" China wird die Man­dschurei ebensowenig jemals wiederbekommen, wie Ko- l u in bien seine ebemalige Provmz P a n a m a , dw nim Freistaat avanciert ist. Zwar spielt letzt Kolumbien, tMGegensatz zu seiner bisherigen Poltttk der Drohungen, klie Nolle der trauernden Eltern, tvelche dem verlorenen Sobu ankündem Panama, kehre zurück dir tst alles ver­geben' Aber Panama will nicht. Es hat seinen Kanal- Vertrag mit der Union auf eigene Faust gemacht, und das kioueritde Kolumbien, welches den Anschlitß verpaßt bat, muß sich wohl oder Übel in die bittere Erkenntnis fugen: Was man von der Minute ansgeschlagen, gtbt keine Ewigkeit zurück. _

RedaktionNFernIprccher No. 52.

1903.

Politische Übersicht.

Zur Jesnitensrage.

L. SB e r I in, 27. November.

srtviMj p-itel Friedrich hätte beinahe Jesuiten zu sehen

r i„ i r::Sn 7 r.»V U.» »->

„N^Uht auf diesem Posten. Sieh nur mal

ist dein geliebter .Herr von Kleibach. . • - s lim -mcit All, loß mich doch zufrieden mit dieser oummm

Neckerei" sagte sie ärgerlich. „Äsiit dem bm rch so weit, oder^ vielmehr er ist noch nicht so weit mit imr Und der nächste an ihm ist dein Herr Papa Sieh nur,"wie er senie Flinte hält, ganz als ict er beinen an Jäger gewesen. Tte f>ose hat er w g,

du^bist^eklig mit deiner Spötterei", schmollte

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6ie Schü-mkistt- fort. A»c fünfzig Schn« !«»>

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stehen, die keinen Krummen lebendig mß^dem Trcwen

Hubertus gebärden. Tein Papa ist wenigstens ehrlicher. Und wo stecken denn die Trewer. , .

"^ie siehst du nicht, denn sie stehen in dichter Kette

hören^ denn müssiu^ch MmdsMakA vollfiihren. Sm Snn bie licnm ziemlich f-st >m Hnd-f-nnt,md

«faSte». D-ch 6oc4, die- S°rnl'g»°- >!' *«

Zeichen, daß die Kerls Vorgehen sollen.

Wirklick vernahm man ietzt in der ^erne hinter dem Wald das Esitön einer schrecklichen Katzeninusik. Es wurde

jenseits der niederländischen Grenze »nd^n cute^ dieser Schlösser, natürlich aus niederländischem Bodet. sollen Jesuiten wohnen. Graf Hocnvbrocch, etn Bruder L bekannten Exjesuiten, hatte den Je'mten mahrm d des Kulturkampfes und nachher tn lenem Schlosse em Asyl bereitet, seinerzeit zum heftigen Arger des Fürsten Bismarck, wie man weifi. Nun "'rd der Ptznz dock keine Je'uiteu dort antressen, ste haben llch merr niürdiaerweise alle schon zum 1. Oktober verzogen, und ihr harÄ r Ersatz durch belgische Schulschwestern mag den jungen Prinzen nicht sonderlich inter-s,.er-n. An und für sich wäre die ganze Sache zu bclauglvs, auch wenn eine ganze Korporalschaft von Jeiuiten den Sohn des Kaisers begrüßte, aber da die JLsuitenfrage s r ^ und rund noch immer hrngelagert iit und mit ryrem schwarzen Schatten ein so großes Segment unseres polr ruck?n Kebens deckt, so ist cs wieder nur natürlich, wenn

HfÄS«ra, faSÄ««-

Besuch eines Prinzen bet einem der rabiatesten Jesmte benönuer nicht etwas zu bedeuten haben konnte, ^jn Wirklichkeit wird es gar nichts zu bedeuten haben. I Wirklichkeit wird das Zentrum auch seine Jesuiten nicht so bald ins "and hineinbekommen. Denn seit den Reichs»

«ÄS,'Ä -,-ch

W«-°maEs'^mPg-nd»Ä»°S»«!>- d7s »«'I°rS -«« aeaönnt wenn er b im Grafen Hocnsbroech etne Spezia­lität kennen gelernt hätte. Ober braucht er dazu nicht erst diese Reise?

Das Tentschtum in Galizien

b PfAni ffin oaliuscker Brief, der iii der Monatsschrift des ^Allgem. Teutschm Schulvereins „Das Deutschtum im Ausland" veröffentlicht wird, stellt nun dieser lau, - läufig gewordenen Auffassung eine wert tröstlichere ent- rt Jcn Der wirtschaftliche Niedergang, so heißt es da, si?zwar nicht zu leugnen, aber auf dsi besonder» wrdrrgen Umstände der letzten Jahre zurückzufuhren, die schlechte Ernten^ gebracht hättet,. Von diesem Nredergemg w olio auch die volnische Bevölkerung betroffen. »« ber Brief, der vorwiegend die ländlichen^Verhaltni^

acvfiffeu, getutet, geknarrt, mit Stöcken gegen die Busche iind gegen'dm harten Boden geschlagen und gebrüllt, al. ei die Hölle im Anzuge. Der Spektakel näherte sich etwas und jetzt konnte man auf ben schneebedeckten Wiesen einiae dunkle Punkte erkennen, die ersten Hasen, die dre Gluckt erariffen Einige hoppelten noch Unschlüssig hm und ber alte Herren die mit einer gewissen Gelassen­heit die Dinge an sich herantreten lassen wollteiu Dann wurden der Pünktchen mehr, die sich m großer Eile über t,Pii Kcknee fortbeweqten. Dre merstm jagten^ wirklich den Hügel hinauf, dem rechtm Flügel der Schützenlinie zu, uiid dort fielen die ersten Schüsse.

„Ach, jetzt haben wohl schon ein paar von den armen Kerlen dran glatiben müssm, wenn ste nicht erw g schwer verwundet im Schnee zappeln Es stt doch em

«-m-s Pläsier". tZ

fried war ganz Eifer und öffnete das geäster, um vcster

sehen zu könnm. ^

Jetzt guck hin, Agnes, jetzt kommt cmer das -al herunter auf die Brücke zu. Donnerwetter, der hat s

etIl9 i,?, Mädchen folgte dem Tier mit dem Glase, wie es m hchen Sätzen über das unebene Gelände sagte und nun nnr in einem eleganten Sprunge über den Bach hupfte. Immer näher kam er den drei Jägern des äußersten Imken

^" 9 Ter hat's auf des Ohms Beine abgesehen", lachte Gottfried, aber Agnes schrie plötzlich auf. Das ist fa

77777,7,'öalick' Ter Has ist ja ganz bunt. Ich seh ?s ganz deutlich. Er hat einen grasgrünen Rucken und

EE »-! Twst°>- fuhr « »ttiriei

^“H'eitt, nein! Da sieh doch selber!" rief sie und «dZWund.- zu schaue,r