i
Beilage zum Wiesbadener Tagklatt.
U-. 324. Abend-Ausgabe.
Montag, den 9. November.
81. Jahrgang. 1809.
- Verordn««,
bezirhungsweiie Ergänzung de«
betr. Avanderuna vezieyungsweue Ergänzung oc« ß 62 der Polizei-Verordnung vom 18. Eept. 1900,
Auf Grund der Paragr. 5 und 6 der Allerhöchsten Verordnung vom 20. September 1887 über die Polizeiverwaltuiig in den neu erworbenen LandcStcilen, sowie der Paragr. 143 und 144 de« Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 wird unter Aufhebung der bisherigen Bestimmung de« Paragr. 62 derPolizei- Perordnung vom 18. September 1900 mit Zustimmung de« Magistrat« für den Polizeibezirk der Stadt Wiesbaden verordnet wa» folgt:
Der Paragr. 62 der Polizei-Verordnung vom 18. September 1900 erhält folgende Fassung:
8 62.
Aushängen und Ansklopfe« von Gegenständen.
1. Auf öffentlichen Straßen und in Vorgärten sowie an straßenwärt« und nach Vorgärten zu belcgcnen Türen, Fenstern und Ballonen ist das Aushängen und Aurlegen von Wäsche und da« AuSlegcn, Klopfen und Ausstäubcn von Kleidern, Teppichen, Betten, Matratzen und ähnlichen Gegenständen verboten. Ausgenommen hiervon ist da« AnSlegen von Teppichen zur Ausschmückung bei öffentlichen Festveranstaltungen.
2. Das Ausklopsen der ad 1 genannten Gegen stände ist in Höfen und Gärten innerhalb der Stadt nur au Werktagen von 8 bis 12 Uhr vormittags gestattet. Zimmertcppiche und Läufer, deren Flächeninhalt 16 Quadratmeter überstcist, dürfen innerhalb der Sradt, sowie in der Nähe von öffentlichen Straßen, Plätzen und Promenadenwegen im Umkreise der Stadt überhaupt nicht aus- zcklopft oder gestäubt werden.
8. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werde» mit der im Paragr. 75 der Polizei- Verordnung vom 16. September 1900 angedrobtcn Strafe (bis zu 30 Mk., eventuell 3 Tagen Haft) geahndet.
4. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Publikation in Kraft. *
Wiesbaden, den 8. April 1903.
Der König!. Polizei-Direktor: v. Scher»«?.
Requiem v. H. Berlioz.
Morgen Dienstag 9 Uhr: Probe für die Herren In der Oberrealschule, Oranienstrasse. F 483
Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen bittet
Franz Mannstaedt.
Bureau Confiance,
_ienstratze 21, am GerichtSgebäud«,
besorgt aussergerichtl. Arrangement«, fertigt Verträge, Gesuche. Bittschriften,
Verpflegnngs-Tarif des städtischen Krankenhauses zu Wiesbaden Vom 1. April 1903 ab in Gültigkeit.
Für
1. Verpflegung in I. Clafle täglich 7 Mark.
2. * .. II. .. „ 5 „
Daneben ist von den Kranken 1 und 2
g llaffe I und II) an den behandelnden derarzt ein den Verhältnissen angemessenes Honorar zu entrichten.
Außerdem sind von diesen Kranken die Kosten für Reinigen der Leibwäsche, für Medicin und sonstige Heilmittel, Heilbäder, Verbandmaterial, Wein, Transport, besondere Wartung und dergleichen besonders ui zahlen.
8. Vervflegnng in III. Classc und zwar: a) für hiesige Einwohner, für Mitglieder derjenigen Krankenkassen und eingeschriebenen Hülfrkassen, welche ihren Sitz im Stadtkreise Wiesbaden habe», sowie für Personen, welche für Rechnung der hiesigen städtischen Armen-Verwaltnng untcrgebrach» sind, täglich 2 Mark mit Extrazimmer 3 .
b) für alle übrigen Personen 3 „
mit Extrazimmer 4
«) für Kinder bis zum Alter von 10 Jahren: wird iu allen Clasien der halbe Tarifsatz für Erwachsene berechnet.
L In den Verpflegungssätzen der III. Classe sind die Kosten für ärztliche Behandlung, Medicin, Verbandmaterial, Leibwäsche rc. mit enthalten.
Besonder« zu vergüten sind dagegen die baarcn Auslagen, für Thermalbäder, besondere Wartung, Kleidung, künstliche Glieder, Transporte pp.
Die Koste» für besondere Wartung können ganz oder thcilweise, je nach Lage der Verhältnisse des betreffenden Patienten, durch Beschluß der Krankenhaus - Deputation erlassen werden, b. Der Tag der Aufnahme und Entlassung wird zusammen für einen Tag gerechnet.
6. Für Patienten, welche für eigene Rechnung verpflegt werden, ist bei der Aufnahme ein entsprechender Geldbetrag bei der Krankem bauskasse zu deponircn.
7. Für zahlungsfähige Personen, welche im Krankenhause ärztliche Hülfe nachsuchen und erhalten, die aber nicht aufgenommen sei» wollen, sind die Kosten für Medicin, Verbandmaterial pp. zu erstatten.
8. Bei Todesfällen der I. und II. Classe können die Relikten zur Erstattung de« benutzten ganzen Bettes herangezogen werden.
S. Für Ankleiden pp. von Leiche» wird die in der Friedbofsordnung für die Stadt Wiesbaden festgesetzte Taxe von den Angehörigen der Verstorbenen gezahlt und dem Leichen, ankleider vergütet.
Bei Verstorbenen, welche aus öffentlichen Armrnmilteln verpflegt worden sind, erfolgt dar Ankleiden unentgeltlich.
10. Das Dienstboten-Jahresabonnement beträgt 8 Mark für jeden Dienstboten.
Vorstehender vom 1. April d. I. gültiger und dom Magistrat unterm 11. d. M. genehmigter BerpflegungStarif, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Wiesbaden» den 21. Februar 1903.
Städtische KrankenhauS-Berwattnng. Molkentin.
Freiwillige Feu>
® Nachfolgend ben
euerwehr.
Nachfolgen!» benannte Geräthe der dritten Zuge« al«! Leiter 3, Feuer, bahnen 3, Handspritze 3 und Retter 8 stehen von beute ad in der Remise am Marktplatz (frühere Feuerwache.)
Wiesbaden, den 29. Okt. 1903. Die Branddirectton.
Pfeiffer & Co.
Bankgeschäft
Wiesbaden, Langgasse 16, I. u. II. Stock
halten sich unter Zusicherung billiger und reeller Bedienung zur Besorgung sämmtlicher Bankgeschäfte, insbesondere zur
Ausführung aller Effecten-Geschäfte
an den in- und ausländischen Börsen bestens empfohlen.
CoUpons-Einlösung geraume Zeit vor Fälligkeit, verbunden mit sorgfältiger kostenfreier Verlosungscontrolle. Eröffnung von laufenden Check-Rechnungen.
Annahme yon offenen Depots zur Verwaltung und geschlossenen Depots (versieg. Wertpakete, siiberkastea atc.) zur Aufbewahrung.
Grosses von Amheim nach den neuesten technischen Errungenschaften hergestelltes teuer- und diebessicheres
StahlpanzeivGewölbe
vermieth baren Schrankfächern (Safes) unter eigenem Verschluss dsr Miether.
■ »0» Besichtigung gern gestattet. «0 - ■ -
Reklamationen; Rath t«Rechtssachen, Der- kauf u. Bermicthg. von Immobilien, Der, rnitllg. von Hypotheken, Cantionen, still« und thätlge Tsteilbaber, Wechsel-DiSeont, Beleihungen. Buchführg., Taxationen, Jnveutarien, Bilanzen. Nllgrm. AnS» knnstS-Jnstitut. Gegründet 1«S1.
V. W. Hrrkert.
mit
I). u. Oe. Alpenverein,
Section Wiesbaden.
Donnerstag, den 12. November, 8'/- Uhr, im Damensaal des „Nonnenhof":
Herren - Abend
mit Vortrag des Herrn NStzel über:
Land und Leute iw Kaukasus".
Der Vorstand.
F 414
allen
£UUh Lelucbrrn Mesbslkns rmploblrn!
sag und Ssgr 5 *
vom Kschbrumien
von <t. Saciteifttr
Dichtungen surrt Ruhme
.CK'0,0^0'<3^*3^
k
eine Sammlung anmuthiger unserer heimischen Heilquelle.
gnuiMflter »reis: S 5
Zu haben in der
2. Scbrttrnbrrg'lcben fiotbucbdruchmi, Mrsbscken. ftoitort lunaHe 21 . * ftr*l»rt<btr Do. 22««.
Naturkuhvutter 10-Pfd.-Colli 6 Mk.. ein Colli Butter und Honig 5 Mk., Schaifletsch, täglich frisch, 10 Pfd. 3.-0 Mk. (‘^..^o.1i'.7587) F2
Frau Xa«-ler, Tluste 35, via Breslau.
für «3as und Petroleum, nur neue geschmackvolle Muster, zu bekannt sehr billigen Preisen.
OrVistes Lager in
emaillirten und Zink- Badewannen zu enorm billigen Preisen.
Carl Koch,
Install tion,
Luisenstrasse 16, Koke Bahnhofstr.
IW" UmhSngen n. Aufarbeiten von Qaskronen billigst. 2435
a
bß
Schönheit
iS
a,
s
* ist Reichtum und Macht! Z
Scbälkurenü! Rationellste Methode zur Erzielung eines tadellosen Teints und zur fichere» Beseitigung von Sommersprossen, GestchtSstecken, Unreinigkeiten der Haut re.
Über Entfernung
von Warzen, Nasen- u. Gestchtsröte, Kupferfarbc der Nase rc. verlangen Sie ditte Prospekt.
Franenbart
wird absolut n. sicher für immer entfernt. Vollste Garantie!
Gesicli tsm assage, elektrisch und pneumatisch» beseitigt Runzeln und Matte«.
Gesichtsdampfbäder, Manicure.
Bat und Auskunft in allen Fragen der SohBnheitspfleg«.
„I>ermaita Ä %
Institut für mod. wissenschaftliche Schönheitspflege, Adelbeldstrasse 6, P.
Der Fraiienfeart
wird für immer entfernt dnrek
Apotheker Blnm’s
nthaarungsmittel.
Eoht in der * lora-l»rofforle,
£
Gr. Burgstvasse 5.
Sprechapparate
;, uw damit zu räumen, zu auffallend
werden.
Preisen verkauft
billiges Walzen von 60 Pf. an.
«Bcli. MTattiies Witiwe,
Langggsse 8, __
Melier zur Anfertigung engl. Costume, Jacketts und Mäntel
empfehlen
Th. Siebeneck & Co., Schwalbactierstrasse 34,
Eck« Mielielslifrg (Alleesoite.)_
Kartoffeln,
blaue und gelbe Pfälzer,
lade nächster Tage einen Waggon aus. (Proben Adlerstraße 27.) Pli. Ijied. Telephon 2691.
Der starke» Nachfrage halber
treffen von jetzt ad die achten
frankfurter MWn
2 Stück 25 Pf.
Dienstags und Freitags ein im
Altstadt-Confum,
Metzgergass« 31
Handschuhe
Frau Lil«r tznnnn, Röderstraße 64.
2780
werden tägl. schön
gewaschen bei
Pariser Gummi-Artikel,
Franensclintz, sowie alle MeuJieiten ia
antioonceptionellen Mitteln etc. in der Parfüm.» Handlung von_ 1‘^SO
W. Sulzbach,
_ Bärenstra.so
Fcme Hcrrcn-Garderobe nach Maß
liefert bei erstclassiger Ausführung und modernem Sitz zu billigen Preisen
A. BotBie, Schneidermeister,
86 Friedrichstratze 36, Garteuh« 1.
Früher 12 Jahre Zuschneider in ersten Häusern. Laaer moderner deutscher u. englischer Stoffe.
FJnreibiiRgen. Wasserkuren eto.,
ä Prozedur 81» Pf., übernimmt bei sorgfältigster Ausführung F 1 . 14 ricli. ärztl. gepr. Masseut
Ls» Ifiääitf16.
Be ste Empfehlungen v. TT. Aeizten u. Professoren,
Kraakeitwagen
zu vermiethen mit und ohne Bedienung bei
Frit» Hrick. Hiifnergasse 1«.
PserWeermschiM
schleift und rep. bist.
Ph. Kramer,
Webcrgaffe 3, Hof rechts, und Wcllritzstraße 39,1. Ersatztbeile, !ow!e neue Zcheeren bill.
Erf. perf. Schneiderin empf. sich i. Kunst- u. geschmackv. Schneiderei u. sucht noch einige Kunde« auß. d. Hanse. Ente Reser. Rödcrallee 84, P. r.
4 V(,,«S<>v werd. unter Garantie angeferligt
«sir tvtt Hcümnndstraße 42, 1.
In wahrhaft vornehmer, diskreter Weis« wünschen wir mit Damen u. Herren in Verbindung zu trete«, welch« unS fl ««er», Lebens-, Renten», Einbruchs' diebstahl-, Unfall- und Haftpsticht» Ber« ficherunge« geg. hohe Vergütung zuweise».
Adolf Berg, Wiesbaden,
Kirchgasse 9,
General - Agentur der Thuringia.
