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fix. Jahrgang.

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Uo. 519. Berlagö-Ferufprecher No. 2988. Freitag» dkN 6. UoV0Mlrer.

RedaktionS-Fernsprecher No. 82. 1903 .

Worgen«flMsgabe.

Die VerSndernngen in den CintmineilMellen der Miesbndcn.

Die Quellen des zur Einkommensteuer-Veranlagung herangezogenen Einkommens lassen sich bis jetzt nur für die Einkommen von mehr als 3000 M. Nachweisen, da die staatliche Steuerstatistik in diesen Teil des umfangreichen Stoffs bis jetzt leider noch nicht weiter eingedrungen ist und sich also auf das Einkommen derjenigen Personen beschränkt, welche der Vorcinschätzung nicht unterliegen, sondern sofort zur Veranlagung gelangen. Da jedoch dies Einkommen der Zensiten mit mehr als 3000 M. bei­spielsweise für das vor kurzem abgelanfene Steuerjahr 1902/03 insgesamt 4792,84 und nach Abzug der Schulden, dauernden Lasten usw. noch immer 4100,09 Millionen Mark betrug, also fast die Hälfte des auf 8559,88 Millionen festgestellten Einkommens der gesamten Zensiten über­haupt, so wird seine Zerlegung nach Quellen und die dabei zu beobachtende Entwickelung unbedingt von beson­derem Interesse sein.

Was unsere Stadt Wiesbaden anlangt, so er­gibt sich da für die beiden Steuerjahre 1892/93 und 1902/03, also für das erste und das letzte der Jahre, für welche abgeschlossene Ergebnisse bis jetzt vorlicgcn, folgen­des Bild:

Einkommen aus: 1892/93 1902/03

Kapitalvermögen ... 20 999 004 M. 82 815 925 M. Grundvermögen einschl.

Betriebskapital ... 5 920 841 „ 10 522 891 „

Handel, Gewerbe,Bergbau 6 641 698 „ 14 660 160 „

Gewinnbringender Be­schäftigung . 6 180 659 „ 10,064 470 „

zusammen 89 742 202 M. 68 063 446 M.

Ab: Schuldenzinsen, Ren­ten usw. 3 728 709 M. 8 890 697 M.

Verbleibt steuerpflichtiges

Einkommen. 86 013 493 M. 59 172 749 M.

Die angeführten Ziffern haben in dem hier in Rede stehenden elfjährigen Zeitraum mithin folgende Zunahme erfahren, und zwar:

Aus Kapitalvermögen. 11816 921 M.

„ Grundvermögen . 4 602 050 „

„ Handel, Gewerbe, Bergbau . . . 8 018 462 „

„ gewinnbringender Beschäftigung . 3 883 811 „

zusammen 28 321244 M. Ab: Schuldenzinsen, Renten usw. . . 6 161 988 M .

Verbleibt mehr an stenerpfl. Einkommen 23 159 256 M.

Sonach waren auch in unserer Stadt in dem hier in Rede stehenden Zeitraum sämtliche Einkommensquellen

Feuilleton.

Monatliche Himmelsschau sHovemberj.

Von I)r. F. K. D. Müller.

Merkur ist nur noch in den ersten Tagen des Monats in der Morgendämmerung zu sehen, dann wird er wie­der unsichtbar,' am 17. November steht er im absteigenden Knoten, am 21. November in oberer Konjunktion mit der Sonne, am 28. November in Sonnenferne. Bei Mars hält die Zunahme der Sichtbarkeits­dauer noch an, da er den Zeitpunkt seines tiefsten südlichen Standes überschritten hat,- er geht Ende November drei Stunden nach der Sonne unter; am 22. November um 6 Uhr morgens steht er in Kon­junktion mit dem Monde, am 27. November um 10 Uhr vormittags in größter südlicher heliozentrischer Breite. Die Sichtbarkeitsdauer des Jupiter nimmt während des November noch weiter bis auf 6% Stunden ab; er geht zuletzt etwas vor Mitternacht unter; am 9. November um 6 Uhr morgens wird er wieder rechtläufig, am 27. No­vember steht er mit dem Monde in Konjunktion. Saturn ist in der Mitte des Monats noch 8%, Ende November etwa 2 Stunden vor seinem Untergange im Südwesten zu sehen (er geht zuletzt 4,4 Stunden nach der Sonne unter); am 24. November steht er mit dem Monde in Kon­junktion.

Am 4. November um 6 Uhr 27,5 Minuten morgens haben wir Vollmond, am 11. November um 3 Uhr 45,8 Minuten nachts letztes Viertel, am 18. November um 6 Uhr 10 Minuten morgens Neumond und am 26. No­vember um 6 Uhr 36,6 Minuten morgens erstes Viertel. Am 6. November um 9,9 Uhr vormittags befindet sich der Mond in Erdnähe, am 25. November um 4 Uhr nach­mittags in Erdferne, am 7. November in Konjunktion mit dem Stern Aldebaran.

Verfinsterungen der Jupitermonde finden statt: am 1. November um 9,29 Uhr nachts Eintritt des ersten Mondes am Rande, Austritt aus dem Schatten um 12 Uhr 61 Minuten 25 Sekunden nach Mitternacht,,/im 3. No­vember um 7 Uhr 20 Minuten 17 Sekundep. sin,stritt des ersten Mondes (Eintritt am Rande um 4 nachmit-

in verhältnismäßig recht beträchtlicher Ausdehnung be­griffen, eine Tatsache, die für die steuerliche Zukunft un­serer Stadt unbedingt zu den besten Hoffnungen berech­tigt. Daß dabei nebenbei auch die Schulden usw. zunch- men, ist klar. Doch erweckt dies kein Bedenken, wenn, wie bei uns, die Zunahme nach dieser Richtung in ge­sunden Grenzen bleibt.

Schließlich wird es noch nicht uninteressant sein, mit­zuteilen, wie sich diese Verhältnisse in unserem Regie­rungsbezirk stellen. Hier betrug im Jahre 1902/03 vas

Einkommen aus:

Kapitalvermögen . 132 019 082 M.

Grundvermögen. 48 115 790 „

Handel, Gewerbe, Bergbau . . . 116 879 734 „ Gewinnbringender Beschäftigung . 62 505 312 „

zusammen 359 519 918 M. Ab: Schuldenzinscn usw. . . . . 37 814 418 M.

Bleibt steuerpflichtiges Einkommen 822 205 500 M. Es entfallen somit von dem Gesamteinkommen auf:

Kapitalvermögen. 36,72 Proz.

Grundvermögen.13,38 „

Handel usw.82,51 „

Gewinnbr. Beschäftigung .... ■ 17,39

zusammen loo,uu -proz.

Ab Schulden usw. .10,38 Proz.

Bleiben steuerpflichtig. 89,62 Proz.

Politische Kbrrstcht.

Ein anderer Wind im Vatikan.

Unser römischer Korrespondent schreibt uns: Je länger Pius X. auf dem Stuhle Petri sitzt, desto mehr hat mau Gelegenheit, seine liebeuswürdigeuEigenschaften, seine wahrhaft liberalen Gesinnungen zu erkennen. Er bietet dadurch einen wohltuenden Gegensatz zu Leo XIII. Tiefer wahrte stets die Würde seiner Stellung im Über­maße, aber Pius X. vergibt sich in dieser Beziehung ge­wiß nichts, ja er verficht es ganz außerordentlich gut mit wenigen Worten, oft nur mit einer einfachen Geber de diejenigen in ihre Schranken zurückzuweisen, die sich ent­weder zu viel Freiheiten herausnehmen oder dem Papst über sein zu leutseliges Verhalten Vorstellungen machen wollen. Am schärfsten tritt diese rftue Auffassung bei den Audienzen des heiligen Vaters in die Erscheinung. Bei diesen hatten selbst die hohen Prälaten vor Leo XIII. stets niederzuknien, was für die alten Herren keine leichte Sache war, besonders wenn sich ein derartiger Empfang, wie dieses öfters vorkam, über eine halbe Stunde aus­dehnte. Solche an ostasiatische Fürstenhöfe erinnernde Sitten sind nicht nach dem Sinne seines Nachfolgers. Mit zuvorkommendem Lächeln wird der betreffende Geistliche jetzt ersucht, sich neben denPaPstzu setzen, und dieser unter­

tags), am 6. November um 7 Uhr 56 Minuten 10 Sekun­den nachts Austritt des zweiten Mondes (Eintritt am Rande um 2,9 Uhr nachmittags), am 8. November um 8 Uhr 56 Minuten 54 Sekunden nachts Eintritt des vierten Mondes am Rande (Austritt um 1t Uhr 45 Mi­nuten 32 Sekunden) und um 11 Uhr 20 Minuten Eintritt des ersten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 2,8 Uhr nachts), am 10. November um 5 Uhr 48 Mi­nuten Eintritt des ersten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 9 Uhr 15 Minuten 62 Sekunden nachts), am 13. November um 5 Uhr 23 Minuten abends Eintritt des zweiten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 10 Uhr 33 Minuten 14 Sekunden nachts), am 14. November um 6 Uhr 31 Minuten 12 Sekunden abends Austritt des dritten Mondes (Eintritt um 3,6 Uhr nachmittags), am 17. November um 8 Uhr 40 Minuten Eintritt des ersten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 11 Uhr 11 Minuten 29 Sekunden nachts), am 19. November um 5 Uhr 40 Minuten 27 Sekunden Austritt des ersten Mondes (Eintritt am Rande um 2,1 Uhr nachmittags), am 20. November um 7 Uhr 54 Mi­nuten Eintritt des zweiten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 1,2 Uhr nach Mitternacht), am 21. November um 5 Uhr 28 Minuten abends Austritt des dritten Mondes (Eintritt am Rande um 2,2 Uhr nach Mitternacht), am 24. November um 9 Uhr 33 Minuten nachts Eintritt des ersten Mondes am Rande (Austritt aus dem Schatten um 1,1 Uhr nach Mitternacht), am 25. November um 5 Uhr 54 Minuten 46 Sekunden abends Austritt des vierten Mondes (Eintritt am Rande um 3,8 Uhr nachmittags), am 26. November um 7 Uhr 36 Minuten 4 Sekunden nachts Austritt des ersten Mondes (Eintritt am Rande um 4 Uhr 1 Minute nachmittags), am 27. November um 10 Uhr 26 Minuten nachts Eintritt des zweiten Mondes am Rande (Austritt um 1,2 Uhr nach Mitternacht), am 28. November um 6 Uhr 3 Minuten abends Eintritt des dritten Mondes am Rande (Austritt ebendort um 9 Uhr 22 Minuten nachts), und um 11 Uhr 40 Minuten 49 Sekunden nachts Eintritt in den Schatten.

Am 23. November tritt die Sonne ins Zeichen des Schützen. Die Sonne geht am 1. November um 6 Uhr 56 Minuten auf, um 4 Uhr 81 Minuten unter, am 10. November um 7 Uhr 13 Minuten auf, um 4 Uhr 14 Mi-

hält sich mit ihm, wünscht seine Ansichten zu hören, und wenn er mit denselben nicht übereinstimmt, widerlegt er sie, während bei Leo XIII. oft ein unangebrachtes Wort genügte, um den Sprecher in Ungnade fallen zu lassen.: Eine Audienz bei dem heiligen Vater zu erlangen, hat selbst für Laien keine großen Schwierigkeiten mehr, und auch hiervon unterscheidet sich die Art und Weise schr vor­teilhaft von dem früheren Gebrauch. Als der Kardinal Pecci Papst geworden, war es fast unmöglich, sich ihm zu nahen, später wurde er zwar etwas weniger schwer zu­gänglich, doch dauerte es stets unendlich lange, bis solch eine Audienz vor sich ging. Anfänglich verhielt es sich ebenso bei Pius X., doch als er von diesem Unwesen Kenntnis erhielt, gab er strengen Befehl, daß man den­jenigen, die ihn zu sehen wünschten, dieses auf jede Werse erleichtern sollte, was denn auch geschah, obgleich natür­lich die in den alten Traditonen ausgewachsenen Beamten des Vatikans über solche Neuerungen aufs äußerste ent­rüstet waren. Diese Traditionen und Etikettefragen er­scheinen aber in unserenr heutigen Zeitalter manchmal recht wunderbar, wie z. B. die Vorschrift, daß der Papst keine Uhr bei sich tragen solle. Leo XIII. hatte Hunderte, meist sehr kostbare Uhren zum Geschenke erhalten, die alle irgend wo aufgespeichert lagen, doch wenn er wissen wollte, wie spät es war und keine Wandrchr sich in Sehweite be­fand, mußte er feine Umgebung befragen. Pius X. trägt jedoch — horribile dictu — eine alte Nickeluhr bei sich, die er oft zu Rate zieht. Er drückt auch nicht bei jeder Ge­legenheit auf die Klingel, falls er einen Auftrag ausge­richtet zu haben wünscht, sondern bemüht sich selM, z. B. wenn er seinem Sekretär Monsignore Bresfan etwas mitterlen will. Dann tritt er oft, ohne sich anmvlden zu lassen, in dessen Kabinett und wenn er dort andere Geist­liche findet, unterhält er sich in einfacher Weise mit ihnen. Der Papst ist ein Frühaufsteher, er kleidet sich ganz allein an und geht in den Garten, ohne jemand davon in Kennt­nis zu setzen. Tie Dienerschaft muß daher zeitig ans dem Posten sein, dagegen hat die Schweizergarde so gut wie gar keinen Dienst mehr, denn er wünscht keine Eskorte, Als chm eine solche zuerst folgen wollte, wandte er sich um und sagte: Ich bin in meinem eigenen Palast uni», werde mich doch nicht vor denen fürchten, mit denen ich zusammenwohne! Einstmals folgten ihm 2 Nobel» gardisten, denen er zuwinkte, zurückzubleiben und als sie. dennoch einige Minuten später in seiner Nähe auftanchtech, fragte er, weshalb sie gekommen seien. Als sie ihm mit­teilten. der Oberkammerherr habe sie angewiesen, ihm! nachzugehen, meinte er kurz: Wenn ich einen Befehl er- teile, so ist er zu befolgen und nicht der des Oberkmnmer- Herrn! Solche kleine Züge sprechen mehr zugunsten be§' Heiligen Vaters als alles andere und man darf wohl von einem solchen Mann hoffen, daß es chm gelingen werde, viele Gegensätze zwischen der katholischen Kirche und den einzelnen Staaten auszrgleichen.

nuten unter, am 20. November um 7 Uhr 31 Minuten auf, um 4 Uhr unter und am 80. November um 7 Uhr 47 Minuten auf und um 3 Uhr 49 Minuten unter. Am 1. November beträgt die Tageslänge 9 Stunden 57 Mi­nuten, die Nachtlänge 14 Stunden 3 Minuten, am 80. No­vember die Tageslänge 8 Stunden 40 Minuten, die Nacht­länge 15 Stunden 20 Minuten. Die Abnahme des Tages und die Zunahme der Nacht beträgt also im November

I Stunde 17 Minuten.

Um Mitternacht am höchsten stehen im November die Fixsterne: Eta Eridanus (3. Größe) am 3. November, Alpha Walfisch (2,3. Größe), Gama Perseus (3. Größe) und Ro Perseus (veränderlich) am 5. November, Algol (veränderlich) am 6. November, 12 Eridanus (3,4. Größe) am 7. November, Alpha Perseus (2. Größe) am 10. No­vember, Epsilon Eridanus (3. Größe) am 13. November, Delta Perseus (3. Größe) und Delta Eridanus (3. Größe) am 15. November, Alcyone (3. Größe) am 16. November, Eeta Perseus (3. Größe) am 18. November, Epsilon Perseus (3,4. Größe) und Gama Eridanus (8. Größe) am 19. November, Lamda Stier (veränderlich) am 20. No­vember, Aldebaran (1. Größe) am 28. November und v Eridanus (3,4. Größe) am 29. November.

Am 6. November um 8 Uhr nachts ist die Bedeckung von Alpha des Stieres (Aldebaran) durch den Mond gut zu beobachten.

Auf Nachtstunden fallen im November folgende Minima von Veränderlichen des Algoltypus: am 4. No­vember um 4 Uhr nach Mitternacht, am 7. November um Mitternacht, am 10. November um 9 Uhr vor Mitternacht, am 24. November um 5 Uhr nach Mitternacht und am 21. November um 7 Uhr vor Mitternacht bei Algol, am 4. November um 8 Uhr, am 8. November um 7 Uhr und am 12. November um 6 Uhr vor Mitternacht bei Lamda des Stieres, am 4. November um 11 Uhr, am 9. No­vember um 10 Uhr, am 14. November um 10 Uhr, am 19. November um 10 Uhr, am 24. November um 9 Uhr, und am 29. November um 9 Uhr vor Mitternacht bei II Eephi, am 8. November um 7 Uhr, am 18. November um

II Uhr und am 25. November um 10 Uhr nach Mitter­nacht bei II des Pfeiles.

Folgende Maxima hellerer Veränderlicher vom Miratypus werden im November staitftnden: am 7. No-