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Erscheint in »«ei Ausgabe». — ve»u»S-PrrUr durch den Verlag so Psg. «-«« durch d» Dost » Mt. SO Pfg. v«ertel,ahrnch für vuoe Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgaffe 27.

19 , 00 © Abonnenten.

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Ausgaben zusammen. ------—“T-. .... _ a. ir bic Aufnahme später eingercichter Anzeigen zur nächst.

^ 515.

Kforggen-Ausgabe.

Kostalpolitischc Strrihügr.

— Anfang November. —

IrNce -atcrländisch-r Arb-i.-rkonarch. - ^Wicdcramnahm-^d-r

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^ p ii f i rfi I a n t» steht der „Erste deutsche Ärbefterkongreß", der vom 25.-2^ Oktober m Frank­furt a. M. tagte, rm Vordergrund dev of,LNttlchen ^nver ches. In bewußtem Gegensatz zu oem loztaldemokrak scher: Parteitag in Dresden auf nationalem Lodert fuß ji , K er für mne positive Förderung der deutschen ozml- Mtischen Gesetzgebung ein.

d«» Nereinsaesetzgebung, dre Rechtvsahtg.ett de: -oe t D reine und die Errichtung von Arbeiterkammern sind dre Punkte seines Programms. Von weiteren Versammlun-

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m Bonn, Köln und Hamburg Erwähnung.

Auck in Gesetzgebung und Verwaltung begmnt alt-

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oi „„, vnioi+mm Antrag derselben Partei auf rrrweirerung d^^oNigntmischen Kran^nversicherung auf alle rn der und FoMvirtschaft beschäftigen Arberter unb ba§ ffiminfw' wurde zur Tagesordnung übergegangen. Endlich li^t der Kammer ein Ge^ontwurf. der emn t,ng

stÄbMiümgen zu einer Reform des Landtagswahl- ^wt^ wrWetzt. In Württemberg hat die Regierung Anstellung von Arbeitern bei der Gewerbeaufsicht iii ffJS Ü Die hessische Regierung hat dem

ISS einer: Gesetzentwurf zur

MWhirr Verurteilter unterbreitet. Eine cifteuueye

Enning hat das Erbbaurecht erfahren, indem sowohl

Ausdobnuna der Reichsversicherung auf die Handtverker

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LL? ASLi« Industrie die Menmj gf Konjunktur eine Anzahl neuer Arbeitskampfe ausgelöst, unter denen der im Metallgewerbe am bedeutendsten ist.

In Österreich hat der Landtag emeni Antrag des Gchulausschusses auf Verkürzung der 8 lahrrgen Volts­schulpflicht auf 7 Jahre zugeftimmt Eine: starksstrmmolg arbeitet darauf hin, daß E Einschränkung des Unfall- Versicherungsgesetzes in Kleinbetrieben, die Mit Motoren arbeiten süittfindeii solle. Eine jetzt veröffentlichte En- quete weist in ihren Ergebnissen dieZu^hE dei^Kmdei- arbleit in gewerblichen und landw'irtschastlicheii ^w S eine über 60 Mittelstädte erstreckte Wohnungs­zählung hat wenig zufriedenstellende Ergebnisse in sani­tärer Beziehung gezeitigt. In den Kreisen der Handlung - aAü lten wird eifrig für eine Ausdehnung der Be­stimmungen über die Sonntagsruhe, namentlich auf das

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Wünsche auf der Tagesordnung. Dem Drangen nach Jimnqriffnahme der im Paragraph 34 der Bundcsver- fasiung versprochenen KrankenversicherungsgesetzgÄung hat der Bundesrat jetzt insofern Folge g^ben, als « eine Enquete über die Orgamsatwns-, Betriebs- und Rcchnungsverhältnisse der ., schweizerischen Krank^assen in die Weae geleitet hat. Uber eine :m >zahre 1305 vor zunehmende schweizerische Gewerbezahlung werden im Buiidesrat Erwägungen gepftogen. Am Okwöb bat eine Volksabstimmung stattgefundcn, rn der alle drei zur Abstimmung stehenden Gesetze verworfeii wurdem Von deir Einzelkantonen befasst sich Sü Gwllen Mit emer Reform seiner Steiiergesetzgebung. nlt Zürich sind Ui einem der Hauptindustriezweige, der Seidenstosiweberei, nicht unerhebliche Betriebseinschrantungen und damit Arbeiterentlassirngen notwendig geworden. . .

In England rückt die von Chamberlain uwu- gurierte rmd von ihm mit großer Energie verfochtene Schutzzollbewegung alle anderen Fragen m den Hinte seiten der Arbeiter wird iii zahlreichen Proteitversammlungen gegen die Schutzzollpläne Stellring mmommen In Glasgow erklärte sich, die Dereinrgimg der Bergarbeiter von Großbritannien, nwLiverpool eine von 18 Trade Unions und 10 Genossenschaften befästck r Delegiertenversammlung, in zahlreichen Städten dre B einiate Avbeiterschäft gegen den „Brotivucher - Auch in einer Ersatzzahl zum Parlament ist die zollseindliche Strömung zum Ausdruck gekommen. Von eiiglischen Kongressen sind zu erwähnen de^Jchveskongreß desBerg- arbeiterverbandes, bei dem 07 Delegierte 515 000 Berg- lente vertraten und der sich mit gleitenden Lohnflalm, der Schutzzollfrage und der vereinzelt rn England auf getreteneil Wurmkrankheit beschäftigte sowre dm Kongreß des Verbandes der Eisenbahner, her dem dre Erörterung des'' Taff Vale-Urteils im Vordergründe stand und d.e Förderung der Strömung zugunsten einer parlamen tarischen Ärbeitervertretung befchlossen Wirde.

Auch Frankreich hat verschiedene Kongresse zu verzeichnem In Marseille tagten am 9. Oktober die Radikalen, in Reims am 17. die Revolutwnar-sozialisten. Im Norden haben anläßlich eines ansyedchnten ^.exti arbeiterstreil's, der 25 000 Arbeiter umfaßt. Zusammen -

stoße mit Truppen stattgefunden, die zu einer Inter- vellation in der Kammer Veranlassung gaben. ,

Aus Italien ist nach längerer Pause weder über einige sozialpolitische Regungen zu berichten ^n^den Arbeitsämtern ist ein Gesetzentwirf über den Reisbau und dm Schutz der dabei beschäftigten Arbiter auMtellt worden, der sanitäre Bestimmungen enthalt, die Kinder- und Frauenarbeit beschränkt, sich mit den WohnungL- verbältnissen der Arbeiter befaßt und ^>dhe Strafen Mr Übertretung der Bestimmungen in Aussicht nrmnw In Genua hat am 18. und 19. Oktober der 13. Kongreß f)c§ italienischen Geiiofsenschaftsverbandes, bwit 780 @c* nchsmfchaften angehöwn, stattgefunden. Nach, dem hier- bei gegebeiicn Rechenschaftsbericht bestehen rn ^basten 2872 Genossenschaften mit einem eingezohlteii Kaprtcll von 74 Drillionen Lire, emem ^ahresiwfatz von 556 Millionen Lire und 567,450 Mitgliedern

Iii den Vereinigten Staaten stützt erne Verschärfung des Einwaliderimgsgefetzes in Aussicht, m csin-i-iohi-t (int bcr Jahreskongreß der kanadischen Gewerk- sckMlli IL SMofution g-g-n di- Cst-md-rla,».

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New - Seeland hervorgehoben zu werden, daß die Vorzugsklaufel, wonach die Schiedsrichter beiEntscherdung acwerblicher Streitigkeiten den Unternchmern dw Be- vorzugung gewerkschaftlicher vor nicht Fwerkfchastlichen Ar^eitem vorfchreiben können, mit erbeblicher Majorität abgelehnt wurde. Die Klausel hat schon längere Seit bestanden, wurde aber iw vorigen ^ahre beseitigt, netzt haiidelte es sich um ihre Wiedereinführung. d. n.

Uns nemste Atzehnis der GntlöMen- Md GrgAMgBemr - UerMlaWg in Wiesdüden.

Die Stadtkreise bilden in steuerlicher Hinsicht bekannt, licki den festen Rückgrat tm Staate; das ergibt sich rme- firrmn aus den Ziffern der Steuerveranlagung sur das »malen ä» End, ,W“l«*g3j

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m dkli AiiflM des liiWkii Neoters.

M..S iRffpT&Bur« wird berichtet: Eigenartige

tulturgeschühtliche Bilder enthält die erste „Gsichichte dcs russischen Theaters" von Bosherganow und Karpow, deren erster Band soeben verössentlicht worden ist. Bis

W »»1 dieselben Künstler wirkten im Drama und iii der ^ iiJ imS wenn sie nicht im Ballett tanzten, so war 8es nur aus GrIMden der Fall, die weder von ihnen eioch E der Direktwn abhingen. Dafür gab es entgegen- dralle in denen die Vallettkünstler mrt großem Erfolg im Drama auftraten. Diese Tatsache beweist o fem Lar die völlige Abwesenheit einer speziell dramatischeil Kunst Drama und Oper wurden er,t wahrend der Re- Aiiritttn mikolaus I., Ende der dreitzigcr Jahre des ^ni-tni>n Kabrüunderts, getrennt. Die damaligen Krttikcr gaben sich so wenig Rechenschaft von der Verschiedenheit der Eindrücke, daß ihnen alles gleich war, ob em Trw rtfthc Sovran sang oder ern verkleideter Mann eine Frauenrolle spielte. Noch in den siebziger Jahren heißt tm Kontrakt des berühmten Sängers Petrow, er sei nicht nur verpflichtet, in Opern zu singen, sondern auch in Dramen, Komödien und Vaudevilles „nach dcr Ve- ^mmung des Direktoriums" mitzumrken. Das Inter­

esse des Publikums am Theater war denn auch mchf allzu groß. Das Publikum zu Peters des Großen Zeiten zog die Vormittagsvorstellungen Abendvorstellungen wegen der unbequemen städtischen Verhaltntffevor bei denen cs abends unbeguem und nicht niigefährltch war, aus fiaute äu gehen. Zurzeit Peters „lud" man die Zu- schaucr mit Gewalt zu Gesellschaften und Tl,eateriwi- stelluuaeu ein. zurzeit der Kalserin Elisabeth wuieen Kuriere bei den Magnaten mit drohenden Besehtem so­fort im Theatersaal zu erscheinen, umhergeschickt. Spater- hin ging es nicht mehr an, den Zuschauern derartige Einladungen zu übersenden, aber das Welfachc ^che'tein von Unternehmungen, die ausiallend vielen ,,NesiellNsalle der Schauspieler und ihre Inanspruchnahme e,er of,ent licken Wohltätigkeit bis zu unserer Zeit zeigen l.ar, m mcitia sich die Zustände geändert haben. Wie man bas russische Publikum auch in anderer Weise LU ,.erziehen snckite zeigt ein sonderbarer Befehl Kaiser Pauls, der au die Bewohner Petersburgs im Jahre 1800 erlaßen wurde- Seine Kaiserliche Majestät hat mfj höchsten Nnmillen während der letzten Theatervorstellunge:! in Gatschina zu bem rken geruht, daß einige Zuschauer ,eut- aeaen dem bereits gegebenen Befehl (da durch -men Utas vom 25. September 1799 geboten war, daß dre Tüeaterbesucher die nötige Ordnung und Stille,elnhielt.nj mit den Händen zu klatschen begannen, als seine Kaisei- liclie Majestät nicht geruhte, seinen Beifall zu bezeugen, nd umgekehrt sich des Klatschens enthielten, als Seine >n>ii?nöt önrcki sein Beispiel den Wunsch zeigte, das Spiel SfSaSäli p Äsen; ebenso mißbilligt Sein- Majestät auch, daß das weibliche Geschlecht nicht, immer 6118 bescbeidene und züchtige Aussehen hat,, das ihm zu­kommt. ^ Möge sich infolge dieser Benachrichtigung das

Publikum während der Theatervorstellung> «°« ziemlichen enthalten, als da ist: mrt den Ro rstocken

klopfen, mit den Füßen trampeln, zsichen, klatschen mitten in der Gesangsnummer oder Handiung. Alsoschon d malS waren in den kaiserlichen Theatern Zischen und Zeicben des Mißfallens verboten. Die Schauspieler waren nur zuAit Katharinas und Pauls, sondern auch später in iläglichen sozialen Verhältnis,en. Wenvi ein Höfling oder Beamter anstrat, so verlor er dadurch seinen Beruf mit seinen Vorteilen. Er vehrelt nur noch das Recht zu seinem Familiennamen „Herr" zu setzew was tee Sebauspieler nicht dursten. Auf die leibeigenen Schau- svieler sah man erst recht verächtlich herab: solche gab es

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kielten. Einmal fiel es einem bekannten Moskauer ^twatersreund ein, eine Truppe, dre er unterhielt, ver-

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drüssig geworden war, oder daß er Geld brauchte, h\e ^rfiaufineler davon hörten, reichten sie rm Jahre 1806 dem Kaiser eine Bitte ein, in der die Zustände rn ihrer nnn-pu Robeit erscheinen: „Allergnädigster Herr., Die

Tränen der Unglücklichen sind nie vom.barmherzigsten Rater verworfen worden. Da wir erfahren haben, daß unter Herr uns verkauft, wagen wir es., dem barm- ber-iasten Herrscher zu Füßen zu fallen und ihn zu bitten» Freigebigkeit möge uns freikaufen und ern neues «eben wie denen, die schon das Glück haben, tm karser.

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Mtc -s sich »m gcbUdei- M-nsche». ^1- -»ird-n für 64 060 M. verkauft und erhielten dre Freiheit.