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SI. Jahrgang,

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Sonntag, den 25. Oktober.

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Die deutschen Kaugeiwssenschasten.

„ berMenftboHe, vom Anwalt des deutschen Gs nossmschaftsverbandes, Dr. Hans Crüqer gegebene Jahrbuch" (Berlin 1908, I. Guttentag) berück-

Redattion deutschen Baugenossenschaften, soweit der ^Enalien über diese zugegangen sind. Ver.

strebunaen^ur E £ öie fkf) 0CÜenö machenden Be^ «rnprf £!£, a * Begründung einer Baubank, die den ^diglich Baugenossenschaften qrosie Bersugung zu stellen, an sich begründet wären, da die Baugenossenschaften noch mehr Gelder verbauen

SK} t hält dochandeLr

1 auch fetzt den Zeitpunkt für gekommen darauf oaf- m^^Iam zu machen, daß für die Baugenosseiischaftm gsit ZLL anderen Genossenschaftsarten maßgKd ist sorgfältige Beobachtung der geschäftlichen und wirtschaftlichen Grundsätze. Die Baugenossenschaft ist den Folgen einer indii,triellen Krisis unter alle!i Genossen schaftvarten am meisten ausgesetzt. Auch der Unwr verbandstag des.Verbandes der Baugenossmschaften?n Deutschland hat sich deii vom Allgemeinen Gmossenschafts- tage gefaßten Beschlüssen, den Baugmos^chasien eine borjichtige EnümlLelung und lornfältine fänlfitTrrtinn Sm. Wtvetm Zu empfehlen, angeschlossen. Was die Entwicke- den Bestand der deutschen Baugenossenschaften nlangt, so kann man dem „Jahresbericht" hierüber folgende Angaben (S. XIII, XIX, XLII und 214 W S m f? : Ä SaÖre 1890 branden sich unter dm 7608 , ^0 Baugenossenschaften, 1903 unter 22 512 Genossenschaften 498 Baugenossenschaften von denen 52 im Berichtsjahr errichtet worden waren £ ^°^lsatz der Baugenossenschaften ist also iinierhalb Io wahren von % auf reichlich 2% gestiegen Unter Baugenossenschaften beruhen nur 11 auf der unbeschrän?

beschränkten Haftpflicht. Für die im Jahrbuch enthaltene ausfiihrliche Statistik de? deutsche

M fasst; isss

brbauten 1088 in der eigenen Verwaltung ver- 1 r im Kostenbeträge von 33 822 228 M

l0o0 dieser Hauser enthielten 7319 Wohnungen. 33 Ge^ osienschasten gemischten Systems" erbauten 799 Käufer

I n S W V 36 Wohnungen. Die Herstellungskosten bau I 89 Hausern betrugen 6 631 582 M. Außerdem ^bauten 34 der Genossenschaften letzgenannter Kategorie tnrt,Mretswvynungen für ihre Mitglieder b67 d«ser Käufer sind 1997 Wohnungen ^e Ker- ^llungsküsten von 378 Häusern betrugen 9 060 854^M. S-T ^-^rb^v^slenden Baugenossenschaften verfügten am Jahresichluß 1902 über 61 173 964 M. BetriebskapitÄ Diwselbe setzt sich zusammen aus 9 645 424 M eigenem Vermögen, und zwar: 7 842 250 M. Geschäftsautbabm 796 116 M Reservefonds, 1 007 058 M. andere Fonds'

UUlVatoVZW K" «d°rn, Ä

" C 4 . M. Hypothekenschulden mit längerer Frist

Ende 1902 stand der Wert des noch^au^ßKnd Bodens bei 123 Genossenschaften mit 4 044 728 M r/w äs Wert der fertigen und im Bau befind- ^ichen Hauser und Baumaterialen betrug Ende 1902 bei ol Genossenschaften für die zum Erwerb durch die Mit­glieder errichteten.Gebäude 10 577 895 M. und bei 128 ^h?ff^f^aften für zur Vermietung an die Mitglieder errichteten Gebäude 43 278 241 M. Der Reinaetwnn von berichtenden Genossenschaften belief sich auf 477 611 ^s r «j Sämtliche 173 Baugenossenschaften und Svar- und Bauvereme hatten Ende 1902: 46 966 Mitglieder

Redaktions-Fernsprecher No. 52. 1903.

!Ä^'^vb vom Zentrum gilt gleiches. Man könnte auf Zeugnisse dafür Hinweisen, daß die Unhalt-

^batlver Parlamentarier und Publizist bemüht, seinen mn?^rEden sachgemäße Aufklärung über die Nach, teile des übereilt zustandegekommenen Gesetzes ange- ÄJL W fen Wer im »männiW m '*g| va Borsenzustande gibt es keinen Zweifel darüber (und äto r °.F Züt, dies ohne Rücksicht auf die polisische Varteizu- gehorigkeit), daß ein wesentlicher Anteil an den ver­heerenden Wirkungen des wirtschaftlichen Niod£an§ von. dem Deutschland bis zu diesem Sommer heimgesucht war, dem^Borsengesetz zur Last fällt. Denn es hat die

mit"! ausgeschaltet, die ungesunde aber

nicht antasten können, und es hat vor allem dahin ge- dm Spekulation von den deutschen Märkten Nolle^entÄ?^^ wendete, wo sie vollends jeder Kam konnw m und die wildesten Sprünge machen

Huben aber nicht die Börsenleute ge- wenigstens . nicht in erster Reche, sondern das lapitalistische Publikum,, und es mag unter den Leid- mancher sein, der seinerzeit tüchttg mit auf geschlinpft und das Zustandekommen desBörsen- gesetzes mit Genugtuung. begrüßt hatte. Indessen kann

das^Nä^ v^wben, daß die .Finanzwelt übertrieb, als sie da.' Borsengesetz die alleinige Ursache des iabrelonoi-ir Niederganges nannte. Daß es so nicht siegt Zch sw letzt, wo das Borseirgesetz ja nicht zu hindern ^vermag P}^ deutsche Volkswirtschaft aufs neue erstarkt Es ist nicht unmöglich, daß sich die Gegener der Reform an leseii Umichwung halten und daraus herleiten werden die Änderung des Gesetzes sei erwiesenermaßen unnösig' zum mindsten könne sie verschoben werden. Denn nachdem S-Ä»!' 11 ' das Gesetz in Zeiten der Depression «wbe, müsse man setzt beobachten, wie es in Zeiten des Aufschwunges wirkt, über das Zustandek°mmZ?d« angekundigten Novelle wird man jedenfalls vorsichtig ..aussen. Die stärksten Hindernisse sind, wie $2 ^ Zuruckdrangung des extremen Flügels der Rechten beseitigt, aber der Weg zum Gelingen ist weit Ä Schatzsekretär MoZt \S

Äi?Zu zeigen, ob er der geschickte Taktiker ist, für den ihn viele haltm. W J 0

Deutsches Reich.

Feuilleton.

Die Börfengefcbreform.

K- ll. Berltn, 23 . Oktober.

Kaum wird die bestimmte Absicht der Regierung eine ^^^ormnovelle. vorzulsgen, in glaubhafter ^Weste bikannt, so bäumt sich der agrarische Haß gegen die Zi!- mutung auf an der Änderung dieses Gesetzes mitul- Ä l v b "ut wird in jenem Lager erkläA von eimr Reform dürfe keine Rede sein Dw Wideiürr^slnBki müsse ernst genommen werden, weL^^d?VrW Konservativen und. das Zentrum auf dem S andpunkt standeii, von dem die Bündler behaupten, daß sie wstksick aiif ihm stehen. Aber nach der Niederlage, die sich der Bund der Landwirte bei den Reickstaasmo6i^ lyat, wird die Masse der Rechtm doch wohl mit sich reden

Berliner Stimmungsbilder.

Von Paul Lindenberg.

vor dem Braudcuburger Tor. - Aiiluoneu. —- Anleihe und deren Verwcnduua _ GJlc

ooÄrMi* iC ' "men, reichen Mädchen. — Mn Roman

vor Gericht. — Die wndermann-Fchde. — Das Wunderki^

die ^Eend weiß schimmert es jetzt all jenen entgegen, suchen^"n Brandenburger Tor aus den Tiergarten be- C e . n ' üt eine derartige Anhäufung des edelsten Däiri£ n" W^rmors dort, daß man unwillkürlich öie ? und die Augen beschattet. Um zwei

| r fl!L®r s n laßen ist Berlin mit den

des Kaisers und der Kaise- ilJLzZl e brrch bereichert worden, und der bisher arg ^^^° W ,6°>oe cne Platz am Eingang zu unserem prächtigen Part hat einen be onöeren Schmuck erhalten ZS gvrellcicht durch die beiden Moni.mente, die vom

sind als ' auS - kibev "Echt ersten Ranges ul/ durch die mit ihnen in indirekter Verbindung stehenöeii, mächtigen, schönheitsvollen Marmorbruniieii

uor welchen in kurzer Entfernung marmorne ord-»u^n errichtet wurden. Dies ist dekorativ außer, rdentlich wirksam. Durch die beiden Denkmäler aber «Nt ihren Marmorwanden und -Büsten entstand eine Uberfüllung, öie vielleicht vermieden ivorden wäre, wenn wan sich nur auf die Standbilder selbst beschränkt hätte hl'n Drumherum. Professor Brütt hat an der Ge- stalt Kaiser Friedrichs nicht seine charakteristische Eigcn- «rt enpaltet, die wir sonst an seinen Werken bewundern, »lese dankbare Aufgabe hätte wohl markiger gelöst wer- vcn können. Formvollendet ist die Figur der Kaiserin ie der jugendliche Bildhauer Fritz Gerth geschaffen, dem seine Studien nach dem Leben zu «jachen, hat doch mit ihm die verewigte Fürstin die ganze ^Eukmalsanlage auf das genaueste besprochen und ihn, viele wichtige Einzelheiten angegeben. Damals war die Kaiserin schon schwer leidend, und das mag dazu bei- «"ragen haben, daß der Künstler in der Gestalt der ifcrtn weniger das Willensstärke, Selbstbewußte zum

Ausdruck brachte, als das Weiche. Ruhiae KeüenwNL « aufrichtigster Dank für seine hochherzige' durch welche er in unvergängl cher Weise das Andenken seiner Eltern ehrte, die stets vertrant

SÄ'S * A'ÄftÄ

SS'tSafen! 6le "" ,tre 2m6 ‘ “ li!l b-r-n A»,.

Daß Berlin auch fernerhin seinen wichtiaen A»k- gaSen gerecht wird, bezweckt die soeben vom Staats- ministerlum genehmigte neue 228 Millioneii- Stadt, die deren ohnehin schon sehr statt-

cknn bNMet^Äd^^Erum mit einem hübschen Sümm- ZEN getastet. Aber trotzdem empfindet man lebhafte Freude darüber, sind doch die vielen Millionen in erster Linie dazu bestimmt, Berlins sanitäre Einrichtunaen ,u verbessern und Krankheiten wie Sorgen zu lüidern s Millionen Mark wird man allein für Straßcnduräi- legungen und -Verbreiterungen ausgeben, über 80 Mil­lionen für die Fortsetzung der Kanalisation, 15 Millionen st-r den Vau von Markthallen, 30 Millionen f-ir Err ä,

*n n ‘rr>i,r CUCr 3^"-, Idioten- und Stechen-Anstalten 20 Millionen für Krankenhäuser, ähnlich große Ziffern betreffen das Schul- und Fortbildungsniesen sowie an­dere Wohlfahrtseinrichtungen, die mehr zum Ruhme einer modernen Stadt beitragen wie stolze Paläste und

/Etr die glücklicherweise seitens der städtischen Behörden kein Pfennig bestimmt ward.

„Das schöne Geld, es so unnütz zu vervlemvern" bas mag die Ansicht jener trefflichen Gentleme/ni^edü-'n Menschenfreunde sein, die im Wuckei-«?».-?

R o s e n st i e l und Konsorten auf der Anklagebank säße,? Fsi" Wuchers und betrügerischer Ausbeute ,ur

Rechenschaft gezogen zu werden. Eine nette Sorte süi- wahr, die hoffentlich der schärfsten Strafe nickt Der Prozeß lüftet mal wieder den Borhana von Är?? Hand Geheimnissen der Weltstadt die n r dn^ an das Tageslicht dringen, er zeigt nebenbei

nncZahnnei?Leutcn, di7'K in^ke

Zur Moholfrage.

r, a ü nte s» T^ er i^^rschrist bespricht in der Wissenschaft- sichen Beilage zur „Munchn. Allgem. Zta" vom r : Dr. R. Hermann zunächst die interessante

sosialstatistische Studie Blochers über die Belastuna des Arbeiterbudgets durch den Alkoholgenuß, welche darstit c öe:§ Einkommens überall eine noch ^tarkere^Erhohung der Ausgaben für Alkohol in den

o£°es1ews?in^E„D?"^^, reichen Mädels, die, ' .bst SU wissen, derart verkuppelt werden nur

SfSSr Ihr»,«TeÄS» "«

Wucherer h.n kur-of* 1 kann, wobei die

?en schönsten Profit machen. Und als Moraen-

s-^ E r i. un ß en Glückes das Hineinzerren der Namen m die breiteste Öffentlichkeit, noch dazu in enaer Bei-

WLK r n »iueliwn ®efä“Ä

|j.rL^i tßI il, er verächtlicher sind wie die abgefeimtesten

ße I anö H«rn Rosenstiel i ch s?"

d Schnkd des "icht,- es war freilich nich"

Larisch wenn 5- tlf Hauptzeuge auftretenöen Grafen wr,l„ V ttC n rr die ihm von Vampirs Gnaden ruae- dachte Zwanzig-Mlllionen-Brant nicht eroberte nnü^ m„ durch dre vereinbarte Provision von einer Million Mark L.uners-nnütztgen Heiratsstiftern a7s den FtL

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deren Vr?5k handelt sich's auch in einem an.

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treppen hinanfgebrachten gelben und rote Beiien mu den lockenden Titeln: „Die Geheimnis/- d?^

" »t^r'g e /choVe n^G??f e nk?n d"^ Unter dchstn

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fuhren Man ist sehr gespannt, ob^^Yefe" S fiornuöie oder eine Tragödie zeitigen wird. ^ * * C Daß eine Komödie gelegentlich ernüer I rd' wie cs der Verfasser vermutete, hat Hermami Sud e r m a n n mit seinem „Sturmgescllen erfahren müssen. In einem energisch gehaltenen Äu artrkel rtriff die „Bossische Zeitung" den Dichter »nd^/- Tendenz seines Stiickes, das Milieu desselbe!, v>m!- £ vcrzeichneten Hauvtversonen heftig an und wies auch v!m